Handball – 3. Liga: Auftakt in die Rückrunde – TV Kirchzell ist gefordert

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Für den TV Kirchzell geht es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, am Samstag ins erste Rückrundenspielgegen die TSG Haßloch. Der TV Gelnhausen muss nach Dutenhofen, die HSG Hanau empfängt Gummersbach und Nieder-Roden fährt nach Waldbüttelbrunn.

 

Weiter spielen:

mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TuS Dansenberg, HG Saarlouis – HSG Pohlheim, VTV Mundenheim – TuS Ferndorf.

 

 

Vergangene Woche gab es für den TV Kirchzell erneut keine Pluspunkte und den Derbysieg verbuchte der TV Gelnhausen für sich. Damit stehen die Kirchzeller nun zum Auftakt in die Rückrunde auf Platz zwölf der Tabelle und haben 8:18 Punkte zu verzeichnen. Dahinter stehen noch die beiden Aufsteiger Pohlheim mit 4:22 Punkten und Waldbüttelbrunn mit 9:26 Zählern. Ein Blick Richtung Mittelfeld in der Tabelle zeigt aber auch, dass dem TVK auf den sicheren Platz neun gerade einmal drei Punkte fehlen. Hätte es nur in den Partien gegen Haßloch (32:33), Gummersbach (31:32) und gegen Gelnhausen (21:22) jeweils zu einem Punkt gereicht, dann wäre alles im grünen Bereich. 

Stand heute sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann: „Mit der Vorrunde können wir nicht zufrieden sein. Allerdings muss man auch sehen, was zwischenzeitlich alles passiert ist und man muss die Verletzungen mit reinrechnen. Aber es wird nicht lamentiert. Wir haben bis Weihnachten noch drei Spiele und da müssen wir 4:2 Punkte holen. Wenn dann im Januar Tim Häufglöckner wieder mit dabei ist und keine anderen Ausfälle uns zurückwerfen, dann können wir mit einem komplett eingespielten Kader auf die Platte gehen – und dann werden wir weitersehen.“

Mit dem Heimspiel gegen die TSG Haßloch gehen die Kirchzeller in ihr erstes Rückrundenspiel. Gegen den kommenden Gegner haben sie keine guten Erinnerungen. Die Partie zum Auftakt in die neue Saison am 03. September wurde mit 32:33 verloren. „Dabei haben wir in der 53. Minute noch mit 31:28 geführt“, so Hauptmann. Vielleicht hätten die Kirchzeller bei einem Auftaktsieg auch so eine gute Serie wie Haßloch hingelegt. Wer weiß. Doch das ist alles spekulativ. Fakt ist, dass mit der TSG der Tabellenvierte in Miltenberg vorstellig wird und dieses Match gewonnen werden muss. 

TVK erwartet ein solides Team

Dass dies schwer werden wird, dessen sind sich die Hausherren bewusst. Die TSG hat ein gutes solides Team beisammen, spielt sehr variabel und musste letzte Saison auch in die Abstiegsrunde. Doch heuer hat sie sich gut in die neue Runde reingefuchst. „Bis auf ein paar wilde Ausrutscher sind wir natürlich sehr zufrieden mit der aktuellen Situation. Aber das kann sich auch immer wieder schnell drehen…“, sagt Kreisläufer und Abwehrspezialist Lino Messerschmidt. Mit ihm kommt kein Unbekannter nach Miltenberg, hat er doch schon beim Zweitligisten TV Großwallstadt gespielt. Doch zweite Liga plus Vollzeitjob ließen sich für ihn nicht mehr vereinbaren. Daher wechselte er in Liga drei nach Haßloch. Neben ihm sind noch die Aktivposten Maximilian Zech auf Rechtsaußen, Jan Triebskorn im rechten Rückraum oder Florian Kern (Linksaußen). Ob der verletzte Rückraumspieler Kevin Seelos bis Samstag wieder dabei ist, bleibt abzuwarten. „Wir haben einige Angeschlagene und müssen gucken, wer bis zum Wochenende wieder fit ist“, so Messerschmidt.

Egal, mit welcher Formation der Gegner kommt, Alex Hauptmann weiß: „Wir müssen Vollgas geben, weiter so hart an uns arbeiten wie bisher. Allerdings sind uns die Erfolgserlebnisse derzeit abhanden gekommen. Das nagt natürlich auch am Selbstvertrauen. Doch vielleicht ist bald wieder das Quäntchen Glück, das es zusätzlich zur Leistung auch braucht, auf unserer Seite.“ 

 

 

Rodgauer müssen bei der DJK Waldbüttelbrunn bestehen

Der Auftakt in die Rückrunde beschert den Jungs von Trainer Redmann mit der DJK Waldbüttelbrunn einen äußerst unangenehmen Gegner. Alles andere als ein Sieg beim bisher noch punktlosen Tabellenletzten wäre eine herbe Enttäuschung und genau darin liegt die Gefahr: „Die Waldbüttelbrunner hatten als Aufsteiger einen denkbar schlechten Start in die Saison. Sie haben oft lange mitgehalten, dann aber unglücklich verlorenen“, so Trainer Redmann der um die Schwere der Aufgabe weiss. Und getreu dem alten Sprichwort, „erst hast du kein Glück und dann kommt Pech dazu“, musste der letztjährige Bayernmeister auch einige langwierige Verletzungen verkraften.

Nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf trennten sich die Gastgeber in der Vorwoche vom langjährigen Chefcoach Dusan Suchy. Nun ist mit Spielertrainer Julian Bötsch eine absolute Führungsfigur verantwortlich für die verbleibenden 13 Spiele. Zwar hat man sich bei elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer schon mehr oder weniger mit dem drohenden Abstieg abgefunden. Trotzdem will man sich erhobenen Hauptes aus der dritten Liga verabschieden, um dann in der kommenden Saison wieder anzugreifen. Schon im vergangenen Heimspiel gegen den TuS Dansenberg traten die Bayern durchaus selbstbewusst auf und waren nach eigener Aussage nicht unzufrieden mit der Leistung.

Auf die Rodgauer, die als klarer Favorit in die Partie gehen, wartet also ein echter Härtetest. Mit welchem Personal die Baggerseepiraten die Mission Auswärtssieg angehen können, ist derzeit noch offen.

 

 

HSG Hanau erwartet den VfL Gummersbach II

Die HSG Hanau erwartet den VfL Gummersbach zum Duell in der Main-Kinzig-Halle. Für HSG-Trainer Geist ist die momentane Platzierung nicht entscheidend, den ein weiter Weg ist bis zum Saisonende noch zu gehen. „Am Samstagabend gastiert ein schwerer Gast in Hanau. Der VfL Gummersbach II, momentan nur Tabellensiebter, aber eine Mannschaft, die wirklich guten Handball spielt und eine offensive und aktive Abwehr stellt. Von der Tabellenkonstellation her mag es nicht so aussehen, aber für mich ist das ein Spitzenspiel an diesem Wochenende.“

Dass die Trauben gegen die Bundesliga-Reserve des VfL Gummersbach hoch hängen, davon konnte sich das junge HSG-Team bereits im Hinspiel überzeugen. Die 5:1-Deckung des Tabellensiebten, um den großgewachsenen Moritz Köster auf der vorgezogenen Position, kann an einem guten Tag jeden Gegner vor Probleme stellen. Zudem überzeugt die VfL-Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda allgemein durch hohe Laufbereitschaft. „Sie sind schnell auf den Beinen und versuchen sich die Bälle aktiv in der Abwehr zu holen“, meint Geist.

Aber auch auf die HSG Hanau, die weiterhin die beste Defensive der Liga stellt, kommt Schwerstarbeit in der Deckung zu. Aus dem guten Kollektiv an Spielern aus der Gummersbacher Handballakademie ragen die beiden Torjäger Finn Schroven und Paul Ohl hervor, die immer für einige Tore gut sind. Aber auch im Tor wollen mit Oskar Knudsen und Martin Nagy wieder zwei agile Torhüter an die Tür zu ersten Mannschaft anklopfen. Generell ist der Kader des VfL II individuell stark ausgebildet und im Spiel Eins-gegen-eins brandgefährlich. Seine Mannschaft habe sich aber genau auf diese Situationen im Training vorbereitet, erklärt Geist.

 

 

TV Gelnhausen reist zum Derby nach Dutenhofen

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Nachdem sich der TV Gelnhausen in der Vorwoche in einem Herzschlagfinale beim TV Kirchzell durchsetzen konnte, müssen die Barbarossastädter am Samstag erneut auswärts antreten. Dann ist das junge Team von Trainer Matthias Geiger am ersten Rückrundenspieltag bei der HSG Dutenhofen Münchholzhausen II zu Gast. „Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel. Wir hoffen, dass möglichst viele TVG-Fans die Reise nach Dutenhofen mitmachen und die Jungs unterstützen. Das hilft der Mannschaft sehr“, sagt TVK-Trainer Geiger. „Unser Gegner am Samstag ist schließlich im Aufwärtstrend“, so Geiger weiter. In der Tat. Zwar rangiert die Bundesligareserve der HSG Wetzlar mit 11:15 Punkten nur auf dem zehnten Tabellenplatz, allerdings täuscht diese Platzierung über die aktuelle Form hinweg.  

Denn zuletzt holte das Team mit 7:1 Punkten nahezu die maximale Punktausbeute aus den letzten vier Spielen. Darunter waren ein Auswärtserfolg beim Topteam aus Dansenberg und ein Remis in der Vorwoche zu Hause gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Gelnhausen ist also gewarnt. „Bereits das Hinspiel war sehr zerfahren“, blickt Geiger auf einen mühevollen 31:27-Saisonauftakt-Sieg in eigener Halle Anfang September zurück.