Rudern: Deutschland Achter feiert Sieg in Rendsburg
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Wie uns Geschäftsführer Carsten Oberhagemann berichtete, schien am Ende die Sonne über Rendsburg. Bei der Siegerehrung zum Abschluss des 26. SH Netz Cup, der von Freitag bis Sonntag ein wechselhaftes Wetter erlebte, erklang für den Deutschland-Achter die deutsche Nationalhymne. Frederik Breuer, Kaspar Virnekäs, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen ließen sich vom begeisterten Publikum feiern. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes fuhr im letzten Saisonrennen zu einem souveränen Sieg über die 12,7-Kilometer-Langstreckendistanz auf dem Nord-Ostsee-Kanal vor den Nationalbooten aus der Ukraine, Großbritannien, den Niederlanden und Italien.
„Rendsburg ist immer ein großer Spaßfaktor – ein bekannter, schon familiärer Ruderort. Gerade die laustarke Unterstützung der Zuschauer im Rendsburger Kreishafen ist megacool. Mein persönliches Highlight ist immer die Kapelle bei Streckenhälfte, die gibt mir einen Extraschub für die letzten sechs Kilometer. Die gesamte Veranstaltung ist eine großartige Werbung für den Rudersport.
Der Deutschland-Achter, auf Bahn zwei startend, hatte sich schnell eine Führung von über einer Bootslänge vor dem von Till Martini gesteuerten ukrainischen Boot erarbeitet. Diese gute Position gab das deutsche Boot nicht mehr her, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch den größten Teil der Strecke zu bewältigen hatte.
„Ganz viel Kopfsache“
„Das ist immer hart, auch dann noch, wenn man das Rennen, wie heute, irgendwann unter Kontrolle hat. Die Härte kommt über die Länge des Rennens. Wenn nach vielleicht zwei Kilometern das Laktat in die Beine schießt, ist es ganz viel Kopfsache“, meinte Sönke Kruse und zeigte rüber zu Steuermann Jonas Wiesen: „Viel Arbeit hat heute auch Jonas verrichtet. Er gibt uns immer wieder neue Impulse, rüttelt uns immer wieder wach, damit wir neben unserem physischen Invest auch rudertechnisch eine Einheit bleiben – konstant und konzentriert.“
Schon beim Stadtwerke SH-Sprint-Cup am Samstag siegte der Deutschland-Achter über die 350-Meter-Strecke vor der Ukraine, nachdem die sympathischen Ukrainer am Freitag ihre Stärke auf dem Ergometer nachgewiesen hatten: Sie erzielten auf dem Rudergerät die beste 500-Meter-Durchschnittszeit, knapp vor dem deutschen Team.
„Unsere gute Entwicklung ist noch nicht zu Ende“
Mit dem Erfolg von Rendsburg schloss der Deutschland-Achter, bei dem Kaspar Virnekäs den erkrankten Paul Klapperich ersetzte, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen ab und beendete eine gute Saison, die mit EM-Silber in Varese und Platz vier bei der WM in Amsterdam ihre Höhepunkte hatte. „Wir hatten eine gute Entwicklung, aber die ist noch nicht zu Ende. Wir wollen die gute Formkurve fortsetzen und uns mit dem Rückenwind weiter nach vorne ackern“, sagte Wiesen Richtung mit Blick auf das Anfang Oktober startende Herbst-/Wintertraining. Aber jetzt gehen die Sportler erst einmal in den verdienten Urlaub.
Die Ergebnisse:
SH Netz Cup, 12,7 Kilometer: 1. Deutschland (Frederik Breuer, Kaspar Virnekäs, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 37:21 Minuten, 2. Ukraine 37:45, 3. Großbritannien 38:00, 4. Niederlande 39:38, 5. Italien 41,32
Archivbild: Carsten Oberhagemann






