Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste die HSG Hanau eine knappe Niederlage bei den Bergischen Panther hinnehmen. Der TV Gelnhausen holte einen Arbeitssieg gegen die TSG Haßloch und die HSG Rodgau Nieder-Roden nahm die Punkte aus Dutenhofen/Münchholzhausen II mit nach Hause.

 

 

TV Gelnhausen holt Arbeitssieg gegen TSG Haßloch

Der TV Gelnhausen hat vor 650 Zuschauern in der heimischen Rudi-Lechleidner-Halle einen weiteren Sieg eingefahren. Mit 29:19 (11:.11) setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger gegen die TSG Haßloch durch. Allerdings taten sich die jungen Gelnhäuser dieses Mal schwer und es war lange Zeit ein hart umkämpftes Spiel, das erst in den letzten 15 Minuten entschieden wurde. Mit 37:3 Zählern steht der TVG nach der Partie weiterhin auf dem zweiten Platz und nimmt Kurs Richtung Aufstiegsrunde.

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren für den TVG nicht so rosig wie zuletzt. Aufgrund einer Krankheitswelle konnten die Rotweißen am Mittwoch und Donnerstag nicht trainieren. Zum Spiel waren bis auf Leon David aber alle Spieler wieder so weit fit, dass sie zumindest wieder im Kader standen, auch wenn der ein oder andere noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Unter diesen Voraussetzungen war klar, dass es kein einfaches Spiel für die Barbarossastädter werden würde. Haßloch spielte clever, nahm das Tempo aus dem Spiel und versuchte, den Rhythmus des TVG zu stören. Dies gelang über weite Strecken der ersten Hälfte sehr gut. Beide Teams taten sich schwer, zu klaren Torchancen zu kommen. Besonders die Torhüter prägten das Geschehen. TVG-Keeper Daniel Drozdz hielt in den ersten Minuten gleich zwei Siebenmeter und sorgte dafür, dass seine Mannschaft im Spiel blieb. Doch auch auf der anderen Seite ließ die Haßlocher Abwehr in Verbund mit dem starken Keeper Marco Bitz wenig zu.

Das Spiel war ein zähes Ringen auf beiden Seiten, sodass es nach 20 Minuten gerade einmal 5:5 stand. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte fanden beide Teams offensiv bessere Lösungen und warfen mehr Tore. Die Partie blieb aber weiterhin ausgeglichen und so ging es mit einem 11:11 in die Pause.

Ähnlicher Beginn der zweiten Hälfte

Die zweite Hälfte begann ähnlich. Alexander Bechert tat es seinem Torhüter-Kollegen Drozdz gleich und hielt schon in der ersten Minute des zweiten Durchgangs einen Siebenmeter. Dennoch konnte die TSG Haßloch in der 34. Minute mit 14:13 in Führung gehen. Besonders bitter für den TV Gelnhausen: Kreisläufer Max Bechert beging bei der Entstehung des Tores ein Foul, das mit einer Roten Karte geahndet wurde. Nur wenige Minuten später musste auch Haßlochs Lars Hannes nach einem Foulspiel mit Rot vom Platz. Der TV Gelnhausen nutzte die Unruhe im Spiel der Gäste eiskalt aus, erhöhte das Tempo und zwang Haßloch in die Defensive. Vor allem Kreisläufer Torben Fehl übernahm nun Verantwortung. Da David krankheitsbedingt fehlte und Max Bechert nicht mehr mitwirken durfte, war er als letzter verbliebener Kreisläufer gefordert – und er lieferte. In der 46. Minute gelang ihm ein spektakulärer Treffer im Rückwärtsfallen zur ersten Vier-Tore-Führung des TV Gelnhausen (20:16).

Ab diesem Moment hatte der TVG den Schalter umgelegt. Die Gastgeber gewannen nun nahezu jeden Zweikampf in der Abwehr, erzwangen Ballverluste und kamen über Gegenstöße zu schnellen Toren. So wuchs der Vorsprung der Barbarossastädter immer weiter an. Fünf Minuten vor Schluss stand es 25:18 – die Entscheidung war gefallen. Der TV Gelnhausen ließ nichts mehr anbrennen und Kapitän Jonathan Malolepszy setzte mit einem verwandelten Siebenmeter in der letzten Minute den Schlusspunkt zum deutlichen 29:19-Erfolg.

TVG-Cheftrainer Geiger zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Moral seines Teams: “Wir haben lange gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Haßloch hat das extrem clever gemacht und uns mit langen Angriffen vor Herausforderungen gestellt. Aber die Jungs sind ruhig geblieben, haben auf ihre Chance gewartet und in der Schlussphase dann ein klares Ergebnis herausgespielt. Kompliment an die Mannschaft!”

Auch Haßloch-Coach Michael Übel sah über weite Strecken eine starke Leistung seiner Mannschaft: “Wir haben 45 Minuten lang eine wirklich gute Partie gespielt. Unser Plan, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, ist lange aufgegangen. Am Ende konnten wir das Niveau aber nicht halten, auch wenn das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist. Glückwunsch an Gelnhausen zu den zwei Punkten!”

 

Knappe Niederlage bei den Bergischen Panthern

Einen ungemütlichen Abend erlebte die HSG Hanau am Samstag beim Auswärtsspiel gegen die Bergischen Panther. Obwohl die HSG im Rhein-Bergischen phasenweise eine ordentliche Partie zeigte und bis zu 25 Minute mehr vom Spiel hatte, unterlag die HSG am Ende doch knapp mit 31:32 (15:15). Ein Aufbäumen der Grimmstädter in der Schlussphase brachte nicht mehr die erhoffte Wende, dabei hatte die HSG noch bis 40 Sekunden vor dem Ende die Chance auf zumindest ein Unentschieden.

„Eine bittere Auswärtsniederlage für uns“, meinte HSG-Cheftrainer Hannes Geist, dessen Team gegen die körperlich starke Abwehr der Hausherren zeitweise Probleme hatte. „Wir haben uns eigentlich gut in die Partie reingekämpft, aber es war genau diese Art von Spiel, die uns momentan überhaupt nicht liegt.“

Vor knapp 100 Zuschauern in der Max-Siebold-Halle in Burscheid waren es zunächst die Hausherren, die besser in das Spiel starteten. Nachdem Hanaus David Rivic in freier Position am gegnerischen Keeper gescheitert war, legten die Bergischen Panther auf 2:0 (2. Minute vor). Nur wenig später war es aber Cedric Schiefer, der auf Halblinks zum Abschluss kam und mit dem 1:2 (3.) den ersten Treffer für die Gäste erzielte. Bis zum 5:3 blieben die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, dann nutzte Hanau in Überzahl die Gunst der Stunde: Zunächst traf David Rivic vom Kreis, ehe HSG-Youngster Björn Gernoth die Lücke im Innenblock fand und den 5:5-Ausgleich (10.) erzielte. Auch in der Folge blieb Hanau am Drücker und ging mit dem 6:5 per Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold das erste Mal in Führung. Nur einen Angriff später setzte sich Schiefer mit einer schönen Körpertäuschung gegen seinen Gegenspieler durch und markierte das 8:6 (12.).

Mit konsequentem und beweglichem Abwehrspiel sowie klugen Aktionen im Angriff erwischten die Grimmstädter nun ihre vermeintlich beste Phase des Spiels und zwangen so Panther-Trainer Alexander Oelze in der 15. Minute zu ersten Auszeit der Partie. Nach dem eigenen 12:8 (20.) schraubte Hanau den Vorsprung in doppelter Unterzahl sogar auf 14:9 durch Schiefer hinauf. Der treffsichere Halblinke zeichnete sich zusammen mit Dennis Gerst auch am Samstagabend wieder als einer der Aktivposten im Rückraum der Spielgemeinschaft aus. Gerst war es zudem, der sehenswert noch vor der Pause zum 15:13 einnetzte, doch zwei Fehler der HSG-Sieben nutzte Panther-Akteur Florian Müller für den 15:15-Ausgleich und das leistungsgerechte Unentschieden zur Pause.

Hart umkämpfte zweiite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel versuchte Hanau die emotionale Stärke aus den ersten 30 Minuten mit in den zweiten Durchgang zu nehmen und das gelang: Bergold traf per Strafwurf zum 18:17 und nachdem die Panther gegen HSG-Keeper Benedikt Müller einen Siebenmeter vergaben, war Jan-Eric Ritter mit dem 19:17 (35.) zur Stelle und sorgte wieder für einen Zwei-Tore-Vorsprung. Bis zum 23:22 von Schiefer in der 42. Minute hatte diese HSG-Führung Bestand. Mit dem 23:23-Ausgleich der Gastgeber kippte plötzlich das Spiel. Die Panther standen nun wesentlich besser in die Abwehr, während sich Hanau im Angriff gegen die zweikampfintensive Defensive sichtlich schwer tat. Mit 26:29 (52.) gerieten die Grimmstädter jetzt in Rückstand und verloren zudem Cedric Schiefer durch eine Disqualifikation in der 54. Minute. „Die Phase, in der die Panther mit 29:26 in Führung gehen, war für uns der Knackpunkt“, so Geist. „Wir haben bis zum Ende wieder alles probiert und bekommen sogar noch einmal die Chance auf einen Punkt.“

Angetrieben von Gerst und Ritter bäumte sich Hanau in den Schlussminuten wieder auf und kam beim 30:31 (59.) ein letztes Mal in Schlagweite für ein mögliches Unentschieden. Nach einer Auszeit der Gastgeber zog die HSG in der Defensive mustergültig das Stürmerfoul, doch der schnelle Tempogegenstoß landete nach einem Fehlpass bei den Bergischen Panthern, die mit dem 32:30 das Spiel entschieden.

 

 

Baggerseepiraten lösen schwierige Aufgabe

Zu einem nie gefährdeten 34:22 (14:9)-Auswärtssieg kam die HSG Nieder-Roden in Dutenhofen. Basis für den absolut überzeugenden Auftritt vor knapp 150 Zuschauern war eine sehr stabile Defensive, hinter der Philipp Hoepffner wieder einen sehr guten Tag erwischte.

„Wir haben eine wirklich gute und sehr erwachsene Leistung gezeigt. Gerade unsere Abwehr stand richtig gut, am Anfang haben die Gastgeber es noch ganz gut geschafft mitzuhalten, doch im Laufe des Spiels waren wir dann auch eiskalt“, resümierte Trainer Christian Sommer. In der 14. Minute gingen die HSGler erstmals mit zwei Treffern in Führung, mit einem Sechs-Tore-Lauf setzten sie sich von 6:6 auf 12:6 ab, zur Halbzeit stand es schon 14:9. 

Gäste übernahmen das Zepter

In der zweiten Hälfte übernahmen die Baggerseepiraten dann endgültig das Zepter und blieben weiter auf dem Gaspedal. In der 46. Minute traf der Linkshänder Hennig Schopper zum 25:15, die erste zweistellige Führung des Abends. Somit war die Partie recht frühzeitig entschieden.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell die letzte Niederlage bei den Bergischen Panther gut weggesteckt und sich mit einem überragenden 42:23-Sieg beim TV Aldekerk revanchiert. Die Mannschaft von Trainer Andi Kunz ließ den Hausherren nicht den Hauch einer Chance, war von Anfang an bei der Sache und feierte am Ende den bisher höchsten Sieg der Saison.

Das erste Tor der Partie gehörte dem Gast und Tim Häufglöckner netzte zum 1:0 ein. Nach dem 3:1 und 5:3 für den TVK stand es plötzlich 5:5 und 6:6 (14.). Doch dank einer sehr guten Abwehr und einem bärenstarken Tobias Jörg im Tor zogen die Kirchzeller schnell auf 9.6 und 11:6 (18.) davon. Auch deshalb, weil der TVK nun besser mit der unangenehmen Abwehr-Variante der Gastgeber zurecht kam (3-2-1), mit ein paar Gegenstößen den Gegner immer unter Kontrolle hatte und gute Lösungen für das eigene Spiel fand. Mit 17:13 für den TVK ging es in die Kabine. “Dabei haben wir noch vier Freie weggelassen, sonst hätten wir noch höher führen können”, so Andi Kunz.

TVK kam gut aus den Startlöchern

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste gut aus den Startlöchern und zwei Tore in Folge von Niklas Ihmer stockten den Vorsprung auf 19:13 (33.) auf. Die Hausherren stellten ihre Deckung nun um, agierten sehr defensiv. Doch das störte die Kirchzeller wenig. Innerhalb weniger Minuten stand es 32:18 (48.) und bereits hier zeichnete sich ein Sieg ab. Andi Kunz freute sich, dass seine Jungs “die Sache immer wieder auf den Punkt brachten, sehr konzentriert gegen einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, spielten – schnörkellos und konsequent.”

Der Gegner gab sich zwar nie auf, wurde aber aufgrund des hohen Rückstandes immer mehr konsterniert. Am Ende stand ein verdienter 42:23-Erfolg, der der Mannschaft sichtlich gut tat. In den letzten fünf Minuten stellte der Coach Paul Büchler für den überragenden Tobias Jörg zwischen die Pfosten und auch er machte seine Sache gut. “Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat sehr diszipliniert und konsequent gespielt, hat die Schwachstellen des Gegners aufgedeckt und es hat uns sehr erfreut, dass es so gut gelaufen ist”, so ein zufriedener TVK-Trainer.

Er gab jedem Spieler seine Einsatzzeiten, brachte in der zweiten Hälfte Julius Mattern für Ievgen Zhuk, der aufgrund Magenprobleme passen musste. Niklas Ihmer war im Abschlusstraining umgeknickt und es war unklar, ob er spielen konnte. Tom Spieß konnte die Woche über nicht trainieren und Yann de Waha hatte eine Pflichtveranstaltung in der Schule, musste nachgefahren werden. Auch Joshua Löffelmann hatte mit seinem Magen zu kämpfen. Doch einmal mehr zeigte sich, was für ein “eingeschworener Haufen” die Kirchzeller sind. Jeder gab alles und jeder setzte sich für jeden ein. Der Lohn waren zwei verdiente Punkte und Platz sechs in der Tabelle.

 

 

TV Kirchzell:

Paul Büchler, Tobias Jörg, Joshua Löffelmann; Jan Blank, Anton Bayer, Tim Häufglöckner 3, Antonio Schnellbacher 8, Ievgen Zhuk 6/4, Jannik Wolf 7, Tom Spieß 2, Julius Mattern 3, Yann de Waha 1, Niklas Ihmer 9, Joshua Osifo 3.

 

 

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, peilt der TV Gelnhausen am Samstag einen weiteren Heimsieg an. Diesmal ist die TSG Haßloch zu Gast. Die HSG Hanau muss am Samstag bei den Bergischen Panther antreten, während die HSG Rodgau Nieder-Roden, ebenfalls am Samstag, bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II spielt.

 

 

 

TV Gelnhausen peilt nächsten Heimsieg an

Die Fans des TV Gelnhausen dürfen sich erneut auf einen spannenden Handballabend in der Rudi-Lechleidner-Halle freuen. Am Samstag um 19.30 Uhr empfängt der Tabellenzweite die TSG Haßloch. Nach dem 42:24-Kantersieg gegen den TV Aldekerk will das Team von Cheftrainer Matthias Geiger auch gegen Haßloch die nächsten zwei Punkte einfahren und damit einen weiteren Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga machen.

Mit 35:3 Punkten hat sich der TVG eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten elf Saisonspiele erarbeitet. Seit Anfang November ungeschlagen, zeigt die Mannschaft eine beeindruckende Konstanz. In den letzten Wochen unterstrich das Team seine starke Form mit einem 40:28-Heimsieg gegen die HG Saarlouis, einem knappen 30:29-Erfolg im Derby gegen den TV Kirchzell und schließlich der 42:24-Gala-Vorstellung gegen Aldekerk. Zweimal wurde in den letzten drei Partien also die 40-Tore-Marke geknackt und damit die offensive Schlagkraft unter Beweis gestellt. Gleichzeitig ist auch die Defensive eine der stabilsten der Liga, denn mit nur 503 Gegentoren stellt der TVG nach Spitzenreiter Krefeld die zweitbeste Abwehr.

Cheftrainer Geiger ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft hochzufrieden, warnt aber auch vor dem kommenden Gegner: „Die Jungs haben zuletzt überragend gespielt. Vor allem gegen Aldekerk haben wir eine richtig reife Leistung gezeigt – vorne wie hinten. Aber uns ist bewusst, dass Haßloch ein ganz anderer Gegner ist. Sie haben einige individuell starke Spieler und werden uns alles abverlangen.“

Während Gelnhausen seinen bisherigen Lauf fortsetzen will und auf die Aufstiegsrunde schielt, kämpft die TSG Haßloch um den Klassenerhalt. Mit 12:26 Punkten rangiert die Mannschaft derzeit auf dem elften Tabellenplatz und hat nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Besonders schmerzhaft ist die lange Durststrecke der Gäste: Nach ihrem letzten Sieg am 9. November gegen Friesenheim-Hochdorf II folgten acht Niederlagen in Serie, ehe Haßloch in der vergangenen Woche mit einem 33:33-Unentschieden gegen Rodgau Nieder-Roden zumindest einen Punkt holen konnte. Nun will das Team von Trainer Michael Übel diesen Aufschwung nutzen, um die Wende einzuleiten.

Haßloch verfügt über eine große Handballtradition. Der Verein war 13 Jahre in Folge südwestdeutscher Hallenmeister (1948-1960), wurde 1975 letzter deutscher Feldhandballmeister und gehörte 1981 zu den Gründungsmitgliedern der zweiten Bundesliga. Seit der Saison 2015/16 spielt Haßloch ununterbrochen in der dritten Liga und hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es mit starken Gegnern mithalten kann. Auch in der Hinrunde dieser Saison feierte die Mannschaft bereits beachtliche Siege gegen den TV Kirchzell (31:30) und Rodgau Nieder-Roden (28:25) und zeigte damit, dass sie durchaus in der Lage ist, auch favorisierte Teams zu schlagen.

Geiger kennt die Qualitäten der Gäste genau und hebt besonders zwei Akteure hervor: „Mit Muth auf der Mitte und Glindemann im linken Rückraum hat Haßloch zwei richtig gefährliche Spieler, die sehr flexibel agieren und uns vor Herausforderungen stellen werden. Dazu haben sie starke Kreisläufer, die sie immer wieder gut ins Spiel einbinden.“ Tatsächlich haben sowohl Muth als auch Glindemann diese Saison bereits die 100-Tore-Marke geknackt und ihre Gefahr für ihre Gegner mehrfach unter Beweis gestellt.

Während der Langzeitverletzte Lasse Georgi weiterhin ausfällt, entscheidet sich der Einsatz von Leon David aufgrund von Krankheit erst kurzfristig. Ansonsten kann der TVG in Bestbesetzung antreten und wird alles daransetzen, die eigene Erfolgsserie weiter auszubauen.

 

HSG Hanau will den Raubkatzen den Zahn ziehen

Eine Woche vor dem Duell beim TV Kirchzell müssen die Grimmstädter am Samstagabend (18:00 Uhr / Max-Siebold-Halle Burscheid) auswärts bei den Bergischen Panthern ran. Bergold, Ritter & Co. treffen auf einen Gegner, der ihnen im vergangenen September viel abverlangte, denn das Hinspiel zwischen den beiden Handball-Spielgemeinschaften endete damals in einem Unentschieden.

„Die Bergischen Panther bleiben eine für uns schwer zu bespielende Mannschaft“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist, der in der letzten Saison 2023/24 die Auswärtspartie mit seinem Team in Burscheid verloren hat. „Sie haben in den letzten Monaten einige Siege holen können und sich so vom letzten Tabellenplatz weggearbeitet.“

Bei der HSG Hanau hofft man nach zuletzt zwei Niederlagen, in Leutershausen und zu Hause gegen Saarlouis, wieder auf einen Sieg. Doch das Duell mit dem abstiegsgefährdeten Tabellendreizehnten der Staffel Süd-West wird alles, nur kein Selbstläufer. Bereits beim 24:24-Unentschieden im Hinspiel in der Main-Kinzig-Halle bewiesen die Bergischen Panther, das mit ihnen jeder Zeit zu rechnen ist. HSG-Linksaußen Julian Fulda sorgte in den letzten Spielsekunden per Siebenmeter noch für einen Hanauer Punktgewinn, nachdem die Panther zuvor über weitere Strecken der Partie geführt hatten.

„Wir treffen auf einen Gegner, der weiterhin sehr viel Entwicklungspotenzial hat, auch wenn er es bisher noch nicht in Punkte ummünzen konnte“, so Geist. Die bisherige Bilanz der Gastgeber im Jahr 2025: Zwei Siege und zwei Niederlagen. Auf eine deutliche Pleite in Saarlouis folgte in der vergangenen Woche vor heimischer Kulisse ein 35:33-Achtungserfolg gegen den TV Kirchzell. Mit diesem Sieg im Rücken ist davon auszugehen, dass die Bergischen Panther auch mit maximaler Motivation in das Heimspiel gegen die Blau-Weißen aus der Brüder-Grimm-Stadt gehen werden.

Mit Blick auf den Gegner warnt Geist dabei vor allem vor dessen Schnelligkeit und den gefährlichen Eins-gegen-eins Situationen, welche die Rhein-Bergischen über die komplette Spielzeit generieren können. Seit der Übernahme durch das neue Trainergespann Alexander Oelze / Jens Peter Reinarz scheinen die Panther zu ihrer Stabilität gefunden zu haben. Gerade in der Defensive bieten die Gastgeber eine extrem kompakte Abwehr auf.

„Wir müssen insgesamt einfach mutiger in unserem Umschaltspiel werden, über die ganzen 60 Minuten“, gibt Geist einen Einblick, wie er den Raubkatzen am Samstagabend die Zähne ziehen möchte. „Gegen Saarlouis haben wir das phasenweise bereits zeigen können! In den Momenten, in denen wir das Tempo angezogen haben, konnten wir auch die einfachen Tore erzielen und den Gegner so unter Druck setzten.“ Zugleich muss Hanau in der eigenen Abwehr auf die starken Eins-gegen-eins-Akteure des Gegners in Person von Aaron Manuel Exner und Joe Ballmann aufpassen.

Trotz aller Personalsorgen bewies das Geist-Team gegen Saarlouis einmal mehr große Moral. Zuletzt lichtete sich auch das Grimmstädter Lazarett etwas: Mit Benedikt Müller und Dziugas Jusys kehrten zwei Leistungsträger der Vorsaison nach langer Verletzungspause zurück.

 

 

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie kommt ein Luxemburger nach Kirchzell? Handball macht es möglich. Yann de Waha ist im Großherzogtum Luxemburg geboren und aufgewachsen und fand über seine Schwester zum Handball. Wie fast alle kleinen Jungs probierte er sich erst im Fußball aus, doch als seine Schwester zum Handball ging, wollte er da natürlich auch hin – und ist an dieser Sportart hängen geblieben.

Mit 15 Jahren machte sich der Rückraumspieler Gedanken, ob er denn im “kleinen” Luxemburg handballmäßig weiterkommen würde. Zwar fühlte er sich bei seinem Heimatverein Handballclub Museldall sehr wohl, doch er wollte sich weiterentwickeln. Sein Kumpel Yannik Bardina war zuvor bereits nach Deutschland zum TV Großwallstadt gewechselt und Yann meldete sich, unterstützt von Handball Trainer Maik Handschke, der in Großwallstadt kein Unbekannter war und ist, zu einem Sichtungslehrgang plus anschließendem Probetraining an. “Maik war damals mein Jugendtrainer und hat mich sehr unterstützt”, erinnert sich Yann de Waha. Alles hat gepasst und so ist er mit 15 in die WG in die Großwallstädter Akademie gezogen.

Neben einigen anderen Spielern traf er auf seine jetzigen Spielkollegen beim TV Kirchzell, Niklas Ihmer, Oleh Soloviov und Anton Bayer. So klein ist die Handballwelt. Als Yann mit der A-Jugend der TVG Junioren Akademie Bayernmeister wurde, musste er erneut überlegen, wie es mit ihm weitergehen soll. “Niklas war zu der Zeit schon beim TV Kirchzell. Ich hab dann dort auch ab und an mittrainiert und es hat mir gut gefallen”, so der Rückraumspieler. Doch zunächst spielte er noch beim TVG in der zweiten Mannschaft, ehe im Mai 2023 der TVK verkündete, dass der 19-Jährige die kommende Saison bei den Kirchzellern spielen wird. So ganz nebenbei nahm Yann im August 2022 mit der U18 Nationalmannschaft von Luxemberg am EHF Championship 2022 in Lettland teil und die Jungs um Trainer Maik Handschke zogen mit einer tollen Leistung ins Halbfinale des Turniers ein. Dort mussten sie sich gegen die mazedonische Nationalmannschaft geschlagen geben, gewannen danach das Spiel um Platz drei gegen Gastgeber Lettland.

Tolle Erlebnisse für den jungen Spieler

“Das waren alles tolle Erlebnisse. Aber schön war auch, dass ich mit dem TVK aus der Oberliga aufgestiegen bin. Das war wirklich toll”, erzählt Yann, der heuer das erste Jahr dritte Liga spielt. Zwischenzeitlich machte der jetzt 21-Jährige die Schule fertig, ist in eine eigene Wohnung nach Kleinwallstadt gezogen und erlernt den Beruf als Erzieher. “Ich bin sehr sozial eingestellt und der Beruf hat mich schon immer interessiert.”

Seine Eltern unterstützen ihn sehr und ihnen ist der Weg von Luxemberg nach Miltenberg nicht so weit. Bei jedem Heimspiel sind sie vor Ort, “was ich toll finde, denn immerhin fahren sie auch einfach zwischen zweieinhalb und drei Stunden”, sagt Yann.

Zum anstehenden Gegner Aldekerk meint er: “Wir wollen auf jeden Fall gewinnen. Dazu müssen wir im Abwehrzentrum besser stehen als zuletzt. Ich hoffe, dass wir wieder zu unserem alten Rhythmus finden und uns die Punkte sichern.”

 

 

 

 

Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.
 

 

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In der zweiten Handball Liga steigt der TV Großwallstadt am heutigen Samstag in die Rückrunde ein. Um 19.30 Uhr empfängt der TVG die Gäste aus Lübeck-Schwartau.

Das Hinspiel konnte der VfL nach einem packenden Fight mit 33:30 für sich entscheiden. Damals noch unter Trainer Michael Roth. Nun ist der TV Großwallstadt mit seinem Coach Andrè Lohrbach auf Wiedergutmachung aus und heiß auf die Revanche. Mit gleich vier neuen Gesichtern, nämlich Tobias Buck, Connar Battermann, Julian Buchele und Yessine Meddeb, die in der Auftaktpartie noch nicht im Kader des TVG standen, wollen die Hausherren den Kampf raus aus dem Tabellenkeller mit einem ersten Erfolg starten.

Verletzungssorgen auch während Vorbereitung

Dabei hat es Trainer André Lohrbach nicht leicht. Immer wieder gab es Verletzte in seinem Team ud das hat auch die Vorbereitung nicht störungsfrei vorbei gehen lassen. Trotzdem hat er die letzten Wochen der Vorbereitung so gut wie möglich genutzt, um die neuen Spieler zu integrieren. Zuletzt hat es Romas Aukstikalnis erwischt. Er hat sich während eines Spiels mit der litauischen Nationalmannschaft eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird 2025 wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Zudem befindet sich Kuno Schauer aufgrund fortwährender Schulterprobleme, welche bereits in der Hinrunde auftraten, in einer Reha-Maßnahme und fällt mehrere Wochen aus. Und auch Neuzugang Yessine Meddeb musste aufgrund einer Verletzung an der Hand pausieren.

Ein Sieg und zwei Niederlagen in Testspielen

Konnte TVG-Coach Lohrbach im Testspiel gegen die HSG Hanau, das mit 39:24 gewonnen wurde, noch auf einen relativ großen Kader zurückgreifen, fehlten ihm beim Test gegen Erlangen etliche Akteure und die Partie ging mit 25:34 verloren. Im letzten Vorbereitungsspiel gegen den TV Hüttenberg standen nur noch drei Rückraumspieler zur Verfügung, da auch Stefan Salger aufgrund eines grippalen Infekts fehlte und der TVG musste sich dem Ligakonkurrenten mit 31:37 geschlagen geben.

Rückkehr von Mario Stark erwartet

Doch Test ist Test. Heute geht es ans Eingemachte. Beim TVG ist man optimistisch, dass am heutigen Samstag durch Kampf und Teamgeist der erste Sieg eingefahren werden kann. „Die Vorbereitung hat gut begonnen. Wir haben sehr zielstrebig und motiviert im athletischen und taktischen Bereich gearbeitet. Ebenfalls ist die Integration der Neuzugänge schon gut gelungen. Leider haben uns erneut große personelle Probleme seit Mitte Januar in unserer Entwicklung nach hinten geworfen,  so dass es noch einige Zeit dauern wird bis alle Rädchen ineinandergreifen. Dennoch sind wir voller Vorfreude auf den Re-Start und wollen von Beginn an erfolgreich sein,“ erläutert Trainer Andrè Lohrbach.  Im Kader steht dann nach langer Zeit eventuell auch wieder Mario Stark, der – nach sieben langen Monaten – im Rückraum punktuell eingesetzt werden könnte. Finn Wullenweber allerdings ist bisher nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird weiterhin ausfallen.

VfL Lübeck-Schwartau mit schlechter Auswärtsquote

Allen Widrigkeiten zum Trotz kann der TV Großwallstadt zuhause bislang eine gute Quote vorweisen. Von acht Spielen wurden fünf gewonnen, zuletzt gab es gegen den TV Hüttenberg und HBW Balingen-Weilstetten vor eigenem Publikum Niederlagen. Der VfL Lübeck-Schwartau steht zwar mit 17:17 Punkten auf Platz neun der Tabelle und damit vor dem TVG (15:19 Punkte, Platz 15), konnte allerdings auswärts bisher nicht überzeugen. Nur zweimal gingen die Gäste bisher in fremden Hallen als Sieger vom Platz.

Die Gastgeber werden nun zeigen müssen, ob sie die Ausfälle kompensieren können und ob die wenigen Wochen gereicht haben, um als Team zusammen mit den Neuankömmlingen den Aufgaben der kommenden Wochen gewachsen zu sein.

 

 

Das Bild von Maximilian Horner hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt in einer Pressemitteilung bekanntgab, wechselt Linkshänder Stefan Salger zur neuen Saison vom TVG zum Drittligisten Saase3 Leutershausen.

In der PM ist zu lesen:

Nachdem der TV Großwallstadt bereits zur Rückrunde der Saison 2024/25 YessineMeddeb von der Spielgemeinschaft Saase³Leutershausen Handball verpflichtet hat, bedient sich das Team von der Bergstraße nun aus dem Kader der Unterfranken, um die entstandene Lücke zu schließen.

Salger will Fokus auf Studium legen

Der 28-jährige Stefan Salger hat bereits von 2015 bis 2017 in Leutershausen gespielt und kann mit dem Wechsel den Fokus dann auch mehr auf sein Studium legen.

 

Bei

www.handball-world.news

ist folgendes zu lesen:

“Das ist ein Jackpot für uns”, freut sich Mark Wetzel, sportlicher Leiter der S3L über die Rückkehr von Stefan Salger. Der 28-Jährige sei ein großer Gewinn für die ganze Mannschaft und werde die Baustelle “halbrechts”, die durch den Abgang von Yessine Meddeb während der laufenden Runde und dem Abgang von Luca Mastrocola nach der Runde entsteht, schließen. Stefan Salger spielt seit langem in der zweiten Handball-Bundeliga, er hat Erstliga-Erfahrung und bestritt 28 Spiele für die U-21 Nationalmannschaft.

Beim Handball-Drittligisten S3L hat Salger einen Dreijahresvertrag unterzeichnet und betont: “Ich habe ein richtig gutes Gefühl bei dieser Entscheidung und freue mich total, die alten Jungs von früher, wie beispielsweise Alex Hübe, Roger Gross oder Kalli Zöller wiederzutreffen.”

Salger trug schon einmal für drei Spielzeiten (2015-18) das Trikot der Roten Teufel, stieg mit dem Traditionsverein in die 2. Handball-Bundesliga auf. Für den TVB Stuttgart (2017/18), die Eulen Ludwigshafen und auch die MT Melsungen (2019-21) spielte er in der 1. Handball-Bundesliga, anschließend je zwei Jahre für Ludwigshafen und Großwallstadt im Unterhaus.

“Ich will meinen Lebensmittelpunkt etwas verändern”, sagt Salger, bisher habe sich immer alles um Handball gedreht, nun wolle er nochmal neu durchstarten. Als ausgebildeter Physiotherapeut holte er sein Fachabitur nach, jetzt will er studieren. “Ich will wieder mit Begeisterung und Freude Handball spielen, ohne den täglichen Druck, einfach mit Leidenschaft und Spaß.”

 

 

 Das Bild von Stefan hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der Handball Regionalliga fährt die HSG Bieberau/Modau am Sonntag zum TSV Vellmar. Die TuSpo Obernburg muss ebenfalls auswärts ran. Für sie geht es am Sonntag zur HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim.

 

Obernburg fährt zu den Ländcheshandballern

Nach dem tollen Auswärtserfolg beim Tabellensiebten Pohlheim muss die TuSpo Obernburg erneut auswärts aufschlagen. Diesmal geht es zur HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die Mannschaft von Trainer Tobias Schimmelbauer hat derzeit den sechsten Rang inne und verzeichnet 17:13 Punkte. Mit ihrer variablen Deckung und Spielern wie Linksaußen Timo Treber oder Eric Schaeffter (RR) sowie Torhüter Sebastian Schermuly ist die HSG gut aufgestellt. Gerade daheim will der Gastgeber seine Stärke zeigen und mit viel Tempo agieren.

Allerdings hat das Hinspiel gezeigt, dass die TuSpo gut mit dem Gegner umgehen kann. Damals wurde mit 30:23 gewonnen. Die Obernburger hätten sicher nichts dagegen, wenn es auch diesmal Punkte geben würde. Mit welcher Formation TuSpo-Trainer Rudi Frank auflaufen kann, bleibt abzuwarten.

 

 

HSG Bieberau/Modau beim starken Aufsteiger

Die HSG Bieberau/Modau reist am Wochenende nach Nordhessen, zum Aufsteiger TSV Vellmar. Dieser hat bisher eine sehr gute Runde gespielt und steht mit 12:18 Punkten auf dem sicheren achten Tabellenplatz. Das Hinspiel ist der HSG in nicht allzuguter Erinnerung, gab es doch eine 23:32-Niederlage. 

Diesmal will sich der Angriff schlagkräftiger und variabler präsentieren und es braucht generell eine Steigerung gegenüber den letzten Auftritten, um in Vellmar bestehen zu können. Zwar wurde letzte Woche zuhause gegen Bruchköbel mit 34:28 gewonnen, aber ihr Leistungsvermögen konnten die Falken dabei nicht ganz abrufen.

Bis auf Thomas Becker sind alle Spieler bei der HSG dabei und Trainer Thomas Weber sagt: „Vellmar hat schon eine gute Mannschaft und kann einem das Leben sehr schwer machen. Wir wissen, was da auf uns zukommt und haben uns entsprechend vorbereitet.“

 

 

Das Bild von Robin Büttner hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, feierte der TV Gelnhausen gegen den TV Aldekerk ein Handballfest. Die HSG Hanau verlor daheim gegen die HG Saarlouis. Die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einem Unentschieden aus Haßloch zurück.

 

Gelnhausen feiert Handballfest

Mit einer Gala-Vorstellung hat der TV Gelnhausen am Samstagabend den TV Aldekerk 07 in der heimischen Rudi-Lechleidner-Halle mit 42:24 (19:11) aus der Halle gefegt. Vor 800 begeisterten Fans lieferte der TVG eine dominante Leistung ab und ließ dem Gegner keine Chance. Mit diesem deutlichen Sieg lässt der TVG seinen Traum von der Aufstiegsrunde langsam Gestalt annehmen und bleibt souverän auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Gäste konnten einem fast schon leid tun, sind sie doch in Gelnhausen ein sehr wertgeschätzter Gegner.

Die junge Gelnhäuser Mannschaft trat von der ersten Minute an aufs Gaspedal und nahm den Fuß erst wieder in der 60. Minute runter. Dazwischen fackelten die Schützlinge von Chefcoach Mathias Geiger ein wahres Feuerwerk ab und rissen die Fans immer wieder von ihren Sitzen.

Personell konnte Geiger wieder einmal aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der Langzeitverletzte Lasse Georgi fehlte dem Team. Nach drei Minuten brachte Jonathan Malolepszy seine Mannschaft mit einem verwandelten Siebenmeter erstmals in Führung, und ab diesem Moment ließ der TVG seinen Gegner nicht mehr ins Spiel kommen. In der zwölften Minute bauten die Rotweißen durch ein Tor von Simon Belter den Vorsprung bereits auf fünf Tore aus (7:2). Daraufhin reagierten die Fans in der Hölle Süd erstmals mit Standing Ovations und starteten die große Handball-Party.

Der TVG blieb konzentriert, besonders in ihrer Abwehrarbeit bestraften die Barbarossastädter jeden noch so kleinen Fehler des Aldekerker Angriffs und konnten nicht selten durch einen anschließenden Tempogegenstoß selbst nachlegen. Das starke Torhüter-Duo um Alexander Bechert und Daniel Drozdz fügte sich nahtlos in die überragende Mannschaftsleistung ein. Der Vorsprung vergrößerte sich Stück für Stück und war bis zur Halbzeit auf acht Tore angewachsen (19:11).

TVG hält Tempo weiter hoch

Nach dem Seitenwechsel hielt der TVG das Tempo weiter hoch. In der 36. Minute sorgte Jannik Geisler mit seinem Treffer zum 23:13 für die erste Zehn-Tore-Führung, woraufhin die Fans mit lautstarken „Oh, wie ist das schön!“-Gesängen ihre Mannschaft feierten. Angeführt von Kapitän Malolepszy und dem flinken Silas Altwein spielte sich der TVG in einen regelrechten Rausch und zeigte ein Tempospiel wie aus einem Guss. Der TV Aldekerk 07 war zu diesem Zeitpunkt bereits auf Schadensbegrenzung aus, konnte dem TVG aber nichts entgegensetzen. „Wir waren heute in allen Belangen unterlegen“, musste auch Aldekerk-Trainer Tim Gentges nach dem Spiel eingestehen. „Das war heute mehr als nur ein Klassenunterschied.“

Es blieb Malolepszy vorbehalten mit einem Siebenmeter in der 50. Minute zum 35:19 einzuwerfen. In der 57. Minute setzte Akos Csaba mit dem Treffer zum 40:21 ein weiteres umjubeltes Highlight und knackte damit zum zweiten Mal in dieser Saison die 40-Tore-Marke für den TVG. Den Schlusspunkt unter das einseitige Duell setzte schließlich erneut Malolepszy, der mit seinem achten Treffer den Endstand von 42:24 besiegelte.

Malolepszy war mit seinen acht Toren einmal mehr der erfolgreichste Schütze des TVG und bleibt mit nun 160 Saisontoren weiter an der Spitze der Torschützenliste. Dahinter reihten sich Jonas Dambach und Silas Altwein mit jeweils fünf Treffern ein. Insgesamt trugen sich zwölf Spieler in die Torschützenliste ein. Bei Aldekerk waren Fabian Küsters und Thomas Brockmann mit jeweils sechs Toren die besten Schützen.

TVG-Cheftrainer Geiger zeigte sich nach der Partie hochzufrieden: „Heute haben wir eine wahnsinnig starke und reife Leistung gezeigt. Wir haben 60 Minuten hochkonzentriert gespielt und Aldekerk keine Chance gelassen. Besonders in der Abwehr waren wir wahnsinnig stark. Es hat heute einfach nur Spaß gemacht den Jungs zuzusehen, wie sie dieses Feuerwerk abgefeuert haben. Die Atmosphäre in der Halle war fantastisch, und es war unglaublich, dieses Handballfest mit den Fans zu erleben.“

Gäste-Coach Gentges zeigte sich als fairer Verlierer: „Glückwunsch an Gelnhausen zum absolut verdienten Sieg. Wir hatten nie eine Chance, ins Spiel zu kommen. Ein riesiges Kompliment an den TVG – was ihr hier mit dieser jungen Mannschaft auf die Beine gestellt habt, ist beeindruckend. Da können sich einige Mannschaften aus der Liga eine Scheibe von abschneiden.“

 

 

HSG Hanau hält 60 Minuten couragiert dagegen

Die HSG Hanau hat sich am Samstagabend der HG Saarlouis geschlagen geben müssen. In einer intensiven Partie unterlagen die weiterhin dezimierten Grimmstädter den Gästen aus dem Saarland mit 28:34 (12:19). Zwischenzeitlich hatten sich Bergold, Ritter & Co. in der zweiten Halbzeit noch einmal aufopferungsvoll herangekämpft, doch der Anschlusstreffer gelang nach dem 28:31 nicht mehr. Saarlouis glückte damit in der Hanauer Main-Kinzig-Halle die Revanche für das Hinspiel im September, damals hatten die Hessen noch deutlich über die HG triumphiert.

„Ich muss meine Mannschaft unglaublich loben, vor allem für die Einstellung, die sie heute an den Tag gelegt hat“, sagte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Spiel am Mikrofon. „Auch wenn es in der ersten Halbzeit vielleicht nicht so aussah: Die Jungs haben versucht, alles was sie im Tank hatten, auf die Platte zu bringen.“

Einmal mehr musste die HSG mit reduziertem Kader antreten. Zwölf Spieler standen am Ende auf dem Spielberichtsbogen, auch da die zweite Mannschaft der HSG zeitgleich ihr wichtiges Auswärtsspiel in Groß-Umstadt bestritt. Für Hanau kehrten Torhüter Benedikt Müller und Kreisläufer Dziugas Jusys nach langen Verletzungspausen zurück auf die Platte. Letzterer erzielte direkt seine ersten vier Tore in dieser Saison. Dabei begann die Begegnung für Hanau bereits alles andere als optimal. Saarlouis ging vor knapp 300 Zuschauern schnell mit 2:0 durch Yves Kunkel (2. Minute) in Führung und nach einer Zeitstrafe gegen Hanaus Cedric Schiefer erhöhten die Gäste sogar auf 6:1 (7.). „Wir haben uns in den ersten 30 Minuten von der Energie des Gegners anstecken lassen und einfach zu viele technische Fehler gemacht“, monierte Geist. „Das hat sich für uns durch das ganze Spiel gezogen. Die Fehlwürfe haben uns das Genick gebrochen.“

In der elften Minute legte der Hanauer Chefcoach zum ersten Mal die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Ritter, Schiefer & Co. hatten bis zu diesem Zeitpunkt auf das Tempo gedrückt und mit viel Risiko im Angriff agiert, ohne Erfolg. Zwar verkürzte Paul Hüttmann in der Folge von Rechtsaußen auf 4:8 (12.), doch die Gäste stellten schnell die alte Differenz wieder her. Nach einem verworfenen Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold behauptete Saarlouis die hohe Führung beim 16:9 (22.).

Ruppig wurde es dann in den folgenden Minuten: Muhamet Durmishi sah auf Seiten der HG in der Abwehr zunächst die Zeitstrafe und räumte kurz darauf– keine Minute nach seiner Wiederkehr auf die Platte – Dennis Gerst rabiat ab, was mit der Roten Karte (26.) geahndet wurde. Auch weil Hanau in den ersten 30 Minuten zu oft am gegnerischen Torhüter scheiterte, ging es für die Geist-Sieben mit einem 12:19-Rückstand in die Pause.

Bis zum Schluss an sich geglaubt

Mit dem Wiederbeginn kam Hanau mit viel Elan aus der Kabine und versuchte, angeführt von seinen beiden Topscorern Cedric Schiefer und David Rivic, den Rückstand auf die Gäste zu verkleinern. Mit viel Engagement warf sich die HSG in jeden Zweikampf und verkürzte per Siebenmeter von Hüttmann in der 37. Minute auf 18:23. Trotzdem stand es in der 44. Minute wieder 19:27.

In der Crunchtime sammelten die Grimmstädter dann ein letztes Mal die verbliebenen Kräfte. Geist stellte im Angriff um und ließ seine Mannschaft nun mit dem siebten Feldspieler agieren. Der taktische Kniff ging auf. Saarlouis wirkte nun behäbiger und mit robustem Abwehrspiel sowie einer guten Torhüterleistung von Benedikt Müller kamen die Gastgeber noch einmal heran. Schiefer fand mit einem tollen Pass Hüttmann, der das 25:30 (50.) einwarf. Wenig später sorgte Rivic mit einem Doppelschlag für das 27:31 (56.) und Jusys stellte auf 28:31. Gleichzeitig flog Marcel Becker mit einer Zeitstrafe vom Feld. Hüttmanns Siebenmeter, mit dem Hanau auf zwei Treffer hätte verkürzen können, wurde aber in der 58. Spielminute von Daniel Schlingmann partiert.

„Unseren dünnen Kader hat heute jeder gesehen“, meinte Geist später. „Trotzdem haben die Jungs ein gutes Spiel gemacht und wenn wir erfolgreicher abschließen und unsere Fehler minimieren, dann hätten wir hier auch ein besseres Ergebnis erzielen können. So geht der Sieg verdient an Saarlouis.“

 

Turbulente Schlussminute in Haßloch

Die Auswärtspartie der HSG Rodgau Nieder-Roden bei der TSG Haßloch glich einer emotionalen Achterbahnfahrt und endete letztlich mit 33:33 (15:19). Nach dominanter erster Halbzeit und einer zwischenzeitlich recht deutlichen Fünf-Tore-Führung lag die HSG kurz vor Abpfiff in Rückstand. Dank eines fulminanten Endspurts und dem Treffer von „Erhard“ Wunderlich zum 33:33 gab es zumindest einen Teilerfolg im pfälzischen Haßloch.

„Wir sind ganz gut in die Partie gekommen, vor allem unsere Offensivleistung hat von Anfang an gestimmt“, so HSG-Trainer Sommer. Die ansonsten sehr faire Begegnung vor gut 200 Zuschauern hatte dann ihren ersten Aufreger, als Johannes von der Au von seinem Gegenspieler unglücklich im Gesicht getroffen wurde. Die daraus resultierende völlig korrekte Rote Karte brachte zunächst keine sichtbaren Vorteile für die Gäste, die Partie war beim 12:12 absolut ausgeglichen. Mit einem energischen Zwischenspurt ab der zwanzigsten Minute schafften es die Rodgauer aber, sich einen Vorsprung zu erarbeiten und gingen nach einem Doppelschlag von WM-Rückkehrer Sam Hoddersen mit 19:15 in die Kabinen.

Auch nach Wiederanpfiff blieb man zunächst in Front, aber so langsam bröckelte die Führung. Vor allem der Zugriff in der Abwehr ließ deutlich nach. „Haßloch hat das gut gemacht, gerade die Achse Glindemann/Kern hat uns vor Probleme gestellt. Da waren wir nicht aggressiv genug“, kommentierte Trainer Sommer die Phase, in der die Gastgeber das Kommando übernahmen. So drehte sich die Führung auf der Anzeigetafel innerhalb von nur zehn Minuten und man ging mit einem leichten Rückstand in die spannende Schlussphase. Johannes von der Au gelang der 31:32-Anschlußtreffer doch erneut war es der Toptor-Schütze der Haßlocher – Niklas Glindemann- der mit seinem achten Treffer für seine Mannschaft den alten Abstand herstellte. Da sahen die Baggerseepiraten schon wie der sichere Verlierer aus, denn nachdem einige Angriffsversuche erfolglos blieben, waren nur noch gut 60 Sekunden zu spielen. Mit einer extrem offensiven Deckung erzwangen die HSGler einen Fehlwurf der Gastgeber. Den Ballgewinn nutzte Nils Zelser zu einem schnellen Tempogegenstoß, der von den Haßlochern auf Kosten eines Strafwurfs unterbunden wurde. Nils Hassler trat an und verwandelte sicher, so dass es nun 32:33 stand. Erneut gingen die Rodgauer volles Risiko, setzten ihre Gegner unter Druck und erkämpften sich die Harzkugel. Jetzt war es ausgerechnet Abwehrspezialist „Erhard“ Wunderlich, der sich ein Herz fasste und zum umjubelten 33:33-Ausgleich traf.

„Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung, der Kampfgeist hat absolut gestimmt. Wir nehmen die positiven Dinge mit und müssen unter der Woche an den Schwachstellen arbeiten, um gut gerüstet nach Dutenhofen zu fahren, denn das wird wieder ein schweres Auswärtsspiel“, so das Fazit von Sommer.

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga haben die TuSpo Obernburg sowie die HSG Bieberau/Modau am Wochenende Siege eingefahren.

 

Wichtiger Auswärtssieg für die Obernburger

Erneut ohne einige wichtige Spieler musste die TuSpo Obernburg bei der HSG Pohlheim antreten, kam aber trotzdem mit einem 27:24 (14:15)-Erfolg zurück. Bereits nach wenigen Minuten war zu erkennen, dass die Mannschaft von Trainer Rudi Frank unbedingt den ersten Auswärtssieg der Saison holen wollte. Nach acht Minuten lagen die Obernburger mit drei Toren von Tobias Raab mit 4:1 in Führung und dank der Unterstützung einer starken Abwehr inklusive Torhüter Florian Eberhardt konnte dieser Vorsprung auch bis zur 13. Minute gehalten werden. Doch die starken Gastgeber kamen nach 16 Minuten erstmals zur Führung, auch weil die TuSpo-Abwehr nicht mehr so konsequent wie in den Anfangsminuten stand. Pohlheim blieb auch in den letzten Minuten der ersten Hälfte tonangebend und ging über die Spielstände von 11:8 und 12:10 mit einer knappen 15:14-Halbzeitführung in die Kabine.

Torhüter-Wechsel bei der TuSpo

Nach der Pause wechselte bei den Römerstädtern dann Jonathan Bausch ins Tor, der einen „Sahne-Tag“ erwischte und mit seinen Paraden dafür sorgte, dass die Frank-Crew ab der 35. Minute wieder das Kommando übernahm (17:16). Der neunfache Torschütze Tobias Raab war erneut mit drei Toren in Folge kaum zu halten, die Obernburger Abwehr steigerte sich wieder und zeigte ihre bisher beste Leistung der Saison. In der 40. Spielminute hatte die TuSpo beim 21:17 bereits einen etwas größeren Vorsprung, aber die Hausherren wehrten sich und gaben nicht auf. Mit einem Drei-Tore-Lauf kam Pohlheim in der 53. Minute bis auf 23:24 näher. In der Crunchtime hatte die Tuspo dann auch das „Glück des Tüchtigen“ und konnte durch Tore von Peer Kreuzkam, Tom Müller und Tobias Raab letzlich einen 27:24-Auswärtserfolg verbuchen.

TuSpo-Trainer Rudi Frank war nach dem Spiel sehr zufrieden mit seiner Mannschaft und freute sich über den wichtigen ersten Auswärtssieg der Saison.

TuSpo Obernburg:

Jonathan Bausch, Florian Eberhardt; Tobias Raab 9, Tom Müller 4, Ben Müller 3, Peer Kreuzkam 3/1, Thomas Keck 2, Nicolas Mohr 2, Meik Diehl 2, Moritz Holschuh 1, Nicolas Reus 1, Jesper Kunkel, Max Roos, Felix Roos.

 

 

HSG Bieberau/Modau mit feinem Heimsieg

Nach der vermeidbaren Niederlage letzte Woche in Wallau fuhr die HSG Bieberau/Modau diesmal gegen die SG Bruchköbel einen 34:28 (15:13)-Sieg ein. Die HSG Bieberau/Modau begann sehr zerfahren und unkonzentriert. So war es nicht verwunderlich, dass sie bereits nach vier Minuten mit 0:3 zurücklagen. Doch anders als in Wallau, fingen sie sich wieder und konnten mit einem Drei-Tore-Lauf zum 3:3 ausgleichen. Die erste und bis zum Spielende anhaltende Führung gelang Nehrdich zum 7:6 in der 14. Spielminute. Von da an lief es etwas besser bei den Falken, aber immer noch nicht gut.

Bruchköbel leistete Widerstand und blieb bis zum Halbzeitpfiff in Schlagnähe. Bieberau/Modau machte sich das Leben dabei selbst schwer, viel zu viele klare Torchancen wurden vergeben und die Abwehr wirkte wieder einmal unsicher, zu unbeweglich und unaufmerksam. Mit 15:13 wurden die Seiten gewechselt.

Abwehr nach dem Wechsel nicht viel besser

Das Abwehrspiel wurde auch in der zweiten Halbzeit nicht wesentlich besser, aber im Angriff zeigte sich eine Verbesserung, die den Falken half, sich bis zur 40. Minute mit sieben Toren zum 23:16 abzusetzen. Hier steigerte sich besonders Robin Büttner, der sieben seiner insgesamt acht Tore in der zweiten Halbzeit erzielte. Ab der 33. Minute musste Bruchköbel auf Luka Vuko verzichten, der seinen Gegenspieler Florian König sehr hart und unglücklich mit dem Ellbogen traf. Die beiden Schiedsrichter zögerten keine Sekunde und zeigten die Rot/Blaue Karte. Die Gäste gaben aber nicht auf und nutzten eine Schwächephase der Falken zwischen der 44. und 52. Minute, kamen auf drei Tore heran (52. Minute 26:23), ehe sich Bieberau/Modau wieder fing und bis zur 57. Minute auf 33:25 davon zog. Am Ende stand mit 34:28 der erste Heimsieg im neuen Jahr fest.

Trainer Thomas Weber sagte: „Natürlich freue ich mich über die zwei Punkte und den Sieg, aber wir sind weit von unserem Leistungsvermögen entfernt, ließen dem Gegner viel zu viel zu und haben zu viele Gegentore kassiert. Dazu haben wir zu wenig Tempo gemacht und im Angriff nicht effizient gespielt, gute Torchancen vergeben. Da müssen wir uns enorm steigern.“

 

HSG Bieberau/Modau:

Witkowski, Gehring, Trautmann; Diesterweg 1, Jajic 1, Büttner 8/2, Günther, Lubar 5, Giannakopolous 4, Kunzendorf 1, Hübscher 7, König 1, Nehrdich 5, Weit 1.

 

 

Das Bild von Tobias Raab hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste der TV Kirchzell eine unglückliche und ärgerliche 33:35 (17:17)-Niederlage bei den Bergischen Panther hinnehmen. Damit steht der TVK nun auf Platz sieben der Tabelle, der Gastgeber auf dem 13. Rang.

Die Gäste mussten ohne den beruflich verhinderten Tom Spieß antreten. Auch Ievgen Zhuk konnte nicht spielen, denn er war die ganze Woche über krank und war nicht einsatzbereit. Krankheitsbedingt ausgefallen war ebenfalls Trainer Andi Kunz.

Kirchzell begann gut und nach dem 2:2 in der vierten Minute zogen die Gäste – auch dank des bärenstarken Tim Häufglöckner – auf 5:2 (7.) davon. Bis zum 8:3 (10.) und 10:6 (13.) hatten die Hausherren keine Möglichkeit, den Torfluss der Odenwälder einzudämmen. Doch plötzlich lief es beim TVK nicht mehr. “Wir bekamen keinen Zugriff in der Abwehr und das Zusammenspiel Torhüter-Abwehr hat mir gefehlt”, so TVK-Trainer Alex Hauptmann, der mit dem Angriff aber zufrieden war. In der 21. Minute stand es 11::11, beim TVK wurden die Torhüter gewechselt und für Joshua Löffelmann kam Tobias Jörg. Bis zur Pause ging es ausgeglichen weiter und mit 17:17 wurden die Seiten gewechselt.

Auch in Halbzeit zwei stand die Abwehr nicht

Nach Wiederbeginn legten die Gastgeber immer wieder vor, der TVK zog nach (22:20, 22:22). Der TVK wechselte noch einmal im Tor und Tim Häufglöckner erzielte das 24:23 (42.). Die Führung war von kurzer Dauer – 25:24 (43.). Die Kirchzeller kämpften, wollten keinesfalls dem Gegner die Punkte überlassen (28:27, 30:28 – 50.). Doch es war wie verhext. Immer wieder wendete sich das Blatt zugunsten der Hausherren. Julius Mattern sorgte mit dem 32:31 für die letzte Kirchzeller Führung, Tim Häufglöckner mit dem 33:33 für den letzten Ausgleich im Spiel. Am Ende legten die Panther noch einmal nach und gewannen mit 35:33. “Wir kassierten in der Schlussphase ein, zwei unnötige Zeitstrafen, haben ein paar Schüsse zu viel zugelassen”, monierte Alex Hauptmann.

 

TV Kirchzell:

Paul Büchler, Tobias Jörg, Joshua Löffelmann; Jan Blank 1, Anton Bayer, Tim Häufglöckner 12/2, Antonio Schnellbacher 1, Jannik Wolf 2, Julius Mattern 4, Yann de Waha, Niklas Ihmer 8, Joshua Osifo 5.

 

Das Bild von Tim Häufglöckner hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.