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Handball – 3. Liga: Derbyzeit in Gelnhausen, der TV Kirchzell ist zu Gast – Hanau muss zum Spitzenreiter

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Samstag zum Aufeinandertreffen zwischen dem TV Gelnhausen und dem TV Kirchzell. Die HSG Hanau muss zum Spitzenreiter Saarlouis und die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt Friesenheim-Hochdorf II.

 

 

TV Gelnhausen empfängt Kirchzell zum Derby

Der TV Gelnhausen steht vor dem nächsten heißen Derby, denn die Barbarossastädter empfangen am Samstag um 19.30 Uhr den TV Kirchzell in der heimischen Rudi-Lechleidner-Halle. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge möchte der TVG auch im Derby nachlegen, den zweiten Tabellenplatz weiter festigen und den nächsten Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga machen.

Im Heimspiel gegen den TV Kirchzell spielen Tabellenstand und Siegesserie nur eine untergeordnete Rolle. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze und genau darauf stellt sich auch der TVG ein. „Das Spiel gegen Kirchzell wird ein Derby, bei dem mit Sicherheit einige Emotionen dabei sein werden“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger. „Wir hoffen natürlich auf eine volle Halle und auf die Unterstützung unserer Zuschauer.“

Der TV Kirchzell reist mit 20:26 Punkten als Tabellenneunter nach Gelnhausen. Das Team aus dem Odenwald hat in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass es schwer auszurechnen ist. So gelang den Kirchzellern unter anderem ein 27:24 (13:12)-Erfolg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, sie mussten sich allerdings auch überraschend dem Abstiegskandidaten TSG Haßloch mit 34:37 (12:20) geschlagen geben. In den vergangenen vier Spielen konnte Kirchzell lediglich einen Punkt gegen Tabellenschlusslicht Homburg (29:29) holen.

Gegen Gelnhausen haben die Kirchzeller noch eine Rechnung offen, denn der TVK hat das Hinspiel im Oktober mit 24:35 (14:14) verloren. “Mit Gelnhausen wartet ein Topgegner auf uns. Das ist der zweite stärkste Gegner der Staffel in Folge”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. Und weiter sagt der Coach: “Der TVG hat zwar viele Verletzte, ist aber auf allen Positionen gleich gut besetzt.” Es steckt viel Qualität im Kader des TVG und vor allem das Rückzugsverhalten wird ein Thema sein. “Das Tempospiel machen sie wirklich gut. Wir haben unsere Aufgabe im Hinspiel zwar 40 Minuten gut gemacht, doch dann war es vorbei…” Der TVG hingegen läuft 60 Minuten durch. Darauf wird sich Kirchzell auch diesmal einstellen müssen. Ebenso wie auf eine kompromisslose Abwehr. 

TVG-Coach Geiger erwartet einen unangenehmen Gegner, der sehr stark in den Zweikämpfen und im eins-gegen-eins ist. Beide Mannschaften werden darauf achten, ihre Fehlerquote zu minimieren und ihre Chancen konsequent nutzen. Beide Coaches können nicht auf ihren stärksten Kader aufgrund von Verletzungen etc. zurückgreifen. Gewinner sind aber sicher jetzt schon die Fans, die sich auf ein kampfbetontes Spiel freuen können. 

 

 

HSG Hanau fordert Spitzenreiter 

Das Topspiel des Wochenendes steigt am Samstagabend (19.30 Uhr)  zwischen dem Tabellenersten HG Saarlouis und dem Dritten HSG Hanau. Nach sechs Siegen in Serie können Bergold, Kleemann & Co. mit viel Selbstvertrauen in der Stadtgartenhalle anreisen, doch die Partie gegen die Ausnahme-Mannschaft der aktuellen Saison wird für die Grimmstädter kein leichtes Unterfangen. Zudem dürfte die Kulisse, mit weit über 1000 erwarteten Handballfans eines Topspiels würdig werden. 

„Saarlouis hat bislang nur zwei Spiele in dieser Saison verloren und ist der unangefochtene Spitzenreiter – da wird uns eine ausverkaufte Halle erwarten“, so HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Aber wir haben eine breite Brust, konnten die letzten sechs Spiele gewinnen und wollen diesen Einstellung auch in Saarlouis demonstrieren.“

Zuletzt zeigte die Formkurve bei der HSG Hanau deutlich nach oben. Mit 12:2 Punkten seit der Winterpause kletterten die Brüder-Grimm-Städter bis auf Rang drei der Staffel Süd-West und haben nun ein echtes Topspiel vor der Brust. Die Bilanz der Gastgeber ist allerdings herausragend: Seit 14 Spielen ist das Team von HG-Coach Jörg Lützelberger ungeschlagen, gewann zahlreiche Begegnungen mit klarem Abstand. Auch Spandaus Ex-Club, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hat sich davon bereits ein Bild machen können. Im letzten Heimspiel warf Saarlouis den damaligen Tabellendritten kurzerhand mit 19 Toren Differenz aus der Halle. „Das wollen wir auf gar keinen Fall zulassen und Saarlouis richtig fordern“, gibt Spandau das Tempo vor. „Das ist der Ehrgeiz, den wir als Mannschaft haben.“

Das klare Ziel des Saarlouiser Handballprojektes: Der Aufstieg in die zweite Liga. Dafür wurde der Verein auch im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Für den langzeitverletzten Polen Hubert Kornecki wurden kurzerhand die beiden Schweden Zeb Bjerneld und Olle Österhall in das Saarland gelotst. „Das sind beides wirklich hervorragende Handballer. Bjerneld im rechten Rückraum und Österhall als umsichtiger und schnellbeiniger Spielmacher auf Rückraum Mitte“, erklärt Spandau. Bester Werfer der HG ist der ehemalige Bundesliga-Akteur Yves Kunkel mit 153 Saisontoren. 

Spandau rechnet in Saarlouis mit einer offensiven 3:2:1-Deckung der Hausherren, die von der HG sehr mannbezogen und zweikampfintensiv interpretiert wird. „Dagegen müssen wir uns viel bewegen, vor allem ohne Ball“, so Spandau. „Das wird eine riesige Aufgabe für uns, aber wir können nun einmal sehen, wo wir im Vergleich zum Tabellenführer stehen.“ Das Hinspiel in Hanau verlor die HSG im letzten Oktober mit 25:32, zeigten dabei aber eine leidenschaftliche Leistung, die der Hanauer Coach auch Samstagabend von seinem Team wieder sehen will.