Handball – Regionalliga: Obernburg kommt beim Aufsteiger unter die Räder – Bieberau/Modau mit erster Saisonniederlage
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In der Handball Regionalliga kam die TuSpo Obernburg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden II böse unter die Räder. Die HSG Bieberau/Modau musste in Hüttenberg ihre erste Niederlage der Saison hinnehmen.
TuSpo kommt unter die Räder
Im Auswärtsspiel beim Aufsteiger HSG Rodgau/Nieder-Roden II kam die Tuspo Obernburg mit 19:30 (7:11) böse unter die Räder. In den ersten 15 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beim Zwischenstand von 5:4 überzeugte die TuSpo mit einer konsequenten Abwehrarbeit und hatte die Gastgeber gut im Griff. Allerdings stand auch die Defensive der Baggerseepiraten sicher, so dass sich die Obernburger im Angriff immer wieder schwertaten. Entsprechend wenige Tore fielen in der ersten Halbzeit. Nach 20 Minuten lag die TuSpo mit 5:7 zurück und fand bis zum Pausenpfiff nur selten Lücken in der gegnerischen Abwehr. So ging es mit einem mageren 7:11-Rückstand in die Kabinen.
TuSpo zunächst besser im Spiel
Nach dem Seitenwechsel kam die TuSpo zunächst besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand bis zur 40. Minute auf 12:15. Doch die Hoffnung auf eine Wende währte nicht lange. Da der Obernburger Angriff auch weiterhin zu harmlos agierte, nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequent und setzten sich mit einem 4:0-Lauf bis zur 45. Minute auf 20:13 ab. In der Schlussviertelstunde versuchte die Wollbeck-Truppe zwar weiterhin den Rückstand zu verkürzen, doch an diesem „gebrauchten Tag“ wollte einfach zu wenig gelingen. Die HSG hingegen blieb weiter konsequent und baute ihren Vorsprung immer mehr aus. Spätestens beim 25:17 fünf Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen. Am Ende musste die TuSpo eine bittere und in dieser Deutlichkeit unerwartete 19:30-Auswärtsniederlage hinnehmen.
TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel enttäuscht: „Eine viel zu harmlose Angriffsleistung verhindert leider jede Möglichkeit auf einen Auswärtssieg. Wir verteidigen zwar insbesondere in der 1. Halbzeit sehr gut und kassieren nur 11 Gegentore, schaffen es aber über 60 Minuten nie im Angriff mit Überzeugung in die Tiefe zu gehen.“
Bieberau/Modau muss erste Niederlage hinnehmen
Ein schwarzer Tag für die HSG Bieberau/Modau, denn in Hüttenberg musste sie bei einem bis über die Haarspitzen engagierten Gegner ihre erste Saisonniederlage mit 29:32 (15:17) hinnehmen. Von Anfang an lief es dabei nicht gut für die Bieberau/Modauer Mannschaft. Hüttenberg führte schnell 2:0 und ließ hier bereits erkennen, dass sie heute unbedingt gewinnen wollten.
Die Falken fanden in der Abwehr nicht zu ihrem Spiel, hatten keinen Zugriff auf den Hüttenberger Angriff und mussten viel zu einfache Tore kassieren. Auch Martin Juzbasic kam dabei nicht ins Spiel und wurde in der 11. Spielminute auf die Bank geordert, Mika Trautmann übernahm. Aber auch er konnte die Hüttenberger nicht entscheidend bremsen und wurde oft von seiner Abwehr im Stich gelassen, die insgesamt viel zu zaghaft agierte. Im Angriff lief es ebenfalls nicht gut für die Gäste, immer wieder liefen sie sich an der ordentlich zupackenden Abwehr der Hüttenberger fest und fand keine Mittel das Spiel an sich zu reißen. So war es nicht verwunderlich, dass es zur Halbzeit 17:15 für Hüttenberg stand.
Hoffnung kam auf
Nach der Pause kam dann so etwas wie Hoffnung bei den Falken auf, endlich konnten sie einige Angriffe der Hüttenberger abfangen und damit auch bis zur 41. Spielminute mit 19:23 in Führung gehen. Aber leider hielt diese Phase nicht sehr lange an und die Mannschaft verfiel wieder in die passive Rolle, musste fünf Minuten später bereits wieder den Ausgleich hinnehmen und wurde von den kämpfenden Hüttenbergern regelrecht „Niedergerungen“. Das drückte sich dann auch in den Zeitstrafen gegen die Gastgeber aus, aber auch daraus konnten die Falken an diesem Abend kein Kapital schlagen und mussten so ihre erste Saisonniederlage mit nach Hause nehmen.
HSG-Trainer Thomas Weber zeigte sich sehr unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, musste aber auch die starke Leistung der Gastgeber anerkennen. „Das war heute nicht unser Tag, viel zu viele vergebene Chancen, drei verworfene Siebenmeter, das geht so nicht. Das müssen wir jetzt ordentlich aufarbeiten.“
Gegen die Wertung des Spiels wurde von seitens der HSG Widerspruch eingelegt, weil ein spielentscheidendes Tor irregulär erzielt wurde. Zum Zeitpunkt des Tores befand sich ein Hüttenberger Spieler zu viel auf dem Feld (Zeitstrafe), was eine weitere Zeitstrafe nach sich zieht und der Ballbesitz wechselt.





