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Handball – 3. Liga: Schwere Auswärtsaufgabe für den TV Kirchzell

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, trifft der TV Kirchzell am Samstagabend um 1930 Uhr auswärts auf den TV Gelnhausen. Dieser hatte am Mittwochabend einen Einsatz beim Longericher SC und gewann dort mit 27:24 (11:11). Also ebenfalls ein Auftakt nach Maß, denn auch der TVK gewann sein erstes Saisonspiel zu Hause gegen Opladen. 

Ob es für den TV Kirchzell am Samstag ein Vor- oder Nachteil ist, dass der TV Gelnhausen am Mittwochabend noch im Einsatz war und bereits am Samstag wieder auf der Platte stehen muss, wird sich wohl erst während der Partie zeigen. Dieser Auswärtssieg wird dem TVG aber sicher viel Auftrieb geben. Fakt ist: Mit Gelnhausen wartet auf den TVK mit eine der schwersten Aufgaben der Staffel Süd-West.

Der TV Gelnhausen gehört seit Jahren zu den Topteams der Liga und verpasste in der vergangenen Saison nur ganz knapp den Aufstieg in Liga zwei. Entsprechend groß ist die Herausforderung für die Mannschaft von TVK-Trainer Povilas Babarskas.

Ganz unbekannt ist der Gegner allerdings nicht. Lange Jahre treffen die beiden Teams im Ligaspielbetrieb immer wieder aufeinander und während der Vorbereitung trafen beide Mannschaften bereits in einem Freundschaftsspiel aufeinander. Aussagekraft für Samstag hat dieses Duell allerdings nur bedingt, denn auf beiden Seiten wurde seinerzeit viel ausprobiert und getestet.

Kirchzell weiß deshalb, was auf ihn zukommt. Povilas Babarskas wird versuchen, sein Team bestmöglich auf das schwere Auswärtsspiel einzustellen. Personell ist die Situation beim TVK nicht ganz optimal, “denn einige meiner Spieler sind angeschlagen. Doch auch Gelnhausen hat mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Für uns wird es eine ganz schwierige Aufgabe werden”, so Povilas Babarskas.

Es wir also eine intensive und anspruchsvolle Partie erwartet, doch die Kirchzeller wollen sich beim Favoriten, der sich mit dem ehemaligen Bundesliga-Torhüter Jan-Steffen Minerva sehr gut verstärkt hat, aber keineswegs verstecken. Entscheidend wird sein, von Beginn an dagegenzuhalten, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen und die starke Gelnhausener Mannschaft möglichst lange vor schwierige Aufgaben zu stellen.

Am Ende wird sich zeigen, ob die kurze Regenerationszeit nach dem Mittwochsspiel für den Gastgeber ein kleiner Vorteil für den TVK sein kann – oder ob Gelnhausen seine Qualität trotzdem auf die Platte bringt.

 

Gelnhausens Trainer Tim Beckmann sagt folgendes: “„Es wird natürlich nur eine recht kurze Regenerationszeit. Jetzt gilt es zu regenerieren, noch einmal in die Feinabstimmung zu gehen, die Lehren aus dem Spiel gegen Longerich zu ziehen und uns dann voll fokussiert auf die Partie am Samstag auszurichten.” Weiter sagt er: “Kirchzell verfügt über viel Erfahrung, eine ausgeglichene Breite im Kader und hohe individuelle Qualität.” Für seine Mannschaft wird es vor allem darauf ankommen, an die Einstellung aus dem erfolgreichen Saisonauftakt in Longerich anzuknüpfen: „Wir brauchen exakt das, was wir dort auf die Platte gebracht haben: diese Einstellung und die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. Kirchzell wird es uns richtig schwer machen.“

 

 

Zum Schluss noch drei Fragen an den neuen Co-Trainer der Kirchzeller, Jan Blank-Born:

 

Jan, wie kam es, dass Du nach Deinem Karriere-Ende nun Co-Trainer beim TVK geworden bist?

“Es kam so zustande, dass ich auch letzte Saison dienstags im Training, sofern es beruflich möglich war, war und Povilas im Training unterstützt habe. Und jetzt vor der Saison in Absprache, mit Povilas, Andreas Schober und Gottfried Kunz dann auch die Idee kam, ob ich nicht auch bei den Heimspielen, wenn es möglich ist, mit unterstützen kann. Und da mir der Handball schon sehr gefehlt hat, hab ich dann auch direkt oder relativ schnell zugesagt.”

 

Wie schätzt Du Gelnhausen dieses Jahr ein? Sie haben den Aufstieg in Liga zwei knapp verpasst und haben sich vor allem im Tor mit Jan-Steffen Minerva gut verstärkt.

“Gelnhausen ist für mich neben Krefeld und Saarlouis eine der drei besten Teams. Im Tempospiel wahrscheinlich die beste. Im stehenden Angriff haben wir aber eine Chance mitzuhalten. Wenn der Rückzug passt ist also etwas drin. Auch wenn Gelnhausen klarer Favorit ist. Und mit Minerva natürlich nochmal Qualität und Erfahrung dazugekommen ist.”

 

Stand heute – seid Ihr alle fit? Und was muss besser laufen als im ersten Spiel der Saison?

“Stand gestern, Dienstag, sind wir komplett. Alle waren im Training. Ich würde lieber aufs Positive schauen. Die Abwehr vergangenes Wochenende war richtig stark. Kämpferisch wie taktisch. Das zu bestätigen wäre extrem wichtig. Das Thema im Umschaltspiel ist natürlich ein Punkt, an dem wir noch arbeiten müssen, um auch einfache Tore gegen Gelnhausen machen zu können.”

 

 

 

 

 

Archivbild von Jan Blank, der Nummer 8