Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem Sieg in Oftersheim/Schwetzingen und der ersten Niederlage in der Abstiegsrelegation um den Verbleib in Liga drei daheim gegen die Haspo Bayreuth muss der TV Kirchzell am heutigen Donnerstag um 17 Uhr beim DHK Flensborg antreten.

Es ist die weiteste Reise überhaupt, die eine erste Mannschaft des TVK antrat. Die Mannschaft der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz reiste am gestrigen Mittwoch bis nach Hamburg, übernachtete dort und fährt heute entspannt das letzte Stück nach Flensburg.

In den Idraetshallen Flensborg in Flensburg gilt es auf Biegen und Brechen die nächsten Zähler auf die Habenseite zu bringen. Die Flensborger haben bereits ihre Visitenkarte in Miltenberg abgegeben, konnten zwar nichts Zählbares mit nach Hause nehmen, doch zu unterschätzen waren sie keinesfalls. Sie verloren mit 26:32, mussten damals aber neben ihrem Spielmacher Melf Hagen noch auf vier weitere Leistungsträger verzichten. Vor allem ihr geschicktes Kreisspiel über Marcel Möller machte dem TVK zu schaffen. Neben Möller machen die Rückraumspieler Alexander von Eitzen, Jorge Fülbier oder der Außen Christoph Holletzek noch viel Alarm. „Wir fahren mit Respekt nach Flensburg, denn der DHK wird sicher komplett antreten. Sie waren schon ersatzgeschwächt nicht schlecht, also müssen wir von Beginn an hellwach sein“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Nach der Niederlage von Sonntag war Hauptmann natürlich enttäuscht, doch „wir sind bisher nach jeder Niederlage wieder aufgestanden. Und das ist wichtig. Hinfallen und wieder aufstehen, aber keinesfalls liegen bleiben“, so seine Devise. Und weiter sagt der erfahrene Coach: „Wir wollen und dürfen uns auch nicht beschweren. Wir hatten in den letzten Spielen schon öfters das Momentum auf unserer Seite. Diesmal war es anders.“

Peter Stotz, Geschäftsführer des DHK, sagte: -“Durch die Kooperation mit der SG Flensburg-Handewitt mussten wir teilweise auch auf die A-Jugend-Spieler der SG verzichten, da sie selbst noch wichtige Spiele hatten. Deren Saison ist nun vorbei, so dass wir vier A-Jugend-Spieler für unsere restlichen vier Heimspiele fest einplanen können. Wir sind sehr stolz auf unsere Leistungen in den vier Auswärtsspielen, denn nach dem schwachen ersten Heimspiel hätten wir in dieser Besetzung auch unter die Räder kommen können, aber wir haben uns super verkauft und konnten mithalten. Rechnerisch sind wir nun abgestiegen, aber wir wollen uns, unseren Fans und den Sponsoren zeigen, dass wir nicht aufgeben und das bestmögliche Ergebnis aus der Saison noch rausholen.”

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen. Am heutigen Donnerstag bestreitet Handball-Drittligist HSG Hanau sein letztes Auswärtspflichtspiel der Saison 2022/23. Die Mannschaft von Trainer Hannes Geist trifft um 17 Uhr auf den TuS Ferndorf. Den Gegner kennen die Grimmstädter bereits aus der diesjährigen Hauptrunde. Nach einer knappen Niederlage im Hinspiel gewann Hanau im März vor eigenem Publikum und stieß damit das Tor zur späteren Süd-West-Meisterschaft weit auf.

„Im Rückspiel haben wir meiner Meinung nach verdient und auch sehr dominant gewonnen – mit vier Toren Unterschied. Zwischenzeitlich stand es aber auch schon höher,“ blickt Geist auf die Partie am 25. Spieltag der Hinrunde zurück. „Allerdings glaube ich, dass am Donnerstag zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertreffen werden, die beide mit Verletzungspech zu kämpfen haben.“

Verletztenliste ist lang

Die Verletzungsproblematik zieht sich wie ein roter Faden durch die Aufstiegsrunde der Hanauer, die dadurch immer wieder zurückgeworfen wurden. Mit Can Adanir, Jannik Ruppert, Dennis Gerst und Jan-Eric Ritter standen gleich vier Leistungsträger am vergangenen Wochenende gegen die HSG Krefeld Niederrhein ihrem Trainer nicht zur Verfügung. Obwohl sich das HSG-Team gegen die Nordrhein-Westfalen wacker schlug und lange dagegenhielt, machten sich die fehlenden Wechseloptionen dann spätestens im zweiten Durchgang bemerkbar.

Beim Gastgeber TuS Ferndorf hat sich das Lazarett vor Kurzem etwas lichten können. Rene Mihaljevic kehrte dabei zurück an den Kreis. „Ein wichtiger Eckfeiler in ihrer Deckung“, so Geist. „Und auch ihr Rückraum ist mit Jörn Persson, Marvin Mundus und Niklas Diebel stark besetzt.“ Nachdem der TuS mit drei Niederlagen in Serie in die Aufstiegsrunde gestartet war, gelangen dem Team von Trainer Robert Andersson zuletzt zwei Siege gegen Hildesheim und Krefeld.

„Dementsprechend wird das eine extrem spannende und schwierige Aufgabe für uns, auf die wir uns aber gut vorbereitet haben,“ meint der HSG-Coach, der einen ähnlichen Kader wie am Samstagabend auf die Platte schicken wird. „Vor allem müssen wir es wieder schaffen, eine sehr gute und präsente Deckung auf das Feld zu stellen, um mehr Ballgewinne für unser Spiel zu generieren.“

Gerade in der Abwehr will Geist, dass sein Team noch eine „Schippe drauflegt“, im Vergleich zum Wochenende. Bereits beim letzten Aufeinandertreffen bewiesen die Bergold, Strohl & Co., dass sie gerade mit ihrem druckvollen Konterspiel und einfachen Toren ein Spiel schnell zu ihren Gunsten kippen lassen können.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit zwei neuen Ruderern und Bundestrainerin Sabine Tschäge ist die Olympia-Qualifikation das Mindestziel – so ist es in einer Pressemitteilung des Team Deutschland Achter zu lesen.

Mit zwei Umbesetzungen und einer neuen Trainerin startet der Deutschland-Achter in die vorolympische Saison. Marc Kammann als Schlagmann und Max John sind die neuen Gesichter im deutschen Paradeboot, das nun erstmals von einer Frau trainiert wird: DRV-Bundestrainern Sabine Tschäge ist seit März dieses Jahres verantwortlich für den Deutschland-Achter.

„Wir alle fiebern der neuen Saison entgegen und wollen Stabilität auf möglichst hohem Niveau reinbekommen. Unsere Maxime ist, gute, schnelle Rennen zu fahren“, sagte Tschäge bei der Team-Präsentation in Dortmund. Die 52-jährige Bundestrainerin, die nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille mit dem Leichtgewichts-Männer-Zweier in Tokio als DOSB-Trainerin des Jahres 2021 ausgezeichnet wurde, hat die Position als Deutschland-Achter-Trainer von Uwe Bender übernommen. Bender, der das Flaggschiff seit 2017 erfolgreich geführt hat, steht dem Deutschen Ruderverband aus gesundheitlichen Gründen einstweilen nicht mehr als Trainer zur Verfügung.

Weiterhin im Deutschland-Achter, der mit einem Durchschnittsalter von 24,7 Jahren in die Saison geht, sitzen Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Torben Johannesen, Benedict Eggeling, Jasper Angl, Olaf Roggensack und Steuermann Jonas Wiesen. „Mit Torben und Olaf haben wir zwei Sportler mit Olympia-Erfahrung im Boot, mit Marc Kammann einen neuen Schlagmann. Ich denke, wir haben die richtige Mischung gefunden“, meinte Tschäge. Nicht nominiert wurden aus dem letztjährigen Achter Laurits Follert und Julian Garth, die krankheitsbedingt jeweils eine längere Auszeit hatten und auch nicht an den Leistungstests teilnehmen konnten.

Erste Standortbestimmung

Die erste internationale Standortbestimmung wartet auf den neu gebildeten Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften im slowenischen Bled. Dort wird es zum Kräftemessen mit Weltmeister Großbritannien und dem WM-Zweiten aus den Niederlanden kommen. „Mit den beiden besten Achtern der Vorsaison haben wir eine ordentliche Messlatte und wollen jetzt auch sehen, wo wir international stehen“. Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften in Belgrad (Serbien). Dort geht es auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris. Für den Deutschland-Achter gilt es, mindestens Fünfter zu werden. „Die Olympia-Qualifikation hat oberste Priorität“, so Tschäge.

Frisches Personal im Vierer und Zweier

Mit größtenteils frischem Personal gehen die anderen beiden Boote aus dem Team Deutschland-Achter, der Vierer und der Zweier ohne Steuermann, bei der EM an den Start. Sönke Kruse und Mark Hinrichs sind neu im Vierer, während Theis Hagemeister und Malte Großmann ihre Plätze im Boot behalten. Der Zweier wurde mit Julius Christ und Jannik Metzger, den Viertplatzierten bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften, komplett neu besetzt. Als Ersatzruderer fahren Hannes Ocik und Paul Klapperich mit nach Bled. Trainiert werden die Zweier- und Vierer-Mannschaften von Thomas Affeldt, der schon seit vielen Jahren erfolgreich am Dortmunder Leistungszentrum tätig ist und nun vom Frauen-Skull- in den Männer-Riemen-Bereich wechselte. „Diese beide Boote, inklusive der Ersatzleute, sind neben dem U23-Bereich unsere wichtigsten Entwicklungsbausteine. Es sind viele junge Sportler dabei, die auf internationalem Parkett unbekümmert starten, mutig angreifen und in den Rennen gegen die Weltspitze wichtige Erfahrung sammeln können“, sagte Affeldt.

 

Das Team Deutschland-Achter für die Saison 2023:
Deutschland-Achter:

Marc Kammann
geb. 13.07.1997 Größe: 1,98 m
Der Hamburger und Germania Ruder Club Gewicht: 94 kg
Studium/Beruf: Rechtswissenschaft an der Uni Hamburg,
Bundespolizist

Wolf-Niclas Schröder
geb. 06.09.1996 Größe: 1,95 m
Ruder-Union Arkona Berlin Gewicht: 92 kg
Studium: Bauingenieurwesen an der Ruhr-Universität Bochum

Mattes Schönherr
geb. 01.05.2000 Größe: 1,97 m
Ruder-Club Potsdam Gewicht: 98 kg
Studium: Augenoptik/Optometrie an der Berliner Hochschule für
Technik

Olaf Roggensack
geb. 29.05.1997 Größe: 1,94 m
RC Tegel Gewicht: 91 kg
Beruf: Polizeimeister bei der Bundespolizei

Torben Johannesen
geb. 21.09.1994 Größe: 1,90 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg Gewicht: 94 kg
Studium: Physik und Sport auf Lehramt, Sportsoldat

Max John
geb. 01.07.1997 Größe: 1,98 m
Olympischer Ruder-Club Rostock Gewicht: 96 kg
Studium: Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum

Jasper Angl
geb. 10.07.2000 Größe: 1,92 m
RV Münster Gewicht: 88 kg
Studium: Informatik an der Ruhr-Universität Bochum

Benedict Eggeling
geb. 16.02.1999 Größe: 1,90 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg Gewicht: 91 kg
Studium: Betriebswirtschaftslehre (Promotion) an der WWU Münster

Jonas Wiesen
geb. 18.07.1996 Größe: 1,70 m
RG Treis-Karden Gewicht: 55 kg
Beruf: M.Sc. Wirtschaftsmathematik

Vierer ohne Steuermann:

Sönke Kruse
geb. 15.09.2000 Größe: 2,02 m
RV Münster Gewicht: 97 kg
Studium: Umweltingenieurwesen an der Ruhr-Universität Bochum

Mark Hinrichs
geb. 29.01.2001 Größe: 1,93 m
Limburger Club für Wassersport von 1895/1907 Gewicht: 92 kg
Studium: Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum

Malte Großmann
geb. 26.09.1995 Größe: 1,95 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg Gewicht: 97 kg
Studium: Global Logistics & Supply Chain Management (Master) an der Kühne Logistics University in Hamburg

Theis Hagemeister
geb. 31.05.1997 Größe: 1,91 m
Frankfurter RG Germania Gewicht: 92 kg
Studium: Betriebswirtschaftslehre an der FH Dortmund

 

Zweier ohne Steuermann:

Julius Christ
geb. 16.02.1999 Größe: 2,04 m
RTHC Bayer Leverkusen Gewicht: 94 kg
Studium: Economic Policy Consulting (Master) an der Ruhr-Universität Bochum

Jannik Metzger
geb. 18.11.2000 Größe: 1,96 m
Marbacher Ruderverein Gewicht: 92 kg
Studium: Geografie an der Ruhr-Universität Bochum

 

Die Ersatzleute:

Hannes Ocik
geb. 08.06.1991 Größe: 1,91 m
Schweriner RG Gewicht: 93 kg
Beruf: Polizeimeister (Landespolizei Sportfördergruppe MV)

Paul Klapperich
geb. 24.05.2002 Größe: 1,87 m
Bonner RG Gewicht: 91 kg
Studium: Bauingenieurwesen an der TU Dortmund

Till Martini
geb. 02.06.2000 Größe: 1,72 m
Olympischer Ruderclub Rostock von 1956 Gewicht: 55 kg
Studium: Humanmedizin an der FAU Erlangen

 

 

Die Grafik und das Bild hat uns Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer und Pressesprecher, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist TV Kirchzell spielt in der schweren Abstiegsrelegations-Runde einen sehr guten Part und hat auch zuletzt im Hexenkessel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen mit 33:32 (13:15) gewonnen. Das Spiel war an Spannung nicht mehr zu überbieten, war hartumkämpft, aber – aufgrund einer tollen zweiten Hälfte – war es ein verdienter Sieg für den TVK.

Matchwinner war Tom Spieß, der gesundheitlich angeschlagen ins Spiel ging. Er erzielte zwölf Tore und meinte: „Toll zu sehen, dass wir uns so zurückkämpfen können und in Halbzeit zwei unsere Chancen nutzten.“

Der TV Kirchzell konnte mit voller Kapelle bei der HG Oftersheim/Schwetzingen antreten, unterstützt von über 100 mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft super anfeuerten. Der Start war auf beiden Seiten sehr nervös. Als in der siebten Spielminute Leon Haase nach einem Foul an Tim Häufglöckner mit Rot vom Feld musste, war richtig Dampf in der Nordstadthalle. Die HG, die nach vier Spielen 5:3 Punkte auf dem Konto hatte, nutzte jeden Fehler der Gäste gnadenlos aus, stand sehr gut in der Abwehr und machte den Ball schnell. Beim 11:7 in der 19. Minute nahm der TVK die Auszeit. Doch der Rückstand wollte nicht schmelzen und in der 27. Minute stand es 15:11 für die Hausherren. Osifo und Spieß sorgten für das 13:15 aus Sicht der Kirchzeller bis zur Pause. 

Nach dem Wechsel waren es David und Gläser die zunächst für den Ausgleich sorgten, ehe Tom Spieß die erste Führung für sein Team (16:15) erzielte. Die Gäste nutzten nun das Momentum, kämpften wie die Berserker und erspielten sich eine Vier-Tore-Führung (22:18 – 40.). Die HG versuchte es mit einer vorgezogen Deckung. Doch der TVK agierte abgezockt, nutzte seine Chancen und lag mit drei, vier Toren vorne. Die HG steckte nicht auf, holte mit einer großen kämpferischen Leistung auf und war beim 31:31 und 32:32 wieder im Rennen. Der überragende Tom Spieß war es, der per Strafwurf den Sieg 22 Sekunden vor Schluss perfekt machte.

 

Am Wochenende startet der TVK in die Rückrunde

Am Sonntag geht es für den TVK zum Auftakt der Rückrunde gegen die Haspo Bayreuth. Das Hinspiel gewannen die Odenwälder mit 31:27 und auch am Sonntag soll es wieder etwas zu feiern geben. „Wir müssen gewinnen – wie jede Woche. Bayreuth kennen wir, denn das Hinspiel ist noch nicht so lange her“, sagt TVK-Trainer Andi Kunz. Sein Team weiß, was auf es zu kommt, denn die Gäste haben eine kompakte Mannschaft, aus der noch die beiden Linkshänder Paul Saborowski und Tom Elschner herausstechen. In der Abwehr spielt die Haspo teilweise sehr offensiv und gefährlich wird es, wenn sie in den Gegenstoß kommen. „Da müssen wir wieder die Bereitschaft an den Tag legen, schnell im Rückzug zu sein. Im Hinspiel haben wir gute Lösungen gefunden. Ein paar Dinge müssen wir aber besser machen, denn Bayreuth bestraft jeden Fehler“, so Kunz. 

Er weiß, dass in bisher allen Spielen das Momentum hin und her geschwappt ist, denn die Qualität, die seine Mannschaft an den Tag legt, zeigen die anderen Teams auch. Jeder will die Liga halten und jeder kämpft daher ums Überleben. „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Die wollen wir verteidigen. Doch wir müssen auch die Demut mitbringen, dass dies nicht selbstverständlich ist“, sagt Kunz. 

Alle Spiele fanden bisher auf Augenhöhe statt. Daher muss der TVK auch am Sonntag wieder von Anfang an Vollgas geben und mit Leidenschaft und Kampfgeist die schwere Aufgabe angehen. Schön ist zu sehen, wie die Mannschaft und die Fans zu einer verschworenen Einheit zusammen gewachsen sind. Daher „setzen wir auch diesmal wieder auf eine volle Halle. Wir wissen nicht, wie die Runde ausgehen wird. Aber es ist grad eine tolle Zeit und das „Wir-Gefühl“ zwischen unserem Team und den Fans ist da. Das genießen wir“, freut sich Andi Kunz. 

Fünf Spieler bleiben dem TVK treu und ein Neuer kommt hinzu

Der sportliche Leiter des TVK, Gottfried Kunz, berichtete, dass nun auch Kreisläufer Jan Blank, Außen Antonio Schnellbacher, Torhüter Tobias Jörg und der derzeit verletzte Rückraumspieler Brian Heinrich sowie Leistungsträger Tom Spieß ihre Verträge verlängert. „Unabhängig von der Liga, ob dritte- oder Oberliga, die Spieler bleiben bei uns“, freut sich Gottfried Kunz, dass er Planungssicherheit für die kommende Runde hat.  

Weiter wird ab der neuen Saison der 19-jährige Luxemburger Yann de Waha beim TVK spielen. Er kommt von der TVG-Junioren-Akademie und ist ein individuell einsetzbarer Rückraumspieler. „Yann ist ein toller Typ, wohnt in Kleinwallstadt und macht eine Lehre als Erzieher. Er wird die nächsten zwei Jahre bei uns bleiben. Yann ist nicht nur im Angriff gut, sondern macht auch einen sehr stabilen Eindruck in der Abwehr“, so Kunz.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie Handball-Drittligist HSG Hanau bekanntgab, wird in der kommenden Saison Rechtsaußen Paul Hüttmann das Trikot der HSG tragen. Desweiteren wird Kreisläufer Dziugas Jusys bis 2025 bei der HSG bleiben. Verlassen wird hingegen den Verein Außenspieler Luke Ireland.

 

 

Lest folgende Pressemitteilung der HSG:

HSG Hanau verpflichtet Rechtsaußen Paul Hüttmann

Handball-Drittligist HSG Hanau hat sich für die kommende Spielzeit mit einem neuen Rechtsaußen verstärkt. Paul Hüttmann kommt vom TV Gelnhausen und unterschrieb nun einen zweijährigen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 bei den Grimmstädtern. Gleichzeitig gab die Handball-Spielgemeinschaft bekannt, dass Außenspieler Luke Ireland den Verein im Sommer verlassen wird.

„Dass Luke Ireland nur für eine Saison bei uns spielen wird, das war bereits bei den Gesprächen im Vorfeld schon so abgestimmt worden“, gibt der sportliche Leiter der HSG, Reiner Kegelmann, einen Einblick in die Kaderplanung des Drittligisten. „Von daher mussten wir uns jetzt für die kommende Spielzeit auf dieser Position umschauen und sind froh, mit Paul einen wirklich talentierten jungen Spieler gefunden zu haben.“

„Ich bin sehr froh, so kurzfristig mit Hanau einen Topverein aus der Region gefunden zu haben, bei dem das gesamte Umfeld mich einfach überzeugt hat“, sagt Paul Hüttmann über seinen bevorstehenden Wechsel zu den Grimmstädtern. „Die Mannschaft und das Trainerteam sind super eingestellt und man merkt direkt, dass jeder hier Bock auf Handball hat. Ich freue mich sehr auf die Vorbereitung und natürlich darauf, dann endlich mit dem Blauen Block im Rücken mein erstes Spiel für Hanau zu bestreiten.“

Duo Hüttmann/Gerst

Im Kader von HSG-Cheftrainer Hannes Geist wird der 22-jährige Linkshänder Hüttmann in der anstehenden Spielzeit 2023/24 somit das Duo mit Dennis Gerst auf Rechtsaußen bilden. Gerade das Tempogegenstoßverhalten und sein Kleingruppenspiel mit dem Rückraum gehört zu den Stärken des 1.86 Meter großen Flügelspielers.

„Ich denke, dass er uns mit seiner aufgeräumten Spielweise noch einmal eine gewisse Qualität auf dieser Seite des Spielfelds voranbringen wird,“ meint Geist über seine Neuverpflichtung. „Er ist ja noch jung und hat viel Entwicklungspotential, sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. Daher freut es mich umso mehr, dass ein so talentierter Junge die nächsten zwei Jahre hier in Hanau seine sportliche Entwicklung vorantreiben will.“

Hüttmann erhielt seine handballerische Ausbildung beim TV Großwallstadt und durchlief die TVG Junioren Akademie. 2020 wurde der TV Gelnhausen auf ihn aufmerksam, der den damals 19-Jährigen für die folgenden drei Jahre unter Vertrag nahm. Für den Drittligisten kam Hüttmann in 25 Spielen der Saison 2022/23 zum Einsatz und erzielte dabei 51 Treffer. Die HSG Hanau kennt er bereits von den Derbys in der 3. Liga Staffel Süd-West.

 

Kreisläufer Dziugas Jusys bleibt bis 2025

Die HSG Hanau hat den Vertrag mit ihrem Kreisläufer Dziugas Jusys um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Der hochgewachsene 24-jährige Litauer war erst im vergangenen Sommer zum Drittliga-Team von Trainer Hannes Geist gestoßen und spielte sich mit routinierten Deckungsverhalten und seiner sympathischen Art schnell in den Herzen der HSG-Fans fest.

Nachdem ihn zum Hauptrunden-Ende ein Nasenbeinbruch für vier Spiele außer Gefecht gesetzt hatte, kämpfte sich Jusys noch mit Beginn der Aufstiegsrunde wieder in das Team zurück und war im bisherigen Saisonverlauf eine feste Größe im Abwehrverbund der Grimmstädter.

„Wir freuen uns, dass wir heute mitteilen können, dass Dziugas seine sportlichen Schritte auch im nächsten Jahr weiter mit der HSG geht“, sagt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau über seinen Kreisläufer, der neben dem Sport als Verkaufsassistent bei einem Hanauer Autohändler arbeitet. „Als wir ihn damals verpflichtet haben, hätte niemand gedacht, dass er sich so schnell bei uns eingewöhnt und wohl fühlt.“

„Ich freue mich riesig darauf, zwei weitere Jahre mit so einer tollen Mannschaft jedes Spiel Vollgas zu geben und Woche für Woche ein Handballfest abzufeuern“, sagt Jusys über seine Vertragsverlängerung. „Das Publikum hier in Hanau, gerade der Blaue Block, macht jedes Heimspiel zu einem Erlebnis. Dafür wollen wir als Team immer 110% geben.“

In der bisherigen Saison absolvierte Jusys 27 von 31 möglichen Partien für die Hanauer und erzielte dabei 48 Treffer vom Kreis. Noch wichtiger als im Angriff ist der bullige Hüne aber für das Defensivspiel der HSG Hanau. Dabei bewies der gebürtige Litauer im Innenblock bereits mehrmals, dass er keine Furcht davor hat, auch dort hinzugehen „wo es wehtut“. Eine Herausforderung für jeden Gegner in der 3. Handball-Liga. Welche Präsenz und Sicherheit er dabei für seine Nebenleute nach nicht einmal einer Saison ausstrahlt, erstaunt nicht nur regelmäßig seinen Trainer.

„Dziugas hat einen unglaublichen Effekt auf die Mannschaft und ist ein absoluter Teamplayer“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf seinen 1.95 Meter großen Kreisläufer, der zusammen mit Marc Strohl in der Regel das Abwehrzentrum der 6:0-Deckung der Grimmstädter bildet. „Ich bin der Überzeugung, dass er noch nicht auf seinem höchsten Leistungsniveau angekommen ist. Wir werden in Hanau noch viel Freude an ihm haben. Gemeinsam mit ihm wollen wir die Entwicklung unserer Mannschaft weiter vorantreiben und sehen ihn dabei als wichtigen Bestandteil“, so Geist. „Ich freue mich sehr, dass er dabei bleibt.“

Dziugas Jusys spielte in der Vergangenheit für die TVG Junioren Akademie, die HSG Groß-Bieberau/Modau, SG Rot-Weiss Babenhausen und SV 04 Plauen Oberlosa. Für sein Heimatland Litauen bestritt er zwei A-Länderspiele und nahm zudem an der U20-Europameisterschaft 2018 in Mazedonien teil.

 

Die Bilder hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Heute Abend geht es endlich los. Die DEB-Auswahl trifft zum WM-Auftakt heute gegen Schweden. Spielbeginn ist um 19.20 Uhr deutscher Zeit in der Nokia Arena in Tampere (FIN). Am Samstag wartet Finnland auf die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis. Er sagt: „Wir spüren, dass die Mannschaft loslegen will, das geht uns vom Coaching Staff genauso. Es war eine lange Vorbereitung und jeder ist bereit, in das WM-Turnier zu starten. Wir befassen uns jetzt Schritt für Schritt mit den Aufgaben, die vor uns liegen. Wichtig ist, bei unserem Spiel zu bleiben und in unsere Fähigkeiten zu vertrauen. Das gilt für den Auftakt genauso wie für den gesamten Turnierverlauf.“

Die Mannschaft um den Bundestrainer ist am Mittwochnachmittag in Tampere eingetroffen und hat am Donnerstag die erste Eis-Einheit in der WM-Arena absolviert. Mit dabei war auch der nachnominierte Stürmer Manuel Wiederer, der zur Mittagszeit in Tampere eingetroffen ist. Somit wurde das Training mit nahezu dem kompletten Kader durchgeführt. Einzig Verteidiger Leon Gawanke konnte noch nicht an der Einheit teilnehmen, er wird am Wochenende in Finnland erwartet. Vor dem Auftaktspiel gegen Schweden am Abend steht für die DEB-Auswahl am Vormittag noch ein Pre-Game-Skate auf dem Programm.

Kapitän Moritz Müller ist ebenfalls voller Vorfreude: „Die Mannschaft ist in einer guten mentalen Verfassung und freut sich sehr auf den Turnierstart. Immer bei uns zu bleiben, wird ohnehin die wichtigste Aufgabe des Turniers. Es wird ein Reifeprozess und ich freue mich auf die Reise durch diese WM, die endlich wieder beginnt.“

 

Das Bild von Kapitän Moritz Müller hat uns die Fotoagentur

DEB / CityPress GmbH

zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür.

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DEB-Bundestrainer Harold Kreis ist mit einem 25-köpfiges Aufgebot für die 2023 IIHF-Weltmeisterschaft nach Finnland geflogen. Die DEB-Auswahl reiste am gestrigen Mittwoch nach Tampere, dem WM-Spielort der Gruppe A. Am morgigen Freitag, den 12. Mai 2023, steht das erste WM-Spiel für die deutsche Mannschaft an. Um 20.20 Uhr (19.20 Uhr deutscher Zeit) ist Schweden der Gegner zum WM-Auftakt.

Nach der Niederlage gegen die USA traf der Coaching Staff die finalen Entscheidungen, was den WM-Kader angeht. Drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer bilden das 25-köpfige Aufgebot für die WM 2023. In der Verteidigung gibt es die vorhersehbaren Veränderungen, nachdem der DEB gestern Abend die Freigabe für die Teilnahme von Leon Gawanke erhalten hat. Der Verteidiger wird am Samstag in Tampere erwartet. Bereits gestern reiste Abwehrmann Kai Wissmann an, der aus Nordamerika direkt nach Finnland fliegt. Moritz Seider ist schon am vergangenen Montagabend in München angekommen.

Verzichten muss das deutsche Team auf Stürmer Andreas Eder, der nach dem Spiel gegen die USA angeschlagen ist und die WM mit einer Unterkörperverletzung verpasst. Für Eder wurde Manuel Wiederer nachnominiert. Der Stürmer trifft am heutigen Donnerstag in Tampere ein.

Bundestrainer Harold Kreis sagte: „Der Coaching Staff hat sich nach dem Spiel gegen die USA zusammengesetzt und letztlich den finalen Kader für die Reise zur WM 2023 aufgestellt. Wir sind überzeugt, dass wir alle Rollen, die wir für erforderlich halten, sehr gut besetzt haben. Wir freuen uns, dass es nach den vielen Wochen der intensiven, gemeinsamen Vorbereitung endlich los geht und wir uns in Tampere einrichten werden. Gleichzeitig war es schwer, denjenigen die Entscheidung mitzuteilen, die nicht mit dabei sind. Das war für uns sicher persönlich der härteste Moment der WM-Vorbereitung. Da gibt es nicht viel zu sagen außer ein großes Dankeschön für deren Einsatz und großen Willen.“

 

 

Das Bild hat uns die Fotoagentur

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Am Samstagabend gastiert die HSG Krefeld Niederrhein in der Main-Kinzig-Halle in Hanau, zum sechsten Spiel der laufenden Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga. Anwurf ist um 19:30 Uhr. Die HSG Hanau freut sich auf einen spannenden Schlagabtausch mit den „Eagles“. Trotz aller Widrigkeiten – das HSG-Team wird vom Verletzungspech verfolgt – will Hanau dabei wieder „emotional alles auf der Platte lassen“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist.

„Genau wie wir waren auch die Krefelder in den letzten Jahren ein Dauergast in der Aufstiegsrunde und basteln seit einiger Zeit an der Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga“, so Geist mit Blick auf das anstehende Duell vor heimischer Kulisse. „Sie haben sich personell in dieser Saison noch einmal verstärkt.“ Bedingt durch zahlreiche Neuzugänge und dem neuen Trainer Mark Schmetz, habe sich auch die Spielweise der „Eagles“ gewandelt. „Diese ist deutlich mehr auf Tempo ausgelegt, als in den letzten Jahren“, so Geist. „Da kommt sehr viel Arbeit auf unser Rückzugsverhalten zu.“

Bereits zum dritten Mal treffen die beiden Teams im Rahmen einer Playoff-Runde aufeinander. In ihren Heimpartien ist die HSG in der diesjährigen Aufstiegsrunde noch ungeschlagen. Gegen den EHV Aue holte die Sieben von Trainer Hannes Geist einen Punkt und zwei Spieltage später wurde der MTV Braunschweig besiegt. 4:6 Punkte hat die Handballspielgemeinschaft nach fünf Partien auf dem Konto. Die HSG Krefeld Niederrhein hingegen absolvierte bisher vier Aufstiegsrundenspiele und verortet sich mit 4:4 Punkten ebenfalls im Mittelfeld der Tabelle.

In der Offensive sind die Gäste aus Nordrhein-Westfalen brandgefährlich. Gerade über ihren erfahrenen Spielmacher Merten Krings und die routinierten Rückraumakteure Christopher Klasmann und Kevin-Christopher Brüren, kommt die HSG immer wieder mit viel Zug vor das Tor. Dahinter ordnen sich viele junge Spieler ein, die stets Lust darauf haben, auf sich aufmerksam zu machen und den Ball schnell nach vorne zu treiben. „Da kommt sehr viel individuelle Qualität auf uns zu“, erklärt Geist. „Wir haben uns darauf aber gut vorbereitet und wissen, in welche Räume wir sie zwingen wollen.“

Im eigenen Spiel Sechs-gegen-sechs muss sich die HSG ebenfalls auf Schwerstarbeit einstellen, denn dort bietet die HSG Krefeld Niederrhein nicht nur eine stabile 6:0-Deckung auf, sondern ist auch in der Lage, mit einer 5:1-Deckung zu agieren, die immer wieder für einen aktiven Ballgewinn gut ist. „Dagegen wollen wir uns aber Lösungen erarbeiten“, fordert Geist von seinem jungen Team, dass in der vergangenen Woche in Hildesheim wieder reichlich Erfahrung hatte sammeln können.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Handball-Drittligist HSG Hanau unterlag im fünften Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga dem HC Eintracht Hildesheim. Die Mannschaft von Trainer Hannes Geist kam –  trotz zehn Treffern von Rückraumshooter Luca Braun – nicht über eine 27:31 (12:16)-Niederlage hinaus und hat so 4:6 Punkte bei noch drei zu absolvierenden Spielen auf dem Konto. Bei den Bergold, Strohl & Co. erwiesen sich die zahlreichen Verletzungen im Kader als zu hohe Hypothek, um in Niedersachsen etwas mitnehmen zu können.

„Wir hatten das Problem bereits in der Aufstiegsrunde im letzten Jahr“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach der Partie angefressen. „Leider ist uns das Glück in diesem Jahr ebenfalls nicht hold, sodass sich unsere Mannschaft durch Verletzung dezimiert. Ich habe dennoch einen sehr leidenschaftlichen Fight meiner Mannschaft, in hitziger Atmosphäre gesehen.“

Neben dem erkrankten Torhüter Can Adanir, fehlten dem Hanauer Cheftrainer seine beiden verletzten Spielmacher Jannik Ruppert und Jan-Eric Ritter. Zudem wurde Rechtsaußen Dennis Gerst wieder durch den reaktivierten Björn Christoffel ersetzt. Keine optimale Ausgangssituation also für das Auswärtsspiel gegen den Zweiten der Ost-Staffel, der erst am letzten Spieltag der Hauptrunde den Sprung in die Playoffs gepackt hatte und in den bisherigen Partien punktlos geblieben war.

Hitziger Fight vor 900 Zuschauern

In der Volksbank-Arena Hildesheim hatte Hanau auch wieder auf den Support der eigenen Anhänger bauen können. Rund 30 Anhänger begleiteten das junge Team auf dessen Auswärtsfahrt. Vor etwa 900 Zuschauern in Hildesheim entwickelte sich so schnell eine spannende Playoff-Partie, in der die HSG zunächst in Rückstand geriet. Gegen eine Unterzahl der Gastgeber fanden die Grimmstädter dann doch aber beherzter in das Spiel und Linkshänder Luca Braun war es dann, der mit zwei Durchbrüchen durch das Abwehrzentrum eine 4:3-Führung herausholte (7. Minute). Zudem konnte sich Torhüter Fabian Tomm in den Anfangsminuten mit einigen Paraden auszeichnen.

Die ersten zehn Minuten blieben aber auch die stärkste Spielphase der Bergold, Braun & Co., die durch Robin Marquardt auf 6:3 erhöhten. Danach folgte aber der Bruch im Spiel der Grimmstädter, die in der Abwehr zwar einige Bälle erarbeiten konnten, sich im Offensivspiel aber auch einige technische Fehler erlaubten und im Abschluss die Cleverness vermissen ließen. Hildesheim stellte so die Partie mit einem Torlauf zum 8:6 wieder auf den Kopf (17.) und kurz danach überwand der treffsichere Rechtsaußen René Gruszka per Heber Fabian Tomm im Tor und erzielte so das 13:9 (21.). „Die Eintracht hat heute eine sehr starke kämpferische Leistung gebracht“, meinte Geist später. „Sie haben unsere Schwächen klar ausgenutzt.“

Von diesem frühen Rückstand erholte sich das junge HSG-Team nur schwer. Hannes Geist legte zwar schnell die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, um seine Mannschaft neu einzustellen, doch auch in der Schlussphase der ersten Hälfte lief Hanau der Hypothek weiter hinterher. Mit dem Pausenpfiff verwandelte Hildesheim noch einen Siebenmeter am A-Jugendlichen Nico Schulz vorbei im Tor.

Zahlreiche Verletzungen zollen ihren Tribut

Es sollte nicht der Abend der Grimmstädter sein. Nach dem Seitenwechsel kam Hanau zwar noch einmal mit viel Engagement aus dem Kabinengang, doch ein weiterer 3:1-Lauf der Hausherren ließ den Rückstand schnell auf sechs Tore anwachsen. „Ich glaube, dass wir das zu Beginn der zweiten Halbzeit gar nicht schlecht gelöst haben“, bemerkte Geist. „Wir lassen nur unsere Chancen liegen oder hatten technische Fehler im Umschaltspiel, die wir normalerweise nicht machen.“

Während sich Braun und vor allem auch der junge Linksaußen Julian Fulda (6 Treffer) gegen die Niederlage stemmten, sorgte Hildesheim mit dem 25:17 (42.) für die letztmögliche Auszeit von Geist. Der Coach setzt alles auf eine Karte und ließ sein Team in der Schlussphase in der 4:2-Deckung verteidigen. Hanau bäumte sich trotz eines Rückstands von acht Toren noch einmal auf und kämpfte sich zurück. Fulda brachte beim 22:26 (52.) den Meister der Süd-West-Staffel wieder etwas heran. Zu allem Pech verletzte nun auch der in der Abwehr so wichtige Marc Strohl und Philipp Busse konnte nach einem Kontakt am Knie nicht mehr weitermachen. Mit letzter Kraft stemmte sich die Geist-Sieben gegen die drohende Niederlage. Doch um das Ruder herumzureißen, dafür reichte es nicht.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist TV Gelnhausen liefert im letzten Saison-Heimspiel eine Gala-Vorstellung ab und gewinnt in der Pokalrunde der 3. Liga gegen den Longericher SC Köln mit 38:25 (18:15). Dabei spielten sich die Barbarossastädter insbesondere in der zweiten Hälfte in einen wahren Rausch und zeigten Handball vom Allerfeinsten. Damit haben sich die Rotweißen bereits einen Spieltag vor Rundenschluss für die 1. DHB-Pokalrunde qualifiziert. Es ist die Kirsche auf der Sahnetorte einer außergewöhnlichen Saison, die mit der Zielvorgabe Klassenerhalt begann und die die jungen Gelnhäuser Himmelstürmer schlussendlich in nicht geahnte Höhen führte.

Die letzten zehn Minuten der Partie hielt es die 800 Zuschauer in der Rudi-Lechleidner-Halle nicht mehr auf ihren Sitzen. Paul Hüttmann hatte gerade den zweiten Kempa-Trick innerhalb weniger Minuten in die Maschen der Gäste versenkt, als die Hölle Süd ihrem Namen alle Ehre machte und man fürchten musste, dass das Hallendach jeden Moment davonfliegen würde. Zu diesem Zeitpunkt führte der TVG bereits mit zwölf Toren und die Fans feierten ihr Team mit Standing Ovations.

„Wir haben gegen eine absolute Top-Mannschaft gespielt und ihr letztlich keine Chance gelassen. Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Jungs und freuen uns sehr, dass wir eine außergewöhnliche Saison vor unseren tollen Fans auf diese Art und Weise abschließen konnten. Danke an die Zuschauer, die die Leistung der Mannschaft überragend honoriert haben“, sagte Cheftrainer Matthias Geiger nach der Partie voller Stolz auf seine Jungs.

Vorausgegangen war allerdings eine erste Hälfte, in der die Gäste zeigten, dass sie völlig zurecht Platz drei in der West-Staffel der 3. Liga belegt hatten. Bei einem Sieg hätten sie wiederum gute Karten im Kampf um Platz eins im Dreiervergleich mit Gelnhausen und Wilhelmshaven gehabt. Entsprechend motiviert gingen sie zu Werke. Zwar legte der TVG mit Treffern von Jonathan Malolepszy und Hüttmann eine 2:0-Führung vor, doch die Kölner hielten voll dagegen.

Als Benjamin Richter nach 17 Minuten zum 8:8 traf, deutete alles daraufhin, dass es erneut ein dramatisches Spiel werden würde. Doch angeführt vom überragenden Malolepszy, dem an diesem Abend alles gelang und der mit zwölf Treffern erfolgreichster Schütze war, konnte sich der TVG bis zur Pause immerhin auf 18:15 absetzen. Nicht zuletzt auch dank zahlreicher Paraden von Keeper Julian Lahme.

Ihm stand Alex Bechert im zweiten Durchgang in nichts nach. Der 22-Jährige lief zur Höchstform auf und mit ihm die gesamte Gelnhäuser Mannschaft, in der nun ein Rädchen ins andere griff. Beim Stande vom 25:19 nahmen die Gäste eine Auszeit. „Hier haben wir uns fest vorgenommen jetzt frühzeitig den Sack zuzumachen. Das ist uns während der Saison oftmals nicht gelungen, aber heute sind die Jungs wie entfesselt durchmarschiert“, sagte Geiger.

In der Tat. Der Longericher SC sah in den verbleibenden Minuten kein Land mehr. Nach 48 Minuten führte Gelnhausen mit 30:20 und die Vorentscheidung war gefallen. „Die Jungs waren in der Trainingswoche voll fokussiert und haben darauf hingearbeitet, heute so eine Leistung zu zeigen. Der Erfolg gegen Wilhelmshaven in der Vorwoche hat sie sicherlich weiter beflügelt“, sagte Geiger.

Am Ende stand es 38:25 und so mancher Zuschauer traute seinen Augen nicht. Keiner hätte einen solchen Sieg für möglich gehalten. Doch letztlich war es ein Spiegelbild der gesamten Saison. Immer wieder konnte dieses Team, das zu den jüngsten aller Drittligisten zählt, nochmal einen draufsetzen.

Nils Bergau und Paul Hüttmann verabschiedet

Nils Bergau und Paul Hüttmann wurden vor der Partie von Geschäftsführerin Corinna Müller und Manager Philip Deinet offiziell verabschiedet. In ihrem letzten Heimspiel in der Hölle Süd zeigten sich beide noch einmal von ihrer allerbesten Seite. Hüttmann traf sieben Mal und avancierte nach Malolepszy zum erfolgreichsten Torschützen beim TVG. Bergau setzte mit dem verwandelten Siebenmeter den fulminanten Schlusspunkt zum 38:25 hinter seine Karriere in der Hölle Süd. Gemeinsam mit ihren Teamkollegen wurden sie anschließend von den Fans frenetisch gefeiert. Es war einer diese Abende in der Rudi-Lechleidner-Halle, von dem man sich wünschte, er würde niemals zu Ende gehen.

Für den TV Gelnhausen ist die Runde aber noch nicht ganz zu Ende. Am 20. Mai muss das Geiger-Team zum letzten Saisonspiel beim Wilhelmshavener HV antreten. Doch mit 6:0 Punkten ist dem TVG der Platz eins in der Dreiergruppe mit Wilhelmshaven (1:3) und dem Longericher SC Köln (1:5) nicht mehr zu nehmen.   

 

Baggerseepiraten mit erfolgreicher Kaperfahrt an die Ostsee

Die HSG Rodgau Nieder-Roden ist nur noch einen Schritt vom Einzug in den DHB-Pokal der nächsten Saison entfernt. Dank eines schwer erkämpften, aber verdienten 29:28-Erfolgs beim Stralsunder HV in ihrer dritten Partie des Ligapokals stehen die „Baggerseepiraten“ mit 5:1 Punkten auf Rang 1 der Gruppe 1 und benötigen aus dem abschließenden Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Bergischen Panther einen Punkt zur erfolgreichen Qualifikation.

Dass sie dann alle Trümpfe in der eigenen Hand haben, haben sie nach den Worten von Trainer Jan Redmann sich selbst und einer „extrem coolen Leistung“ zu verdanken. Denn die äußeren Umstände sprachen eigentlich gegen die Rodgauer. Nicht nur steckte ihnen die mit knapp 800 Kilometern einfache Auswärtsfahrt in den Knochen. Vielmehr bekamen sie es auch mit einem sehr starken Gegner zu tun, der ihnen schon im Hinspiel trotz des am Ende recht deutlichen 34:28-Sieg alles abverlangt hatte und diesmal von über 800 Fans nach vorne gepeitscht wurde.

Kein Wunder also, dass die Anfangsphase den Hausherren gehörte. „Einige meiner Jungs benötigten nach der extrem langen Anfahrt halt eine etwas längere Anlaufzeit, um auf Touren zu kommen, und die beeindruckende Kulisse motivierte unseren Gegner natürlich zusätzlich, der in seinem letzten Heimspiel unbedingt die letzte Chance auf die Qualifikation für den DHB-Pokal nutzen wollte“, berichtete Redmann.

Seine Schützlinge kamen gleichwohl immer besser in die Partie und gingen in Führung. Die Mannschaft von der Ostsee verkürzte zur Pause auf 13:14. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel sehr intensiv und umkämpft, wobei sich das Aushängeschild des größten Handballvereins Mecklenburg-Vorpommerns zunächst wieder leichte Vorteile erarbeitete: 18:17 stand es in der 38. Spielminute, 21:19 sechs Minuten später, und dieser Zwei-Tore-Rückstand der „Redmänner“ hatte auch nach 50 Minuten (24:22) Bestand.

Dann aber gelangen den Gästen drei Treffer binnen zwei Minuten in Folge und nach dem 25:25, machten die Mannen um Kapitän Marco Rhein den Sack endgültig zu. Den Treffer (ins leere Stralsunder Tor) zum vorentscheidenden 26:29 erzielte mit Niklas Geck.

Ähnlich überzeugend sollten nun auch in der letzten Begegnung dieser kräftezehrenden Spielzeit agiert werden – und das nicht nur, um die Qualifikation für den DHB-Pokal in trockene Tücher zu bringen. Vielmehr steht beim Saison-Halali auch die Verabschiedung von vier verdienten Spielern (Philipp Keller, Niklas Geck, Benedikt Gräsl und Felix Mann) auf dem Programm.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.