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Handball – 2. Liga: Yessine Meddeb – zwischen Umbruch, Verletzungen und der aktuellen Situation beim TVG

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt musste in dieser Saison zahlreiche Ausfälle kompensieren und gleichzeitig einen Umbruch im Kader moderieren. Einer, der sich schnell in der zweiten Liga zurechtgefunden hat, ist Rückraumspieler Yessine Meddeb. Der 25-Jährige wechselte im Januar 2025 vorzeitig vom Drittligisten Leutershausen zum TVG. Ursprünglich war sein Wechsel erst für den Sommer vorgesehen. Im Interview spricht er mit uns über die Umstellung auf die zweite Liga, Verletzungen und die aktuelle Situation beim TVG.

Noch kurz vorab. Das Interview habe ich auch für die Handballwoche geschrieben. Auch dort könnt Ihr es online lesen.

 

Yessine, Du bist während der Saison zum TV Großwallstadt gestoßen. Wie hast Du damals den Schritt in die zweite Liga erlebt – sportlich und persönlich?

„Der Schritt in die zweite Liga war für mich herausfordernd, aber genau das, was ich wollte. Ich musste aus meiner Komfortzone raus und in ein komplett neues Umfeld. Sportlich ist das Niveau nicht mit der dritten Liga zu vergleichen.

Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen der dritten und der zweiten Liga – Tempo, Physik, Taktik?

„Das ist ein Mix aus allem. Das Trainingspensum ist deutlich höher, genauso wie die Qualität im Training und es wird deutlich körperlicher gespielt. Auch das Tempo ist intensiver, mit mehr Fokus auf das Umschaltspiel. Taktisch ist vieles ähnlich, aber man passt sich von Spiel zu Spiel stärker an den Gegner an und achtet auf viele Kleinigkeiten.“

Beim TVG steht ein größerer Umbruch bevor. Wie nimmst Du diese Entwicklung wahr?

„Als ich damals im Januar dazu gestoßen bin, war es eine andere Mannschaft. Im Profisport gehört ein Umbruch dazu. Ich denke, wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern. Natürlich ist es schade, dass viele Spieler gehen, die mir ans Herz gewachsen sind. Gleichzeitig freue ich mich auf die neuen Mitspieler, die nochmal frischen Reiz ins Training bringen.“

Du hattest zuletzt zwei schwere Verletzungen. Welche war für Dich schwieriger?

„Das ist schwer zu sagen, weil man mit jeder Verletzung anders umgeht. Mit der ersten konnte ich mich gut arrangieren, sie kam kurz vor Saisonende. Die zweite kurz darauf hat mehr an mir gezerrt, da hinterfragt man vieles – Regeneration, Ernährung und so weiter. Ich hatte aber ein sehr gutes Ärzte- und Physio-Team, das mir geholfen hat, schnell wieder zurückzukommen.“

Apropos zurückkommen. Wie geht es Dir aktuell und wie weit bist Du auf dem Weg zurück?

„Die Schmerzen im Sprunggelenk haben nachgelassen, ich konnte diese Woche wieder voll ins Rehaprogramm einsteigen.“

Besteht die Hoffnung, dass Du in dieser Saison noch einmal auf dem Parkett stehst?

„Ich glaube fest daran, dass ich diese Runde noch einmal spielen werde. Sicher sagen kann ich es nicht, aber ich werde alles dafür geben.“

Trotz vieler Verletzungen, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, sieht es für den TVG mit dem Klassenerhalt gut aus – wie bewertest Du die Saison?

„Die Saison war mit Höhen und Tiefen verbunden. Nach einem guten Start hatten wir eine längere Niederlagenserie, haben uns aber wieder gefangen. Die Verletzungen zu kompensieren war nicht einfach, aber wir haben Wege gefunden und das Beste daraus gemacht.“

Gucken wir schon einmal etwas nach vorne. Worauf freust Du Dich in der kommenden Saison am meisten?

„Auf die Heimspiele!“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür