Handball – 3. Liga: TV Kirchzell muss unbedingt punkten

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Start ins neue Jahr war für den TV Kirchzell in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, alles andere als optimal. Beim VfL Gummersbach II setzte es eine deftige 27:38-Niederlage und die Heimfahrt verlief sehr schweigsam. Zwar war der lange verletzte Tim Häufglöckner wieder mit dabei und machte ein gutes Spiel. Und Torhüter Tobias Jörg erwischte einen Sahnetag und verhinderte noch Schlimmeres. Dafür fehlte Spielmacher Tom Spieß. Hinzu gesellte sich der seit Monaten außer Gefecht gesetzte Brian Heinrich.

Für TVK-Trainer Andi Kunz aber alles kein Grund, sich so „herspielen“ zu lassen: „Wir haben den Start ins neue Jahr nicht genutzt, um für uns wichtige Punkte und auch Selbstvertrauen für die kommenden Spiele zu sammeln. Das war einfach zu wenig, was wir in Gummersbach gezeigt haben.“ Der Coach geht davon aus, dass seine Spieler am Samstag gegen Saarlouis ein anderes Gesicht zeigen werden. „Es geht in den letzten Spielen für uns um alles. Wir müssen eine Reaktion zeigen.“ Gefragt, was das heißt, sagt er: „Das hängt viel davon ab, mit wieviel Tempo wir spielen, ob die Bereitschaft da ist, sich bis zum Schluss gut zu bewegen und sich auf dem Feld immer wieder gegenseitig zu helfen. Ob es am Ende reicht, wird sich zeigen. Aber wir müssen jede Gelegenheit nutzen, damit wir das Spiel erfolgreich gestalten können.“

Die HG Saarlouis überrascht immer wieder. Sie ist zwar gut in die Saison gestartet, hatte anschließend aber immer wieder ganz knappe, dann wieder klare Niederlagen zu verzeichnen. Auch ihr Start ins neue Jahr ist misslungen. Gegen Aufsteiger Mundenheim gab es eine Niederlage und der VTV holte damit vier von vier möglichen Punkten gegen die Saarländer. HG-Spielertrainer Branko Koloper, der zuvor als Spieler in Zagreb, Eisenach, Nettelstedt-Lübbecke oder Ferndorf agierte, war enttäuscht über die Leistung seines Teams und forderte vor allem, die extreme Fehlerquote zu minimieren. Am Samstag gegen Kirchzell soll seine Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.

Beide Teams müssen sich steigern

Es werden also zwei Teams aufeinander treffen, die sich beide – im Vergleich zur letzten Partie – enorm steigern müssen, damit etwas Zählbares am Ende herauskommt. Wobei die Situation für die Saarländer nicht so brenzlig ist, wie für die Odenwälder. Die HG steht derzeit auf Platz sechs der Tabelle, hat nach 17 Spielen 17:17 Punkte zu verzeichnen. Sie spielt eine gute 6-0-Abwehr, hat vor allem in den Rückraum-Akteuren Tom Paetow, Lukas Hüller oder Adel Rastoder ihre Aktivposten. Nicht zu vergessen den wurfgewaltigen Halbrechten Marcel Becker und Spielertrainer Branko Koloper, der gerade in der Abwehr ein richtiges Brett ist. 

Das Hinspiel im Oktober gewann der TVK, doch Andi Kunz sagt: „Das ist schon eine Weile her und ich bin kein Freund davon, sich Selbstvertrauen aus einem Spiel zu holen, was schon so lange her ist. Aber natürlich muss es unseren Spielern Mut machen. Fakt ist aber auch, dass wir letzte Woche eine richtige Abfuhr bekommen haben und wir diesmal mit Wut im Bauch spielen und alles geben müssen, was möglich ist.“

So wie es ausschaut, kann Tom Spieß wieder mitmischen.

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben und er ist dort zu lesen.