Handball – 2. Liga: Mit einer sehr starken Mannschaftsleistung eilte der TV Großwallstadt zum nächsten Sieg

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der TV Großwallstadt hat in der zweiten Handball-Bundesliga auch in seinem dritten Spiel überzeugt und steht nun aktuell mit 6:0 Punkten auf einem überragenden zweiten Tabellenplatz. Die gut 1300 Zuschauer sahen einen unglaublich engagiert aufspielenden TVG – und dieses Auftreten macht Lust auf mehr.

Es war nicht verwunderlich, dass TVG-Geschäftsführer Michael Spatz die Freude ins Gesicht geschrieben stand, als er nach dem Abpfiff sagte: „Ich bin einfach nur begeistert! Hut ab vor der Leistung dieser Mannschaft. Die Abwehr, zusammen mit unserem Torhüter Jan-Steffen Minerva, ist einfach Klasse. Drei Spiele – drei Siege – besser geht es nicht.”

Nach dem 26:23-Erfolg gegen den Erstliga-Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke wollten die Freudentänze auf dem Parkett und der Applaus für die Mannschaft von TVG-Trainer Igor Vori kein Ende nehmen. „Wir sind heute einmal mehr über die Emotionen, aber auch über den Kopf gekommen. Jeder hat Bock alles zu geben und die Jungs haben viel Selbstvertrauen. Das ist Igor Vori geschuldet. Ich freu mich auch sehr, dass der von uns zusammengestellte Kader so gut passt“, brachte es Michael Spatz auf den Punkt.

Mit Spannung erwartete Partie

In der mit Spannung erwarteten Partie gegen einen der Favoriten der zweiten Liga gehörte das erste Tor den Gästen. Jo Geritt Genz, der seine Karriere bei den TVG-Junioren begann, netzte zum 1:0 ein. Dies sollte die erste und einzige Führung für sein Team gewesen sein. In der Folge erhöhten die Hausherren auf 3:1 und unternahmen beim 5:3 und 8:6 bereits die ersten Ausreißversuche. In der 24. Minute betrug der Abstand dann drei Treffer (10:7) durch zwei wunderschöne Tore in Folge von Kreisläufer Dino Corak. Schon hier zeigte sich, dass die Gäste mit der 5:1-Deckung des TVG nicht gut zurecht kamen. Hinzu kam ein erneut bärenstarker Jan-Steffen Minerva im Tor.

Kapitän Florian Eisenträger beim Wurfversuch

Kein Wunder, dass Rückraumhüne Finn Wullenweber sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute wieder die brutal gute Abwehr mit einem Weltklassetorhüter Bruno (Spitzname von Jan-Steffen Minerva, Anm. d. Red.). Wir haben bisher Woche für Woche gezeigt, dass wir als Mannschaft gut funktionieren und kämpfen bis zum Schluss.“  Zwar zeigten sich kurz vor der Pause ein paar Flüchtigkeitsfehler beim TVG, die der TuS gut ausnutzte. Doch näher als ein Tor kamen die Gäste nicht heran. Nach dem 12:11-Anschlusstreffer durch den körperlich präsenten Kreisläufer Leos Petrovsky ging es zunächst einmal in die Pause. Einen kleinen Wermutstropfen gab es in der 14. Minute. Görkem Bicer hatte Probleme mit dem Knie, musste behandelt werden und wurde nicht mehr eingesetzt. Michael Spatz gab aber nach dem Spiel Entwarnung. Für Bicer kam Maxim Schalles und reihte sich letztlich mit 3/2 Treffern in die Reihe der Torschützen ein.

Immer wieder Jan-Steffen Minerva

Nach dem Wechsel hielt Jan-Steffen Minerva den ersten Wurf der Gäste. Im Gegenzug verwandelte Kapitän Florian Eisenträger vom Punkt zum 13:11 und erhöhte gleich danach zum 14:11. Im Gegenstoß traf Schalles und Mario Stark mit einem sehr unnachahmlichen Hüftwürfe erzielte das 16:12 (37.). Und immer wieder war es Jan-Steffen Minerva, der seinem Gegenüber Nikolas Katsigiannis an dessen 40. Geburtstag die Show stahl. Beim 17:13 nahm TuS-Trainer Michael Haaß die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler und ließ vorgezogen decken, mal 5:1, mal 4:2. Doch bis dahin war der TVG längst nicht mehr von seiner Linie abzubringen. Im Gegenteil. Tolle Tore von Bandlow, Eisenträger, Corak und Kammlodt sorgten für das 22:15 (50.). Hinzu kam, dass der TVG in der Defensive zurück auf die 6:0-Formation wechselte und das machte es dem Gast nicht leichter.

„Unsere Deckung war unglaublich und ich denke, dass der Mix zwischen unserer 5:1 und 6:0 dem TuS Probleme bereitete“, meinte TVG-Coach Igor Vori anschließend. Im Schlussakkord wurde es trotzdem noch einmal kurz spannend und die Gäste kamen auf 23:21,24:22  und 25:23 heran. Aber Torhüter Minerva fing einen Pass der Gäste weit vor seinem Tor ab, passte auf Frieder Bandlow und dieser netzte zum 26:23-Endstand ein. „Wieder einmal haben wir zusammen die zwei Punkte geholt“, strahlte er im Anschluss.

Redlich verdienter zweiter Tabellenplatz

Fokussiert: Frieder Bandlow, Finn Wullenweber, Dino Corak

Den aktuell zweiten Tabellenplatz nach Siegen gegen Eisenach, Nordhorn und jetzt Nettelstedt hat sich der TVG redlich verdient und Coach Igor Vori sagte: „Glückwunsch an die Jungs. Die Deckungsarbeit war unglaublich. Wir haben noch Luft nach oben, haben noch einen Riesenmarathon vor uns. Aber wir wissen auch um unsere Stärken. Es kommen sicher auch schwierige Zeiten. Doch jetzt genießen wir erst einmal unseren Sieg.“ Das sah auch sein Kapitän Eisenträger so: „Wir sind sehr glücklich über unseren tollen Start in die Saison. Aber diese ist noch ewig lang. Deshalb müssen wir Selbstvertrauen aufbauen und unsere Leistung halten. Unsere Abwehr mit Bruno hintendrin ist super. Der siebte Feldspieler vom Gegner hat uns erst ein paar Probleme bereitet. Nettelstedt hat ja ohne Frage eine große Qualität. Umso mehr freut es mich, dass wir gewonnen haben.“

Nächste Woche geht es zum nächsten Erstliga-Absteiger. Dann muss der TVG in Balingen-Weilstetten antreten, das derzeit von der Tabellenspitze grüßt.

 

 

Großwallstadt – Nettelstedt-Lübbecke 26:23 (12:11). –

TVG:

Minerva (1. bis 60. Minute), Boukovinas (bei vier Siebenmetern eingesetzt); Klenk, Babarskas, Eisenträger 7/3, Bandlow 3, Schauer, Bicer 2, Strakeljahn, Wullenweber 2, Zhuk, Corak 3, Stark 1, Munzinger, Kammlodt 5, Schalles 3/2.

TuS:

Katsigiannis (1. bis 47. Minute), Asheim; Genz 3, Holzhacker, Ten Velde, Baumgärtner, Petreikis, Strosack 2, Dräger, Mrakovcic 1, Wesseling 7/2, Nissen 1, Petrovsky 2, Skroblien 7/3.

 

Das Beitragsbild zeigt Maxim Schalles und es hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Die anderen Bilder sind von mir selbst.

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.