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Rudern: Deutschland-Achter holt EM-Silber

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Silber als Lohn für die harte Arbeit und eine Medaillen-Zeremonie im Boot: Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen belegten mit dem Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften in Varese den zweiten Platz. Sie mussten für die Medaillenübergabe in ihrem Boot sitzen bleiben, denn der Zeitplan wurde aufgrund eines kurzen Gewitters am Vormittag des zweiten Finaltags gestrafft. Das teilte uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann mit.

Das tat der Freude über den Medaillengewinn des Flaggschiffs – der letzte bei Titelkämpfen lag zwei Jahre zurück – keinen Abbruch. „Wir freuen uns über den Erfolg. Auf dem Ergebnis lässt sich aufbauen“, sagte Schlagmann Breuer. Und auch Olaf Roggensack, der nach 2020 (Gold in Posen) und 2024 (Silber in Szeged) seine dritte EM-Medaille gewann, freute sich: „Im Trainingslager haben wir gute Schritte gemacht, das hat sich jetzt ausgezahlt.“

Packendes Duell mit Rumänien

Der Deutschland-Achter, in dem Paul Klapperich (jetzt 7) und Sönke Kruse (jetzt 1) ihre Plätze im Vergleich zum Vorlauf tauschten, lieferte sich im Finale einen packenden Titelkampf mit Rumänien. Das DRV-Flaggschiff ging zunächst in Führung und behauptete diese bis kurz nach Streckenhälfte. Die starken Rumänen setzten sich Platz um Platz ab, im Ziel betrug der Rückstand letztlich eine komplette Bootslänge. Wiederum eine Länge zurück kam Italien auf dem Bronzerang ins Ziel.

„Wir sind extrem gut losgefahren, das war vielleicht ein bisschen über unseren Verhältnissen“, analysierte Breuer und Julius Christ ergänzte: „Grundsätzlich bin ich zufrieden. Aber auf den dritten 500 Metern – da liegt auch die Stärke von den Topbooten aus den Niederlanden und Großbritannien, die hier fehlten – müssen wir mehr gegenhalten. Das ist eine Sache von Mut.“, meinte Julius Christ im Hinblick auf die anstehende WM (24. bis 30. August), zu der 13 (!) Achter gemeldet haben.

Gestärktes Selbstvertrauen mit Blick auf die WM

Zum Abschluss der EM in Varese gab’s weiteres Edelmetall mit Beteiligung von Sportlern aus dem Team Deutschland-Achter: René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann und Benedict Eggeling gewannen zusammen mit Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini Silber im Mixed-Achter. Gold ging auch hier an Rumänien, Bronze an Dänemark. „Das Rennen hat super viel Spaß gemacht. Das war eine coole Erfahrung und macht Bock auf mehr, sagte Leonard Brahms.

Mit insgesamt drei Medaillen – am gestrigen Samstag überzeugte bereits der Vierer ohne Steuermann mit dem Gewinn von Bronze – kann das Team Deutschland-Achter mit gestärktem Selbstvertrauen Richtung WM blicken. „Auf dem Wochenende können wir aufbauen. Bis Amsterdam sind es noch einige Wochen. Die wollen wir nutzen, um uns zu verbessern“, sagte Bundestrainer Mark Emke. Viel Zeit zum Durchschnaufen ist nicht. Am Dienstag trifft sich das Nationalteam wieder in Ratzeburg, um sich den letzten Feinschliff zu holen.

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Finale:

1. Rumänien 5:25,95 Minuten. – 2. Deutschland-Achter (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 5:28,85. – 3. Italien 5:31,74. – 4. AIN 5:35,12. –  5. 5:35,89. – 6. Ukraine 5:42,82

Mixed-Achter, Finale:

1. Rumänien 5:41,90 Minuten. – 2. Deutschland (René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz, Steuermann Till Martini) 5:46,93. –  3. Dänemark 5:51,52. –  4. Italien 6:00,70

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür