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Handball – Regionalliga: Obernburg mit unnötiger Heimniederlage – Bieberau/Modau mit nächstem Sieg

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga musste die Tuspo Obernburg eine unnötige Heimniederlage gegen Vellmar hinnehmen. Die HSG Bieberau/Modau gewann gegen Hersfeld.

 

 

Unnötige Obernburger Heimniederlage

Eine unnötige 36:37 (15:19)-Heimniederlage musste die Tuspo Obernburg verbuchen. Das berichtete Pressesprecher Klaus Zengel. Im Spiel gegen die Nordhessen vom TSV Vellmar fand die Tuspo in den ersten Minuten nur schwer ins Spiel und musste bis zur zehnten Minute einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Neuzugang Konstantin Knabe brachte die Gastgeber dann mit seinem Siebenmeter zum 6:5 erstmals in Führung. Doch Vellmar ließ sich davon nicht beeindrucken und glich umgehend wieder aus.

Bis zur 20. Minute entwickelte sich anschließend eine ausgeglichene Partie mit ständig wechselnden Führungen. Vor allem in der Tuspo-Abwehr taten sich immer wieder große Lücken auf und der 13-fache Torschütze und Spielmacher der Gäste, Arturo Nacher-Selma, war nur schwer in den Griff zu bekommen. Ab dem 10:11 übernahm Vellmar zunehmend das Kommando und fünf Minuten vor der Pause lagen die Nordhessen bereits mit 15:12 vorne. Tuspo-Coach Wollbeck reagierte mit einer Auszeit, doch die Gäste konnten ihren Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff sogar auf 19:15 ausbauen.

Tuspo versuchte das Spiel zu drehen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Sandro Friedrich ins Tor der Römerstädter und die Hausherren zeigten nun deutlich, dass sie die Partie mit ihrem Tempospiel unbedingt noch drehen wollten. In der 35. Minute war der Rückstand beim 19:22 auf drei Tore geschmolzen. Doch weiterhin leistete sich die sehr offensive Obernburger Abwehr zu viele Fehler, die Vellmar immer wieder mit einfachen Gegentoren bestrafte. Bis zur 48. Minute hatten sich die Gäste beim 31:25 erneut einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Dann aber packte die Tuspo noch einmal ihr Kämpferherz aus. Angetrieben von den lautstarken Fans erzielten die Gastgeber vier Tore in Folge und verkürzten bis zur 52. Minute auf 30:32. Jetzt war die Halle voll da und die Tuspo-Fans witterten die große Chance auf einen Punktgewinn.

Die starken Konstantin Knabe und Linkshänder Magnus Heinz sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Tuspo fünf Minuten vor dem Ende sogar auf 34:35 herankam. Die Spannung war nun kaum noch zu überbieten. 60 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Magnus Heinz schließlich der viel umjubelte 36:36-Ausgleich und kein Zuschauer hielt es mehr auf seinem Platz. Doch Vellmar schlug im Gegenzug eiskalt zurück, denn 35 Sekunden vor der Schlusssirene erzielten die Gäste das 37:36 und raubten der Tuspo damit den bereits greifbar nahen Punktgewinn. Trotz der bitteren Niederlage zeigte die Tuspo vor allem in der Schlussphase große Moral und kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch einmal zurück. Für einen Punktgewinn fehlten am Ende jedoch nur 35 Sekunden.

Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Philipp Wollbeck entsprechend enttäuscht: „Leider schaffen wir es über 60 Minuten nicht, unsere vielen Fehler abzustellen. Wir kommen zwar immer wieder zu schönen Toren im Tempospiel, kassieren aber selbst viel zu viele Gegentore. Am Ende steht eine schmerzhafte und unnötige Niederlage.“

 

 

Viertes Spiel – vierter Sieg

Es war die erwartet schwere Aufgabe für den Tabellenführer, vor der Trainer Thomas Weber seine Mannschaft gewarnt hatte. Am Ende gewann die HSG aber mit 37:31 (19:17) und verbuchte den vierten Sieg im vierten Spiel. Doch irgendwie waren die Falken zunächst nicht ganz auf der Höhe, wie zuletzt in Pohlheim. Das positive: Das Spiel konnte gewonnen, zwei weitere Punkte auf die Habenseite gebracht werden. 

Hersfeld macht das von Anfang an sehr gut, nutzte die Konzentrationsschwächen der Bieberau/Modauer konsequent und blieb über weite Strecken des Spiels in Schlagweite. Nach zehn Spielminuten stand es 9:7, nach 20 Spielminuten 15:10, doch die Falken schafften es nicht, den Gegner weiter auf Distanz zu halten. Bis zur Pause kämpften sich die Hersfelder wieder auf 19:17 heran.

HSG mit vielen Fehlern

Das Spiel ging in der zweiten Halbzeit so weiter wie in der ersten. Bieberau/Modau leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, kam nicht ins Spiel und zeigte auch zu wenig Abwehrbereitschaft. Hersfeld kam immer wieder in gute Wurfpositionen und nutzte seine Chancen. In der 45. Spielminute stand es nur noch 26:25, das Spiel drohte zu kippen, doch die Falken schafften es – trotz weiterer Mängel – die Führung zu behaupten. Der wieder einmal überragende Kevin Kunzendorf traf in den letzten 13 Spielminuten noch sechs Mal und legte den Grundstein für den Sieg, der am Ende doch noch mit sechs Toren Differenz gelang. 

HSG-Trainer Thomas Weber zollte dem Gegner Respekt für seine gute Leistung und war am Ende mit dem Ergebnis zufrieden: „Ich habe meine Mannschaft gewarnt und weiß, dass solche Spiele kommen. Die Abwehrbereitschaft war heute nicht gut und im Aufbauspiel haben wir viel zu viele Fehler gemacht, die Hersfeld clever ausgenutzt hat. Trotzdem haben sie sich gut aus der Affäre gezogen und zwei wichtige Punkte erkämpft.“