Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Jetzt ist es amtlich. Auch die Schönbusch Open, die internationalen bayerischen Meisterschaften der Damen, wurden aufgrund der Corona-Virus-Pandemie abgesagt. Geplant war die 13. Auflage des größten Tennisturniers am bayerischen Untermain, das auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg stattgefunden hätte, vom 13. bis zum 19. Juli. Sign in wäre am 12. Juli gewesen. 

Turnierdirektor Holger Dreisbusch sagte: „Nachdem alle Turniere deutschlandweit abgesagt wurden, mussten auch wir in den sauren Apfel beißen. Das ist das erste Mal, dass wir unser Turnier absagen mussten. Die Reisebeschränkungen sind zu gravierend. Es kommen schließlich Spielerinnen aus der ganzen Welt.“

Selbst wenn das Turnier hätte stattfinden können, wäre es ohne Zuschauer über die Bühne gegangen. Das wollte Holger Dreisbusch nicht riskieren. „So ein Turnier ohne Zuschauer zu spielen, geht gar nicht.“

Die ganze Vorbereitung, die bereits seit Monaten in vollem Gange war, „war für die Katz. Wir hatten schon Equipment bestellt, die ersten Artikel waren geschrieben, das Turnierheft stand bereits usw.”, so Holger. Er hat schon mit den Sponsoren gesprochen und hofft, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind. Dann hofft er, dass sich die hoffnungsvollen Nachwuchsspielerinnen wieder am Schönbusch treffen und Tennis auf hohem Niveau zeigen. Dem Verein sind durch die Absage wohl finanzielle Einbußen durch u. a. Bewirtungseinnahmen im mittleren vierstelligen Bereich entstanden.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Seit Montag, 11. Mai, darf in Bayern wieder Tennis gespielt werden. Doch es gibt strenge Auflagen.

Folgenden Leitfaden hat der Bayerische Tennisverband herausgegeben:

 Was müssen die Verantwortlichen für Tennisanlagen beachten?

Das Training muss kontaktlos erfolgen, das heißt, es darf keine Demonstration am Schüler stattfinden und die Spieler müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Es liegt in der Einschätzung des Trainers, Kindergruppen gegebenenfalls auf eine geringere Anzahl zu reduzieren und entsprechende Trainingsformen zu wählen, um dies zu ermöglichen.

Umkleiden und Duschen sind geschlossen zu halten – Toiletten dürfen und sollen geöffnet werden. Auch bei Toiletten sind die Abstandsregeln einzuhalten und durch einen entsprechenden Aushang darauf hinzuweisen.

Es ist immer für ausreichende Menge an Einmal-Handtüchern und Seife im Spender zu sorgen. Wo das Händewaschen mit Seife nicht möglich ist, sind Spender mit Desinfektionsmitteln bereitzuhalten. Ein Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich oder an anderer geeigneter Stelle wird empfohlen.

Die Nutzung von Tennishallen ist untersagt. Gleiches gilt für andere Vereinsräume. Diese dürfen nur dazu genutzt werden, um zum Beispiel Sportgeräte (Ballkörbe etc.) zu holen und zurückzubringen, Buchungssysteme zu bedienen oder für andere zum Spielbetrieb zwingend notwendige, kurzzeitige Tätigkeiten. Diese Nutzungsbeschränkungen müssen Personal, Mitgliedern und Gästen in geeigneter Weise mitgeteilt werden.

Die Clubterrassen dürfen in der Woche vom 11. bis 17. Mai nicht zum Aufenthalt genutzt werden. Ab dem 18. Mai darf die Gastronomie in Freibereichen wieder öffnen. Das gilt dann entsprechend auch für Clubterrassen. Diese und weitere Öffnungen erfolgen streng nach den behördlichen Vorgaben (Mindestabstand, Maskenpflicht für Personal etc.).

Auf den Plätzen ist dafür zu sorgen, dass die Bänke mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern aufgestellt werden. Vier Stühle eignen sich gegebenenfalls besser als zwei Bänke.

Wo möglich, sollte sichergestellt werden, dass wenige Gegenstände von mehreren Personen genutzt werden. Jeder Trainer sollte zum Beispiel seinen eigenen Ballkorb/-wagen verwenden, Sammelrohre für Bälle sollen nicht benutzt werden. Wo dies nicht möglich ist, sollten die Materialien beim Nutzungswechsel desinfiziert oder gründlich gereinigt werden.

Mülleimer auf der Anlage sind täglich zu leeren.

Was müssen Spieler und Erziehungsberechtigte beachten?

 Hygienevorschriften sind zu beachten – auch auf der Tennisanlage (Mindestabstand 1,5 Meter, Niesen/Husten in Armbeuge, regelmäßiges Händewaschen etc.).

Bei Krankheitssymptomen wie Erkältungssymptome (Husten, Schnupfen, Halsweh), erhöhte Körpertemperatur/Fieber, Durchfall,  Geruchs-oder Geschmacksverlust darf die Anlage nicht betreten werden. Oder bei Kontakt innerhalb der letzten 14 Tage, bei denen ein Verdacht auf eine SARS Covid-19-Erkrankung vorliegt oder bestätigt wurde.

Die Anlage ist in der Woche vom 11.05. bis 17.05. nur zum Spielen zu betreten und nicht zum Aufenthalt. Ab dem 18.05. darf die Clubterrasse wieder gastronomisch genutzt werden, und ein Aufenthalt dort ist erlaubt. Umkleiden und Duschen sind geschlossen, Toiletten geöffnet. Weitere Öffnungen erfolgen nach behördlichen Vorgaben.

 Tennishallen sowie alle anderen Räume der Clubanlage sind geschlossen und dürfen nicht betreten werden – außer z.B. zum Besuch der Toiletten, zur Platzbuchung, zum Holen von Spielgeräten etc.

Es dürfen bis zu fünf Personen einen Tennisplatz gleichzeitig nutzen. Das Training muss kontaktlos erfolgen und die Spieler müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Beim Weg auf den Platz und vom Platz und beim Seitenwechsel ist sicherzustellen, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Es muss zum Beispiel außerhalb des Platzes gewartet werden, bis die anderen Spieler diesen verlassen haben. Beim Seitenwechsel ist auf verschiedenen Seiten ums Netz zu gehen.

Bei plötzlich einsetzendem Regen ist jeder selbst dafür verantwortlich, die Abstandsregeln einzuhalten. Ansammlungen zum Beispiel unter Vordächern sind nicht erlaubt. Es ist eine Maske mitzuführen, falls  Abstände kurzzeitig nicht einzuhalten sein sollten.

 Körperkontakt hat zu unterbleiben. kein Handshake, kein Abklatschen, kein ins-Ohr-flüsterntaktischer Überlegungen beim Doppel etc.

Die hier genannten Regeln gelten auch für Eltern oder Begleitpersonen von Kindern.

 Eine Infektion auf dem Tennisplatz ist extrem unwahrscheinlich. Trotzdem ist es wichtig, dass im Fall einer Infektion die Infektionskette zurückverfolgt werden kann. Es ist sicherzustellen, dass bei Bedarf den Behörden Auskunft gegeben werden kann, mit wem in den letzten 14 Tagen gespielt wurde.

Desweiteren hat der BTV noch einmal die Bedingungen für die Übergangssaison 2020 veröffentlicht:

Mit der Ausgestaltung der behördlichen Öffnung der Tennisplätze in dieser Woche sind die Chancen auf einen Wettspielbetrieb 2020 unter ordentlichen Bedingungen enorm gestiegen. Doppel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gespielt werden können, auch die Bewirtung wird durch die sukzessive Öffnung der Gastronomie in den nächsten Wochen möglich sein. Weiter wird davon ausgegangen, dass die Nutzung der Sanitärbereiche, wenn auch mit Einschränkungen, gewährleistet werden kann, und auch die An- und Abfahrt mit mehr als zwei Personen im Auto ist zu erwarten. Gegebenenfalls trägt der Beifahrer einen Mundschutz.  

Wie bereits mitgeteilt, werden das Recht auf den Regelaufstieg und der Regelabstieg ausgesetzt. Der BTV wird aber seine Möglichkeiten ausschöpfen, um Gruppenersten den Aufstieg zu gewähren, z.B. aufgrund freier Plätze in den darüber liegenden Ligen.
 
Die Vereine können Mannschaften (Bayernliga und tiefer) im Zeitraum vom 11. bis 17.05. über das BTV-Portal zurückziehen. Wenn Vereine in Altersklassen mehr als eine Mannschaft besitzen und zum Beispiel die erste Mannschaft (6er-Mannschaft) zurückgezogen werden soll, sind die Spieler auf den Positionen eins bis sechs der namentlichen Mannschaftsmeldung nicht für den Einsatz in der zweiten Mannschaft spielberechtigt.

 Für Mannschaften (Bayernliga und tiefer), die bis zum 17.05. zurückgezogen werden, erhebt der BTV  50 Prozent der Mannschaftsnenngebühren. Für Mannschaften, die nach dem 17.05. zurückgezogen werden, erhebt der BTV die vollständige Höhe der jeweiligen Mannschaftsnenngebühr. Es fallen jedoch keine Bußgelder für einen corona-bedingten Rückzug von Mannschaften nach dem 17.5. an.

 Der BTV hat sich auf vielfachen Wunsch der Vereine entgegen seinen bisherigen Aussagen dazu entschlossen, die namentliche Mannschaftsmeldung für die „Übergangssaison 2020“ nochmals zu öffnen. Er kann somit auf das eventuell veränderte Mannschaftsgefüge entsprechend reagieren. Die Vereine bekommen daher im Zeitraum vom 11. bis 24.05.2020 die Möglichkeit, die namentliche Mannschaftsmeldung für Spielklassen der Bayernliga und tiefer zu bearbeiten, inclusive der Bildung bzw. Veränderung einer Spielgemeinschaft. Die Neuausstellung einer Lizenz und der Lizenzwechsel ist allerdings nicht möglich. Die bestehenden Regeln zum Spielen in mehreren Altersklassen bzw. Vereinen gelten weiter unverändert. Der Termin für den Status „endgültig“ einer namentlichen Mannschaftsmeldung wird vom 16.04. auf den 01.06.2020 verschoben.
 

Die Leistungsklassenwertung kommt zum Tragen. Allerdings werden in den verantwortlichen Gremien des Deutschen Tennis Bundes je nach Verlauf der Saison für ganz Deutschland Anpassungen diskutiert.

 

Habt trotzdem Spaß auf dem Court, bleibt gesund, haltet Abstand und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die derzeitige Situation zwingt uns alle zum Handeln, zum Kreativsein. Bei “hartaberfair” war die Tage eine Eventmanagerin, die sich derzeit – weil ohne Arbeit – als Spargelstecherin verdingt.

Auch Handballer Andrè Göpfert und seine Firma haben sich zu ihrer zusätzlichen Arbeit einen neuen Zweig gesucht. Der gelernte Sattler und seine Firma, bei der er schon 16 Jahre lang arbeitet, helfen in der Corona-Pandemie-Zeit beim Zuschneiden von Schutzmasken mit. 

Lest nachfolgend den interessanten Bericht über Andrè und seine Tätigkeit. Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main-Echo lesen.

 

Andrè Göpfert ist mit Leib und Seele Handballer. Beim Oberligisten Tuspo Obernburg fühlt sich der 31-Jährige pudelwohl und sagt: „Wir haben eine tolle Truppe beisammen. Es passt alles.“ Er ist aber auch ein totaler Familienmensch und er liebt seinen Job. Als gelernter Sattler arbeitet Andrè in der Sattlerei Schmitt in Aschaffenburg und ist dort Abteilungsleiter für die Bootssattlerei.

Zuschnitt von Masken

In dieser schwierigen Zeit der Corona-Virus-Pandemie hat sich seine Firma, bei der er seit etlichen Jahren arbeitet, entschieden zu helfen und den Zuschnitt für die dringend benötigten Atemschutzmasken zu übernehmen. „Wir haben uns intern in der Firma lange unterhalten und wir waren überzeugt, dass es über kurz oder lang eine Maskenpflicht geben wird. Nun ist es  soweit und ab Montag, 27. April, müssen wir alle in den Läden beim Einkaufen und so weiter eine Maske tragen. Deshalb hat sich unsere Geschäftsführung entschieden, einen entsprechenden Cutter zu kaufen, mit dem wir die Masken zuschneiden können“, so Andrè. Nach dem Zuschnitt werden diese dann an eine andere Firma weiter gegeben, die sie fertig stellt.

Der zweifache Familienvater ist quasi mittendrin im Geschehen. Auf der einen Seite kann er gerade seinen geliebten Handballsport aufgrund der Corona-Krise nicht ausüben. Auf der anderen Seite stehen in seiner Firma die „alltäglichen“ Arbeiten etwas hintenan, da sich vieles um den Maskenzuschnitt für den dringend benötigten Schutz in dieser schweren Zeit dreht.

Handballsaison abrupt beendet

„Unsere Saison in der Oberliga ist ja abrupt beendet worden – wie so viele Sportarten beendet wurden. Doch wir haben seit einiger Zeit Gewissheit, dass wir in der Liga bleiben. Das hat uns alle sehr gefreut und nun hoffe ich, dass wir bald wieder miteinander trainieren dürfen“, sagt Andrè. Dass seine Firma den Maskenzuschnitt übernommen hat, freut ihn. „Normalerweise sind wir in verschiedenen Bereichen, wie Polsterei, Auto- und Bootssattlerei, Industrie, Beplanung und vieles mehr  unterwegs. Derzeit haben die Masken Vorrang und wir haben nun auch schon mit dem Zuschnitt für Kindermasken angefangen. Die Gesundheit steht an erster Stelle und wir sind froh, dass wir mithelfen können.“

Er hofft, dass „wir alle bald wieder ein einigermaßen normales Leben führen können. Dazu gehört auch der Sport. Doch das Wichtigste ist, dass wir alle unbeschadet diese schwere Zeit überstehen und gesund bleiben.“

 

Wir wünschen dem sympathischen Sportler und seiner Familie alles Gute.

Das Bild hat uns Andrè zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür. 

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Heute gibt es mal wieder etwas “Sportliches” für alle Handball-Interessierten (und natürlich auch andere) zum Lesen. 

Habt Ihr gewusst, dass es in der 55-jährigen Historie der Handball-Bundesliga bisher noch kein einziges Mal einen Saisonabbruch gab? 

Am 21. April 2020 verkündete die Handball Bundesliga die Saison 2019/20 aufgrund der weltweiten Corona-Virus-Pandemie als beendet. Zuvor hatte die HBL den Spielbetrieb schon mehrfach ausgesetzt. Erst bis Ende April, dann bis zum 16. Mai. Allerdings machten die Auflagen und Beschränkungen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht möglich. Für viele Clubs ist der wirtschaftliche Schaden noch nicht absehbar. Immerhin sind bis zum 31. August alle Großveranstaltungen bundesweit abgesagt. Also haben wir heuer eine eher traurige Premiere in der HBL.

Der diesjährige Meister in der ersten Bundesliga der Männer ist der THW Kiel (nach Saisonabbruch). In den Jahren 2018 und 2019 war es die SG Flensburg-Handewitt. 

Wir haben mal nachgeschaut, wer den deutschen Meistertitel seit der Einführung der eingleisigen Liga alles “eingeheimst” hat:

1978/1979/1980/1981: TV Großwallstadt

1982/1983: VfL Gummersbach

1984: TV Großwallstadt

1985: VfL Gummersbach

1986/1987: TUSEM Essen

1988: VfL Gummersbach

1989: TUSEM Essen

1990: TV Großwallstadt

1991: VfL Gummersbach

1992/1993: SG Wallau-Massenheim

1994/1995/1996: THW Kiel

1997: TBV Lemgo

1998/1999/2000: THW Kiel

2001: SC Magdeburg

2002: THW Kiel

2003: TBV Lemgo

2004: SG Flensburg-Handewitt

2005/2006/2007/2008/2009/2010: THW Kiel

2011: HSV Hamburg

2012/2013/2014/2015: THW Kiel

2016/2017: Rhein-Neckar Löwen

2018/2019: SG Flensburg-Handewitt

2020: THW Kiel

 

Eine – wie ich finde – sehr interessante Auflistung. Der TV Großwallstadt konnte 1990 bisher letztmals den Meistertitel in der ersten Liga für sich beanspruchen, dominierte allerdings von 78 bis 81 das Geschehen. Ein Abo auf den Titel hat der THW Kiel. 

Wir dürfen gespannt sein, was uns die neue Saison 2020/21 bringen wird. Erst einmal muss es losgehen. Doch das “Wann und Wie” steht ja noch nicht fest. Also heißt es: abwarten. 

Bleibt alle gesund und passt auf Euch auf!

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handballerin Laura Schmitt, aufgewachsen in Karlstein am Main, mittlerweile wohnhaft in der Schweiz, hat ihre lange Handball-Karriere jüngst beendet. Sie musste aufgrund der Corona-Virus-Pandemie ihre Schuhe vorzeitig an den berühmten Nagel hängen, da die Saison 2019/20 nicht fertig gespielt werden konnte. 

Wir haben sie zu ihrem Karriere-Ende beim LC Brühl Handball befragt. Lest nachfolgend das interessante Interview, das auch in meiner Heimatzeitung Main Echo erschienen ist.

 

Laura, wolltest Du generell nach Ende dieser Saison Deine Handballschuhe an den berühmten Nagel hängen?

“Ja, ich habe schon vor der Corona-Pandemie beschlossen mit dem Handball aufzuhören und anderen schönen Dingen in meinem Leben mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Man hat all die Jahre dem Handball so viel untergeordnet und Sachen hintenangestellt, was man immer gerne gemacht hat, dafür möchte ich jetzt mehr Zeit haben.”

Wie fühlt sich Dein Handball-Ende nach dem Abbruch der Saison bedingt durch die Corona-Virus-Krise an?

“Erst einmal konnte man das gar nicht so richtig realisieren. Mein letztes Spiel war ein Geisterspiel gegen Rot/Weiss Thun in eigener Halle. Das ist schon ein bisschen schade. Aber so ging es, glaube ich, sehr vielen, die ihre Karriere beenden. Natürlich hätte ich die lange Zeit nochmal mit den Playoff-Spielen beendet und am besten mit dem erneuten Meistertitel. Aber so ist es nun mal und so richtig hat man es noch nicht realisiert, da ja momentan niemand am Trainieren oder Spielen ist.”

Du bist topfit und gerade nach dieser abrupt endenden „Corona-Saison“ hättest Du doch sicher noch eine Saison dranhängen können, oder?

“Ich fühle mich fit und das ist auch nicht der Grund. Für mich war es jetzt der richtige Moment. Das Spielen und Trainieren hat mir noch Spaß gemacht und ich entscheide mich nicht gegen den Handball, sondern für mehr Spontanität und Treffen mit Freunden und Familie. Handball wird immer meine Leidenschaft bleiben.”

Apropos topfit. Du hast während Deiner Karriere schon einige gesundheitliche Rückschläge einstecken müssen und hast Dich trotzdem immer wieder zurück gekämpft. Gerade als Du in die Schweiz gewechselt bist, hattest Du ja eine schwere Kreuzbandverletzung und dann kam die erneute Kreuzbandverletzung dazu, als Du schon in der Schweiz gespielt hast. Trotzdem warst Du in Rekordzeit wieder einsatzfähig. Wie hast Du Dich nach so schweren Verletzungen immer wieder motiviert?

“Nach der ersten Verletzung war es klar, dass ich nochmal spielen will. Ich dachte mir, wenn man so lange spielt, kann so eine Verletzung einfach passieren und damit muss man als Handballerin rechnen. Meine Motivation damals war der Wechsel in die Schweiz. Ich wollte dort gerne wieder topfit sein.

“Der zweite Kreuzbandriss war ein harter Rückschlag”

Der zweite Kreuzbandriss im September 2018 war schon ein harter Rückschlag, mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Dort war ich wirklich ziemlich down und habe darüber nachgedacht aufzuhören. Ich habe dann aber angefangen mit Goran Cvetkovic (Konditions- und Reha-Trainer, Anm. d. Red.) zu trainieren und er hat mich echt so fit gemacht wie nie und ich konnte nach nur fünf Monaten wieder spielen und das Finale um die Meisterschaft bestreiten. Das war mein Ziel! Ich glaube, bei so Verletzungen ist der Kopf das größte Problem und ich bin einfach immer positiv, man kann das meiste sowieso nicht ändern!”

Du hast eine lange Karriere hinter Dir. Wenn Du so zurück blickst, was war Dein schönstes Erlebnis, wo hat es Dir am besten gefallen?

“Ich hatte viele tolle Momente in meiner Karriere. Mit Sulzbach durften wir damals viele Aufstiege feiern. Dort hatte ich sportlich nur noch nicht so viel Anteil dran. Meine Zeit in Mainz werde ich nicht vergessen. Dort wird der Aufstieg in die zweite Liga und die unvergessliche Meisterfeier unvergesslich bleiben und dass ich so viele wichtige Freunde dort gefunden habe, die mich immer noch begleiten. Ich war sehr lange in Mainz und hoffe, dass ich jetzt endlich auch mal wieder ein Spiel sehen kann.

Die Meisterschaft mit dem LC Brühl war natürlich schon das Highlight. So ein Gefühl habe ich noch nie erlebt. Es war unbeschreiblich und ich werde es nie vergessen. Auch hier habe ich so tolle Menschen kennengelernt.”

Die Unterschiede zwischen den zwei Ländern

Womit wir beim Thema Schweiz sind. Du hast Dich vor ein paar Jahren entschieden, in der Schweiz zu spielen, warst mit Deinem Club sehr erfolgreich. Ein Meistertitel und zwei Supercup-Siege konntest Du mit Brühl feiern. Wie groß sind die Unterschiede zwischen der deutschen und der schweizerischen Liga?

“Die Unterschiede sind schon sehr groß. Wir haben hier nur acht Teams und spielen unter den ersten vier eine Finalrunde, die mit den Playoffs der besten zwei endet. Der Leistungsunterschied zwischen den vier Teams oben und unten ist schon sehr groß. Außerdem sind die Auswärtsfahrten immer sehr kurz, das war schön. Alle waren immer genervt, wenn man nach Thun zweieinhalb Stunden fahren muss. Das war ja in Deutschland Luxus :-). Die Liga in Deutschland ist einfach viel breiter und man hat mehr Spiele, in denen es um was geht. Hier in der Schweiz war es mir aber möglich einmal international spielen zu dürfen und Finals zu bestreiten, wie den Supercup oder das Cupfinal, den haben wir ja leider nicht gewonnen. Das war eine tolle Erfahrung.”

Was wirst Du jetzt ohne Deinen geliebten Handballsport anfangen? Wirst Du dem LC Brühl in irgendeiner Form erhalten bleiben beziehungsweise was sind Deine beruflichen Pläne?

“Ich habe hier nochmal ein Studium gemacht und mein Lehrdiplom als Sportlehrerin gemacht. Ich werde am Sommer eine volle Stelle als Lehrerin an eine Sekundarschule, das ist vergleichbar in Deutschland mit Haupt-/Realschule, und einer Talentschule für Sporttalente aus allen Sportarten beginnen. Bis jetzt habe ich immer nur 50 Prozent gearbeitet. Ich möchte den Verein gerne weiter unterstützen, die erste Mannschaft und auch die Jugend. Aber erst einmal auf administrativer Ebene und vielleicht irgendwann wieder als Trainerin. Ich werde also erst einmal hier in der Schweiz bleiben, aber man weiß nie :-).”

 

 

Die Karriere von Laura:

Die heute 34-jährige Linkshänderin ist in Karlstein am Main aufgewachsen, fing mit drei Jahren mit dem Handball spielen an. Ihr erster Verein war der TV Kahl. Im Jahr 2005 wechselte Laura Schmitt zur HSG Sulzbach/Leidersbach und stieg mit der Mannschaft ein Jahr später in die zweite Bundesliga und 2007 in die erste Liga auf. 

In der Folge spielte sie im Zweitspielrecht für den Regionalligisten SG Kirchhof, wechselte anschließend zum Zweitligisten TV Mainzlar. 2010 kehrte sie zur HSG Sulzbach/Leidersbach zurück, damals dritte Liga. Von 2011 bis 2017 trug die Linkshänderin das Trikot des FSV Mainz, mit dem sie von der dritten in die zweite Liga aufstieg. Zur Saison 2017/18 wechselte die Rückraumspielerin zum Schweizer Erstligisten LC Brühl Handball, dem erfolgreichsten Frauen-Handball-Verein in der Schweiz. Mit dem LC nahm sie am EHF-Pokal der Frauen 2017/18, 2018/19 und 2019/20 teil und gewann 2019 die Schweizer Meisterschaft.

 

Wir wünschen Laura nach ihrer Zeit als Handball-Profi alles Gute und viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg. 

Die Bilder hat uns Felix Walker zur Verfügung gestellt. Ihm gilt unser Dank!

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie der Schweizerische Handball-Verband (SHV) bekanntgab, folgt am 11. Mai der nächste Schritt der Lockerung der Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zahl der Infizierten bis dahin weiter tief bleibt. Dann ist gemäß den Vorgaben des Bundes wieder Training in Kleingruppen mit maximal fünf Personen ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln erlaubt.

Weiter ist auf der Website von handball.ch zu lesen:

Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs ist, dass jede involvierte Organisation wie auch der Eigentümer der jeweiligen Sportanlage über ein Schutzkonzept verfügt. Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) hat für seine Vereine ein solches Schutzkonzept ausgearbeitet. Im Schutzkonzept enthalten sind unter anderem die Vorgaben für den Trainingsbetrieb, die Organisation in der Halle oder auch die Anreise, Ankunft und Abreise.

Kein Training ohne Schutzkonzept

Das Schutzkonzept des SHV wurde vom Bundesamt für Sport BASPO sowie von Swiss Olympic plausibilisiert. Es steht sämtlichen Vereinen des SHV ab sofort zur Verfügung und kann für die von den Vereinen und Betreibern der Sportanlagen zu erstellenden individuell-konkreten Schutzkonzepte verwendet werden.

Schutzkonzepte von einzelnen Vereinen müssen weder von BAG und BASPO plausibilisiert werden, noch müssen sie an den nationalen Verband gesendet werden. Der Verein muss aber das Konzept dem Kanton vorweisen können, wenn eine Kontrolle erfolgt. Die Erstellung des Schutzkonzepts liegt also in der Eigenverantwortung der Vereine. Am besten orientieren sich Vereine daher am Konzept ihres Verbands.

Die Verantwortung zur Umsetzung liegt bei den einzelnen Vereinen, bei den Trainerinnen und Trainern sowie bei den Spielerinnen und Spielern. Ohne Einhaltung des Schutzkonzepts ist kein Trainingsbetrieb erlaubt. Die zuständigen Behörden können eine Sportaktivität verbieten oder eine Anlage schliessen, wenn kein oder ein nicht ausreichendes Schutzkonzept vorliegt.

Weniger strenge Regeln für den Spitzensport

Im Spitzensport gelten bereits ab dem 11. Mai weniger strenge Regeln; im Schweizer Handball betrifft dies die NLA Männer, die SPL1 Frauen, die Nationalmannschaften sowie die Trainings in nationalen Leistungszentren (Schaffhausen bei den Männern, ab August Cham bei den Frauen). Dort sind Trainings mit mehr als fünf Personen und auch Körperkontakt zugelassen; die im Schutzkonzept erwähnten Schutz- und Hygienemassnahmen vor und nach dem Training sind aber ebenfalls strikt einzuhalten.

Wir in Deutschland dürfen gespannt sein, was unsere Regierung in der nächsten Woche in Sachen Lockerung der Maßnahmen gegen das Corona-Virus entscheidet.

Bis dahin, bleibt gesund, haltet Abstand, passt auf Euch auf.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nun hat also auch Weißrussland bei den Handball-Männern seinen Spielbetrieb eingestellt und Brest HC Meschkow zum Meister ernannt. Das Team von Raul Alonso, der früher unter anderem bei THW Kiel arbeitete, absolvierte bisher 25 Partien, hat vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten SKA Minsk. Dieser hat bereits ein Spiel mehr. 

Die aktuelle Tabelle wurde im Ist-Zustand verwendet. Eine Quotientenregel hätte zu keiner Veränderung geführt, da der Tabellenführer Brest ein Spiel weniger und der Tabellenletzte HC Gomel ein Spiel mehr als SKA Minsk, Mascheka Mogilew,BGUFK Minsk und HC Kronon hat. Die  Division eins der Männer besteht aus insgesamt sechs Vereinen.

Die Final Four-Pokalspiele von Weißrussland der Männer und Frauen werden verschoben. Termin ist wohl zu Beginn der neuen Saison 2020/21. 

So steht es auf der Homepage von SKA Minsk zu lesen.

 

Bleibt gesund, haltet Abstand!

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) verständigte sich gemeinsam mit den Vertretern der Nationalliga A (NLA) der Swiss Handball League darauf, dass in der kommenden Saison die Kadetten Schaffhausen, Pfadi Winterthur, der HC Kriens-Luzern und der TSV St. Otmar St. Gallen den Schweizer Handball international vertreten. 

Nachfolgende Pressemitteilung hat der Verband verfasst:

Der SHV hatte am 13. März die Hallen-Meisterschaft für alle Alters- und Leistungsstufen gestoppt und entschieden, dass die laufende Saison abgebrochen wird. Als Folge dessen wurde bestimmt, dass kein Meister gekürt wird, gleichzeitig aber auch Auf- und Abstieg ausgesetzt werden. Die NLA teilt und unterstützt den Verband bei dieser Entscheidung und bestimmte nun in Rücksprache mit dem SHV die vier Teilnehmer, die in der kommenden Saison im Europacup vertreten sein werden.

Als Basis diente hierfür die Rangliste bei Meisterschaftsabbruch. Die zehn NLA-Clubs entschieden sich mehrheitlich dafür, das Ranking vom 13. März 2020 als Abschlusstabelle zu werten. Sechs von zehn Mannschaften hatten bis dahin bereits 25 von 27 Hauptrundenpartien absolviert. Vier Teams standen unmittelbar vor der Durchführung ihres 25. Meisterschaftsspiels. Obschon die Tabelle daher keine einheitliche Anzahl an Spielen ausweist, ist man in der NLA der Meinung, dass sie die grösstmögliche Aussagekraft über das tatsächliche Leistungsvermögen vorweist. Hinzu kommt, dass die beiden ausstehenden Partien der 25. Runde nur wenig bis keine Auswirkungen auf die Tabelle gehabt hätten.

Somit stehen die folgenden vier Teams als Teilnehmer des Europacups fest: Die Kadetten Schaffhausen als Erstplatzierte, Pfadi Winterthur als erster Verfolger und die auf den weiteren Rängen folgenden HC Kriens-Luzern und TSV St. Otmar St. Gallen spielen in der Saison 2020/21 im Europacup. Gemäss europäischem Ranking treten die Schaffhauser und die Winterthurer im zweithöchsten Wettbewerb, der European Handball League (ehemals EHF-Cup) an. Die Kadetten sind aber auch noch im Rennen um eine Wildcard für die Champions League, weshalb aktuell noch unklar ist, in welchem Wettbewerb die Schaffhauser spielen werden. Zudem treten der HC Kriens-Luzern und der TSV St. Otmar St. Gallen im dritten Wettbewerb, dem EHF-Cup (ehemals Challenge Cup), an.

Wir wünschen den vier Mannschaften viel Erfolg und hoffen aber jetzt erst einmal, dass wir alle das Corona-Virus gut überstehen. 

Bleibt gesund, haltet Abstand!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Aufgrund der Corona-Virus-Pandemie wurde die Saison 2019/20 in der Handball-Bundesliga der Frauen bereits am 18. März abgebrochen. Vor einigen Tagen teilte nun die HBF mit, dass für diese Saison kein Meistertitel vergeben wird. Damit dürfen sich die Handballerinnen von Borussia Dortmund als Tabellenerster (Stand 18. März) und einem Punkt Vorsprung auf den Zweiten SG BBM Bietigheim nicht über den Meistertitel freuen. 

Die HBF begründete die Entscheidung damit, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und das direkte Duell zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und dem Tabellenführer Borussia Dortmund ausstand. 

Diese Entscheidung sorgte nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei den Verantwortlichen in Dortmund für Fassungslosigkeit.

HBF-Chef Andreas Thiel verteidigte die Entscheidung und sagte (Quelle Süddeutsche Zeitung):  “Die Eishockey- und die Volleyball-Bundesliga oder internationale Ligen wie in Schweden oder auf dem Baltikum haben sich auch dagegen entschieden, einen Meister zu proklamieren. Wir haben uns als kleine Schwester der großen Ligen an die Vorgaben des Verbands gehalten. Ich habe da nirgendwo gelesen, dass ich einen Meister benennen muss.”

Nur, dass es im Eishockey und im Volleyball Playoffs gibt, dies also gar nicht miteinander zu vergleich ist und die DEL (Deutsche Eishockey-Liga) sehr wohl den Münchnern den Meistertitel angeboten hat. Diese haben aber abgelehnt. 

Wir fragten bei der gebürtigen Großwallstädterin Isabell Roch, die seit dieser Saison das Tor des BVB hütet, nach.

Isabell, in der Bundesliga der Männer wurde der THW Kiel aufgrund der Corona-Virus-Krise zum diesjährigen Meister erklärt. Die Bundesliga der Frauen beendet die Saison 2019/20 ohne Meister. Wie ist das zu erklären?

„Das ist eigentlich gar nicht zu erklären. Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Das ist ganz bitter für uns. Es ist eine Sportart und es gibt zwei Entscheidungen. Das ist wirklich bitter.“

Es wäre heuer der erste Meistertitel in der Vereinsgeschichte der Frauen gewesen. Fühlst Du Dich  um den Titel betrogen?

„Wir hätten natürlich gerne den Titel gehabt, als Bestätigung für die tolle Saisonleistung. Wir fühlen uns nicht gut mit der Entscheidung… 

Wir als Mannschaft haben uns eine witzige Aktion ausgedacht und uns auf unseren Autogrammkarten Schnurbärte angemalt mit der Aufschrift: wenn ich ein Mann wäre, wäre ich jetzt deutscher Meister. Wir wollen mit der Aktion klarmachen, dass wir niemanden angreifen oder die Schuld geben wollen. Sondern wir wollen darüber lachen…

Der BVB-Präsident Reinhard Rauball war stinksauer und meinte, dass es bei den Männern einen Meister gibt und bei den Frauen die Saison abgebrochen wird, habe schon die Anzeichen einer Diskriminierung. Siehst Du das auch so?

„Ich sehe das auch so. Vor allem mit dem Hintergrund, dass es die gleiche Sportart ist. Ich finde, wenn man in Deutschland schon so eine Entscheidung fällt, dann sollte man Männer und Frauen gleich behandeln. Hier wird die Saison abgebrochen und da wird die Saison abgebrochen, aber völlig anders gewertet. Das ist echt bitter und völlig unverständlich. Warum werden hier in unserer Sportart bei Männern und Frauen solche Unterschiede gemacht?“

Bei den Männern stand ebenfalls noch das Spitzenspiel zwischen dem Ersten Kiel und dem Zweiten Flensburg aus. So wie bei den Frauen die Spitzenbegegnung zwischen dem BVB und Bietigheim…

“Genau. Wir hatten in der Hinrunde zuhause gegen Bietigheim mit 38:32 gewonnen, haben schon das Hin- und Rückspiel gegen den Dritten Metzingen absolviert und auch schon gegen die starke Mannschaft Thüringer HC in der Rückrunde gespielt. Diese Spiele sind enorm wichtig und Bietigheim hatte die beiden Partien noch vor sich. Warum ist dann nur unser Spiel das Topspiel? Gab es bei den Männern keine wichtigen Spiele mehr?”

Einen Grund zur Freude gibt es ja doch noch: der Champions-League-Platz ist dem BVB in der Saison 2020/21 sicher.

“Natürlich freuen wir uns über den Champions-League-Platz. Aber den Meistertitel hätten wir sehr gerne gehabt. Dafür haben wir die ganze Saison hart hingearbeitet.”

Eine absolut verständliche Reaktion von der klasse Torhüterin. Mittlerweile hat sich heraus kristallisiert, dass Borussia Dortmund auf eine Klage gegen die HBF verzichtet und BVB-Präsident Reinhard Rauball sagte, dass es keinen Prozess gibt, das dies aber dem Frauen-Handball schade.

 

Der Artikel ist auch in meiner Heimatzeitung Main Echo zu lesen. Wir freuen uns, dass Isabell und alle Mädels des BVB gesund und munter sind und wünschen ihnen – sollte irgendwann die neue Saison beginnen – eine tolle Runde mit ebenso überzeugenden Leistungen wie zuletzt.

Das Bild hat uns Isabell zur Verfügung gestellt. Eine wirklich witzige Idee. Vielen Dank hierfür.

Bleibt gesund, haltet Abstand, haltet durch!

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Grad mal gut zwei Stunden nach der Videokonferenz am heutigen Dienstag um elf Uhr ist es also offiziell: Saisonabbruch in der Handball-Bundesliga. 

Die Vereine haben mit deutlicher Mehrheit den sofortigen Saisonabbruch in der ersten und zweiten Liga beschlossen. 

Das HBL-Präsidium wird die Saison anhand von Abbruchtabellen und Quotienten-Regel bewerten. Das wiederum heißt, dass der THW Kiel in der ersten Liga Meister ist, der HSC Coburg und der Tusem Essen steigen in die erste Liga auf. Absteiger gibt es keine. 

Nach Abstimmung mit dem DHB steigen alle vier Clubs aus den vier Drittliga-Staffeln in die zweite Liga auf. Damit ist unter anderem der TV Großwallstadt wieder zweitklassig. Herzlichen Glückwunsch hierzu!!!

 

Die komplette Pressemitteilung der HBL könnt Ihr unter nachfolgendem Link lesen:

https://www.liquimoly-hbl.de/de/

Corona-Pandemie zwingt Handball-Bundesligen zu vorzeitigem Saisonabbruch

Sicherlich eine richtige Entscheidung. Gesundheit geht vor. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass die finanziellen Schäden für die Vereine nicht allzu groß und zu stemmen sind.

Bleibt gesund, haltet zusammen, bleibt zu Hause.