Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Zu einem echten Knaller kommt es in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gleich am dritten Spieltag, wenn der TV Gelnhausen den TV Kirchzell zum Derby empfängt. Los geht es am Freitg um 20 Uhr in der TVG-Halle.

Nach einem Jahr in der Oberliga ist der TVK zurück in Liga drei und die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen ist auf beiden Seiten groß. Die Barbarossastädter gehen nach dem Traumstart mit zwei Siegen mit breiter Brust in die Partie, die zur ungewohnten Zeit stattfindet. Kirchzell hatte um eine Verlegung gebeten und der TVG kam dieser Bitte nach.

Die Gäste hatten nach zwei knappen Niederlagen gegen starke Gegner einen etwas holprigen Start. Beim hoch gehandelten Favoriten Krefeld spielte der TVK gut mit, musste sich knapp geschlagen geben. Zuhause gegen Haßloch waren die Trainer nicht zufrieden mit der Vorstellung ihrer Mannschaft. TVK-Trainer Andi Kunz sagte: “Wir haben die zwei Seiten des TVK gesehen. Das erste Spiel war sehr gut, das zweite schlecht.” Allerdings konnten die Kirchzeller verletzungsbedingt in beiden Matches nicht komplett antreten.

Andi Kunz: “Wir sind nicht der Favorit”

In Gelnhausen werden die Karten wieder neu gemischt. Andi Kunz: “In Gelnhausen sind wir nicht der Favorit. Aber wir werden unsere Chancen suchen, versuchen clever zu spielen und das Spiel bis zum Schluss offen zu gestalten. Gelnhausen ist ein heißes Pflaster. Die Mannschaft spielt mit viel Tempo, bringt es taktisch auf den Punkt und sie steht nicht zufällig mit vier Punkten nach zwei Spielen da.” Er hofft, dass viele TVK-Fans den Weg nach Gelnhausen finden, “denn das würde unseren Jungs gut tun.”

Gelnhausens Trainer Matthias Geiger weiß, dass der Gegner sehr kampfstark ist und mit Linksaußen Levgen Zhuk, der letzte Saison in der Oberliga mit 236 Treffern Torschützenkönig wurde, einen sehr starken Spieler hat. “Kirchzell hat gegen starke Gegner gut mitgehalten und hätte in beiden Spielen auch gewinnen können. Sie sind eine kämpferische Mannschaft, die sich schwer abschütteln lässt. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen, gerade in einem Derby. Die Spiele sind immer hitzig, und wir müssen mindestens die Leistungen abrufen, die wir in den ersten Spielen gezeigt haben.“

Leon David freut sich auf die alten Kollegen

Einer, der sich sehr aufs Derby freut, ist TVG-Kreisläufer Leon David. Er hat sich während der Vorbereitung in einem Testspiel gegen Groß-Bieberau die Supraspinatus-Sehne an der Schulter angerissen und muss noch immer pausieren. Er hat erstmals wieder etwas mittrainiert – ohne Kontakt. Doch es dauert noch, bis er wieder spielen kann.  “Ich hätte sehr gerne gegen meinen alten Verein gespielt, aber wir wollen kein Risiko eingehen.”

Er freut sich, dass seine Mannschaft so einen tollen Start in die Saison hingelegt hat. “Es ist schön, dass Kirchzell wieder ein Teil der Liga ist und ich freu mich sehr, alle wieder zu sehen. Ich denke, dass das Match sicher extrem emotional werden wird und auch sehr kampfbetont. Wir haben einen breiten Kader und können toll durchrotieren, ohne dass ein Bruch ins Spiel kommt – und wir haben eine Euphorie unter unseren Fans entfacht. Besser kann es derzeit gar nicht laufen.” Gefragt nach dem Saisonziel, sagt Leon David: “Wir wollen auf jeden Fall einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.”

Er sowie Jonas Dambach fallen noch aus. Ob Jannik Geisler (grippaler Infekt) und Henrik Müller (Oberschenkelprobleme) wieder dabei sind, bleibt abzuwarten. Beim letzten Aufeinandertreffen in der dritten Liga siegte der TV Gelnhausen im April 2023 mit 31:25 gegen Kirchzell.

 

 

Das Bild von Leon hat uns Thomas Tamberg, TV Gelnhausen – @peal GmbH – zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, sind Hanau und Nieder-Roden gefordert. Die einen erwarten einen Top-Favoriten, die anderen müssen zum Tabellenführer.

 

Baggerseepiraten fahren nach Krefeld

Nachdem die ersten Pluspunkte der Saison in überzeugender Art und Weise eingefahren wurden, müssen die Rodgauer Handballer wieder auswärts antreten. Und dass es sich bei der kommenden Aufgabe um die wohl schwerste aller denkbaren in dieser Liga handelt, ist unbestritten. Beim selbsternannten Aufstiegskandidaten in Krefeld hängen die Trauben seit Jahren hoch, so auch am Samstag.

Der letztjährige Tabellenzweite hat vor der Saison das klare Ziel Meisterschaft formuliert und die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz belegt bereits derzeit den Platz, der nach den Vorstellungen der Krefelder auch ganz am Ende der Saison rausspringen soll. Dafür sorgen wird laut dem Sportlichen Leiter Stefan Meler ein erneut „signifikant verstärkter Kader – sowohl qualitativ als auch in der Breite“. Mit zwei Saisonsiegen sind die Seidenstädter optimal aus den Startlöchern gekommen, wobei gerade das Auftaktspiel gegen Aufsteiger Kirchzell lange spannend blieb. Wesentlich dominanter war dann der Auftritt in Aldekerk, bei dem man schon zur Halbzeit deutlich in Front lag und das Derby souverän für sich entscheiden konnte.

Die Baggerseepiraten haben beim ersten Spiel vor heimischem Publikum ihrerseits ebenfalls eine gute Leistung abgerufen. Gerade die aggressive und laufstarke Abwehr in Verbindung mit einem immer besser in Form kommenden Philipp Hoepffner sorgten für erfreute Gesichter im HSG-Lager. „Die Jungs haben sich toll präsentiert, allerdings wartet jetzt ein ganz anderes Kaliber. Da heisst es vor allem in der Offensive noch eine Schippe draufzulegen und die Chancenverwertung zu optimieren. Aber machen wir uns nichts vor: Krefeld ist klarer Favorit. Trotzdem wollen wir uns teuer verkaufen“, blickt HSG-Trainer Peter David mit einer gehörigen Portion Realismus voraus.

 

Heimduell mit einem der Top-Favoriten

Am Wochenende empfangen die Grimmstädter den Top-Favoriten Saase3Leutershausen in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Nach zwei Siegen zum Auftakt gehen die Mannen um Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Ritter mit breiter Brust in das Duell mit Gästen aus Mittelfranken, doch der Gegner gehört individuell zu dem Stärksten, was die Staffel zu bieten hat. „Wir dürfen uns nichts vormachen, da kommt am Samstag einer der Topfavoriten der 3. Liga nach Hanau“, bemerkt HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Das wird eine unglaublich schwierige Aufgabe, die wir nur gemeinsam  mit dem Blauen Block lösen können. Wir brauchen lautstarke Unterstützung von den Rängen, um dem Favoriten Paroli bieten zu können.“

Die Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen, die im Februar 2024 aus gleich vier Stammvereinen zusammengeführt wurde, gehört zu den ambitionierten Mannschaften der Staffel Süd-West. Während die Grimmstädter einen Start nach Maß feierten, tat sich S3L Handball am ersten Spieltag schwer und unterlag in Gelnhausen. Erst eine Woche später feierte das Team mit dem 35:32 gegen die Bergischen Panther den ersten Saisonerfolg. Dabei plagen die Mannschaft von S3L-Trainer Thorsten Schmid weiterhin Personalsorgen. „Davon dürfen wir uns aber auf keinen Fall blenden lassen“, meint Geist. „Leutershausen wird alles in die Waagschale werfen und mit Mann und Maus in Hanau auflaufen. Sie sind letzte Saison nicht ohne Grund Zweiter in der Abschlusstabelle der Staffel Süd geworden, die man immer etwas stärker einschätzen muss.“

Das Team von Saase3Leutershausen kennt Hanau bereits aus der Vorbereitung zur aktuellen Saison. Das Duell im August gewann die HSG knapp mit einem Tor. Spätestens zum Start des regulären Ligaspielbetriebs scheinen die Karten aber nun neu gemischt. Das letzte Mal im Rahmen eines Pflichtspiels trafen die beiden Teams im November 2019 aufeinander, damals gewann Leutershausen in Hanau. „Wir werden auf eine sehr agile und sehr kompakte 6:0-Deckung treffen, die wir gut in Bewegung bringen müssen, da Leutershausen dafür bekannt ist, den Angriff des Gegners dahin zu steuern, wo sie ihn haben wollen“, erklärt Geist. Dafür polt der HSG-Chefcoach seine Mannschaft auch für das Wochenende wieder auf maximalen läuferfischen Einsatz und konzentriertes Passspiel. „Wir wollen unsere Basics reinbringen und mit hoher Passgeschwindigkeit die Räume angreifen.“ Dass diese Herangehensweise gut funktionieren kann, dass bewies Hanau bereits gegen den TV Korschenbroich und das HLZ Friesenheim-Hochdorf II.

In der eigenen Abwehr bauen Geist und seine junge Mannschaft dann wieder auf leidenschaftliche Defensive. „Wir wollen fleißig sein, mit Armen und Beinen, um diesen extrem guten Rückraum dieser Angriffsmannschaft in den Griff zu bekommen.“ Mit Spielmacher Tim Götz, dem wurfstarken Sven Schreiber im Rückraum und dem brandgefährlichen Außen Fabian Schwarzer verfügt Leutershausen über reichlich Qualität. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir sehr hoch und intensiv verteidigen müssen, um so in unser Tempospiel zu kommen und nicht gegen diese massive Abwehr zu rennen“, so Geist abschließend.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Hannes Ocik, langjähriger Schlagmann beim Deutschland Achter, verkündete jüngst das Ende seiner sportlichen Laufbahn, in der er mit dem Deutschland-Achter viele Erfolge feierte. Hannes Ocik erzählt von seiner Zeit im Flaggschiff des deutschen Rudersports.

Hannes Ocik hat den Erfolgsweg des Deutschland-Achters viele Jahre lang geprägt. 2013 saß er zum ersten Mal im deutschen Ruder-Flaggschiff und gewann mit ihm zwei olympische Silbermedaillen (2016 und 2021), wurde dreimal Welt- und sieben Mal Europameister und stellte mit seinem Team 2017 in Posen die noch immer gültige Weltbestzeit im Achter (5:18,68 Minuten) auf. Der langjährige Schlagmann verkündete nun – nach insgesamt 20 Jahren Leistungssport – sein Karriereende mit den Worten „Ocik Out.“ Wir haben den 33-Jährigen um einen persönlichen Rückblick auf seine beeindruckende Karriere im Deutschland-Achter gebeten. Er erzählt auch, wie es für ihn weitergehen soll. Die Ocik8…

Meine wichtigsten Rennen

waren – bezogen auf den Druck, der auf den Mannschaften lastete – primär die beiden Olympia-Finals 2016 und 2021. Für mich persönlich wichtig war auch mein allererstes Rennen als Achter-Schlagmann. Das war 2015 beim Weltcup in Bled. Aber grundsätzlich waren – wie es Ralf Holtmeyer immer sagte – alle Rennen wichtig.

Meine emotionalsten Momente

hatte ich tatsächlich auf dem Rotsee in Luzern, weil es dort immer sehr knappe Rennen waren und wir in den Jahren 2013, 2015 und 2016 immer sehr knapp Zweiter geworden sind. Umso emotionaler war es, als ich persönlich 2017 das erste Mal mit dem Achter dort auf dem legendären „Göttersee“ gewinnen konnte. Das war auch wieder sehr knapp und hat mir sehr viel bedeutet.

Meine prägendsten Begegnungen

kann man gar nicht auf wenige Personen herunterbrechen. Die vielen Erfolge haben es mir ermöglicht, dass ich im deutschen Sport sehr viele Athleten aus anderen Sportarten kennenlernen durfte – etwa beim Ball des Sports, beim Sportler des Jahres, beim Sporthilfe Club der Besten oder natürlich auch bei den Olympischen Spielen. So beispielsweise Tennisprofi Jan-Lennart Struff, Uwe Gensheimer als Kapitän der Handball-Nationalmannschaft oder auch den Golfprofi Martin Kaimer. Von den Momenten mit diesen Persönlichkeiten habe ich sehr viel mitgenommen.

 Meine schönsten Medaillen

die ich mit dem Deutschland-Achter gewonnen habe: Natürlich sind alle schön, aber einen besonderen emotionalen Wert hat die, die man als Erstes gewinnt. Also für mich war der Gewinn der Silbermedaille 2013 in Chungju/Südkorea wunderschön. Ebenso die erste Goldmedaille, die ich bei einer Weltmeisterschaft gewinnen konnte – das war 2017 in Sarasota. Was bei mir hängengeblieben ist, dass wir nach der sehr schwierigen Zeit 2020/2021 in Tokio die Silbermedaille gewinnen konnten – und die ist übrigens auch optisch sehr, sehr schön.

Meine Zeit in Dortmund

war auch sehr prägend, mitunter sogar auch sehr abenteuerlich. Ich habe viele Athleten kennenlernen dürfen, wir haben viele witzige Abende zusammen verbracht. Fußball war immer ein großes Thema. Ich als Bayern-Fan hatte es natürlich nie leicht in Dortmund, aber ich glaube, wir konnten uns immer gut und lustig arrangieren. Ich war in fünf unterschiedlichen Wohnungen in Dortmund untergebracht und habe auch hier viel erleben dürfen. Das war eine tolle Zeit und auch dafür bin ich sehr dankbar.

Meine Ruderkollegen

im Deutschland-Achter: Ich bin überzeugt, dass ich enorm davon profitiert habe, dass ich im Herbst 2012 zu einer Mannschaft gestoßen bin, die vor Selbstbewussten nur so strotzte. Das war ein funktionierendes Team mit starken Charakteren – mit Richard Schmidt, Martin Sauer, Max Reinelt. Das hat mich von Anfang an sehr geprägt, beeindruckt und animiert, jeden Tag von denen lernen zu wollen. Aber auch die Jahrgänge, die danach kamen, haben mich beeindruckt. Wir konnten viele Erfolge feiern. Das hat immer Spaß gemacht und hat mich geprägt. Aber auch so manche Konfrontation war prägend und hatte den Lerneffekt, sich mit den Menschen auseinanderzusetzen. Das ist vielleicht das größte Gut, dass das Team Deutschland-Achter hat: die Athleten mit den unterschiedlichen Charakteren. Das war alles sehr cool, das möchte ich nicht missen. Das war mega.

Mein Dank

gilt grundsätzlich allen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Konkret erst einmal alle Trainer, die federführend dabei waren, aber auch das Team drumherum: Da möchte ich Markus Schmitz als Bootsmeister besonders hervorheben. Er hat den Laden immer am Laufen gehalten – genauso wie unser Geschäftsführer der Deutschland-Achter GmbH, Carsten Oberhagemann. Sie haben der Mannschaft immer den nötigen Support in ihrem jeweiligen Aufgabengebiet gegeben. Auch das gesamte medizinisch-therapeutische Team hat von Anfang an einen tollen Job gemacht. Ich hatte ja auch das ein oder andere Wehwehchen – da wurde ich immer gut aufgefangen.

 Meine Zukunft

Ich habe ja vor Kurzem geheiratet und werde jetzt erst einmal viel Zeit mit meiner Frau verbringen. Wir haben – gefühlt – einiges aufzuholen. Ich werde aber auch viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen, die ich wirklich lange nicht gesehen habe. Beruflich werde ich mich im nächsten Jahr etwas neu orientieren. Ich will mein Studium im Bereich SportManagement abschließen und dann im Bereich Management/Marketing gerne die ersten Berufserfahrungen sammeln. Ich liebäugle auch damit, mittelfristig in den Sport zurückzukehren – in welcher Funktion auch immer. Ich glaube, dass ich mit meiner Erfahrung als Leistungssportler und dem Wissen, das ich angereichert habe, dem deutschen Sport weiterhelfen kann. Das ist Zukunftsmusik, jetzt möchte ich erst einmal den Moment genießen.

 

Wir wünschen dem sympathischen Vollblut-Sportler alles Gute für seine Zukunft und sind froh, dass wir ihn so lange erleben durften!

 

Den Text hat uns Carsten Oberhagemann zukommen lassen – ebenso wie das Bild von Hannes. Vielen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Der Deutschland-Achter feierte beim 24. SH Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal einen guten Saisonabschluss. Der Olympia-Zweite aus den Niederlanden wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

Lest die Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann:

Mit einer cleveren Taktik und einem konstant hohen Tempo fuhr der Deutschland-Achter auf einen guten zweiten Platz beim 24. SH Netz Cup in Rendsburg und feierte am Nord-Ostsee-Kanal einen guten Saisonabschluss. Nur der Olympia-Zweite aus den Niederlanden war schneller. Die Boote aus Großbritannien und den USA kamen hinter dem deutschen Flaggschiff ins Ziel. „Wir haben gut als Team agiert. Mit diesem Abschluss vom Olympiazyklus sind wir sehr zufrieden“, sagte Schlagmann Torben Johannesen.

 „Das hat Spaß gemacht“

Der Deutschland-Achter teilte sich das Rennen gut ein. Die Crew ging das extrem langgezogene hohe Anfangstempo der anderen Boote am Startort Breiholz bewusst nicht mit und lag bei der ersten Backbord-Kurve auf Rang vier zurück. Steuermann Till Martini erkannte die Situation und lenkte das deutsche Großboot von der Steuerbord-Seite komplett hinüber auf die Backbordseite. Durch dieses Manöver ergab sich der nötige Platz, um mit dem Streckenschlag anzugreifen. Und innerhalb von zwei Kilometern zog der grüne Achter vorbei an den USA und Großbritannien. „Wir haben unserem Streckenschlag und Rhythmus vertraut. Die Männer haben alle zusammen gut und kontrolliert gearbeitet. Das hat Spaß gemacht“, meinte Martini, der die Steuerseile vom verhinderten Jonas Wiesen übernahm. Seine Rolle im Boot wurde hinterher von allen Seiten gelobt: „Till hat gute Ansagen gemacht und uns gut gepusht. Unser Plan, ein langfristig gleichmäßiges Tempo zu fahren, ist aufgegangen“, sagte Wolf Niclas Schröder.

Allein der holländische Achter, der mit sieben Ruderern antrat, die vor fünf Wochen noch olympisches Achter-Silber in Paris gewannen und entsprechend gut eingefahren auftrat, war nicht mehr einzuholen. „Wir haben uns das Podium vorgenommen und haben es mit einem taktisch guten Rennen geschafft. Es war ein insgesamt hartes, mit den Sprints und der Langstrecke sehr anspruchsvolles Wochenende“, erklärte Thomas Affeldt, der in Vertretung von Bundestrainerin Sabine Tschäge seine SH-Netz-Cup-Premiere feierte.

„Bei den harten Bedingungen sind wir unser Ding gefahren und haben als Team ein tolles Rennen abgeliefert“, bemerkte Max John und Sönke Kruse fügte hinzu: „Das war ein Maximum an Quälerei. Aber dafür sind wir ja auch hier. Dass wir gegenüber den Holländern den Kürzeren gezogen haben, ist keine Schande. Wir können in den kommenden Jahren daran arbeiten, dass wir am Ende die Besseren sind.“ Klar, dass die siegreiche Crew den ersten Erfolg eines holländischen Achters seit Bestehen der Veranstaltung ausgiebig feierte. Mit einer Tanzeinlage bei der Siegerehrung ging’s los…

Auch zweite Plätze beim Ergo- und Sprint-Cup

Beim Stadtwerke SH Ergo-Cup am Freitag belegten die Athleten aus dem Deutschland-Achter den zweiten Platz. Die Durchschnittszeit über die 500-Meter-Distanz betrug 1:20,2 Minuten. Hier war nur das Team USA (1:19,6) schneller und hatte sich damit die erste Wahl für die Bahn bei der Langstrecke gesichert; gefolgt von den Niederlanden (1:21,3) und Großbritannien (1:21,8). Den Ruder-Sprint-Cup am Samstag entschied die Niederlande für sich. Das eingefahrene Boot des Olympia-Zweiten fuhr über die ca. 350 Meter lange Strecke im Rendsburger Kreishafen zweimal die schnellste Zeit (51,76/52,00 Sekunden). Der Deutschland-Achter, der im ersten Rennen den zweiten (52,28) und im dritten Rennen (52,64) den dritten Platz belegte, wurde gemeinsam mit den USA Gesamt-Zweiter im Sprint; gefolgt von den Briten.

 

Ergebnis:
Achter, 12,7-Kilometer-Langstrecke SH Netz Cup in Rendsburg:

1. Niederlande 37:46,5 Minuten. – 2. Deutschland (Torben Johannesen, Wolf Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Max John, Tom Tewes, Sönke Kruse, Theis Hagemeister, Benedict Eggeling, Steuermann Till Martini) 38:01,5. –  3. Großbritannien 38:371. –  4. USA 39:12,4.

 

 

Das Archivbild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der zweiten Handball Liga musste der TV Großwallstadt zur weitesten Auswärtsfahrt zum VfL Lübeck-Schwartau fahren. Die Mannschaft machte sich bereits am Samstag nach einem morgendlichen Training mit anschließendem Mittagessen auf Richtung Hamburg, wo übernachtet wurde. Am Sonntag ging es dann das letzte Stück in die Lübecker Hansehalle. Vor 1307 Zuschauern und bei tropischen Temperaturen in einer schweißgeschwängerten Halle hieß es nach 60 Spielminuten 33:30 (16:15) für den VfL

Starke Vorstellung von Nils Kretschmer

Dabei war bis in die Schlussminuten nicht abzusehen, wer als Sieger das Parkett verlassen würde. Und am Ende stand so ein bisschen die Frage im Raum: Warum hat der TVG jetzt eigentlich verloren? Keiner der Gäste hatte so richtig eine Anwort darauf.

Die Neuzugänge Nils Kretschmer, Patrick Gempp und Max Horner spielten sehr stark auf. Vor allem Kapitän Nils Kretschmer ackerte hinten wie vorne und machte ein sehr starkes Spiel. Er übernahm Verantwortung, war variabel einsetzbar. Patrick Gempp und der Ex-Lübecker Max Horner machten ihre Sache richtig gut. Kuno Schauer agierte auf der Mitte, Dmytro Redkyn und Moritz Klenk begannen auf den Außenpositionen. Im Tor gab Trainer Michael Roth seinem Routinier Jan-Steffen Minerva den Vorzug vor Neuzugang Stefan Hanemann. Und alle machten ihre Sache gut. Trotzdem reichte es nicht. Bis auf Mario Stark waren alle dabei. Er musste noch passen, kuriert seine Fußverletzung aus und blieb zuhause.

Die Gäste übernahmen die Führung und blieben bis zur elften Minute mit ein/zwei Toren vorne. Danach fiel der 6:6-Ausgleich. Doch erneut ging der TVG in Front. Dies blieb so bis zur 24. Minute. Ab da an führte der VfL (12:11) und er brachte mit viel Routine und ein bisschen mehr Cleverness den knappen Vorsprung in die Pause. Mit 16:15 ging es in die Kabinen.

Wer kommt besser aus der Kabine?

Die Frage stellte sich nun, wer besser aus der Halbzeitpause kommen würde. Es waren die Hausherren, die schnell auf 19:16 erhöhten. Doch immer wieder Kretschmer, Redkyn, Horner oder Wullenweber hielten den TVG im Rennen (20:21). Mitte der zweiten Hälfte sah es allerdings so aus, als ob die Hausherren sich deutlich absetzen könnten (24:21). Der VfL war einen Tick besser in den Zweikämpfen und stand gut in der Abwehr.

Starker Einstand von Patrick Gempp

Doch der TVG war nicht gewillt, die Punkte in Lübeck zu lassen. Die Halle wachte in der Schlussphase auf, machte Rabatz und unterstützte ihre Spieler. Beim 30:28 für den VfL nahm Michael Roth seine letzte Auszeit, stimmte seine Jungs noch einmal ein. Er brachte den siebten Feldspieler und stellte den Gegner damit vor Probleme. Max Horner tankte sich durch, verkürzte bis auf einen Treffer. Es wurde wieder spannend und noch gab der TVG die Hoffnung auf wenigstens einen Punkt nicht auf. Am Ende waren es ein paar unglückliche Aktionen – auch von den Schiedsrichtern – die diese Hoffnung zunichte machten. Mit 33:30 gewann der VfL und der Gegner musste mit leeren Händen die lange Heimfahrt antreten.

Finn Wullenweber, der fünf Treffer beisteuerte, sagte: “Wir haben nicht die Abwehrleistung gezeigt, die wir uns vorgenommen haben und wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht. Es lief lange gut für uns, dann war der VfL etwas konsequenter und abgeklärter. Es waren wirklich Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden.”

Max Horner agierte sehr gut

Michael Roth, der unglaublich freundlich in Lübeck empfangen wurde und dem VfL artig zum Sieg gratulierte, sagte: “Lübeck hat gut geschoben und wir haben die Bälle dann nicht reingebracht. Es war ein Auf und Ab. Wir sind gut gestartet, hatten dann aber ein Problem mit den zweikampfstarken VfL Spielern. Wir kämpften uns immer wieder zurück, doch zum Schluss hat uns der Zugriff gefehlt. Es fehlt noch ein bisschen die Feinabstimmung. Trotz allem bin ich nicht ganz unzufrieden mit dem Spiel.”

Vfl-Trainer David Röhrig war natürlich sehr zufrieden mit den zwei Punkten und meinte: “Ich war zufrieden mit dem Angriff, wir waren super fokussiert. Doch das 7:6, das der TVG dannn spielte, brachte uns nochmal in Verlegenheit. Jetzt bin ich aber erst einmal froh über den glücklichen Sieg.”

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser.

 

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gab es für den TV Kirchzell nach der knappen Niederlage vergangener Woche beim Top-Favoriten Krefeld nun beim ersten Heimspiel der neuen Runde eine weitere Niederlage. Gegen die TSG Haßloch stand am Ende nicht nur ein 30:31 (12:14), sondern mit einhergehend auch eine große Enttäuschung von Trainer, Spieler und Fans.

Auch einen Tag danach war die Enttäuschung TVK-Trainer Alex Hauptmann ins Gesicht geschrieben. “Wir haben richtig gut trainiert, haben vergangene Woche in Krefeld ein tolles Spiel abgeliefert, bei dem uns am Ende etwas das Glück gefehlt hat. In unserem Spiel gegen Haßloch hingegen waren wir nicht wieder zu erkennen.”

Nach dem 2:2 in der dritten Minute übernahmen die Gäste das Zepter und führten mit 6:3. Zwar kam der TVK zum 7:7 (14.) heran. Doch wieder zogen die Haßlocher davon und gingen mit einer 14:12-Führung in die Pause. Bis dahin hatten die Hausherren schon mehr als sieben Freie versemmelt. Hinzu kam, dass Leistungsträger Tom Spieß bereits nach 20 Minuten verletzt raus musste. Trainer Alex Hauptmann wechselte auch schon frühzeitig seine Torhüter, brachte für Tobias Jörg Joshua Löffelmann. Er versuchte alles, doch irgendwie wollte es nicht besser werden.

Es wurde nicht besser

Nach dem Wechsel wurde es seitens des TVK nicht wirklich besser. In der 39. Minute stand es 19:15 für die Gäste, in der 48. Minute 25:20. Nun ging ein Ruck durch die Kirchzeller Mannschaft und sie holte Tor um Tor auf. 27:27 stand es in der 55. Minute. “Doch wir haben es nicht auf die Reihe gebracht”, sagte Alex Hauptmann. Zwar führten die Hausherren in der 59. Minute mit 30:29. Die TSG glich aus, der TVK nahm die Auszeit. In der 59.22 Minute musste Julius Herbert von der TSG vom Parkett und der TVK war in Überzahl. Es waren noch einige Sekunden zu spielen und die TSG nutzte die Zeit, um zum 31:30 einzunetzen.

 

Ievgen Zhuk war mit 12/5 Toren am erfolgreichsten, gefolgt von Joshua Osifo (5) und Jan Blank und Niklas Ihmer (je 4). Bei der TSG trafen Niklas Glindemann, Nicolas Herrmann und Yannik Muth am besten mit je 7 Toren.

 

 

 

Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Gelnhausen bei der HG Saarlouis einen Sensationssieg gelandet. Auch die HSG Hanau hat gewonnen und brachte aus Friesenheim-Hochdorf II die Punkte mit zurück. Die HSG Nieder-Roden gewann ihr Heiimspiel gegen Opladen.

 

 

TV Gelnhausen landet Sensationssieg

Der TV Gelnhausen hat vor 815 Fans in der Hermann-Neuberger-Halle in einem Herzschlagfinale gegen den großen Staffelfavoriten HG Saarlouis sensationell mit 36:34 (14:15) gewonnen. Es war ein Spiel voller Leidenschaft und Dramatik in dem das junge Team aus der Barbarossastadt Nerven wie Drahtseile bewies und am Ende die Nase vorn hatte. Mit 4:0 Punkten erwischt der TVG somit einen Start nach Maß in die neue Saison.

Nachdem der TV Gelnhausen in der Vorsaison gegen das ambitionierte Spitzenteam aus dem Saarland in beiden Spielen keine Chance hatte, zeigte dieser Auftritt, wie sehr sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger weiterentwickelt hat. Insbesondere beeindruckte das Urvertrauen in die eigene Stärke und die Fähigkeit, in der Crunchtime noch einmal einen Gang höher schalten zu können.

Cheftrainer Geiger strahlte nach der nervenaufreibenden Partie über das ganze Gesicht und hob stolz die kämpferische Leistung seiner Mannschaft hervor: „Wir haben von der ersten Minute an nicht locker gelassen und eine konstante Leistung gebracht. So ein Spiel nach der emotionalen Leistung letzte Woche gegen einen absoluten Topverein abzuliefern, ist einfach überragend.“

Von Beginn an ging es auf dem Spielfeld hoch her. Die HG Saarlouis erwischte mit ihrer starken Offensive einen guten Start, während der TVG, der ohne die verletzten Leon David und Jonas Dambach antreten musste, die Ruhe behielt und immer wieder Nadelstiche setzte. Es entwickelte sich ein Hin und Her, bei dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Saarlouis zeigte seine individuelle Klasse mit Spielern wie Lars Weißgerber und Yves Kunkel, die bis vor kurzem noch in der Bundesliga aktiv waren. In der elften Minute ging der Gastgeber durch einen Treffer von Muhamet Durmishi mit 4:3 in Führung und sollte bis kurz vor Schluss immer knapp die Nase vorn behalten.

Doch der TVG kämpfte verbissen, ließ sich nicht abschütteln und hielt sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung im Spiel. Fehlwürfe in der Offensive wurden postwendend mit unglaublich engagierter Abwehrarbeit wettgemacht. „Wir haben uns da nicht einschüchtern lassen und haben dagegengehalten“, erklärte Geiger und lobte die Moral seiner Mannschaft, die über die vollen 60 Minuten konstant ablieferte – etwas, was dem Team in der letzten Saison noch oft schwerfiel.

Und so konnten die Gastgeber aus dem Saarland zwar im Verlauf der Partie immer wieder in Führung gehen, sich jedoch nie entscheidend absetzen. Mit 15:14 für Saarlouis ging es in die Halbzeitpause.

TVG schaltete einen Gang höher

Nachdem Lars Walz von der HG Saarlouis zu Beginn der zweiten Spielhälfte nach einem Foul an Silas Altwein die rote Karte sah, wurde später auch Lasse Georgi auf Seiten des TVG nach seiner dritten Zeitstrafe in der 42. Minute des Feldes verwiesen. Georgi holte sich dabei zwei Zweiminutenstrafen hintereinander ab, so dass der TVG in der Folgezeit vier Minuten in Unterzahl agieren musste. Saarlouis agierte weiter mit viel Qualität und ging kurz nach Georgis Herausstellung mit 24:22 in Führung.

Doch anstatt nun auseinanderzubröckeln, schaltete der TVG noch einmal einen Gang höher. Insbesondere Kapitän Malolepszy ging in dieser Phase voran. Der Spielmacher der Rotweißen erzielte die nächsten vier Treffer für den TVG und egalisierte kurz nach Ablauf der vierminütigen Unterzahl zum 26:26. Saarlouis konterte erneut und ging abermals in der 48. Minute mit zwei Toren in Führung (28:26). Doch der TV Gelnhausen hatte an diesem denkwürdigen Abend endgültig Blut geleckt. Malolepszy, der eiskalt alle seine neun Siebenmeter verwandeln konnte, und Fynn Hilb, der in Eins-gegen-Eins-Situationen immer wieder Lösungen fand, und Co. ließen zum Erstaunen der Gastgeber einfach nicht locker.

Ab der 51. Minute sollte sich das Pendel ganz langsam zugunsten des TVG neigen. Malolepszy brachte seine Farben erstmals seit der sechsten Minute wieder in Führung. (29:28). Vorausgegangen war ein Foul an Max Bechert nach schönem Anspiel von Altwein. „Wir haben uns durch wahnsinnig bissige Eins-gegen-Eins-Aktionen tolle Wurfsituationen erarbeitet und diese auch genutzt“, sagt Geiger.

Saarlouis gelang es zwar, den Spielstand noch einmal zu drehen und mit 32:31 in Führung zu gehen, doch dann vernagelte Keeper Alex Bechert mit zwei tollen Paraden den Kasten und seine Vorderleute zeigten im Angriff weiterhin keine Nerven. Mit einem 3:0-Lauf ging der TVG mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die letzte Spielminute und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Felix Reinhardt setzte drei Sekunden vor Schluss mit seinem Tor zum 36:34 den Schlussakkord in einem Spiel, das die Fans des TV Gelnhausen so schnell nicht vergessen werden.

Eine überragende Teamleistung krönten Kapitän Malolepszy (12) und Hilb (8), die die meisten Treffer für den TVG erzielten. Auf der anderen Seite waren Lars Weißgerber und Elyas Noh mit sieben Toren die besten Werfer für Saarlouis.

„Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn wir über die vollen 60 Minuten konzentriert spielen und nicht locker lassen. Es war ein sehr schnelles Spiel mit vielen Toren, aber wir haben uns nicht einschüchtern lassen. Die Jungs haben heute wirklich eine reife Leistung abgerufen, und ich hoffe, dass wir das jetzt auch emotional schnell verarbeiten können. Ab Montag geht der Blick schon wieder nach vorne“, sagte Geiger.

 

 

HSG-Auswärtssieg in Hochdorf

Gelungener Start in die neue Spielzeit für die HSG Hanau. In der Staffel Süd-West hat die Mannschaft um Kapitän Max Bergold in der zweiten Saisonpartie direkt den zweiten Sieg feiern können. Am Samstagabend gewannen die von Hannes Geist trainierten Grimmstädter auswärts mit 32:29 (17:16) gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II. Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung beim Heimauftakt gegen Korschenbroich überzeugte auch in Badem-Württemberg vor allem das starke Kollektiv der Spielgemeinschaft. „Wir wussten was uns zukommt und dass diese Partie eine schwere Herausforderung für uns wird“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist.

Die Zweitligareserve der Eulen Ludwigshafen machte es den Grimmstädtern wie erwartet keineswegs einfach. Zwar brachte Luca Braun die HSG mit 1:0 schnell in Führung, doch in der Folge drehte Friesenheim-Hochdorf II die Partie und ging selbst mit 6:4 in Front. „Wir haben uns in dieser Phase das Leben selbst etwas schwer gemacht“, bemerkte Geist. „Wir hätten vor dem Tor einfach konsequenter spielen oder den Ball noch eine Station weiterlaufen lassen müssen.“ Nach rund 10 Minuten besorgte aber Paul Hüttmann, unter dem lautstarken Jubel der mitgereisten Hanauer Fans den 6:6-Ausgleich und in der 17. Minute netzte Kreisläufer David Rivic zur 10:9-Führung ein.

Zusammen mit Goalgetter Cedric Schiefer (7 Treffer) präsentierte sich Rivic in bestechender Frühform und wurde oft von seinen Mitspielern mustergültig in Szene gesetzt. In der 23. Minute war es dann an Kapitän Bergold, der die HSG per Siebenmeter erstmals mit zwei Toren in Führung warf. Gegen Ende der ersten Halbzeit erspielte sich Hanau nun immer mehr Vorteile und nahm beim 17:16 einen knappen Vorsprung mit in die Pause. Für die Partie hatte der Hanauer Coach fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können. Nur Nils Schröder verpasste das Auswärtsspiel, dementsprechend ging das starke Kollektiv wie immer auf hohes Tempo und schnelles Umschaltspiel.

Hannes Geist lobte sein Team

„In die zweite Halbzeit sind wir dann sehr gut gestartet“, lobte Geist sein Team. „Leider haben wir es aber nach dem 24:21 in der 40. Minute nicht geschafft, auf vier Tore wegzuziehen und so wurde es am Ende noch einmal unnötig spannend.“ Cedric Schiefer war es zuvor gewesen, der mit seinem fünften und sechsten Tagestreffer das letzte Spieldrittel eingeleitet hatte. Das Handballleistungszentrum steckte aber keineswegs auf und verkürzte in der 43. Minute wieder auf 23:24. Geist legte die grüne Karte auf den Tisch. Die Mannschaftsansprache zeigte ihre Wirkung, denn in der Folge erhöhten Julian Fulda und Sommer-Neuzugang Theo Surblys wieder auf zwei Tore für die Grimmstädter. Über das 27:27 (54.) des HLZ, welches sich weiterhin nicht abschütteln ließ, blieb die Partie aber bis zum Ende hin spannend. Nachdem erneut Rivic souverän zum 30:28 verwertet hatte (58.), kam Friesenheim-Hochdorf II ein letztes Mal heran.

Doch das HLZ hatte seine Rechnung ohne Sebastian Hein gemacht: Den 18-jährigen Rechtsaußen hatte Geist in den letzten zehn Minuten wieder für den völlig ausgepowerten Paul Hüttmann in die Partie geworfen. Der Youngster dankte es ihm, indem er zunächst ein wichtiges Stürmerfoul zog, dann selbst im Angriff sicher zum 31:29 (59.) verwertete und so den Hausherren die Chance auf den Anschlusstreffer nahm. Der Schlussakt gebührte dann Dennis Gerst, der an seinem Geburtstag erneut auf der Mittelposition zum Einsatz kam und den 32:29-Endstand erzielte.

 

 

Verdienter Heimsieg der HSG

Gut erholt von der Auftaktniederlage beim Longericher SC präsentierten sich die Rodgauer am Samstag in der heimischen RODAUSTROM Sportarena. Vor gut 400 Zuschauern ließen die Spieler um Kapitän Flo Stenger nichts anbrennen und sicherten sich dank einer bärenstarken Abwehrleistung mit 28:21 (13:8) die ersten Pluspunkte der Saison.
Der Start in die Partie verlief etwas holprig, schnell lag man mit 0:2 im Hintertreffen und zusätzlich bekam Abwehrchef Wunderlich auch noch eine Strafzeit aufgebrummt. Doch davon zeigten sich die Baggerseepiraten unbeeindruckt. Schopper mit einem Doppelschlag, ebenso wie der treffsichere Brühl von Linksaussen stellten die Anzeigetafel auf 4:3. Diese Führung wurde im Verlauf der ersten Halbzeit weiter ausgebaut, auch eine Auszeit des TuS Opladen brachte die Hausherren nicht aus dem Konzept. Grundstein für die zunehmende Überlegenheit war eine überragende Defensivleistung in Kombination mit einem erneut bärenstark haltenden Philip Hoepffner. Der setzte nach einer Parade  auch noch den pfeilschnellen Brühl mit einem Traumpass in Szene und erntete dafür Standing Ovations. Gegen das Abwehrbollwerk fanden die Gäste aus Leverkusen kaum ein Mittel und so war es nur folgerichtig, dass die Baggerseepiraten beim Halbzeitpfiff der unauffällig gut leitenden Unparteiischen schon mit 13:8 in Führung lagen.

Nach Wiederbeginn das gleiche Bild

Auch nach dem Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern bei tropischen Temperaturen meistens das gleiche Bild. Die Gäste suchten vergeblich die Lücke in der kampfstarken HSG-Deckung, wurden mehrfach ins Zeitspiel gezwungen oder leisteten sich einige technische Fehler. Die wurden von den Rodgauern postwendend bestraft. Nun waren es vor allem Sam Hoddersen und Ben Seidel, die das Spiel der Hausherren prägten. Sehr zur Freude der Fans erwischte Seidel einen absoluten Sahnetag, stand in der Abwehr äußerst stabil und avancierte mit sechs Toren auch noch zum erfolgreichsten Schützen der Partie. Spätestens beim 20:11 in der 42. Minute war die Frage nach dem Sieger beantwortet. Jetzt konnte Trainer Peter David munter durchwechseln und jeder Spieler bekam seine Einsatzzeiten, ohne dass ein Qualitätsverlust sichtbar wurde. Letztendlich stand nach 60 schweisstreibenden Minuten ein souveräner 28:21-Heimsieg zu Buche, der für ein ausgeglichenes Punkteverhältnis sorgt. Auch der Sportliche Leiter Marco Rhein zeigte sich zufrieden mit der Leistung: „Für uns war es wichtig, wieder eine stabile Defensive hinzubekommen. Die Jungs haben heute bravourös gekämpft, jeder war bereit den Schritt mehr zu gehen und auszuhelfen, das hat wirklich Spaß gemacht beim Zuschauen.“

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende startet die zweite Handball Liga in die neue Saison und die Vorfreude ist groß. Auch der TV Großwallstadt freut sich auf sein erstes Spiel der neuen Runde. Für die Mannschaft von Trainer Michael Roth geht es in den hohen Norden. Am Sonntag um 17 Uhr werden der VfL Lübeck-Schwartau und der TVG aufeinandertreffen. Der TVG startet bereits am Samstag in Richtung Norden, um sich optimal auf das erste und zugleich weiteste Spiel der Saison einzustimmen. Mit Zwischenstopp in Hamburg treffen die Roth-Schützlinge dann am Sonntag in der Hansehalle ein.

Die Mannschaften haben die Vorbereitung abgeschlossen und sind bereit, sich den Herausforderungen zu stellen. Beim TVG haben sich fünf Spieler nach der Spielzeit 2023/24 verabschiedet. Aber der TVG konnte sich auf neue Gesichter freuen. Stefan Hanemann, Patrick Gempp, Romas Aukstikalnis, Nils Kretschmer, Maximilian Horner und Joel Zimmer werden im neuen Kader stehen. Hinzu erhalten Konstantin Knabe (TVG U23), Emil Shchurov (TVG Akademie) und Niklas Ihmer (TV Kirchzell) ein Zweitspielrecht.

Dem Verein ist es gelungen gute Leute zu holen. „Kreisläufer Patrick Gempp soll mit Rückraumspieler Nils Kretschmer den Innenblock bilden. Linkshänder Max Horner tut uns gut und Stefan Hanemann wird zusammen mit Jan-Steffen Minerva ein starkes Torhüter-Duo bilden”, sagt Geschäftsführer Michael Spatz. Die Jungen wie Redkyn oder Aukstikalnis vervollständigen die Mischung zwischen Routiniers und Youngsters. Michael Spatz ist überzeugt, dass der TVG einen deutlich stärkeren Kader hat als zuletzt und möchte wieder an die Leistungen der vergangenen Hinrunde anknüpfen.

Zuwachs im Trainerteam

Doch nicht nur bei den Spielern hat der TVG zugelegt. Auch im Trainerteam gibt es Zuwachs. Neben Chefcoach Roth und Co-Trainer Povilas Babarskas steht Ludwig Anders als Athletik-Trainer zur Verfügung. Neu dabei ist Thomas Bolling als Torhüter-Trainer. Im medizinischen Bereich gibt es ebenfalls eine Veränderung. Für den langjährigen Mannschaftsarzt Dr. Jörg Petermann wird dem Team nun das Ärzte-Ehepaar Dr. Manuel Bachmann und Jana Vorbeck zur Seite stehen. Im physiotherapeutischen Bereich wurde die Betreuung verdreifacht. Desweiteren wurden die Strukturen auf der Geschäftsstelle angepasst. 

Der Etat des TVG ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Während in der Saison 2017/18 noch ein niedriger sechsstelliger Betrag für die Lizenz ausreichte, beträgt das Budget nun stolze 1,8 Millionen Euro. Und es ist dem TVG gelungen, ein führendes Unternehmen in der Sicherheits- und Datentechnik-Branche mit Sitz in Aschaffenburg, die Firma Gleich GmbH, für mindestens drei Jahre als Partner zu gewinnen. Der neue Partner wird sich mit einer mittleren sechsstelligen Summe einbringen. „Wir haben unseren Etat die letzten Jahre kontinuierlich weiter entwickelt und mit unserem neuen Partner gehen wir in Richtung zwei Mio Euro“, so Michael Spatz stolz.

Es ist angerichtet

Es ist also angerichtet beim TVG. Ein großer Wermutstropfen war jüngst die Not OP von Michael Roth. Der 62-Jährige hatte Anfang des Jahres seine in 2017 eingesetzte künstliche Hüfte in einer aufwendigen Operation ersetzt bekommen. Nun wurde beim Check-up festgestellt, dass erneut ein Keim aufgetreten ist, der eine sofortige OP notwendig machte. Jetzt gab es Entwarnung und der Coach wird wohl bald wieder an der Seitenlinie stehen. Zwar beeinträchtigten die Verletzungen von Schalles (Handbruch) und Horner (Muskelbündelriss seitliche Bauchmuskulatur) den Fluß der Vorbereitung. Trotz allem gibt der TVG für die neue Runde einen einstelligen Tabellenplatz aus. „Wir müssen jetzt vor allem sportlich den nächsten Step gehen“, so Michael Spatz.

Schalles und Horner sind wieder fit. Einzig Mario Stark laboriert noch immer an seiner Fußverletzung. “Bei ihm wird ess noch ein, zwei Wochen dauern. Dann ist auch er wieder fit”, ist sich Trainer Michael Roth sicher. Froh ist er, dass Patrick Gempp wieder voll einsatzfähig ist. “Hier hat sich die Geduld ausgezahlt. Natürlich engte das die Vorbereitung etwas ein und es beeinträchtigte die Abläufe. Aber wir konnten uns Woche für Woche steigern”, so Roth. Eine gute Verstärkung sieht er auch in Nils Kretschmer, der die Fäden gut in der Hand hält. Und auch auf der Torhüter-Position ist der Chefcoach sehr zufrieden. “Es gibt nicht mehr die klassische Nummer eins. Diese hatten wir im letzten Jahr mit Petros Boukovinas. Er war ein excellenter Torhüter. Aber jetzt haben wir wieder zwei tolle Typen im Tor und zusammen mit unserem Torhüter Trainer Thomas Bolling klappt das super.”

Dem Spiel in Lübeck sieht Michael Roth gelassen, aber auch mit Freude entgegen. Er hatte ihnen vor gar nicht allzu langer Zeit als Feuerwehrmann den Ligaerhalt gerettet und kennt den Verein sehr gut. Die VfL-Fans werden ihn sicher mit viel Applaus empfangen. Trotz allem warnte er seine Spieler vor der hitzigen Atmosphäre der Hansehölle. Dort ist alles möglich – von Sieg bis Niederlage. “Der VfL hatte einige Abgänge, hat sich aber gut ergänzt. Ob sie durch ihre skandinavische Kooperation besser geworden sind, werden wir spätestens am Sonntag sehen”, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Max Horner freut sich auf ein Wiedersehen

Max Horner freut sich auf seinen alten Verein, möchte aber gerne die Punkte mit an den Untermain nehmen

Einer im Team von Michael Roth freut sich auf ein Wiedersehen mit Lübeck. Max Horner hat zwei Jahre beim VfL gespielt und kennt das Umfeld gut. Der gebürtige Augsburger hat sich mittlerweile in Großwallstadt gut eingelebt und sagt: “Gerade am Anfang der Vorbereitung haben wir ja arg aufeinander gehockt unnd konnten uns gut kennen lernen. Es sind alles gute Jungs, alle sind sehr offen und ich habe mich ganz schnell eingelebt.” Er sagt, dass Lübeck eine sehr schöne Stadt ist und er sich dort sehr wohl gefühlt hat.

Doch nun ist er wieder näher an seiner Heimat dran – und das gefällt ihm auch gut. Während der Vorbereitung hat er sich einen Muskelfaserriss am Bauch geholt und musste einige Zeit pausieren. Doch jetzt ist alles wieder gut und er fiebert dem ersten Spiel der neuen Saison entgegen. “Ich freu mich, dass ich meinen alten Verein gleich zu Beginn der Saison wieder sehe. Diesmal zwar als Gast, aber trotzdem.” Er weiß, dass der VfL ein sehr junges Team hat, das durch seine Schnelligkeit besticht. Beim TVG gibt es eher größere Spieler, die sehr kompakt stehen. Nach seinen Wünschen gefragt, sagt der sympathische Sportler: “Ich wünsch mir einfach, dass wir gut in die Saison starten. Da wäre schonmal der Druck weg. Aber das schöne ist, alle Mannschaften fangen am Wochenende bei “Null” an…”

Bruder-Duell

Nicht nur auf dem Handball-Feld eine Größe. Nils Kretschmer beherrscht auch das Golfspiel sehr gut

Einer, der sich auch auf Lübeck freut, ist Neuzugang Nils Kretschmer. Er wird beim VfL auf seinen Bruder Finn treffen, der schon seit 2018 in Lübeck spielt. Beide sind in Lübeck geboren. Von daher ist schon eine besondere Verbindung zu Land und Leuten da.

Und lustigerweise hat TVG-Kapitän Nils Kretschmer in seinem letzten Spiel der abgelaufenen Saison für den HC Elbflorenz gegen seinen Bruder gespielt. Nun trifft er im ersten Spiel der neuen Runde wieder auf Finn, der ebenfalls die Kapitänsbinde trägt, aber diesmal im TVG-Trikot.

 

 

Die Bilder hat uns der TVG zur Verfügung gestellt.

Vielen Dank dafür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell sein erstes Heimspiel der Saison vor der Brust. Nach der knappen Niederlage beim Top-Favoriten HSG Krefeld empfangen die Odenwälder nun die TSG Haßloch am Samstagabend in der Miltenberger Realschulhalle.

Die Mannschaft der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz kam zwar ohne Punkte aus Krefeld zurück, doch so richtig enttäuscht war keiner. “Wir haben – bis auf ein paar Kleinigkeiten – gut gespielt. Schade, wie es die letzten Minuten gelaufen ist” so Alex Hauptmann. Es lief nicht so rund und auch die Schiedsrichter waren in der Schlussphase nicht ganz souverän.

Egal wie, am Samstag kommt die TSG Haßloch zu Besuch. Die Mannschaft von Trainer Michael Übel hat einige Neue in ihren Reihen, aber auch “Altgediente” wie Torhüter Marco Bitz. Spielmacher Yannnik Muth, Kreisläufer Julius Herbert oder Außen Maximilian Zech – um nur einige zu nennen – stellen eine sehr kompakte Abwehr und sind keinesfalls zu unterschätzen. Gegen den starken Gegner Saarlouis gab es zwar eine 27:34-Niederlage. Doch bis zum 27:27 in den Schlussminuten war die Partie völlig ausgeglichen, ehe Saarlouis am Ende seine Überlegenheit ausspielte.

“Ich bin begeistert von meiner Mannschaft. Sie war bereits am Montag im Training unglaublich fokussiert und konzentriert, alle sind gut drauf und wir hoffen, dass unsere Fans uns wieder so toll unterstützen, damit die ersten Punkte eingefahren werden können”, so Alex Hauptmann.

 

Das Bild von Antonio Schnellbacher hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gab es vergangene Woche lachende und etwas traurige Gesichter. Während Gelnhausen und Hanau die ersten Punkte auf die Habenseite brachten, gingen Nieder-Roden und Kirchzell leer aus. Dieses Wochenende geht die Punktejagd weiter und während Hanau und Gelnhausen auswärts antreten, haben Kirchzell und Nieder-Roden daheim ihren Auftritt.

 

Baggerseepiraten erstmals vor heimischem Publikum

Nach der Auftaktniederlage beim Longericher SC war das Stimmungsbarometer an Bord der Baggerseepiraten kurzzeitig auf niedrigem Niveau. Zu sehr ärgerte es das Team um den neuen Spielführer Flo Stenger, dass es neben einer sehr ordentlichen Leistung knapp zehn schwache Minuten im eigenen Spiel gab. Rund um den Halbzeitpfiff gelang den Rodgauern nicht viel und das Spitzenteam aus Longerich nutzte das eiskalt aus, um am Ende einen verdienten Heimsieg einzufahren.

Jetzt wollen es die Rodgauer besser machen und mit dem TuS Opladen stellt sich am Samstag ein Gegner in der RODAUSTROM Arena vor, gegen den die HSG in der abgelaufenen Saison zweimal knapp gewann. Zuletzt im Mai, als  beim 32:29 vor heimischer Kulisse die Qualifikation für den DH-Pokal unter Dach und Fach gebracht wurde. Doch die Siege aus der Vergangenheit nutzen in der Gegenwart bekanntermaßen recht wenig. So müssen sich die Baggerseepiraten wieder auf einen harten Kampf einstellen, denn die Gäste aus Leverkusen kommen mit dem Rückenwind eines Auftaktsieges gegen Aldekerk. Immerhin acht Abgänge musste der Tabellenneunte der Vorsaison verkraften, aber offensichtlich ist die junge Mannschaft (Schnitt knapp 23 Jahre) auch in dieser Saison sehr schlagkräftig. „Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung, müssen vor allen Dingen die paar einfachen Fehler abstellen, die immer sehr weh tun“, gibt der Sportliche Leiter Marco Rhein die Marschrichtung vor. Potential ist auf Seiten der Rodgauer genügend vorhanden, jetzt gilt es, an der Konstanz zu arbeiten.

 

 

TV Gelnhausen beim Tabellenführer Saarlouis gefordert

„Wir haben keine Chance, aber wir versuchen sie zu nutzen.“ So in etwa könnte das Motto für den TV Gelnhausen lauten. Am Samstagabend steht für die Barbarossastädter das erste Auswärtsspiel der neuen Saison auf dem Programm. Dann geht es für die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Geiger zum nächsten Titelaspiranten und Angstgegner HG Saarlouis.

Der aktuelle Tabellenführer aus dem Saarland hat sein Auftaktspiel mit einem überzeugenden 34:27-Auswärtssieg bei der TSG Haßloch gewonnen und gleich zum Saisonstart seine Klasse unter Beweis gestellt. In der Vorsaison gab es für den TV Gelnhausen gegen den ehemaligen Zweitligisten in zwei Spielen nichts zu holen. In Saarlouis gab es damals mit 22:33 sogar die höchste Saison-Niederlage.

Saarlouis zählt auch in dieser Saison zu den Top-Favoriten der Liga. Im vergangenen Jahr belegten die Saarländer den vierten Platz und haben sich im Sommer gezielt verstärkt und noch einmal mächtig Qualität hinzugewonnen. Mit Yves Kunkel hat sich ein ehemaliger deutscher Nationalspieler dem Klub angeschlossen. „Saarlouis ist eine absolute Topmannschaft, wenn nicht die stärkste Mannschaft der Liga neben Krefeld“, sagt daher TVG-Coach Geiger. „Auch wenn sie beim ersten Spiel gegen Haßloch anfangs etwas ins Hintertreffen geraten sind, haben sie danach eindrucksvoll zurückgefunden und in den letzten 40 Minuten nur noch 13 Tore zugelassen.“ Dies zeigt die Qualität und Anpassungsfähigkeit des Teams, das sich als ernstzunehmender Aufstiegskandidat in der Liga präsentiert.

Der TVG hat also nichts zu verlieren und kann nach dem starken 27:23-Heimerfolg gegen Saase3 Leutershausen ebenfalls mit breiter Brust in die Partie gehen. „Wir wissen um die Stärke von Saarlouis, aber wir haben auch gesehen, dass wir gegen sie eine Chance haben können“, betont Geiger mit Blick auf die 29:35-Heimniederlage in der Vorsaison, als es bis zum Schluss spannend blieb. „Wir müssen unsere Fehlerquote minimieren und unsere Abwehrleistung auf ein hohes Niveau bringen.“

Die Barbarossastädter wollen die starke Leistung aus dem Auftaktspiel gegen Leutershausen bestätigen und in Saarlouis ein gutes Ergebnis erzielen. „Um gegen Saarlouis eine Chance zu haben, müssen wir aggressiv verteidigen und unser Tempospiel weiter verbessern“, fordert Geiger. „Besonders müssen wir auf ihre Rückraumspieler Paetow und Becker achten, die in der Offensive eine große Gefahr darstellen. Wenn wir es schaffen, die Defensive kompakt zu halten und im Angriff effizient zu agieren, können wir ihnen das Leben schwer machen.“

Personell hat der TVG allerdings noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Jonas Dambach und Leon David fallen weiterhin verletzungsbedingt aus, was die Kaderoptionen für Geiger einschränkt.

 

Hanau mit Selbstvertrauen nach Hochdorf

Eine Woche nach dem erfolgreichen Auftakt in die Saison steht für die HSG Hanau das erste Auswärtsspiel an. Am Samstagabend treffen die Grimmstädter im Sportzentrum TV Hochdorf auf das HLZ Friesenheim-Hochdorf II. Der Auftakt ist dem HSG-Team um Kapitän Max Bergold bereits geglückt, nun wollen die Jungs den nächsten Schritt machen.
„Wir treffen auf eine Mannschaft, mit der wir uns nun schon seit Jahren duellieren“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist. Dabei hat Hanau mit der Zweitliga-Reserve der Eulen Ludwigshafen noch eine Rechnung offen, denn beim letzten Aufeinandertreffen errang das HLZ beide Punkte in der Main-Kinzig-Halle.

„Sie haben sich im Vergleich zum letzten Jahr auch noch einmal verstärkt“, meint Geist mit Blick auf die HLZ-Neuzugänge Roy James, Alexander Kubitschek und Lennart Cotic. Letzter zeigte sich bereits beim Saisonauftakt beim den Bergischen Panthern mit zwölf Treffern in starker Frühform. Vor dem Hintergrund des baldigen Saisonbeginns in der zweiten Liga bleibt aber abzuwarten, wie Friesenheim-Hochdorf II am Samstagabend gegen die Grimmstädter auflaufen wird.

Es war ein gelungener Start am vergangenen Wochenende gegen den TV Korschenbroich. In der Hanauer Main-Kinzig-Halle ließen Ritter, Braun & Co. über 60 Minuten nichts anbrennen und führten zwischenzeitlich sogar mit neun Toren. Am Ende gewann die HSG-Sieben mit 34:29 und feierte so die ersten beiden Punkte der neuen Drittligasaison.
„Mit unserem Sieg in der vergangenen Woche haben wir Selbstvertrauen gesammelt. Wir freuen uns auf die Herausforderung“, so Geist.

In Hochdorf trifft Hanau auf eine sehr kompakte 6:0-Deckung, hinter der ein erfahrener Roko Peribonio schon gegen die Panther das Tor vernagelt und so die Grundlage für einen 24:23-Auftaktsieg legte. Gegen diese Defensive müssen wir konsequent abschließen“, fordert Geist von seiner jungen Mannschaft, die in der letzten Woche noch die eine oder andere Chance liegen ließ. „Wir wollen ihre Abwehr in Bewegung setzen, viel Rotation in unser Spiel bringen und ein gutes Rückzugsverhalten zeigen,“ so der Coach. Gegen den wurfstarken Rückraum der Hausherren dürfte auf Hanau auch in der Abwehr reichlich Arbeit zukommen. „Bis zum Spieltag wollen wir eine gute Grundlage legen und in Hochdorf mit konsequenter Abwehrarbeit überzeugen“, meint Geist. „Die Jungs haben richtig Bock auf die erste Auswärtsaufgabe und freuen sich über jeden Fan des Blauen Blocks, der den Weg mit uns nach Hochdorf macht.“

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke dafür.