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Handball – Regionalliga: Unerwartete Niederlage für Obernburg – Bieberau/Modau mit Auswärtssieg

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga musste die TuSpo Obernburg eine unerwartete Heim-Niederlage gegen Pohlheim hinnehmen. Die HSG Bieberau/Modau kam mit einem Sieg aus Vellmar zurück.

 

 

Unerwartete Heimniederlage gegen Pohlheim

Im Heimspiel gegen die HSG Pohlheim verlor die TuSpo Obernburg deutlich mit 30:36 (13:18). TuSpo-Coach Philipp Wollbeck konnte – abgesehen von Spielführer André Göpfert (Fingerbruch) – nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen. Allerdings war Linkshänder Tobias Raab nach überstandener Krankheit noch nicht voll belastbar und kam lediglich zu sporadischen Kurz-Einsätzen. Dafür drehte Thomas Keck auf und netzte 11/4-mal ein. Die Gastgeber starteten nervös in die Partie, gerieten früh ins Hintertreffen und nach acht Minuten stand es bereits 2:6. Trainer Wollbeck reagierte prompt und zog beim 3:8 (10.) die erste Auszeit. In der Folge fand die TuSpo besser ins Spiel und verkürzte vor allem dank des erneut starken Thomas Keck den Rückstand zwischenzeitlich auf 10:12 (22.). Doch die Gäste blieben weiter gefährlich – insbesondere die wurfgewaltigen und erfahrenen Rückraumspieler Torben Weinandt (RL) und Stefan Lex (RR) nutzten die großen Lücken in der TuSpo-Abwehr konsequent aus. Zur Halbzeit lag die Mannschaft aus der Römerstadt schon mit 13:18 zurück.

Obernburg konnte das Spiel nicht drehen

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Hausherren nicht, das Spiel zu noch drehen. Die HSG verwaltete ihren Vorsprung souverän und hielt Obernburg mit fünf bis sechs Treffern auf Distanz. Zudem ließen die Gastgeber zu viele klare Chancen ungenutzt. Spätestens beim 19:25 nach 40 Minuten schwanden die Hoffnungen auf eine Wende, da sich weiterhin technische Fehler häuften und in der Defensive der Zugriff fehlte. Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie beim Stand von 24:32 praktisch entschieden. Zwar gelang der TuSpo in der Schlussphase noch ein kleiner Zwischenspurt, aber am deutlichen Ausgang änderte dies jedoch nichts mehr. Am Ende mussten die Gastgeber eine unerwartet klare und bittere 30:36-Heimniederlage hinnehmen.

Trainer Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Auch für die vielen Zuschauer tut es mir leid, dass wir es nach dem Derby jetzt ein zweites Mal nicht geschafft haben an unser Leistungsmaximum heranzukommen, wie wir es zuhause in dieser Saison ja schon gezeigt haben. Leider sind einige wichtige Spieler momentan noch angeschlagen und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, was sich immer wieder bemerkbar macht. Gut, dass wir nun erstmal eine Pause haben, um unsere Blessuren auskurieren zu können. Ich bin mir sicher, dass wird dann wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

 

 

 

 

Bieberau willensstark zum Sieg    

Minimal besetzt musste die HSG Bieberau/Modau die Reise nach Nordhessen zum TSV Vellmar antreten, kam aber trotzdem mit einem klaren 30:23 (16:9)-Sieg zurück. Damjan Jajic und Robin Büttner sind weiterhin verletzt, Max Diesterweg und Lasse Trautmann waren zum Spitzenspiel der zweiten Falken-Mannschaft in Trebur abgestellt, so dass Trainer Thomas Weber gewaltig improvisieren und mit acht Feldspielern auskommen musste. Das gelang aber sehr gut, von Beginn an, war der Siegeswille der Falken spürbar.

Gestützt auf eine aufmerksame Abwehr und einen wieder überragenden Martin Juzbasic im Tor (24 Paraden) konnten die Gäste allein im direkten Gegenstoß elf Tore erzielen. Nach sieben Spielminuten stand es bereits 1:5, ehe Vellmar wieder auf 4:5 (10.) heran kam. Das gefiel Bieberau/Modau natürlich überhaupt nicht und so legten zweimal Darren Weber, dreimal Kevin Kunzendorf und Robin Hübscher mit einem Sechs-Tore-Lauf wieder zu einer komfortablen Führung  vor (11:4 – 17.). Vellmar mühte sich, konnte aber den willensstarken Falken nicht viel entgegensetzen, so stand es zur Halbzeit 9:16.  

HSG weiter am Drücker

In Halbzeit zwei dominierten die Gäste weiter und verwalteten den Sieben-Tore-Vorsprung clever. Doch mit zunehmender Spieldauer machte sich auch der Kräfteverschleiß bei der dezimierten Falken Truppe bemerkbar und so kam Vellmar, nach einer kurzen Schwächephase Bieberau/Modaus zwischen der 46. und 52. Spielminute noch einmal kurzzeitig auf 21:24 heran. Bieberau nahm sich wieder zusammen und in einer starken Endphase durch Darren Weber, zweimal Nils Günther und zweimal Kevin Kunzendorf zog die HSG binnen sechs Minuten wieder auf acht Tore zum 21:29 (58.) davon. Am Ende stand es 23:30 und der nächste Auswärtssieg der Falken stand fest. Eine tolle Willensleistung der Mannschaft, mit zwei wieder herausragenden Akteuren, Martin Juzbasic (24 Paraden) und Kevin Kunzendorf (13 Tore). 

Trainer Thomas Weber sagte: „Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Sie haben sich hier ordentlich durchgekämpft und Willen gezeigt. Jetzt haben wir etwas Zeit die Verletzungen auszukurieren und die letzten 5 Saisonspiele anzugehen.“ 

 

 

 

Das Bild hat uns Obernburg zur Verfügung gestellt. Danke dafür