Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ab heute morgen um elf Uhr laufen die 12. Schönbusch Open. Die internationalen bayerischen Meisterschaften der Damen finden vom heutigen Montag bis zum 21. Juli auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg statt. 

Lest nachfolgend den Vorbericht, den ich auch für meine Heimat-Zeitung geschrieben und dort erschienen ist.

 
Am Montag geht es endlich los und die Schönbusch Open starten  in die zwölfte Auflage. Die internationalen bayerischen Meisterschaften der Damen finden heuer vom 15. bis zum 21. Juli auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg statt. Turnierdirektor Holger Dreisbusch und sein Organisationsteam haben die letzten Vorbereitungen abgeschlossen und freuen sich nun auf die hoffnungsvollen Nachwuchsspielerinnen, die am Schönbusch aufschlagen, dort um Ranglistenpunkte und um insgesamt 25 000 Dollar Preisgeld kämpfen. 
Bei den Schönbusch Open wird die Titelverteidigerin Anna Zaja zwar nicht antreten. Sie spielt aktuell ein Turnier in Rumänien. 
 
Stolzer Turnierdirektor
 
Dafür ist Turnierdirektor Holger Dreisbusch sehr stolz, dass er den Zuschauern mit Anna Lena Friedsam ein absolutes Highlight präsentieren kann: „Es ist uns gelungen, für unser Turnier Anna Lena Friedsam zu gewinnen. Sie hat von uns eine Wildcard erhalten. Nach ihrer Verletzungspause ist sie wieder zurück auf der Tour und auf dem Weg nach ganz oben“. 
 
Anna Lena Friedsam schlägt am Schönbusch auf 
 
Die 25-Jährige musste fast 18 Monate lang eine Zwangspause einlegen, hatte zwei Operationen an der Schlagschulter und kämpft sich nun langsam zurück. In diesem Jahr hat sie schon tolle Erfolge erzielt, unter anderem erreichte sie vor drei Wochen bei einem WTA-Turnier in Eastbourne (England) das Achtelfinale. Beim WTA im Mai in Nürnberg siegte sie gegen Andrea Petkovic und kam bis ins Viertelfinale. Beim Turnier in Stuttgart verlor sie zwar im Einzel in Runde eins, gewann aber an der Seite von Mona Barthel das Doppel. Friedsam kommt direkt von Wimbledon, wo sie an der Seite von Laura Siegmund im Achtelfinale des Doppelfeldes stand. Die beiden verloren gegen die an zwei gesetzten Titelverteidigerinnen aus Tschechien Barbara Krejcikova/Katerina Siniakova. Dreisbusch: „Wir freuen uns sehr, sie wieder am Schönbusch begrüßen zu dürfen und werden sicher gute Spiele von ihr sehen.“ Ihr höchstes Ranking in der Welt vor ihrer Verletzung war 45. Aktuell steht sie auf 286.
Doch nicht nur Anna Lena Friedsam schlägt am Schönbusch auf. Auch Katharina Hobgarski, die Finalistin von 2018 und Siegerin von 2017 ist wieder mit dabei. Auch sie erzielte heuer bereits sehr gute Ergebnisse. 
Neben Hogarski und Friedsam haben unter anderem noch die Deutschen Katharina Gerlach, Jule Niemeier oder Romy Koelzer gemeldet. 
 
Viele “Wiederholungstäterinnen”
 
Auch die Qualifikation ist sehr gut besetzt und auch hier gibt es „Wiederholungstäterinnen“ wie Anna Gabric oder Lisa Matviyenko, um nur zwei zu nennen.
Vier Wildcards wird der Veranstalter wieder vergeben, das Quali-Feld sowie das vollbesetzte Hauptfeld zeigen, dass die Schönbusch-Open längst zu einem festen Termin im Spielkalender der Spielerinnen geworden ist.
Die Setzliste wird erst kurz vor Beginn des Turniers stehen, denn die Akteurinnen dürfen für verschiedene Turniere melden und müssen sich erst kurzfristig für eine Teilnahme entscheiden. Dreisbusch: „Daher kommt es natürlich jedes Jahr wieder zu kurzfristigen Zusagen. Aber es kann auch zu Absagen kommen.“ 
Neben dem eingespielten Stamm von ungefähr 30 Helfern stehen für das Turnier erneut wieder cirka 40 Ballkinder zur Verfügung. Vier Platzwarte leisten auch dieses Jahr wieder Schwerstarbeit, um die Plätze in Schuss zu halten. 
 
Oberschiedsrichter Ashraf Hamouda
 
Ashraf Hamouda wird als Oberschiedsrichter fungieren. Der Chef der Qatar Asian Tennis Federation ist am Schönbusch kein Unbekannter, kommt diesmal direkt aus Wimbledon. Fünf Stuhl-Schiedsrichter stehen ihm zur Seite. 
Turnierdirektor Dreisbusch und sein Team haben in der Tenniswoche viele Veranstaltungen anzubieten, wie zum Beispiel am Dienstag, Mittwoch und Freitag Livemusik. Am Samstag gibt es einen Kids Day mit einem Scherer-Bobby Car-Rennen, E-sports und Schnuppertag. Der Eintritt ist für alle Familien mit Kindern frei. Der Ladys Day ist am Sonntag mit Empfangssekt und noch einiges mehr.
 
Der Zeitplan sieht folgendes vor: 
 
Los geht es am Montag ab 11 Uhr mit der Qualifikation. Am Dienstag startet ab 13 Uhr das Hauptfeld mit Einzel- und Doppelspielen. Auch am Mittwoch und Donnerstag geht es ab 13 Uhr weiter. Am Freitag starten die Viertelfinalspiele ab 13.30 Uhr und am Samstag stehen die Halbfinal-Matches auf dem Plan. Los geht es um 13.30 Uhr. Die Finalspiele im Einzel und Doppel sind für Sonntag, 13.30 Uhr, terminiert. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ich habe Euch die letzten Wochen immer mal wieder über die United World Games (UWG) informiert. Dieses unvergleichlich schöne große Fest des Sports, das im Juni in Kärnten stattfand, war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein einzigartiges, buntes und vor allem völkerverbindendes Ereignis.

Das Organisations-Team hat sein Bestes gegeben, um allen, die dabei waren, eine unvergessliche Erfahrung zu ermöglichen. Ich denke, das ist gelungen.

Die UWG finden natürlich eine Fortsetzung und das Orga-Team ist schon mitten in den Vorbereitungen auf das nächste Event. Dieses wird vom 25. bis zum 28. Juni 2020 erneut in Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten stattfinden. 

Wenn es soweit ist, werde ich mich wieder mit den zugehörigen Details melden.

 

Das Bild hat uns freundlicherweise Dominik Breiner zur Verfügung gestellt. Die Infos kommen von der UWG-Pressesprecherin und meiner lieben Kollegin Corinna Kofler.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der letzte Weltcup im Rudern steht ab heute, Freitag, in Rotterdam an und damit die letzte Möglichkeit für das Team Deutschland-Achter, sich vor der WM mit der internationalen Konkurrenz zu messen. „Für uns ist das der wichtigste Weltcup. So können wir vor den Weltmeisterschaften genau einordnen, wo wir und wo die anderen stehen“, sagt Bundestrainer Uwe Bender. Die Vorläufe sollten um 14 Uhr starten. Allerdings ist das Wetter so schlecht, dass die Vorläufe nicht starten.  Stattdessen gehen die Boote im 30-Sekunden-Abstand auf die Strecke und rudern ein Zeitfahren. Mit diesem Modus wird in manchen Bootsklassen der Hoffnungslauf eingespart, so das Update des Deutschland-Achters vor ein paar Minuten.

Lest nachfolgend die Mitteilung, die mir mein Kollege Carsten Oberhagemann, Pressesprecher Deutschland-Achter, übermittelt hat:

Bisher äußerst erfolgreiche Saison

Der Deutschland-Achter ist mit seiner neuen Besetzung bislang äußerst erfolgreich durch die Saison gekommen. Bei der internationalen Wedau-Regatta in Duisburg, bei den Europameisterschaften und dem Weltcup in Posen stand die Crew um Steuermann Martin Sauer jeweils ganz oben auf dem Treppchen. Diese Siegesserie will das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes in Rotterdam fortsetzen.

Der Bundestrainer ist optimistisch

„Wir wollen die Nase vorne behalten“, bekräftigt Bundestrainer Bender und berichtet von guten Fortschritten beim Training: „Wir sind wieder einen Schritt weitergekommen und voll im Plan. Vor allem technisch ist uns eine weitere Verbesserung gelungen. Es läuft sehr ordentlich, die Sportler arbeiten gut mit. Die Zeiten im Training sind erfreulich. Ich gehe davon aus, dass wir nochmal ein bisschen schneller als beim vergangenen Weltcup sind.“

In Rotterdam haben sieben Nationen für das Achter-Rennen gemeldet. Auf alle Gegner sind die Deutschen schon getroffen und haben dabei Stärke bewiesen. Als hartnäckigster Konkurrent stellte sich bislang Olympiasieger Großbritannien heraus. Zum Teil wurden die Boote für den letzten Weltcup allerdings umbesetzt. „Wir sind gespannt auf den erneuten Vergleich. Nur die USA fehlen mit ihrer stärksten Besetzung wieder, auf die werden wir dann erstmals bei der WM treffen“, so Bender.

Vierer will an die EM anknüpfen

Der Vierer ohne Steuermann hat zwei unterschiedliche Erlebnisse hinter sich. Bei der EM in Luzern fuhren Nico Merget, Felix Brummel, Felix Wimberger und Maximilian Planer zu Bronze. Beim Weltcup in Posen musste sich das Quartett mit dem Sieg im B-Finale begnügen. „Wir wollen leistungsmäßig wieder so stabil wie in Luzern auftreten. In Posen waren die ersten 500 Meter der Knackpunkt. Daran haben die Jungs gut gearbeitet. Sie sind hochmotiviert zu zeigen, dass sie es besser können“, verrät der Bundestrainer.

Insgesamt 13 Boote gehen in Rotterdam im Vierer ohne Steuermann an den Start. Das Teilnehmerfeld ist damit im Vergleich zu Posen diesmal etwas kleiner. „Das Ziel ist es, sich für das Finale zu qualifizieren. Dann wären natürlich die Medaillenränge wieder schön, aber dafür muss eine deutliche Steigerung her“, meint Bender.

Zwei Duos wollen sich beweisen

Im Zweier ohne Steuermann treten diesmal die Duos Marc Leske/Paul Schröter und Paul Gebauer/Wolf-Niclas Schröder an. Beide Paarungen wurden kurzfristig neu gebildet, um wieder weiter nach vorne zu fahren als zuletzt beim Weltcup in Posen. Gebauer und Schröder sind früher schon lange Jahre zusammen gerudert. Dementsprechend problemlos haben sich die beiden wieder aufeinander eingestellt, wie Bender berichtet. Das andere deutsche Duo hat noch einmal etwas umgestellt: Paul Schröter ist auf Schlag gerückt und der Coach ist überzeugt, dass dies so besser funktioniert. 

Wir drücken den Jungs die Daumen! Was sie leisten, ist unglaublich!

Das Bild hat uns ebenfalls Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zum 100-jährigen Jubiläum des Fußball-Landesligisten Alemannia Haibach veranstaltet der Verein vom 05. bis zum 14. Juli eine Sportwerbewoche. Teil dieser Feierlichkeiten und sicher ein Höhepunkt war das Freundschaftsspiel zwischen der Alemannia und dem Zweitligisten SV Darmstadt 98 am vergangenen Freitag. Möglich gemacht hat dies das Autohaus Brass

Lest nachfolgend, wie es dazu kam und wie die Lilien aus Darmstadt ihre Vorbereitung verbringen.

 

100 Jahre Alemannia Haibach – und der SV Darmstadt 98 kam zum Gratulieren.  Am Freitag (05. Juli) trat der Fußball-Zweitligist  zu einem Freundschaftsspiel beim Landesligisten an und gewann dort mit 7:0 (3:0). Doch das Ergebnis war an diesem Abend Nebensache. Die zahlreichen Fans beider Lager freuten sich, ihre Mannschaften mit den Neuzugängen erstmals vor Beginn der Saison zu sehen. 

Torsten Redeker, der bei der Alemannia für die Leitung, Planung und Organisation der Sportwerbewoche zuständig ist, freute sich sehr über den Auftritt der Lilien: „Herr Ulrich Brass hat uns das Spiel gegen die Lilien zum 100-Jährigen geschenkt und das freut uns sehr. Er unterstützt uns immer, so auch diesmal.“ 

Der Zweitligist kam mit seinen – bis dato – sieben Neuen  und zeigte sich sehr spielfreudig. SV-Präsident Rüdiger Fritsch, auf die Neuen angesprochen, meinte: „Wie gut wir uns verstärkt haben, werden wir sehen.“  Die Frage nach dem Saisonziel beantwortete er so: „Wir müssen schauen, dass wir gut in die Saison starten, müssen die ersten drei, vier Spiele abwarten. Dann werden wir unsere Ziele abschnittsweise definieren.“

Bevor der SV Darmstadt 98 zu seinem Trainingslager nach Fulpmes ins Stubaital (Österreich) aufbrach, beantwortete uns der Sportliche Leiter der Lilien, Carsten Wehlmann, ein paar Fragen.

Herr Wehlmann, Sie sind seit Februar Sportlicher Leiter in Darmstadt, waren vorher Sportkoordinator. Wie groß ist die Verantwortung, die Sie nun tragen bzw. übernommen haben?

„Ich habe nun viel mehr Verantwortung zu tragen als  zuvor. Jede Entscheidung, die ich treffe, ist für den Gesamtverein von Bedeutung.“

Trainingsauftakt war Mitte Juni. Wie viele Neue muss Trainer Dimitrios Grammozis integrieren?

„Bisher waren es sieben neue Spieler. Kurz vor unserer Abreise ins Trainingslager nach Österreich haben wir unseren Kader noch mit zwei weiteren Spielern verstärkt.“

Ist denn die Kaderplanung nun abgeschlossen?

SV-Präsident Rüdiger Fritsch (links) und Ulrich Brass, Inhaber Autohaus Brass-Gruppe, im Gespräch

SV-Präsident Rüdiger Fritsch (links) und Ulrich Brass, Inhaber Autohaus Brass-Gruppe, im Gespräch

„Die Transferperiode geht ja heuer etwas länger, also bis zum 02. September. Es kann durchaus sein, dass sich noch etwas tut.“ 

Vergangene Saison hat die Mannschaft mit dem zehnten Tabellenplatz abgeschlossen. Wie lautet das Saisonziel für die kommende Runde?

„Ich will mich da gar nicht auf einen Tabellenplatz festlegen. Wir wollen uns stabilisieren, wollen unser Spiel nach vorne verbessern, weniger Tore kassieren und wir wollen gut durch die Vorbereitung kommen. Dann wird man sehen.“

Mit dem Spiel in Haibach wurden nun schon drei Testspiele absolviert. Wie geht es nach dem Freundschaftsspiel in Haibach mit der Vorbereitung weiter?

„Wir fahren ins Trainingslager ins Stubaital, spielen dort gegen Feyenoord Rotterdam und gegen Werder Bremen. Nach unserer Rückkehr wird es am 20. Juli noch einen letzten Härtetest gegen Vitesse Arnheim geben, ehe die Saison beginnt.“

Am 28. Juli startet die zweite Liga in die Saison. Auf den SV Darmstadt  wartet mit dem Hamburger SV schon gleich ein Brocken, oder?

„Ja, das könnte man so sagen. Allerdings haben wir zuletzt gute Erfahrungen gegen Hamburg gemacht  und die Punkte mit nach Hause genommen. Und vielleicht ist der HSV gleich am Anfang auch noch nicht so eingespielt… Wir werden sehen.“ 

Für Sie ist es ja sowas wie ein „Heimspiel“, denn Sie standen früher im Kader des HSV.

„Als gebürtiger Hamburger ist es immer wieder schön,  in Hamburg zu sein – und ja, ich stand auch schon beim HSV im Kader. Aber das ist lange her. Ich wünsche mir einen guten Einstand in die neue Saison für unser Team. Alles andere ist nebensächlich.“

Hätten Sie sich zum Auftakt lieber ein Heimspiel gewünscht?

„Ach nein, das ist eigentlich egal. Gespielt werden muss so oder so. Und da wir gerade noch mit unserem Stadion in der Umbauphase sind, kommt uns ein Auswärtsspiel fast entgegen.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihren Lilien alles Gute und viel Erfolg!

 

Ihr Lieben,

falls Ihr im Urlaub zum Wandern geht, dann habe ich einen Tipp für Euch. Wir haben schon im vergangenen Jahr und diesmal vor ein paar Wochen den Jochberg “erklommen” und es war diesmal wieder genauso wunderschön wie beim ersten Mal.

Der Jochberg ist ungefähr 1565 Meter hoch und liegt zwischen dem Walchen- und dem Kochelsee. Seinen Namen hat er von dem Ort Altjoch am Kochelsee. Die dort ansässigen Jocher besaßen am Jochberg Weiderechte und durften auch Holz schlagen. 

Der Jochberg ist wirklich einfach zu laufen und unterhalb des Gipfels liegt die Jocheralm. Sie hat aber nur im Sommer offen und die Auswahl an Speisen ist nicht allzu groß. Aber es findet jeder etwas.

Wir hatten das Glück einen wunderschönen Tag mit Weitsicht erwischt zu haben und wir konnten über den Kochel-, Staffel-, Ammer- bis zum Starnberger See schauen. Auf der anderen Seite sahen wir den Wetterstein und das Karwendel. Traumhaft.

Rauf sind wir cirka eineinhalb bis zwei Stunden, runter eine bis eineinhalb Stunden gelaufen. Also machbar 🙂

Falls Ihr die Möglichkeit habt und in der Nähe seid, dann probiert den Jochberg aus. Ihr werdet es nicht bereuen. Es begegnet Euch Natur pur, wunderschöne Pflanzen, Kühe – und wenn Ihr früh morgens los marschiert, ganz wenige Menschen. Ihr habt das Gefühl, allein auf der Welt zu sein…

Ein paar Bilder gibt es auch noch. Schaut sie Euch an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jüngst habe ich Euch von der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg erzählt. Heute will ich einen kurzen Schwenk auf die Harley Days Hamburg machen. Vom 28. bis zum 30. Juni fanden bei schönstem Wetter in der Hansestadt die Harley Days statt. Drei Tage lang ging die Veranstaltung, zu der über 600 000 Besucher aus aller Herren Länder kamen und mehr als 50 000 Harleys durch Hamburg knattern. Kein Wunder, dass die Veranstaltung zu den größten Motorradtreffen Europas gehört. Seit 2003 werden diese Tage in Hamburg ausgerichtet. 

Gelände am Großmarkt

Auf dem Gelände am Großmarkt konnten sich nicht nur Liebhaber der heißen Öfen der legendären Harley Davidson Bike Marke aus Milwaukee, Wisconsin (USA) über die neuesten Modelle und/oder über Zubehör informieren. Fans der Motorräder konnten die erste Elektro-Harley auf dem Gelände sehen. Es gab rockige Live-Musik und jede Menge gute Stimmung. Für mich war der Besuch auf dem weitläufigen Gelände ein richtiges Highlight, denn so etwas in der Art hatte ich zuvor noch nie gesehen. Am Samstagabend gab es dann noch ein gigantisches Feuerwerk.  Begleitet wurde das Feuerwerk mit einer tollen Musik – passenderweise von “Hells Bells” von AC/DC und “Feuer frei” von Rammstein. Wahnsinn.

Parade am Sonntag

Doch der absolute Knaller war die Parade am Sonntag. Ein grandioser Abschluss-Höhepunkt. Vom Großmarkt ging es cirka 30 Kilometer durch die Stadt. Treffpunkt zur Aufstellung war um 11 Uhr. Los ging es um 13.30 Uhr. Sage und schreibe 27 Minuten(!) dauerte es, bis auch die letzten Biker sich in die Parade einreihten. Viele Zuschauer schauten sich dieses Spektakel an und standen lange in der brütenden Mittagshitze. Bereuen mussten sie es nicht. Es war einfach gigantisch. 

Natürlich ruft diese Veranstaltung immer wieder die Kritiker auf den Plan. Auf der einen Seite lassen Hamburgs Verantwortliche Straßen für Dieselfahrzeuge sperren. Auf der anderen Seite sind die Anwohner drei Tage lang dem Lärm und den Abgasen ausgesetzt. Ein Widerspruch an sich. Was sich allerdings nicht verleugnen lässt, ist die große Anziehungskraft, die diese Harley Days haben. Und wir haben am Großmarkt-Gelände weder Betrunkene noch eine Schlägerei gesehen. Es war ein friedliches Miteinander feiern und sich an den Motorrädern freuen und austauschen. Einfach schön.

Ein paar Bilder haben wir auch noch für Euch. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo, Ihr Lieben.

Am Wochenende war ich seit ganz langer, eigentlich viel zu langer Zeit einmal wieder in Hamburg. Zwar beruflich. Aber egal. Hauptsache, mal wieder Hamburg 🙂

Vom 28. Juni bis zum 7. Juli finden im Tennisstadion am Rothenbaum in Hamburg die Beachvolleyball-Weltmeisterschaften statt. Das Stadion umfasst 13000 Zuschauer und eine der Akteurinnen, Laura Ludwig, hat Gelegenheit, den WM-Titel von 2017 nun in ihrer Heimatstadt zu verteidigen. 

Der Eintritt ist generell frei. Allerdings gibt es auch Tickets. 

Zweiter Tag der WM

Wir waren am zweiten Tag der WM am Rothenbaum und bei strahlendem Wetter und tollem Sonnenschein konnten schon am Samstag Vorentscheidungen im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde fallen. Für manch anderes Team hingegen war es erst der Auftakt in den Wettbewerb. Immerhin kämpfen 96 Teams aus 38 Nationen um Titel.

Bombastische Stimmung

Die Stimmung war bombastisch, die Organisatoren hatten alles im Griff, sorgten mit toller Musik für ein richtiges Beach-Feeling und die vielen Menschen waren allesamt gut drauf. Es wurde eigens ein Pool aufgebaut, in dem sich die Zuschauer erfrischen konnten. Manche nutzten es, um ins Wasser einzutauchen. Andere hängten einfach nur ihre Füße rein. Es gab wirklich viel zu sehen und die Beachvolleyballer- und ballerinnen waren zum Anfassen, gaben gerne Auskunft. Ganz locker und leger ging es zu – und das machte wohl ein Teil der überragenden Stimmung aus. 

Sieg in zwei Sätzen

Am Samstag um die Mittagszeit schauten wir uns die Youngster Julius Thole und Clemens Wickler an. Auf den  beiden jungen Spielern ruhen große Hoffnungen. Die beiden sind etwas hin- und hergerissen ob der ungewohnten Erwartungshaltung. So war ihnen am Anfang gegen die Außenseiter Kavalo/Ntagengwa aus Ruanda die Nervosität anzumerken. Aber nicht allzu lange. So nach und nach spielten sie gut auf, waren letztlich  ihrem Gegner in allen Belangen überlegen und gewannen gegen den Zweiten der afrikanischen Meisterschaft mit 21:10 und 21:15. Und das, obwohl es noch zwei längere Unterbrechungen wegen Problemen mit dem Netz gab. Die Ränge waren voll besetzt, die Zuschauer gingen begeistert mit und es war eine wirklich unglaublich gute Stimmung. Danach folgten noch viele interessante Spiele und es gab, egal ob auf dem Haupt- oder auf den Nebenplätzen sehr viel zu sehen. Die Zeit verging wie im Flug und wir erlebten einen kurzweiligen Tag. 

Ich drücke dem Duo Thole/Wickler fest die Daumen, dass sie ihrer Rolle gerecht werden. Vor allem dem Starnberger Clemens Wickler, da ich von der Region ja ohnehin so begeistert bin 😉 Aber auch Julius Thole, dem gebürtigen Hamburger. 

Am nächsten Wochenende stehen die Finalspiele an. Wer Zeit hat, sollte unbedingt einmal am Rothenbaum vorbei schauen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

 

Ein paar Bilder haben wir auch noch für Euch. Schaut sie Euch an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo, Ihr Lieben.

Vergangene Woche waren wir seit fast zwei Jahren das erste Mal wieder zum Golfen. Es war herrlich. Und wir hatten wirklich Glück, denn wir hatten den Golfplatz fast für uns alleine. Keiner hintendran, keiner vornedran. Um uns herum nur Natur pur. Ein Traum.

Für unseren “Wiedereinstieg” haben wir uns den uns von vor zwei Jahren noch bekannten Golfclub Tutzing herausgesucht. Er ist wunderschön. Keine zwei Kilometer vom Starnberger See entfernt liegt eine der reizvollsten Golfanlagen im Münchner Süden. Der Platz ist anspruchsvoll und bietet dem Profi genauso wie dem Freizeitgolfer abwechslungsreiche 18-Loch. Die Landschaft ist naturbelassen und es bietet sich ein wunderschöner Blick auf die nahen Alpen. 

Der Platz ist unglaublich gepflegt, die Damen an der Rezeption sehr freundlich und zuvorkommend und nach der Runde findet sich im Restaurant vom Golfer über einen Kaffee oder eine Weinschorle für jeden etwas. 

Wir haben den Platz nun schon einige Male gespielt und sind jedesmal begeistert. Auch nach so langer Zeit waren wir uns einig, dass dies einer der schönsten Plätze Deutschlands ist und er für uns keinesfalls seinen Reiz verloren hat. Im Gegenteil.  

Wir waren nach der Runde zwar ziemlich ko, aber auch total glücklich. Das Wetter passte, die Schläge auch 🙂 Was will das Golferherz mehr…

Und übrigens, wir haben alles selbst bezahlt. Also dies ist keine Werbung.

Das Greenfee kostet unter der Woche 70 Euro/Person – was für diesen Platz völlig in Ordnung geht.

Unser Fazit: Wir kommen ganz sicher wieder!

Ein paar Bilder vom Golfclub gibt es auch noch. Schaut mal in die Galerie rein.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
was für eine verrückte Saison.  Hinter dem TV Kirchzell liegt eine lange, aufwändige Runde, die am Ende mit der Meisterschaft in der Handball-Oberliga und dem Aufstieg in die dritte Liga belohnt wurde. Die junge Mannschaft von Trainer Andi Kunz hat allen Unwägbarkeiten getrotzt, hat Verletzungen weg gesteckt und die Hürde Relegation genommen. Denn heuer war die Meisterschaft nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg. Diesmal mussten die Teams, die Meister wurden,  in die Verlängerung. Nachdem der TVK in der ersten Runde der Aufstiegsrelegation nicht zu den sechs Gesamtsiegern gehörte und in ihrer Gruppe dem TV Hochdorf den Vortritt lassen musste, entschieden Kapitän Nico Polixenidis und Co. in der zweiten Runde den Aufstieg für sich und krönten damit jüngst mit dem Sieg in Dinslaken eine strapaziöse Saison.
 
Grund genug, um zusammen mit Trainer Andi Kunz auf die abgelaufene Saison zurück zu blicken. Das Interview könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main-Echo lesen. 
 
Andi, im Oktober vergangenen Jahres hatte der TV Kirchzell nach dem Auswärtsspiel in Melsungen 7:7 Punkte auf dem Konto. Danach startete Dein Team einen Lauf und gab bis zur Winterpause nur noch das Spiel gegen Gensungen/Felsberg verloren. Danach stand im März noch ein Unentschieden gegen Groß-Umstadt. Alle anderen Matches wurden gewonnen.  Eine unglaubliche Quote. Wie erklärst Du Dir das?
 
“Ich hatte ja von Anfang an gesagt, dass unser Startprogramm gefährlich ist. In Dotzheim war eine Aufstiegseuphorie zu spüren und deren Kader war damals stark besetzt.  Auch Kleenheim ist ein sehr gutes Team.  Dann haben wir in Bürgel verloren.  Die hatten übrigens bis zu unserem Zusammentreffen im Oktober auch nur zwei Punkte abgegeben. Im Spiel gegen Bürgel trafen an dem Tag zwei schlechte Teams aufeinander. Doch Bürgel war daheim stark genug, um sich die Punkte zu holen.
Ohne Tim und Max
Beim Spiel in Melsungen mussten wir schon ohne Tim Häufglöckner und Maximilian Gläser auskommen. Das hat uns zu schaffen gemacht und auch die sechs Verlustpunkte, die wir bis dahin schon hatten, haben am Selbstvertrauen genagt. Hinzu kam, dass es so ein typisches, für uns ungewohntes, Sonntagabend-Spiel war, die Schiedsrichter einige Unruhe reinbrachten und wir mit Ach und Krach einen Punkt geholt haben.”
 
 Wie verlief die Heimfahrt?

“Ich war ziemlich sauer damals und habe mit meinem Team Tacheles geredet. Das war aber auch die Phase, in dem ich mein Team aufgefordert habe, sich mit Hilfe von Spieltag-Videos selbst herauszuarbeiten, was falsch gelaufen ist. Ich habe meine Jungs in die Vorbereitung mit eingebunden. Sie mussten schriftlich abhandeln, wie sie sich die Vorbereitung auf den nächsten Gegner vorstellen. So wollte ich ein Comeback in die Saison erzwingen.”

Und hat das so geklappt, wie Du Dir das vorgestellt hast?
 
“Für so ein Comeback-Spiel brauchst du ein Spiel zu Hause.  Doch wir mussten zunächst nach Hüttenberg. Ohne den verletzten Brian Heinrich. Dafür war Tim Häufglöckner wieder mit dabei. Der Sieg tat uns gut, aber das richtige Comeback war zu Hause gegen Groß-Umstadt. Wir haben den Gegner deklassiert und dann waren wir wieder im Rennen mit dabei.  Vieles ist uns zu diesem Zeitpunkt auch reingelaufen. So musste zum Beispiel Babenhausen gegen uns auf Leistungsträger Simon Brandt verzichten. Aber auch wir mussten ohne Max und Brian auskommen. Es gleicht sich immer wieder aus.”
 
Dann kam gegen Gensungen/Felsberg noch eine Niederlage…
 
“Ja, das stimmt. Wobei ich noch Wochen danach gesagt habe, dass wir – trotz der Niederlage – in Gensungen unser bestes Saisonspiel abgeliefert haben. Wir haben mit einem „Trümmerhaufen“ dort verloren und Gensungen musste ein Riesenspiel machen, um uns zu bezwingen. Ich kann mich erinnern, dass ich danach Gottfried Kunz, der an dem Tag nicht dabei sein konnte, angerufen und ihm von unserem unglaublich guten Auftritt erzählt habe. So blöd sich das anhört, diese Niederlage hat uns sehr viel Mut gegeben.”
 
Vor der Winterpause stand dann noch Münster auf dem Spielplan.
 
“Ja, und wir wussten, wenn wir gegen Münster gewinnen, dann ist noch alles drin für uns. Dann können wir vorne mitmischen. So war es dann auch.”
 
War der gute Start ins neue Jahr mitentscheidend für den Ausgang der Saison?
 
“Auf jeden Fall. Wir wollten uns mit den Heimspielen gegen Dotzheim, Kleenheim und dem hässlichen Auswärtsspiel gegen Wiesbaden das „Finale um Platz eins“ gegen Bürgel erarbeiten. Das haben wir geschafft. Gegen Bürgel zu Hause haben wir ein geiles Spiel abgeliefert, obwohl wir danach im direkten Vergleich immer noch schlechter waren. Aber wir waren punktgleich zu diesem Zeitpunkt. Und als Bürgel dann in Dotzheim verlor, waren wir Tabellenführer. Das sind dann die Momente, wo du anfängst, an dich zu glauben. Meine Jungs und ich haben damals viel geredet, wollten „frei aufspielen“, bloß nicht verkrampfen. Aufgrund der Situation war dies nicht einfach. Es spielt sich sehr viel im Kopf ab. Aber wir haben auch ganz viel unserer Disziplin zu verdanken, die wir immer wieder an den Tag legten.”
 
Da hat sich das „viele Reden“ ausgezahlt, oder?
 
“Auf alle Fälle. Als wir die Gejagten waren, hat sich der Knoten gelöst. Wir wollten mit jedem Spiel die Tabellenführung halten, wollten frei aufspielen und uns am Ende das Ding holen. Wir haben uns immer wieder gesagt, dass wir in jedem Spiel unsere Stärken einbringen wollen, uns immer vor Augen gehalten, was wir gut gemacht haben seit den 7:7 Punkten. Und diese Dinge dann Training für Training und Spiel für Spiel wiederholt. Natürlich haben wir auch an den Feinheiten gearbeitet. Aber die Abwehr und der Gegenstoß ist klar unsere Stärke. Wenn wir so in den Flow kommen, können wir auch Spiele zu unseren Gunsten frühzeitig entscheiden. Es war beeindruckend, was meine Mannschaft geleistet hat.”
 
An was machst Du die enorme Heimstärke fest?
 
“Ich habe meinen Jungs immer gesagt, wenn wir Meister werden wollen, dann müssen wir alle Heimspiele gewinnen. Darauf haben wir uns fokussiert. Aber wir wollten das Thema Meisterschaft auch nicht zu hoch hängen. Wir wollten nach jedem Spiel einfach feiern und gute Laune haben, zeigen, dass wir die Liga gewinnen können. Allerdings wusste ich auch nicht genau, wie meine Jungs mit dem Druck, der auf jeden Fall da war, umgehen werden. Ich habe immer wieder gesagt: entweder geht der Kopf nach dem Spiel runter oder wir haben Grund zum Feiern, wir haben es selbst in der Hand. Aber ein bisschen Angst war schon da, dass wir für diese geile Runde am Ende nichts bekommen. Wir hätten zum Schluss auch Zweiter werden können. Das ist auch ein toller Erfolg. Doch das wollten wir nicht. Wir wollten ganz oben stehen. Dafür haben wir gekämpft.”
 
Wer hat den größten Sprung in Deinem Team gemacht?
 
“Wir haben ein sehr junges Team, haben ein System, in dem die Aufgaben klar verteilt sind. Jeder hat seine Rolle und die muss er ausfüllen, muss da sein, wenn er gebraucht wird. Das gilt für den Stammspieler genauso wie für den auf der Bank. Ich möchte keinen herausheben. Für mich hat das Team als solches eine herausragende Entwicklung durchgemacht. Gerade in der Zeit, als wir ohne Max und Brian auskommen mussten, hat sich gezeigt, wie sehr jeder für jeden da ist.  Da mussten zum Beispiel Josip Punda, Jonas Wuth und Tim Häufglöckner Woche für Woche 60 Minuten vorne und hinten durchpowern und sie haben es geschafft. Michael Meyer-Ricks sorgte für Entlastung und so reihte sich ein Spieler an den anderen.
Es wäre vermessen einen herauszuheben
Es wäre vermessen, einen herauszuheben. Alle haben einen Schritt nach vorne gemacht.  Über die Bedeutung von Max als abwehrstarkem Linkshänder müssen wir nicht reden. Aber wir konnten auch ihn trotzdem kompensieren. Brian kann ein Spiel mittlerweile sehr gut lesen, der Weg von Leon David  hat sich abgezeichnet, Lukas Häufglöckner hat sich extrem stabilisiert. Nico Polixenidis kannst du immer überall einsetzen. Unser Torhüter Tobias Jörg spielte eine starke Runde, Niklas Eul war immer da. Marcel Schneider hat sich richtig herangearbeitet. Pascal Horak spielte zwar nur sporadisch, war aber als Typ unglaublich wichtig für das Team. Meine gesamte Mannschaft hat einen tollen Job gemacht. Aber alle haben auch noch Potential nach oben und das werden wir brauchen, wenn wir in der dritten Liga überleben wollen.”
 
In der Relegation kam das Harz. War das Wettbewerbsverzerrung?
 
“Im ersten Spiel gegen Hochdorf war es heftig. Klar, war Thomas Bolling im Tor super. Aber die ganze Runde ohne Harz und dann plötzlich mit Kleber zu spielen,  war extrem. Da passieren Fehler, die sonst nicht passieren. Es war für uns schon ein großer Nachteil und nach so einer Runde frustrierend. Wir mussten im Training Passen und Fangen üben…  Das muss man sich mal vorstellen. Da war natürlich auch bei meinen Spielern Redebedarf. Ganz normale Abläufe kamen plötzlich ins Wanken. Wir haben sogar die Bälle gewechselt, haben nichts unversucht gelassen, um mit Harz zu recht zu kommen.
Alle Finger mit Tape abgeklebt
Die Jungs haben angefangen, alle Finger mit Tape abzukleben. Wir haben in der Zeit cirka 240 Meter Tape benötigt. Es war eine Herausforderung, denn wir hatten bis zum ersten Spiel mit Kleber nur vier Einheiten zur Verfügung. Danach wurde es von Spiel zu Spiel besser. Gegen Hochdorf hätten wir vielleicht ohnehin Probleme gehabt. Aber es wäre enger als sieben Tore ausgegangen. Den Hauptgrund dafür muss man schon nennen dürfen – und das war der Kleber, den wir in unserer Liga nicht benutzen durften.”
 
Wie groß war die Nervosität vor dem Dinslaken-Spiel?
 
“Wir wussten, dass es in diesem Spiel um alles ging, hatten einen kleinen Vorteil gegenüber Dinslaken. Wir konnten uns eine Woche drauf vorbereiten. Dinslaken hat ja donnerstags noch gegen Bad Neustadt gespielt. Wir mussten schon mit der Nervosität kämpfen. Aber wir haben uns wie immer detailliert, akribisch vorbereitet und wir wussten, dass wir Tempo machen mussten. Denn Dinslaken hatte ein, zwei Spieler, die am Limit gingen. Das wollten wir für uns nutzen.
Wir haben uns vor der Abfahrt morgens alle getroffen, haben ein bisschen Fußball-Tennis zum Locker werden gespielt. Wir hatten sehr viel Spaß dabei. Das war mir wichtig. Wir wollten den Tag einfach mit Freude beginnen und auch mit Freude abschließen. Das ist uns gelungen.” 
 
Was hat die Jungs trotz der langen Runde außer dem Ziel Aufstieg noch beflügelt?
 
“Unser tolles Publikum, die Trommler, die immer da waren, die Familien und Freundinnen der Spieler, die Damenmannschaft, die uns teilweise nachgereist ist. Die ganze TVK-Familie war unterwegs und hat zusammen gehalten. Gerade in Dinslaken war es Gänsehaut pur. Ich möchte ein großes Dankeschön an alle loswerden. Was unser Umfeld geleistet hat, war unglaublich. Auch ein ganz dickes Dankeschön an unsere Ärzte Dr. Folger und Dr. Petermann. Gerade zum Schluss der Runde haben wir sie sehr oft gebraucht und sie waren immer da, waren unglaublich engagiert und haben uns enorm geholfen. Diese Wertschätzung von allen war für uns als Mannschaft ganz toll. Das wollten wir unbedingt zurückgeben.”
 
Schauen wir ein bisschen voraus. Wann geht es mit der Vorbereitung auf die neue Runde los?
 
“Wir fangen am 5. Juli an. Bis dahin müssen die Jungs selbstständig trainieren und sich fithalten. Es ist eine knappe Vorbereitung, aber wir hatten ja noch vier Wochen mehr zur „Vorbereitung“… Wichtig ist, wenn es wieder los geht, dass die Jungs Lust auf Handball haben.”
 
Stehen Turniere oder Trainingslager an?
 
“Wir werden uns klassisch vorbereiten. Natürlich wird es ein paar Testspiele geben. Wir werden gemeinsame Aktivitäten haben. Aber wir müssen innerhalb ein paar Wochen auf ein anderes Niveau kommen, werden an der Geschwindigkeit, am Timing und am Entscheidungsverhalten arbeiten. Dann werden wir sehen.”
 
Gibt es Neuzugänge?
 
“Mit Niklas Depp bekommen wir einen wurfgewaltigen Spieler von der HSG Stockstadt/Mainaschaff. Ich bin sehr gespannt, wie er den Sprung aus der Bezirksoberliga in die 3. Liga meistert. Ich freue mich auf die Arbeit mit ihm. Ansonsten halten wir den Kader zusammen. Wenn uns noch einer „zuläuft“, der passt, dann nehme ich gerne noch einen. Aber wir sind nicht zwingend auf der Suche.”
 
Wie sind die Aussichten in der dritten Liga?
 
“Ich bin kein Freund von Spekulationen, Vorhersagen und Hellseherei. Das sollen „Experten“ machen. Ich weiß nur: drei Teams müssen hinter uns bleiben. Das ist die Aufgabe vom ersten Spieltag an.”
 
Wir wünschen dem TVK einen guten Einstand in die neue Liga und viel Erfolg.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handball-Saison 2018/19 ist schon ein paar Tage vorbei und einige Spieler sind noch im wohlverdienten Urlaub, beschnuppern gerade ihren neuen Verein, die neue Umgebung, sind mit einem eventuellen Wohnungswechsel beschäftigt, heiraten oder verloben sich – und so weiter und so fort.

Auch ich genieße gerade ein paar Tage, die nicht so durchgetacktet sind wie während der Saison, habe Zeit für Dinge, die sonst auf der Strecke bleiben oder “so nebenher” mitlaufen. Trotzdem lässt mich der Handball nicht ganz los und ich wollte mit Euch noch einmal kurz auf das letzte Spiel des TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga zurück blicken. 

Der Gast, HBW Balingen-Weilstetten machte in der Untermainhalle sein Meisterstück und freute sich unbändig über die Meisterschaft und den Aufstieg in die erste Liga. 

Bitter und kurios

Für Michael Spatz hingegen war die Situation bitter und kurios zugleich. Auf der einen Seite stand der Abstieg in die dritte Liga. Auf der anderen Seite wurde er nach der Begegnung von Ligapräsident Uwe Schwenker als bester Torschütze der Liga ausgezeichnet und bekam die Torjägerkanone überreicht. Mit 254/143 Treffern steht er unangefochten auf dem ersten Platz, gefolgt von Georg Pöhle (HSG Nordhorn-Lingen, 246/55 Tore) und Eric Meinhardt (EHV Aue, 238/130 Tore).

Doch nicht nur das. In der Partie gegen den VfL Lübeck-Schwartau, die im Mai stattfand, erzielte er sein 2000. Tor im TVG-Trikot. Gleich im ersten Angriff, als die Anzeigetafel gerade die 1.14. Minute anzeigte, schoss er per Strafwurf seinen 2000. Treffer. Das ist echt unglaublich und Michi sagte anschließend: „Ich freu mich sehr und ich bin auch stolz darauf. Gleich beim ersten Angriff war das Thema erledigt. Das hat gut gepasst. Schön, dass ich die 2000er Marke vor eigenem Publikum knacken konnte. Ich habe so viele Glückwünsche erhalten. Das war phänomenal und ich habe mich sehr darüber gefreut.” Er kann mit Fug und Recht stolz auf seine Leistung sein! 

Handball ist sein Leben

Seit Michi denken kann, spielt er Handball und es ist ein Teil seines Lebens. Mit fünf Jahren begann er beim TSV Birkenau seine so erfolgreiche Karriere. Seine Stationen als Aktiver führten ihn über den Zweitligisten SG Leutershausen und den Erstligisten VfL Gummersbach nach Großwallstadt. Von dort aus ging es ein Jahr lang zum TVB Stuttgart in die erste Liga, ehe es den Linkshänder wieder zurück nach Großwallstadt zog.

In all der Zeit sind enorm viele Tore zusammen gekommen, die der Außen für seine jeweiligen Vereine erzielt hat. Nun gelang es dem  36-Jährigen, für seinen TV Großwallstadt einen Rekord aufzustellen und die 2000er-Marke zu knacken. Seit der Saison 2007 gehört er dem TV Großwallstadt an. Egal, ob in der ersten, zweiten oder dritten Liga – er hat seinem TVG über all die Jahre die Treue gehalten. Lediglich eine Saison (2015/16) hat Spatz ausgesetzt. Da ging er für den TVB Stuttgart auf Torejagd.

Die Mama schreibt mit

Sein größter Fan, seine Mama, hat alle Ausgaben der „Handball-Woche“ gesammelt und selbst fleißig die Tore mitgeschrieben, die ihr Sohn für den TVG seit 2007 erzielt hat.  

Auch die Saison 2011/12 war eine „Rekord-Saison“ für den sympathischen Sportler. Damals erzielte er insgesamt 210 Tore. 

Der Linkshänder freut sich zwar über seine vielen Treffer, doch er sagt in seiner ihm eigenen bescheidenen Art: „Naja, ich spiele ja auch schon lange Handball. Da kommt halt was zusammen.“ Vor ein paar Wochen knackte schon Eric Meinhardt vom EHV Aue die 2000er Marke für seinen Verein und nun zog Michi nach.  

Nicht nur ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft noch viele schöne Tore von ihm sehen.

Das Bild  (o. l.) hat uns Günter Ohlig zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!