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Handball – 2. Liga: Großwallstadt will seine Erfolgsserie auch in Hagen fortsetzen

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga muss der TV Großwallstadt am heutigen Montag um 19.30 Uhr beim Tabellenfünften VfL Eintracht Hagen antreten. Die Aufgabe ist allerdings sehr anspruchsvoll, doch die Mannschaft von Trainer André Lohrbach will ihren starken Lauf gegen eines der offensivstärksten Teams der Liga fortsetzen.

Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt hat der TVG eine starke Reaktion gezeigt. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holten die Blau-Weißen 9:1 Punkte. Auf den ersten Saisonsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen folgten das Unentschieden in Coburg sowie Erfolge gegen den TV Emsdetten, beim TuS Ferndorf und zuletzt gegen den Dessau-Roßlauer HV 06. Beim 33:32-Heimsieg gegen Dessau bewies Großwallstadt erneut große Moral. Obwohl die Gäste über weite Strecken führten und auch in der 52. Minute noch mit zwei Treffern vorne lagen, drehte der TVG die Begegnung mit einem 4:0-Lauf. Nach den bereits absolvierten Begegnungen des neunten Spieltags belegt der TVG mit 9:7 Punkten aktuell den achten Tabellenplatz.

Hagen nach den Wochenend-Ergebnissen auf Rang fünf

Der VfL Eintracht Hagen geht mit 12:4 Punkten als Tabellenfünfter in die Partie. Die Eintracht ist mit sechs Siegen aus den ersten acht Begegnungen stark in die Saison gestartet. Besonders deutlich fielen die Erfolge beim ASV Hamm-Westfalen und gegen den HSC 2000 Coburg aus. Auch in Dessau, gegen Ferndorf und bei der HSG Nordhorn-Lingen behielt die Mannschaft von Trainer Pavel Prokopec die Oberhand. Ein Ausrufezeichen setzte Hagen beim 30:25 gegen den bis dahin verlustpunktfreien 1. VfL Potsdam. Torhüter Jonas Wilde entschärfte in dieser Partie 18 Würfe und fünf Siebenmeter. Am vergangenen Spieltag musste Hagen allerdings seine zweite Saisonniederlage hinnehmen. Bei GWD Minden erwischten die Grün-Gelben zunächst einen guten Start und lagen nach einer Viertelstunde mit vier Toren vorne. Anschließend nutzten die Gastgeber die Hagener Fehler konsequent und drehten die Begegnung. Am Ende unterlag die Eintracht mit 28:32. In der Analyse machte Prokopec vor allem die 13 technischen Fehler und die ausbaufähige Chancenverwertung als Gründe für die Niederlage aus. Gegen den formstarken TVG möchte Hagen in der heimischen Ischelandhalle nun wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Der Hagener Trainer warnt ausdrücklich vor den Gästen und bezeichnet den TVG als „eine gute Mannschaft, gegen die man keinen Zentimeter nachlassen darf“. Die Großwallstädter Abwehr beschrieb er als „jung, groß, stark“. Prokopec kennt den TVG aus eigener Erfahrung: In der Saison 2014/15 trug er selbst das Großwallstädter Trikot und spielte unter anderem gemeinsam mit Florian Eisenträger.

Der Hagener Angriff verfügt über Qualität auf allen Positionen. Im rechten Rückraum übernimmt Jan von Boenigk viel Verantwortung, während Pierre Busch auf Rechtsaußen und vom Siebenmeterpunkt für Torgefahr sorgt. Auf der linken Rückraumposition kehrte Pouya Norouzinezhad zuletzt in die Startformation zurück und erzielte in Minden sieben Treffer. Besondere Aufmerksamkeit verlangt das Zusammenspiel mit Philip Jungemann am Kreis. Hagen sucht zudem immer wieder den Weg über eins-gegen-eins-Situationen. Mit Juan de la Peña und Linus Kutz stehen Prokopec unterschiedliche Lösungen für die Spielsteuerung zur Verfügung. Auch zwischen den Pfosten ist die Eintracht mit Pascal Bochmann und Jonas Wilde stark besetzt. Für den TVG wird es deshalb wichtig sein, seine Chancen konsequent zu nutzen und den Hagener Torhütern möglichst wenige einfache Paraden zu ermöglichen.

Kompakte Defensive als Grundlage

In Hagen wird erneut eine konzentrierte und kompakte Abwehrleistung die Grundlage bilden müssen. Gelingt es dem Lohrbach-Team das Zusammenspiel mit dem Kreis zu kontrollieren und die Hagener Rückraumspieler in ihren eins-gegen-eins-Aktionen frühzeitig zu stoppen, sollen daraus Ballgewinne und Möglichkeiten für das eigene Tempospiel entstehen. Im Angriff wird es darauf ankommen, geduldig zu bleiben und die zuletzt gezeigte Variabilität erneut auf die Platte zu bringen. In Ferndorf funktionierte der taktische Plan gegen den siebten Feldspieler hervorragend. Gegen Dessau fand der TVG wiederum mit dem eigenen Sieben-gegen-Sechs die entscheidenden Lösungen. Dass die Mannschaft auch schwierige Spielsituationen meistern kann, hat sie in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen. Diese Widerstandsfähigkeit wird auch in der Ischelandhalle gefragt sein, vor allem da Trainer Lohrbach immer noch auf viele verletzte Spieler verzichten muss.

Die beiden Begegnungen der vergangenen Spielzeit verliefen äußerst knapp. In der Ischelandhalle musste sich der TVG trotz 39 eigener Treffer mit 39:40 geschlagen geben. Das Rückspiel entschied Großwallstadt in Aschaffenburg mit 30:28 für sich. In dieser Saison werden die Karten nun neu gemischt. Hagen will nach der Niederlage in Minden vor heimischem Publikum zurück in die Erfolgsspur. Der TVG reist dagegen mit drei Siegen hintereinander und dem Selbstvertrauen aus fünf ungeschlagenen Spielen an. Bei den Gastgebern gab es in der vergangenen Woche einige Erkältungsfälle. Nach Angaben des VfL wird neben dem langzeitverletzten Tilman Pröhl voraussichtlich jedoch kein weiterer Spieler fehlen.

 

 

Archivbild: TV Großwallstadt