Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball und Fasching – das sind, neben einigen anderen, seine größten Leidenschaften. Paul Büchler, Torhüter beim Handball Drittligisten TV Kirchzell, ist quasi beides in die Wiege gelegt worden. Der 21-jährige gebürtige Amorbacher sagt: “Im Amorbacher Carneval Club bin ich sozusagen seit meiner Geburt und mit dem Handball bin ich, seit ich zwei Jahre alt bin, rumgerannt.”

Zwar hat der Papa Tischtennis gespielt, doch der Opa war beim Feldhandball in Kirchzell zugange und für Paul Büchler war klar, dass auch er Handballer werden würde. “Für mich kam keine andere Sportart infrage”, sagt der sympathische und stets gut gelaunte junge Mann. In Kirchzell hat er alle Jugendmannschaften durchlaufen, hatte in der B-Jugend ein Zweitspielrecht mit der TuSpo Obernburg, war in der Hessenauswahl.

Wie er ins Tor kam, weiß er gar nicht mehr so genau. “Ich bin da irgendwie immer mehr reingewachsen und es hat mir Spaß gemacht, im Tor zu stehen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl mein Opa immer sagte, dass ich verrückt sein muss, mich ins Tor zu stellen 🙂 ” Nach der A-Jugend ging es in die erste und zweite Mannschaft, wobei Paul schon in seinem letzten A-Jugend-Jahr bei den Aktiven mittrainiert hat.

Ein Kreuzbandriss bremste ihn aus

In der Saison 2022/23, genauer gesagt im November 2022, holte sich der Torhüter im Training einen Kreuzbandriss am linken Knie. Da war erst einmal “Schicht im Schach” mit Sport. Doch sowie er wieder laufen konnte, hatte Paul einen Weg gefunden, trotzdem bei der Mannschaft zu sein. Er brachte sich in die “Trommler-Truppe” ein und war fortan bei jedem Spiel dabei. Sein Motto: “Bevor ich gar nichts mache, trommle ich eben und feuere so mein Team an.” Es waren sehr schöne Erlebnisse, die nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Fans in der damaligen Abstiegsrunde erlebten. “Unsere Reise nach Flensburg war der Wahnsinn, aber auch in Lemgo – um nur zwei zu nennen – war es toll. Ich glaube wirklich, dass diese Abstiegsrunde uns allen irgendwie ‘gut getan’ und Mannschaft und Fans unglaublich zusammengeschweißt hat”, sagt Paul, wenn er so an die Zeit zurückdenkt.

Zurück zu seiner Verletzung – kaum war er im August 2023 wieder fit, riss er sich im Dezember des gleichen Jahres die Außenbänder und es folgten drei Wochen Pause. Doch wieder kämpfte er sich zurück. Gerne denkt er an das Spiel im November 2024 in Leutershausen zurück. Da hat er gute 20 Minuten am Stück gespielt und seine Trainer waren voll des Lobes. Was für ihn ebenfalls ein schönes Erlebnis war, “war der Aufstieg in Liga drei. Es war mein erster Aufstieg und es war einfach toll.” Generell fühlt er sich in der Mannschaft um Kapitän Jan Blank sehr wohl. “Wir sind ein super Team und wir drei Torhüter verstehen uns sehr gut. Jeder nimmt vom anderen etwas an, jeder gibt jedem Tipps – das passt einfach.”

Am längsten kennen sich Louis Hauptmann und er. “Wir kennen uns seit den Minis. Das ist schon eine sehr lange Zeit. Aber auch Julius Mattern ist schon sehr lange dabei. Das ist ein gutes Gefühl, sich so lange zu kennen”, sagt Paul.

Sein Herz schlägt auch für Fußball

Interessanterweise hat er im Handball gar nicht so den Lieblingsverein. Im Gegenteil. Er legt seinen Fokus mehr auf Fußball und da ist der 1. FC Köln sein absoluter Favorit. Da fährt er auch schon einmal zu Auswärtsspielen mit, wenn es sich mit den Handballterminen vereinbaren lässt. “Mein Papa ist Köln-Fan und das hat auf mich abgefärbt,” lacht er. Abgefärbt hat auch das Gen “Karneval”. Seine ganze Familie ist im positiven Sinne “faschingsverrückt” und alle sind im Elferrat vertreten. “Seit ich 18 Jahre alt bin, bin ich im Elferrat – so wie mein Papa auch. Vorher war ich im Jugend-Elferrat. Seit heuer ist meine Schwester ebenfalls im Elferrat vertreten.” Paul ist stolz darauf, das hört man an seiner Stimme. Wie gut, dass seine Freundin ebenfalls so “faschings-affin” wie er ist. Die beiden ergänzen sich gut und ergeben ein schönes Paar.

Doch heute Abend wird es ernst und die närrische Zeit wird weit nach hinten verlegt, wenn der TVK den Longericher SC Köln empfängt. “Wir werden alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Unsere Fans werden uns sicher wieder toll unterstützen im Kampf um zwei weitere Punkte”, ist sich Paul sicher.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Sonntag um 17 Uhr in der Linde MH Arena in Aschaffenburg die HSG Nordhorn-Lingen.

Im Hinspiel im vergangenen Oktober holte der TVG mit einem Unentschieden gegen die HSG den ersten Auswärtspunkt der Saison. Wenn die beiden Teams diesmal aufeinandertreffen, dann hat sich einiges geändert, denn der TVG hat einen neuen Trainer und viele neue junge Spieler. Zurzeit steht die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach auf dem 13. Tabellenplatz, der Gegner hat den sechsten Rang inne. Die HSG kann auf eine beeindruckende Siegesserie von zuletzt sechs gewonnenen Spielen plus einem Unentschieden zurückblicken.

TVG-Trainer Andrè Lohrbach sagte: “Es ist derzeit die Mannschaft der Liga und sie haben seit 06. Dezember kein Spiel mehr verloren. Hier greifen mittlerweile viele Rädchen ineinander, die HSG hat einen starken Rückraum und ist auch im Tor gut besetzt.” Tatsächlich stehen mit Kristian van der Merwe und Ivan Budalic zwei gute Keeper im HSG-Kasten. Lucas Firnhaber und Frieder Bandlow im rechten Rückraum, Tarek Marschall, Björn Zintel, Maximilian Lux oder Max Jäger auf Linksaußen sind gut unterwegs. Gerade der ehemalige Großwallstädter, Frieder Bandlow, ist aktuell der erfolgreichste Torschütze, hat auch vom Siebenmeter-Punkt schon 28 Mal getroffen.

“Meiner Meinung nach kommt auf uns eine taktische Aufgabe zu. Wir müssen uns auf die einstudierten Muster des Gegners einstellen und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen”, so der TVG-Coach. Das letzte Spiel in Ludwigshafen ist analysiert und abgehakt. “Für auswärts war unsere Leistung nicht gut genug”, so Lohrbach. Der Trainer muss noch immer auf seine drei Langzeitverletzten verzichten. Kreisläufer und Kapitän Patrick Gempp war unter der Woche krank – hinter seinem Einsatz steht ein dickes Fragezeichen – und auch sonst kränkelten einige Spieler, wie Torhüter Stefan Hanemann und Dmytro Redkyn. Auch hinter Dmytro steht ein großes Fragezeichen. “Doch wir haben mit Ausfällen derzeit viel Erfahrung, es hilft kein Jammern”, sagt der Trainer mit einem nicht gerade “lustigen” Augenzwinkern.

Die Mannschaft hat eine Einheit in der Aschaffenburger Arena absolviert, um sich an die Gegebenheiten dort zu gewöhnen, denn es ist der erste Auftritt seit 2025 in Aschaffenburg, und sie will unbedingt den nächsten Heimspielerfolg einfahren. Allerdings wird es richtig schwer werden, denn Max Horner hat sich im Abschlusstraining eine Rippenprellung zugezogen.

 

 

Das Bild von Maxim Schalles hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Flaggschiff des Handball Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden, nämlich der männliche Jugendbereich, bekommt nach zwei sehr erfolgreichen Jahren unter der Leitung vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Lars Spieß einen neuen Steuermann.

Ab der nächsten Saison wird mit Rudi Frank ein ausgewiesener Kenner der Handballszene das Ruder an Bord des HSG-Nachwuchses übernehmen. Der 38-jährige A-Lizenzinhaber, dessen handballerische Wurzeln im Odenwald liegen, musste seine eigene Laufbahn verletzungsbedingt relativ früh beenden. So zog es ihn vom Spielfeld an den Seitenrand, wobei er mit verschiedenen Mannschaften schon große Erfolge feiern konnte. Als Highlight steht der Aufstieg in die zweite Handball-Bundesliga der Damen mit dem Team aus Ketsch in seiner Vita. Danach übernahm er als Jugendkoordinator das Leistungszentrum in Großwallstadt. Hier wurde er unter anderem mit Ketil Horn, Philipp Hoepffner und David Wucherpfennig bayerischer Meister in der B-Jugend und scheiterte bei der deutschen Meisterschaft nur mit einem Tor am späteren Meister SC Magdeburg.

Spuren hinterlassen

Auch bei seiner jetzigen Station in Obernburg hat der zweifache Familienvater seit der Übernahme der Regionalliga-Männer tiefe Spuren hinterlassen. Seine mittlerweile fünfte Saison (darunter eine als A-Jugendtrainer) am Untermain wird aber die vorerst letzte sein, denn Frank wird sich ab Juli den Baggerseepiraten anschließen: „Wir haben uns einvernehmlich getrennt, das hört sich immer so platt an, ist aber definitiv so. Ich verstehe mich mit allen Verantwortlichen und Spielern in Obernburg immer noch sehr gut und gehe natürlich auch ein bisschen wehmütig weg“, so Frank. In der Tat stehen die Obernburger trotz des rauen Fahrwassers zu 100 Prozent hinter ihrem Coach und wollen das Ziel Klassenerhalt schaffen. „Der Fokus liegt ganz klar auf der jetzigen Runde und unserem gemeinsamen Ziel. Das wird nicht einfach, aber ich bin vom Grundsatz ein optimistischer Typ und hoffe, dass wir am Ende drin bleiben.“

Trotz der aktuell schwierigen Situation zeigt Frank auch schon etwas Vorfreude in Bezug auf die kommende Aufgabe: „Es reizt mich total, in der Jugendbundesliga Verantwortung zu übernehmen, das ist für mich so ein bisschen „Back to the roots“, weil ich ja schon in Großwallstadt mit Nachwuchsspielern gearbeitet habe. Da gefällt mir einfach die totale Motivation und der Fokus bei den Jungs. Ich bin überzeugt, dass das in Rodgau eine langfristige Sache werden kann, die Baggerseepiraten haben sich deutschlandweit schon einen gewissen Namen im Leistungsbereich gemacht. Da freue ich mich total, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.“

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, geht es nach dem freien Faschingswochenende für den TV Kirchzell wieder weiter. Diesmal kommt der Tabellendritte Longericher SC Köln in die Miltenberger Sporthalle. Anwurf ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Die Gäste um ihren Trainer Christian Stark haben bisher 32:12 Punkte gesammelt, spielen ein gutes Tempo und haben torgefährliche Spieler in ihren Reihen, die sich gut formieren. “Deshalb müssen unsere Abschlüsse gut gewählt sein. Wir müssen versuchen, sie so oft es geht, ins 6-6 zu bringen, um auch das eine oder andere leichte Tor zu erzielen. Es wird eine Riesenaufgabe auf uns zukommen, denn ich schätze Longerich ähnlich ein wie Gelnhausen”, sagte TVK-Trainer Andi Kunz.

Mit Rechtsaußen Lennart Leitz, den Mittelmännern Lennart Wörmann, Jonas Kämper oder Lukas Martin Schulz sowie ihrem Abwehrchef am Kreis, Dustin Thöne, kommt in der Tat ein Brocken auf die Kirchzeller zu. Lauffreudig, bewegungsfreudig mit unbändigem Drang aufs Tor. Doch Andi Kunz sagt: “Im Hinspiel haben wir ein grandioses Angriffsspiel gegen ein Topteam der Liga gemacht. Auch diesmal werden wir alles raushauen und hoffen, dass wir die Partie bis zum Schluss spannend halten können und dann das bessere Ende für uns haben.” Fakt ist, dass sich die Hausherren auf jeden Fall einen Plan zurecht legen werden, wie sie die Deckung des Gegners knacken können.

“Wir haben in den letzten Jahren viele Emotionen gesammelt – Abstiegsrunde, Abstiegsrunde, Aufstiegsrunde – und wir wollen noch weitere sammeln. Wir haben noch ein paar Heimspiele und in denen wollen wir alles zeigen. Wir wollen – nach dem TV Großwallstadt, dem TV Hüttenberg, dem TV Gelnhausen, der HSG Hanau und der HSG Rodgau Nieder-Roden die Nummer sechs in Hessen bleiben. Dafür werden wir alles geben.”

 

Das Bild von Tobi Jörg hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, fährt der TV Gelnhauen am Samstag zum TV Korschenbroich. Die HSG Hanau und die HSG Rodgau Nieder-Roden hingegen sind spielfrei.

Nach dem spielfreien Faschingswochenende steht der TV Gelnhausen am kommenden Samstag vor der nächsten Herausforderung. Um 19.30 Uhr trifft das Team von Cheftrainer Matthias Geiger auswärts in der Waldsporthalle auf den abstiegsbedrohten TV Korschenbroich. Während die Barbarossastädter mit einer beeindruckenden Serie und der besten Defensive der Staffel Süd-West weiter Kurs auf die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga nehmen wollen, benötigt Korschenbroich jeden Punkt im Abstiegskampf. Allerdings muss der TVG in diesem Spiel auf Torhüter Alexander Bechert verzichten. Der Leistungsträger fällt mit muskulären Problemen aus und wird voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Wie lange genau, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Neben dem langzeitverletzten Lasse Georgi ist Bechert somit der zweite Ausfall für die Gelnhäuser.

Trotzdem reisen die Rot-Weißen mit breiter Brust zum Tabellenvorletzten. Mit 41:3 Punkten belegt der TVG den zweiten Tabellenplatz und hat sich eine sehr gute Ausgangslage für die Qualifikation zur Aufstiegsrunde erarbeitet. Doch Cheftrainer Matthias Geiger betont, wie wichtig es ist, den Fokus weiter hochzuhalten: „Nach der spielfreien Woche müssen wir sofort wieder in unseren Rhythmus finden. Anlaufschwierigkeiten können wir uns nicht leisten, vor allem nicht in dieser entscheidenden Saisonphase.“ Er hebt zudem hervor, dass sein Team sich vor allem auf die eigenen Stärken konzentrieren muss: Unsere Abwehr war zuletzt überragend, das muss auch unser Ziel gegen Korschenbroich sein. Dann können wir es ihnen extrem schwer machen.“

Für den Gastgeber geht es um alles. Mit 9:35 Punkten steht das Team auf dem 15. Tabellenplatz und steckt tief im Abstiegskampf. Besonders die Defensive ist ein großes Problem: Mit 714 Gegentoren stellt der Aufsteiger die zweitschlechteste Abwehr der Staffel. Doch die Mannschaft hat sich in der Rückrunde stabilisiert. Nach einer schwachen Hinrunde mit gerade einmal 4:26 Zählern, startete Korschenbroich deutlich besser in die Rückrunde und sammelte bereits 5:9 Punkte.

Den Schwung aus dem guten Rückrundenstart und vor allem aus dem jüngsten 28:23-Erfolg in Haßloch wollen die Gastgeber mitnehmen. Der Verein, der in der Vergangenheit bereits in der zweiten Liga spielte, ist letzte Saison nach sechs Jahren in der vierthöchsten Spielklasse wieder in die dritte Liga aufgestiegen. Nun kämpft der Traditionsverein mit aller Kraft darum, den Klassenerhalt zu sichern. Geiger warnt: „Korschenbroich ist akut abstiegsgefährdet und wird dementsprechend mit maximaler Motivation in das Spiel gehen.“

Auch das Hinspiel dürfte noch in den Köpfen der Korschenbroicher sein. Damals musste sich das Team dem TV Gelnhausen mit 24:37 geschlagen geben – eine der höchsten Niederlagen der Saison. Diesmal werden die Hausherren alles daransetzen, ein solches Debakel zu verhindern.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 Der 19-jährige Torhüter des Handball Drittligisten TV Gelnhausen, Daniel Drozdz, wurde für den Lehrgang der polnischen U21-Nationalmannschaft nominiert. Vom 9. bis 16. März wird er mit seinem Team gegen Nordmazedonien und Algerien antreten und sich für höhere Aufgaben empfehlen.

Der talentierte Schlussmann wechselte im Oktober vergangenen Jahres von der renommierten Handball-Akademie SMS ZPRP Kielce zum TV Gelnhausen und hat sich seither hervorragend entwickelt. Sein großes Ziel ist die Teilnahme an der U21-Weltmeisterschaft in seinem Heimatland Polen, die vom 18. bis 29. Juni 2025 ausgetragen wird. Die aktuelle Nominierung ist für ihn ein wichtiger erster Schritt dorthin. „Ich habe lange auf diese Chance gewartet und freue mich sehr, dass es jetzt endlich geklappt hat. Ich werde alles geben, um zu zeigen, dass ich bei der WM dabei sein kann und den TV Gelnhausen bestmöglich repräsentieren“, so Drozdz.

Auch TVG-Manager Philip Deinet zeigt sich glücklich über die Entwicklung des Torhüters: „Wir freuen uns darüber, dass Daniel diese Chance bekommt und drücken alle Daumen, dass er es auch in den Kader für die U21-WM in seinem Heimatland schafft. Daniel ist sportlich und charakterlich ein Glücksgriff für den TV Gelnhausen und wir freuen uns auf noch viele tolle Momente mit ihm. Seine Nominierung zeigt, dass der TVG für junge Spieler eine sehr gute Adresse ist, sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.“

Neben seinem Traum von der Weltmeisterschaft hat Drozdz noch ein weiteres großes Ziel für diese Saison. Er will mit dem TV Gelnhausen die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga erreichen. Durch seine Teilnahme am Lehrgang wird er dem TVG jedoch beim nächsten Heimspiel am 15. März gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II nicht zur Verfügung stehen können.

 

Das Bild von Daniel hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga hat die TuSpo Obernburg am Samstag den TV Hüttenberg II zu Gast. Die HSG Bieberau/Modau empfängt den Tabellenzweiten ESG Gensungen/Felsberg.

 

Heimsieg ist Pflicht

Die U23 des Zweitligisten TV Hüttenberg wird am Samstag um 19 Uhr ihre Visitenkarte in Obernburg abgeben und mit der jungen Mannschaft aus Mittelhessen hatte die TuSpo in den letzten Partien immer ihre Probleme. Die Mannschaft von Trainer Markus Semmelroth hat in der letzten Saison nur mit Mühe die Klasse gehalten und auch in der aktuellen Runde liegt der TVH nach 18 Spielen mit 10:26 Punkten auf dem vorletzten Platz.

In der Hinrunde musste die TuSpo beim 31:28 die Heimreise ohne Punkte antreten und im Heimspiel der Saison 2023/2024 gab es beim 27:27 auch nur einen Punkt für die Obernburger. Mit dem Zweitliga-erfahrenen Phil Spandau auf Linksaußen, der nach sieben Spielen in der zweiten Mannschaft bereits 37 Tore erzielen konnte und mit dem Rückraumshooter Jannis Wrackmeyer (117 Tore in 18 Spielen) haben die Gäste zwei starke Werfer in ihren Reihen. Die stark abstiegsbedrohten Gäste sind immer wieder für eine Überraschung gut und dürfen auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die TuSpo einen Schritt raus aus dem Tabellenkeller machen will, ist ein Heimsieg am Samstag absolut Pflicht. Bleibt zu hoffen, dass die Obernburger nicht allzuviel Ausfälle krankheits- oder verletzungsbedingt zu verzeichnen haben.

 

Spitzenspiel der Liga

Am Samstag um 19 Uhr kommt es zu einem Topspiel der Liga, wenn der Zweite HSG Gensungen/Felsberg beim Dritten Groß-Bieberau antritt. Die Gäste haben aktuell elf Verlustpunkte und Bieberau/Modau hat zwölf Verlustpunkte auf dem Buckel. Beide Teams wollten zu Saisonbeginn um die Meisterschaft mitspielen, doch beide Teams mussten bereits zu viele Punkte abgeben, um dem souveränen Tabellenführer Münster (nur drei Verlustpunkte) ernsthaft zu folgen. Doch auch wenn die Meisterschaft vermeintlich entschieden ist, werden sich die beiden Kontrahenten am Samstag nichts schenken und ihr Bestes geben.

Gensungen ist eine spiel- und kampfstarke Mannschaft, die in allen Mannschaftsteilen gut besetzt ist. Besonders der Rückraum ist zu beachten, die Abwehr kompromisslos und immer darauf bedacht den Ball zu erobern. Da werden alle Fehler gnadenlos mit Gegenstößen und meist mit einfachen Toren bestraft. Alles in allem, eine ziemlich komplette Mannschaft. HSG-Trainer Thomas Weber: „Da kommt was auf uns zu und wir freuen uns darauf. Wir haben uns gut vorbereitet und wollen den Zuschauern ein gutes Handballspiel zeigen. Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Weiter geht es mit den guten Neuigkeiten beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt. Nach Connar Battermann bleibt jetzt auch Finn Wullenweber ein weiteres Jahr beim TVG.

Auch wenn der Rückraumspieler aufgrund seiner schweren Verletzung in der aktuellen Spielzeit nur wenig Einsatzzeiten hatte, setzt der TV Großwallstadt weiter auf den 27-Jährigen und sichert sich dessen Dienste für eine weitere Saison. 

„Wir sind sehr glücklich, dass Finn ein weiteres Jahr bei uns bleibt und auf jeden Fall bis 2026 Teil des TV Großwallstadt sein wird. Trotz seiner Verletzung, die ihn in dieser Saison lange außer Gefecht gesetzt hat, wissen wir um seine Qualität und seinen Wert für unser Team. Wir sind überzeugt, dass er nach seiner Genesung wieder voll angreifen und mit seiner individuellen Klasse zur Weiterentwicklung des Vereins beitragen wird“, so Geschäftsführer Michael Spatz.

Trainer André Lohrbach freut sich auf das Comeback

Auch Trainer André Lohrbach setzt auf Wullenweber und dessen Erfahrung: „Finn hat in den letzten Jahren bewiesen, welch wichtiger Spieler er für die Mannschaft und den Verein sein kann. Er hat bis zu seiner Verletzung eine zentrale Rolle im Angriff und der Abwehr gespielt. Leider war er jetzt sehr lange außer Gefecht gesetzt, aber schon zu Beginn meiner Trainertätigkeit beim TVG ist mir Finn sehr positiv in meiner Analyse aufgefallen. Er ist ein Spieler, der mit seiner Dynamik und seiner Wurfstärke auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein kann. Ich hoffe, dass er bald wieder auf dem Spielfeld zu sehen ist und er sich mit der Mannschaft weiterentwickeln und seinen Beitrag leisten kann. Ich freue mich, dass er ein weiteres Jahr beim TV Großwallstadt bleibt.“

Der Spieler selbst ist glücklich über diese Entwicklung und freut sich auf sein Comeback – eventuell ja bereits in der Saison 2024/25: „Nach einem für mich persönlich schwierigen Jahr, freue ich mich sehr, weiterhin hier spielen zu dürfen und ich werde alles daransetzen, die zukünftigen Ziele des Vereins mit der Mannschaft zu erreichen.“

Finn Wullenweber wurde am 12. November 1997 in Hamburg geboren und begann seine Karriere bereits im Alter von fünf Jahren beim MTV Ashausen. 2009 wechselte er zur SG Luhdorf/Scharmbeck, bevor er sich ein Jahr später dem HSV Hamburg anschloss. Dort durchlief er ab der C-Jugend alle Mannschaften, bevor er 2016 erstmals in der dritten Liga auflief. 2018 feierte er mit dem Verein den Aufstieg in Liga zwei, 2021 erfolgte der Sprung in die erste Liga. Seit 01.07.2022 steht er beim TV Großwallstadt unter Vertrag.

 

Das Bild von Finn hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat einen Tag nach der enttäuschenden Niederlage bei den Eulen Ludwigshafen die Verpflichtung von Ben Connar Battermann für die kommende Saison bekannt gegeben.

Der Rückraumspieler wurde im Januar mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet, um die Lücke zu schließen, die Nils Kretschmer hinterlassen hatte. In Großwallstadt war man sich bereits vor der Vereinbarung des Zweifachspielrechts über die Qualitäten des 20-Jährigen bewusst, so dass Geschäftsführer Michael Spatz schon frühzeitig das Gespräch suchte: „Trotz seines jungen Alters bringt Connar bereits viel Erfahrung mit und die ersten Wochen haben gezeigt, welch hohe Qualität er besitzt. Uns war es wichtig, ihn nun auch langfristig an uns zu binden. Daher freuen wir uns, dass Connar sich entschieden hat, den Weg weiter mit uns zu gehen. Wir sind überzeugt, dass er sich bei uns weiterentwickeln und den nächsten Schritt in Richtung Topspieler der Liga machen wird“. 

Battermann möchte in Großwallstadt nächstes Level erreichen

Battermann, dessen Vertrag beim TBV Lemgo Lippe zum Ende der Saison ausläuft und damit auch das Zweifachspielrecht beim TVG wegfällt, hat sich schnell für den TV Großwallstadt entschieden: „Ich freue mich sehr, meinen Vertrag hier zu verlängern. Ich habe bereits nach der kurzen Zeit ein sehr gutes Gefühl und die Mannschaft hat es mir vom ersten Tag an leicht gemacht.  Ich wurde sehr gut integriert und aufgenommen. Vor allem auch die weitere Zusammenerbiet mit André Lohrbach hat mir die Entscheidung einfach gemacht. Ich freue mich sehr, in den nächsten Jahren Teil dieses Teams zu sein und gemeinsam an unseren sportlichen Zielen zu arbeiten. Außerdem bin ich hochmotiviert, meine persönliche Leistung weiterhin in den kommenden Herausforderungen auf das nächste Level zu bringen. Dafür sehe ich hier in Großwallstadt die optimalen Voraussetzungen.“

 Weiterentwicklung unter Trainer André Lohrbach

Eine wichtige Rolle bei dieser Entscheidung spielte sicherlich auch Trainer André Lohrbach, der den jungen Rückraumspieler schon aus seiner Zeit beim TSV Altenholz kennt und ihn nun auch in Großwallstadt weiterentwickeln möchte. „Connar hat in den ersten drei Spielen und in der kurzen Zeit, in der er bei uns ist, schon gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Er hat gemerkt, dass das für ihn in Großwallstadt auch eine Station sein kann und ein Umfeld, wo er sich und seine Stärken weiterentwickeln kann. Er ist in beiden Abwehrsystemen auf zentralen Positionen einsetzbar und verfügt über spielerische Fähigkeiten sowie Abschlussfähigkeiten aus dem Rückraum und ist mit seiner Entwicklung lange noch nicht am Ende. Deshalb freue ich mich, dass er sich trotz anderer Möglichkeiten dafür entschieden hat, bei uns zu bleiben und den Weg weiter mit uns zu gehen.“

Ben Connar Battermann wurde am 28.03.2004 in Lemgo geboren. Das Handballspielen lernte er in Bad Salzuflen, wechselte später zum Wyker TB und danach zur SG Frisia Leck Süderlügum, bevor er in den Nachwuchs-Leistungsbereich des THW Kiel kam. Hier avancierte er zum Jugend- und Juniorennationalspieler, wo er 2022 mit der U18 Bronze für Deutschland gewann. 2023 rückte er in den erweiterten Profi-Kader des THW Kiel, wurde mit dem Zweifachspielrecht beim TSV Altenholz ausgestattet, bevor er im Januar 2024 zum TBV Lemgo Lippe wechselte. Seit Januar läuft er mittels Zweifachspielrecht für den TV Großwallstadt auf.  Dort erhält er nun einen Vertrag bis Juni 2027.

Keine Auswärtspunkte

Für den TVG gab es am Sonntag in Ludwigshafen bei der 27:31 (11:14)-Niederlage erneut auswärts keine Punkte und die Unterfranken sind von Tabellenplatz neun auf zwölf zurückgefallen. Ludwigshafen hingegen verbesserte sich von Rang 14 auf zehn. Bisher gelangen dem TVG zwei Siege und ein Unentschieden in der Fremde.

Die Gäste, die neben Kuno Schauer und Finn Wullenweber auf den erkrankten Lars Röller verzichten mussten, lagen schnell mit 1:4 (5.) zurück, ehe Tobias Buck in der 18. Minute die erste Führung für sein Team gelang (7:6). Doch mehr als ein Unentschieden wurde es in Halbzeit eins nicht mehr und der Neuzugang für die kommende Saison, Sebastian Trost von den Eulen, sorgte für das 14:11 zur Pause.

Nach dem Wechsel gingen die Fehler auf beiden Seiten munter weiter und trotzdem zogen die Hausherren auf 17:12 (36.) davon. Beim 21:15 (40.) schien die Messe gelesen. Doch der TVG wehrte sich und hatte in Stefan Salger einen zuverlässigen Siebenmeterschützen, der zum 23:26 verkürzte (50.). Auch beim 24:27 keimte noch einmal Hoffnung auf. Aber die Gastgeber machten beim 29:24 den Sack schon fast zu. Erneut kamen die Gäste auf drei Treffer heran. Erneut machte Ludwigshafen die Hoffnungen des Gegners zunichte (31:26). Mario Stark war es vorbehalten, für sein Team den letzten Treffer im gegnerischen Tor unterzubringen. Am Ende stand ein 31:27 für die Eulen.

Yessine Meddeb sagte anschließend: “Glückwunsch an die Eulen. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, kommen nicht gut ins Spiel rein. Über das ganze Spiel gesehen, bekamen wir keinen Zugriff und haben unseren Matchplan nicht umgesetzt.”

Sebastian Trost von den Eulen sagte: “Die Punkte waren ganz wichtig für uns. Wir sind gut reingestartet und das kleine Polster, das wir uns gleich erarbeiteten, gab uns ein gutes Gefühl.”

 

Das Bild von Battermann hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat die HSG Hanau bei der HSG Rodgau Nieder-Roden das Derby mit 31.30 (9:11) gewonnen.

 

Wie die HSG Hanau in einer Pressemitteilung bekanntgab, hat sich die HSG Hanau mit einer herausragenden Mannschaftsleistung den Sieg erkämpft. Das Duell mit den Baggerseepiraten bot dabei viele Parallelen zum Hinspiel im vergangenen Oktober. Wieder standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, erneut wurde es knapp und abermals war es HSG-Rechtsaußen Sebastian Hein der mit seinem Treffer in der Schlussphase herausstach. Aus dem starken Kollektiv ragten allerdings auch David Rivic (10 Tore) und Cedric Schiefer (9 Treffer) hervor.

„Vielleicht hatten wir am Ende ein bisschen das Glück auf unserer Seite, aber wenn man das ganze Spiel betrachtet – gerade unsere zweite Halbzeit – dann sind wir heute hier auch der verdiente Sieger“, verkündete ein freudenstrahlender HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff und fügte hinzu: „Ein besonderes Dankeschön geht an den Blauen Block, der uns in den letzten Wochen wirklich getragen und durch diese schwierige Phase der Saison gebracht hat.“

Das einzige Spiel der Staffel Süd-West am Faschingswochenende elektrisierte beide Fanlager. 610 Zuschauer säumten die Ränge in der RODAUSTROM Sportarena. In der Begegnung der beiden Bezirksrivalen war auch direkt von der ersten Minute reichlich Dampf festzustellen: Beide Teams verteidigen resolut, schenkten sich wenig und ließen ein ums andere Mal durch die ihre starken Individualisten, wie David Rivic auf der einen und Johannes von der Au auf der anderen Seite, ihre spielerische Klasse aufblitzen. Cedric Schiefer war es, der in der 9. Minute die HSG Hanau mit 4:2 in Führung brachte. Mit dem 7:7 (18. Minute) der Hausherren wendete sich das Blatt allerdings etwas.

Das Hanauer Team schaffte es in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit nicht mehr, seine Chancen im Netz unterzubringen, so vergab auch HSG-Kapitän Max Bergold in ungewohnter Manier zwei Siebenmeter. Die Hausherren nutzen das Hanauer Nervenflattern zur eigenen 10:7-Führung (23.), die auch bis zum Kabinengang Bestand hatte.

Es ging ein Ruck durch das Hanauer Team

Nachdem Rodgau Nieder-Roden direkt nach dem Seitenwechsel wieder auf 12:9 erhöhte, schien ein Ruck durch die Hanauer Mannschaft zu gehen. Das bemerkte auch Geist: „Was dann abging bis zur 50 Minute, dafür muss ich meiner Mannschaft allerhöchsten Respekt zollen.“ Der sicher verwandelte Siebenmeter von Jan-Eric Ritter zum 11:13 (34.) war der Auftakt zu einem Hanauer Powerplay, bei dem David Rivic in der 37. Minute vom Kreis den 14:14-Ausgleich einwarf und beim 18:15 (39.) die Grimmstädter mit drei Toren in Front brachte.

Nieder-Roden fand nun kaum noch zu seinem Spiel. Hanau verteidigte weiter routiniert und ließ sich auch durch mehrere Zeitstrafen nicht aus der Ruhe bringen. Aber es wäre kein Bezirksderby, wenn die Schlussphase nicht noch einmal für Spannung sorgen würde. Nach Rivics 27:23 (52.) hatte Hanau in einigen Situationen kein Spielglück und die Gastgeber setzten ihrerseits zur Aufholjagd an. Mit einer offensiven Deckung brachten sie Hanau unter Druck, kamen so in der Folge mehrmals zum Anschlusstreffer und durch Samuel Hodderson in der 59. Minute zum 30:30-Ausgleich.

Die Gastgeber und ihr Publikum wären wahrscheinlich mit einem Unentschieden wie im Hinspiel zufrieden gewesen, doch hatte Nieder-Roden die Rechnung ohne Hanaus Sebastian Hein gemacht. Mit dem siebten Feldspieler auf der Platte fand Ritters Diagonalpass den Youngster auf Rechtsaußen, der zwischen zwei Gegenspielern hindurchging und mit seinem 31:30 zum Matchwinner wurde. Der letzte Angriff der Gastgeber landete in den Händen von Müller. „Ich finde es toll, dass auch unsere jungen Leute es schaffen Verantwortung zu übernehmen“, meinte Geist später, der dabei Hein nochmal einmal besonders hervorhob. Auch Ritter, der als wichtiger Leader vorweggegangen war, bekam durch seinen Coach ein Sonderlob.