Rudern: Deutschland Achter fährt mit Entschlossenheit ins WM-Finale

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Das deutsche Ruder-Flaggschiff erreicht als Zweiter im Hoffnungslauf den Endlauf bei der Ruder-WM in Belgrad und kämpft am Sonntag um 14.59 Uhr um die Qualifikation für Paris 2024. Das gab Geschäftsführer Carsten Oberhagemann bekannt.

Der Deutschland-Achter hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Belgrad (Serbien) als sicherer Zweiter im Hoffnungslauf die Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris gewahrt. „Wir haben uns heute ein Herz gefasst. Es ist uns gelungen, den Gegnern unser Rennen aufzuzwingen“, sagte Steuermann Jonas Wiesen, dessen Crew die Boote aus Kanada, Italien, Österreich und China hinter sich gelassen hat. Nur Rumänien überholte das bis kurz vor der Ziellinie führende Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes noch im Endspurt.

„Die erste Hürde haben wir genommen. Im Finale müssen wir das, was wir uns erarbeitet haben, dann auch ins Ziel bringen. Es ist ein bisschen ärgerlich, dass die Rumänen am Ende noch an uns vorbeigezogen sind. Ich glaube, dass wir das beim nächsten Mal parieren können“, erklärte Bundestrainerin Sabine Tschäge nach dem packenden Rennen der Großboote. Im deutschen Paradeboot war vom ersten Schlag an die notwendige Entschlossenheit zu spüren: Mattes Schönherr, Wolf-Niclas Schröder, Marc Kammann, Olaf Roggensack, Torben Johannesen, Max John, Jasper Angl, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen setzten sich direkt an die Spitze des Feldes und erarbeiteten sich einen Vorsprung von einer halben bis dreiviertel Bootslänge, der bis weit ins letzten Rennviertel Bestand hielt. „Wir sind aggressiv, mit vollem Engagement und selbstbewusst ins Rennen gegangen. Das war deutlich besser als noch im Vorlauf“, erklärte Bugmann Benedict Eggeling. Erster Verfolger war über weite Teile des Rennens der kanadische Achter, ehe Rumänien die Schlagfrequenz erhöhte und im Schlussspurt beide Boote überholte.

Finale geriet nie in Gefahr

Das Finale geriet aber nicht in Gefahr – und darauf richtete die deutsche Mannschaft auch direkt den Fokus. „Wir dürfen uns kurz, aber nicht zu sehr freuen. Das war die Pflicht, die richtige Aufgabe kommt noch. Sonntag wollen wir dieses Rennen wiederholen und den Qualifikationsplatz klarmachen. Wir haben gezeigt: Mit uns ist zu rechnen“, sagte Schlagmann Mattes Schönherr angriffslustig. Im Finale am Sonntag trifft sich die geballte Weltklasse: Titelverteidiger USA, Australien, die Niederlande, die USA, Rumänien und Deutschland. Mit Blick auf Paris 2024 lautet die knallharte Auswahl-Formel: fünf aus sechs. Denn in Belgrad werden nur fünf Olympia-Tickets im Achter vergeben, zwei weitere gibt’s in der Nach-Qualifikation im Mai 2024, was es zu vermeiden gilt. „Wir müssen den gleichen Elan, das gleiche Herzblut und den Willen reinlegen und werden alles dafür tun und investieren, um die Olympia-Qualifikation zu schaffen“, meinte Wiesen. Und auch Trainerin Sabine Tschäge ist zuversichtlich: „Ich glaube, in diesem Rennen hat es bei den Ruderern Klick gemacht. Sie haben Selbstvertrauen getankt. Ich glaube, dass wir es schaffen.“

 

 

Die Ergebnisse:
Achter, Hoffnungslauf:

1. Rumänien 5:40,36 Minuten. –  2. Deutschland (Mattes Schönherr. –  Wolf-Niclas Schröder, Marc Kammann, Olaf Roggensack, Torben Johannesen, Max John, Jasper Angl, Benedict Eggeling, Steuermann Jonas Wiesen) 5:40,96, 3. Kanada 5:42,28. –  4. Italien 5:47,13. –  5. Österreich 5:54,21. –  6. China 5:55,53.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön dafür.