Handball – 3. Liga: Derbyzeit in Hanau – Nieder-Roden kommt – Gelnhausen fährt nach Dutenhofen
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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt die HSG Hanau die HSG Rodgau Nieder-Roden zum Derby. Der V Gelnhausen fährt zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II.
TV Gelnhausen vor intensivem Auswärtsderby in Dutenhofen
Auf den TV Gelnhausen wartet am Samstag um 19 Uhr das Auswärtsderby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Während der TVG mit 11:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz steht, hat sich die U23 der HSG Wetzlar nach einem schwachen Saisonstart gefangen und belegt mit 5:7 Punkten Rang sieben.
Dutenhofen startete mit drei Niederlagen in die neue Spielzeit, hat anschließend aber deutlich an Stabilität gewonnen. Auf das 31:31 (15:15) gegen den TSV Bayer Dormagen II folgte ein 29:24 (15:13)-Erfolg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Eike Schuchmann mit 27:20 (12:11) beim TuS 82 Opladen durch und geht nun mit Rückenwind in das Derby.
Eine besondere Rolle dürfte am Samstag die Defensive spielen. Der TVG hat bislang 152 Gegentreffer kassiert, Dutenhofen 154. Damit gehören beide Mannschaften zu den defensivstärksten Teams der Staffel. „Dutenhofen verfügt über top ausgebildete Spieler und ein sehr gutes Spielkonzept. Besonders die offensive und sehr bewegliche Abwehr stellt jeden Gegner vor Herausforderungen. Zuletzt haben sie in Opladen ein richtig starkes Spiel gezeigt“, sagt Sergej Budanow, Sportlicher Leiter des TVG. Da Patrick Beer am Samstag verhindert ist, übernimmt Budanow für dieses eine Spiel noch einmal die Betreuung an der Seitenlinie. Beer war nach dem Ausscheiden von Tim Beckmann früher als geplant eingestiegen.
Die HSG verfügt auch in dieser Spielzeit über eine junge Mannschaft mit viel Qualität. Als U23 des Bundesligisten HSG Wetzlar dient das Team zahlreichen Talenten als wichtige Entwicklungsstufe. Schuchmann geht inzwischen in seine zweite Saison als Trainer. Bereits in der vergangenen Spielzeit überzeugte Dutenhofen insbesondere mit einer starken Hinrunde und beendete die Saison schließlich mit 40:20 Punkten auf Rang fünf.
Kern der Leistungsträger ist zusammengeblieben
Ein Kern aus Leistungsträgern ist zusammengeblieben. Dazu gehören unter anderem Kapitän Lukas Gümbel, Kreisläufer Nico Scheibel und Rückraumspieler Leonard Zaum. Verstärkt wurde die Mannschaft im Sommer mit mehreren jungen Spielern. Felix Schneider, Finn Krumbiegel und Mathi Geerken stammen aus der eigenen Talentschmiede der Mittelhessen Youngsters. Johannes Hollenberg wechselte aus dem Nachwuchs des SC DHfK Leipzig nach Mittelhessen. Zudem kehrte Kreisläufer Marvin Lindenstruth zwei Jahre nach seinem zwischenzeitlichen Karriereende zurück und bringt zusätzliche Erfahrung in die junge Mannschaft.
Gefährlichster Torschütze ist bislang Rechtsaußen Colin Simon mit 20 Treffern. Auch zwischen den Pfosten ist die HSG mit Henrik Naß und Hendrik Pantel stark besetzt. Pantel machte erst vor wenigen Wochen auch in der Bundesliga-Mannschaft der HSG Wetzlar auf sich aufmerksam. Im DHB-Pokal gegen den SC Magdeburg zeigte der 20-Jährige eine überzeugende Leistung, kam auf sieben Paraden und erhielt anschließend sogar ein Sonderlob von SCM-Trainer Bennet Wiegert.
Der TVG reist nach dem 31:27 (16:12)-Arbeitssieg gegen den TSV Bayer Dormagen II weiterhin ungeschlagen nach Dutenhofen. Personell bleibt die Situation allerdings angespannt. Max Bechert fehlt weiterhin mit seinem Mittelhandbruch, Alexander Bechert aufgrund seiner Knieprobleme und Jonas Dambach wegen seiner Fußbeschwerden. Auch Benjamin Wörner steht wegen einer leichten Handverletzung weiterhin nicht zur Verfügung. Damit fehlt den Barbarossastädtern erneut ein Linkshänder im Rückraum, während am Kreis weiterhin Torben Fehl die Hauptlast trägt.
Trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe auf den TVG. Die zuletzt deutlich verbesserte Form der Gastgeber, die bewegliche Defensive und die Qualität der jungen HSG-Mannschaft versprechen ein intensives Auswärtsderby. Und wie so oft gilt auch diesmal: Ein Derby hat seine ganz eigenen Regeln.
HSG Hanau empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden
Wenn am Samstagabend um 19.30 Uhr der Anpfiff in der Main-Kinzig-Halle ertönt, beginnt kein normales Dritt-Liga-Spiel, sondern es ist das erste Heimderby der Saison für die HSG Hanau. Gegner dabei ist kein Geringer als die HSG Rodgau Nieder-Roden. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und so ist für Spannung bis zur letzten Sekunde gesorgt. Die Baggerseepiraten rangieren mit 3:9 Punkten auf Rang 14 der Tabelle. Die Hanauer mit einem Punkt mehr auf der Habenseite (4:6 Punkte) auf Platz zehn. Schiefer, Kleemann und Co. wollen ihre kleine Erfolgsserie ausbauen und freuen sich auf die lautstarke Unterstützung des Blauen Blocks.
Trainer Axel Spandau bringt die Erwartung auf den Punkt: „Derby-Time ist immer eine besondere Zeit in der Main-Kinzig-Halle und es geht darum, unseren Aufschwung weiter fortzusetzen. Gerade im Angriff sind wir momentan sehr gut im Lauf, haben ein verbessertes Abschlussverhalten, was natürlich immer noch besser sein könnte, woran wir auch weiter dran arbeiten. Zuletzt 35 Tore gegen Vallendar und 33 Tore gegen die Bergischen Panther belegte bereits ein verbessertes Angriffsverhalten.”
Die jüngsten Ergebnisse belegen den Trend, den Spandau beschreibt: Die Grimmstädter haben offensiv zuletzt zu einer Sicherheit gefunden, die in der Anfangsphase der Saison noch fehlte. Nun gilt es im Derby, diesen Aufschwung auch unter der besonderen Atmosphäre des Bezirks-Derbys auf die Platte zubringen. „Wir hoffen auf eine volle Halle sowie eine lautstarke Unterstützung vom Blauen Block. So wollen wir unsere kleine Serie weiter ausbauen“, freut sich Co-Trainer Markus Semmelroth auf sein erstes Heimderby.
Derbys haben ihre eigenen Gesetze
Beide Mannschaften haben sich den Start in die neue Saison anders vorgestellt. Während Nieder-Roden im ersten Spiel einen Punkt in Köln holte, holte man nach der Niederlage gegen Top-Favorit Saarlouis gegen den TSV Bayer Dormagen am dritten Spieltag die ersten beiden Pluspunkte. Mit 3:3 Punkten nach drei Spieltagen war man im Soll. Doch anschließend folgten drei Niederlagen in Serie, unter anderem verlor man seine beiden Heimspiele gegen TuS Opladen und HSG Krefeld Niederrhein deutlich.
Die Grimmstädter starteten sehr holprig in die Saison. Bis zum vierten Spieltag dauerte es, bis die ersten Punkte auf der Habenseite waren. Mit dem Sieg gegen den HV Vallendar und vergangenes Wochenende bei den Bergischen Panther wurde der Bock umgestoßen. Mit zwei Siegen in Serie findet die Mannschaft immer besser in die Saison.
Doch beim Bezirks-Derby zählen weder Tabellenstände noch die vergangenen Spiele. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze – so auch am kommenden Samstag. Die Spiele zwischen den Vereinen sind immer geprägt von leidenschaftlich kämpfenden Abwehrreihen, Emotionen auf der Platte und spannenden Spielausgängen. Seit 2009/10 treffen beide HSG’s aufeinander. Bereits 17 Mal standen beide Mannschaften in dieser Zeit einander gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen, beide haben sieben Siege auf ihrem Konto stehen und dreimal trennt man sich Unentschieden.
Die Gäste befinden sich im Umbruch. Vor der Saison haben mit Johannes von der Au und Nils Hassler zwei prägende Spieler das Team verlassen. Doch das Team von Trainer Christian Sommer kommt mit einem klaren System. Nieder-Roden agiert mit einer offensiven 6:0-Abwehr und wird darauf setzen, den Blau-Weißen früh den Rhythmus zu nehmen. Der Topscorer der Rot-Schwarzen ist auch in diesem Jahr Samuel Hoddersen. Der Linksaußen hat in dieser Saison bereits 50 Tore erzielt, 18 davon vom Siebenmeterpunkt. Damit rangiert er schon in der Frühphase der aktuellen Spielzeit unter den Top 3 der Torschützen in der dritten Liga Süd-West. Auf der anderen Seite macht Rechtsaußen Nils Haus auf sich aufmerksam und kommt mit seinem variablen Abschluss auf 25 Tore. Im Rückraum hält weiterhin Simon Brandt die Fäden in der Hand. Mit seinem pfeilschnellen 1:1 hat er den Hanauern bereits den ein oder anderen Knoten in die Beine gespielt. Neben ihm avanciert Luca Möller zum Newcomer. In den ersten Spielen hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir wollen natürlich diese 1:1-Situation von Simon Brandt auf der Spielmacherposition und Luca Möller, dem Newcomer von den Baggerseepiraten, in Griff bekommen“, gibt Trainer Spandau Einblick in seinen Matchplan.
Weiter führt Spandau aus: „Auf Sebo Hein und Malte Just kommt eine große Aufgabe zu. Sie müssen nicht nur vorn sicher im Abschluss sein, sondern auch Hodderson im Gegenstoß verteidigen.“ Sein Credo für die Deckung um Abwehrchef Dziugas Jusys ist, kompakt zu stehen und mit maximaler Energie und Intensität zu verteidigen. Vorn sollen Lukas Böhm und Cedric Schiefer mehr Rhythmus finden und die Chancenverwertung soll sich weiter steigern.
Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür






