Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was für ein Auftakt! Handball Drittligist TV Kirchzell hat in der Staffel Süd-West sein erstes Saisonspiel in der neuen Saison vor heimischem Publikum gegen den TuS Opladen mit 34:31 (17:15) gewonnen. Bis die beiden Punkte endgültig unter Dach und Fach waren, war es allerdings ein hartes Stück Arbeit.

Eine angenehme Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff: Jan Blank-Born, der zuletzt seine aktive Laufbahn aus beruflichen Gründen beendet hatte, unterstützt Andreas Schober künftig als Co-Trainer. Damit hat Cheftrainer Povilas Babarskas eine weitere erfahrene Hand an seiner Seite.

Mario Stark bei seinem ersten Spiel in der Saison 26/27 im TVK-Trikot

Auf dem Feld begann die Partie zunächst mit vorsichtigem gegenseitigem Abtasten. Der Gast stellte eine robuste und unangenehm zu bespielende Abwehr, mit der sich Kirchzell zunächst schwer tat. Es dauerte bis zur fünften Minute, ehe Kapitän Tim Häufglöckner mit dem 1:3 das erste Kirchzeller Tor erzielte.

Opladen behauptete zunächst die Führung, zog über 3:5, 4:7 und 5:8 davon. Erst danach fand der TVK besser ins Spiel und glich zum 8:8 aus. In der 15. Minute kam erstmals Neuzugang und Eigengewächs Mario Stark zum Einsatz, fünf Minuten später folgte Tom Spieß. Trainer Povilas Babarskas hat nun deutlich mehr Möglichkeiten im Rückraum und nutzte diese auch, um seinen Spielern immer wieder Verschnaufpausen zu verschaffen.

Für zusätzliche Emotionen sorgten einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, die nicht immer auf Kirchzeller Seite nachvollziehbar erschienen. Beim Stand von 11:11 musste der TVK beispielsweise in doppelter Unterzahl agieren.

In der 21. Minute wechselte Povilas Babarskas im Tor und brachte für Tobias Evers seinen Kollegen Joshua Löffelmann. Beim 13:13 in der 24. Minute war weiterhin Geduld gefragt, bevor der TVK-Trainer zur Auszeit bat. Kirchzell arbeitete sich danach erstmals wieder leicht ab, ging mit 15:14 und 16:14 in Führung und erhöhte auf 17:14. Die Gäste verkürzten noch einmal, sodass es mit 17:15 in die Pause ging. 

TVK hat mehr vom Spiel

Nach dem Seitenwechsel wechselte Opladen erneut im Tor, Kirchzell hatte nun zunächst mehr vom Spiel und präsentierte sich kämpferisch. Auch kleinere Nickligkeiten brachten die Gastgeber nicht aus dem Konzept. Über 20:17 und 21:17 baute der TVK seine Führung aus, doch der TuS blieb hartnäckig und kam beim 21:20 wieder heran. Eine wichtige Szene folgte in der 43. Minute: Joshua Löffelmann entschärfte einen freien Wurf und verhinderte damit den möglichen Ausgleich.

Danach entwickelte sich eine Schlussphase, die an Spannung kaum zu überbieten war. 22:22, 23:23, 25:23 – Opladen blieb dran. Nach der Auszeit der Gäste in der 50. Minute ging es über 26:24 und 27:25 weiter. In dieser Phase zeigten vor allem die jungen Spieler ihre Klasse. Besonders die Linkshänder Niklas Ihmer und Lasse Becker übernahmen Verantwortung und sorgten immer wieder für wichtige Treffer.

Beim 28:27 war weiterhin alles offen. Tobias Evers kehrte noch einmal ins Kirchzeller Tor zurück, doch Opladen glich zum 28:28 aus. Kirchzell legte erneut zwei Tore vor, 30:28, doch der TuS gab nicht auf und stellte beim 30:30 wieder den Gleichstand her.

Kurz vor Schluss wurde es noch einmal hektisch. Eine Zweiminuten-Strafe gegen Mario Stark bedeutete für den TVK Unterzahl – zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Doch jetzt übernahmen die jungen Kräfte Verantwortung: Lasse Becker erzielte das 31:30 und wenig später auch das 32:31.

Bei 59:22 Minuten nahm Trainer Babarskas seine letzte Auszeit. Opladen stellte auf offene Manndeckung um, doch Kirchzell blieb cool. Ihmer traf 59:36 Minuten vor dem Ende zum 33:31. Die Gäste nahmen daraufhin ebenfalls noch einmal die Auszeit, doch die Entscheidung war gefallen: Lasse Becker setzte mit dem 34:31 den Schlusspunkt.

Tobias Evers in Lauerstellung

„Eine schwere Geburt, aber zwei Punkte – das zählt“, fasste Mario Stark die Partie anschließend zusammen. Der TVK habe es Mitte der zweiten Halbzeit verpasst, den Sack frühzeitig zuzumachen. „Unsere jungen Linkshänder haben die Dinger reingemacht, das war super. Wir hätten aber generell ein bisschen mehr Tempo machen müssen.“

Auch Trainer Povilas Babarskas zeigte sich nach dem umkämpften Auftakt zufrieden. „Danke an die Fans“, richtete er zunächst ein Kompliment an das Publikum. „Wir haben uns vorgenommen, mehr Spiele zu Hause zu gewinnen als zuletzt. Mit dieser Stimmung sollten wir das schaffen.“

Opladen sei in dieser Saison stärker als im vergangenen Jahr und habe zudem noch einige verletzte Spieler, so der Kirchzeller Trainer. „Das war gut für uns.“ Gleichzeitig ärgerte ihn, dass sein Team bei einer Vier-Tore-Führung (21:17, Anm. d. Red.) die Gelegenheit verpasste, sich entscheidend abzusetzen. Technische Fehler und Ballverluste brachten den TuS wieder zurück ins Spiel. „Wir hätten ein bisschen mehr Tempo machen müssen. Letztlich bin ich aber zufrieden.“

Und das durfte er nach diesem Auftakt allemal sein: Der TV Kirchzell hat sich mit viel Kampfgeist, Nervenstärke und mannschaftlicher Geschlossenheit die ersten beiden Punkte gesichert – und das vor allem in den Schlussminuten mit toller Unterstützung der Youngsters Ihmer und Becker.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem Karriereende von Max Bergold ist Handball Drittligist HSG Hanau auf der Suche nach einer Lösung für die Ausfallzeit von Julian Fulda fündig geworden: Die HSG verstärkt sich mit Linksaußen Mathi Geerken. Der 19-Jährige kommt aus Mittelhessen von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II in die Brüder-Grimm-Stadt und unterstützt bei den Grimmstädtern bis zum Jahresende.

Das gab der Verein in einer PM bekannt. Weiter heißt es:

„Mit Mathi gewinnen wir einen Linksaußen, der ein gutes Tempo im Umschaltspiel mitbringt und Lust auf die ersten Schritte und Weiterentwicklung in der 3. Liga hat“, erklärt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Nach dem Karriereende von Max und dem langwierigen Ausfall von Julian bestand auf dieser Position Handlungsbedarf. Mit Mathi haben wir die Lücke mit einem Akteur geschlossen, der seine Qualitäten bereits auf hohem Niveau in der Jugend-Bundesliga unter Beweis gestellt hat.“

Auf seiner Position unterstützt Geerken die Mannschaft und Positionskollegen Cedric Marquardt. Zu den Stärken des 19-Jährigen zählen sein Tempo im Umschaltspiel, seine Körperlichkeit für einen Außen und seine Sprungkraft – Attribute, die dem Spiel der HSG Hanau unter Coach Axel Spandau entgegenkommen.

Der Wechsel kam unter anderem zustande, damit der gebürtige Mittelhesse sich Spielpraxis in der dritten Liga erarbeiten kann, da in der U23 der HSG Wetzlar weitere drei Positionskollegen zur Verfügung stehen. Geerken ist Sohn von Ex-Handball Bundesliga-Manager (u.a. MT Melsungen) und Ex Handballer Axel Geerken. Bereits im Pokal gegen den HC Erlangen bestritt Mathi Geerken seine erste Partie für die Grimmstädter und sammelte auch Spielminuten für seine Entwicklung. Ein Dank gilt auch der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II für den reibungslosen Ablauf.

„Die erste Station außerhalb meines Heimatvereines“

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Hanau, mein neues Team und vor allem auf die ersten Heimspiele vor dem Blauen Block, dessen Wirkung ich bislang nur von der anderen Seite kenne“, sagt Mathi Geerken. „Für mich ist Hanau die erste Station außerhalb meines Heimatvereines. Ich werde mein Bestes geben, um mich in der 3. Liga weiterzuentwickeln und der Mannschaft zu helfen.“

„Mathi bringt genau die Qualitäten mit, die uns in unserer Situation weiterhelfen“, meint HSG-Trainer Axel Spandau. „Gemeinsam mit Cedric wird er ein interessantes Gespann bilden. Beide Spielertypen ergänzen sich und geben uns dort eine entsprechende Variabilität.“

Geerken erhielt seine handballerische Ausbildung in der Jugend von HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und hat dort alle Jugendmannschaften durchlaufen. Gemeinsam mit Neuzugang Marek Schöber stand er in der letzten Saison im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend. Neben dem Handball hat er im Mai seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen und ist nun als IT-Fachinformatiker in einem Wetzlarer Unternehmen tätig. Nun folgt der Wechsel an den Main in die Brüder-Grimm-Stadt, zur HSG Hanau.

 

 

Das Bild das Mathi Geerken zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Auftakt in die Handball-Zweitliga-Saison ging für den TV Großwallstadt gründlich daneben. Mit 34:42 (16:21) musste der TVG sich im Derby beim TV Hüttenberg deutlich geschlagen geben.

Viel schwerer als die Niederlage wog aber die Verletzung von Jannek Klein. Der Neuzugang im rechten Rückraum musste in der ersten Hälfte am Fuß behandelt werden und konnte die Partie auch nach der Behandlung nicht fortsetzen. Nach dem Röntgenbild herrscht nun Klarheit über die Verletzung: Jannik Klein hat sich einen Bruch des Mittelfußes zugezogen und muss sich am kommenden Dienstag einer OP unterziehen. Bitter, denn der TVG ist verletzungsfrei durch die lange Vorbereitung gekommen und nun das – und auch noch gleich am ersten Spieltag.

Die Gäste erwischten am Freitagabend einen guten Start und der neue Torhüter Žiga Urbič (in slowenisch Þiga Urbiè, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, Anm. d. Red.) zeigte zwei tolle Paraden, Dmytro Redkyn eröffnete den Torreigen und wenig später lag der TVG mit 2:0 und anschließend mit 4:2 in Führung. Die Gastgeber benötigten einige Minuten, um sich auf das Großwallstädter Angriffsspiel einzustellen.

Anschließend übernahm Hüttenberg zunehmend die Kontrolle. Der überragende Rückraum Rechte David Kuntscher, der am Ende 16 von 18 Toren erzielte und vom TVG nie zu stoppen war, traf mehrfach aus dem Rückraum und brachte seine Mannschaft beim 6:5 zum ersten Mal in Front. Der Linkshänder legte weiter nach und erhöhte mit vier Treffern in Folge auf 8:6. Als der TVH beim 10:6 erstmals mit vier Toren vorne lag, nahm André Lohrbach seine erste Auszeit. Die Blau-Weißen verkürzten noch einmal auf zwei Tore (10:8), konnten die Partie jedoch nicht mehr drehen. Hüttenberg hielt das Tempo hoch, nutzte Ballverluste des TVG konsequent und setzte sich über 13:9 und 15:10 weiter ab. Bis zur Halbzeit behaupteten die Gastgeber ihren Vorsprung und gingen mit einer 21:16-Führung in die Kabine. Die vielen mitgereisten TVG-Fans hofften auf eine andere zweite Hälfte. Vor allem musste die Defensive zulegen, denn diese bekam kaum Zugriff auf den Hüttenberger Rückraum.

 

Rückstand bleibt nach dem Seitenwechsel bestehen

Auch im zweiten Durchgang blieb es eine offensiv geprägte Begegnung. Beide Mannschaften erzielten in den ersten achteinhalb Minuten jeweils sieben Treffer, so dass der Abstand beim 28:23 unverändert fünf Tore betrug. Der TVG fand im Angriff immer wieder Lösungen. Yessine Meddeb übernahm Verantwortung und war mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Gäste. Auch Connar Battermann und Johan Rohwer kamen jeweils auf fünf Tore. In der Defensive gelang es den Gästen allerdings nicht, den Hüttenberger Angriff entscheidend zu bremsen. Vor allem Kuntscher blieb der Dreh- und Angelpunkt und brandgefährlich. In der 44. Minute fing er einen TVG-Pass ab und traf mit seinem bereits 15. Tor zum 30:25. Wenig später baute Danil Dyatlov den Vorsprung der Gastgeber auf 33:25 aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen.

Zusätzlich ließ der TVG zwei seiner vier Siebenmeter ungenutzt. Nachdem TVH-Torhüter Yahav Shamir kurz vor der Pause gegen Florian Eisenträger pariert hatte, entschärfte Simon Böhne in der 48. Minute einen weiteren Strafwurf. In der Schlussphase konnte Großwallstadt den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Hüttenberg spielte die Partie konsequent zu Ende und setzte mit einem Kempa-Treffer zum 42:34 den Schlusspunkt. Damit erfüllte die Mannschaft den Wunsch von Trainer Stefan Kneer, der in einer Auszeit, sieben, acht Tore Differenz forderte.

 

Das Bild, das Jannek Klein zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Freitag beginnt für den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt die neue Saison. Zum Auftakt wartet direkt eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe: Um 20 Uhr treffen die Blau-Weißen im Sportzentrum Hüttenberg auf den TV 05/07 Hüttenberg.

Beide Mannschaften haben am vergangenen Wochenende bereits ihr erstes Pflichtspiel absolviert. Der TV Großwallstadt empfing in der ersten Runde des DHB-Pokals den Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten. Trotz einer engagierten Vorstellung und guter Phasen musste sich der TVG dem favorisierten Gegner geschlagen geben.

Hüttenberg setzte sich zeitgleich beim Drittligisten TV Gelnhausen mit 27:25 durch. Die Mittelhessen hatten dabei allerdings lange Mühe und lagen noch wenige Minuten vor dem Ende zurück. Erst in der Schlussphase gelang es dem Team von Trainer Stefan Kneer, die Partie zu drehen und den Einzug in die zweite Pokalrunde perfekt zu machen. Vor allem Torhüter Yahav Shamir erwies sich mit elf Paraden als wichtiger Rückhalt.

Veränderte Mannschaft bleibt ihrer Spielweise treu

Im Sommer hat es im Kader des TV 05/07 Hüttenberg Veränderungen gegeben. Mit Paul Kompenhans verließ ein wichtiger Spieler die Mittelhessen in Richtung HSG Wetzlar. Diese Lücke wird wohl am Schwersten zu schließen sein. Moritz Zörb’s Vertrag wurde nicht verlängert. Aufgefangen wurden die Abgänge mit unter anderem Rückraumspieler David Sehnke und Julius Gümbel. Am Kreis kann der TVH außerdem auf Georg Löwen zurückgreifen, der über ein Doppelspielrecht für die Hüttenberger spielberechtigt ist. Weiterhin zum festen Gerüst der Mannschaft gehören die beiden Torhüter Simon Böhne und Yahav Shamir sowie Kapitän Hendrik Schreiber, Paul Ohl, Danil Dyatlov, Leif Haack, Vit Reichl und David Kuntscher.

Es ist davon auszugehen, dass Trainer Stefan Kneer an der bekannten Hüttenberger Spielweise festhält. Er will die Mannschaft resilienter aufstellen und der eigenen Marschroute treu bleiben.Die Mittelhessen agieren in der Defensive sehr beweglich, setzen den gegnerischen Angriff früh unter Druck und versuchen nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Für den TV Großwallstadt wird es deshalb wichtig sein, im Angriff geduldig zu bleiben und die Fehlerquote möglichst gering zu halten. Die Blau-Weißen dürfen sich von der aggressiven Deckung der Gastgeber nicht zu überhasteten Abschlüssen verleiten lassen. Gleichzeitig gilt es, die Rückwärtsbewegung konsequent zu gestalten und Hüttenberg nicht zu einfachen Toren kommen zu lassen.

Beide Teams kennen sich aus zahlreichen Duellen und wissen um die jeweiligen Stärken des Gegners. Die Ergebnisse der vergangenen Spielzeiten spielen am Freitagabend allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Durch die Veränderungen in beiden Mannschaften und den frühen Zeitpunkt der Saison beginnt das Derby unter neuen Voraussetzungen.

Der Saisonauftakt in Hüttenberg ist für die Mannschaft von Trainer André Lohrbach eine erste wichtige Standortbestimmung. Im kleinen und engen Sportzentrum erwartet die Gäste eine besondere Atmosphäre. Der TVH wird vor eigenem Publikum alles daransetzen, mit einem Heimsieg in die neue Spielzeit zu starten. Der TVG hingegen will an die positiven Ansätze aus der Vorbereitung und dem Pokalspiel anknüpfen. Wenn es Patrick Gempp und Co. gelingt, über 60 Spielminuten konzentriert aufzutreten, die eigenen Chancen konsequent zu nutzen und in der Abwehr kompakt zu stehen, könnte es mit den ersten Punkten auf der Habenseite klappen.

 

 

Das Bild von Jannek Klein hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Eine intensive Vorbereitung liegt hinter dem Handball Zweitligisten TV Großwallstadt, eine junge Mannschaft ist zusammengewachsen und mit Patrick Gempp, Jannek Klein und Florian Eisenträger steht ein Kapitänstrio an der Spitze des Teams.

Nach dem Pokalauftakt gegen HBW Balingen-Weilstetten richtet sich der Blick nun auf den Saisonstart in der zweiten Liga. Im Gespräch erzählt Patrick Gempp, was die Vorbereitung ausgemacht hat, warum ihm die Teambuilding-Maßnahmen besonders gefallen haben, wie wichtig die Rückkehr von Romas Aukstikalnis für die Mannschaft ist und mit welchen Erwartungen der TVG zum ersten Auswärtsspiel nach Hüttenberg fährt.

 

Patrick, die Vorbereitung liegt hinter Euch. Wie fällt Dein persönliches Fazit aus? Was lief besonders gut, und wo gibt es noch Luft nach oben?

„Insgesamt war es eine sehr intensive Vorbereitung. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und viele neue Spieler integriert. Dabei haben wir nicht nur die Zeit auf dem Feld genutzt, sondern auch außerhalb des Handballs viel miteinander gemacht. Sehr gut war, dass die Intensität bei allem, was wir gemacht haben, immer gestimmt hat.

Natürlich war die Qualität nicht immer fehlerfrei und es gibt noch Verbesserungspotenzial. Aber die Intensität war immer da, und das ist etwas sehr Positives, das wir mit in die neue Saison nehmen können. Wenn wir mit dieser Einstellung weiterarbeiten, wird sich auch die Qualität verbessern.“

Eine Vorbereitung ist auch immer die Zeit, in der eine Mannschaft zusammenwächst. Wie gut habt Ihr Euch inzwischen als Team gefunden – auf und neben dem Spielfeld?

„Mein Eindruck ist, und das sagen auch viele, die das Pokalspiel oder unsere Testspiele gesehen haben: Wir treten schon sehr gut als Mannschaft auf. Auf dem Spielfeld fehlen vielleicht noch ein paar Abläufe, die wir verbessern können. Aber als Team haben wir uns, meiner Meinung nach, gefunden. Dabei hat sicherlich geholfen, dass wir sehr viel abseits des Handballfeldes miteinander gemacht haben.

Wir haben sehr viele Spieler mit unterschiedlichen Charakteren in unserer Mannschaft, die aber allesamt tolle Menschen sind. Die Neuzugänge sind wirklich spannend und haben viel Potenzial.

Besonders freut mich, dass Romas Aukstikalnis nach seiner langen Leidenszeit wieder zurück ist. Das ist eine wirklich coole Geschichte. Er hat im Dezember 2024 sein letztes Heimspiel gegen Balingen-Weilstetten gemacht und stand jetzt im August 2026 zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel wieder gegen Balingen im Kader. Es ist schön, dass er wieder da ist.

Wir sind auch sehr froh, dass wir ohne weitere Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Bis auf Sebastian Trost, der nach seiner Kreuzbandverletzung noch etwas Zeit braucht, sind wir komplett. Das kann mit Sicherheit einen Unterschied machen.“

Ein wichtiger Teil der Vorbereitung waren auch die Teambuilding-Maßnahmen – unter anderem Tennis, Golf und Padel-Tennis. Was hat Dir davon am meisten Spaß gemacht? Und gab es dabei vielleicht eine Überraschung, wer welches Talent besitzt?

„Mir persönlich hat alles viel Spaß gemacht. Allgemein mag ich jede Sportart sehr gerne. Bis auf Golf lief es bei mir bei den ganzen Sachen auch ganz gut.“ (lacht)

„Natürlich liegt der Fokus vor allem auf dem Handball und darauf, viel Zeit in der Halle und beim Videostudium zu verbringen, damit wir sehen, was wir verbessern können. Aber gerade beim Tennis oder Padel muss man auch im Team, als Doppel, funktionieren, auch wenn wir die Partner immer wieder gewechselt haben. Auch das war wichtig.

Für mich gab es dabei eigentlich keine große Überraschung. Wir haben die Golfspieler, die so oft wie möglich auf die Runde gehen – u. a. Connor, Axel, Johann –, und die waren beim Turnier natürlich ganz vorne dabei. Alle waren in unterschiedlichsten Bereichen gut. Ich finde, egal bei was: Unser Niveau war nicht schlecht – auch beim Tennis.“

Du bist erneut Kapitän des TV Großwallstadt. Was bedeutet Dir dieses Amt?

„Wir sind drei Kapitäne mit Jannek Klein, Florian Eisenträger und mir. Wir wollen auf dem Platz und auch neben dem Platz vorangehen und Verantwortung übernehmen. Ich denke, dass wir eine gute Mischung in diesem Kapitänstrio haben und alles sehr gut passt. Für mich ist es fast schon meine dritte Saison als Kapitän. Nils Kretschmer war damals kurzfristig ausgefallen und seit dieser Zeit hatte ich das Amt übernommen.

Der TVG bedeutet mir sehr viel, weil ich hier meine Jugend verbringen durfte. Ich durfte mich hier zu dem entwickeln, was ich jetzt bin, und mich hier zu einem Bundesligaspieler entwickeln. Deshalb bin ich sehr stolz, bei so einem Verein spielen zu dürfen, und gleichzeitig dankbar, diese Funktion als Kapitän ausführen zu dürfen. Genau mit dieser Einstellung gehe ich auch an die Aufgaben heran.“

Der Saisonstart im Pokal gegen HBW Balingen-Weilstetten ist leider nicht so verlaufen, wie Ihr Euch das vorgestellt habt. Wie habt Ihr die Niederlage aufgearbeitet und wie schnell war der Blick wieder nach vorne gerichtet?

„Wir arbeiten jedes Spiel auf, auch unsere Testspiele. Wir haben uns angesehen: Wo waren unsere guten Szenen, wo die schlechten und was können wir noch verbessern? Wir hatten in der Abwehr Situationen, die wir gut gelöst haben. Komischerweise haben wir die gleichen Situationen ein paar Minuten später schlechter verteidigt. Ich glaube, es ist gut, wenn wir uns alle Szenen anschauen – gerade bei einer Mannschaft, die sich noch nicht so lange kennt. Das gehört dazu, um sich weiterzuentwickeln.

Wir haben das Pokalspiel zwar abgehakt, beschäftigten uns aber natürlich trotzdem damit, vor allem mit der Frage, was wir besser machen können. Jetzt kommt allerdings ein ganz anderer Gegner auf uns zu.“

Genau. Jetzt steht das erste Auswärtsspiel der Saison beim TV Hüttenberg an. Was nehmt Ihr Euch dafür konkret vor und worauf wird es besonders ankommen?

„Schön, dass es kein weites Auswärtsspiel ist, weil uns sicher viele Fans begleiten und unterstützen werden. In Hüttenberg müssen wir eine sehr gute Abwehr stellen und ein gutes Tempospiel haben. Ihre 3:2:1-Abwehr benötigt immer eine besondere Vorbereitung. Aber auch dafür haben wir uns einige Lösungen erarbeitet.

Hüttenberg zeichnet aus, dass sie von Saison zu Saison konstant zusammenbleiben und dadurch extrem eingespielt sind. Vereinzelt gibt es Abgänge. Ihr Mittelmann Paul Kompenhans ist beispielsweise nach Wetzlar gewechselt, und sie haben mit einem jungen Spieler wieder aufgefüllt.

Das alles macht sie zu einer guten Zweitligamannschaft. Wenn unsere Abwehr gut steht, unsere Torhüter gut halten und wir sie in der Abwehr unterstützen, können wir immer wieder einfache Tore machen und verhindern, dass der TV Hüttenberg überhaupt in seine Abwehr kommt. Dann bin ich guten Mutes, dass wir gute Chancen haben, direkt den ersten Sieg einzufahren.“

Was möchtest Du den Fans zum Saisonstart mitgeben?

„Ich glaube, dass sich die Fans auf eine sehr junge, hungrige Mannschaft freuen können, die attraktiven Handball spielen und mit viel Tempo überzeugen will. Wir wollen definitiv mehr Heimsiege feiern als in der vergangenen Saison.

Viele sagen, dass wir mit Hüttenberg, Leipzig, Ludwigshafen und Hamm kein einfaches Auftaktprogramm haben. Aber wir wollen am Anfang schon zeigen, dass wir in der Liga jeden schlagen können – vor allem zu Hause mit unseren Fans im Rücken. Die Fans sollen auch daran glauben, dass das möglich ist. Dann kann es eine sehr erfolgreiche Saison werden.

Ich persönlich habe mir keinen Tabellenplatz als Ziel gesetzt. Aber natürlich wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

 

Lieber Patrick, herzlichen Dank für das Gespräch und die Zeit, die Du Dir für mich genommen hast. Alles Gute für das erste Spiel und die komplette Saison!

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 
 
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Am Samstag geht für den Handball Drittligisten TV Kirchzell in der Staffel Süd-West die neue Saison los und Mannschaft, Verantwortliche und Fans können es kaum erwarten, dass der Ball wieder durch die Miltenberger Halle fliegt. Gegner im ersten Saisonspiel ist der TuS Opladen, der um 19.30 Uhr in Miltenberg aufschlägt.
 
TVK-Trainer Povilas Babarskas hofft, dass er auf alle seine Spieler zurückgreifen kann, denn das eine oder andere Wehwehchen war unter der Woche noch bei einigen da. Der Kader ist nach wie vor nicht so üppig besetzt und der eine oder andere Spieler muss dann auf den entsprechenden Positionen aushelfen. Deshalb hoffen die Kirchzeller, dass ihnen vielleicht der eine oder andere Spieler “zuläuft”, wie es einmal Gottfried Kunz (sportlicher Leiter) salopp gesagt hat.

Das offizielle Mannschaftsbild des TVK 2026/27

 
Mit dem TuS Opladen kommt eine Mannschaft nach Miltenberg, die “einen neuen Trainer hat, neue junge Spieler geholt hat, aber auch einen Stamm von älteren erfahrenen Spielern aufzuweisen hat”, so TVK-Coach Povilas Babarskas. “Das erste Spiel der neuen Saison ist immer etwas schwierig, da man nie weiß, was auf einem zukommt”, so der Trainer. Kein Wunder, besteht das Videomaterial derzeit nur aus den absolvierten Testspielen, so dass schon die eine oder andere Überraschung dabei herauskommen kann. Nichtsdestotrotz wollen die Jungs um den Neuzugang Mario Stark am liebsten die ersten Punkte der neuen Runde einzusammeln. Zwar hatte der TVK in der vergangenen Saison mit der aggressiven Abwehr des Gegners Probleme, sie sind auch kämpferisch sehr stark und der neue Trainer Aaron Hahn setzt auf Tempo und Kampfgeist.
 
“Darauf setzen wir auch. unsere Jungs sind heiß und vor allem vom Kopf her bereit für das erste Match. Nach der langen Vorbereitung freuen sich die Jungs nun darauf, hoffentlich die ersten Punkte zu Hause zu holen. Mit der Unterstützung unserer Fans gehen wir optimistisch ins Spiel”, so Povilas Babarskas.
 
 
 
 
Die Bilder hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür
 
 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt ist in der ersten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten musste sich das Team von Trainer André Lohrbach in der Untermainhalle in Elsenfeld mit 31:38 (16:21) geschlagen geben.

Neu formierter TVG trifft auf Erstliga-Aufsteiger

Eine Woche vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison wartete auf den TV Großwallstadt direkt eine schwierige Aufgabe. Mit dem HBW Balingen-Weilstetten gastierte eine Mannschaft in Elsenfeld, die in der vergangenen Saison noch in der zweiten Liga aufgelaufen ist und den Sprung ins Oberhaus geschafft hatte. Der neu formierte TVG wollte den Favoriten dennoch ärgern und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, unter Wettkampfbedingungen weiter zusammenzufinden. Und die Einheimischen starteten gut in die Partie.

Ole Klimpke erzielte den ersten Treffer der Begegnung. Nachdem Balingen zum 1:1 ausglich, brachte Jannek Klein sein Team erneut in Front. Beide Mannschaften lieferten sich in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch, wobei der TVG immer wieder vorlegen konnte. Dmytro Redkyn traf zum 5:4, Ben Connar Battermann erhöhte in der zehnten Spielminute auf 6:5. Dann musste Klimpke für zwei Minuten auf die Bank und Sascha Pfattheicher verwandelte den fälligen Siebenmeter zum Ausgleich.

Balingen übernahm nun zunehmend die Kontrolle. Pfattheicher traf erneut vom Siebenmeterpunkt zum 6:7, auf der anderen Seite vergab der TVG einen Strafwurf. Doch die Gastgeber blieben dran: Battermann netzte zum 7:7 ein und Jannek Klein stellte in der 15. Spielminute noch einmal den Ausgleich zum 8:8 her. Danach waren es die Gäste, die sich erstmals etwas absetzen konnten. Yonatan Dayan und Merlin Fuß brachten Balingen mit 10:8 in Führung. Klimpke verkürzte zwar noch einmal, doch der HBW nutzte seine Chancen nun konsequenter. Beim Stand von 11:15 drohte die Partie erstmals deutlicher zugunsten der Gäste zu kippen. Aber die Unterfranken kämpften sich zurück. Klein, Skaarnæs und Redkyn sorgten mit einem 3:0-Lauf für den 14:15-Anschluss. Leider schafften es die Gastgeber nicht, diesen Schwung bis zur Pause mitzunehmen. Balingen antwortete ebenfalls mit drei Treffern in Folge und zog wieder auf 18:14 davon. Weitere Zeitstrafen gegen Yessine Meddeb und Connar Battermann machten es dem TVG zusätzlich schwer. Mit einem 16:21-Rückstand ging es in die Kabinen.

TVG hält weiter dagegen

Nach dem Seitenwechsel erzielte zunächst Balingen den ersten Treffer. Redkyn und Battermann verkürzten auf 18:23. Doch immer dann, wenn sich der TV Großwallstadt etwas herangekämpft hatte, fanden die Gäste die passende Antwort. Johan Rohwer, der im Rückraum und in der Defensive viele Spielanteile erhielt, traf zweimal für sein Team. Auch Florian Eisenträger verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt. Dennoch gelang es dem TVG nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Beim 22:28 in der 41. Spielminute betrug der Abstand erstmals sechs Tore. Rohwer und Kapitän Patrick Gempp brachten ihr Team noch einmal auf 24:28 heran. Balingen ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und stellte den alten Vorsprung schnell wieder her. In der Schlussphase, in der Trainer Lohrbach allen Spielern Einsatzzeiten gewährte, kontrollierte weiterhin der Erstliga-Aufsteiger das Geschehen. Der TVG gab sich zwar nicht auf und kam durch Klimpke, Eisenträger, Redkyn, Skaarnæs, Meddeb und Joel Zimmer zu weiteren Treffern, näher als auf vier Tore sollten die Gastgeber aber nicht mehr herankommen. Am Ende setzte sich der HBW Balingen-Weilstetten verdient mit 38:31 durch und zog in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es hat nur ganz wenig gefehlt. Handball-Drittligist TV Gelnhausen hat in der 1. Runde des DHB-Pokals nur knapp eine Sensation gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg verpasst. Vor 1100 Zuschauern in der stimmungsvollen Rudi-Lechleidner-Halle unterlagen die Barbarossastädter dem letztjährigen Elften der zweiten Liga mit 25:27 (14:12). Dabei lag der TVG über weite Strecken der Partie in Führung und hatte den Favoriten bis in die Schlussphase hinein am Rande einer Niederlage. Am Ende schwanden jedoch die Kräfte. Die Fans feierten ihre Mannschaft trotzdem für eine starke Leistung.

Für den neuen TVG-Trainer Tim Beckmann begann damit die Pflichtspielsaison 2026/27 zwar mit einer Niederlage, die weckte jedoch bei allen Beteiligten riesige Lust auf mehr. Verzichten musste der TVG auf Jonas Dambach (Fußprobleme), Torhüter Alex Bechert (Knieprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und den erkrankten Henrik Müller. Für Bechert rückte Junioren-Torhüter Noah Pilgrim in den Kader auf.

Gäste erwischten den besseren Start

Hüttenberg erwischte zunächst den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Doch der TVG ließ sich nicht abschütteln und drehte die Partie. Kapitän Jonathan Malolepszy brachte die Rot-Weißen in der achten Minute mit 4:2 in Führung. Malolepszy wurde mit insgesamt sieben Treffern bester TVG-Schütze des Abends.

Nach dem 7:5 durch Simon Belter in der 13. Minute schalteten die Gäste einen Gang höher und gingen durch vier Treffer in Folge mit 9:7 in Führung. Doch die Hölle Süd trieb ihre Mannschaft nach vorne. Fynn Broßmann erzielte in der 21. Minute den 10:10-Ausgleich, wenig später führte der TVG sogar mit 12:10. Die Hölle Süd stand Kopf und knüpfte stimmungsmäßig nahtlos an die zurückliegenden Aufstiegsrundenspiele an. Dann folgte allerdings ein Rückschlag: Kreisläufer Max Bechert sah nach einem Gesichtstreffer bei einem Gegenspieler die Rote Karte. Eine harte Entscheidung.

Doch auch davon ließ sich Gelnhausen nicht beirren. Torben Fehl musste nun über weite Strecken durchspielen und zeigte wie die gesamte Mannschaft eine bärenstarke Leistung. Gleichzeitig entwickelte sich Neuzugang Jan-Steffen „Bruno“ Minerva bei seinem Pflichtspieldebüt zum wichtigen Rückhalt. Mit starken Paraden hielt er den TVG im Spiel und sorgte dafür, dass die Barbarossastädter mit einer 14:12-Führung in die Pause gingen. Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, welche Energieleistung der TVG wieder einmal auf die Platte brachte.

TVG glich nach Seitenwechsel aus

Nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste zunächst zum 14:14 aus. Anschließend übernahmen wieder Geisler, Belter und Co. das Spiel. Minerva parierte mehrfach stark, Benjamin Wörner traf in der 36. Minute zum 18:15. Die Halle stand Kopf. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr und das Pokalwunder schien plötzlich zum Greifen nahe. Auch nach einer Hüttenberger Auszeit blieb der TVG konzentriert. Malolepszy traf in der 44. Minute zum 21:18. Hüttenberg verkürzte anschließend auf 20:21, doch der dezimierte TVG, der im Laufe der Partie auch auf den starken Broßmann verzichten musste, ließ einfach nicht nach. In der 52. Minute traf Malolepszy per Unterhandwurf zum 24:21. Die Hölle Süd bebte, die Sensation war nur noch acht Minuten entfernt.

Doch nun machte sich das intensive Spiel bei der Gelnhäuser Mannschaft zunehmend bemerkbar. Nach einem Hüttenberger Treffer scheiterte Malolepszy mit einem Siebenmeter. Auch Fynn Hilb vergab in der 56. Minute einen Siebenmeter und damit die Chance, wieder auf drei Tore davonzuziehen. Stattdessen kam Hüttenberg durch David Kuntscher, mit sieben Treffern bester Gästeschütze, auf ein Tor heran. Fehl erzielte noch das 25:23, doch die Gäste antworteten sofort.

In der 58. Minute erzielt Hüttenberg schließlich den 25:25-Ausgleich und nach einer Parade des Hüttenberger Torhüters Yahav Shamir erzielte Hüttenberg in der 59. Minute die erste Führung der zweiten Hälfte. Gleichzeitig sah Fehl eine Zeitstrafe, sodass der TVG für den Rest der Partie in Unterzahl spielte. Nach einer weiteren Balleroberung erhöhte Hüttenberg auf 27:25. 30 Sekunden vor Schluss nahm der TVG noch einmal eine Auszeit. Die Barbarossastädter wollten die letzte Chance auf die Pokalsensation wahren, doch Malolepszy scheiterte am Pfosten. Damit war die knappe Niederlage besiegelt. Hüttenberg spielte die verbleibenden Sekunden runter und gewann letztlich mit 27:25.

„Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs“, sagte TVG-Trainer Tim Beckmann nach der Partie. „Wir haben heute gegen eine wirklich tolle Zweitligamannschaft 55 Minuten auf Augenhöhe gespielt und phasenweise sogar souverän geführt.“ Besonders die Abwehrleistung hob Beckmann hervor: „Wir haben diesen Willen gezeigt, verteidigen zu wollen und das im Kollektiv. Auch in der Unterzahl haben wir eine richtig starke Abwehr gezeigt.“ Ein Sonderlob erhielt Minerva für sein Debüt mit elf Paraden. „Bruno hat eine ganz starke Leistung gezeigt. Aber alle Spieler haben ihren Teil zu dieser tollen Leistung beigetragen“, sagte Beckmann.

Auch Hüttenbergs Trainer Stefan Kneer fand nach der Partie lobende Worte für den TVG und die Atmosphäre in der Hölle Süd: „Gelnhausen hat das in der Abwehr und im Angriff sehr gut gemacht und uns immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Vielen Dank auch an die Fans. Es war wirklich eine sehr gute Stimmung.“ Kneer betonte zudem: „Am Ende hat so ein Spiel eigentlich keinen Sieger verdient.“

Damit endet die Pokalreise des TVG in der ersten Runde. Die Leistung gegen den gestandenen Zweitligisten macht jedoch große Lust auf die neue Saison. „Wir können ganz viel aus diesem Spiel mitnehmen und mit gestärkter Brust in die anstehenden Aufgaben gehen“, blickt Beckmann voraus.

 

 

Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Kurz vor dem Pokalspiel am kommenden Sonntag gibt es vom Handball Zweitligisten TV Großwallstadt schöne Neuigkeiten. Kreisläufer Patrick Gempp bleibt auch in der Saison 2026/27 Kapitän des TVG. Unterstützt wird er von Neuzugang Jannek Klein und von Florian Eisenträger.

Komplettiert wird die Führungsriege durch den Mannschaftsrat. Diesem gehören neben dem Kapitän und den Co-Kapitänen auch Žiga Urbič, Connar Battermann und Sebastian Trost an.

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Sonntag, den 23.08.2026, um 17 Uhr den Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten in der ersten Runde des DHB-Pokals. Die Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 ist beendet und der TVG steckt in der Einstimmung auf das Pokalspiel am kommenden Sonntag.

Nach dem Turniersieg beim Untermain-Cup 2026 folgten noch einige aufschlussreiche Testspiele. Am 07. August unterlag der TVG den Rhein-Neckar-Löwen, die an diesem Tag durch starke Torhüter-Paraden glänzten, mit 25:34. Direkt am nächsten Tag war die Lohrbach-Crew zu Gast bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, wo sie souverän mit 29:37 gewann. Ein Duell mit einem Liga-Konkurrenten folgte am 12.08. Bei den Eulen Ludwigshafen zeigte der TVG eine überragende erste Halbzeit, musste sich aber am Ende der zweiten Spielhälfte mit einem Tor (30:31) geschlagen geben. Am vergangenen Sonntag bestritten die Großwallstädter ein Testspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und besiegten den hessischen Drittligisten mit 33:24. Eine letzte Testeinheit im Training absolvierte der TVG unter der Woche gegen den TV Kirchzell.

„Vom Leistungsstand sind wir etwa da, wo wir hinwollten“

Trainer André Lohrbach zog ein positives Fazit, weiß aber auch, dass am Sonntag ein hochkarätiger Gegner wartet: „Ich bin erst einmal froh, dass wir frei von Verletzungen geblieben sind, so dass wir inhaltlich vernünftig arbeiten konnten. Vom Leistungsstand sind wir etwa da, wo wir hinwollten. Das zeigen die Resultate der Vorbereitungsspiele. Am Sonntag bekommen wir es mit einer ausgeglichen besetzten Mannschaft zu tun, da dürfen wir uns nicht viele Fehler erlauben. Die Qualität in Balingen ist schon sehr hoch, das wissen wir noch aus der letzten Saison“

HBW Balingen-Weilstetten klarer Favorit der Partie

Genau in dieser letzten Saison 2025/26 hatten sich die Gastgeber in beiden Begegnungen dem Gegner geschlagen geben müssen. Zuhause verlor der TVG mit 30:34 gegen die Gallier, auswärts setzte es eine 30:38-Niederlage. Doch bekanntlich schreibt der Pokal ja seine eigenen Gesetze. Die Einheimischen werden jedenfalls alles in dieses Spiel stecken, um den Gegner mit dem torgefährlichen Rekord-Torschützen der letzten Zweitliga-Saison Sascha Pfattheicher, möglichst lange zu ärgern und eventuell für eine kleine Sensation zu sorgen.

Familien-Handballtag rund um das Pokalspiel

Rund um das Pokalspiel veranstaltet der TV Großwallstadt zusammen mit der TVG Junioren Akademie e.V. einen Familien-Handballtag. Bereits um 11 Uhr findet ein offenes Training der weiblichen U15 statt. Hierbei können Interessierte einen Einblick in die Trainingsarbeit des TVG Junioren Akademie e.V. erhalten. Bevor dann das DHB-Pokalspiel der Bundesliga-Mannschaft angepfiffen wird, trägt die männliche U19 der Akademie ein Spiel gegen das A-Jugendteam des Gegners HBW Balingen-Weilstetten aus.

Neben diesem spannenden Tagesprogramm werden noch zahlreiche weitere Attraktionen geboten. Nach dem Pokalspiel stehen die Spieler für Autogramme zur Verfügung, es wird ein Activity-Parcours aufgebaut sein und hier gibt es tolle Preise zu gewinnen. Und auch kulinarisch dürfen sich die Besucher durch das Angebot schlemmen.