Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Mittwochvormittag ist die Entscheidung gefallen, dass alle 37 Bewerber die Lizenz für die kommende Saison 2023/2024 der ersten und zweiten Handball-Bundesliga erhalten. Dies gab die HBL bekannt. Diese Entscheidungen, die unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation stehen, hat die unabhängige Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga mit dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier (Richter am Arbeitsgericht Minden) sowie Olaf Rittmeier (Steuerberater) und Frank Bohmann (Geschäftsführer der HBL GmbH) getroffen.

Dass der TV Großwallstadt die Lizenz erhalten hat, freut natürlich Geschäftsführer Stefan Wüst: „Wie erwartet haben wir seit 2018 zum 6. Mal in Folge auf Basis eines seriösen und soliden Finanzgebarens ohne Bedingungen die Lizenz erhalten. Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftssituation Inflation und Ukrainekrieg stellt der mit 1,6 Millionen Euro beantragte Etat uns vor neue große wirtschaftliche Herausforderungen, die wir aber sicherlich meistern werden.“

„Trotz der schwierigen Phase ist diese Mitteilung eine sehr schöne Momentaufnahme und ich möchte mich an dieser Stelle bei all unseren Partnern bedanken, die uns in den letzten Jahren treu zur Seite standen. Aber unser Weg ist natürlich  noch nicht zu Ende und wir werden weitere starke Kooperationen benötigen, um unsere Ziele zu erreichen“, ergänzt Geschäftsführer Michael Spatz.

Im Verlauf des Lizenzierungsverfahrens wurden neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch rechtliche und infrastrukturelle Kriterien gemäß der Ordnung zur Lizenzierung geprüft. Im kommenden Herbst müssen die Clubs für die dann laufende Spielzeit 2023/2024 erneut ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit dokumentieren.

Hinsichtlich der erzielten Umsätze ergaben die fristgemäß eingereichten Lizenzierungsunterlagen bei dem überwiegenden Teil der Vereine sowohl der ersten als auch der zweiten Handball-Bundesliga eine deutliche Steigerung, so auch beim TV Großwallstadt.

Die Digitalisierung der Handball-Bundesliga hat auch Auswirkungen auf die Durchführung des Lizenzierungsverfahrens. Sie ermöglicht ein deutlich effizienteres und schnelleres Arbeiten sowohl für die antragstellenden Vereine als auch die Lizenzierungskommission. So konnte im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Austausch von Lizenzunterlagen über den traditionellen Postweg auf ein Minimum reduziert werden.   

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie Handball-Drittligist HSG Hanau mitteilte, hat der Verein und sein Halblinker Cedric Schiefer sich auf eine Fortsetzung des im Sommer auslaufenden Vertrages bis zum 30. Juni 2025 verständigt. Der hochgewachsene Rückraumspieler ist bereits seit der B-Jugend Teil des Vereins und bringt viele positive Eigenschaften für das Hanauer Spiel mit. So kann der 20-Jährige sowohl im Angriff für Torgefahr sorgen, wie auch in der Defensive auf der vorgezogenen Position decken. Mit dem Südwest-Meister der dritten Liga nimmt Schiefer momentan an der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga teil.

„Wir sind sehr froh darüber, dass Cedric sich dazu entschieden hat, seinen Vertrag zu verlängern und unsere angestoßene Entwicklung hier in Hanau mit uns weiter fortzusetzen will“, freut sich der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann. Der variable Akteur sei ein wesentlicher Bestandteil für die Kaderplanung auf Halblinks in der kommenden Spielzeit 2023/24. Zur neuen Saison beginnt der Rückraum Linke zudem eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann beim HSG-Partner Baugesellschaft Hanau GmbH.

Seit der B-Jugend in Hanau

Cedric Schiefer stieß bereits in der B-Jugend zur HSG Hanau und überzeugte schnell durch seinen Einsatzwillen und Trainingsfleiß. „Ich erinnere mich noch gut daran, als er damals zu uns kam“, meint HSG-Trainer und Geschäftsführer Hannes Geist. „Ein langer und dünner Junge, der durch seinen Wachstumsschub noch Probleme bei seinem Gewicht hatte.“ Doch Schiefer ließ sich davon nicht beirren, arbeitete hart für den Erfolg und legte merklich bei der Physis zu.

Im zweiten Jahr als Spieler in der A-Jugend bot die HSG Hanau Schiefer einen Anschlussvertrag für den Perspektivkader an. Der damals bereits wurfgewaltige Hüne nutzte seine Chance und erkämpfte sich über die zweite Mannschaft einen Platz im Drittligateam. „Ich denke, wir alle haben uns bereits davon überzeugen können, welche Qualitäten er in Angriff und Abwehr mitbringt“, so Geist. „An so einem trainingsfleißigen Spieler werden wir hier noch viel Freude haben. Toll, dass er uns die Treue hält.“

„Ich freue mich, dass ich in den nächsten beiden Jahren weiterhin in Hanau Handball spielen darf“, sagt Cedric Schiefer. „Wir haben als Team in den letzten Monaten eine tolle Entwicklung genommen und da stand es für mich außer Frage, hier unbedingt verlängern zu wollen.“

Cedric Schiefer, der in Vergangenheit für Bergen-Enkheim, Petterweil, Oberursel und Wallau-Massenheim spielte, kam in der laufenden Saison 2022/23 in bislang allen 26 Partien der regulären Saison und beim Auftaktspiel der Aufstiegsrunde zum Einsatz. Dabei erzielte er 36 Tore. Trotz seiner Wichtigkeit für das Abwehrspiel der Südhessen leistete sich die Nummer 27 der HSG Hanau soweit nur vier Zeitstrafen. Nun kann die HSG auch in den folgenden zwei Jahren auf ihn bauen.

 

Das Bild von Cedric hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Qualifikationsrunde zur DHB-Pokalrunde machte Drittligist TV Gelnhausen einfach da weiter, wo er in der laufenden Runde aufgehört hat. Ersatzgeschwächt gewinnen die Barbarossastädter das Auftaktspiel in der Pokalrunde beim Longericher SC Köln sensationell mit 35:30 (17:16) und haben sich somit eine perfekte Ausgangsposition für das kommende Heimspiel am 29. April gegen den Wilhelmshavener SV herausgespielt. „Die Jungs haben wieder einmal eine wahnsinnige kämpferische Leistung gezeigt“, lobte Cheftrainer Matthias Geiger seine Mannschaft.

Der TV Gelnhausen steckte die ungewohnte Anreise an einem Freitagnachmittag locker weg und von den gefürchteten „Busbeinen“ war nichts zu sehen. „Wir waren hellwach und haben einen ordentlichen Start erwischt. Die Jungs waren bissig im Angriff und haben sich klare Chancen herausgespielt“, sagte Geiger. Dazu war Julian Lahme zwischen den Pfosten ebenfalls von Beginn an im Spiel und gab mit zwei Paraden hintereinander seinen Vorderleuten gleich Sicherheit.   

Vor rund 300 Zuschauern in der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule, darunter 20 mitgereiste Fans aus Gelnhausen, die ihre Mannschaft über die gesamte Spielzeit lautstark anfeuerten, führte der TVG schnell. „In dieser Phase agierten wir in der Abwehr oftmals zu harmlos in den Zweikämpfen. Das hat der Gegner mit seiner Erfahrung gut ausgenutzt“, sagte Geiger und meinte damit vor allem Lukas Martin Schulz, der am Ende 15 Treffer erzielte. Nichtsdestotrotz konnte sich der TVG bis zur 26. Minute auf 16:12 absetzen. Als jedoch Nils Bergau nach einer unglücklichen Abwehraktion etwas überraschend die Rote Karte sah, drohte die Partie noch einmal zu kippen. Der Longericher SC kam erneut heran und der TVG ging mit einer haudünnen 17:16-Führung in die Pause.

Durch den Ausfall von Bergau musste Gelnhausen in der Folge gleich mehrfach umstellen. Dabei war insbesondere Jonathan Malolepszy Dreh- und Angelpunkt im Gelnhäuser Angriffsspiel. Am Ende stand ein verdienter Sieg.

 

Baggerseepiraten mit gelungenem Start

Die HSG Rodgau Nieder-Roden bezwang den Stralsunder HV dank einer über weite Strecken sehr ordentlichen Leistung mit 34:28. Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einem ungefährdeten Sieg für die Jungs von Trainer Jan Redmann aus. Denn vor 325 Zuschauern in der Rodaustrom Sportarena erwischte die Mannschaft von der Ostsee trotz ihrer fast 800 Kilometer langen Anreise den deutlich besseren Start. Danach geriet die HSG in Rückstand und dieser hätte noch größer sein können, wenn nicht HSG-Torhüter Marco Rhein wieder einige freie Würfe des Gegners sensationell entschärft hätte.  Zur Halbzeit führte die HSG mit 15:13.

Nach dem Seitenwechsel sahen sich seine Schützlinge zunächst mit einer sehr offensiven Deckung der Gäste konfrontiert, die ihnen aber nur in den ersten zwei, drei Angriffen Kopfzerbrechen bereitete. In die Karten spielte den Rodgauern dann, dass Stralsunds kroatischer Abwehrchef Matej Sagij nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte erhielt und die nur mit zehn Feldspielern angereisten Gäste somit personell zusätzlich geschwächt waren. Das nutzten die HSG-Cracks in der Folgezeit geschickt aus und kamen zu einem verdienten Sieg.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die HSG Hanau ist mit einem Unentschieden in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga gestartet. Der Meister der Südwest-Staffel erarbeitete sich ein 31:31 (21:17) beim HC Oppenweiler/Backnang. Dabei wäre für die Grimmstädter sogar noch mehr möglich gewesen. Obwohl die Handballspielgemeinschaft zwischenzeitlich mit fünf Toren führte, kämpfte sich der HCOB in einer nervenraubenden Schlussphase noch einmal zurück und hatte die Gelegenheit auf den späten Siegtreffer. Luca Braun war es, der kurz vor dem Ende den wichtigen 31:31-Ausgleich erzielte und so für die HSG einen Zähler sicherte.

Mit der Punkteteilung reiht sich die HSG Hanau in der Tabelle der neun teilnehmenden Mannschaften im Mittelfeld ein. Die Spitzenposition in der Aufstiegsrunde hat zunächst Favorit EHV Aue übernommen, dicht gefolgt vom TuS Vinnhorst und MTV Braunschweig.

HSG-Cheftrainer Hannes Geist war nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seines Teams gegen den Meister der Südstaffel: „Es war eine tolle Stimmung heute in diesem Hexenkessel. Ich bin stolz auf meine Mannschaft! Sie haben jeden Rückschlag weggesteckt und sich den Erfolg hart erarbeitet. Wir sind froh, dass wir mit einem Punktgewinn gestartet sind.“

Dabei war die junge Hanauer Mannschaft, in der mit 700 Zuschauern ausverkauften Oppenweiler Gemeindehalle, mit viel Selbstvertrauen und Spielwitz gestartet. Mit 21:17 für die HSG ging es in der torreichen Partie in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren eine Schippe drauf und kurz vor dem Ende stand es 31:30. Im darauffolgenden Angriff kam Luca Braun erfolgreich zum Abschluss und sicherte der HSG Hanau so noch das Unentschieden. Der letzte Wurfversuch des HCOB aus dem Rückraum knallte nur an die Latte und blieb ohne Folgen.

„Für mich waren wir heute über 50 Minuten die bessere Mannschaft, aber Oppenweiler hat sich sehr stark zurückgekämpft. Wir werden jetzt die kommende Woche nutzen, um uns konzentriert auf den anstehenden Gegner vorzubereiten“, meinte Geist später. „Mit dem EHV Aue haben wir da direkt das nächste dicke Brett zu bohren.“

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie Handball-Zweitligist TV Großwallstadt heute mitteilte, verpflichtet er zur Saison 2023/24 Michael Roth als neuen Cheftrainer seiner Bundesligamannschaft. Der 61-Jährige erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Option auf Verlängerung um eine weitere Saison und löst damit nach dem Ende der laufenden Spielzeit Vyacheslav Lochman auf dieser Position ab.

 

Michael Roth begann mit dem Handballsport in seiner Jugend gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Ulrich bei der SG Leutershausen, für die er später auch in der zweiten Handball-Bundesliga auflief. Von 1985 bis 1990 spielte er beim TV Großwallstadt. Mit dem TVG stand er 1986 im Europapokalfinale, gewann 1987 und 1989 den DHB-Pokal und 1990 die deutsche Meisterschaft. Anschließend spielte er beim TV Eitra und später beim TUSEM Essen, mit dem er 1994 City-Cup-Sieger wurde.

Michael Roth wurde 1983 Vize-Weltmeister mit der Junioren-Nationalmannschaft. Für die deutsche Männer-Handballnationalmannschaft bestritt er 44 Länderspiele, in denen er 60 Tore erzielte. Er nahm als Spieler an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles teil, wo er mit dem DHB-Team die Silbermedaille gewann, sowie an der Weltmeisterschaft 1986.

Ab 1994 trainierte er den TSV Östringen und ab 2002 die SG Kronau-Östringen (seit 2007 Rhein-Neckar Löwen), mit der er 2003 in die erste Bundesliga aufstieg. Nachdem Roth von 2004 bis 2009 beim TV Großwallstadt und in der Saison 2009/10 bei der HSG Wetzlar an der Seitenlinie stand, war er ab 2010 Trainer der MT Melsungen, mit der er 2013 und 2014 ins Final Four des DHB-Pokals einzog. Im Oktober 2018 sowie 2019 betreute er bei der Vereinsweltmeisterschaft den Ozeanienvertreter Sydney University. Am 28. Februar 2020 übernahm er bis zum Saisonende das Traineramt beim Bundesligisten Füchse Berlin als Nachfolger des entlassenen Velimir Petković. Ab Oktober 2020 trainierte Roth die Nationalmannschaft Bahrains. Im Januar 2022 übernahm er den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau, bevor er im Juli 2022 das Traineramt beim österreichischen Erstligisten Bregenz Handball übernahm, das er im März 2023 niederlegte.

 

Das Foto hat uns der TVG zur Verfügung gestellt und zeigt M. Roth mit den beiden Geschäftsführern M. Spatz (links) und St. Wüst. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist  TV Großwallstadt gewann am Freitagabend souverän gegen den HC Elbflorenz 2006 mit 33:27.

Wie der Verein mitteilte, traf Frieder Bandlow sofort zum 1:0, auf der Gegenseite erzielte Nils Holger Kretschmer den Ausgleich, ehe Simon Strakeljahn zur 2:1-Führung einnetzte. Dann folgte eine Zeitstrafe für die Blau-Weißen, doch der abermals sensationell agierende Torhüter Petros Boukovinas hält sein Team im Spiel. Seine Paraden waren vor allem in den folgenden Minuten wichtig, da der TVG eine zweite Zeitstrafe verkraften musste. In doppelter Unterzahl verteidigte so der Gast die 3:2-Führung, hätte diese sogar ausbauen können, doch auch der Torhüter des Gastgebers, Marino Mallwitz, fand langsam ins Spiel und zeigte erste Paraden.

Elbflorenz traf noch einmal zum Ausgleich, dann war es wieder einmal der TVG, der mit zwei Toren in Front ging. Aber Lukas Wucherpfennig netzte zum 6:5 ein, ehe der TVG dann konsequent im Abschluss agierte und auf 9:5 davonzog. Mit einem überragenden Petros Boukovinas im Rücken hätte hier das zehnte Tor fallen müssen, doch Moritz Klenk vergab und der HC holte auf. Hier brillierte dann auch der lange verletzte Sebastian Greß mit tollen Abschlüssen. Die Unterfranken hatten Glück, dass der Ausgleichstreffer nicht fiel, dies auch geschuldet zwei direkt aufeinanderfolgenden Zeitstrafen für HC-Abwehrchef Kretschmer. Beide Teams kämpften jetzt um jedes Tor, doch es schlichen sich auf beiden Seiten immer wieder technische Fehler ein. Am Ende der ersten Halbzeit war es dann der TV Großwallstadt, der etwas mehr Durchschlagkraft an den Tag legte und mit 15:13 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel startete der TVG sofort hellwach in die zweiten 30 Minuten. Boukovinas hielt, Wullenweber traf  und die Blau-Weißen gingen bereits in der 35. Spielminute mit fünf Toren in Führung, welche Frieder Bandlow vier Minuten später mit dem 23:17 auf sechs Tore erhöhte und Wullenweber schließlich auf sieben Tore ausbaute. Auch wenn Elbflorenz bis zum Ende verbissen um den Sieg kämpfte, so waren die Gäste an diesem Tag einfach einen Ticken effektiver. Sie trotzten dem Tempospiel und einer offensiven Deckung des Gegners und dominierten die zweite Halbzeit mit einem straken Torhüter im Rücken. Hervorzuheben außerdem noch Linksaußen Ievgen Zhuk, der sein bestes Spiel der Saison machte und sechs Treffer zum 33:27-Sieg seiner Mannschaft beisteuerte.

 

Das Bild von Adrian Kammlodt hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende steht für die fünf Mannschaften der Staffeln Süd-West, Ost, Süd, Nord und West, die in die Relegation müssen, der erste Spieltag an. Der TV Kirchzell, die Haspo Bayreuth, DHK Flensborg, HG Oftersheim/Schwetzingen und das Team HandbALL Lippe II kämpfen um den Ligaerhalt. Es muss jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel antreten und am Ende wird es nur ein Team schaffen, die dritte Liga zu halten.

Der DHK Flensborg traf auf die HG Oftersheim/Schwetzingen und hat am heutigen Samstagmittag mit 29:34 verloren.

Die Kirchzeller müssen am heutigen Samstag um 19.30 Uhr bei der Haspo Bayreuth antreten. Diese spielten in der Staffel Ost und hatten nach 24 Spieltagen 19:29 Punkte auf dem Konto. Der TVK hatte nach 26 Spieltagen 23:29 Zähler gesammelt.

Das Gros der Mannschaft von Trainer Mathias Bracher ist in der Saison 2022/23 zusammen geblieben und er hat vor allem mit Tom Elschner, Johannes Ruoff oder David Klima sehr gute Rückraum-Akteure. Auch Yannik Meyer-Siebert oder Fabio Nicola reihen sich in diese Liste mit ein.

 Alex Hauptmann und Andi Kunz hatten in Kirchzell ihren Einstand als Trainer exakt gegen die Haspo. Im November 2021 saßen sie nach dem Trainerwechsel zum ersten Mal gemeinsam auf der Trainerbank und damals gewann der TVK mit drei Toren. „Das ist uns in guter Erinnerung. Im Rückspiel haben wir in Bayreuth Unentschieden gespielt und schon damals war es dort aufgrund der Emotionen und des Publikums sehr schwer zu spielen.

Das wird diesmal nicht anders werden“, stellt sich Alex Hauptmann auf viel Kampf und Leidenschaft ein. Doch er weiß, dass auch sein Team Abstiegskampf kann. „Das haben wir im letzten Jahr gezeigt. Das werden wir diesmal wieder zeigen.“ Bayreuth ist – wie der TVK auch – nicht gut in die Saison gestartet, spielte eine gute Rückrunde, doch das reichte am Ende nicht. Die Hausherren spielen mit viel Tempo, bevorzugen eine sehr offensive Abwehr. Der TVK-Coach weiß, dass gerade in so einer kurzen Runde alles ins erste Spiel gelegt werden muss. „Das musst du gewinnen und du musst von der ersten Minute an topfit sein.“

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem hoch emotionalen Schlussspurt in der Hauptrunde der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, konnten die Spieler des TV Gelnhausen über Ostern kurz Luft holen. Jetzt heißt es aber wieder Konzentration hochfahren und den Fokus auf die nächsten Aufgaben richten. Bereits am heutigen Freitagabend starten die Barbarossastädter in das Abenteuer Pokalrunde. Um 20.30 Uhr gastieren Julian Lahme und Co. zum Auftakt beim Longericher SC Köln.

Der TV Gelnhausen hat nun die Möglichkeit, eine bereits überragende Saison mit einem Sahnehäubchen zu veredeln. Mit dem Ziel Nichtabstieg in die Runde gestartet, spielte sich eine der jüngsten Mannschaften aller Drittligisten in einen Dauerrausch und ließ sich auch von großem Verletzungspech nicht stoppen. Am Ende stand ein völlig unerwarteter dritter Tabellenplatz und die damit verbundene Chance, sich für den DHB-Pokal zu qualifizieren.

„Der dritte Platz in der Hauptrunde wirkt immer noch positiv nach und gibt uns ein tolles Gefühl. Die Pokalrunde ist ein Bonus, den wir vorher so nicht auf der Rechnung hatten. Wir freuen uns sehr auf zwei hochattraktive Gegner, die wir sehr gerne in unserer Halle begrüßen und natürlich auch auf zwei neue Spielstätten, die wir kennenlernen dürfen“, sagt Manager Philip Deinet. „Und selbstverständlich wollen wir jetzt in der Pokalrunde das Bestmögliche versuchen.“

Um tatsächlich die Qualifikation zur DHB-Pokalrunde zu schaffen, müsste das Team von Trainer Matthias Geiger Platz eins der Dreiergruppe belegen. Neben dem TVG und dem Longericher SC komplettiert mit dem Wilhelmshavener HV ein hoch ambitionierter Verein aus dem Norden das Trio. In Hin- und Rückspiel wird der Gruppensieger ermittelt. Der TV Gelnhausen hat somit die tolle Gelegenheit auf ein Kräftemessen gegen zwei absolute Topteams aus der West- bzw. Nordstaffel.

Mit dem Gastspiel beim Longericher SC trifft der TVG auf einen Traditionsstandort im Handball. Seit 1926 wird hier im linksrheinischen Stadtteil von Köln im Stadtbezirk Nippes Handball gespielt. Ende der 1980er Jahre schaffte man es sogar bis in die zweite Bundesliga. Nach Abstieg und Neuorientierung spielen die Kölner nun seit 2015 ununterbrochen in der dritten Liga und haben sich längst zu einem Schwergewicht in der Region entwickelt.

Das hat auch TVG-Trainer Geiger beim Videostudium beobachtet. „Sie machen als Mannschaft einen sehr reifen Eindruck und haben auch einige erfahrene Spieler in ihren Reihen, die das Spiel hervorragend lenken. Dazu spielen sie eine sehr stabile offensive Abwehr. Wir dürfen uns also nur wenig Fehler im Angriffsspiel erlauben und müssen immer wieder Eins-zu-Eins-Situationen suchen.“

In der Abwehr hofft Geiger, dass seine Jungs an die starken Leistungen wie zuletzt gegen den TV Kirchzell im Verbund mit zwei starken Torhütern anknüpfen können, um möglichst lange um den Sieg mitzuspielen. „Gerade weil wir den Gegner nicht so gut kennen, müssen wir uns auf unsere Stärken besinnen, um uns eine gute Ausgangslage zu verschaffen.“ Personell bleibt derweil alles beim Alten. Weiterhin fehlen Philipp Schenk, Henrik Müller, Jannik Geisler, Michael Hemmer, Silas Altwein und Lasse Georgi. Das heißt einmal mehr muss der TV Gelnhausen mit einer Rumpftruppe anreisen.

 

Kaliber zum Auftakt in den Ligapokal

Zum Auftakt in den Ligapokal bekommen die Rodgauer Handballer gleich einen dicken Brocken vorgesetzt. Der Tabellendritte der Staffel Nord ist ein klangvoller Name im deutschen Handball und wieder auf dem Weg zu alter Stärke.
Die Gäste vom Stralsunder HV konnten in der Vergangenheit schon Erstligaluft schnuppern, denn der größte Handballverein Mecklenburg-Vorpommerns (mehr als 500 Mitglieder) spielte 2002/2003 und 2008/2009 in der Handball-Bundesliga, musste aber jeweils gleich wieder absteigen. Seit 2020 sind die Stralsunder fester Bestandteil der dritten Liga und mussten sich in der laufenden Saison tabellarisch nur dem MTV Braunschweig und dem Zweitligaaspiranten TuS Vinnhorst geschlagen geben. Mit Steffen Fischer führt seit 2018 ein gebürtiger Groß-Gerauer die Geschicke der Männer vom Strelasund, zunächst als Trainer und seit Anfang des Jahres zudem als Geschäftsführer. Auch die Gäste träumen von der Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DHB-Pokal und der Hoffnung auf einen dicken Fisch, den man aus dem Lostopf ziehen will.

In den Reihen der Baggerseepiraten wurde in der kurzen Pause über Ostern das ein oder andere Wehwehchen auskuriert, bevor es mit der knackigen Ligapokal-Runde weitergeht. Trainer Jan Redmann freute sich über die sehr gute Trainingsbeteiligung, einzig Lars Spieß (Schulter), Philipp Hoepffner und Lucas Eisenhuth (beide Kreuzbandriss im Knie) fallen noch über längere Zeit aus. Daher sehen sich die Rodgauer gut gewappnet gegen einen spielstarken Gegner, der mit Benjamin Schulz auf Linksaußen und dem Kroaten Josip Repusic auf Rechtsaußen über eine trickreiche und torgefährliche Flügelzange verfügt. Im Tor hat sich mit dem jungen Jona Brüggmann ein Hoffnungsträger etabliert, der auch in den Spitzenspielen zu überzeugen wusste. Im Rückraum zieht mit Linus Skroblien ein zweitligaerfahrener Stratege die Fäden. „Die Hürde ist schon recht hoch, wir müssen an die absolute Leistungsgrenze gehen, um eine Chance zu haben. Aber mit unseren Fans im Rücken wollen wir eine gute Partie abliefern und den Start in den Ligapokal erfolgreich gestalten“, so Redmann.

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga startet die HSG Hanau, Meister in der dritten Liga, Staffel Süd-West, gegen den Meister der Staffel Süd, den HC Oppenweiler/Backnang.

In acht interessanten Spielen wird sich Hanau mit den anderen Teams um zwei zu vergebende Plätze in der höheren Spielklasse messen. Los geht es gegen Oppenweiler/Backnang.  26 Spieltage lang haben die Mannen von HSG-Trainer Hannes Geist in der dritten Liga auf diese Chance hingearbeitet. Zum dritten Mal in drei Jahren ist Hanau für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

„Für uns beginnt jetzt die heiße Phase dieser Saison“, meint Geist mit Blick auf die anstehenden Duelle. „Ab jetzt ist jedes Spiel für uns ein Endspiel und wir haben praktisch immer Druck.“ Dennoch freue sich seine Mannschaft extrem auf die Herausforderung beim Meister der Südstaffel.

Beide Teams trafen schon einmal im Rahmen einer Aufstiegsrunde aufeinander. Damals noch in der Corona-Saison vor zwei Jahren, als die Teams vor leeren Rängen in der Main-Kinzig-Halle aufliefen. 24:24-Unentschieden lautete damals der Endstand nach einer spannenden Partie, in der Hanau zunächst hoch führte, der HC aber in der zweiten Hälfte noch einmal stark zurückkam und sogar am Auswärtssieg schnupperte.

„Am Samstagabend treffen wir nun auf eine reife Mannschaft, mit vielen erfahrenen Spielern, die sehr abgezockt auftritt“, meint Geist. „Auf uns kommt eine bewegliche, kompakte und defensiv ausgerichtete 6:0-Deckung zu, die in ihrem Neunmeter sehr gut arbeitet.“

Von seiner Mannschaft fordert der Hanauer Cheftrainer vor allem Bewegung, Geschwindigkeit und auch den Mut in die Zweikämpfe zu gehen. „In dieser Partie beginnt unser Abwehrspiel bereits im Angriff“, weiß Geist. Dabei soll der Fokus auf gelungene Abschlüsse und konzentriertes, schnelles Rückzugsverhalten gelegt werden, denn der HC ist immer für einen Konter gut.

Oppenweiler/Backnang zeigte in einer ausgeglichen Südstaffel eine offensivstarke Leistung. In der bisherigen Saison warf das Team von Trainer Volker Blumenschein im Schnitt mehr als 31 Tore pro Spiel. Angeführt wird die Mannschaft vom ehemaligen Bundesliga-Profi Tim Dahlhaus. „Er bringt viel Qualität mit und auch Daniel Schliedermann und Tobias Gehrke sind nicht zu unterschätzen“, warnt Geist mit Blick auf den Gegner.

Am Kreis stützt sich das Angriffsspiel der Hausherren auch auf Alexander Schmid, den die HSG bereits aus seiner Zeit beim VfL Pfullingen kennt. Gerade dessen Zusammenspiel mit dem Rückraum gilt es zu unterbinden. „Wir müssen in der Abwehr sauber arbeiten und gute Absprachen finden“, meint Geist abschließend und gibt damit klar die Marschroute vor: Dem Gegner wenig Platz geben und aktiv Ballgewinne erzielen, denn schnelles Konterspiel über die erste und zweite Welle liegt auch den Ritter, Bergold & Co.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Am heutigen Freitag trifft Handball-Zweitligist TV Großwallstadt um 19.30 Uhr in der BallsportArena in Dresden auf den HC Elbflorenz 2006. Auch wenn den Mannen um Trainer Slava Lochman eine lange Fahrt bevorsteht, hat sich das Team vorgenommen, nach den letzten beiden Niederlagen endlich wieder einen Sieg zu erzielen.

Dass das möglich ist, hat die Mannschaft bereits im Hinspiel am 13. November 2022 bewiesen, als sie mit einer starken Defensivleistung den Gegner aus Sachsen mit 30:24 besiegte.

Allerdings steht der HC um Trainer Rico Göde unter Druck. Mit 24:34 Punkten und Platz 15 der Tabelle hinkt die Mannschaft den eigenen Erwartungen hinterher. Hatte sie zu Beginn der Saison noch das ambitionierte Ziel, eventuell um den Aufstieg mitzuspielen, so muss sie aktuell schauen, dass sie sich von den hinteren Plätzen absetzt. Gut funktioniert hat das zuletzt gegen Eintracht Hagen, als Elbflorenz zuhause knapp mit 26:25 gewann. Davor mussten die Gastgeber drei Niederlagen in Kauf nehmen.

Der TVG wird sicherlich versuchen, Lukas Wucherpfennig in Schach zu halten, welcher auf Rechtsaußen als absolut torgefährlich gilt und bereits im Hinspiel neun Treffer landen konnte. Spannend geht es sicherlich auch auf der Torhüterposition zu. TVG-Keeper Petros Boukovinas glänzte in den vergangenen Spielen immer wieder mit tollen Paraden, wurde aktuell sogar zum Spieler des Monats März gewählt. Marino Mallwitz allerdings sicherte Elbflorenz mit insgesamt 16 Paraden den Sieg gegen Hagen und stand mit einer Quote von 40 Prozent in der Mannschaft des 29. Spieltages.

Erfreulich ist für die Blau-Weißen sicherlich die Rückkehr von Kreisläufer Dino Corak. Er saß nach seiner Verletzung gegen die Eulen Ludwigshafen erstmals wieder auf der Bank und wird am Freitag sicherlich Einsatzzeiten von seinem Trainer bekommen. Auch der erkrankte Rechtsaußen Maxim Schalles wird wieder im Kader des TV Großwallstadt stehen und versuchen, mit seiner Mannschaft zu einem Sieg zu kommen.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Mario Stark. Vielen Dank dafür.