Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Gestern Abend (Mittwoch) spielte in der zweiten Handball Bundesliga der Tabellenachte ASV Hamm Westfalen gegen den 17. der Tabelle, HSG Konstanz. Die Kontrahenten trennten sich mit 26:26. Dabei hatte Konstanz mit 8:5, 9:6, 12:9 die Nase vorn, ehe sich der ASV zurück kämpfte und es mit 16:16 in die Pause ging. In der zweiten Hälfte wechselt die Führung hin und her. Die Gastgeber führten kurz vor Schluss mit 26:25, konnten aber diese Führung nicht behaupten.

Weiter geht es morgen, Freitag, mit den Partien Dormagen – Aue, Nettelstedt-Lübbecke – Hüttenberg, die Rimpar Wölfe empfangen Wilhelmshaven und der Handball Sport Verein Hamburg hat Lübeck-Schwartau zu Gast.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

Walter Klug, einst Geschäftsführer des TV Großwallstadt und in der schwersten Krise des TVG zur Stelle, ist tot. Jüngst hatte er sich nach dem tollen Erfolg des TVG beim Spitzenreiter Hamburg noch unbändig über den Sieg der Mannschaft gefreut und sich begeistert über die hohe Qualität von Trainer und Mannschaft geäußert. Mit viel Vorfreude sah er den kommenden Spielen seines TVG entgegen. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen. Am 29. März 2021 verstarb Walter Klug plötzlich und unerwartet und sein Tod sorgte nicht nur beim TVG für tiefe Bestürzung und Trauer. 
 
Geschäftsführer Stefan Wüst zeigte sich tief betroffen vom plötzlichen Tod seines Vorgängers, mit dem er wenige Stunden zuvor noch Sponsoren-Termine abgestimmt hatte. Vor allem um die Geldgeber hatte sich Klug als Gesellschafter noch intensiv gekümmert. „Walter Klug war ein Mann der ersten Stunde für den Neubeginn nach der Insolvenz 2015“, fasst Wüst die Verdienste des Verstorbenen zusammen.
 
Der 72-Jährige war selbst von Kindesbeinen als Handballer beim TVG und blieb dem Verein Zeit seines Lebens eng verbunden – auch in der Zeit, als er beruflich international aktiv war und seinen Wohnsitz nach Frankfurt verlegte.
 

Er arbeitete in der Zentrale der Deutschen Bank im Bereich Baufinanzierung und Immobilien, war danach einige Jahre Geschäftsführer der DB Real Estate für offene Immobilienfonds sowie der Morgan Stanley Real Estate Investment GmbH. Als er in den Ruhestand ging, gründete er die Klug Financial Consulting, für die er bis zuletzt als Berater tätig war.

Walter Klug in Aktion beim TVG

 
Mitbegründer der TV Großwallstadt GmbH
 
Im Jahre 2015 war er Mitbegründer der heutigen TV Großwallstadt GmbH und seine Vision war es, den Profihandball in Großwallstadt wieder zu etablieren. Dafür machte er sich stark und packte mit an, organisierte eine neue Mannschaft, sprach bei Sponsoren vor, warb in der schwierigsten Zeit um Vertrauen und Unterstützung beim Neustart. 44 Jah­re lang hat­te der TVG in der ersten Liga gespielt, stieg 2013 ab und zwei Jah­re später entzog ihm die Hand­ball-Bun­des­li­ga we­gen In­sol­venz die Li­zenz für die zwei­te Li­ga. Walter Klug setzte alles daran, dass es mit seinem TVG wieder bergauf ging und wurde Geschäftsführer der TV Großwallstadt GmbH. Diesen Posten begleitete er bis zum Wiederaufstieg in die 2. Liga, ehe er sich im Januar 2019 vom operativen Geschäft zurück zog. 
 
Klug blieb weiter Gesellschafter, pflegte die Kontakte zu Business-Partnern, Förderern, Presse und anderen Funktionären. Seine Mitarbeit als Unterstützer und kritischer Mentor wurde sehr geschätzt. Besonders lag ihm der Nachwuchs am Herzen. Deshalb engagierte er sich auch als Vorstand der TVG Junioren Akademie.
 
Ich habe Walter Klug persönlich gekannt und hatte beruflich viel mit ihm zu tun. Auch für mich war es ein Schock, als ich von seinem Tod erfahren habe. Noch ein paar Tage vorher rief er mich an und wollte ein paar handballerische Dinge mit mir abklären. Ich wünsche seiner Lebensgefährtin und seiner Familie viel Kraft und für die Zukunft alles Gute.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Bundesliga gab es gestern, Dienstag, eine faustdicke Überraschung. Der TuS Ferndorf gewann gegen den VfL Gummersbach mit 27:25. Dies war der erste Sieg des TuS in einem Pflichtspiel gegen die Oberbergischen. Auf der Ferndorfer Homepage ist zu lesen: ein Eintrag in die Ferndorfer Handball-Annalen sei den Spielern gewiss.

Allerdings hat der “Sieg für die Geschichtsbücher” einen faden Beigeschmack und könnte ein Nachspiel haben. Denn die Gummersbacher haben wegen eines vermeintlichen Regelverstoßes Protest eingelegt. Was war passiert. Der TuS-Spieler Lukas Pechy war auf dem Spielberichtsbogen nicht aufgeführt. Es waren anscheinend nur wenige Sekunden Spielzeit, in denen der Spieler aktiv war und ein Tor erzielte. Er wurde von den Schiris mit der gelben Karte verwarnt und auf die Tribüne beordert. So ist es weiter auf der TuS-Seite zu lesen.

Man darf gespannt sein, wie dies ausgeht.

Heute Abend (Mittwoch) treffen Hamm und Konstanz aufeinander.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt sorgt weiter für positive Schlagzeilen und hat sich für die kommende Saison mit einem litauischen Nationalspieler verstärkt. Mit Povilas Babarskas soll die Lücke, die durch den Abgang von Lars Spieß entstehen wird, schließen und er soll den Innenblock verstärken. Da er ebenso im linken Rückraum eingesetzt werden kann, ist sich Trainer Ralf Bader sicher, dass der Neue auf der Position für Entlastung sorgen wird. “Povilas hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er – obwohl er 2.03 Meter groß ist – extrem aggressiv agiert und flink auf den Beinen in der Abwehr verteidigen kann. Ich freue mich, dass uns seine Verpflichtung neue Optionen ermöglicht.”

Der Nationalspieler, der aktuell noch bei Bregenz Handball in Österreich unter Vertrag steht, freut sich auf seine neue Aufgabe: “Ich nehme die Herausforderung in Deutschland gerne an und möchte den Verein dabei unterstützen, sich in der zweiten Liga weiter zu etablieren und sich stetig zu verbessern.” Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024.

In Kaunas geboren

Seine Profi-Karriere begann der 32-jährige in Kaunas geborene Hüne bei der HC Granitas Kaunas. 2010 wechselte er zu HIT Innsbruck und ging ein Jahr später nach Bregenz. Von 2015/16 und 2016/17 spielte er in Slowenien bei RK Celje und wechselte danach erneut zu Bregenz Handball. Povilas Babarskas verfügt über Champions-League-Erfahrung und hat Spiele für die litauische Nationalmannschaft bestritten.

TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst freut sich über den reibungslosen Wechsel: „Povilas ist ein sehr großer, körperlich sehr starker Spieler mit internationaler Erfahrung. Wir versprechen uns von ihm eine große Abwehrstärke und möchten uns mit ihm dort weiterentwickeln.“

Auch Michael Spatz, sportlicher Leiter beim TVG, ist glücklich über den Neuzugang: “In Povilas haben wir genau den richtigen Spieler gefunden. Er erfüllt komplett unser Anforderungsprofil. Er bringt sehr viel Erfahrung mit, spricht perfekt Deutsch, wird uns im Deckungszentrum mit seiner Physis ungemein weiterbringen und auch aus dem Rückraum für weitere Durchschlagskraft sorgen.”

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch aus der zweiten Handball Bundesliga steht noch ein Spiel aus. Am Sonntag trennten sich der EHV Aue und der TuS Nettelstedt Lübbecke mit 25:33. Damit schob sich der TuS mit 25 Spielen und 38:12 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz.

Bis zum 17:19 in der 39. Minute war die Begegnung offen. Danach zogen die Gäste auf und davon und ließen sich durch nichts und niemanden mehr aufhalten.

Weiter geht es am Dienstag, 13. April, mit der Begegnung zwischen Ferndorf und Gummersbach.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ein Ergebnis vom Sonntag aus der Handball Bundesliga der Frauen sind wir Euch noch schuldig. Und zwar gewann Leverkusen gegen Mainz deutlich mit 37:24 und verabschiedete sich nun in eine fast 14-tägige Spielpause. Übrigens heimsten die Gastgeberinnen mit dem Sieg gegen Mainz den siebten Heimsieg ein.

Trotz der hohen Niederlage konnte der Mainzer Trainer Florian Bauer viel Positives mit nach Hause nehmen: “Wenn man mit 13 Toren verliert, hört es sich sicherlich etwas komisch an, dass man gar nicht so unzufrieden ist. Besonders weil wir 24 Tore geschossen haben und uns das in etwa vorgenommen haben. Zwar sind 37 Gegentore zu viel, doch wir haben uns für die Verhältnisse gut verkauft und somit kann ich mit dem Ergebnis leben.”

Weiter geht es erst am 24. April. Bis dahin bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende begann die Aufstiegsrunde zur zweiten Handball Bundesliga, an der unter anderem auch die HSG Hanau in der Gruppe B teilnimmt. 

Dabei hat die Mannschaft von Trainer Hannes Geist zum Auftakt eine überragende Leistung gezeigt, hat es allerdings versäumt, sich in der Schlussphase dafür zu belohnen. Mit 26:27 verloren die Hanauer beim Top-Favoriten HSG Krefeld Niederrhein. Dabei lag die Geist-Crew noch eine gute Viertelstunde vor Schluss mit 23:17 vorne. Ein Fünf-Tore-Lauf der Krefelder leitete die Wende ein. Am Ende mussten die Grimmstädter die individuelle Klasse des Gegners anerkennen.

HSG-Trainer Hannes Geist sagte nach seinem Debüt: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es war beeindruckend, mit welcher Leistung wir nach sechs Monaten Wettkampfpause aufgetreten sind. Die Jungs haben die Vorgaben überragend umgesetzt und bis zur 45. Minute sehr gut gespielt. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen.”  

Vor allem in puncto Spielfreude und Emotionalität hatten die Hanauer die Nase vorn und machten so die individuelle Klasse des Gegners mehr als wett. “Wir waren mental nicht bereit und ich habe in der Pause gesagt, dass wir uns so nicht präsentieren können, dass es nicht sein kann, dass uns Hanau emotional deutlich überlegen war. In der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht“, gab Krefelds Coach Maik Pallach nach der Partie zu.

Die Gäste brauchten nach den dramatischen 60 Minuten ein paar Augenblicke, um die Niederlage zu verdauen, doch spätestens auf der Heimfahrt überwog der Stolz auf die gezeigte Leistung. Das Team hat eindrucksvoll gezeigt, dass es als eingeschworenes Kollektiv und mit großem Herzen kämpfend auch vermeintlichen Übermannschaften Paroli bieten kann.

Am kommenden Samstag steht dann das erste Heimspiel auf dem Programm. Um 19.30 Uhr ist der HC Oppenweiler/Backnang zu Gast in der Main-Kinzig-Halle. Dieser gewann sein erstes Spiel gegen Heilbronn/Horkheim mit 33:30. Der TuS Dansenberg bezwang den TV Willstätt mit 29:27.

Weiter spielen am kommenden Wochenende: TV Willstätt – HSG Krefeld Niederrhein und VfL Pfullingen – TuS Dansenberg.

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende startete der Ligapokal 2020/21 in der dritten Handball Liga. Der DHB hat die Teams, die Interesse an der Teilnahme hatten,  in die Gruppen Nord, Süd und Mitte aufgeteilt. 

Die Mannschaften aus unserer Region spielen in der Gruppe Mitte und den Anfang machte um 18 Uhr der TV Kirchzell, der den SV Zweibrücken empfing. Die Zuschauer am Livestream sahen zwei verschiedene Halbzeiten mit dem besseren Ende für die Gäste. 

Dabei spielte die Mannschaft von Trainer Heiko Karrer, die nach fast sechsmonatiger Pause erstmals wieder ein Spiel absolvierte, in der ersten Hälfte sehr gut auf. Ohne den verletzten Maximilian Gläser und Lukas Häufglöckner agierte der TVK gut und hielt den Gegner in Schach. Dieser hatte bereits drei Freundschaftsspiele hinter sich, wirkte eingespielter als die erst seit sechs Wochen trainierenden Kirchzeller. Aber die Einheimischen machten dies durch Einsatz, Kampfgeist und Tempo wieder wett und holten sich über 3:3, 5:5 und 6:6 die erste Zwei-Tore-Führung (8:6) in der 17. Minute. Entscheidenden Anteil daran hatte unter anderem ein gut haltender Tobias Jörg im Tor und der junge Joshua Osifo, der durch schöne Tore und tolle Anspiele an den Kreis glänzte. Der Vorsprung hielt bis zur 21. Minute (11:8), aber bis zur Pause konnte der Gegner den Anschluss erzielen.

Nach dem Wechsel drehte der Gast das Spiel

Nach dem Wechsel fanden die Gäste besser ins Spiel und drehten innerhalb weniger Minuten das Ergebnis auf 18:15 (36.) zu ihren Gunsten. Vor allem Rückraumspieler Marc-Robin Eisel zog geschickt die Strippen, glänzte mit Anspielen und insgesamt sechs Toren. Mit einer Auszeit wollte TVK-Coach Heiko Karrer seine Jungs wieder in die Spur bekommen. Der lange verletzte Tim Häufglöckner bekam seinen ersten 15-minütigen Einsatz seit ihm im September 2020 während der Vorbereitung die Achillessehne gerissen war und machte auch gleich ein schönes Tor. Doch immer wieder sorgten ein paar Fehler zu viel dafür, dass der Gast die Nase vorn behielt. „Wir haben uns selbst aus dem Spiel gebracht, zu viele Fehler gemacht“, sagte daher auch Coach Heiko Karrer. Seine Jungs gaben nicht auf, kamen auf zwei Treffer heran. Mehr ließ der SVZ nicht zu. Am Ende ist der Sieg um ein paar Tore zu hoch ausgefallen. „Es war schön, nach so langer Zeit wieder einmal ein Spiel zu haben. Für mich als Trainer war es auch wichtig zu sehen, wo stehen wir nach der langen Pause, wo die anderen. In der ersten Hälfte haben wir sehr geduldig und konsequent gespielt. Danach sind wir vom Weg abgedriftet und haben den Gegner durch eigene Fehler stärker gemacht. Schade, dass es nicht gereicht hat, ich hätte es den Jungs gewünscht“, so Karrer.

Verzichten muss der Trainer ab sofort auf Lukas Häufglöckner. „Er hat einen neuen Arbeitgeber in Heilbronn, wohnt in Frankfurt und dies dann noch mit Handball unter einen Hut zu bringen, wird zu schwierig“, sagt Gottfried Kunz, sportlicher Leiter beim TVK. Schweren Herzens hat sich Lukas Häufglöckner daher entschieden, zunächst weder für die Ligapokal-Runde noch nächste Saison zur Verfügung zu stehen. „Wenn alle Stricke reißen, wird er als Backup-Spieler aber da sein“, so Karrer. 

Auch die aufkommende Frage, ob in der Kirchzeller Sporthalle Drittliga-Spiele ausgetragen werden dürfen oder nicht, erklärte Gottfried Kunz: „Die Halle ist für diese Pokalrunde und auch nur ohne Zuschauer zugelassen.“

Der TV Gelnhausen hat sich in Saarlouis von seiner besten Seite gezeigt und mit 35:32 die Punkte mit nach Hause genommen. Dabei hatte bis zum 11:11 (18.) die HG die Nase vorn. Danach drehte Gelnhausen mit drei Toren in Folge die Begegnung und gab das Heft bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. 

Einen richtigen Kampf lieferten sich die beiden Mannschaften HSG Rodgau Nieder-Roden und ESG Gensungen/Felsberg. Am Ende trennten sich die Kontrahenten mit 29:29 und HSG-Trainer Jan Redmann musste nach 60 Minuten Achterbahnfahrt nach dem Schlusspfiff erst einmal kräftig durchatmen.

Johannes von der Au von Nieder-Roden wird gestoppt

Die erste Hälfte agierte die HSG nicht sehr gut, kamen nicht in Fahrt und erlaubten sich viele einfache Fehler. Der Gegner stellte die Hausherren immer wieder vor große Aufgaben und spielte ohne Druck richtig gut auf. Beim 11:17 (33.) sah es nach einer deutlichen Niederlage der Gastgeber aus. Doch diese bäumten sich noch einmal auf und holten sich am Ende einen verdienten Punkt. 

 

Nächste Woche stehen folgende Paarungen in der Gruppe Mitte auf dem Spielplan: 

HSG Bieberau/Modau – HSG Rodgau Nieder-Roden, TV Gelnhausen – TV Kirchzell und ESG Gensungen/Felsberg – HG Saarlouis.

 

Das Bild von Nieder-Roden hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Seit ein paar Wochen ist es Gewissheit. Die Saison 2020/21 in der Handball-Oberliga Hessen wird aufgrund der anhaltenden Corona Pandemie nicht gespielt. Nachdem der Saisonbeginn immer wieder nach hinten verschoben wurde, hat sich jüngst das Präsidium des Hessischen Handballverbandes dafür entschieden, die Saison komplett abzusagen. Wahrscheinlich ist es aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen das Beste für alle Beteiligten.

Doch wie geht Tobias Milde, der scheidende Trainer der ersten Männermannschaft der Tuspo Obernburg, damit um? Schon im Dezember 2020 hatte er angekündigt, dass er sein Amt aus rein privaten Gründen in der kommenden Saison nicht mehr ausüben kann. Umso mehr hatte er sich auf seine erst einmal letzte Runde gefreut.

Ich habe bei Tobi Milde nachgefragt und den Artikel auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben:

Tobi, die Saison 2020/21 ist aufgrund Corona abgesagt worden, ohne dass ein einziges Spiel ausgetragen wurde. Für Dich ist diese Tatsache sicher besonders bitter, da Du als Trainer nach dieser Runde aus privaten Gründen aufhörst. Wie fühlst Du Dich?

“Bitter trifft es recht gut! Wobei ich sicher nicht das letzte Mal als Trainer an der Seitenlinie zu finden sein werde. Dennoch ist – unabhängig von Corona – nun der richtige Zeitpunkt eine Pause vom leistungsorientierten Handball einzulegen. Ungewohnt ist es natürlich trotzdem – Handball war eigentlich mein ganzes Leben ein fester Bestandteil meines Alltags. Dennoch wird mir mit Familie, Hausbau und Beruf sicher nicht langweilig 🙂 ”

Hättest Du Dir Deinen „Abgang“ so vorgestellt? Es konnte ja bereits in der Saison 2019/20 nicht fertiggespielt werden und diesmal ging gleich gar nichts.

“Nein, natürlich nicht. Wir als Team waren nach einer guten Vorbereitungsphase richtig heiß auf das erste Rundenspiel und dann kam kurz vor Beginn der Saison bereits die Nachricht, dass der Saisonstart auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Damals ließ sich schon erahnen, dass es so kommen könnte wie es nun auch beschlossen wurde, nämlich dass kein Spiel mehr ausgetragen wird. Auch wenn dies aus meiner Sicht angesichts der Pandemie zu hundert Prozent richtig ist nicht zu spielen, fällt es uns Mannschaftssportlern schwer, das auch in die Köpfe hineinzubekommen.” 

Wie verabschiedest Du Dich jetzt von der Mannschaft?

“Die persönliche Verabschiedung mit Kabinenfest und Kaltgetränken wird vermutlich noch etwas warten müssen. Aber selbstverständlich wird das nachgeholt sobald es die Lage wieder zulässt.” 

Hast Du die ganze Zeit über, also von der Vorbereitung an, Kontakt zur Mannschaft gehalten?

“Ja natürlich. Neben unserer Whats App Mannschaftsgruppe und den regelmäßigen Online Trainingseinheiten habe ich auch immer wieder einzeln mit den Jungs Kontakt gehabt. Mich hat schon immer neben dem Spielfeld oder der Halle interessiert, wie es den Menschen hinter den Sportlern geht, wie sie ticken, was sie beschäftigt.”  

Wie Dir geht es wohl auch Torhüter Dominik Goder. Er wurde vor der Saison verpflichtet, konnte leider auch kein einziges Mal sein Können zeigen und muss sich jetzt wahrscheinlich beruflich bedingt schon wieder von der Tuspo verabschieden. Hast Du Dich mit ihm ausgetauscht?

“Ja, erst vor ein paar Tagen hatten wir Whats App Kontakt. Da er ein sehr ehrgeiziger Typ ist und ein absoluter Teamplayer, der sich als Neuzugang sehr schnell in der Mannschaft zurechtfand, war es auch für ihn schwierig, nicht zeigen zu können, dass er dem Team helfen kann.” 

Nichtsdestotrotz – die Tuspo-Verantwortlichen haben die Zeit genutzt und eifrig am Kader für die nächste Runde gebastelt. Warst Du noch in irgendeiner Art mit involviert oder konntest Du Tipps geben?

“Mit Rudi Frank (dem neuen Trainer der Tuspo, Anm. d. Red.) habe ich von Beginn an in sehr engem Austausch gestanden. Wir haben schon über die eine oder andere Personalie gesprochen. Rudi kennt natürlich die jüngeren Jahrgänge sehr gut durch seine vorherigen Tätigkeiten im Jugendbereich. Ich wiederum kenne die Spieler der Landes- und Oberligen ganz gut durch die vergangenen Jahre als Tuspo-Trainer, so dass sich das ganz gut ergänzt hat. Ich wünsche Rudi und dem gesamten Team auf diesem Wege alles Gute für die kommende Saison und werde dem Verein natürlich weiterhin sehr eng verbunden bleiben – einmal Tuspo immer Tuspo!”

Vielen Dank für das tolle Interview, lieber Tobi. Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft und hoffentlich sehen wir Dich alle bald mal wieder in einer Handball-Halle! 

 

Auch Manfred Specht, sportlicher Leiter der Tuspo Obernburg, haben wir zu Tobi, die Enttäuschung über den Saisonabbruch und den neuen Kader gefragt:

Dem sportlichen Leiter der Tuspo Obernburg, Manfred Specht, ist anzumerken, wie leid es ihm tut, dass Tobias Milde nun ohne ein einziges Spiel gecoacht zu haben,  seine Trainertätigkeit beenden wird. Die Tuspo wird ihn gebührend verabschieden, sobald die Pandemie das wieder zulässt. „Denn schließlich hat er jetzt über vier Jahre als Trainer der 1. Mannschaft einen tollen Job gemacht und unser Team zurück in die Oberliga geführt. Ich schätze an Tobi sehr, dass er immer eine enge emotionale Bindung zur Tuspo vorgelebt hat und sich seit mehr als 20 Jahren zur Tuspo bekannt hat. In der heutigen Zeit eine echte Ausnahme!“

Manfred Specht meint, dass sich die Enttäuschung beim Team über den Saisonabbruch in Grenzen hielt, da ja allen seit Januar  klar war, dass es eigentlich nur auf einen Abbruch hinauslaufen kann.

Weiter sagt der sportliche Leiter, dass die Spieler selbstverantwortlich ihr eigenes Programm gemacht und sich fitgehalten haben. Hinzu kam alle zwei Wochen ein Online-Training. Neben dem konditionellen Aspekt war dem Verein wichtig, dass über diese Termine der soziale Kontakt zwischen den Spielern aufrecht erhalten wird. Trotzdem  fühlt es sich im Moment nach so langer Zeit alles recht zäh und schwer an.

Durch den Abbruch kommt es nun in Einzelfällen auch bei der Tuspo zu so “kuriosen” Situationen, dass zum Beispiel ein Spieler wie Dominik Goder, der vor der Saison zu Obernburg gestoßen ist, nun kein einziges Spiel im Tuspo-Tor machen konnte und aufgrund seiner beruflichen Situation in der nächsten Saison schon wieder nicht mehr zum Kader gehören wird.

Die Tuspo hat die spielfreie Zeit genutzt und fleißig am Kader für die neue Saison gebastelt und Manfred Specht sagt, dass die Mannschaft schon steht.

Als Abgänge stehen Philipp Klimmer und Dominik Goder fest.

Die Zugänge sind: Louis Markert, Yannik Hawelky, Joshua Löffelmann, Moritz Holschuh

 In den Perspektivkader kommen drei A-Jugendliche: Jonathan Bausch, Nils Höllerer, Tom Müller

Damit wird es die wichtigste Aufgabe des neuen Coachs Rudi Frank sein, die jungen Spieler an das Oberliga-Niveau heranzuführen. Manfred Specht sagt, dass das Ziel damit nur der Klassenerhalt sein kann.

 

Für dieses Vorhaben wünschen wir der Tuspo Obernburg viel Erfolg und alles Gute und wünschen uns allen, dass überhaupt und auch bald wieder vor Zuschauern gespielt werden darf.

 

Die Bilder hat uns die Tuspo Obernburg zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Wer auf der Tuspo-Seite schmökern möchte, hier der Link: https://www.tuspo-handball.de

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der ersten Bundesliga der Frauen setzte sich am Freitag die HSG Blomberg-Lippe mit 34:26 gegen Neckarsulmer Sport Union durch.

Am Samstag verlor der Buxtehuder SV knapp mit 27:28 gegen FA Göppingen und HL Buchholz-Rosengarten fuhr mit 31:19 einen hohen Sieg gegen Kurpfalz Bären ein. Auch Metzingen gewann sehr deutlich gegen Bad Wildungen (37:27).

Heute, Sonntag, steht noch die Partie Leverkusen – Mainz an.

Die Tabelle schaut bisher folgendermaßen aus: das Spitzentrio besteht weiter aus Dortmund, Bietigheim und Blomberg-Lippe. Gefolgt von Metzingen und Thüringen.

Die beiden Letzten in der Tabelle sind noch immer Kurpfalz Bären und Mainz. Buchholz-Rosengarten hat sich ein ganzes Stück abgesetzt und ist Göppingen dicht auf den Fersen.

 

Bleibt gesund, passt auf Euch auf und haltet Abstand.