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Handball – 3. Liga: Kirchzell bittet zum letzten Tanz der Saison – Derby in Nieder-Roden, der TV Gelnhausen kommt

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, steht der letzte Spieltag an. Der TV Kirchzell hat am Samstag ein Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und der TV Gelnhausen muss am Freitag zum Derby nach Nieder-Roden. Die HSG Hanau empfängt am Freitag die TSG Haßloch.

 

TV Kirchzell bittet zum letzten Tanz für diese Saison

Der TV Kirchzell hat am Samstag um 19.30 Uhr zum letzten Mal in dieser Saison ein Heimspiel. Zu Gast ist der Tabellenfünfte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – und mit diesem Gegner hat der TVK noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Dezember musste die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas in Dutenhofen eine empfindliche 19:31-Niederlage hinnehmen. Allerdings fehlten damals Tom Spieß und Ievgen Zhuk. Niklas Ihmer konnte nur sporadisch eingesetzt werden und Joshua Osifo sah nach zwölf Minuten “rot”.  “Wir hatten damals wirklich keine große Möglichkeit, um dagegen zu halten”, sagte der TVK-Coach. Diesmal soll es besser werden, denn der aktuelle Neunte der Tabelle will sich unbedingt mit einer guten Leistung von seinen treuen Fans in die Sommerpause verabschieden.

Wenn ein Sieg her soll, dann muss bei den Hausherren alles passen. “Die Gäste haben viele Talente in ihren Reihen. Auf Phillip Opitz und Leonard Zaum müssen wir gut acht geben. Die HSG hat bisher oft mit einer 3-2-1-Abwehr gespielt, jetzt bevorzugen sie oft eine 6-0-Abwehr. Wir werden uns auf alles einstellen und wollen ihnen unseren Stempel aufdrücken”, so der TVK-Trainer. Verzichten muss der Coach auf seine Langzeitverletzten, hinter Tom Spieß steht noch ein Fragezeichen.

Verabschiedungen wird es auch geben, denn Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann und Oleh Soloviov werden nächste Saison nicht im Kader stehen. Weiteres demnächst hier.

 

 

 

 

 

TV Gelnhausen vor schwerer Derby-Aufgabe 

Für den TV Gelnhausen steht am Freitagabend das letzte Spiel der regulären Saison an. Um 20 Uhr gastieren die Barbarossastädter in der RODAUSTROM Sportarena bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Auch wenn die Platzierungen bereits feststehen, verspricht das Derby noch einmal einen emotionalen und intensiven Handballabend. Für den TVG geht es darum, einen weiteren Derbysieg einzufahren und mit einem guten Gefühl in die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga zu starten.

Mit 49:9 Punkten steht der TV Gelnhausen bereits sicher auf dem zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde war bereits seit mehreren Wochen gesichert. Besonders durch den deutlichen 41:32 (19:14)-Heimsieg gegen Spitzenreiter Saarlouis machten die Rot-Weißen endgültig klar, dass sie sich aktuell in bestechender Form befinden. Auch gegen den TV Homburg (46:21) und die SGSH Dragons (42:33) erzielte die Mannschaft jeweils über 40 Tore und überzeugte mit temporeichem Offensivhandball. „Noch mal ein Auswärtsderby vor der Aufstiegsrunde, das wird definitiv ein heißes Spiel“, erwartet TVG-Cheftrainer Matthias Geiger eine intensive Partie. „Wir wollen dort unbedingt gewinnen, müssen aber gleichzeitig einen kühlen Kopf bewahren und mit der richtigen Einstellung auftreten.“

Mit der HSG Rodgau Nieder-Roden wartet ein Gegner, der trotz einer schwierigen Rückrunde keinesfalls unterschätzt werden darf. Die „Baggerseepiraten“ stehen aktuell mit 32:26 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und können sich tabellarisch nicht mehr verbessern oder verschlechtern. Dennoch dürfte die Motivation groß sein, sich vor heimischem Publikum mit einem Derby-Sieg aus der Saison zu verabschieden.

Dabei verlief die Spielzeit der HSG bislang zweigeteilt. Vor dem Hinspiel gegen den TVG stand Nieder-Roden mit 23:5 Punkten sogar auf dem zweiten Tabellenplatz und war punktgleich mit dem TVG. Das Weihnachtsderby gewann der TV Gelnhausen damals deutlich mit 34:28 (18:12). Rückblickend markierte diese Partie möglicherweise den Wendepunkt der Saison der HSG, die in der Rückrunde nur noch 9:19 Punkte sammelte.

Dennoch zeigte Nieder-Roden auch in dieser Saison mehrfach seine Qualität. Besonders der 34:32 (16:15)-Hinrundenheimsieg gegen Aufstiegsaspirant Saarlouis zeigte zu was für Leistungen das Team in der Lage ist. Vor allem offensiv verfügt die HSG über enorme Qualität. Linksaußen Sam Hoddersen, Nationalspieler der USA, führt mit 252 Treffern die Torschützenliste der Süd-West-Staffel an. Hinzu kommen mit Simon Brandt und Johannes von der Au zwei erfahrene und spielstarke Rückraumakteure. Für von der Au wird das Derby gleichzeitig ein emotionaler Abschied, da er nach der Saison eine Handballpause einlegt.

„Nieder-Roden ist spielerisch sehr stark, hat ein gutes Eins-gegen-Eins und ein gefährliches Kreisläuferspiel“, erklärt Geiger. „Wir müssen wieder eine sehr kompakte Abwehr stellen und konsequent die Zweikämpfe annehmen. Gerade Spieler wie von der Au oder Hoddersen dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen.“ Besonders wichtig wird für den TVG erneut das Rückzugsverhalten sein, um das schnelle Spiel von Nieder-Roden zu unterbinden. „Jeder technische Fehler wird von ihnen sofort bestraft“, warnt Geiger. „Deshalb brauchen wir vorne klare und geordnete Angriffe und müssen unsere Chancen konsequent nutzen.“ Auch mit Blick auf die bevorstehende Aufstiegsrunde sieht der Cheftrainer das Derby als wichtigen Härtetest: „Das Spiel ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde, sowohl sportlich als auch vom emotionalen Rahmen her.“

Personell bleibt die Lage beim TVG weiterhin angespannt. Neben den Langzeitverletzten Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Leon David (Schulter-OP) fällt auch Finn Trinczek (Schienbeinprobleme) weiterhin aus. Zudem steht hinter den Einsätzen von Simon Belter (Sprunggelenksverletzung) und Dima Redkyn (Parallelspiel bei Stammverein Großwallstadt) noch ein Fragezeichen. Sollten die beiden Rechtsaußen ebenfalls fehlen, hätte Cheftrainer Geiger keinen gelernten Rechtsaußen und mit Yannick Mocken einen gelernten Linksaußen zur Verfügung. Es müssten also wieder Rückraumspieler auf den Außenpositionen aushelfen. Allerdings hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen starke Leistungen abrufen kann.