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Handball – 2. Liga: Auch beim Aufsteiger Krefeld gibt es für den TV Großwallstadt nichts zu erben

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was ist eigentlich mit dem Handball Zweitligisten TV Großwallstadt los? 

Nach der nächsten Niederlage  – diesmal beim Vorletzten Krefeld – stellt sich diese Frage immer dringender. Die Mannschaft wirkt derzeit völlig verunsichert. Spieler, die in der Vergangenheit zu den Leistungsträgern gehörten, bleiben – bis auf einige wenige Ausnahmen – weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und wirken teilweise wie ein Schatten ihrer selbst.

Noch auffälliger ist jedoch etwas anderes: Es fehlt das Aufbäumen. In schwierigen Phasen ist kaum zu erkennen, dass jemand auf dem Feld vorangeht, das Spiel an sich reißt oder den berühmten Funken überspringen lässt.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass Verletzungen und Krankheitsausfälle eine Mannschaft hart treffen können. Hinzu kommen die vielen personellen Wechsel. Doch reicht das allein als Erklärung? Oder stimmt derzeit grundsätzlich etwas im Gefüge der Mannschaft nicht mehr?

Fest steht: So langsam wird die Situation ernst. Die kommenden Spiele gegen Mitabstiegskandidaten müssen gewonnen werden. Gerade gegen direkte Konkurrenten zählen die Punkte doppelt – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen.

Noch ist nichts verloren. Aber die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass sie den Kampf annimmt.

Und wenn die Mannschaft nun am Wochenende gegen den sich ebenfalls im Abstiegskampf befindenden Tusem Essen gewinnt und am 29. März gegen das Schlusslicht punktet, dann sieht die Welt schon wieder anders aus. 

 

Nachfolgend nun der Spielbericht:

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat am vergangenen Samstag eine weitere bittere Niederlage einstecken müssen. Gegen den Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein verlor die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach mit 29:34 (10:16) und steckt dadurch im Tabellenkeller fest. 

Der TVG erzielte durch Yessine Meddeb den ersten Treffer der Partie, danach drehten Falk Kolodziej und Luca Schneider auf 2:1, bevor Connar Batterman in der sechsten Spielminute zum 2:2 traf. Dann allerdings leisteten sich die Blau-Weißen eine 20-minütige Schwächephase, die mit einem 4:0-Lauf der Krefelder startete und ihren Gipfel im 15:7 in der 25. Minute hatte. Wieder einmal musste der TV Großwallstadt einen hohen Rückstand aufholen, um noch als möglicher Sieger vom Platz zu gehen. Bis zum Halbzeitpfiff konnte man auf 16:10 verkürzen.

Kurzes Aufbäumen in Halbzeit zwei reicht nicht für Sieg

Die zweite Hälfte startete mit einem Tor von Battermann zum 11:16. Doch Krefeld legte sofort durch Marvin Kix und Kolodziej auf 18:11 nach. Florian Eisenträger und Battermann trafen zum 13:18. Die Gäste wirkten nun etwas konzentrierter, boten dem Gegner erstmals Paroli und kamen bis auf drei Tore (23:20 in Spielminute 42) heran. Doch der Gastgeber, der wahrlich auch nicht sonderlich gut agierte, spielte konzentriert weiter. Wiederholt schlichen sich Fehler bei den Gästen ein, so dass die HSG Krefeld Niederrhein am Ende verdient mit 34:29 gewann und dadurch wichtige Punkte im Abstiegskampf erspielte. Der TVG hingegen befindet sich nach dieser erneut schwachen Leistung im freien Fall und muss nun alle Kräfte mobilisieren, um im Duell gegen den Tabellennachbarn TuSEM Essen endlich wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

 

 

Das Bild von Ole Klimpke hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür