Im Dezember 2015 übernahm Peter David, ehemaliger Trainer des Handballclubs TV Großwallstadt übergangsweise das tschechische Frauen-Erstligateam DHK Banik Most „Cerni Andele“. Damals fragte ihn sein langjähriger Bekannter Rudolf Jung, Manager von Banik Most, ob er bis zum Ende der laufenden Runde, also bis Mitte des Jahres 2016, die „schwarzen Engel“ übernehmen würde. Peter David sagte zunächst bis Mitte Januar zu, da bis zu diesem Zeitpunkt die richtungsweisenden Spiele vorüber waren. Der 50-Jährige hatte aber so viel Erfolg mit den Mädels, dass aus dem „übergangsweisen“ Training mittlerweile eine sehr gute und vor allem erfolgreiche Zusammenarbeit entstand. Der Coach blieb bis zum Saisonende und holte mit seinem Team nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den Pokal. „Es ist Wahnsinn, wie sich die Dinge manchmal entwickeln“, sagt Peter. Der Lohn dafür ist die Teilnahme am EHF-Pokal und er ist mit Recht stolz auf das Erreichte.

Toller Vertrag für Peter

Rudolf Jung wäre kein guter Manager, würde er nicht alles daran setzen, den beliebten Trainer mit allen Mitteln zu halten. Er bot dem 50-Jährigen einen 15-Jahres-Vertrag an. Richtig gelesen. 15 Jahre!!! Peter dachte erst an einen Scherz und lehnte ab. Aber dem Manager ging es darum, den Coach langfristig an den Verein zu binden. „Rudolf gab nicht nach und bot mir einen Zehn-Jahres-Vertrag an. Als ich auch dieses Angebot ablehnte, fragte er nach, ob ich mir vorstellen könnte, sechs oder sieben Jahre beim Verein zu bleiben,“ erzählt Peter. Er hat jetzt erst einmal für die kommende Saison zugesagt. „Mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zusagen. Danach wird man sehen.“

Vorbereitung beginnt am 18. Juli

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt am 18. Juli und bis dahin verbringt der zweifache Familienvater viel Zeit mit seiner Familie in Deutschland. „Meine Familie kommt wegen meines Engagement in Most immer zu kurz. Deshalb verbringen wir im Moment jede freie Minute miteinander“, freut er sich darüber, seine Lieben um sich zu haben und viel mit ihnen zu unternehmen. Bis am 3. September die neue Runde beginnt, wird der Coach noch viele schweißtreibende Einheiten für sein Team bereithalten. Er hat auch einige Testspiele und ein Turnier in Deutschland organisiert. „Wir spielen in Zwickau, Halle und beim Thüringer HC und ein stark besetztes Turnier in Oldenburg. Darauf freue ich mich schon.“

Besonderheit im Lebenslauf

Eine Besonderheit muss in seinem sportlichen Lebenslauf erwähnt werden.:
Peter David gewann 1986 als Spieler mit Dukla Prag die Meisterschaft in der damaligen Tschechoslowakei. 2016 wurde er als Trainer tschechischer Meister mit Banik Most.
1994 holte er mit Trnava als Spieler den slowakischen Meistertitel. 2015 wurde er als Trainer mit Presov slowakischer Meister.
„Mir war das gar nicht so bewusst. Erst ein Journalist machte mich darauf aufmerksam. Wenn das kein Zufall ist“, sagt der Trainer bescheiden. Zufall hin, Zufall her – auf jeden Fall ist es eine schöne Sache für Peter, der sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer einen Namen machte.

 

Das Bild hat uns Peter zukommen lassen. Vielen Dank hierfür.

 

 

 

Sverre Jakobsson…

Fünf Jahre hat Sverre Jakobsson beim Handballclub TV Großwallstadt gespielt. In dieser Zeit hat er mit seiner sympathischen Art viele Freunde gefunden, die ihm bei seinem Abschied im Jahr 2014 sehr nachtrauerten.

Erst Spieler, jetzt Trainer

In seinem Heimatort Akureyri spielte Sverre zunächst noch beim Club KA Akureyri, ehe er nach einem Jahr seine aktive Karriere beendete und danach die Mannschaft als Trainer übernahm. Doch vom Trainergehalt alleine kann der 39-Jährige seine Familie nicht ernähren. Deshalb arbeitet der ehemalige Kreisläufer noch in einer Wirtschafts- und Steuerfirma als Consultant. Der Isländer kann sich also über mangelnde Arbeit nicht beschweren. „Ich habe wirklich viel zu tun und wenn ich so weitermache, werde ich wohl nicht alt werden“, grinst er. Aber die Arbeit macht ihm auch viel Spaß. Vor allem dem Nachwuchs vieles beizubringen und sie zu gestandenen Spielern zu formen, hat er sich zur Aufgabe gemacht. „Unsere Stadt ist nicht sehr groß, hat so um die 16 000 Einwohner. Daher gibt es auch nicht all zu viele Handballer in Akureyri“, sagt Sverre. Aber alle haben einen Traum. Sie wollen nach Deutschland und Profi werden.

Alle waren im Fußball-Fieber

Doch Handball steht derzeit etwas im Hintergrund. Die Fußballer haben bei der vor ein paar Tagen abgeschlossenen EM einen Hype ausgelöst. Bis ins Viertelfinale haben sie es geschafft, ehe gegen Frankreich Endstation war. Doch ganz Island steht Kopf und Sverre sagt: „Wir alle sind unglaublich stolz auf unsere Fußballer. Was sie erreicht haben, ist einfach toll.“ Kein Wunder, dass zig Tausende Menschen jüngst in der Hauptstadt Reykjavik ihre Helden bei deren Rückkehr feierten.
„Ich kann es kaum fassen, dass wir soweit bei einer EM gekommen sind. Wir haben uns gewünscht, an einem großen Turnier in Deutschland teilzunehmen, wollten das dann einfach genießen und jetzt ist so eine riesige Partie daraus geworden. Nach dem Englandspiel haben wir hier alle Kopf gestanden. So etwas habe ich noch nie erlebt“, schildert Sverre die Stimmung im Land. In Island haben 99 Prozent das Spiel gegen England geschaut. Gegen Frankreich wurde die 100 Prozent-Marke geknackt. „Das wäre ja schon illegal, dieses Spiel zu verpassen“, lacht Sverre.
Er sagt, dass durch diesen Erfolg der Handball nun etwas in den Hintergrund gerückt ist. “Wir merken das schon seit zwei, drei Jahren. Wir Handballer haben zwar schon bei großen Turnieren mitgespielt, aber wir haben nicht den großen Erfolg. Die Fußballer haben schon zweimal gegen Holland gewonnen, haben mehr Erfolg und bekommen natürlich jetzt auch mehr Aufmerksamkeit. Unser Handball-Nationalteam war jahrelang Erster in unserem Land. Jetzt kann es sein, dass uns die Fußballjungs vom ersten Platz wegschieben. Trotzdem sind wir unglaublich happy über die Entwicklung. Guck mal, die Basketballer haben schon in Deutschland Turniere gespielt, die Handball sowieso und jetzt die Fußballer. Es ist unglaublich.“ Gerade einmal cirka 100 Fußballprofis gibt es in Island. Sie alle spielen im Ausland. Und trotzdem brachte die Nationalmannschaft so eine tolle Leistung bei der EM. An was liegt das? Sverre sagt: „Warum wir so gute Leistungen bringen, ist echt schwer zu erklären. Vielleicht ist das eine Mentalitätssache. Wir sind immer gut drauf, versuchen immer 100 Prozent zu geben und kämpfen bis zum Umfallen. Manchmal fehlt uns die Qualität. Aber das machen wir durch Kampf und Zusammenhalt wieder gut.“
Nicht nur der ehemalige Großwallstädter glaubte an das Wunder vom Finale. Der Großteil seiner Landsleute war sich sicher, dass Frankreich geschlagen werden kann. Dass es nun nicht geklappt hat, ist nicht schlimm. „Ganz Island ist unglaublich stolz auf unsere Fußballer und dementsprechend wurde auch gefeiert.“

Bald geht die Vorbereitung los

Er kennt Aron Gunnarsson, Kapitän der Nationalmannschaft schon als kleinen Knirps. „Er kommt auch aus Akureyri wie ich. Ich kann mich erinnern, wie er mit seinem Papa und seinem Bruder Aron, der mittlerweile beim Bergischen HC Handball spielt, als kleiner Pimpf zum Handball gucken in die Halle gekommen ist. Seit der Zeit sind wir immer in Kontakt.”
Die letzten Wochen hat Sverre das Training seiner Mannschaft so gelegt, dass alle immer die Spiele der Isländer schauen konnten. Nun ist der Alltag wieder eingekehrt und Sverre kann sich in aller Ruhe mit seinem Team auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Die Vorbereitung geht nun bald los und richtig ernst wird es ab 8. September. 

Unsere Bilder zeigen Sverre während seiner Zeit beim TV Großwallstadt. Unser Dank geht hierfür an Klaus Roos, der uns die schönen Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat.

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser. Heute schreibe ich mal ein paar Zeilen in eigener Sache. Und zwar geht es um meine Tennismannschaft. Wir spielen seit ein paar Jahren in der Bayernliga AK 50 und geben jedes Jahr die Parole Klassenerhalt aus. So war es auch dieses Jahr wieder. Allerdings standen die Vorzeichen heuer schlecht, denn wir mussten krankheitsbedingt auf unsere starke Nummer eins, Thea, verzichten. Also hieß es für uns – Heidi, Christiane, Rosi, Gaby, Mannschaftsführerin Bruni, Isolde und meine Wenigkeit – noch enger zusammen zu rücken. Und – was soll ich Euch sagen? Wir haben die Runde mit einem hervorragenden zweiten Platz abgeschlossen. Das hätten wir nie erwartet und deshalb freuen wir uns richtig über unseren tollen Erfolg.

Unterstützung von Thea und Alex

Mit Unterstützung unserer Thea, die uns sehr oft begleitete, und unserem Trainer Alex, der während der laufenden Runde ganz viele Nerven gelassen hat 🙂 , gingen wir die Aufgabe voller Elan an. Der Auftakt war super, denn wir gewannen unsere ersten beiden Matches. Beim Regionalliga-Absteiger TSV Burgfarrnbach gewannen wir mit 17:4 und beim TSV Wendelstein setzten wir uns knapp mit 11:10 durch.
Die folgende vierwöchige Spielpause bekam uns anscheinend nicht so gut, denn gegen Aufsteiger Lichtenau mussten wir uns knapp und etwas überraschend 10:11 geschlagen geben. Drei Matches wurden im Champions-Tiebreak verloren. Aber so ist der Sport. Die Woche drauf setzte es für uns eine richtige Klatsche. Gegen den hochgehandelnden Aufstiegskandidaten TC Hahnbach hatten wir keine Chance und mussten uns mit 2:19 geschlagen geben. Lediglich unsere Heidi auf Position eins holte sich sensationell gegen die hohe Favoritin Sabine Henn den einzigen Sieg.
Aber wir wären nicht wir, wenn wir uns dadurch entmutigen hätten lassen. In der nächsten Partie gegen den TSV Hilpoltstein zeigten wir unser Können und schickten die Gäste mit 17:4 nach Hause. Damit war unser Ziel Klassenerhalt gesichert. Drei Siege sollten für den Klassenverbleib reichen und wir konnten die letzten beiden Spiele befreit auftreten.
Nächster Gegner war Haßfurt. Mit denen hatten wir noch ein Hühnchen zu rupfen, denn im vergangenen Jahr blieben die Punkte in Haßfurt. Diesmal sollte es anders werden und dementsprechend motiviert gingen wir die Aufgabe an. Am Ende stand ein in dieser Höhe nicht unbedingt erwarteter 16:5-Erfolg. Die Revanche war geglückt!

Zum Abschluss noch ein Sieg

Zum Abschluss der Runde mussten wir nach Stadtsteinach und mit großem Engagement brachten wir auch aus Oberfranken die Punkte mit nach Hause (12:9).
Der Lohn dafür ist ein hervorragender zweiter Platz. Mädels, das haben wir richtig gut gemacht und wir können sehr zufrieden mit uns sein! Bedanken möchten wir uns bei Alex für seine Mühe, Hilfe, Unterstützung und Geduld…  🙂 Ansonsten möchte ich an dieser Stelle keine von uns hervorheben, obwohl es die eine oder andere verdient hätte. Wir alle haben stets unser Bestes gegeben, haben uns gegenseitig angefeuert, mitgelitten und unterstützt. Unsere Hoffnung ist es, nächstes Jahr wieder komplett antreten zu können und mit Thea unseren Erfolg wiederholen zu können. Vielleicht wird es ja mit ihr sogar ein bisschen mehr…
Unser Glückwunsch geht an den TC Hahnbach zum Aufstieg. Wir wünschen der Mannschaft viel Erfolg in der Regionalliga.

 

Das Bild zeigt unser Team mit unserem Trainer Alex

Mit reichlich tollen Eindrücken und mit einem 14. Platz von insgesamt 20 teilnehmenden Nationen kam Bernd Legutke von den Tennis-Weltmeisterschaften der Senioren aus Helsinki zurück. Der Aschaffenburger, der für den TC Schönbusch Aschaffenburg aufschlägt, war hellauf begeistert.

Deutschland in einer Dreier-Gruppe

Deutschland war in einer Dreier-Gruppe mit Frankreich und Russland und das war eine Hammergruppe. „Wir hatten echt etwas Lospech“, sagte dann auch Bernd bei seiner Rückkehr. „Wir mussten gleich im ersten Spiel gegen die starken Franzosen ran und verloren deutlich mit 0:3.“ Gegen Russland lief es zunächst besser und nach dem 1:1 nach den Einzeln musste das Doppel die Entscheidung bringen. Hier lagen die Deutschen schon mit 6:0 und 3:0 vorne, ehe Russland die Partie umbog und für sich entschied. Bernd, der sich bei diesem Match am Oberschenkel verletzte,  weiter: „Wenn du am Anfang ein Spiel gewinnen kannst, dann spielst du um die vorderen Plätze mit. So blieben uns nur die Platzierungsspiele ab Rang 12.“

Weiter ging es gegen Estland. Diese Begegnung gewann das deutsche Team, ebenso wie gegen Lettland. Am Ende blieb ihnen der 14. Platz. Sieger wurde Italien, das sich gegen Holland durchsetzte. “Die Italiener waren extrem stark. Aber auch Holland, USA, Frankreich”, wusste der 51-Jährige zu erzählen.

Tolles Helsinki

Beeindruckt war der Aschaffenburger nicht nur von der Stadt Helsinki. „Die Eröffnungsfeier war der Hammer. 20 Nationen liefen mit ihren Fahnen ein und versammelten sich dann auf dem Center Court. Es war gigantisch und ich bin froh, dass ich das erleben durfte.“ Die riesige Tennishalle umfasst 22 Courts. Gespielt wurde auf „Green Set“, ein Hartplatz, bestehend aus Schichten unter anderem von Acrylharz auf einer Asphalt- oder Betonbasis. Die Courts waren durch Brücken miteinander verbunden und der Zuschauer hatte den Luxus, auf jeden Platz “von oben” zu schauen. Etwas umständlich war, dass die Unterkunft der Sportler cirka 20 Minuten von der Halle entfernt war. „Da die Einspielzeiten vorgegeben waren und wir morgens meist um 7.45 Uhr schon dran waren, mussten wir natürlich früh vom Hotel wegfahren“, erzählt Bernd. Ein bisschen haben er und seine Kumpels Ree Gramminger und Uli Schmidt auch von der Stadt gesehen. „Einmal liehen wir uns Fahrräder aus und erkundeten die Stadt. Sie ist wirklich sehr schön.“ Und das mit den Fahrrädern war ein Riesenspaß. Groß und gelb sind sie und völlig unkompliziert konnte das Dreier-Gespann Helsinki “unsicher” machen…

Es ging nahtlos weiter

Der “Tennisverrückte” im positiven Sinne landete am Samstag um 9 Uhr in Frankfurt und stand wenige Stunden später schon wieder auf dem Platz, um mit seiner Mannschaft gegen Nürnberg zu spielen. “Die Umstellung vom Hart- auf den Sandplatz war weniger problematisch, als ich gedacht habe,” sagte er nach seinem Match.

Die Bilder hat uns Bernd freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank. Auf dem ersten Bild ist Bernd rechts zu sehen.

 

 

Glückwunsch für Verena Fleckenstein, denn bei den vor ein paar Tagen zu Ende gegangenen 13. Tennis-Europameisterschaften der Gehörlosen im slowenischen Portoroz holte die Laufacherin mit ihrer Partnerin Heike Albrecht (GSV Neuwied) die Goldmedaille im Doppel.  Auch im Mixed war Verena sehr erfolgreich und sicherte sich mit ihrem Partner Sebastian Schäffer (GBF München) Silber.  Es war das erste Mal, dass die Laufacherin mit zwei Medaillen von einer EM oder WM zurückkam.

Die 39-Jährige war nach ihrer Ankunft in Laufach  total glücklich, aber auch völlig kaputt. „Es war sehr anstrengend“, erzählt sie. „Wir hatten ganz schlechtes Wetter, ständig Regen und der Spielplan wurde dadurch laufend durcheinander gewirbelt.“   Außerdem waren die Ausweichplätze in der Halle (Hartplatz) nicht optimal und der ständige Wechsel zwischen Sand- und Hartplatz forderte den Sportlern einiges ab. Erschwerend kam hinzu, dass sich Verena aufgrund einer Verletzung nicht wie gewohnt auf die EM vorbereiten konnte. „Das war für mich emotional sehr schwer“, sagte sie daher auch nach der Veranstaltung.

Pech mit der Auslosung

Im Einzel hatte die sympathische Sportlerin Pech bei der Auslosung. In einem 32er-Feld hatte sie als an Nummer vier Gesetzte zunächst ein Freilos, traf dann in der nächsten Runde auf die spätere Siegerin Polina Smirnova (Russland) und verlor mit 1:6 und 1:6.

Im Doppel war sie mit ihrer Partnerin in einem 16er-Feld an Nummer zwei gesetzt. Die beiden trafen im Viertelfinale auf Chumak/Grin aus Russland und besiegten diese mit 7:5 und 6:0. Im Halbfinale wartete dann die starke Paarung Boulestreau/Beney aus Frankreich. Auch hier gewannen sie mit 6:3, 6:1. „Im Finale wollten wir dann natürlich alles. Aber wir wussten, dass es schwer werden würde, denn Heike und ich kämpften ja auch noch im Mixed und Heike sogar noch im Einzel“, sagte sie. Das kostete viel Kraft. Doch die eingespielten Partnerinnen mobilisierten alle Kräfte und besiegten die Geschwister Villamandos Lorenzo/Villamandos Lorenzo aus Spanien mit 6:3 und 6:4.

Im Mixed an drei gesetzt

Ebenfalls auf ein 16er-Feld traf Verena mit Sebastian Schäffer im Mixed. Hier waren die beiden an drei gesetzt. Die erste Partie gewannen sie gegen die Russen Chumak/Likharev mit 6:0, 6:4. Auch das Viertelfinale gegen Copenhagen/Clifton aus England war mit 6:2, 6:2 eine klare Sache. Erst im Halbfinale, das wegen Regen in der Halle ausgetragen wurde, wartete mit Beney/Novelli (Frankreich) eine sehr starke Paarung. Die Deutschen mussten ihr ganzes Können aufbieten um nach verlorenem ersten Satz (3:6) am Ende noch mit 6:3 und 10:6 zu gewinnen. Nach kurzer Verschnaufpause ging es im Finale gegen Smirnova/Panyushkin aus Russland. Gegen diese Paarung hatten Fleckenstein/Schäffer letztlich nicht viel zu bestellen und verloren mit 2:6, 0:6.

No Ad-Regel

Eine Besonderheit gab es noch im Doppel und Mixed, denn hier griff die „No Ad-Regel“, kurz für „no advantage“ (kein Vorteil). Diese Regel kommt vor allem  in Doppelkonkurrenzen zum Einsatz und dient der Abkürzung der einzelnen Aufschlagspiele. Wird diese Regel angewendet, so entscheidet bei Erreichen des Spielstands 40:40 (Einstand) der nächste Punkt über den Gewinn des Spiels. Es ist dann also nicht wie üblich ein Vorsprung von zwei Punkten zum Gewinn nötig. Eine weitere Besonderheit ist, dass die returnierende Partei  die Wahl hat, von welcher Seite der Aufschläger serviert.  „Dies war besonders schwierig, da dies ja eine unheimliche Konzentration kostet“, sagt die 39-Jährige, die bereits einen Tag nach ihrer Ankunft schon wieder für den TV Aschaffenburg im Einsatz war. Hier holte sie trotz der anstrengenden Vorwoche in der Landesliga der Frauen gegen Ingolstadt im Doppel den Ehrenpunkt für ihre Mannschaft.

Die Bilder hat uns Verena freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Das erste Bild zeigt sie (links) mit ihrer Doppelpartnerin Heike Albrecht.

 

 

 

Nicht nur für Florian Preißler ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Auch für Bernd Legutke hat sich dieser erfüllt. Wenige Wochen nachdem sein Tenniskollege Preißler vom Deutschen Tennisbund (DTB) für die Weltmeisterschaften der Jungsenioren in Umag (Kroatien) nominiert wurde, bekam auch Bernd eine Einladung für die Senioren-Weltmeisterschaft in Helsinki (Finnland). „Ich bin total stolz, dass ich nominiert bin. Viele Chancen an so einem tollen Event teilzunehmen und für dein Land zu spielen, bekommst du im Leben sicher nicht“, so der Aschaffenburger, der für den TC Schönbusch Aschaffenburg aufschlägt. Der 51-Jährige wird vom 19. bis zum 24. Juni an der Team-WM teilnehmen. „Die Woche darauf sind die Einzelmeisterschaften. Aber an diesen nehme ich nicht mehr teil, weil ich dann wieder für den TCS die Medenspiele bestreiten möchte.“

Zu seinem Team beim Fred Perry Cup der Männer 50+ gehören Uli Schmidt vom TSV Waldenbuchen und Rene Gramminger vom TC Degerloch. Die drei kennen sich von diversen Turnieren und harmonieren daher gut zusammen. An dieser Weltmeisterschaft werden, wie bei den Jungsenioren auch, wieder cirka 19 Nationen teilnehmen, die in sechs Gruppen antreten werden. Die Auslosung und die Eröffnungsfeier ist am Samstag. Los geht es am Sonntagmorgen. Gespielt wird in der Halle auf Hartplätzen. Das ist zwar für Bernd und seine Kollegen eine Umstellung, da ja die derzeit laufenden Medenspiele auf Sand ausgetragen werden. Doch der Aschaffenburger hat damit keine Probleme. „Ich spiele sehr gerne auf schnellem Belag. Daher kommt mir das entgegen.“

Wir wünschen dem sympathischen Sportler, der heute nach Helsinki geflogen ist, alles Gute und viel Erfolg.

Das Bild hat uns Bernd freundlicherweise überlassen.

 

 

Dritter bayerischer Meister im Tennis wurde Bernd Legutke vom TC Schönbusch Aschaffenburg. Vergangenes Wochenende fanden die Meisterschaften der Senioren auf der Anlage des TC Ismaning statt und Bernd war in einem 64er-Teilnehmerfeld auf eins gesetzt. Die ersten beiden Matches absolvierte der 51-Jährige völlig souverän, gewann gegen Jürgen Hobmeier vom TC Moosburg mit 6:1 und 6:2. Anschließend besiegte er den an Nummer 14 gesetzten Frank Bethmann (TC Bruckmühl-Feldkirchen) mit 6:3, 6:1. Im Viertelfinale wartete Stefan Meisel vom TV Fürth (an fünf gesetzt). Gegen ihn gewann Bernd den ersten Satz mit 6:2, musste den zweiten mit 6:7 abgeben und setzte sich im Champions Tiebreak mit 10:6 durch. „Dieses Match hat viel Kraft gekostet, denn es war das zweite an diesem Tag“, sagte er anschließend. Er wusste, dass es im Halbfinale sehr schwer werden würde. Der Aschaffenburger traf auf den an drei gesetzten Christoph Schaal (TSV Feldkirchen) und musste sich diesem nach hartem Kampf mit 4:6 und 2:6 geschlagen geben. „Christoph ist ein Schnellspieler. Das heißt, nach drei, vier Ballwechseln ist der Punkt rum. Ärgerlich, dass ich dann meist den Fehler gemacht habe“, sagte er im Nachhinein. Trotzdem war er froh, dass er gegen den späteren Sieger ausgeschieden ist und nicht gegen seinen Freund Peter Heiss antreten musste. Schaal holte sich mit 7:5 und 6:2 den Meistertitel.

Dieses Wochenende geht es mit den Medenspielen weiter und Bernd ist bestens gerüstet für die kommende Aufgabe.

Stefan Haun, ebenfalls vom TCS, trat bei den 45er-Männern an. Er besiegte in Runde eins Gerhard Stöckl (Nummer sechs der Setzliste, TC Dachau) mit 6:3, 6:3 und scheiterte anschließend an David Gassmann (TSV Feldkirchen) mit 2:6, 1:6. Auch Arno Welzenbach vom TCS, bei den 65ern gemeldet, musste sich nach zwei Matches im Champions Tiebreak geschlagen geben.

Bei den 30er-Männern war Patrick Ostheimer vom TV Aschaffenburg an eins gesetzt. Er gewann sein erstes Spiel gegen Tobias Kiessling (TC GG München) im Champions Tiebreak mit 10:8, musste sich anschließend gegen Toni Stippler (Spvvg Zolling), ebenfalls im Champions Tiebreak, mit 9:11 geschlagen geben. Mit von der Partie war noch Andreas Ullrich (TVA). Auch für ihn war in der zweiten Runde mit 3:6, 1:6 gegen den an zwei gesetzten Richard Stempnowski (TC Blutenburg München) Schluss.

Bereits zum vierten Mal wurde am 11. Mai 2016 der Award “Deutscher Fußball Botschafter” verliehen. Für die zahlreichen Besucher im Auswärtigen Amt in Berlin war diese Verleihung eine tolle Veranstaltung. Passend zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich wurde der Award von den Außenministern Deutschlands und Frankreichs, Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault,  verliehen. Der Gewinner war diesmal Gernot Rohr. Er ist mehr als 40 Jahre im Ausland aktiv und hat als Spieler in Frankreich Meisterschaften und Pokale gewonnen. Auch als Trainer war er sehr erfolgreich und betreute unter anderem Mannschaften in der Schweiz, Gabun, Niger und bis zum Ende des letzten Jahres die Nationalmannschaft von Burkina Faso. Mittlerweile ist Frankreich zu seiner Heimat geworden. Trotzdem hat er noch immer ein sehr enges Verhältnis zum deutschen Fußball.
Weitere Auszeichnungen
Weitere Auszeichnungen für ihr sportliches und gesellschaftliches Engagement im Ausland erhielten der ehemalige Weltklasseverteidiger Karl-Heinz Schnellinger (Ehrenpreis) sowie Nationalspieler Emre Can (Publikumpreis). Laudatoren waren der frühere EM-Torschützenkönig Dieter Müller, Deutschlands Ehrenspielführer Uwe Seeler sowie der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg. Vor allem Uwe Seeler hatte gleich alle Herzen für sich eingenommen, als er von früheren Zeiten erzählte. Ihm könnte man stundenlang zuhören…
Sehr beeindruckt hat mich auch unser Außenminister. Er wirkte sehr souverän und hielt seine Rede mehr oder weniger aus der “Lamäng” heraus. Ein großes Lob gebührt Roland Bischof. Er ist nicht nur Gründer der Initiative Deutscher Fußball Botschafter, sondern auch noch Marketingexperte, Vortragsredner, Buchautor und Vizepräsident im FASPO (Fachverband für Sponsoring). Was er Jahr für Jahr mit seinem Team auf die Beine stellt, ist aller Ehren wert. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr und bin gespannt, wer dann das Rennen um den Deutschen Fußball Botschafter machen wird.

 

 

Dominik Plaue, einst Torhüter bei der TVG-Junioren-Akademie, schließt sich ab der kommenden Saison dem HSV Hamburg an. Die Hamburger wagen einen Neuanfang in der dritten Handball-Liga und Domi, wie ihn seine Freunde nennen, freut sich auf seine neue Herausforderung: „Ich will mich weiterentwickeln. Mir hat das Konzept des HSV gefallen, das Projekt ist sehr interessant und der Neuaufbau hat Hand und Fuß.“ Natürlich hatte er noch andere Angebote auf dem Tisch liegen. Da sich Domi aber nach drei Jahren im hohen Norden sehr wohlfühlt, hat er sich für Hamburg entschieden und einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben.

Deutscher B-Jugend-Meister mit der Akademie

Der Keeper wurde 2011 mit der Großwallstädter B-Jugend deutscher Meister, spielte in der A-Jugend-Bundesliga der Akademie, ehe er 2013 den Sprung in den hohen Norden wagte. Dort spielte der 20-Jährige beim THW Kiel II, war im erweiterten Profikader des THW und beim Drittligisten TSV Altenholz.

 Im Dezember 2015 wechselte THW-Trainer Alfred Gislason im Spiel gegen Balingen-Weilstetten den Jungspund in der 57. Minute zu einem Siebenmeter ein. Domi hielt den von Yves Kunkel geworfenen Strafwurf und die Zuschauer standen Kopf. Ein Erlebnis, an das er sich immer zurückerinnern wird.

Der Abschied naht

Jetzt heißt es bald Abschied nehmen aus Kiel. Domi hat mittlerweile schon eine Wohnung in Hamburg gefunden und die Vorbereitungen laufen. „Ich habe zwei Minuten zur S-Bahn zu laufen, bin in zehn Minuten am Hauptbahnhof und schnell an der Halle. Es ist also optimal.“

Mit seiner Lehre als Immobilien-Kaufmann ist er Ende Juli fertig. Die schriftlichen Prüfungen hat er bereits hinter sich. Es läuft also alles optimal bei dem sympathischen Sportler. Kein Wunder, dass er für die letzten drei Jahre ein sehr positives Fazit zieht:  “Es war mir eine große Ehre, ein Zebra zu sein. Mit den Besten der Besten zu trainieren und von ihnen zu lernen, ist eine große Erfahrung gewesen. Alleine das Training mit meinem Vorbild Niklas Landin hat mich enorm nach vorne gebracht und ich habe mir viel von ihm abgeguckt.” Besonders bedanken will er sich noch bei “jemanden, ohne die ich das nie geschafft hätte. Was meine Firma Haus und Grund um Geschäftsführer Herr Bergemann und mein Ausbilder Herr Jarosch mir ermöglicht haben,  dafür kann man keine Worte finden. Fakt ist, dass ich nicht da wäre wo ich jetzt bin, wenn ich diese Firma nicht im Rücken gehabt hätte.”

Wir wünschen ihm beim HSV alles Gute und werden Euch weiter auf dem Laufenden halten.

Das Bild hat uns Domi zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank!

 

 

Mehr als zufrieden kam Florian Preißler von den Tennis-Weltmeisterschaften der Männer 35+ aus Umag (Kroatien) zurück. Neben einem sehr guten siebten Platz bei der Team-WM gewann der 37-Jährige die Trostrunde in der Einzelkonkurrenz. Deutschland war in der Gruppe mit Österreich und Gastgeber Kroatien. Mit seinen Teamkollegen Marc Leimbach, Dominik Pfeiffer und Matthias Schramm holte er zum Auftakt einen souveränen 3:0-Erfolg gegen Österreich. „Hier hatten wir allerdings Pech, denn unsere Nummer eins, Marc Leimbach, verletzte sich und konnte anschließend kein Spiel mehr bestreiten“, erzählt Flo. Gegen Gastgeber Kroatien setzte es dann eine bittere 1:2-Niederlage und damit war der angestrebte Gruppensieg nicht mehr möglich, der den Einzug ins Viertelfinale bedeutet hätte.

Die Deutschen spielten im Ko-System um die Plätze sieben bis 14. Nach starken Auftritten gegen Russland (3:0)  und den USA (3:0)  wurde im Finale das Schweizer Team klar beherrscht und mit einem weiteren 3:0 Erfolg holten sich Flo und Co. den guten siebten Platz bei der WM.  „Schade, denn  wir mussten eine einzige Niederlage hinnehmen, verbuchten vier Siege und mussten uns etwas unter Wert geschlagen geben“, sagte der Linkshänder. Trotzdem war dies bei 19 Teams eine tolle mannschaftliche Leistung. Gewonnen hat diesmal die Niederlande, die Spanien auf den zweiten Platz verwies.

Einzel in Woche zwei

In der zweiten Woche ging Florian Preißler in der Einzelkonkurrenz der Männer 35 an den Start. Die Auslosung war allerdings mehr als schlecht für den Hösbacher, denn er musste gleich in der ersten Runde gegen den an Nummer eins gesetzten Italiener und der Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste, Luca Serena, antreten. Dieser ist für die Medenspiele dieses Jahr für den TC Schönbusch Aschaffenburg gemeldet. Ober er dort auch aufschlagen wird, bleibt abzuwarten… Nach einem hart umkämpftem ersten Satz, der mit 7:5 an Serena ging, hatte Flo zwar auch im zweiten Durchgang seine Chancen, verlor diesen aber mit 1:6. „Das hört sich so klar an, aber auch hier war jedes Spiel hart umkämpft“, war er anschließend etwas enttäuscht. „Luca Serena ist am Netz zu Hause, spielt viel Slice und Volley. Ich hingegen mag lieber lange Ballwechsel.“ Zwar bekam er nach dem Match viel Lob von seinem Gegner und bei einer besseren Auslosung wäre eventuell das Viertelfinale drin gewesen. So aber bedeutete diese Niederlage gleich das Aus im Hauptfeld. Flo nahm an der „Consolation-Runde“, der Trostrunde, der sogenannten zweiten Chance teil. Hier kam er zu fünf Siegen in Serie gegen Konkurrenten aus Estland, Österreich, Norwegen und Serbien und gewann am Ende im Finale gegen den hier an eins gesetzten Serben Vanja Vidojkovic (Weltrangliste Position 16) mit 6:4 und 6:4. Der Titel des Consolation-Weltmeisters war ihm damit sicher.

Flo sammelte viele Erfahrungen

Die zwei Wochen waren für Florian eine tolle Erfahrung: „Ich habe viele Eindrücke gesammelt, durfte bei der Eröffnungsfeier die Fahne tragen. Das war eine tolle Erfahrung. Über 400 Teilnehmer waren da und du triffst so viele gute Spieler. Da hat sich die ganze Investition und der Aufwand wirklich gelohnt. Zwar war das Wetter nicht ganz ideal und die Belastung schon hoch. Aber ich war so voller Adrenalin, dass ich das gar nicht so wahrgenommen habe.“ Er hatte seine Familie um sich und konnte sogar an dem einzigen freien Tag, den er in den zwei Wochen hatte, den Geburtstag seiner Mama mit der Familie feiern. Den WM-Titel in der Hauptrunde holte sich der Niederländer Bart Beks. „Die Niederländer waren unglaublich stark“, erzählte Flo. Kein Wunder, dass sie sich diesmal in der Einzel- und Teamkonkurrenz durchsetzten.

Wir freuen uns mit dem sympathischen Sportler, gratulieren ihm herzlich und wünschen ihm weiter alles Gute!

Die Bilder hat uns Flo freundlicherweise zur Verfügung gestellt.