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Handball – 3. Liga: Gelnhausen mit Arbeitssieg in Dormagen II – Hanau mit Auswärtssieg bei den Bergischen Panthern

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gelingt dem TV Gelnhausen ein Arbeitssieg gegen Dormagen II. Hanau siegt auswärts bei den Bergischen Panthern.

 

 

 

TV Gelnhausen feiert Arbeitssieg gegen Dormagen II

Der TV Gelnhausen bleibt auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen. Vor 850 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle setzten sich die Barbarossastädter am Tag der Deutschen Einheit mit 31:27 (16:12) gegen den TSV Bayer Dormagen II durch. Gegen die junge und couragiert auftretende U23 des Zweitligisten musste der TVG hart arbeiten, erspielte sich zwischenzeitlich einen Acht-Tore-Vorsprung und brachte den Heimsieg am Ende verdient über die Zeit. Mit nun 11:1 Punkten bleibt Gelnhausen damit Tabellenzweiter.

Personell musste Trainer Patrick Beer erneut improvisieren. Max Bechert (Mittelhandbruch), Alexander Bechert (Knieprobleme) und Jonas Dambach (Fußprobleme) fehlten weiterhin, zusätzlich musste Benjamin Wörner mit einer leichten Handverletzung passen. Damit stand dem TVG im Rückraum kein Linkshänder und mit Torben Fehl nur ein gelernter Kreisläufer zur Verfügung. Dennoch erwischten die Rot-Weißen den besseren Start. Silas Altwein traf in der fünften Minute zum 3:0. Dormagen fand anschließend besser in die Partie und verkürzte bis zur achten Minute auf 3:2. In einer zunächst torarmen Begegnung bestimmten beide Abwehrreihen das Geschehen. Nach 13 Minuten führte Gelnhausen knapp mit 5:4.

Dann setzte sich der TVG erstmals etwas ab. Zwei Treffer von Jonathan Malolepszy und anschließend das 8:4 durch Fynn Broßmann in der 18. Minute sorgten für die erste Vier-Tore-Führung. Broßmann wurde mit fünf Treffern bester Gelnhäuser Torschütze des Abends, Malolepszy und Altwein folgten mit jeweils vier Toren. Dormagen antwortete anschließend jedoch mit drei Treffern in Folge und war beim 7:8 sofort wieder dran. Der TVG ließ einige gute Möglichkeiten ungenutzt und konnte sich zunächst nicht entscheidend absetzen. Beim 14:12 in der 29. Minute blieb Dormagen in Schlagdistanz. In den letzten 30 Sekunden des ersten Durchgangs schlugen die Barbarossastädter dann aber doppelt zu. Altwein traf zum 15:12, ehe Ákos Csaba einen Pass der Gäste abfing und per Tempogegenstoß den 16:12-Pausenstand herstellte.

TVG startete stark

Auch in die zweite Hälfte startete der TVG stark. Jannik Geisler und Altwein erhöhten auf 18:12. Beim 21:16 nach 36 Minuten blieb der Vorsprung stabil, ehe Broßmann zweimal traf und Simon Belter nach 40 Minuten auf 24:16 stellte. Acht Tore Vorsprung bedeuteten die deutlichste Führung des Abends und vieles deutete nun darauf hin, dass sich Gelnhausen entscheidend absetzen könnte. In der 45. Minute bekam anschließend auch Junioren-Torhüter Noah Pilgrim seine Chance und feierte seinen ersten Drittliga-Einsatz in dieser Saison. Doch Dormagen dachte überhaupt nicht daran, die Partie abzuschenken, sondern kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Nach 48 Minuten stand es 26:21, drei Minuten später nur noch 27:23. Besonders Kieran Unbehaun und Finn Hoffmann hielten die Gäste mit jeweils sieben Treffern im Spiel.

In der Schlussphase ließ der TVG erneut einige Möglichkeiten liegen und Dormagen witterte noch einmal seine Chance. Beim 29:25 erhielten die Gäste in der 56. Minute per Siebenmeter die Gelegenheit, auf drei Tore zu verkürzen. Der wieder eingewechselte Bruno Minerva war jedoch zur Stelle und parierte. Eine Minute später gelang den Gästen dennoch das 29:26 und die Partie drohte noch einmal spannend zu werden. In dieser wichtigen Phase behielt der TVG jedoch die Nerven. Altwein setzte in der 58. Minute mit dem Treffer zum 30:26 die passende Antwort und sorgte für die Vorentscheidung. Dormagen verkürzte noch einmal, doch Malolepszy machte wenig später endgültig den Deckel drauf und traf in der 60. Minute zum 31:27-Endstand.

„Es war ein absoluter Arbeitssieg gegen eine sehr starke Dormagener Mannschaft, die uns immer wieder im Eins-gegen-eins gefordert hat“, sagte Beer. „Wir mussten kämpferisch auf maximales Niveau gehen. Wenn heute nicht jeder einzelne Spieler Vollgas gegeben und in der Abwehr ohne Ende gearbeitet hätte, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir die Punkte hier behalten haben.“

Die Zuschauer sorgten in der Hölle Süd für eine starke Atmosphäre und trieben die Mannschaft immer wieder nach vorne. Auch Dormagens Trainer Peer Pütz würdigte Gegner und Kulisse. „Glückwunsch zum Sieg an den TVG. Vor so einer tollen Kulisse gegen eine sehr gute Drittliga-Mannschaft haben wir das insgesamt schon sehr gut und couragiert gemacht. Darauf können wir aufbauen“, sagte Pütz.

 

 

Der Bann ist gebrochen

Nach drei Niederlagen in Serie gegen die Bergischen Panther ist der Bann gebrochen. Mit 33:31 (16:15) setzten sich die Grimmstädter am Samstagabend in der Max-Siebold-Halle gegen die Panther durch und fuhren zwei wichtige Auswärtspunkte ein. Cedric Marquardt (9/4 Tore) und Cedric Schiefer (7) waren die erfolgreichsten Schützen, während Benedikt Müller ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten war und den Unterschied ausmachte. Am Ende stand ein verdienter Sieg, der lange auf sich warten lassen hat.

„Die ausgerufene Pantherjagd haben wir diesmal positiv beendet — in einem spannenden und kampfbetonten Spiel”, fasste Trainer Axel Spandau den Abend zusammen. „Die zweite Halbzeit waren wir deutlich kontrollierter, deutlich zielstrebiger im Angriff, und Benne Müller hinten im Tor hat unsere Abwehr nach allen Leibeskräften unterstützt.“ Im Vorfeld stellt sich die Frage, ob die Mannschaft den Schwung des ersten Heimsiegs in das Spiel gegen die Panther mitnehmen und auch die ersten beiden Auswärtspunkte einfahren kann. Mit einer deutlich verbesserten Leistung in Durchgang zwei sicherten sich die Grimmstädter den Sieg. Dabei waren eine gute Deckungsarbeit und mehr Geduld im Angriff die Schlüssel, um erfolgreich zu sein. Es war nicht nur der erste Sieg nach drei Niederlagen in Folge gegen die Bergischen Panther, sondern auch der erste Auswärtssieg in Burscheid, seitdem beide Mannschaften aufeinandertreffen. Der Sieg ließ die Blau-Weißen in der Tabelle weiter vorrücken. 

Zu Beginn der Partie dominierten die Torhüter auf beiden Seiten die Frühphase des Spiels. Unter anderem hielt Benedikt Müller die ersten beiden Siebenmeter von Louis Elsässer gleich in den ersten 10 Minuten. Cedric Marquardt, an diesem Abend erneut bester Torschütze der Hanauer, brachte seine Mannen in Führung und Cedric Schiefer konnte rasch auf 3:1 erhöhen. Doch in der Folge kamen auch die Gastgeber besser ins Spiel und glichen zum 3:3 durch Louis Elsässer aus. 

Die anschließenden fünf Minuten waren auf beiden Seiten von technischen Fehlern und Nervosität geprägt. Das Spiel ging nun auf und ab, ein Fehlwurf hier, ein technischer Fehler da zeigte, was in dieser Partie auf dem Spiel stand. Bis zur 15. Minute hielten sich beide Mannschaften vornehmlich mit dem Tore werfen zurück. Dies veranlasste den Gastgeber, seine erste Auszeit zu nehmen. Sie zeigte Wirkung und die Panther gingen in der 20. Minute nach 4:5 mit 8:6 in Führung. Dieser Zwei-Tore-Rückstand veranlasste Trainer Axel Spandau in der 23. Minute ebenfalls, sein erstes Team-Time-Out bei 8:10 zunehmen. Bis zum 10:12 (25.) hatte dieser Rückstand Bestand. Doch ein schön herausgespielter Abschluss von Mathi Geerken auf Linksaußen, eine gute Abwehraktion und ein Tor von Cedric Schiefer war zwei Minuten später (27.) der Ausgleich geschafft. Danach ging es Schlag auf Schlag. In den letzten drei Minuten klingelte es noch sieben Mal bis zur Halbzeit. Malte Just egalisierte das Tor von Maurice Meurer mit einem starken 1:1 gegen den Innenblock. Florian Müller traf für den Gastgeber zur letzten Führung vor der Halbzeit. Dziugas Jusys mit einem Doppelpack nach einer Parade von Benedikt Müller stellt so auf 15:14 kurz vor der Pause. Doch eine Zeitstrafe gegen Jusys ließ die Panther wieder ausgleichen. Fast mit der Pausensirene sorgte Lukas Böhm mit einem Rückraumwurf für die 16:15 Pausenführung.

Hanau dreht auf — und Kleemann macht den Deckel drauf

„Für die zweite Halbzeit haben wir uns vorgenommen, gut zu starten, was uns leider nur teilweise gelungen ist“, gab Gerst Einblick aus der Halbzeitpause. Nach einem Fehlwurf im Angriff glich Kaan Taymaz für die Panther mit seinem Wurf aufs leere Tor zum 16:16 aus. Dass dies das letzte Unentschieden der Partie sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Marquardt verwandelte seinen selbst herausgeholten Siebenmeter zum 17:16. Benedikt Müller startet auch gleich mit einer Parade. Nach einem harmlosen Rückraumabschluss zog im Rückzug Jan-Eric Kleemann ein Offensivfoul. Dies ermöglichte Marquardt per Tempogegenstoß, auf 18:16 zu stellen. Die anschließende Phase glich der ersten Halbzeit. Im Gleichschritt lief das Spiel bis zum 21:19 in der 38. Minute. Das 21. Tor von Sebastian Hein war auch etwas für die Zuschauer. Im passiven Spiel und mit wenig verbleibenden Pässen sprang Cedric Marquardt von links mit wenig Platz ein und bediente per Expresspass, den von rechts einspringenden Hein, der dann den Ball im Netz unterbrachte. Zu dieser Zeit waren die Gäste durch die zweite Zeitstrafe gegen Jusys in Unterzahl auf dem Feld. In Überzahl verkürzten die Panther. Ein Abspielfehler im Angriff brachte die Hausherren die Möglichkeit, auf Unentschieden zu stellen. 

Taymaz tankte sich durch und erhielt einen Siebenmeter für seine Farben. Exner, bis dahin tadellos vom Siebenmeterstrich, trat zu seinem fünften Siebenmeter. Einmal angetäuscht und dann mit aller Wucht versucht er, den Ball an Benedikt Müller vorbei in den linken Giebel zu werfen. Doch mit einem starken Reflex schießt Müllers linker Arm hoch und bewahrt die HSG vor dem Ausgleich. Der Abpraller landet bei den Blau-Weißen. Es war bereits der dritte Strafwurf, den Müller vereitelte. „Mit einem bärenstarken Benne Müller hinten im Tor, der unsere Abwehr nach allen Leibeskräften unterstützt hat, konnten wir uns peu à peu absetzen“, lobt Trainer Axel Spandau seinen Schlussmann.

Die nächsten sieben Minuten das gleiche Spiel. Hanau legte vor und die Panther zogen nach. In der 47. Minute brachte dann ein Ballgewinn von Marek Schöber und per Tempogegenstoß selbst abgeschlossen die erste Drei-Tore-Führung zum 26:23. Gleichzeitig erhielt Joe Ballmann, den Hanau an diesem Abend gut unter Kontrolle hatte, eine Zeitstrafe beim Versuch, Schöber im Rückzug zu verteidigen. Im Gegenzug traf Maurice Meurer nur den Pfosten und holte sich wegen Meckerns ebenfalls eine Zeitstrafe ab. 

Beim 28:27 für die Gäste waren die Gastgeber wieder auf ein Tor herangerückt. Doch nun sollte sich die Erfahrung der Mannen um Jan-Eric Kleemann, Lukas Böhm und Co. bezahlbar machen. Statt hektisch zu werden, konnten sie gestützt auf einer guten Abwehr im Zusammenspiel mit Benedikt Müller die Panther im Zaun halten. Zweimal Schiefer und einmal Marquardt stellten auf 31:28 (58.). Doch es kam noch einmal zunehmend Hektik in der Schlussphase auf. Grund dafür waren zwei hundertprozentige Torchancen, die die Hanauer nicht genutzt haben, und so verkürzte Ballmann 31 Sekunden vor Schluss auf 31:32 und Spandau nahm seine letzte Auszeit. Aus der Manndeckung heraus löste sich Jan-Eric Kleemann, empfing den Ball in halbrechter Position und verwandelte eiskalt zum 31:33. Dennis Gerst meinte: „In den entscheidenden Momenten waren wir da – mit Kampf, Leidenschaft und einem starken Benedikt Müller konnten wir das Spiel auf unsere Seite ziehen.“

Derby-Dauerkarte auch in der Saison 2026/27

Die HSG Hanau bietet ihren Fans auch in der Saison 2026/27 eine Derby-Dauerkarte für den Blauen Block an. Anders als im Vorjahr, als vier Spiele enthalten waren, umfasst die Karte diesmal fünf Heimspiele in der Main-Kinzig-Halle. Der Vorverkauf beginnt am Montag, 5. Oktober 2026, um 14 Uhr im Online-Ticketshop. 

Enthalten sind alle Derbys der 3. Liga Süd-West in Hanau: das Bezirks-Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, das Main-Kinzig-Derby gegen den TV Gelnhausen, das Hessenderby gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, das Rhein-Main-Derby gegen die TSG Münster und das Main-Odenwald-Derby gegen den TV Kirchzell. Drei der fünf Spiele finden freitags zur Prime-Time um 20.15 Uhr statt, zwei samstags um 19.30 Uhr.

Tickets sind im Online-Ticketshop der HSG Hanau oder im Ticketcenter der Hanau Marketing im Stadthof erhältlich.