Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Es ist geschafft! Nach einer kräftezehrenden und nervenaufreibenden Runde spielt der TV Kirchzell auch in der kommenden Saison in der dritten Liga. Mit einer unglaublich guten kämpferischen Leistung  und einem immensen Willen fackelte der TVK im alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt ein 44:27-Feuerwerk gegen den TV Germania Großsachsen ab. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, denn was die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz geleistet hat, war aller Ehren wert. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und die Mannschaft ließ sich gebührend feiern. An das Team wurden T-Shirts mit der Aufschrift: „3. Liga – Kirchzell is dabei“ verteilt und keiner kam um die Bierdusche herum.

Gäste-Trainer Stefan Pohl war ein fairer Verlierer, gratulierte den Trainern, den Spielern und dem ganzen Verein zum Klassenerhalt und meinte: „Über 40 Tore zu kassieren ist viel. Aber wir wollten mit offenem Visier spielen, den Zuschauern ein attraktives Spiel bieten. Natürlich hätten wir das Spiel auch verschleppen können. Aber warum sollten wir das… Kämpferisch kann ich meiner dezimierten Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben.“ Tatsächlich kamen die Gäste mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern.  
 

Alle im TVK-Team wussten um die Bedeutung der Partie, denn noch vor dem Anpfiff wurde der 30:28-Erfolg der Willstätter bekannt. Der TVW, der TVK und Plochingen haben alle 12:4 Punkte auf dem Konto. Doch das bessere Torverhältnis lässt den TVW und den TVK jubeln.

Markus Podsendek (Mitte) hängt seine Schuhe an den Nagel

 
Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Allen voran Tom Spieß. Was er am Samstag zeigte, war Erstliga-reif. Er war nie zu halten, spielte viel zu schnell für seine Gegenspieler und von seinen zwölf Toren erzielte er zehn in Halbzeit eins. Die ersten drei Treffer zum 3:0 (4. Minute) gingen auf sein Konto und in der Folge glänzte er immer wieder durch tolle Anspiele, als Regisseur oder als Torschütze. Ein Wermutstropfen war das Foul an Osifo in der dritten Spielminute. Er kam zwar in der 16. Minute noch einmal zurück, musste aber passen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Für ihn sprangen andere in die Bresche und immer wieder waren es super Tore durch zum Beispiel Anspiel von Häufglöckner auf David oder Gläser auf Polixenidis. Egal, was der Gegner machte, der TVK spielte wie aufgedreht, ließ sich durch die Nickligkeiten des Gegners nicht beirren, war schnell auf den Beinen und agierte konzentriert im Abschluss. In der 16. Minute nahm der Gast die Auszeit, wechselte den Torhüter. Besser wurde es nicht. Großsachsen konnte froh sein, wenn die Hausherren mal etwas unaufmerksam in der Deckung waren oder einen Strafwurf vergeigten. Sonst wäre die 23:14-Führung des TVK wohl noch höher ausgefallen.
 
Nach dem Wechsel weiter wie aufgedreht
 

Niklas Depp (Mitte) muss verletzungsbedingt aufhören

Nach dem Wechsel waren die Kirchzeller schon lange vor der Zeit wieder auf dem Parkett. Sie machten sich warm, klatschten sich ab und schienen wie Rennpferde vor dem Start. So war es dann auch, denn kaum ertönte der Anpfiff war es Tom Spieß, der das 24:14 erzielte. Wie aufgedreht spielten er und seine Nebenleute weiter und es machte Spaß, der Mannschaft zuzuschauen. Dementsprechend gut war auch die Stimmung in der Halle. Keiner scheute einen Zweikampf. Im Gegenteil. Die TVK-Spieler waren immer dort zu finden, wo es „weh tat“. Beim 28:15 in der 37. Minute nahm der TVG die zweite Auszeit und das heimische Trainer-Duo nutzte die Zeit, um den Torhüter zu wechseln und Markus Podsendek in seinem letzten Spiel für den TVK noch einmal zu bringen. Auch Spieler wie Ihmer, Soloviov, Heinrich bekamen nun ihre Anteile. Das muntere Toreschießen ging weiter und selbst beim 33:20 (44.) nahmen die Hausherren das Gas nicht raus. Der TVK war nicht zu stoppen und spielte den Gegner regelrecht an die Wand. Youngster Ihmer gelang der 40. Treffer für seine Farben und als dann wenig später beim 44:27 Schluss war, kannte der Jubel keine Grenzen. „Was heute wieder in der Halle los war und wie Ihr alle uns wieder einmal unterstützt habt, war einfach super“, dankte Andi Kunz danach den Fans. „Ein Riesenkompliment geht aber an die Jungs. Heute war es wichtig, sich noch einmal auf uns zu konzentrieren, auch wenn der Gegner auf dem Zahnfleisch daherkam. Unsere Mannschaft hat von der ersten Minute keinen Zweifel daran gelassen, wer hier als Sieger vom Platz gehen wird.“

Auch Maximilian Gläser (Mitte) wird berufswegen nicht mehr Handball spielen

 
Emotional wurde es noch einmal, als drei Spieler verabschiedet wurden. Maximilian Gläser, Markus Podsendek und Niklas Depp verlassen den Verein und werden wohl erst einmal – beruflich und verletzungsbedingt – die Schuhe an den Nagel hängen.
 
Nun geht der TVK erst einmal in die wohlverdiente Pause und wird sich ganz der anstehenden Abschlussfahrt widmen.
 
 

Gelungener Abschluss – Falken gewinnen in Zweibrücken

Das letzte Spiel der Saison gewann die HSG Bieberau/Modau in Zweibrücken mit 39:30. Nach dem der schmerzliche Abstieg in die Oberliga bereits letzte Woche nach der Niederlage zu Hause gegen die HSG Friesenheim/Hochheim II besiegelt war, ging es in Rheinland-Pfalz darum die bescheidene Saison positiv zu beenden. Zudem gab es mit Michael Malik und Till Buschmann gleich zwei Spieler, die ihr letztes Spiel für die HSG bestritten.

In der ersten Halbzeit sahen die etwa 300 Zuschauer in der Westpfalzhalle ein ausgeglichenes Spiel. Kein Team konnte sich einen Vorsprung von mehr als zwei Toren herausspielen, zur meisten Zeit war es sogar nur ein Tor welches beide Mannschaften trennten. Nach einem 14:15-Rückstand zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit, gingen die Falken mit einer 17:15-Führung in die Kabine.

Nach der Halbzeit konnten sich die Odenwälder dann erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung aufbauen. Ein überragend aufspielender Kevin Kunzendorf kam insgesamt auf zwölf Treffer und hatte einen großen Anteil am deutlich Sieg der Hessen, doch auch Jonas Dambach, der sein vorläufig letztes Spiel für die Falken machte, zeigte mit acht Treffern ebenfalls eine ansprechende und gute Leistung. Dennoch wurde es nochmal knapp in der Mitte der zweiten Halbzeit. Nach einem 26:21-Vorsprung kam Zweibrücken nochmal auf 26:25 dran. Doch diesmal behielt die Mannschaft ihre Nerven und spielte konsequent weiter. Das Endergebnis 39:30 war dann dem Spielverlauf nach doch etwas hoch, auch wenn der Auswärtssieg der Bieberauer verdient war. Nach dieser, alles in allem sehr enttäuschenden Saison, konnten die Falken zumindest ihr letztes Spiel noch einmal positiv bestreiten.

Die beiden Bieberauer Buschmann und Malik (links) hören auf. Bild: HSG Bieberau/Modau

Zu guter Letzt wurden Michael Malik und Till Buschmann verabschiedet. Die beiden bekommen noch ein Abschiedsspiel in der Vorbereitung zur neuen Saison.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beendet die Vorrundengruppe A bei der WM in Finnland als Zweiter und zieht zum dritten Mal in Folge in das WM-Viertelfinale ein. Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Schweiz sicherte sich die DEB-Auswahl nach starker Leistung durch das 3:4 nach Penaltyschießen einen Punkt. Torschützen waren Kai Wissmann (12.), Stefan Loibl (16.) und Matthias Plachta (48.). 

Für das Aufeinandertreffen gegen die Schweiz nahm Bundestrainer Toni Söderholm einige Änderungen im Vergleich zu den vorherigen Partien vor. Im Tor startete Philipp Grubauer, als Backup stand Mathias Niederberger bereit. Erwartungsgemäß kehrten auch Verteidiger Korbinian Holzer und Stürmer Matthias Plachta in das Aufgebot zurück – beide hatten zuletzt eine Pause erhalten. 

Die Schweiz erwischte einen Blitzstart, denn bereits nach weniger als zwei Minuten jubelte Andres Ambühl mit der Schweizer Bank nach einem platzierten Schuss ins kurze Eck. Doch die deutsche Mannschaft ließ sich von dem frühen Rückstand nicht beirren, sondern blieb bei ihrem Gameplan: Erst gelang es der DEB-Auswahl, das temporeiche Aufbauspiel der Schweizer zu unterbinden. Spätestens zur Mitte des ersten Abschnitts hatte die deutsche Mannschaft auch mehr Spielanteile und Torchancen. Der folgerichtige Ausgleich fiel in Überzahl: Nach einem Bullygewinn von Lukas Reichel hämmerte Kai Wissmann (12), den Puck in die Maschen. Vier Minuten später fiel die deutsche Führung nach Moritz Seiders Schuss, den Stefan Loibl abfälschte (16.) und dabei den Verkehr vor dem Schweizer Gehäuse ausnutzte.

Im zweiten Abschnitt waren es wieder die Schweizer, die einen schnellen Treffer erzielten: Pius Suter (22.) war gerade von der Bank gekommen, kam an die Scheibe und ließ Philipp Grubauer keine Abwehrchance. Auch danach hatten die Schweizer mehr Spielanteile, so dass der deutsche Goalie immer wieder gefordert wurde und vor allem durch sein starkes Stellungsspiel zunächst einen weiteren Gegentreffer verhinderte. Auf der Gegenseite kam die DEB-Auswahl gerade bei schnellen Gegenangriffen immer wieder gefährlich vor Berras Gehäuse, auch in Überzahl hatte Marcel Noebels eine gute Abschlusschance. Kurz vor der Pause gab es die erste Strafzeit gegen Deutschland, die Denis Malgin (39.) eiskalt nutzte, um die Führung für die Eidgenossen zu erzielen.

Im Schlussdrittel nahm die Spannung zu, beide Teams agierten jetzt absolut auf Augenhöhe. Einen unschönen Aufreger gab es allerdings auch: Leon Gawanke blieb nach einem Check im Gesicht blutend auf dem Eis liegen und wurde anschließend auf der deutschen Bank gehandelt. Zum Unverständnis der deutschen Bank gab es weder einen Video-Review noch eine Strafzeit. Mit entsprechender Wut im Bauch fasste sich Matthias Plachta (48.) ein Herz und tankte sich durch die Schweizer Hintermannschaft – 3:3-Ausgleich. Die Schweizer antworteten mit einer Schlussoffensive, doch Grubauer und die deutsche Hintermannschaft hielten dem Druck stand.

In der anschließenden Overtime hatten Yasin Ehliz und Marc Michaelis die besten Chancen für Deutschland. Im Penaltyschießen setzten sich die Schweizer mit dem Treffer von Nico Hischier (65.) durch und konnten so den Extrapunkt mitnehmen.

Bundestrainer Toni Söderholm sagte anschließend: „Ich muss die Mannschaft loben für das, was sie in der Gruppenphase geleistet hat. Wir haben viele Sachen gut gemacht, einiges müssen wir verbessern.“

Am Donnerstag steht für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das Viertelfinale an. Dann geht es gegen Tschechien. Der Puck wird um 16:20 Uhr in der Arena in Helsinki eingeworfen. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat weitere drei Punkte gesammelt und damit weiter alle Chancen auf eine optimale Ausgangsposition für das Viertelfinale: Gegen die Auswahl Kasachstans gab es durch ein 5:4 im sechsten Spiel den fünften Sieg in Folge. Torschützen waren Jonas Müller (5.), Leo Pföderl (17.), Daniel Fischbuch (19.), Lukas Reichel (26.) und Yasin Ehliz (48.). Ehliz wurde auch als bester deutscher Spieler der Partie ausgezeichnet.  

Mit zwei Änderungen startete die deutsche Mannschaft gegen Kasachstan: Torhüter Dustin Strahlmeier erhielt seine erste Einsatzzeit beim Turnier in Finnland und feierte damit sein WM-Debüt. Als Backup nahm Mathias Niederberger auf der Bank platz. In der Offensive kehrte Leo Pföderl in das Aufgebot zurück und bildete mit Marcel Noebels und Lukas Reichel den „Berliner Block“ der letztjährigen WM. Dafür erhielt heute Matthias Plachta neben Korbinian Holzer und Philipp Grubauer eine Pause. Verzichten musste Bundestrainer Toni Söderholm zudem auf Tim Stützle, dessen WM aufgrund einer Knieverletzung vorzeitig beendet ist. Der 20-Jährige Stürmer musste das Eis im ersten Drittel des dritten Gruppenspiels gegen Frankreich nach einem Zweikampf an der Bande verlassen und kann nicht mehr bei der WM mitwirken.

Die Kasachen erwischten den besseren Start in die Partie durch den frühen Treffer von Roman Starchenko (3.). Doch Deutschland kam weniger als zwei Minute später zu einer schnellen Antwort durch den ersten WM-Treffer von Jonas Müller (5.). Je länger das Drittel dauerte, umso mehr Spielanteile erarbeite sich die deutsche Mannschaft. Dennoch legten nochmal die Kasachen durch Yegor Petukhov (16.) nach, doch 34 Sekunden später traf Leo Pföderl postwendend zum Ausgleich. Vor der Pause gelang Daniel Fischbuch (19.) aber wiederum die verdiente Führung.  

Auch im zweiten Abschnitt blieb die deutsche Mannschaft spielbestimmend und zeigte erneut die bisherige Stärke im Powerplay im bisherigen Turnierverlauf: In doppelter Überzahl wurde Lukas Reichel (26.) schön freigespielt, sodass der Stürmer aus kurzer Distanz den kasachischen Goalie Andrei Shutov überwinden konnte. Es sah schon alles danach aus, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause zu gehen, ehe Pavel Akolzin (40.) doch noch den Anschlusstreffer erzielte.  

DEB-Auswahl mit Selbstvertrauen

Noch so ein schneller Treffer gelang den Kasachen dann direkt nach Wiederbeginn, als Nikita Mikhailis (41). zum Ausgleich traf. Doch die DEB-Auswahl ließ sich davon nicht beirren und arbeitete mit Selbstvertrauen ausgestattet an der erneuten Führung. Die gelang schließlich Yasin Ehliz (48.). In den Folgeminuten hätten gut und gerne weitere Treffer auf beiden Seiten fallen können, doch sowohl Andrei Shutov im Tor der Kasachen als auch Dustin Strahlmeier im deutschen Gehäuse konnten sich mehrmals auszeichnen. So blieb es am Ende auch beim knappen Sieg für die deutsche Nationalmannschaft – dem fünften Erfolg bei der WM in Finnland.  

 Im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag  gegen die Schweiz kann sich die deutsche Mannschaft eine optimale Ausgangsposition für das Viertelfinale sichern. Die Partie gegen die Eidgenossen beginnt bereits um 12:20 Uhr (11:20 Uhr deutscher Zeit).

Das WM-Viertelfinale – für das die DEB-Auswahl bereits qualifiziert ist – findet am Donnerstag statt. Die Viertelfinal-Paarungen stehen nach dem letzten Vorrundenspieltag am Dienstagabend fest.  

 „Mental hat das dritte und vierte Tor den Kasachen ein bisschen Aufwind gegeben, zumal auch für sie jedes Spiel jetzt wichtig ist. Wir hätten vielleicht mit noch mehr Intensität spielen können. Es gab auch Momente, in denen wir Rhythmus und Klarheit in unserem Spiel hatten und es so kontrolliert haben. Über 60 Minuten haben wir das allerdings nicht gemacht. Wir alle wissen, dass wir besser spielen können. Wichtig ist dennoch, dass wir das Selbstvertrauen durch die Siege sammeln. Auch das kommt nicht von selbst”, sagte Bundestrainer Toni Söderholm.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

In der zweiten Handball-Bundesliga konnte der TV Großwallstadt am gestrigen Sonntag in Nordhorn nicht nachlegen und steht wieder auf einem Abstiegsplatz. Beim Tabellendritten muss der TVG auch nicht zwingend gewinnen. Aber die Art und Weise, wie sich die Mannschaft dargestellt hat, das gibt zu denken. Und es wird jetzt wirklich verdammt eng. Der TVG muss seine verbleibenden Heimspiele gewinnen, um in der Liga zu bleiben – ohne Wenn und Aber.

Unter Zugzwang waren die Großwallstädter bereits am Samstag geraten, als die direkten Konkurrenten TSV Bayer Dormagen und TuS Ferndorf vorgelegt hatten, indem sie ihre Partien für sich entscheiden konnten. Dass auf die Blau-Weißen in Niedersachsen keine einfache Aufgabe warten würde, war der Mannschaft von Trainer Maik Handschke bereits im Vorfeld klar. Dennoch hatte sich der TVG erhofft, hier vielleicht einen Überrraschungscoup landen zu können und den Erstliga-Absteiger, der natürlich noch die Aufstiegsränge im Blick hat, zu ärgern. Dieser hatte in den vergangenen Wochen immer wieder geschwächelt und wichtige Spiele verloren. Leider machte bereits vor Spielanpfiff eine gut gefüllte Halle mit einem tollen Publikum den Unterfranken klar, dass an diesem Tag die Punkte bei der HSG bleiben würden.

Dennoch ging der TVG direkt mit 1:0 in Führung, die Hausherren drehten das Ergebnis aber sofort auf 2:1. Der gut aufgelegte Rechtsaußen Pierre Busch verwandelte den ersten von sieben gegebenen Siebenmetern sicher und glich aus, aber Nordhorn zog über 4:2 auf 6:3 davon. Vorne wurden wiederholt gute Chancen ausgelassen oder der überragende HSG-Torhüter Bart Ravensbergen war zur Stelle. Dennoch ließen sich die Gäste nicht abschütteln, stellten immer wieder den Anschluss her und fanden in der Defensive Lösungen. Der Gegner bekam viele Zeitstrafen, leider versäumte es der TVG, diese für sich zu nutzen, so dass es mit 17:13 in die Pause ging.

Zwar hatten die Gäste den Glauben an einen Sieg noch nicht verloren. Doch die zweiten 30 Minuten begannen für den TVG katastrophal. In den ersten sechs Minuten nach dem Wechsel fiel kein Treffer. Allein Jan-Steffen Minerva im Tor war es zu verdanken, dass die HSG „nur“ auf 19:13 erhöhte. Immer wieder produzierten die Gäste einfach zu viele Fehler und nutzten klare Chancen nicht. Als der TVG in der der 44. Spielminute noch einmal auf vier Tore herankam, keimte noch einmal Hoffnung auf.  HSG-Trainer Daniel Kubes stellte sein Team in der folgenden Auszeit neu ein und am Ende stand ein verdienter  31:25-Erfolg für einen nicht übermäßig gut agierenden Gegner.

Für den TVG heißt es weiter kämpfen. Die Mannschaft muss die nächste Chance im Heimspiel gegen den TuSem Essen am kommenden Samstag nutzen, um wichtige Punkte für den Klassenerhalt  zu holen. Und sie muss sich als Einheit präsentieren und mit unbändigem Siegeswillen agieren.

 

Das Bild, das Babarskas und Rink zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Jetzt hatte sich der TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga nach dem Sieg gegen den TV Emsdetten so schön in der Tabelle hochgearbeitet. Doch die Ergebnisse von gestern, Freitag, machten alles wieder zunichte. Durch den Sieg von Ferndorf in Rimpar und von Dormagen in Essen steht der TVG aktuell wieder auf einem Abstiegsplatz.

Morgen, Sonntag, muss die Crew von Trainer Maik Handschke beim Tabellendritten Nordhorn-Lingen antreten. Die Partie gegen den niedersächsischen Erstliga-Absteiger ist für die Blau-Weißen bereits die vierte innerhalb von 13 Tagen und hat für beide Mannschaften eine große Brisanz. Während es für den TVG um den Klassenerhalt geht, will die HSG Nordhorn-Lingen noch die Chance auf den direkten Wiederaufstieg nutzen.

Aktuell steht das Team von Trainer Daniel Kubes nach 33 Spieltagen auf Platz drei der Tabelle, hat allerdings ein Spiel weniger bestritten als der Tabellenzweite ASV Hamm Westfalen.

Obwohl die HSG über einen sehr breiten und ausgeglichenen Kader verfügt, hat das Team in den vergangenen Spielen immer mal wieder geschwächelt und konnte von den sieben Spielen im April und Mai nur zwei Partien gewinnen. Vor allem durch die letzte Niederlage gegen Eisenach haben sie einem direkten Tabellennachbarn noch einmal die Möglichkeit gegeben, im Aufstiegsrennen mitzumischen.

Der TVG muss sich gegen Nordhorn auf eine kompakte 6:0-Abwehr einstellen hinter der wohl das beste Torhütergespann (Bart Ravensbergen und Björn Buhrmester) der Liga steht. Torgefährlich ist vor allem Georg Pöhle auf Rückraum links, aber auch Spielmacher Patrick Miedema und Julian Possehl auf Rückraum rechts sollten dringend in Schach gehalten werden. Als wohl bekanntester Akteur und treffsicherer Siebenmeter-Schütze gilt Robert Weber.

Doch der TV Großwallstadt darf sich von solchen Namen nicht beeindrucken lassen, sondern muss mit dem Rückenwind aus dem Heimerfolg gegen Emsdetten selbstsicher nach Nordhorn reisen, um dort zwei Punkte zu entführen. Im Hinspiel musste sich der TVG in einer torreichen Partie mit 30:32 geschlagen geben.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Mario Stark.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den vierten Sieg im fünften Spiel der Weltmeisterschaft in Finnland eingefahren und macht damit einen großen Schritt in Richtung Viertelfinalqualifikation. Gegen Italien gab es nach einer starken Leistung einen deutlichen 9:4-Erfolg. Doppelte Torschützen waren dabei Alexander Karachun (6./43.), Daniel Fischbuch (18./34.) und Yasin Ehliz (14./42.). Kai Wissmann (7.), Lukas Reichel (26.) und Samuel Soramies (58.) erzielten jeweils einen Treffer. Als bester Spieler wurde Lukas Reichel ausgezeichnet.

Bundestrainer Toni Söderholm nahm im Vergleich zur Partie gegen Dänemark einige Änderungen vor: Philipp Grubauer, Korbinian Holzer und Leo Pföderl bekamen eine Pause nach ihren Einsätzen am gestrigen Donnerstag. Deshalb erhielt Torhüter Mathias Niederberger seinen zweiten WM-Start, als Backup stand Dustin Strahlmeier bereit. Leon Gawanke rückte in die Verteidigung auf, im Sturm kam Lukas Reichel neben Daniel Fischbuch und Marcel Noebels zum Einsatz.

Deutsche Mannschaft topfit

Der deutschen Mannschaft war nicht anzumerken, dass sie erst vor weniger als 24 Stunden im Einsatz war. Von Beginn an stimmten Tempo und Effizienz. Alexander Karachun (5.) brachte die DEB-Auswahl mit seinem ersten WM-Tor im zweiten Einsatz schon früh auf die Anzeigetafel. Wenig später spielte Kai Wissmann (7.) mit einer starken Bewegung die italienische Hintermannschaft aus – 2:0. Als Yasin Ehliz (14.) einen Schuss von Dominik Bittner gekonnt abfälschte, war der Nachmittag für den italienischen Torhüter Davide Fazani bereits beendet. Aber auch sein Nachfolger Justin Fazio musste noch im ersten Abschnitt hinter sich greifen, als Daniel Fischbuch (18.) eine schöne Kombination mit einem platzierten Schuss beendete.

Die Kräfteverhältnisse blieben auch im zweiten Drittel gleich. Deutschland agierte mit viel Spielwitz und nutzte den Scheibenbesitz, um immer wieder gefährliche Angriffe zu produzieren. Lukas Reichel (26.) vollendete in Überzahl eine schöne Kombination über Marcel Noebels und Marc Michaelis. Im Gegenzug kamen auch die Italiener zum ersten Treffer durch Tommaso Traversa (26.), der einen Schuss unhaltbar für den wenig geprüften Mathias Niederberger abfälschte. Mustergültig bedient, erhöhte Daniel Fischbuch (35.) mit seinem zweiten Treffer des Spiels noch vor der zweiten Pause auf 6:1.

Torreich ging es auch im Schlussabschnitt zu. Zunächst war Deutschland an der Reihe, als Yasin Ehliz (42.) und Alexander Karachun (43.) trafen. Danach war Italien dran durch zwei kurz aufeinander folgende Tore von Frigo (48.) und Mantenuto (50.). Gutes Auge bewies der deutsche Staff auf der Bank bei einer Coaches Challenge: Ein weiteres vermeintliches Tor der Italiener wurde nach einer Abseitsstellung aberkannt. Auf der Gegenseite durfte sich Samuel Soramies (58.) über sein erstes WM-Tor freuen. Den Schlusspunkt unter ein torreiches Spiel setzte Petan (60.).

Am Sonntag steht für die DEB-Auswahl das vorletzte Vorrundenspiel der Gruppe A an. Um 16:20 Uhr (15:20 Uhr deutscher Zeit) heißt der Gegner Kasachstan. 

Bundestrainer Toni Söderholm sagte nach der Partie: „Jeder Spieler hat heute mentale Reife gezeigt. Es war schön zu sehen, dass wir so entschlossen, aber trotzdem mit einer gewissen Lockerheit gespielt haben.”

 

Das tolle Bild hat uns

“DEB / City-Press GmbH“

zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. Das Bild ist von der Vorbereitung auf die WM.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Morgen, Samstag, kommt es zum Aufeinandertreffen in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga zwischen dem TV Kirchzell und dem TV Germania Großsachsen. Beginn in Miltenberg ist um 19.30 Uhr. 

Dann geht es für den TVK im wahrsten Sinne des Wortes um alles oder nichts. Wenn die Mannschaft vom Trainerduo Alex Hauptmann und Andi Kunz dieses eine letzte Spiel gewinnen sollte, dann wird auch in der kommenden Saison dritte Liga gespielt.

Ganz anders ist die Ausgangssituation bei der HSG Bieberau/Modau. Sie müssen in ihrem vorerst letzten Drittliga-Spiel nach Zweibrücken. Egal, wie das Spiel ausgeht, das die HSG natürlich zum Abschluss unbedingt gewinnen möchte, am Abstieg in die Oberliga ändert es nichts mehr. 

TVK zum Siegen verdammt

Nach der mehr als überzeugenden Leistung am vergangenen Sonntag gegen den TV Willstätt geht es im letzten Spiel des TV Kirchzell nun um alles. Gegen den TV Germania Großsachsen zählt nur ein Sieg, damit die Odenwälder auch nächste Saison in der dritten Liga vertreten sind. Daher erwartet das Trainer-Duo Alex Hauptmann und Andi Kunz von ihrer Mannschaft genau diesen Willen, den Kampfgeist und die Konzentration, die sie zuletzt an den Tag legte.

Andi Kunz sagte: „Die Ausgangslage ist klar. Wir sind immer wieder durch ein Wellenbad der Gefühle gegangen und am Samstag wollen wir uns für das, was wir uns mühsam aufgebaut haben, belohnen.“ Der Druck ist nicht kleiner, denn – wie schon in der letzten Woche – muss auch diese Woche ein Sieg her. „Wir müssen mit der gleichen Intensität wie gegen Willstätt agieren und es braucht keiner glauben, dass es gegen Großsachsen aufgrund der Tabellensituation auch mit ein bisschen weniger geht. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten und dafür muss jeder alles geben.“ Deutliche Worte vom Coach. Aber er hat recht, denn nur so kann das letzte und alles entscheidende Spiel gewonnen werden.

Personelle Engpässe bei den Gästen

Die Gäste hatten zuletzt personelle Engpässe. Von daher bleibt abzuwarten, mit welcher Formation sie in Miltenberg aufschlagen werden. Die Germania ist längst nicht mehr vorm Abstieg zu retten, von daher kann sie befreit aufspielen und hat nichts mehr zu verlieren.  Die Gäste kommen mit den quirligen Spielern wie Mika Schüler oder Florian König, die im eins-eins-Verhalten sehr gut sind. Rückraumspieler Hannes Weindl ist nicht zu unterschätzen und Buschsieper auf Außen ist auch immer für Treffer gut. Die Mischung von jungen und erfahrenen Spielern macht den Gast gefährlich. „Großsachsen war auch in Willstätt lange gut dabei. Die spielen 60 Minuten ihren Stiefel herunter und gerade das macht sie gefährlich“, sagt Andi Kunz. Aber der Coach weiß, dass sie sich damit nicht befassen sollten, sondern sich voll auf den Gewinn des Spiels konzentrieren müssen. Das ist die große Aufgabe, die es gilt zu hundert Prozent zu lösen. „Ich hoffe, dass uns wieder viele Zuschauer unterstützen. Das ist am Samstag sehr wichtig für uns und das hätte das Team verdient!“ 

 

HSG will sich mit Anstand verabschieden

Mit Anstand und einer vielleicht letzten, guten sportlichen Leistung will sich die HSG Bieberau/Modau vorläufig aus der dritten Liga verabschieden. Dazu haben sie am Samstag beim SV 64 Zweibrücken Gelegenheit. Im Hinspiel verlor man zuhause mit 28:30 gegen eine Mannschaft, die in vielen Belangen überlegen war. 

Ein Sieg zum Abschluss, wäre dem Verein und seinen Fans zu gönnen, der in dieser Runde einfach zu viel einstecken musste und dem es nicht gelang, das Ruder noch einmal herum zu reißen. Zuletzt bemängelte Interimstrainer Ralf Ludwig die mangelnde Qualität bei der Umsetzung der Spielstrategie und die hohe Anzahl individueller Fehler in vielen Mannschaftsteilen. 

Mit der Abstiegssituation werden sich die Falken Verantwortlichen nicht anfreunden, sie wird allenfalls toleriert, aber das soll es dann auch schon gewesen sein. Im Hintergrund wurden bereits wichtige Weichen für die neue Saison gestellt. Die Spielerabgänge werden kompensiert und mit den verbleibenden Leistungsträgern eine bessere Qualität angestrebt. „Die Falken sind auf ihrem Flug gebremst worden und müssen sich erholen, neue Kraft schöpfen, die Flügel müssen wieder nachwachsen und sich erneuern. Das alles wird geschehen und wir wollen wieder aufsteigen. Das Leitbild “Tradition mit Zukunft” hat einen Dämpfer bekommen, wird aber weiter gelebt. Wer den schweren Weg mit uns nicht mitgehen wollte, wird uns verlassen. Das tut zunächst einmal sehr weh, ist aber gut so und macht den Weg frei für eine nachhaltige Erneuerung mit Leidenschaft”, so der kampfbereite HSG-Manager Georg Gaydoul. 

 

Den Artikel über den TVK habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im vierten Spiel der Weltmeisterschaft den dritten Sieg geholt: Gegen Dänemark gab es einen wichtigen 1:0-Erfolg. Damit hat die deutsche Mannschaft neun Punkte auf dem Konto und setzt sich in der oberen Tabellenhälfte der Gruppe A fest. Torschütze war Marc Michaelis (33.), Philipp Grubauer feierte einen Shutout. Als bester Spieler wurde Maximilian Kastner ausgezeichnet.

Gegen die bislang punktgleichen Dänen (ebenfalls zwei Siege, eine Niederlage) erhielt Torhüter Philipp Grubauer seinen dritten Einsatz bei dieser WM. Die aus Nordamerika eingetroffenen Leon Gawanke und Lukas Reichel standen noch nicht im Aufgebot. Da Bundestrainer Toni Söderholm auch auf den angeschlagenen Tim Stützle verzichten musste, feierte Stürmer Alexander Karachun sein WM-Debüt.

Spiel wurde nach hinten verlegt

Für beide Teams gab es zunächst eine Geduldsprobe zu meistern: Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes wurde die Arena geräumt und der Spielbeginn auf 18 Uhr verlegt. Das Warmup fand aus organisatorischen Gründen in der Trainingshalle statt, um einen schnellen Ablauf für beide Teams zu gewährleisten.

Im ersten Abschnitt war beiden Teams anzumerken, dass es vor allem darum ging, nach der Verzögerung in die Partie reinzukommen und konzentriert in der Defensive zu arbeiten. Entsprechend tief ließen sich die Dänen fallen. Gefährlich wurde es dann, wenn Geschwindigkeit im Spiel war. Nach so einem schnellen Zusammenspiel hatte Moritz Seider in der 18. Spielminute die Führung für die Nationalmannschaft auf dem Schläger, doch der Puck prallte von der Latte ab. Auf der Gegenseite konnte sich Philipp Grubauer bei den wenigen gefährlichen Angriffen der Dänen beweisen und ließ nichts zu.

Im zweiten Drittel wurde das Spiel etwas offener von beiden Seiten geführt. Zwischen dem dänischen NHL-Stürmer Nikolaj Ehlers und Grubauer im deutschen Tor entwickelte sich ein kleines Privatduell – mit dem besseren Ende für den NHL-Goalie. Auf der Gegenseite nutzte die deutsche Mannschaft den Platz bei einem Überzahlspiel aus. Nach einer schönen Pass-Kombination spielte Marcel Noebels den vor dem Tor freistehenden Marc Michaelis (33.) an, der keine Mühe hatte zur Führung abzufälschen. Auch in Unterzahl zeigte sich die DEB-Auswahl hochkonzentriert und ließ den Dänen keine Chance zur Entfaltung.

Aufbauend auf der starken Defensivleistung ging es so in den Schlussabschnitt. Aus einer guten Aktion von Alex Ehl und Samuel Soramies wäre beinahe der zweite deutsche Treffer gefallen, danach parierte Sebastian Dahm im dänischen Tor einen Schuss von Leo Pföderl. In den Schlussminuten rannten die Dänen nochmal vermehrt an, doch auch hiervon ließ sich die deutsche Hintermannschaft nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Erfolg verdient über die Zeit.

Morgen geht es weiter

Bereits morgen Nachmittag folgt der nächste WM-Einsatz für die DEB-Auswahl in der Gruppe A. Dann heißt der Gegner Italien. Spielbeginn ist um 16:20 Uhr (15:20 Uhr deutscher Zeit).

Bundestrainer Toni Söderholm sagte nach der Partie gegen Dänemark: „Das Spiel lief in Sachen Intensität nicht so, wie ich vorher dachte. Beide Mannschaften haben versucht, das Spiel zu kontrollieren und deswegen gab es viele Situationen, in denen etwas passiver gespielt wurde. Aber ich kann mich nicht beschweren. Wir haben sehr gut in Unterzahl gespielt, ein wichtiges Tor in Überzahl geschossen und keine Tore reingelassen. Philipp war sehr gut, genauso wie viele andere Spieler. Die drei Punkte sind wichtig.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Gestern Abend (Mittwoch) hat der TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga einen immens wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt gegen den unmittelbaren Tabellen-Konkurrenten TV Emsdetten eingefahren. Mit einem deutlichen 35:26 gewann die Mannschaft von Trainer Maik Handschke und verschaffte sich damit etwas Luft im Abstiegskampf.

Der TVG musste ohne den erkrankten Dennis Weit und noch immer ohne Tom Jansen auskommen. Allerdings war dem TVG anzumerken, dass er auch ohne die beiden Akteure heute unbedingt gewinnen wollte. 
 
Die Partie wurde 15 Minuten später angepfiffen, da der Gegner in einem Stau stand. Der TVE war deshalb nicht minder motiviert, sondern wollte den Bock beim TVG umstoßen. Das Augenmerk legte die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow auf den wurfgewaltigen Rückraumspieler des TVG, Savvas Savvas. Immer wieder wurde versucht, seine Räume einzuengen. Aber die Hausherren, die mit Savvas, Stark, Rink, Corak, Busch, Klenk im Angriff anfingen, nutzten die Lücken und die Fehler des Gegners aus und das 3:1 (5.) resultierte aus zwei Treffern ins leere Tor. Dino Corak und Co. ackerten in der Abwehr und machten es dem Gegner schwer, Tore zu werfen. Der TVE-Trainer nahm in der 17. und in der 24. Minute seine Auszeit, wollte den Spielfluss des TVG unterbrechen. Doch dieser nutzte diesmal seine Chancen besser als zuletzt und in der 21. Minute war die erste Vier-Tore-Führung da. Wenig später stand es 14:8 und 16:10. Kurz vor der Pause nahm Maik Handschke seine Auszeit. Da stand es durch Siebenmeter für Emsdetten 16:11. Und gleich setzte der Gast noch eins drauf und verkürzte bis zum Pausenpfiff auf vier Treffer (16:12.).
 
Nach Wiederbeginn erhöhte der TVG
 
Nach Wiederbeginn erhöhten die Hausherren ihren Vorsprung durch Bandlow und Savvas auf 18:12. Zwar kam der Gast kurz auf vier Tore heran, aber das war es dann auch. Zu schwach war der TVE, zu gut der TVG. Bissig in der Abwehr und zielsicher im Angriff zogen sie davon. Ein sehr guter Dino Corak erhöhte von 21:16 auf 23:17 (41.). Immer wieder suchten ihn seine Mitspieler und immer wieder traf er – so auch zum 25:19 (46.). Der TVE wechselte, was das Zeug hielt, aber es nutzte nicht viel. Auch die Torhüter hatten nicht ihren besten Tag und egal, ob Krechel oder Paske im Tor standen, die TVG-Stürmer fanden die Lücke. Nach der dritten TVE-Auszeit in der 46. Minute versuchten sie es mit einer offenen Abwehr. Aber auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Während sich die Gäste in Fehlern übten, schwamm sich der Gastgeber immer mehr frei. Maik Handschke brachte in der 56. Minute den siebten Feldspieler und der Gast hatte zweimal in Folge die Chance, ins leere Tor einzunetzen. Doch auch das klappte nicht. Der Ball ging zweimal vorbei. Am Ende war es ein munteres Toreschießen seitens des TVG und die Freude nach dem Schlusspfiff war groß. 
 
Beim Gast konnten lediglich Schramm, Holzner und Schwabe mit Abstrichen überzeugen. Beim TVG stachen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung neben Torhüter Minerva noch die besten Torschützen Busch, Savvas, Corak, Bandlow und der stark ackernde Stark heraus. Mit diesem Erfolg haben die Großwallstädter einen Sprung in der Tabelle auf Platz16 mit nun 26:42 Punkten gemacht.
 
Doch lange Zeit sich über den Sieg zu freuen, bleibt dem TVG nicht. Bereits am Sonntag geht die Hatz nach Punkten beim Tabellendritten Nordhorn weiter. 
 
Das Beitragsbild zeigt den besten TVG-Schützen Pierre Busch. Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute Abend, Mittwoch, geht für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga die Hatz nach Punkten weiter. Diesmal ist der TV Emsdetten zu Gast. Der TVE ist ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf und daher muss der TVG heute alles in die Waagschale werfen, damit die Punkte da bleiben. Die Begegnung ist eine Nachholpartie, denn die für ursprünglich am 09. April angesetzte Partie musste kurzfristig aufgrund von mehreren Corona-Fällen beim TVE abgesagt werden.

Nach 33 beim TVG bzw 32 beim TVE absolvierten Partien stehen sich nun zwei direkte Tabellennachbarn gegenüber. Der TV Emsdetten belegt mit 21:43 Punkten den vorletzten Tabellenplatz, die Blau-Weißen stehen mit 24:42 Zählern auf Platz 18. Beide Vereine können mit der aktuellen Tabellensituation sicherlich nicht zufrieden sein und werden alles in diese Partie reinhauen, um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu erspielen und eventuell die Abstiegsränge zu verlassen.

Der TV Großwallstadt muss nach der erschreckenden Niederlage am Samstag gegen den TV Hüttenberg jetzt wieder zu alter Stärke finden, um die Zahl der technischen Fehler zu minimieren. Auch die Wurfquote muss besser werden, will man gegen Emsdetten einen Heimsieg feiern.

Sascha Bertow übernahm in Mai vergangenen Jahres das Traineramt beim TV Emsdetten und hat mit Frederic Stüber einen erfahrenen Kreisläufer im Team. Zusammen mit Jacob Schwabe bildet er den herausragenden Innenblock der Emsdettener Defensive. Auch Dirk Holzner auf Linksaußen zählt zu einem der Besten der Liga und auch Yannick Terhaer auf Rechtsaußen erzielte bereits über 100 Tore in der aktuellen Saison. Auch wird ein  entscheidender Faktor für den Spielverlauf Torhüter Oliver Krechel sein. Noch nicht so lange im Team sind die im Februar nachverpflichteten Spieler Ole Schramm, Örn Vésteinsson Östenberg, Josip Vekic und Fabian Rußwinkel. Vor allem Vekic auf Rückraum rechts sollte der TVG im Auge behalten. Dieser kommt von HC Kriens-Luzern und ersetzt den verletzen Gabor Langhans.

Wichtig wird es für die Hausherren sein, mit der Unterstützung der Fans auf den Rängen gleich von Beginn an zu zeigen, dass sie dieses Heimspiel unbedingt gewinnen möchten. Dann wäre auch die 31:27- Niederlage im Hinspiel vergessen. Wichtiger sind aber jetzt, sich die zwei wichtigen Zähler im Abstiegskampf zu sichern.

Der TVG hat sich für alle Eintracht Frankfurt Fans etwas einfallen lassen. Er wird das Europa-League-Spiel in Sevilla im Anschluss an das Handballmatch im Foyer übertragen.

 

Das Bild, das Torhüter Jan-Steffen Minerva zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.