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Rudern: Vierer mit starkem Endspurt ins WM-Finale

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Willensstark und mit klarem Fokus ins WM-Finale: René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl machten als Halbfinal-Zweite hinter den Niederlanden und vor Neuseeland im Vierer ohne Steuermann bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam den Finaleinzug perfekt. Das gelang einem deutschen Riemen-Vierer zuletzt vor acht Jahren. So stand es in einer Pressemitteilung der Ruderer zu lesen.

Nach einem starken Start – das deutsche Boot lag nach 500 Metern nahezu gleichauf mit den Niederländern – fiel das deutsche Quartett hinter die Boote aus Neuseeland und China zurück auf Rang vier. „Heute haben wir uns schwergetan, unseren Streckenschlag auf den mittleren 1000 Metern zu finden. Da waren wir nicht konstant genug. Aber mit Herz und Willen haben wir unser Ziel erreicht. Wir wollten auf Teufel komm‘ raus das A-Finale erreichen“, sagte Jasper Angl.

Mentale und physische Stärke

In der Tat: Der Endspurt, initiiert und moderiert von Mark Hinrichs auf Position zwei, zündete richtig, der deutsche Vierer fuhr mit der höchsten Endgeschwindigkeit zurück auf Rang zwei. Nur die enteilten Holländer waren nicht mehr einzuholen. „Das war nicht das schönste Rennen, aber es hat richtig viel Spaß gemacht, sich noch einmal so aktivieren zu können, wenn man schon am Limit ist. Diese mentale und physische Stärke ist ein Skill, der die Mannschaft auszeichnet“, meinte Angl und Hinrichs ergänzte: „Wir haben die Mittel besser zu fahren. Aber heute können wir stolz darauf sein, dass es auch gereicht hat, wenn mal nicht so gut klappt“, erzählte Mark Hinrichs.

„Für eine Medaille muss alles passen“

Entsprechend zuversichtlich kann die Mannschaft, die sich über die Saison gefunden hat, aufs Finale am Samstag (11.41 Uhr) blicken. „Viel hängt von der Tagesform ab. Wir haben nichts mehr zu verlieren, können das Rennen gestalten und nehmen den Kampf auf. Eine Medaille ist möglich, aber dafür muss auch alles passen. Unsere Maxime ist aber ganz klar: Wir wollen ein geiles Finalrennen fahren, dann schauen wir, was dabei am Ende rausspringt“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge mit Blick auf das Finale, in dem das Boot aus den USA mit der jeweils schnellsten Zeit im Vorlauf und Halbfinale als klarer Favorit gilt. Weltmeister Großbritannien, die Niederlande vor dem Heimpublikum, Rumänien und Neuseeland sind die weiteren Gegner.

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Niederlande 5:58,70 Minuten. –  2. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 6:00,15,70. –  3. Neuseeland 6:00,42. – 4. China 6:02,09. – 5. Australien 6:10,13. –  6. Italien 6:13,48

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür