Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Nachdem sich der TV Kirchzell in der Handball Oberliga Hessen zum Meister kürte (wir berichteten), hat auch die Tuspo Obernburg in die Erfolgsspur zurück gefunden. Die TSG Groß-Bieberau hingegen musste eine herbe Niederlage hinnehmen.

Starke erste Hälfte der Tuspo

Im vorletzten Heimspiel der Saison der Tuspo Obernburg gegen den Tabellenzweiten TSG Münster mussten beide Mannschaften auf einige Leistungsträger verzichten, aber die Tuspo hatte sich viel vorgenommen und wollte wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Nach einem schnellen 0:2-Rückstand kam die Mannschaft von Trainer Rudi Frank nach sieben Minuten dann besser ins Spiel, konnte zum 4:4 ausgleichen und legte gleich dem Bundesliga-erfahrenen Torhüter der Gäste noch drei Tore in Folge „ins Nest“.

Ab dem 8:5 waren die Römerstädter dann richtig in Form und bauten ihren Vorsprung mit viel Tempo im Angriff und mit starker Unterstützung ihres Torhüters Sandro Friedrich auf 15:7 aus. Bis zur Halbzeitpause zeigten sich dann besonders die beiden Außen André Göpfert und Jonas Riecke weiter in Spiellaune und nach 30 Minuten nahm die Tuspo eine komfortable 18:10-Führung mit in die Kabine.

Tuspo weiter am Drücker

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte diktierte die Tuspo weiter die Partie, war allerdings in der Abwehr nicht mehr ganz so fehlerfrei und der Tabellenzweite aus Münster kam bis zur 42. Minute auf 24:19 näher. Trainer Frank nahm sofort eine Auszeit und mit zwei Toren in Folge bauten die Gastgeber ihre Führung anschließend wieder auf 26:19 aus. Aber der Vorsprung schmolz in den folgenden Minuten wieder, die Gäste zeigten ihre Stärken und die Tuspo-Fans begannen zu zittern. In der 56. Minute stand es plötzlich nur noch 27:25 und die Römerstädter mussten noch einmal alles investieren, um die schon sicher geglaubten Punkte zu behalten. Aber am Ende machten Niklas Geck und Luca Wengerter mit ihren beiden Toren den Sack zu und die Tuspo feierte einen 29:27-Heimsieg gegen die TSG Münster.

Trainer Rudi Frank war nach dem Schlusspfiff natürlich sehr erleichtert und sagte: „Dieser Sieg war heute sehr wichtig und jetzt wollen wir in den beiden letzten Spielen auch noch zweimal punkten, um die Saison positiv zu Ende zu bringen.“

 

Falken enttäuschten in Nordhessen

Da war eindeutig mehr drin für die Falken, als es das Ergebnis vermuten lässt, denn die Falken legten bei der ESG Gensungen/Felsberg los wie die Feuerwehr, mussten aber am Ende mit 29:36 (19:18) eine Niederlage hinnehmen.

6:1 stand es bereits nach neun Minuten. Die Gäste kontrollierten das Spiel eindeutig. Gensungens Trainer musste die erste Auszeit nehmen um sein Team wach zu rütteln, was ihm sehr gut gelang. Von nun an wurde in der Abwehr kräftig zugepackt und eine ordentliche Härte an den Tag gelegt. Das bekam den Odenwäldern überhaupt nicht und so gerieten sie immer mehr unter Druck, leisteten sich technische Fehler und Gensungen fand Stück für Stück wieder ins Spiel, kam bis zur Pause auf ein Tor heran (18:19).

Nach dem Wechsel lief es nicht mehr rund

Bis zur 37. Minute konnten sich die Bieberauer noch wehren, dann erzielte Iffert den ersten Ausgleich zum 22:22 und Gensungen übernahm die Kontrolle. Groß-Bieberau verlor wieder einmal in der zweiten Halbzeit den Faden, vertändelte sich in Einzelaktionen, die Gensungen natürlich in die Karten spielten. Unvorbereitete Würfe führten zwischen der 40. und 50. Minute zu einfachen Gegenstoßtoren und schon waren die Falken mit sechs Toren im Rückstand (31:25 in der 49. Minute).

Groß-Bieberau kam nicht mehr ins Spiel und musste in der 57. Minute sogar einen Neun-Tore-Rückstand hinnehmen, den sie wenigstens bis zum Abpfiff noch auf sieben Tore verkürzen konnten. Gensungen bejubelte diesen Kantersieg, der zugleich den direkten Vergleich beider Mannschaften für sie entschied. Die Falken mussten wieder einmal mit der Erkenntnis nach Hause fahren, dass nur eine gute Halbzeit nicht ausreicht um ein Spiel gewinnen zu können.

Groß-Bieberaus Trainer Björn Beilstein sagte: „Ich bin brutal enttäuscht, da war heute mehr drin als diese klare Niederlage. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit völlig den Schneid abkaufen lassen, sind nicht mehr in unser Spiel gekommen und haben viel zu viele Fehler produziert, die Gensungen gnadenlos ausgenutzt hat. Jetzt haben wir noch zwei Spiele, in denen wir unseren Fans zeigen können, dass wir besser Handball spielen können.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat in der Süwag Energie Arena in Frankfurt das Traditionsduell gegen GWD Minden mit einem 27:27 (14:13) Unentschieden beendet.

Es war das Highlight der Saison für den TVG. Über Wochen und Monate wurde auf das „Spiel des Jahres“ hingearbeitet, um sich auf großer Bühne dem Publikum in Frankfurt zu präsentieren. Und die Verantwortlichen haben es geschafft, eine Bühne und Atmosphäre zu schaffen, die den Fans und Sponsoren zeigte, dass der TVG organisatorisch sehr professionell aufgestellt ist.

Sportlich zeigten bis zum Abpfiff beide Mannschaften Siegeswillen und es entwickelte sich ein spannendes Duell zweier Mannschaften, die in der Tabelle durchaus weiter oben stehen könnten. Der eine nimmt den zehnten, der andere den 15. Rang ein.

Zunächst war es der TV Großwallstadt, der zwar ein Heimspiel bestritt, sich aber in ungewohnter Umgebung durchaus überzeugend zeigte. Moritz Klenk traf nach einer Parade von Petros Boukovinas direkt zum 1:0. Die Gäste kamen sofort auf zwei Tore in Folge, doch zweimal Adrian Kammlodt stellte wieder auf 3:2 um. Diese Führung erhöhte der stark aufspielende Klenk zunächst auf 5:3, danach auf 7:4 und nach der Auszeit durch den Mindener Trainer Aaron Ziercke verwandelte Görkem Bicer sicher vom Siebenmeterpunkt zum 8:4. Dann aber war es die GWD, die den Abstand auf 8:6 verkürzen konnte. Fynn Lukas Hermeling traf in der 22. Spielminute zum Anschluss, bevor Carles Asensio Cambra wenig später den Ausgleichstreffer erzielte und TVG-Trainer Michael Roth seinerseits zur Auszeit zwang. Minden legte noch einmal vor, dann aber waren es die Hausherren, die eine Ein-Tore-Führung (14:13) mit in die Katakomben nahmen. Alles in allem ein Spiel auf Augenhöhe, in der beide aber auch viele technische Fehler machten.

TVG erhöhte nach dem Wechsel

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Kammlodt auf 15:13, Minden zog nach, der TVG legte wieder vor. Das wiederholte sich bis zum 18:17 in der 36. Minute. Dann waren es die Gäste, die sowohl in Angriff als auch in der Abwehr etwas frischer wirkten und deshalb das Ergebnis aus ihrer Sicht auf 19:18 drehten und in der 39. Spielminute eine Zwei-Tore-Führung herausspielten. Görkem Bicer sorgte zwei Minuten später für den Ausgleich, aber Minden konnte durch Florian Kranzmann den Vorsprung wiederherstellen. Knapp sechs Spielminuten vor dem Ende war es Kammlodt, der zum Anschluss traf. Mohamed Amine Darmoul erhöhte auf 27:25, doch Florian Mohr sicherte den Abstand. Nun war es der zwischenzeitlich eingewechselte Torhüter Jan-Steffen Minerva, der den Siebenmeter von Kranzmann parierte. Kammlodt traf zum 27:27. Noch 69 Sekunden waren zu spielen und Minden nahm die Auszeit. Minerva hielt sein Tor sauber und ein letzter Wurf von Kammlodt landete im Blok. Damit endete das Spiel mit einem gerechten Unentschieden.

 

Das Bild von Moritz Klenk hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wir sagen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH TV KIRCHZELL!!!

Mit dem 24:17 (13:11)-Erfolg bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim holte sich am gestrigen Samstagabend der TV Kirchzell die Meisterschaft in der Handball Oberliga Hessen und steigt damit postwendend – nach dem unglücklichen Abstieg in der vergangenen Saison –  wieder in die dritte Liga auf.

TVK-Trainer Andi Kunz war nach dem Spiel noch ganz zurückhaltend und sagte: “Ich komm noch gar nicht aus mir raus und bin noch ganz gedämpft. Aber danke für die vielen Glückwünsche und die Unterstützung von ganz vielen Seiten.”

Obwohl noch zwei Spieltage anstehen, ist den Kirchzellern die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Mit nunmehr 44:4 Punkten nach 24 Spieltagen liegen sie uneinholbar vor Münster und Gensungen/Felsberg. In den letzten zwei Spieltagen – gegen Bruchköbel und gegen Offenbach-Bürgel – könnte sich der TVK zwei Niederlagen erlauben, was sie natürlich nicht wollen, und trotzdem würde nichts mehr passieren.

Andi Kunz, der ohne seinen berufsbedingt fehlenden Kollegen Alex Hauptmann agierte, sagte, dass Wallau ersatzgeschwächt angetreten sei. Ohne Tom Niklas Klein und den nur sporadisch spielenden Jannik Göttert mussten die Hausherren auch noch in der 28. Spielminute auf Tobias Schimmelbauer nach dreimal zwei Minuten verzichten. “Das hat uns in die Karten gespielt”, sagte Andi Kunz. Nachdem die Gäste in Halbzeit eins das Heft schon in die Hand nahmen und schnell auf vier Tore wegzogen (10:6, 12:8), wurde es kurz vor der Pause beim 13:11 etwas eng.

TVK erhöhte Druck

Doch nach dem Wechsel erhöhte der TVK den Druck und zog auf 19:11 davon. Die Gäste konzentrierten sich voll auf die gegnerische Abwehr, fanden immer wieder Lücken und da auch Joshua Löffelmann in Halbzeit zwei bärenstark agierte, war ein Sieg die logische Konsequenz. Die Kirchzeller Fans, die einen ganzen Block komplett in “rot” ausfüllten, taten das Übrige und unterstützten ihre Mannschaft lautstark.

Nach dem Schlusspfiff war der Jubel grenzenlos und Andi Kunz sagte: “Das hat sich die Mannschaft auch verdient. Wir wollten den Aufstieg erreichen, haben hart dafür gearbeitet und nun haben wir es geschafft.”

TVK-Kapitän Jan Blank sagte – nach seiner Stimmungslage gefragt: “Ich fühle hauptsächlich Erleichterung, weil der Druck doch schon hoch war, dass wir wieder aufsteigen. Ansonsten bin ich einfach nur froh, dass wir es geschafft haben.”

Auch Spielmacher Tom Spieß zeigte sich erleichtert: “Ich bin natürlich froh, dass wir es gepackt und gleich den ersten Matchball genutzt haben. Ich merke so langsam, wie der Stress abfällt.”

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Das deutsche Flaggschiff zeigt bei den Europameisterschaften in Szeged eine starke Reaktion, behauptet in einem beherzten Finale Platz zwei und holt die erste Medaille bei Titelkämpfen seit Tokio 2021.

Der Deutschland-Achter ist zurück in der Weltspitze: Mit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Szeged (Ungarn) setzte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes ein starkes Signal im Hinblick auf die in knapp drei Monaten beginnenden Olympischen Spiele in Paris. Hannes Ocik, Wolf-Niclas Schröder, Torben Johannesen, Max John, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Laurits Follert, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen gewannen die erste Achter-Medaille bei Titelkämpfen seit Olympia in Tokio. Gold holten bei dem Gegenwind-Rennen die favorisierten Briten, Bronze ging an Rumänien.

 „Haben Herzenswillen gezeigt“

Wie im Bahnverteilungsrennen, das vor zwei Tagen mit einem unbefriedigenden vierten Platz endete, lag der Deutschland-Achter bei Streckenhälfte auf Rang zwei hinter Weltmeister Großbritannien. Diesmal aber setzte sich die deutsche Crew, die sich auf der Außenbahn auf sich besinnen konnte, Meter um Meter von den drittplatzierten Rumänen ab. „Wir sind alle drauf und auch groß geblieben. Am Ende haben wir Herzenswillen gezeigt“, sagte Max John. Und dem Deutschland-Achter gelang es sogar, immer näher ans britische Top-Boot heranzufahren – bis auf 3 Meter, ehe 200 Meter vor dem Ziel die Kräfte schwanden.

„Das Testrennen hat uns wachgerüttelt. Wir mussten hart zu uns selbst sein und haben eine gute Reaktion gezeigt. Dieses Rennen macht Bock auf mehr und motiviert für den weiteren Weg“, sagte Schlagmann Hannes Ocik. Und Torben Johannesen ergänzte gut gelaunt: „Wir waren viel engagierter, sind ein konstant hohes Tempo gefahren. Das ist der Schlüssel, um vorne dabei zu sein. Das war eine insgesamt sehr gute Teamleistung.“

Für Kammann/Hinrichs Platz sechs im Halbfinale

Der starke Gegenwind machte es dem Zweier ohne Steuermann zusätzlich schwer, in dem hochkarätig besetzten Halbfinale zu bestehen. Marc Kammann und Mark Hinrichs kamen hinter den Weltmeistern aus der Schweiz, den Olympiasiegern aus Kroatien, Italien, Spanien und Tschechien als Sechster ins Ziel. „Das Finalticket war bei diesem Level nicht in Reichweite. Wir haben es probiert, konnten aber nicht an die Vorrennen anknüpfen. Unabhängig von den Gegnern hat uns der Wind schon sehr gestört. Damit kamen wir nicht zurecht“, meinte Mark Hinrichs. Nun gilt es, aus dem Rennen die richtigen Lehren zu ziehen und es im morgigen B-Finale besser zu machen. Hier wird erneut starker Gegenwind erwartet, wenn das deutsche Ersatz-Duo um 9.43 Uhr auf Frankreich, Litauen, Serbien, Spanien und Tschechien trifft.

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Finale:

1. Großbritannien 5:52,90 Minuten. –  2. Deutschland (Hannes Ocik, Wolf-Niclas Schröder, Torben Johannesen, Max John, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Laurits Follert, Benedict Eggeling, Steuermann Jonas Wiesen) 5:55,23. –  3. Rumänien 5:56,11. – 4. Italien 6:02,14. – 5. Österreich 6:11,14. – 6. Ukraine 6:18,03.

Zweier ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Schweiz 7:01,67 Minuten. – 2. Kroatien 7:03,83. – 3. Italien 7:05,78. – 4. Spanien 7:18,47. – 5. Tschechien 7:22,43. – 6. Deutschland (Marc Kammann, Mark Hinrichs) 7:27,18.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen kann der TV Kirchzell heute schon mit einem Sieg bei Breckenheim/Wallau/Massenheim seinen Matchball verwandeln. Die TSG Groß-Bieberau will der ESG Gensungen/Felsberg ein Schnippchen schlagen und die Tuspo Obernburg steht am Sonntag daheim gegen Münster vor einer hohen Hürde.

 

TV Kirchzell muss konzentriert bleiben

Am heutigen Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim und Spitzenreiter TV Kirchzell. Die Kirchzeller wollen auf jeden Fall in Wallau gewinnen, denn mit dem Sieg könnten sie die Meisterschaft perfekt machen. Zwar ist derzeit Münster der ärgste Verfolger. Doch bei noch insgesamt drei ausstehenden Spielen müsste Münster jedes Match gewinnen, der TVK jedes verlieren. Dann würde sich das Zünglein Richtung Münster richten. Doch darauf wollen es die Kirchzeller nicht ankommen lassen und auf jeden Fall aus Wallau die Punkte mitnehmen.

“Wir wollen jedes Spiel gewinnen – und dieses heute besonders. Wenn man die Chance hat, Meister zu werden, dann sollte man diese auch nutzen”, so TVK-Coach Andi Kunz. Er will das Spiel aber nicht zu hoch hängen und will nicht, dass seine Jungs nun plötzlich verkrampft aufspielen. “Wir wissen was uns sportlich erwartet. Aber wir hoffen, dass uns viele unserer treuen Fans begleiten und unterstützen werden. Wir fahren mit Selbstvertrauen dahin, gucken, dass wir unser Zeug machen. Klar wird es eine spannende Herausforderung. Aber wenn wir heute Abend schon Meister werden, dann sagen wir nicht nein!”

Unterschätzen werden die Gäste den Gegner sicher nicht, dafür sind Philipp Botzenhardt, Lucas Lorenz, Marc Teuner oder Torhüter Schermuly zu gut. Aber Andi Kunz ist überzeugt, dass seine Mannschaft ein gutes Spiel machen wird. Dann wird man sehen.

 

 

Tuspo hat starke Münsteraner zu Gast

Zum vorletzten Heimspiel der Saison kommt mit der TSG Münster die „Überraschungsmannschaft der Saison“ nach Obernburg, denn die Mannschaft von Trainer Daniel Wernig steht als Aufsteiger nach 15 Spielen ohne Niederlage mit 37:9 Punkten auf Tabellenplatz zwei. Im Hinspiel hatte die Tuspo bei der 22:30-Niederlage ersatzgeschwächt wenig Chancen und deshalb wollen die Römerstädter jetzt unbedingt zeigen, dass sie gegen die Top-Mannschaften der Oberliga mithalten können.

In der Mannschaft der TSG Münster ist es besonders der bärenstarke Rückraum mit dem 1.98 Meter großen Patrick Weber (143 Toren in 16 Spielen und zuletzt 14 Toren gegen Breckenheim), der Bundesliga-erfahrene Jonas Ulshöfer (RM) sowie Linkshänder Bastian Schwarz (RR) aber auch Neuzugang Johannes Jepsen (vom ThSV Eisenach) im Tor, die herausstechen. Also eine „Monster-Aufgabe“ für die Tuspo. Aber warum sollte nicht mit großer Leidenschaft und starkem Kampfgeist eine Überraschung gegen den Aufsteiger gelingen und damit die Krise beendet werden? Tuspo-Trainer Rudi Frank und seine Mannschaft wollen und müssen endlich wieder einmal punkten – warum nicht am Sonntag?

 

 

Top-Spiel in Nordhessen

Nur noch drei Spieltage sind in der hessischen Oberliga zu absolvieren und die Meisterschafts- und Aufstiegsfrage ist wohl zugunsten des TV Kirchzell entschieden. Dahinter haben sich mit der TSG Münster, der ESG Gensungen/Felsberg und der TSG Groß-Bieberau drei Mannschaften etabliert und mit sieben Punkten Abstand, deutlich vom Rest der Liga abgesetzt, die die Plätze zwei bis vier unter sich ausmachen.

Mit Spannung darf deshalb die Partie zwischen dem Dritten TSG Groß-Bieberau (36:10 Punkte) und dem Vierten ESG Gensungen/Felsberg (34:12 Punkte) erwartet werden. Da treffen zwei absolute hessische Top-Teams aufeinander, die den Zuschauern sicher noch einmal ein hochklassiges Spiel zeigen werden. Im Hinspiel konnte sich Groß-Bieberau mit 28:25 durchsetzen.

Gensungen pflegt eine aufmerksame und bewegliche Abwehr und lauert auf einfache Tore durch Tempogegenstöße. Im Angriff verfügen sie über eine starke Rückraumachse. Groß-Bieberau muss sich deshalb wieder einmal auf seine Abwehrformation und die beiden starken Torhüter verlassen und im Angriff konzentriert und effizient zu Werke gehen.

Falken Trainer Björn Beilstein: „Nach der guten Leistung letzte Woche in Petterweil, wollen wir auch in Gensungen noch einmal alles geben und unseren dritten Platz erfolgreich verteidigen. Dazu brauchen wir aber eine Top Leistung gegen ein Top Team der Liga. “

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

80 Jahre und kein bisschen müde. Am heutigen Samstag feiert Wolfgang Schüßler seinen 80. Geburtstag. Wir sagen von Herzen herzlichen Glückwunsch und wünschen ihm alles Gute.

Wenn im Handball der Name TV Großwallstadt fällt, fällt auch automatisch der Name Wolfgang Schüßler. Seit 1990 ist Wolfgang beim TVG aktiv – eine beachtliche Summe an Jahren, die sich da mittlerweile angesammelt hat. Und in all den Jahren war er kein einziges Mal krank. Bis auf heuer. Da musste er sich ein paar Tage ausklinken. Ungewöhnlich für ihn, aber auch ungewöhnlich für sein Umfeld beim TVG. So sagte zum Beispiel Kapitän Mario Stark: „Ich kenne Wolfgang wirklich schon sehr sehr lange, aber dass er mal krankheitsbedingt gefehlt hat, ist mir völlig fremd.“

Sport ist sein Leben

Sport war schon immer sein Leben. Egal, ob er früher als Fußballspieler selbst über den grünen Rasen sauste, gegen Größen wie Bubu Knecht oder Felix Magath spielte, oder ob der als Fußballtrainer seine Schützlinge über den Rasen scheuchte. Ob in Sulzbach, Eichelsbach, Leidersbach, Roßbach oder Heimbuchenthal – um nur einige zu nennen – Wolfgang war überall mit Herzblut dabei.

1990 schnupperte er dann in die Welt der Handballer beim TV Großwallstadt rein – und bis heute ist er dabei geblieben. Angefangen hat er als Schiedsrichter Betreuer und dieses Amt begleitete er viele Jahre. Da er aus der Modebranche kommt, half er Schiedsrichtern auch schon einmal beim Einkleiden, holte sie vom Bahnhof ab, kümmerte sich um die Übernachtungen, zeigte ihnen die Wege, wie sie von A nach B kamen. Und es ging auch schon einmal auf einen Faschingsball oder ins Kino. „Wir hatten im EHF Cup mal spanische Schiedsrichter hier und ich habe gleich gesehen, dass sie sehr gläubig sind, denn sie haben sich immer bekreuzigt usw.“ Was machte Wolfgang? Er packte sie kurzerhand ins Auto und fuhr mit ihnen nach Großheubach zum Kloster Engelberg. Die beiden waren hin und weg und als sie zufällig noch im Kloster auf eine Gruppe Nonnen, die ebenfalls aus Spanien kamen, trafen, war es nahezu perfekt.

Bei SR-Betreuung blieb es nicht

Bei der Schiedsrichter Betreuung beim TVG blieb es nicht. Es kamen immer neue Aufgaben hinzu, die Wolfgang mit Begeisterung und sehr akribisch erfüllte. Seit seiner Rente war er dann bei jedem Training zugegen, sorgte für Bälle, Harz, Getränke, Essen, Kleidung. Er kümmerte sich um die „Neuen“ im Team, machte mit ihnen Arzt- oder Behördenbesuche, half bei der Wohnungssuche, beim Umzug und vieles mehr. Bei Auswärtsfahrten war er ebenfalls für die Verpflegung usw. zuständig. Seine Frau Helga backte oft für die Fahrt Kuchen, kümmerte sich um die Trikots und stand sogar mitten in der Nacht auf, um diese zu waschen. Also ein Fulltime Job. Überhaupt wäre sein grenzenloses Engagement beim TVG ohne Helga nicht möglich. „Sie unterstützt mich bis zum heutigen Tag in allem, steht immer an meiner Seite und kümmert sich zu Hause um alles.“ Die beiden sind ein eingespieltes Team und Helga ist mindestens so hilfsbereit wie ihr Ehemann. So flickte sie u. a. auch schon mal schnell eine Hose oder einen Pullover für Spieler/Trainer.

Viele Highlights

Für Wolfgang waren die Highlights unter anderem die internationalen Auftritte seines TVG – egal, ob in Island, Spanien, Ukraine, Frankreich um nur einige zu nennen. Was ihn sehr freut ist, dass ganz viele ehemalige Spieler vom TVG wie Steffen Weinhold, Andi Wolff, Jannik Kohlbacher, Stefan Kneer, Oliver Köhrmann, Heiko Grimm, die Müller Zwillinge, Mattias Andersson, Dominik Klein – um nur einige zu nennen, alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen – über all die Jahre mit ihm Kontakt halten. „Egal, ob zum Geburtstag, Weihnachten oder einfach mal zwischendurch – es kommt immer eine WhatsApp oder ein Anruf von den Spielern“, sagt Wolfgang und das freut ihn sehr. Das spricht aber auch für ihn.

Das absolute Dream Team!

“Er ist wie ein Bruder für mich”

Doch nicht nur Spieler, auch mit vielen ehemaligen TVG-Trainern steht er noch immer in engem Kontakt. Einen ganz besonderen Bezug hat Wolfgang allerdings mit Michael Roth. Die beiden verbindet eine jahrelange Freundschaft und Wolfgang sagt: „Er ist für mich wie ein Bruder und er gehört zur Familie!“. Auch Helga hat Michael Roth fest in ihr Herz geschlossen und kocht schon mal für ihn sein Lieblingsgericht.

Erstes Aufeinandertreffen mit Michi Spatz

Ganz genau erinnert sich Wolfgang an das erste Zusammentreffen mit Michael Spatz. „Ich weiß noch genau, als er damals aus Gummersbach kam und bei uns ganz schüchtern am Eingang der Trainingshalle stand.“ Wolfgang erkannte ihn nicht gleich, sprach ihn in seiner offenen Art an: „Und, wer bist denn du? Zu wem willst du?“ Michi musste erklären, wer er ist, das Eis war gebrochen und bis heute verstehen sich die beiden gut. Er hatte sich auch damals arg ins Zeug gelegt, dass Michi Spatz bei seinem kurzen Ausflug nach Stuttgart wieder zurück zum TVG kam, wo er ja bis heute ist.

Nicht genug mit all den Aufgaben von Wolfgang, hat er in seiner Freizeit auch noch bei Hochzeiten oder Taufen gesungen, so zum Beispiel bei der Hochzeit von Bernd Roos oder Uli Wolf und sogar bei Stefan Wüst, dem heutigen TVG-Geschäftsführer.

Bitterste Stunde

Gefragt nach seiner bittersten Stunde beim TVG wird der sonst immer lachende Wolfgang ganz still und ernst und sagt: „Das war der Tod von Jens Tiedtke. Er war so ein feiner Kerl und sein Tod hat mir sehr zugesetzt.“ Aber auch Wolfgang Bauer, der langjährige TVG-Mannschaftsbetreuer, Trainer Wolfgang Lakenmacher oder die Schiedsrichter Methe/Methe. „Die Nachricht hat mich auch arg mitgenommen“, sagt Wolfgang.

Ohne Trikots nach Essen

Was ihm für immer im Gedächtnis bleibt, ist das Spiel beim TUSEM Essen vor zig Jahren. Da kam der sonst so besonnene Wolfgang richtig ins Schwitzen. „Wir hatten unsere Trikots vergessen, die lagen bei mir im Auto. Gemerkt haben wir es erst in der Essener Halle. Zuerst dachte ich, ein Spieler hätte die Trikots versteckt – das gab es auch schon einmal. Doch dann wurde es ernst und mir ziemlich warm. Damals hat uns Mark Dragunski, Kreisläufer in Essen, sehr geholfen. Wir bekamen einen Trikotsatz von einem Nachbarverein von Essen. Jeder Name musste überklebt und neu geschrieben werden, das Spiel fing später an. Was für eine Aufregung…“ Am Ende ein echtes Happy End, zumal der TVG das Spiel damals auch noch gewann.

Treffen mit Uli Hoeneß

Die schönsten Geschichten beim TVG kann das „Mädchen für alles“ kaum aufzählen. Es sind zu viele. Eine ist ihm in guter Erinnerung, nämlich als FC Bayern Präsident Uli Hoeneß bei einem Heimspiel gegen Melsungen in der Unterfranken Arena im September 2011 zu Gast war. Hoeneß nahm Wolfgangs Enkel Patrick und Sven auf den Schoss und ließ sich mit ihnen ablichten.

Stundenlang könnte man mit Wolfgang noch weiterplaudern, der die letzten paar Jahr einige Aufgaben abgegeben hat, aber immer noch genug im Einsatz ist. Gefragt, was das Geheimnis seiner ewigen Jugend ist, grinst der immer top gekleidete Jubliar: „Ich bin seit Jahren mit jungen Menschen zusammen. Da musst du fit und flexibel sein und bleiben. Das färbt ab.“

Geburtstagswünsche

Was er sich zu seinem 80. Geburtstag wünscht? „Dass ich mit meiner Helga noch viele glückliche Jahre zusammen habe. Ich habe wirklich mit meiner Tochter, meinem Sohn und meinen drei Enkeln ein unglaubliches Glück. Den größten Anteil daran hat meine Helga.“ Gut, dass sie ebenfalls aus einer sportlichen Familie, einer Ringer-Familie aus Wasserlos, stammt und deshalb immer Verständnis für ihren Wolfgang hat. Sportlich wünscht er seinem TVG natürlich nur das Beste und ganz viele Siege.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Am kommenden Sonntag ist es soweit, denn dann wird Handball Zweitligist TV Großwallstadt das Traditionsduell gegen GWD Minden in der Süwag Arena in Frankfurt bestreiten. Nicht nur Trainer und Mannschaft, sondern das komplette Umfeld des TVG fiebert diesem Spiel des Jahres entgegen. Es ist ein Ereignis, das beim TVG lange geplant und auf das kontinuierlich hingearbeitet wurde. Jetzt stehen die Verantwortlichen in den Startlöchern und können den Sonntag kaum abwarten.

TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst, der die Idee für dieses besondere Spiel hatte, freut sich unglaublich auf das Event: „Unsere Idee war es, Spitzenhandball nach Frankfurt zu bringen. Es gibt dort im Umkreis 167 Handballvereine aber leider keine Mannschaft in der Bundesliga. Da sind wir im Umkreis von 50 Kilometern der nächste. Wir möchten einfach dieses besondere Flair in die Rhein-Main-Region bringen.“

Dass der Zuspruch da ist, merkt der Verein anhand der Ticketverkäufe. „Aktuell sind wir kurz davor unser Ziel von 3500 verkauften Eintrittskarten zu erreichen. Von den Vereinen der Region haben wir großen Zuspruch erfahren. Diese kommen sogar teilweise mit einem eigenen Bus. Aber aus der Erfahrung heraus wissen wir, dass auch an der Abendkasse immer noch viele kurzentschlossene Besucher sich ein Ticket holen. Von daher bin ich sehr gespannt, wie viele Fans wir dann letztendlich in der Süwag Arena empfangen dürfen“, so Wüst weiter.

Traditionsvereine unter sich

Gegner des TVG am Sonntag ist der GWD Minden, ebenso ein Traditionsverein wie der TV Großwallstadt selbst, mit dem man sich schon viele spannende Duelle in der Vergangenheit geliefert hat.

„Natürlich hatten wir Anfang der Saison die Erwartungshaltung, dass es in diesem Spiel eventuell noch um den Aufstieg gehen wird, da wir Minden sicherlich zu den Kandidaten gezählt haben, die vorne mitspielen. Leider hat die GWD nicht die beste Saison gespielt und steht noch hinter uns in der Tabelle. Dennoch stehen mit den beiden Gegnern zwei Traditionsvereine auf dem Platz, die zusammen 11 Deutsche Meistertitel erspielen und  7 x den Pokal gewinnen konnten, neben vielen weitern internationalen Titeln. Es wird also definitiv ein Spiel zweier absoluter Traditionsvereine, die beide alles geben werden, um weiter Plätze in der Tabelle gutzumachen. Ich freue mich sehr darauf,“ ergänzt Geschäftsführer und Sportlicher Leiter Michael Spatz.

Sportlich schaut es derzeit so aus, dass der TVG sich nach einer Flaute im Aufwind befindet und derzeit den zehnten Tabellenplatz belegt. Dafür sorgten unter anderem zuletzt Siege in Aue und Hüttenberg. Minden hingegen steht auf dem 15. Rang, hat aber überraschend gegen die starken Hagener gewonnen. Beide können aber mit der Platzierung nicht so ganz zufrieden sein.

Gegen Minden soll am Sonntag auch “zu Hause” der Knoten platzen, denn der einstellige Tabellenplatz ist noch immer das Ziel von Trainer Michael Roth und seinen Schützlingen. Aber auch die Gäste wollen weiter Punkte sammeln und werden sicher alles daran setzen, um am Sonntag zu gewinnen. Auch Minden ist derzeit gut unterwegs und Trainer Aaron Ziercke macht sein Team viel Freude.

Michael Roth muss improvisieren

Im letzten Aufeinandertreffen in der Hinrunde konnten die Unterfranken die Partie gewinnen, allerdings in einem kleinen Herzschlagfinale. Nach einem Fünf-Tore-Vorsprung zur Pause, wurde der Sieg zum Ende hin fast noch verspielt. Am Schluss aber behielt die Mannschaft von Trainer Michael Roth einen kühlen Kopf und konnte – trotz einiger Ausfälle – einen Sieg bejubeln.

Michael Roth hat seine Jungs gut auf die kommende Begegnung eingestellt, hat aber noch immer viele Ausfälle zu verzeichnen und muss immer wieder improvisieren. Finn Wullenweber fällt noch aus wie Florian Eisenträger auch. Kapitän Mario Stark ist noch immer nicht fit, stellt sich aber in den Dienst der Mannschaft. Ob Stefan Salger am Sonntag wenigstens ab und an aushelfen kann, bleibt abzuwarten. Simon Strakeljahn hatte die Grippe voll erwischt und auch er muss schauen, wie lange die Luft hält.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Bei der EM in Szeged startete der Deutschland-Achter aussichtsreich ins Bahnverteilungsrennen, fiel dann aber auf der zweiten Streckenhälfte zurück. Eine Medaille bleibt das Ziel fürs Finale am Samstag (15.26 Uhr).

Es war ein Testlauf, bei dem der Deutschland-Achter schnell auf Touren kam, dann aber überraschend an Tempo verlor. Zum Auftakt bei den Europameisterschaften im ungarischen Szeged erreichte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes im Bahnverteilungsrennen das Ziel auf dem vierten Rang. Das ausgegebene Ziel, mit Edelmetall die Heimreise anzutreten, bleibt trotz des Rückschlags. Im Sechs-Boote-Feld geht es für Hannes Ocik, Wolf-Niclas Schröder, Torben Johannesen, Max John, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Laurits Follert, Benedict Eggeling, Steuermann Jonas Wiesen im Finale am Samstag (15.26 Uhr) erneut gegen Weltmeister Großbritannien, den WM-Vierten Rumänien, Italien, die Ukraine und Österreich.

Erste Streckenhälfte war okay

Mit der ersten Streckenhälfte konnte die Crew zufrieden sein, sie lag mit einer Bootslänge Rückstand auf den großen Gold-Favoriten aus Großbritannien auf einem guten zweiten Platz – schon eine halbe Bootslänge vor Rumänien und Italien. „Bis dahin war es ein gutes Rennen. Dann haben wir es leider verstreichen lassen und die Rumänen und Italiener vorbeigelassen. Das war nicht nötig“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge und ergänzte: „Ich bin ziemlich unzufrieden.“ Während sich die Konkurrenz um Rang zwei battelte, kam das deutsche Großboote mit über einer Bootslänge dahinter ins Ziel.

Nun gilt es, das Rennen gründlich aufzuarbeiten und zu analysieren. Und es am Samstag im Finale besser zu machen. Steuermann Jonas Wiesen fordert dann ein konsequenteres Herangehen: „Der Fokus muss weiter auf dem offensiven Losfahren liegen. Aber dann müssen wir bereit sein, das Rennen auf dritten 500 Metern richtig weiterzufahren. Insgesamt müssen wir deutlich stabiler sein.“ Wie es geht, sich im Verlauf einer Regatta zu steigern, haben die Ruderer aus dem Deutschland-Achter vor zwei Wochen in Varese gezeigt. Da drehten sie nach Platz zwei im Hoffnungslauf hinter Italien im Finale den Spieß um und gewannen Bronze. Wiesen: „Das Ziel bleibt eine Medaille. Daran hat sich nichts geändert. Die Italiener haben wir in Varese geschlagen, diesen Anspruch haben wir weiterhin – und auch die Rumänen waren heute nicht viel weiter weg.“

Zweier ohne Steuermann gut dabei

Schnell vom Startponton losgekommen und gut weitergefahren – auch der Zweier ohne Steuermann mit Marc Kammann und Mark Hinrichs hielt im EM-Vorlauf auf der ersten Streckenhälfte gut mit. Die beiden, die als Ersatzleute nach Szeged mitgefahren sind und wie schon in Varese im Zweier zum Einsatz kommen, lagen bei der ersten Zeitnahme nahezu zeitgleich mit den Weltmeistern aus der Schweiz (Roeoesli/Gulich). Und auch bei der 1.000-Meter-Marke waren sie noch in Tuchfühlung zu den Zweiern aus Serbien und den Niederlanden, die sich auf die Qualifikationsregatta in Luzern vorbereiten. „Das war unser bislang bestes gemeinsames Rennen. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass wir das Boot haben laufen lassen“, bemerkte Marc Kammann und ergänzte: „Wir können eine hohe Geschwindigkeit erzeugen, bei uns ist es die Sache, dass wir das Rennen effizient gestalten und es ruderisch lösen müssen.“

Mit den Kräften haushalten

Als absehbar war, dass der zweite Platz im Vorlauf nicht zu erreichen war, fuhren Kammann/Hinrichs das Rennen mit dem Gedanken im Hinterkopf zu Ende, mit den Kräften hauszuhalten. Schließlich steht morgen mit dem Hoffnungslauf schon die nächste wichtige Prüfung an „Die europäische Spitze im Zweier ist hier fast komplett am Start. Unser Mindestziel ist das Halbfinale“, sagte Marc Hinrichs. Im Hoffnungslauf gegen die EM-Dritten des Vorjahres aus Spanien, Polen, die Weißrussen, die unter neutraler Flagge (AIN) starten, und die Litauer wollen sie mindestens Zweiter werden. „Wenn sie die guten ersten 1.000 Meter wiederholen und auf den dritten 500 Metern zusammenbleiben, können sie es schaffen“, meinte Tschäge.

 

Die Ergebnisse:

Achter, Bahnverteilungsrennen:

1. Großbritannien 5:28,41 Minuten. – 2. Rumänien 5:30,08. – 3. Italien 5:30.54. – 4. Deutschland (Hannes Ocik, Wolf-Niclas Schröder, Torben Johannesen, Max John, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Laurits Follert, Benedict Eggeling, Steuermann Jonas Wiesen) 5:35,02. – 5. Ukraine 5:57,88. – 6. Österreich 6:10,45.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf:

1. Schweiz 6:26,14 Minuten. – 2. Serbien 6:28,46- – 3. Niederlande 6:34,33. – 4. Deutschland (Marc Kammann, Mark Hinrichs) 6:39,35. – 5. Ungarn 6:43,43.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, geht es am Wochenende weiter. Die HSG Hanau reist zum zweitplatzierten HSG Krefeld Niederrhein. Der TV Gelnhausen würde gerne in Düsseldorf den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt machen. Die Baggerseepiraten treten beim Longericher SC Köln an.

 

HSG Hanau bei Aufstiegsaspiranten zu Gast

Eines der schwierigsten Auswärtsspiele in der laufenden Saison steht für die HSG Hanau am Wochenende auf dem Plan, denn da treffen Ritter, Braun & Co. in der Fremde auf die HSG Krefeld Niederrhein. Längst haben sich die Gastgeber als einer der Favoriten auf den Aufstieg in die zweite Liga herauskristallisiert. Anwurf ist am Samstagabend um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle in Krefeld.

„Aufgrund der Umstände wird das Auswärtsspiel am Samstagabend in Krefeld eine extrem große Herausforderung für uns“, sagt HSG-Cheftrainer Hannes Geist vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten. „Wir müssen schauen, wer sich diese Woche noch alles im Kader zurückmeldet, werden aber auf jeden Fall hinfahren und versuchen alles auf der Platte zu lassen.“

Nach der unglücklichen Niederlage am vergangenen Wochenende, als eine stark verjüngte HSG-Sieben zu Hause dem HLZ Friesenheim-Hochdorf in der Schlussphase mit 27:28 unterlag, will die HSG im Nordrhein-Westfälischen wieder alles in die Waagschale werfen.

In Krefeld trifft Hanau auf einen enorm defensivstarken Gegner, der gerade in der Variante 6:0 eine extrem stabile Deckung stellt. „Diese Mannschaft hat jahrelange Erfahrung und hat sich über den Winter auch noch einmal verstärken können“, meint der Hanauer Chefcoach. „Ich glaube, dass sie auch mit einem extra Spritzer Motivation in das Spiel gegen uns gehen werden, denn mit einem Sieg können sie sich sicher für die Aufstiegsrunde qualifizieren.“

Gegen die HSG Krefeld Niederrhein und ihren Trainer Mark Schmetz will Hanau wieder gute Lösungen im Offensivspiel finden und mit einer hohen Passgeschwindigkeit agieren. „Wir müssen unbedingt die richtigen Räume finden, konzentriert abschließen und dann Krefeld in das Spiel Sechs-gegen-Sechs zwingen“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. „Das ist uns im Hinspiel bereits ganz gut gelungen.“

Das letzte Duell der beiden Teams endete im vergangenen November 33:33-Unentschieden. Im Spitzenspiel des 12. Spieltages führte Hanau in der Crunchtime sogar mit 31:28, kassierte aber 25 Sekunden vor dem Ende doch noch den Ausgleich per Siebenmeter. Bester Werfer auf Seiten der „Eagles“ ist Christopher Klasmann mit 100 Toren in der laufenden Saison.

 

 

TV Gelnhausen fährt nach Düsseldorf

Nach der deutlichen Leistungssteigerung im letzten Spiel gegen Krefeld, reist der TV Gelnhausen zu interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. Beim Spiel am Sonntag (16 Uhr, Halle Ratingen-West) kann die Mannschaft von Chef-Trainer Matthias Geiger mit einem Sieg den vorzeitigen Klassenerhalt feiern, trifft aber auf einen Gegner, der mitten im Abstiegskampf steht und sicherlich alles geben wird, um da noch herauszukommen.

„Interaktiv ist zwar eine stark abstiegsgefährdete, aber auch eine sehr erfahrene Mannschaft. Sie hatten sich viel vorgenommen für diese Saison, stehen jetzt aber am unteren Ende der Tabelle. Das wird für uns ein sehr schwieriges Auswärtsspiel. Wir wollen aber an unserer Leistungssteigerung aus dem letzten Spiel anknüpfen“, sagt Geiger mit Blick auf die kommende Aufgabe.

Die Mannschaft um Kapitän Jonathan Malolepszy holte aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt. Gegen Düsseldorf-Ratingen möchte der TVG nicht nur den endgültigen Klassenerhalt perfekt machen, sondern sich auch für das Remis aus dem Heimspiel revanchieren, als der TVG nach einer spektakulären Aufholjagd den Sieg durch einen direkt verwandelten Freiwurf des Gegners nach Abpfiff noch aus den Händen gab (33:33).  Aktuell rangiert Gelnhausen mit 23:29 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Düsseldorf-Ratingen steht momentan mit 16:36 Zählern auf dem 15. Platz. Nachdem die letzten drei Spiele allesamt verloren gingen, hat das Team jetzt zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und steht somit mächtig unter Zugzwang.

Dem TV Gelnhausen fehlt neben den Langzeitverletzten Jannik Geisler und Fynn Hilb weiterhin Michael Hemmer im Kader. Ansonsten kann das Team von Coach Geiger aber auch im Training endlich wieder einen volleren Kader stellen als noch in den letzten Wochen zuvor und reist entsprechend breiter aufgestellt nach Ratingen.

„Wir können uns im Training jetzt wieder mehr einspielen und hoffen, dass wir unsere Fehlerquote dadurch weiter senken können. Wir stellen uns auf ein hartes Spiel ein. Unsere Abwehr wird sehr gefordert sein, da interaktiv viele gute Rückraumschützen hat. Wir haben es am Sonntag selbst in der Hand. Wir müssen unsere Leistung 60 Minuten bringen und wollen nach den vielen engen Spielen, endlich wieder die Punkte mitnehmen,“ sagt Geiger. Mit einem Sieg könnte der TVG auf Platz sieben vorrücken und den vorzeitigen Klassenerhalt feiern. Sollte der TuS Dansenberg am Freitag sein Spiel verlieren, würde dem TV Gelnhausen für den Klassenerhalt auch ein Unentschieden reichen.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden gab jüngst seinen Kader für die neue Saison bekannt. Neben dem jüngsten Kader in der Vereinsgeschichte wird es auch drei Abgänge geben.

Neben dem schon verkündeten Karriere-Ende von Kapitän Marco Rhein werden zwei weitere Spieler die Baggerseepiraten am Saisonende verlassen. Der Kader des zukünftigen Trainers Peter David für die neue Saison 2024/2025 steht somit großteils. 

Der 26-jährige Linksaußen Lucas Eisenhuth wird seine Karriere zum Saisonende aus beruflichen Gründen beenden. In den anderthalb Jahren bei den Baggerseepiraten konnte Lucas aufgrund einer Anfang 2023 erlittenen schweren Knieverletzung bislang nur wenige Spiele bestreiten, war aber dennoch immer ein enger Teil der Mannschaft und ist vielen Fans auch als Co-Kommentator in den Livestreams der Heimspiele bekannt. Für die laufende Spielzeit besteht die Hoffnung, dass es noch zu dem einen oder anderen Einsatz kommen wird, um sich gebührend zu verabschieden.

In der Jugend der HSG Hanau groß geworden, kam er über die Stationen SG RW Babenhausen, TSG Groß-Bieberau und einer studienbedingten Auslandsstation  beim Sydney University Handball Club – mit dem er auch am IHF Super Globe (Klub-Weltmeisterschaft) in Saudi-Arabien teilnahm – im Januar 2023 zu den Baggerseepiraten. Nach dieser Saison wird der angehende Unternehmensberater eine neue berufliche Herausforderung annehmen, die es leider nicht mehr ermöglicht, Beruf und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Lucas Eisenhuth sagt über sein Karriereende: „Die Entscheidung, die Handballschuhe auf diesem Niveau an den Nagel zu hängen, fällt mir nicht leicht. Leider konnte ich bislang nicht viele Spiele für die HSG machen, aber ich habe mich in meiner Zeit bei den Baggerseepiraten mehr als wohlgefühlt.  Ab Sommer werde ich mich nun erstmal komplett auf meinen Job konzentrieren und schauen, dass mein Knie weiter fit bleibt. Vielleicht werde ich dann im Amateurbereich mit alten Freunden nochmal im Handball aktiv sein.“

Nach nur einer Saison trennen sich die Wege

Nach nur einer Saison trennen sich auch die Wege von Felix Schäfer und den Baggerseepiraten wieder.
Der sportliche Leiter Marco Rhein zum Abgang und den weiteren Kaderplanungen: „Wir haben Felix letztes Jahr vom SC Magdeburg verpflichten können und hatten auf eine längere Zusammenarbeit gehofft. Aber jetzt ergibt sich die Situation, dass er sich kurzfristig für den Start einer Ausbildung entschieden hat und er dem notwendigen Trainingsaufkommen eines 3. Liga-Teams nicht mehr nachkommen kann. In diesem Zuge konnten wir uns über eine weitere Zusammenarbeit nicht einig werden und haben daraufhin gemeinsam beschlossen, den Vertrag am Saisonende aufzulösen. Wir wünschen Felix alles Gute für seine Zukunft. Ob und wie wir den freien Kaderplatz besetzen, werden wir in Ruhe entscheiden. Wir vertrauen dem aktuellen Kader und haben bisher bewusst auf externe Neuzugänge verzichtet, in dem wir auf die Talente aus der eigenen Nachwuchsschmiede setzen und sie heranführen werden. Mit Ben Seidel, Nils Haus, Philipp Bludau, Benedikt Weiland und Lukas Juric werden gleich 5 Spieler des vergangenen A-Jugend-Jahrgangs 2005 zum Kader gehören. Wir sind insgesamt besonders stolz darauf, dass fast zwei Drittel der Spieler bereits in der Jugend das Trikot der Baggerseepiraten getragen haben. Dabei hat der Kader für die neue Saison 2024/2025 ein historisch junges Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren. Natürlich behalten wir uns aber auch alle Optionen offen, um die Mannschaft bei einer entsprechenden Möglichkeit nochmal zu verstärken.“  

 

 

Der Kader für die Saison 2024/2025:

Tor:
1 Paul Wetzel
16 Philipp Hoepffner
72 Philipp Bludau

Feld:
2 Noah Trageser
3 Ben Seidel
4 David Wucherpfennig
5 Maarten Broschek
6 Filip Brühl
8 Ketil Horn
9 Johannes von der Au
10 Philip Wunderlich
11 Niklas Roth
13 Benedikt Weiland
14 Till Eyssen
17 Florian Stenger
21 Nils Haus
22 Nick Weiland
23 Nils Hassler
26 Jonas Markert
37 Henning Schopper
38 Simon Brandt 
66 Luca Ullrich
73 Lukas Juric