Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Anfang Juli startet Handball-Zweitligist TV Hüttenberg in die Vorbereitung auf die neue Saison. Mit dabei ist Torhüter Dominik Plaue. Der 23-Jährige hat bei den Mittelhessen einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und freut sich schon sehr auf seine neue Aufgabe und seine neue Herausforderung.

Näher bei Familie und Freunden

Domi wurde in Hüttenberg ganz toll aufgenommen, ist wieder näher bei seiner Familie und bei seinen Freunden. Der sympathische junge Keeper will hier neu durchstarten und sich auf ein besseres Umfeld freuen. „Ich fühle mich nach zwei Wochen hier in Hüttenberg schon wohler als in den zwölf Monaten in Dessau.“ Ungewöhnlich kritische Worte von Domi. Was war passiert? Der Torhüter konnte es im Umfeld vom Dessau-Rosslauer HV nicht jedem Recht machen, musste sich von Fans beleidigen lassen. Teilweise gingen die Beleidigungen unter die Gürtellinie.

Daher hat er sich auch dazu entschieden, vor ein paar Tagen folgenden Post auf seiner Facebook-Seite zu veröffentlichen:

„Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht freuen würde auf die nächsten zwei Jahre beim TV Hüttenberg, in der 2 Liga, meiner Heimat und vor allem bei den Menschen, die mir das alles ermöglichen. Meinem Mentaltrainer, Fans die hinter mir stehen, meinen Freunden und meiner Familie.

Ihr alle wisst, das ich immer meine Gefühle offen und ehrlich mitteile. Dieses Mal muss ich mich aber etwas zügeln.

Das Jahr lief für mich nicht optimal. Die Saison hat auch ein unerwünschte Ende. Kein Verein möchte absteigen. Ich habe von mir auch wesentlich mehr erwartet. Warum ich meine gewohnte Leistung nicht bringen konnte? Viele Leute kennen die Antworten auf diese Frage und einige können es sich denken. 

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mit meinem Mentaltrainer telefoniert und gesagt, dass ich hier Erfahrungen mache, mit denen ich nicht gerechnet habe, die aber doch Teil meiner gesamten Entwicklung sind. 

Er sagte nur zu mir: “Wir machen keine Erfahrungen, Erfahrungen machen uns.” Recht hat er! Ich musste mich von den eigenen Anhängern auf der Tribüne als Wichser, Söldner oder Versager beleidigen lassen.

Leute die mir keinen Erfolg gönnen, mich hassen und mit meiner Art nicht klar kommen… Danke das es euch gibt. Ihr habt mich stärker anstatt schwächer gemacht. 

Mich müssen nicht alle mögen, aber man sollte immer menschlich und sportlich bleiben. Ich respektiere auch jeden Menschen, der mir über den Weg läuft. Aber Dinge passieren und diese Leute sind für mich nur ein kleiner Ast von einem großen Baum.

Ich habe hier aber auch tolle Menschen kennengelernt. Ein paar Spieler sind mir wirklich ans Herz gewachsen und zu einer zweiten Familie geworden. Aber auch Fans habe ich sehr ins Herz geschlossen und bin froh, diesen Menschen über den Weg gelaufen zu sein.

Gerade denjenigen bin ich dankbar, die mir bei meinem Einzug vor einem Jahr geholfen haben.

Eine Situation werde ich nie vergessen. Wie ihr Hamburger mich in der Sporthalle Hamburg empfangen habt…ich habe immer noch Gänsehaut wenn ich an diesen Tag denke. Mehr möchte ich nicht sagen. 

Außer DANKE Dessau für ein Jahr, welches ich nicht vergessen werde.

Ich freue mich auf die Zeit beim TV Hüttenberg

Ich freue mich auf meine neue Mannschaft und auf neue Leute, die ich kennenlernen werde 😍

Genießt die Sommerpause.

Bleibt sportlich 

Euer Dominik”

 

Diese Worte sprechen Bände – vor allem, wenn man Domi schon so lange kennt, wie ich.

Bei unserem Gespräch vor ein paar Tagen klang er, als ob er diese Erfahrung bereits verarbeitet und seine innere Ruhe wieder gefunden hat. „In einem Jahr habe ich so viele Erfahrungen gemacht, von denen ich geglaubt habe, dass ich sie nie haben werden. Aber die vergangenen Monate haben mich auch reifer gemacht, haben mich geprägt.“ Er ist der Letzte, der nicht mit Kritik umgehen kann oder sich Kritik nicht stellen würde. Aber das ging zu weit. Er sagt: „Man muss mich nicht mögen. Das ist jedem selbst überlassen. Aber ich finde, es muss sich alles im Rahmen halten.“ 

Neue Aufgaben warten

Doch jetzt ist die Zeit gekommen, sich auf sein neues Umfeld und seine neue Aufgaben in Hüttenberg zu freuen. Er hat auch allen Grund dafür. „Ich bin den Leuten hier in Hüttenberg so dankbar, wie sie mich aufgenommen haben. Die Personen, die ich meine, werden sich angesprochen fühlen..“, sagt er. 

Beim TVH wird er zusammen mit Nikolai Weber das Tor hüten, will seine neugewonnene Ruhe auch wieder aufs Spielfeld bringen und er kann es kaum abwarten, bis die Vorbereitung beginnt. Domi wollte sich eigentlich noch zwei, drei Tage Entspannung pur gönnen. Doch es kribbelt ihn zu sehr in den Fingerspitzen. Also hat er bereits jetzt mit seinem persönlichen Fitness-Programm angefangen. Ganz ohne Sport können Profisportler ja auch in der handball-freien Zeit nicht leben 🙂 Daher macht der junge Torhüter mit den ehrgeizigen Zielen schon jetzt die eine oder andere Einheit mehr. Am 08. Juli ist öffentliches Training beim TVH, einen Tag darauf die Leistungsdiagnostik. Und dann geht es los mit den schweißtreibenden Einheiten wie Kraft, Ausdauer, Athletik, gefolgt von Testspielen und einem Trainingslager in Tschechien. 

Wir wünschen Dir, lieber Dominik, alles Gute, einen guten Einstand und viel Erfolg in Hüttenberg und dass Du Dir Deine Lebensfreude von keinem nehmen lässt.

Das Bild hat uns Domi zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Handball-Saison ist gerade erst vorüber. Viele Spieler sind in den wohlverdienten Urlaub abgerauscht. Viele wechseln aber auch den Verein, müssen dadurch umziehen  und richten sich gerade ihre neue Bleibe ein.

Einer, der ebenfalls umziehen muss, ist Antonio Metzner. Der 2.07 Meter Hüne war vier Jahre lang beim VfL Lübeck-Schwartau zu Hause und ist dort nicht nur zum Leistungsträger gereift, sondern auch zum Publikumsliebling. Kein Wunder. Der Schlaks glänzt nicht nur durch gute Leistungen. Er ist auch unglaublich sympathisch, strahlt eine Ruhe, Lockerheit und Zufriedenheit aus, die es einem sehr schwer macht, ihn nicht zu mögen.

Nächster Schritt auf der Karriereleiter

Antonio zieht es nach der vierten Saison im hohen Norden nun zum HC Erlangen in die erste Liga. Für den 22-Jährigen ist dies ein weiterer Schritt auf seiner Karriereleiter. “Ich habe mich beim VfL unglaublich wohl gefühlt. In den vier Jahren entwickelten sich viele Freundschaften und ich fühlte mich hier schnell heimisch. Doch nun kam das Angebot aus Erlangen und ich freue mich auf die neue Herausforderung und will auch für den HC alles geben”, sagt Antonio. 

Vor gar nicht allzu langer Zeit hat er sein Abitur gemacht. Nun will er in Erlangen erst einmal ein Jahr Vollprofi sein, sich voll und ganz auf den Handball konzentrieren. “Ich will mich gut einleben und mein Fokus soll ganz auf dem Handball liegen. Dann werde ich sehen”, sagt er.

Handballbegeisterte Familie

Mit sieben Jahren hat er bei der TSG Haßloch in der F-Jugend mit dem Handball angefangen. Seine ganze Familie ist handball begeistert und so war es kein Wunder, dass alle “Metzner-Kinder” schon früh an den Sport herangeführt wurden. “Handball war bei uns zu Hause immer ein Thema. Wir haben ständig darüber geredet”, erinnert er sich. 

Von der TSG wechselte Antonio 2012 nach Großwallstadt. Zunächst spielte er in der Jugend, war im Junioren-Bundesliga-Team nicht mehr weg zu denken. Mit 17 Jahren wurde er mit einem Profivertrag bei den Aktiven beim TVG ausgestattet. 2015 kam die Insolvenz und der Linkshänder ging nach Bad Schwartau. 

Ab der kommenden Saison ist er nun beim HC Erlangen in der Beletage des Handballs zu Hause und wird dort sicher seinen Weg gehen. VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs gibt unumwunden zu, dass sein Abgang sehr schmerzt.

Neben der ersten Liga haben die Mittelfranken schon jetzt einen großen Vorteil vorzuweisen. Antonio wird seine Familie nun sicher wieder öfters sehen. Denn die Entfernung zwischen seiner Heimat und Erlangen ist nun nicht mehr ganz so weit, wie das noch in den letzten Jahren der Fall war 🙂

Wir wünschen dem sympathischen jungen Mann alles Gute für seine neue Aufgabe und sind überzeugt, dass wir noch viel von ihm hören werden.

 

 

Antonio Metzner spielte in der Jugend bei der TSG Haßloch und der TVG-Junioren-Akademie. Danach wechselte er zu den Aktiven beim TVG, ehe er zum VfL Lübeck-Schwartau ging. Ab 01. Juli 2019 spielt er beim HC Erlangen in der ersten Liga.

In der abgelaufenen Saison 2018/19 hat Antonio für seinen VfL in 38 Spielen 189 Tore erzielt.

 

 

 
 

 

 

Die deutsche Handball-Frauennationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft 2019 in Japan qualifiziert. Nach dem 24:24-Unentschieden im Playoff-Hinspiel vor ein paar Tagen sicherte sich die Mannschaft von Trainer Henk Groener im Rückspiel in Hamm mit dem 25:21-Erfolg das WM-Ticket. Glückwunsch an Trainer und Team.

Eine freut sich ganz besonders. Die aus Großwallstadt stammende Torhüterin Isabell Roch sagte nach dem Spiel: „Wir fliegen nach Japan! Ich freu mich sehr.“ Sie sah den Ausschlag für den Sieg in der „großartigen Stimmung in Hamm. Die Fans haben uns ständig weiter unterstützt, auch wenn wir uns nie lange absetzen konnten.“ 

Jetzt freut sich die 28-Jährige erst einmal auf ihren wohlverdienten Urlaub. Für sie geht es in ihrem neuen Verein BVB Dortmund im Juli mit der Vorbereitung los. „Wir starten am 22. Juli“, sagt sie. Bis dahin hat Isabell ein bisschen Zeit, um die Seele baumeln zu lassen und Kraft für die neue Aufgabe zu tanken. 

Neben der neuen Herausforderung im Verein findet vom 23. bis zum 29. September die EM-Qualifikation zwischen Deutschland und Weißrussland (BLR) und Kosovo (KOS) – Deutschland statt. Ende Oktober steht ein Lehrgang plus Länderspiele gegen Kroatien an. Hier wird es eine Doppelwoche mit den Männern geben. 

Ende November hat Henk Groener noch einmal einen Lehrgang angesetzt. Anschließend beginnt die Vorbereitung auf die WM in Japan. Diese findet vom 30. November bis zum 15. Dezember statt. 

Es bleibt also spannend für Isabell und ihre Nationalmannschafts-Kolleginnen und es gibt viel zu tun für die Mädels.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was war das für ein Endspurt in den Handball-Ligen. Himmel, was für eine Spannung!

Fangen wir mit dem vergangenen Samstag mit der zweiten Bundesliga an. Der HC Elbflorenz hat sich mit dem 15. Tabellenplatz ins Ziel gerettet, trotz der Niederlage gegen den TV Emsdetten. Der Wilhelmshavener HV gewann sein letztes Spiel gegen Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen, steigt aber trotzdem ab. Ebenso wie der TV Großwallstadt, VfL Eintracht Hagen, Dessau-Roßlauer HV und der HC Rhein Vikings. Übrigens möchten wir an dieser Stelle auch dem HSG-Coach Heiner Bültmann nicht nur für den Aufstieg, sondern auch für den Titel “Trainer des Jahres” gratulieren.

Meisterfeier in der Untermainhalle

Der HBW Balingen-Weilstetten feierte in der Elsenfelder Untermainhalle nach dem Aufstieg nun auch die Meisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle zeigte eine sehr gute, konzentrierte Leistung und die 400 mitgereisten Fans sorgten für eine fantastische Stimmung. Ganz toll. Was nach Schlusspfiff dann passierte, war vom Feinsten. Der Jubel über die Meisterschale, die Martin Strobel als Erster von Ligapräsident Uwe Schwenker in Empfang nahm, kannte keine Grenzen mehr und es ging ein Konfettiregen auf Spieler und Zuschauer gleichermaßen runter. Es war ein Gänsehautmoment. 

Glückwunsch an die SG Flensburg-Handewitt

Am heutigen Sonntag ging dann auch die erste Liga zu Ende. Die SG Flensburg-Handewitt holte sich den Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch hierfür. Am Tabellenende lief es ja schon vor dem letzten Spieltag auf eine kuriose Dreierkonstellation zwischen dem VfL Gummersbach, der SG BBM Bietigheim und den Eulen aus Ludwigshafen hinaus.

Gummersbach ist nun Zweitligist

Der Spieltag verlief spannender als jeder Krimi. Die Anspannung war kaum zum Aushalten. Am Ende gewann Ludwigshafen buchstäblich in letzter Sekunde gegen Minden mit 31:30. Bietigheim und Gummersbach trennten sich 25:25-Unentschieden. Dieses Remis sollte als das bitterste in der Gummersbacher Geschichte eingehen, denn es bedeutete gleichzeitig den Abstieg in die zweite Liga. Erstmals nach 53 Jahren (!) muss der Handball-Dino den Gang in Liga zwei antreten. Ein einziges Tor entschied über den Abstieg! Was für eine Dramatik und wie traurig. Der lachende Dritte ist Ludwigshafen. Die Eulen werden auch in der kommenden Runde in der Beletage des Handballs antreten, ließen neben dem VfL auch Bietigheim in der Tabelle hinter sich. 

So ist der Sport: wunderschön, spannend, grausam, manchmal ungerecht. 

Die Handballer verabschieden sich nun erst einmal in den Urlaub, die Verantwortlichen werden alle Hände voll zu tun haben, um die Richtschnüre für die nächste Saison zu legen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend und morgen einen schönen Feiertag. Genießt Eure Zeit und gönnt Euch was Schönes.

Herzlichst,

Margot

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch heuer wird der Handball wieder durch die Kleinostheimer Maingauhalle fliegen. Bereits zum 16. Mal findet dieses Jahr das Traditionsturnier statt und vom 26. bis zum 28. Juli bietet die HSG Kahl/Kleinostheim den Fans in der Region Handball vom Feinsten.

Heuer gibt es eine Änderung. Das unter dem Namen fan-Cup bekannte Turnier trägt ab sofort den Namen „94er-Cup“. Grund ist, dass es den Verantwortlichen gelungen ist, neben fan Frankenstolz mit der Main-Spessart Energieversorgung einen zweiten Hauptsponsor zu gewinnen. Eine weitere Änderung ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte dieser Veranstaltung der Gastgeber HSG Kahl/Kleinostheim nicht am Turnier teilnehmen wird. Er lässt den höherklassig spielenden Mannschaften den Vortritt.

Im Bundesliga-Turnier werden der TuS Nettelstedt-Lübbecke, die Eulen Ludwigshafen, die DJK Rimpar und der frisch aus der 2. Liga abgestiegene TV Großwallstadt antreten. Beim Amateur-Turnier sind diesmal vier Drittligisten am Start. Mit der MSG Groß-Bieberau/Modau, TV Gelnhausen, HSG Hanau und HSG Rodgau Nieder-Roden ist hier das Feld sehr stark. 

Nähere Infos gibt es demnächst hier. 

Es ist geschafft. Trainer Andi Kunz hat mit seinem TV Kirchzell den Aufstieg in die dritte Handball-Liga geschafft. Als Oberliga-Meister traten seine Jungs gegen Hochdorf, Bad Neustadt und Rheinwacht Dinslaken an, um das Abenteuer dritte Liga anzugehen.

Dies ist am vergangenen Samstag in Dinslaken gelungen und die Freude nach dem Schlusspfiff war überschäumend. Kein Wunder, denn was dieses Team in der abgelaufenen Saison geleistet hat, ist aller Ehren wert. Großes Kompliment.

Daher gratulieren wir Andi Kunz und seinen Jungs herzlich zum Aufstieg und freuen uns auf die kommende Drittliga-Saison mit so einer tollen Mannschaft.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der ersten Relegationsrunde im Kampf um den Aufstieg in die dritte Handball-Liga musste sich der TV Kirchzell letztlich dem TV Hochdorf geschlagen geben. Während es für die Kirchzeller in die zweite Runde geht, konnten die Hochdorfer nun die Saison abschließen, sich auf den Urlaub freuen, um in ein paar Wochen mit Vollgas in die Vorbereitung auf die dritte Liga zu starten.

Schöner Abschied vom Handball

Für einen der Hochdorfer war der Aufstieg ein ganz besonderes “Geschenk” und Steffen Bühler hätte sich keinen schöneren Abschied vom Handball vorstellen können. De 34-Jährige hängt nach 29 Jahren, in denen Handball sein Leben beherrschte, die Schuhe an den berühmten Nagel. “Mit fünf Jahren habe ich mit Handball angefangen und seit der Zeit beherrscht Handball mein Leben”, sagt der sympathische Kreisläufer und gibt zu, dass dies sicher “ein großer Einschnitt in meinem Leben sein wird.” 

Kein Wunder. Steffen hat für den Handball gelebt, hat unter anderem in Friesenheim, Bietigheim und Großwallstadt gespielt. Nach dem Abstieg des TVG aus der ersten Liga im Jahr 2013 ging der Key Account Manager bei einem weltweit führenden Hersteller und Anbieter von Leichtmetallrädern für Pkw und Nutzfahrzeuge, nach Hochdorf. In Großwallstadt spielte er damals mit Andi Wolff, Rune Karason und Michael Spatz zusammen. “Der Abstieg war ganz bitter”, erinnert er sich. 

“Will es nicht ausreizen”

Seit der Zeit spielt er für den TVH und seine Karriere fand nun mit dem Aufstieg ein schönes Ende. Natürlich hätte er noch ein paar Jährchen dranhängen können. Doch Steffen sagt: “Ich hatte die letzten Jahre immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und ich wollte es nicht ausreizen.” 

Abschiedsspiel am 15. Juni

Wie beliebt der Kapitän in Hochdorf ist zeigt, dass sich die Verantwortlichen schon überlegen, wie sie ihn in die Organisation des Vereins mit einbinden können. Und sie machen ihm mit einem Abschiedsspiel am 15. Juni ein schönes Geschenk. “Das wird eine totale Überraschung für mich. Ich habe keine Ahnung, wie alles abläuft oder wer alles kommt. Das halten alle geheim. Ich bin echt gespannt und freu mich schon sehr”, grinst Steffen.

 

Wir wünschen ihm und seiner Familie auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und sagen Danke für viele schöne Handballjahre.

Hallo liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Samstag kämpft Handball-Oberligist TV Kirchzell im ersten Spiel  der Relegation um den Aufstieg in die dritte Liga. Gegner ist der TV Hochdorf. Kommende Woche (18.05.) wird dann das Rückspiel beim TVH ausgetragen. Bekannte Gesichter gibt es auch, denn Thomas Bolling, der lange Zeit in Kirchzell das Tor hütete, steht im Kader der Hochdorfer. Ebenso wie Steffen Bühler, der schon das Trikot des TV Großwallstadt trug.

Die Mannschaft von Trainer Andi Kunz wird sicher 60 Minuten Vollgas geben, um das Hinspiel erfolgreich zu gestalten. Nachfolgend könnt Ihr den Vorbericht lesen, den ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben habe:

 

Am vergangenen Samstag konnte der TV Kirchzell vor eigenem Publikum die Oberliga-Meisterschaft feiern. Doch die Freude war etwas getrübt. Normalerweise ist mit einer Meisterschaft auch gleichzeitig der Aufstieg in die nächsthöhere Liga verbunden. Diese Saison ist dies anders. Die Reduzierung in der zweiten Bundesliga, in der von 20 auf 18 Mannschaften gekürzt wird, hat auch Auswirkungen auf die Oberliga. Von zwölf Oberliga-Mannschaften, die für den Aufstieg berechtigt wären, können nur zehn aufsteigen. Daher muss in den kommenden Wochen eine dreistufige Qualifikation durchlaufen werden, um letztlich die Aufsteiger zu ermitteln.

Stufe eins Richtung dritte Liga

Wenn der TV Kirchzell gleich die erste Stufe nimmt, nämlich das Hin- und Rückspiel gegen den TV Hochdorf, der aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kommt und dort die Meisterschaft erzielte, erfolgreich gestaltet, dann ist für ihn die Messe gelesen.

Die Verlierer aus der ersten Runde hingegen müssen in die zweite Runde gehen. Doch soweit wollen es Andi Kunz und sein Team nicht kommen lassen. Beim Coach hielt sich wenige Tage nach dem Meistertitel die Euphorie in Grenzen. „Schade, dass wir unseren Erfolg nicht so auskosten konnten, wie wir es wollten. Wenn wir den Erfolg Meisterschaft nun mit einem weiteren Erfolgserlebnis beenden wollen, dann müssen wir weiter konzentriert arbeiten.“

TV Hochdorf ist ein dicker Brocken

Mit dem TV Hochdorf kommt ein Gegner, der ein anderes Kaliber ist, als die letzten zwei Gegner der Kirchzeller nach Ostern. Drei Tage vor Rundenende feierte der Gast bereits die Meisterschaft. Lediglich vier Minuspunkte haben die Gäste auf dem Konto. Die restlichen Begegnungen wurden haushoch gewonnen. Kunz: „Der TVH hat anscheinend ein paar Verletzte und trotzdem war der knappste Sieg mit neun Toren. Das ist Wahnsinn.“ Die Mannschaft ist mit Kreisläufer Steffen Bühler, der schon das Trikot des TV Großwallstadt trug, oder mit den Rückraum-Assen Tim Götz, Kai Zimmermann, Daniel Lanninger gut besetzt. Wobei Götz wohl verletzt ausfallen wird und auch hinter einigen weiteren Leistungsträgern steht ein Fragezeichen. Ein weiteres altbekanntes Gesicht im Hochdorfer Team ist Thomas Bolling. Er hütete lange Jahre beim TVK das Tor und bildet nun mit Roko Peribonio und Sebastian Volk ein starkes Torhüter-Trio.

Daher weiß Kunz, dass „wir komplett am Limit gehen müssen, damit wir die Chance haben zu gewinnen. Hochdorf hat eine gute Mischung aus Routiniers und jungen talentierten Spielern, die teilweise in der Friesenheimer- und Rhein-Neckar-Löwen-Ecke groß geworden sind. Wir müssen ein Vollgas-Spiel hinlegen und wir müssen daheim in der ersten Halbzeit in den Spielen um den Aufstieg mit dem maximal möglichen das Ergebnis positiv gestalten.“

Es darf geharzt werden

Nicht ganz außer Acht gelassen darf die Tatsache, dass nun wieder geharzt werden darf. Der TVK ist dies nicht gewohnt, musste im hessischen Handball Verband die komplette Runde ohne Harz spielen. Viel Zeit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, blieb den Kirchzellern nicht.

 

 

Oliver Schulz, Trainer des Handball-Oberligisten SG RW Babenhausen, hatte vergangene Woche mit seinem Team das letzte Spiel der Saison. Gleichzeitig war es auch sein letztes Spiel als Trainer in Babenhausen.

Fünf schöne Jahre verbrachte der 37-jährige ehemalige Zweitliga-Spieler bei der SG. Eigentlich wollte er nach dieser Zeit eine Pause vom Trainer-Dasein einlegen. Eigentlich. Aber dann kam, schneller als erwartet, die Anfrage des Drittligisten HSG Hanau und da konnte Olli nicht nein sagen. Bevor er seinen neuen Trainerjob in Hanau antritt, beantwortete er uns ein paar Fragen.

Olli, was war für Dich persönlich in den letzten fünf Jahren in Babenhausen der schönste, der  bedeutendste Sieg?

Das schönste Erlebnis war sicher der Aufstieg 2016/17, zusammen mit der zweiten Mannschaft und den Damen. Das war ein sehr erfolgreiches Jahr. Aber es waren nicht nur die Siege. Wir hatten so viele schöne Momente zusammen. Babenhausen war für mich immer mehr als nur Handball. Was wir alle hier geschaffen haben, ist einfach toll. Wir wollten Oberliga spielen und das haben wir geschafft. Ich bin sehr stolz auf mein Team. Ich hatte leicht zu führende Spieler, hatte „Härtefälle“. Aber wir haben immer zusammen gehalten.

Was war das für ein Gefühl im letzten Dezember, als Du Deiner Mannschaft gesagt hast, dass nach fünf Jahren Schluss für Dich ist?

Ich hatte ja damals eine bewusste Entscheidung getroffen und wollte eine Pause einlegen. Dass dann so schnell Hanau als nächste Station kam, habe ich selbst nicht gedacht. Aber ich kann sagen, es ist mir brutal schwer gefallen, als ich meiner Mannschaft meinen Entschluss mitgeteilt habe. Ich hatte mir viel Zeit genommen, über all die schönen und unschönen Dinge nachzudenken und ich hätte noch 100 Jahre Siege und Niederlage mit dem Team feiern können. Ich habe hier immer einen tollen Zuspruch erhalten, konnte frei schalten und walten und unser Umfeld hat gewusst, was wir als Mannschaft geleistet haben. Aber ich habe gedacht, dass es an der Zeit ist, dass jemand kommen muss, der neue Impulse setzt. Ich habe die letzten Monate auf der Fahrt zum Training immer nur Gute-Laune-Musik gehört, damit ich nicht traurig ins Training gekommen bin.

Was bleibt von Babenhausen?

Immer ein Stück Verbundenheit! Es war meine erste Station als Trainer und das wird mir immer in Erinnerung bleiben. Ich hatte eine innige Beziehung zu meiner Mannschaft, obwohl mich viele vorher gewarnt und gesagt haben, dass ich nicht so eine enge und nahe Beziehung pflegen soll. Doch ich wollte das ganz bewusst und was mir die Mannschaft zurückgegeben hat, ist sensationell. Für mich war es mehr als Handball. Aber ich wohne ja nur acht Kilometer von der Halle weg. Ich werde also ab und an vorbei schauen und wenn es Probleme gibt, bin ich auch da.

 

Wir wünschen Olli alles Gute für seine neue Aufgabe bei der HSG Hanau und viel Erfolg in der neuen Saison. Danke auch für das Bild, das er uns zur Verfügung gestellt hat.

Glückwunsch dem TV Kirchzell zur Meisterschaft in der Handball-Oberliga Hessen. 

Was Trainer Andi Kunz und sein Team geschafft haben, ist aller Ehren wert. Mit so einer jungen Mannschaft so einen Erfolg abzusahnen, ist einfach toll.

Nur schade, dass heuer der Meister nicht auch gleichzeitig der Aufsteiger in die nächsthöhere Klasse, in dem Fall, die dritte Liga, ist. Diese Saison muss der Meister eine Relegation spielen (wir berichteten). Bereits am kommenden Samstag kommt es zum Hinspiel zwischen dem TVK und dem TV Hochdorf, der Meister in der Oberliga Rheinland/Pfalz-Saar wurde. 

Wir drücken dem TVK die Daumen und wünschen ihm und uns, dass er das Hin- und Rückspiel so erfolgreich gestalten kann, wie die gerade abgelaufene Runde.

Das tolle Jubel-Bild hat uns freundlicherweise Georg Hess zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank.