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Handball – 3. Liga Abstiegsrelegation: Der TV Kirchzell kann Abstieg!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was Handball-Drittligist TV Kirchzell derzeit in der Abstiegsrelegation leistet, ist aller Ehren wert. Gegen den DHK Flensborg gewann das Team der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz jüngst mit 32:26 und hat 4:0 Punkte aufs Konto geschafft. Dabei war das Spiel total hektisch und es gab drei Rote Karten und insgesamt 18 Zeitstrafen.

Die Gäste mussten ersatzgeschwächt antreten und neben ihrem Spielmacher Melf Hagen noch auf vier weitere Leistungsträger verzichten. Trotzdem lagen sie schnell mit 4:2 und 5:3 vorne, ehe der TVK zum 5:5 ausglich. Einmal gelang dem DHK noch die Führung (6:5 – 12.). Danach waren die Hausherren am Drücker. Sie konnten sich zwar in Halbzeit eins nicht entscheidend absetzen, denn immer wieder gelang es den Gästen durch geschicktes Kreisspiel den Anschluss zu halten. Mit 15:12 für den TVK wurden die Seiten gewechselt. 

Hektisch nach Wiederbeginn

Nach Wiederbeginn wurde es plötzlich hektisch auf dem Parkett. In der 40. Minute gab es eine minutenlange Diskussion am Zeitnehmertisch über ein Tor des TVK, das wieder zurückgenommen werden sollte. In der Folge hagelte es Zeitstrafen und die Begegnung war nur noch zerfahren. Den Gästen ging so langsam die Puste aus. Der TVK nutzte dies, legte einen Zahn zu und kam zu einem ungefährdeten Erfolg. „Es war ein ganz schwieriges Spiel für uns, denn der Gegner spielte unbequem. Aber wir haben ihnen auch bis zur 50. Minute immer wieder die Chance gegeben, dran zu bleiben“, sagte TVK-Coach Hauptmann. 

 

HandbALL Lippe II bei der Auszeit

Hexenkessel gegen Lippe

Was die Mannschaft allerdings in Halbzeit zwei gegen das Team HandbALL gespielt hat, war der helle Wahnsinn. Am Ende holte der TVK einen Acht-Tore-Rückstand auf und holte sich mit 27:27 einen mehr als verdienten Punkt.

Die Stimmung in der Miltenberger Halle war von Beginn an sehr gut und es war ein Fahnenmeer von weiß und rot. Doch das interessierte das Team HandbALL nicht. Auch nicht, dass sie ohne ihren verletzten und sehr starken Kreisläufer Thore Oetjen antreten mussten. Sie spielten unglaublich selbstbewusst auf und agierten abgezockt. 

Zwar gehörte das erste Tor nach wenigen Sekunden dem TVK. Danach drückten die Gäste aufs Gaspedal und übernahmen mit 3:1 die Führung. Schon hier war zu sehen, dass die Mannschaft von Trainer Matthias Struck einen unglaublich schnellen Handball spielte. Zwar waren die Kirchzeller beim 5:5 (9.) noch einmal dabei. Danach war die zweite Mannschaft des Erstligisten Lemgo spielbestimmend. Sie machte Kirchzell das Leben richtig schwer, störte die Kirchzeller Angriffe früh und ließ den Hausherren keine Chance, sich in der Abwehr zu sortieren. Egal, wer auf dem Feld stand, wenn sich die Gelegenheit bot, wurde eingenetzt. Die Gastgeber hingegen mussten sich jedes Tor hart erkämpfen. So ging es mit einem 12:19-Rückstand in die Pause. 

Philippe Kohlstrung – die große Stütze im TVK-Team

12:20-Rückstand nach der Pause

In der zweiten Hälfte erhöhte Lippe auf 20:12! Thomas Houtepen dirigierte seine Nebenspieler sehr gut und diese ließen nicht locker, standen mit Geislers und Herz gut in der Abwehr. Hansen, Blaauw und Co. droschen den Ball aus allen Lagen aufs Tor. Lippes Torhüter Goldbecker war ein sicherer Rückhalt. Aber der Gegner sollte nie die Rechnung ohne den TVK machen. Sie wechselten ihren Torhüter, kämpften sich mit viel Leidenschaft ins Spiel zurück und beim 20:24 (42.) sah es schon viel besser aus. In der 47. Minute hieß es 23:26. Das Tempospiel wurde unterbunden und der Gast wackelte. Beim 25:27 war richtig Dampf im Kessel. Als Tom Spieß mit einem tollen Tor das 26:27 (55.) erzielte, wurde er Gast richtig nervös. Die letzten Minuten waren an Spannung nicht mehr zu überbieten. Beide Mannschaften legten sich noch einmal richtig ins Zeug, doch der TVK hatte nun den größeren Siegeswillen. Tim Häufglöckner war es, der per Siebenmeter den Ausgleich erzielte. In Minute 59.55 nahm der TVK die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler. Doch es passierte nichts mehr, es blieb bei Unentschieden.

 

 

Die Texte könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo nachlesen.