Handball – Regionalliga: Rabenschwarzer Tag für Obernburg – Bieberau/Modau mit Auswärtsniederlage
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In der Handball Regionalliga erwischte die TuSpo Obernburg einen rabenschwarzen Tag. Die HSG Bieberau/Modau musste ebenfalls eine Niederlage hinnehmen.
Rabenschwarzer Tag für die TuSpo im Derby
Im Derby gegen den TV Groß-Umstadt musste die TuSpo Obernburg eine empfindliche 21:32 (8:16)-Heim-Niederlage hinnehmen. Dabei wollte Obernburg – wie schon beim letzten Heimsieg gegen Baunatal – mit Unterstützung der Fans und viel Leidenschaft zwei Punkte holen. Nach der frühen 1:0-Führung geriet jedoch zunächst der starke Aufsteiger immer besser ins Spiel. Mit einem 5:0-Lauf stellten die Gäste innerhalb weniger Minuten auf 5:1 und lagen nach neun Minuten bereits deutlich in Führung. Der Angriff der TuSpo biss sich immer wieder an der aggressiven Abwehr der Gäste die Zähne aus. Da auch die Defensive der Römerstädter immer wieder große Lücken offenbarte, kam Groß-Umstadt zu vielen einfachen Toren. Nach 20 Minuten lagen die Hausherren bereits mit 4:10 zurück und technische Fehler sowie zahlreiche vergebene freie Chancen erschwerten es, den Anschluss zu halten. Bis zur Halbzeitpause hatten sich die Gäste bereits auf 16:8 abgesetzt, während die enttäuschten TuSpo-Fans auf eine Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten hofften.
Keine Besserung in Halbzeit zwei
Doch die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck kam auch nach dem Seitenwechsel nicht besser ins Spiel. Schnell erhöhte Groß-Umstadt in der 34. Minute auf 18:8 und immer wieder scheiterten die Obernburger in dieser Phase am starken Gästetorhüter oder hatten Pech mit mehreren Pfostentreffern. Spätestens beim 14:26 nach 46 Minuten war die Partie entschieden. Lediglich der starke, zwölfmal erfolgreiche Torschütze Thomas Keck verhinderte eine noch höhere Niederlage. Auch in den letzten zehn Minuten der einseitigen Begegnung ließ Groß-Umstadt nichts mehr anbrennen, so dass die TuSpo am Ende eine bittere 21:32-Derbyniederlage hinnehmen musste.
Ein enttäuschter Tuspo-Coach Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Umstadt gewinnt verdient das Derby und Glückwunsch an dieser Stelle. Wir haben leider einen rabenschwarzen Tag erwischt und untypisch viele Fehler gemacht. Damit haben wir Groß-Umstadt immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. Bei so einer jungen Mannschaft gehört eine derart schwache Leistung auch einfach dazu, aber dass das in einem Derby vor vollem Haus passiert, ist maximal ungünstig.“
Bieberau/Modau präsentierte sich zu instabil
Die HSG Bieberau/Modau musste bei der TSG Offenbach-Bürgel eine 34:37 (14:16)-Niederlage hinnehmen. Dabei musste die HSG in Offenbach auf ihre beiden zuverlässigsten Angreifer und Taktgeber Kevin Kunzendorf und Damjan Jajic verzichten, begannen trotzdem stark und spielten zunächst sehr effizient im Angriff, legten gleich eine Führung hin (3. Minute 1:3) und bauten diese bis zur 24. Spielminute sogar zu einem 14:10 aus, was Offenbachs Spielertrainer Nico Büdel zu einer Auszeit veranlasste. Offenbar fand er die richtigen Worte, denn plötzlich ging ein Ruck durch die Heimmannschaft und sie legten Tor um Tor nach, kamen schnell zum Ausgleich und gingen bis zur Pause sogar mit 16:14 in Führung. Bieberau /Modau haderte mit einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, ließ sich verunsichern und kam völlig außer Takt.
Hausherren nutzte Schwächen des Gastes
Offenbach nutzte diese Schwäche und baute die Führung kontinuierlich aus. Nach 33 Spielminuten stand es bereits 19:14. Die Falken konnten nicht mehr zulegen, kämpften trotzdem verbissen weiter und konnten die Offenbacher Torflut zumindest annähernd stoppen, kamen in der 58. Spielminute noch einmal auf 32:35 heran. Eine Wende konnten sie nicht mehr herbei führen, dazu spielte Offenbach zu clever, am Ende hieß es 37:34 für Offenbach.
Das Fehlen der beiden Torjäger Kunzendorf und Jajic konnte letztlich nicht kompensiert werden und der Blackout zwischen der 23. und 33. Spielminute (von 10:14 auf 19:14) war mit spielentscheidend. In dieser Phase wurden zu viele Fehler im Angriff begangen und Offenbach zum Tore werfen eingeladen. HSG-Trainer Thomas Weber sagte: „Natürlich fehlten uns zwei Unterschiedsspieler, aber trotzdem dürfen wir nicht 10 Minuten den Kopf verlieren und derart in Rückstand geraten. Am Ende haben wir noch einmal alles versucht und zumindest eine Resultatsverbesserung erreichen können.“






