Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, machte es der TV Kirchzell spannend, der TV Gelnhausen ließ dem Gegner keine Chance und die HSG Hanau holte sich gegen Nieder-Roden den Derby-Sieg.

 

Nächste Punkte für den TV Kirchzell

Mit einem 34:33 (19:13) holte sich der TV Kirchzell nach dem Derby-Heimsieg vergangener Woche gegen Nieder-Roden die nächsten Punkte, diesmal bei der MT Melsungen II. Allerdings machten es die Kirchzeller in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend, mussten am Ende noch einmal zittern. Doch dank Ievgen Zhuk, der in der letzten Minute gleich zweimal in Folge einnetzte, wanderten die Punkte auf die Kirchzeller Habenseite. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas schwor vor der Partie seine Jungs auf eine schwere Auswärtsaufgabe ein – und er sollte Recht behalten. Die Anfangsphase war ausgeglichen, ehe die Gäste um ihren unglaublich gut aufspielenden Tom Spieß von 8:7 (15.) mit einem Zwischenspurt auf 12:7 (19.) davonzogen. Die MT nahm die Auszeit, doch dem TVK war dies egal. Sofort im Anschluss stockten die Gäste aufgrund des stark haltenden Torhüter Tobias Evers, der 18 Paraden verzeichnete, auf 14:9 (22.) auf. Immer wieder angetrieben von Tom Spieß, der geschickt Regie führte oder selbst einnetzte. Beim 16:10 (26.) war dann die MT am Drücker (13:16), doch bis zur Pause waren es Tim Häufglöckner und Niklas Ihmer, die ihre Farben auf 19:13 voranbrachten.

Kraft und Konzentration ließen nach

Nach dem Wechsel ging es zunächst so weiter. Kirchzell legte vor, Melsungen zog etwas nach. 22:15 hieß es in der 35. Minute durch das Tor vom angeschlagenen Antonio Schnellbacher und 25:18 wenig später (38.). Wer dachte, dass sich die Hausherren ihrem Schicksal ergeben würde, sah sich getäuscht. Die MT mobilisierte noch einmal alle Kräfte, beim TVK ließen Kraft und Konzentration nach – und schnell schmolz der Gästevorsprung dahin. Nach dem 25:18 stand es plötzlich nur noch 25:22. TVK-Trainer Povilas Babarskas nahm die Auszeit und redete seinen Jungs ins Gewissen. Diese Auszeit zeigte Wirkung, denn Tim Häufglöckner und Co. stockten schnell wieder auf 27:22 (43.) auf. Aber die MT gab nicht nach und beim 27:28 (48.) war der Anschluss erreicht. Tom Spieß sorgte für etwas Luft (29:27), die MT erzielte das 28:29. Ievgen Zhuk und Yann de Waha warfen in der nun extrem spannenden Schlussphase ihre Farben auf 31:28 (51.) nach vorne. Melsungens Außen Duketis tat sich nun hervor, traf nach Belieben, aber auch, weil die Gäste unkonzentriert agierten. Beim 32:32 (56.) lagen die Nerven hüben wie drüben blank. Ievgen Zhuk traf zum 33:32, die MT glich aus. Die Spannung war zum Greifen. Drei Sekunden vor Schluss traf Zhuk kaltschnäuzig zum 34:33 und das Spiel war aus. 

“Wir haben eine sehr gute erste Hälfte mit einer starken Abwehr gespielt. Tom agierte überragend, Tobi hielt bärenstark. Auch nach dem Wechsel hatten wir noch alles unter Kontrolle, bis unsere Konzentration gesunken ist. Die MT kam Schritt für Schritt heran, hatte mehr Wechselmöglichkeiten als wir. Wir agierten unkonzentriert, holten uns keinen Abpraller mehr und luden den Gegner immer wieder zu leichten Toren ein. Doch Kompliment an meine Mannschaft, die am Ende platt war, sich aber mit unbändigem Willen den Sieg geholt hat. Diesen nehmen wir gerne mit und müssen schauen, dass wir schnell regenerieren, denn bereits am Freitag geht es weiter”, lautete das Fazit von Povilas Babarksas. Dann wartet mit der HSG Hanau der nächste schwere Gegner.

 

 

Gelnhausen lässt Düsseldorf-Ratingen keine Chance

Mit einer konzentrierten und abgeklärten Leistung hat der TV Gelnhausen einen deutlichen Heimsieg eingefahren. Vor 700 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle setzten sich die Barbarossastädter, angeführt von einem überragenden Alex Bechert im Tor, mit 33:18 (18:7) gegen Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen durch und bleiben mit nun 30:6 Punkten weiter auf dem zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur zweiten Bundesliga berechtigt.

Der TV Gelnhausen machte von Beginn an klar, wer Herr im Hause ist, und sorgte bereits in der ersten Spielhälfte für klare Verhältnisse. Mit einer kompakten Abwehr und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der sich bis auf Torben Fehl alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, dominierten die Barbarossastädter das Geschehen – begünstigt auch durch einen insgesamt eher uninspirierten Auftritt der ersatzgeschwächten Gäste aus Düsseldorf-Ratingen.

Personell musste der TV Gelnhausen neben den Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) auch auf Rückraumspieler Henrik Müller verzichten, der sich im Training eine Zerrung zugezogen hatte. Tatsächlich etwas Besseres zu tun an diesem Abend hatte Jonas Dambach. Der Rückraumrechte des TVG wurde am Vortag Vater und blieb natürlich bei seiner jungen Familie. Dennoch präsentierte sich der TVG von der ersten Minute an hochkonzentriert.

Die Gelnhäuser erwischten einen nahezu perfekten Start. Mit einer sehr kompakten Defensive nahm Gelnhausen den Gästen früh den Rhythmus. Vorne trafen Benjamin Wörner und Silas Altwein, sodass der TVG nach sieben Minuten bereits mit 4:0 in Führung lag. Erst danach fand Interaktiv vereinzelt den Weg zum Tor, doch der Vorsprung der Rot-Weißen blieb bestehen und wuchs schrittweise an. Je länger die erste Hälfte dauerte, desto deutlicher wurde die Überlegenheit der Rot-Weißen. Während der TVG im Angriff konsequent abschloss, lief Alexander Bechert im Tor der Gelnhäuser immer mehr zur Höchstform auf. In der 15. Minute, beim Stand von 10:5, krönte er seine starke Leistung mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Dusan Maric, der an diesem Abend mit sieben Treffern noch der auffälligste Spieler der Gäste war. Max Bechert erhöhte in der 21. Minute auf 13:5. In der 28. Minute warf Yannik Mocken mit seinem Treffer zum 17:7 erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus. Interaktiv fand kaum Mittel, um die kompakte Abwehr der Barbarossastädter zu überwinden. Kapitän Jonathan Malolepszy setzte schließlich mit seinem Treffer zum 18:7 den Schlusspunkt einer einseitigen ersten Hälfte.

Wenig Änderung

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Interaktiv gelang es zwar zunächst, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen, eine Aufholjagd deutete sich jedoch zu keinem Zeitpunkt an. Zu souverän spielte der TV Gelnhausen. Auch wenn die Partie früh entschieden war, unterstützten die TVG-Fans ihre Mannschaft weiterhin lautstark mit Sprechchören. Nach 53 Minuten stand es 25:15 – spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Düsseldorf-Ratingen an diesem Abend keine Chance mehr bekommen würde, noch einmal Spannung ins Spiel zu bringen. In der Schlussphase legte der TVG dann noch einmal nach. Auch Winterneuzugang Dmytro „Dima“ Redkyn setzte Akzente und erzielte erneut vier Treffer. Der Ukrainer überzeugte dabei nicht nur mit seiner Abschlussstärke, sondern auch mit seiner enormen Sprungkraft. Den Schlusspunkt setzte schließlich Finn Trinczek mit dem Treffer zum auch in dieser Höhe verdienten 33:18-Endstand. Bester Torschütze auf Seiten des TVG war Silas Altwein mit fünf Treffern.

Interaktiv-Trainer Filip Lazarov zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Glückwunsch an Gelnhausen und an Matthias Geiger für den absolut verdienten Sieg. Wir konnten heute nur mit einem stark reduzierten Kader anreisen, aber unabhängig davon haben wir auch eine ganz schlechte Leistung gezeigt. Wenn man mit 15 Toren verliert, gibt es nicht viel zu erklären.“  TVG-Cheftrainer Geiger sagte zu dem klaren Erfolg: „Wir waren natürlich noch vom Hinspiel gewarnt und wussten, welche Qualität Interaktiv grundsätzlich hat. Umso mehr freut es mich, dass wir heute so konsequent gespielt haben. Die Abwehr war in dieser Trainingswoche unser großes Thema und das haben die Jungs über fast 60 Minuten sehr gut umgesetzt. Das konsequente Ziehen von Stoppfouls, die kompakte Abwehr – das hat heute für so ein klares Ergebnis gesorgt.“ Ein Sonderlob gab es für den Torhüter: „Alex hat auch ein überragendes Spiel gemacht und uns zusätzlich den Rücken freigehalten.“

 

 

 

HSG Hanau triumphiert im Derby

Mit einer herausragenden Mannschaftsleistung hat die HSG Hanau auch das zweite Bezirksderby in der Saison 2025/26 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden für sich entschieden. Beim 38:31 (18:14) überzeugte die Mannschaft um Kreisläufer David Rivic und Spielmacher Jan-Philipp Winkler – beide mit je neun Toren –  in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie. Damit hat Hanau nun 24:12 Punkte auf dem Konto und hält den Anschluss an das obere Tabellenviertel. 

„Ich bin natürlich heute maximal angetan von meiner Mannschaft“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Spielende in Rodgau. „Wir haben hier allen Widerständen getrotzt, haben eine Rote Karte verdaut und uns immer wieder berappeln können, wenn das Spiel mal ein bisschen enger wurde.“ Der HSG Hanau, die ohne Julian Fulda und Nils Schröder personell geschwächt in die Begegnung gegangen war, gelang so auch im Derby-Rückspiel ein Sieg, nachdem man im vergangenen Dezember bereits mit 34:29 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen hatte. 

Vor über 500 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena in Rodgau entwickelte sich zwischen den beiden Lokalrivalen schnell ein intensives und von zahlreichen Zweikämpfen geprägtes Derbyduell, in dem Hanau durch einen Rückraumwurf von Cedric Schiefer zunächst mit 2:0 (3. Minute) in Führung ging. Zwar gelang Nieder-Roden schnell der Ausgleich, doch in den ersten zehn Minuten waren vor allem von den beiden Abwehrreihen geprägt. Hanau ging dabei die Gastgeber früh an, ließ die Mannschaft von Trainer Christian Sommer nur selten in ihr Tempospiel kommen. Gerade Hanaus Jan-Eric Kleemann sorgte in der ersten Halbzeit für Aufsehen: In der 16. Minute verlud der flinke Spielmacher zwei seiner Gegenspieler und markierte dann die erneute 7:6-Führung für die Grimmstädter. Danach wurde es hochemotional: Zunächst wurde Lukas Böhm mit einer Zeitstrafe von der Platte geschickt, ehe Saad Khan den fälligen Siebenmeter von Nils Hassler parierte. Nur wenigen Sekunden später holte Nieder-Rodens Filip Wunderlich in der Abwehr Kleemann von den Füßen und sah dafür die Rote Karte (18.). Davon angespornt drückte Hanau nun auf das Gaspedal. Nach einer Balleroberung wurde Rechtsaußen Sebastian Hein von Torhüter Benedikt Müller auf die Reise geschickt – das 11:9 (22.). Im nächsten Angriff stellte Schiefer auf 12:9 für die HSG. Über das 15:12 von Rivic (27.) behauptete Hanau die Führung erfolgreich bis zur Pause, auch weil Khan einen weiteren Siebenmeter gegen den Topscorer der Gastgeber, Sam Hoddersen, parierte. 

Hanau behält auch in Unterzahl die Kontrolle

Auch nach dem Seitenwechsel behauptete Hanau seinen Vorsprung und hatte gerade über den klasse aufgelegten Jan-Philipp Winkler wesentlich mehr vom Spiel. Der Mittelmann sorgte auch mit drei Toren in Folge für das 22:17 (37.). Ein Raunen ging noch einmal durch die Ränge, als Schiefer in der 39. Minute nach drei Zeitstrafen die Rote Karte sah. Die Hinausstellung wurde jedoch kein Faktor mehr, aus dem Nieder-Roden Aufwind hätte ziehen können, vor allem weil die Blau-Weißen dank Dziugas Jusys und Rivic im Deckungszentrum resolut verteidigten. Selbst zwei Situationen in doppelter Unterzahl bekam Hanau gut in den Griff. „Mit Jan-Philipp Winkler und Jan-Eric Kleemann hatten wir heute auch zwei Spieler, welche die Begegnung in dieser Phase hervorragend gesteuert haben“, lobte Spandau, dessen Team den Gegner zwar noch auf 26:28 (48.) herankommen ließ, das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand gab. Nach einem weiteren erfolgreichen Abschluss von Rivic bog die HSG Hanau beim 34:28 (56.) auf die Siegerstraße ein und machte mit dem 36:30 (57.) durch ihren Kapitän Max Bergold alles klar. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Kurz vor dem schweren Auswärtsspiel bei der MT Melsungen II hat Handball Drittligist TV Kirchzell gute Neuigkeiten verkündet. Tom Spieß, Spielgestalter und Allrounder, bleibt den Kirchzellern bis 2027 erhalten.

Der Rückraumspieler hatte im vergangenen Sommer seine Handball-Karriere zwar beendet, aber er stand immer als “Notnagel” zur Verfügung. Damals war es für Tom der richtige Schritt, so wie er ihn gegangen ist. Er hat zwar immer mal wieder beim TVK ausgeholfen, aber eigentlich ohne Training aus dem “Stehgreif” heraus. Er sagt: “Ich habe ja im letzten Sommer nicht aufgehört mit dem Handball spielen, weil ich keinen Spaß mehr daran hatte oder weil ich vom Körperlichen her mich nicht mehr fit genug gefühlt habe. Es war das Zusammenspiel von Job, Familie, Hausprojekt, das einfach keinen Spielraum für Handball ließ.” Und die privaten Pläne waren damals auch anders gelagert. 

Mittlerweile haben Tom und seine kleine Familie die Prioritäten anders gesetzt, so dass er schon zur Rückrunde dieser Saison voll ins “Handball-Geschäft” bei den Kirchzellern eingestiegen ist und  – sehr zur Freude des Vereins, des Trainers und der Fans – bis 2027 bleibt. “Ich habe so viel Spaß am Handball und deshalb meinen Vertrag bis 2027 verlängert – natürlich mit Absprache mit meiner Frau”, sagt er augenzwinkernd. Und nach 2027? Der sympathische Vollblut-Sportler grinst und sagt: “Dann gucken wir, was passiert.”

Wir freuen uns, ihn auch weiter auf dem Parkett wirbeln zu sehen!

 

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie wir bereits berichteten, muss Handball Drittligist TV Kirchzell einige Monate auf seinen Rückraumspieler und Shooter Joshua Osifo verzichten. Seit dem 29. Dezember 2025 befindet er sich – zusammen mit seiner Freundin – auf einer Weltreise. “Knapp vier Monate werden wir unterwegs sein”, sagt Joshi und die Freude, sich diesen langgehegten Traum nun erfüllen zu können, ist ihm anzumerken. 

Los ging es in Thailand, wo die beiden bis zum 22. Januar blieben, dann folgte jetzt Vietnam, anschließend kommen noch Singapur, die Philippinen, Südkorea, Japan und Indonesien (Bali) dazu.

Mittlerweile sind Joshua und seine Freundin in Vietnam angekommen. Dort wollen sie bis zum 08. Februar bleiben. Rückblickend auf Thailand sagt Joshua: “Es war super schön in Thailand. Wir haben viel gesehen, viele Eindrücke mitgenommen, viele nette Menschen kennen gelernt. Jetzt geht es weiter. Mal sehen, was uns in Vietnam erwartet.”

 

 

Wir wünschen den beiden viel Spaß und vor allem wünschen wir ihnen, dass sie gesund und munter wieder zu Hause ankommen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es zum nächsten Derby. Diesmal empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden die HSG Hanau. Der TV Kirchzell muss bei der MT Melsungen II antreten und der TV Gelnhausen hat Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen zu Gast.

 

Kirchzell stellt sich auf großen Kampf ein

Nach dem feinen Erfolg zuletzt daheim gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden muss der TV Kirchzell diesmal reisen. Am Sonntag um 17 Uhr erfolgt der Anwurf beim Tabellenelften MT Melsungen II. TVK-Trainer Povilas Babarskas erinnert sich an das 27:27 im Hinspiel und sagt: “Das war damals ein hartes Stück Arbeit und wir haben uns sehr schwer getan.” Die Gastgeber sind eine “typische” zweite Mannschaft eines Erstligisten und man kann sich nie sicher sein, wer gerade im Team spielt, wer nicht. “Das wird eine Herausforderung für uns und es ist schwer für uns, sich darauf einzustellen”, so der Coach weiter. 

Die Hausherren stehen mit 15:21 Punkten auf Platz elf der Tabelle, punktmäßig zusammen mit Düsseldorf, Friesenheim und den Bergischen Panthern. Sie haben gute Außenspieler, haben u. a. mit Kevin Trogisch auf HR und dem jungen Isländer Reynir Thor Stefansson im Rückraum, der auch gerne mal in der ersten Mannschaft auftaucht, sehr gute Akteure. Aber auch im Tor sind die Melsunger mit Jannik Büde, Kim Hüter und vor allem Pawel Krawczyk, nicht zu unterschätzen. Doch Kirchzell muss sich keinesfalls verstecken, hat zuletzt gegen den Tabellendritten Nieder-Roden seine kämpferischen Qualitäten bewiesen und wenn Niklas Ihmer wieder so gut drauf ist, wie im Hinspiel, haben die Gäste gute Chancen. Der junge Linkshänder netzte damals zwölfmal ein. 

Mit welchem Personal Povilas Babarskas auflaufen kann, wird sich zeigen. Außen Antonio Schnellbacher hat im letzten Spiel einen heftigen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und konnte die Woche über kaum laufen, geschweige denn trainieren. Der TVK-Coach hofft, dass er zum Abschlusstraining wieder dabei sein kann. Torhüter Joshua Löffelmann war nach seinem Kopftreffer die letzten Tage ebenfalls noch angeschlagen. Bei ihm ist der Trainer positiv gestimmt im Hinblick auf Sonntag. 

Der junge Außenspieler Louis Hauptmann meint: “Ich finde wir müssen die Kompaktheit und Aggressivität aus dem Spiel gegen Nieder-Roden, vor allem in der Abwehr wieder auf die Platte bringen. Dann wird es extrem schwer im 6 gegen 6 gegen uns Tore zu machen. Melsungen hat sehr starke Einzelspieler und einen sehr guten Torhüter, der uns im Hinspiel einige freie Bälle abgenommen hat. Sie sind von allen Positionen gefährlich, haben durch die EM aktuell vielleicht auch Unterstützung von ein, zwei Spielern aus der ersten Mannschaft. A und O ist, dass wir den Flow aus dem letzten Spiel mitnehmen und mit genau diesen Emotionen und Kampfgeist zusammen als eine Einheit auftreten.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Baggerseepiraten treffen auf HSG Hanau

Im Duell der Tabellennachbarn kommt es für die Rodgauer zu einem Klassiker, denn zu Gast am Freitagabend um 20 Uhr ist die HSG Hanau. Die Ausgangslage vor dem prestigeträchtigen Derby ist im Prinzip genau umgekehrt wie beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Vor gut sieben Wochen fuhren die Baggerseepiraten mit der vereinseigenen Rekordserie von zehn ungeschlagenen Spielen zum Bezirksnachbarn. Der hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige überraschende Heimniederlagen hinnehmen müssen. Aber am Nikolausabend erlebten die Rodgauer vor über 1000 Zuschauern eine böse Überraschung. Gegen hochmotivierte Gastgeber fanden die Jungs von Trainer Christian Sommer überhaupt nicht ins Spiel und unterlagen letztendlich mit 29:34. „Rückblickend kann man schon sagen, dass uns das etwas aus dem Tritt gebracht hat“, konstatiert Sommer.

Denn aus den folgenden fünf Begegnungen ging seine Mannschaft nur zweimal als Sieger hervor. Besonders schmerzlich war dabei zuletzt der blutleere Auftritt in Kirchzell. Gegen keineswegs überragende Odenwälder schaffte man es kaum, klare Torchancen zu erarbeiten. Und die wenigen Hochkaräter wurden dann noch teilweise kläglich vergeben. Von daher fordert Sommer eine Rückkehr zu den alten Tugenden: kompakte Abwehr und Tempo in Offensivaktionen. „Wir müssen eine deutliche Reaktion zeigen. Die Halle wird ausverkauft sein und mit unserem Publikum im Rücken wollen wir die Punkte in Rodgau behalten“, gibt auch der zuletzt krankheitsbedingt pausierende Kapitän Flo Stenger die Marschroute vor.

Aber auch die HSG Hanau reist mit Selbstvertrauen nach Nieder-Roden, denn die Grimmstädter überzeugten in dieser Spielzeit bislang in allen sechs Derby-Begegnungen mit Bravour: Sechsmal blieb das Team ungeschlagen und gewann zu Hause nicht nur gegen Nieder-Roden, sondern holte auch gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II und Münster jeweils zwei Punkte. In der Fremde entführte Hanau sogar einen Punkt aus Gelnhausen. 

„Die Mannschaft, die es auch am Freitag am besten schafft, ihre Motivation und Einstellung zu kanalisieren, wird auch am Ende mit zwei Pluspunkten dastehen“, so Spandau, der von seinen Blau-Weißen wieder maximalen Einsatz erwartet. Also genau die Willensstärke, die Hanau auch im Hinspiel gegen den Bezirksrivalen zeigte: Damals kaufte Hanau beim 34:29 seinem Gegner mit klugem Abwehrspiel den Schneid ab, während vorne David Rivic und Cedric Schiefer das Team zum Sieg führten.

 

Gelnhausen empfängt Düsseldorf-Ratingen

Der TV Gelnhausen will nachlegen und den zweiten Tabellenplatz festigen. Nach dem starken Auswärtserfolg im Derby bei der TSG Münster empfangen die Barbarossastädter am Samstag um 19.30 Uhr Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. In der heimischen Hölle Süd ist Gelnhausen in dieser Drittliga-Saison noch ungeschlagen und das soll auch gegen den unangenehmen Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen so bleiben.

Sportlich geht der TVG mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Mit 28:6 Punkten belegt das Team von Cheftrainer Matthias Geiger aktuell den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Der Rückrundenstart verlief anspruchsvoll, aber erfolgreich: Auf das 28:28 (19:15) gegen den Longericher SC Köln folgte am vergangenen Freitag ein hart erkämpfter 32:30 (15:12)-Auswärtssieg im Derby bei der TSG Münster. Auch der kommende Gegner hat es in sich. Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen ist ein vergleichsweise junger Name im deutschen Handball, blickt aber dennoch bereits auf mehrere Drittliga-Jahre zurück. Zwischen 2014 und 2017 – damals noch als SG Ratingen – sowie erneut in der Saison 2023/24 gehörten die Düsseldorfer bereits der dritten Liga an. Nach dem Abstieg im Jahr 2024 gelang den „Löwen“ 2025 als souveräner Meister der Regionalliga Nordrhein mit 42:6 Punkten der direkte Wiederaufstieg. In der aktuellen Spielzeit 2025/26 peilt der Tabellenzwölfte klar den Klassenerhalt an.

Die Gäste reisen mit 15:21 Punkten nach Gelnhausen und haben sich damit bereits ein ordentliches Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Zum Rückrundenstart gelang ein 29:26 (13:11)-Erfolg gegen den TV Homburg, zuletzt folgte jedoch eine deutliche 23:32 (10:14)-Niederlage beim Spitzenreiter HG Saarlouis. Trotz der aktuellen Platzierung ist Interaktiv schwer auszurechnen, was sie unter anderem mit dem 32:31 (18:18)-Sieg gegen die drittplatzierte HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II oder dem 32:32 (17:17) gegen den Longericher SC Köln bewiesen haben.

Gelenkt wird das Team von Filip Lazarov, einem ehemaligen mazedonischen Nationalspieler. Lazarov war zunächst selbst Teil des „Löwenrudels“, bevor er das Traineramt übernahm. Unter seiner Führung gelang Interaktiv zweimal der Aufstieg in die dritte Liga. Der Kader wurde zu Saisonbeginn gezielt verstärkt und während der laufenden Spielzeit nochmals mit Rückkehrer Hendrik Stock vom TuS Ferndorf ergänzt. Durch den früheren Mannschaftskapitän gewann Interaktiv zusätzliche Erfahrung und Stabilität im Rückraum.

Auch das Hinspiel ist dem TVG noch präsent. In Ratingen setzte sich Gelnhausen zwar mit 26:22 (12:13) durch, musste dafür aber lange kämpfen. Besonders Interaktiv-Keeper Sebastian Bliß brachte die Gelnhäuser Schützen mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung. „Düsseldorf hat uns im Hinspiel gezeigt, dass sie sofort da sind, wenn wir nachlassen oder fahrlässig sind“, erinnert sich Geiger. „Sie können sowohl aus dem Rückraum als auch im Eins-gegen-Eins oder über die Außenspieler Tore erzielen.“ Für den TVG wird es daher entscheidend sein, defensiv kompakt zu stehen. „Wir müssen im Zentrum stabil sein, gut gegen die Werfer raustreten und den Außenspielern wenig Raum lassen“, sagt Geiger. „Im Angriff brauchen wir Geduld, viel Ballbewegung und müssen unsere Fehlerquote weiter senken.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga empfängt die TuSpo Obernburg am Sonntag die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die HSG Bieberau/Modau hat am Freitag den TV Groß-Umstadt zu Gast.

 

 

Rückspiel-Derby in Groß-Bieberau

Erst vor wenigen Wochen trafen die beiden südhessischen Regionalligisten in Groß-Umstadt aufeinander und lieferten sich ein spannendes Derby, das letztlich mit einer an diesem Abend gerechten Punkteteilung (33:33) endete. Jetzt kommt es am Freitag um 20 Uhr zum Rückspiel in Groß-Bieberau und sicher gibt es wieder eine packende Handballpartie.

Der TV Groß-Umstadt verabschiedete sich in der Saison 2022/23 aus der damaligen Oberliga und musste zwei Jahre in der Landesliga Süd mitspielen, ehe ihnen in der Saison 2024/25 die Rückkehr in die Oberliga – die heutige Regionalliga – gelang. Dort finden sie sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mittlerweile gut zu recht und nutzen die Erfahrung  ihrer älteren Spieler und die Begeisterungsfähigkeit ihrer jungen Garde immer wieder für Erfolge. So stehen sie, als bester Aufsteiger, absolut verdient mit 16:12 Punkten in der Tabellenmitte auf Platz sechs. Im Hinspiel trotzten sie den Bieberauern ein 33:33-Unentschieden  ab. Dieser „Derby“-Charakter, mit all seinen Unwägbarkeiten, dürfte auch dieses Mal wieder eine Rolle spielen. 

Da heißt es für die HSG cool und konzentriert zu bleiben und ihre Stärken auszuspielen. Im Hinspiel agierte Groß-Umstadt mit einer direkten Manndeckung gegen Damjan Jajic und einer beweglichen Abwehr. Damit gelang es ihnen recht gut das HSG-Tempospiel einzuschränken und Fehler im Spielaufbau zu nutzen. Diese Fehler sollen dieses Mal reduziert werden und aus einer starken Abwehr, mit zwei sehr guten Torhütern dahinter, effizienter nach vorne gespielt werden. 

Trainer Thomas Weber sagt: „Die Halle wird voll sein und das Spiel sicher wieder ein spannendes Derby werden. Wir wollen versuchen unsere bestmögliche Leistung abzurufen und den Zuschauern ein schönes Handballspiel zeigen.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen. Der TV Gelnhausen nahm die Punkte aus Münster mit und die HSG Hanau gewann daheim gegen SGSH Dragons.

 

Bärenstarke Vorstellung der Kirchzeller

Mit einer bärenstarken Vorstellung und einer disziplinierten Glanzleistung gewann der TV Kirchzell das Derby gegen den Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden mit 27:24 (13:12) und war dabei gegenüber der Vorwoche nicht wieder zu erkennen. TVK-Trainer Povilas Babarskas hatte seine Jungs – wie immer – gut auf den Gegner eingestellt, hatte in Tom Spieß seine rechte Hand auf dem Spielfeld und die komplette Mannschaft hielt sich an den Matchplan. Torhüter Tobias Evers hielt sehr stark und Kapitän Tim Häufglöckner sorgte immer wieder für bemerkenswerte Tore. Generell war die ganze Kirchzeller Mannschaft “auf der Höhe”, egal, ob Yannik Wolf am Kreis, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann oder Ievgen Zhuk auf Außen, Yann de Waha, Oleh Soloviov usw. Schön zu sehen, dass Trainer Povilas Babarskas trotz der Brisanz des Spiels seinen jungen Wilden Einsatzzeiten gab. 

Die Gäste lagen gleich mit 0:3 zurück, denn die Hausherren standen unglaublich gut in der Abwehr, waren im Rückzugsverhalten stark und nahmen der HSG das Tempo raus. Zwar konnten die Kirchzeller den Vorsprung zunächst nicht halten und lagen beim 4:5 erstmals zurück. Aber der TVK spielte konzentriert weiter und beim 8:7 (18.) nahmen die Gäste die Auszeit. HSG-Trainer Christian Sommer schmeckte nicht, was er sah. Bis zum 11:11 blieb die Begegnung dann ausgeglichen. Trotzdem war abzusehen, dass die Gastgeber nicht nur den HSG-Spielmacher Simon Brandt sehr gut unter Kontrolle hatten. 13:11 führte der TVK kurz vor der Pause, hatte das 14. Tor auf der Hand. Doch die Gäste verkürzten auf 13:12. So ging es in die Pause. Zwölf Gegentore konnten sich sehen lassen und die Zuschauer waren schon jetzt begeistert von ihrer Mannschaft.

Auch nach dem Wechsel war der TVK am Drücker

Hochmotiviert kamen die Babarskas-Jungs aus der Kabine zurück, stockten auf und Tim Häufglöckner sorgte für das 17:14 und 18:15 (38.). Die Partie war kampfbetont, die HSG wollte keinesfalls verlieren, holte immer wieder auf. Doch Tom Spieß führte geschickt Regie, setzte seine Nebenleute immer wieder gut in Szene oder traf selbst. Die Abwehr stand wie eine eins und am jungen Yann de Waha musste erst einmal einer vorbei kommen. Da auch der Rückzug nach wie vor hervorragend klappte, Tobias Evers stark parierte, stand es in der 53. Minute verdient 23:18. Vorher gab es noch eine Schrecksekunde, als Joshua Löffelmann, der bei Siebenmetern eingesetzt wurde, einen Kopftreffer kassierte und kurzzeitig sichtlich mitgenommen war. Als es hier Entwarnung gab, spielten seine Kollegen weiter wie bisher, völlig unaufgeregt gab Trainer Povilas Babarskas seine Anweisungen von der Seitenlinie, wechselte durch und beim 25:21 (57.) schien die Vorentscheidung gefallen. Aber die Gäste gaben nicht auf, agierten nun sehr offensiv. Zwei Minuten vor Schluss gab es ein rüdes Foul an Antonio Schnellbacher, das die Kirchzeller Fans auf die Palme brachte. Doch der Spieler gab nach Spielschluss Entwarnung. In der letzten Spielminute beim 27:23 wuchs Tobias Evers mit einer Doppelparade über sich hinaus. Da konnte auch der letzte Treffer der HSG an der ausgelassenen Stimmung in der Miltenberger Halle nichts mehr ändern. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er sagte: “Nach der Niederlage letzte Woche haben wir uns viel vorgenommen und ich glaube, alle haben gesehen, wie toll wir das umgesetzt haben. Alle meine Spieler haben hundert Prozent gegeben. Wir haben das gegnerische Tempospiel erfolgreich unterbunden, in der Abwehr sehr stark gestanden und hatten gute Unterstützung im Tor. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein wirklich schöner Erfolg.” Auch Tom Spieß war sehr zufrieden, als er sagte: “Wir wollten der unangenehme Gegner in unserer eigenen Halle sein und das ist uns gut gelungen. Ich freu mich sehr über unseren Sieg.”

 

 

TV Gelnhausen setzt Ausrufezeichen

Der TV Gelnhausen gewann das Auswärtsderby bei der TSG Münster mit 32:30 (15:12) und sicherte sich damit zwei enorm wichtige Punkte. Vor 700 Zuschauern in der Sporthalle der Eichendorffschule in Kelkheim – darunter rund 150 lautstarke TVG-Fans – setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger in einer intensiven Schlussphase durch. Mit nun 28:6 Punkten bleibt der TVG weiterhin Tabellenzweiter der Süd-West-Staffel.

„Es war das erwartete schwere Spiel“, sagte Geiger nach der Partie und verwies auf die Qualität des Gegners: „Münster steht nicht umsonst auf dem fünften Platz. Sie haben heute gezeigt, was sie können.“ Besonders in der Anfangsphase tat sich Gelnhausen schwer, richtig Zugriff zu bekommen. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, auch weil der bundesligaerfahrene TSG-Keeper Johannes Jepsen von Beginn an hellwach war und mehrere Würfe der Rot-Weißen entschärfte. Auf der anderen Seite fehlte dem TVG zunächst die letzte Entschlossenheit in der Defensive, so dass Münster nach 16 Minuten mit 7:5 in Führung lag.

Doch der TVG blieb ruhig, ließ sich nicht abschütteln und fand zunehmend besser in die Partie. „Wir haben am Anfang ein bisschen Anlaufschwierigkeiten gehabt, haben fast wie mit angezogener Handbremse gespielt. Aber ab der 15. Minute sind wir dann besser reingekommen – mit mehr Biss in den Zweikämpfen, mehr Zug zum Tor und auch mehr Zweikampfstärke in der Abwehr“, sagte Geiger.

Der Schlüssel war eine klar stabilisierte Abwehr und ein Torhüter, der nun ebenfalls auf Betriebstemperatur war: Alexander Bechert parierte in dieser Phase Ball um Ball und entschärfte sogar einen Siebenmeter. Vorne fand der TVG immer öfter Lösungen gegen die bewegliche, aggressive Münsteraner Deckung und belohnte sich mit einem 6:1-Lauf innerhalb von sieben Minuten. In der 23. Minute brachte Winterneuzugang Dmytro Redkyn die Gelnhäuser mit 11:8 in Führung. Mit einem 15:12 ging es letztlich in die Pause.

Patrick Weber sehr torgefährlich

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, warum Patrick Weber zu den torgefährlichsten Spielern der Staffel gehört. Der bundesligaerfahrene Halblinke der TSG traf aus dem Rückraum phasenweise nach Belieben und führte Münster Tor um Tor heran. Gleichzeitig hatte die TSG jedoch große Probleme, das Gelnhäuser Tempospiel zu kontrollieren. Nicht selten antwortete der TVG auf einen Münsteraner Treffer innerhalb weniger Sekunden mit dem direkten Gegentreffer. Das Derby entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem der Vorsprung der Rot-Weißen zwar schmolz, aber zunächst nicht vollständig kippte. In der 45. Minute erzielte Weber dann aber den 20:20-Ausgleich. Das Spiel war wieder komplett offen.

Allerdings schwächte sich Münster mit zwei Zeitstrafen hintereinander selbst. Obendrein sah Timo Treber nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Der TVG nutzte diese Situation, um sich wieder Luft zu verschaffen. Jannik Geisler traf in der 49. Minute zum 24:21. Doch Münster blieb bissig, gab sich nicht geschlagen und kam erneut zurück. In der 52. Minute stand es wieder unentschieden, 25:25. Doch erneut behielten die Barbarossastädter in der Crunchtime die besseren Nerven. Hinten parierte TVG-Keeper Daniel Drozdz einen Siebenmeter von Weber, vorne übernahmen Malolepszy und Geisler Verantwortung. Beide suchten konsequent den Abschluss und trafen in Serie. Zwei Treffer des Kapitäns brachten Gelnhausen auf 28:26 nach vorne (56.).

Von da an fiel auf beiden Seiten fast mit jedem Angriff ein Tor. Münster blieb dran, doch die Rot-Weißen konterten jedes Gegentor und behaupteten den knappen Vorsprung. Eine Minute vor Schluss lag Gelnhausen beim Stand von 31:29 noch immer mit zwei Treffern vorne. Dann setzte Geisler mit dem 32:29 rund 30 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Stich. Münster traf zwar noch einmal zum 32:30-Endstand, doch die zwei Punkte waren dem TVG nicht mehr zu nehmen.

„Münster hat ein riesiges Spiel abgeliefert“, sagte Geiger anerkennend. „Aber wir haben in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf bewahrt und den absoluten Willen gezeigt, das Spiel zu gewinnen. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem schweren Spiel zwei Punkte mitnehmen konnten und richten den Blick jetzt schon auf das Spiel gegen Ratingen.“ Bester TVG-Schütze war Malolepszy mit zehn Treffern, gefolgt von Geisler mit sieben Toren. Bei der TSG Münster war Patrick Weber mit elf Toren der erfolgreichste Werfer des Abends.

 

 

 

Abwehrumstellung ersten HSG-Heimsieg in 2026

Die HSG Hanau hat die ersten zwei Punkte im neuen Jahr gesammelt, triumphierte vor heimischer Kulisse mit 38:31 (17:17) gegen die SGSH Dragons und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche. Torhüter Saad Khan hielt in den entscheidenden Phasen seinem Team den Rücken frei, während vorne Kreisläufer David Rivic zwölfmal einnetzte. Zum Matchwinner wurde jedoch ein taktischer Kniff von Trainer Axel Spandau, welcher die Dragons vor große Probleme stellte.

„Meine Mannschaft ist heute wesentlich emotionaler aufgetreten“, meinte Spandau nach dem Spiel. „Nachdem wir in der Schlussphase die Abwehr umgestellt hatten, haben wir aggressiv verteidigt, die Räume eng gemacht und uns in einen Flow gespielt. So wollen wir nächste Woche auch in Nieder-Roden bestehen.“

Gegen den personell gebeutelten Tabellenvierzehnten aus dem Sauerland war die HSG Hanau aber selbst nicht mit dem vollen Kader in die Begegnung gegangen, denn Spandau musste auf Außenspieler Julian Fulda und Kreisläufer Nils Schröder verzichten. Die SGSH Dragons traten von der ersten Minute an mutig auf und sofort entwickelte sich zwischen beiden Teams eine schnelle und torreiche Partie, in der die Gäste zunächst mit 3:1 in Führung gingen. Hanau ließ sich davon aber nur kurzfristig beindrucken. Beim 6:4 (8.) hatten die Grimmstädter die Begegnung, durch einen sehenswerten Tempogegenstoß von Sebastian Hein und dem sicher verwandelten Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold, wieder gedreht.

Bis zum 10:9 (16.) hielt diese Hanauer Führung, doch die Dragons blieben gefährlich und konnten sich dabei vor allem auf Rückraumspieler Felix Jaeger (15 Tore) verlassen, den die HSG kaum in den Griff bekam. „Natürlich ist es schwierig einen Spielertyp wie Jaeger vollends zu verteidigen“, analysierte Spandau später. Angesichts der gut platzierten Würfe aus dem Rückraum kam es so schon in der ersten Halbzeit zum Torhüterwechsel im Hanauer Kasten. Für Benedikt Müller rückte Saad Khan zwischen die Pfosten, der mit einigen Paraden überzeugte. Die 17:15-Führung der Gäste glich Bergold mit zwei schnellen Kontertoren zum 17:17 noch vor der Pause aus.

Dennis Gerst wird zum Gamechanger in der Hanauer Abwehr

Nach dem Seitenwechsel blieben die Dragons zunächst am Drücker und hatten bis zur 36. Minute eine Führung beim 22:20 inne. Was dann aber folgte, war eine abgebrühte Leistung der HSG-Sieben. Coach Spandau beorderte Allrounder Dennis Gerst in der Abwehr auf die vorgezogene Position und ließ sein Team in einer versetzten 5:1-Deckung verteidigen. Die Sauerländer zeigten sich von dem taktischen Kniff überrascht und leisteten sich gegen die aggressive Verteidigung mehrere technische Fehler, die Rivic, Kleemann & Co. im Angriff mit viel Sicherheit bestraften. „Dennis Gerst war für mich heute der Gamechanger dieses Drittligaspiels“, gab Spandau zu Protokoll. „In der Schlussphase waren wir in der Abwehr nicht nur emotional besser als unser Gegner, sondern auch fitter.“

Mit dem Treffer von Gerst zum 26:22 (45.) erspielte sich Hanau erneut eine komfortable Führung und drängte in der Folge auf die Vorentscheidung. Mehrfach scheiterte man dabei allerdings an SGSH-Keeper Luca Jannack. Da die Hanauer Defensive – gegen die nachlassenden Kräfte des Gegners – jedoch weiterhin nichts anbrennen ließ, sorgten Rivic mit dem 34:28 (54.) sowie Mittelmann Jan-Philipp Winkler, der den 38:31-Endstand markierte, am Ende doch noch für ein deutliches Ergebnis.

„Wir wollten heute von Anfang an eine Reaktion auf das letzte Spiel zeigen“, meinte HSG-Keeper Saad Khan. „Das haben wir auch geschafft, denn die letzten 15 Minuten waren sehr stark. Die Vorfreude auf das anstehende Derby ist nun riesig und wir hoffen, dass viele Zuschauer im Blauen Block uns dann erneut unterstützen werden.“

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielte die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten nur Unentschieden. Die HSG Bieberau/Modau verlor beim Spitzenreiter deutlich.

 

Ärgerlicher Punktverlust in letzter Sekunde

Im ersten Spiel der Rückrunde musste die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten HSG Wettenberg antreten und spielte am Ende nur 25:25 (12:16).

Nach einem schnellen 0:2-Rückstand fand die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck jedoch rasch besser in die Partie und übernahm in der neunten Spielminute erstmals mit 4:3 die Führung. Der Aufsteiger aus Mittelhessen präsentierte sich in der Folge jedoch weiterhin gefährlich und drehte das Spiel erneut, so die Aussage von TuSpo-Pressesprecher Klaus Zengel. Nach 13 Minuten lag Wettenberg mit 6:4 vorne, nach 22 Minuten sogar mit 10:8. Bis zur Halbzeitpause gelang es der TuSpo nicht mehr den Rückstand zu egalisieren und nach 30 Minuten stand ein 12:16-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Obernburg will Vorgaben umsetzen

In der Kabine nahmen sich die Obernburger viel vor und setzten die Vorgaben ihres Trainers direkt nach Wiederanpfiff konsequent um. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt, ehe in der 42. Spielminute der 20:20-Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten später sorgten Tom Müller und André Göpfert mit ihren Treffern sogar für eine 22:20-Führung und brachten die Gäste wieder auf Kurs. Doch die Gastgeber zeigten Moral, glichen in der 53. Minute zum 23:23 aus und gingen kurz darauf erneut in Führung.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. 50 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Thomas Keck die TuSpo erneut mit 25:24 in Führung. In den letzten Sekunden erhielten die Hausherren jedoch noch einen Siebenmeter, den sie mit dem Schlusspfiff zum 25:25-Endstand verwandelten. Es war ein äußerst ärgerlicher und unglücklicher Punktverlust für die Wollbeck-Truppe.

 

 

Zerfahrenes Spitzenspiel

Auch wenn der Tabellenerste gegen den Zweiten spielte, war es wahrlich kein Handball Leckerbissen, den die beiden Top Teams der Liga ablieferten. Am Ende gewann die ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Bieberau/Modau mit  24:16 (9:8). Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und in der Chancenverwertung. Lediglich die beiden Torhüter, auf Gensunger Seite der überragende Lukas Voß und auf Bieberau/Modauer Seite Martin Juzbasic, lieferten eine gute Leistung ab. Am Ende siegte die Mannschaft, die weniger Fehler aufwies.

Die Gäste waren von Beginn an unkonzentriert und vergaben gute Torchancen, lagen bereits nach zehn Minuten mit 0:4 im Rückstand, ehe Robin Büttner in der zwölften Spielminute das erste Tor der Gäste erzielte. Fortan vereitelte Torhüter Juzbasic weitere Einschussmöglichkeiten Gensungens und hielt damit sein Team in Schlagdistanz. Im Angriff gelang wenig, Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich, trotzdem gelang Gensungen nur eine 9:8 Führung – dank Juzbasic – zur Halbzeit.

Ausgleich nach kurzer Zeit

Die zweite Halbzeit begann für die Falken etwas besser und so konnten sie durch Kunzendorf und Jajic bis zur 35. Minute zum 10:10 ausgleichen, aber danach war es auch schon wieder vorbei. Verschlimmernd kam hinzu, dass Damjan Jajic in der 36. Minute nach einer Gensunger Abwehrattacke verletzt ausscheiden musste. Die Gäste spielten verunsichert, konnten einen Vier-Tore-Lauf der Gastgeber nicht verhindern und so stand es nur vier Minuten später 14:10. Im nächsten Gästeangriff wurde dann auch noch Bieberau/Modaus Robin Büttner unsanft von der Hand eines Gensunger Abwehrspielers im Gesicht getroffen und musste mit einer Augenverletzung ebenfalls frühzeitig ausscheiden. Die nun erheblich geschwächte Gäste-Mannschaft schaffte es nicht mehr, dem Spiel eine Wende zu geben und musste Tor um Tor hinnehmen. 

HSG-Trainer Thomas Webe sagter: „Natürlich waren wir aufgrund der Hallensituation in Groß-Bieberau (Dachsanierung in der laufenden Runde) und einiger grippegeschwächter Spieler nicht auf einem Spitzenspiellevel, dazu das frühe, verletzungsbedingte Ausscheiden von Damjan Jajic und Robin Büttner, aber trotzdem mussten wir hier mehr abliefern, das hat mir nicht gefallen. Gensungen gratuliere ich zum Sieg, sie haben einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Und weiter gehts beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt. Torhüter Jan-Steffen Minerva wird den TVG zum Ende der Saison verlassen, wird dem Verein aber trotzdem weiter erhalten bleiben.

Ob mit dieser Personalie nun das Karussell beim TVG zum Stehen kommt, bleibt abzuwarten.

Lest nachfolgend die PM des TV Großwallstadt:

Jan-Steffen Minerva wechselt zum TV Gelnhausen – bleibt dem Verein aber erhalten

Der 36-jährige Torhüter wird den Verein nach acht Jahren als Spieler verlassen, dem TVG aber weiterhin als Nachwuchskoordinator erhalten bleiben. Minerva kommt aus der Region, hat seine aktive Karriere aber 2008 beim TV Hüttenberg begonnen. Nach Stationen in Neuhausen und in der ersten Liga beim ThSV Eisenach hat der Hösbacher 2018 beim TV Großwallstadt einen Vertrag unterschrieben.  Dort hat er durch seine Erfahrung in wechselnden Gespannen immer wieder wichtige Akzente im Tor gesetzt und den Verein vorbildlich repräsentiert.

Nachhaltige Jugendarbeit als Sportkoordinator der Akademie

Neben seiner Tätigkeit als Torhüter der Bundesliga Teams, begleitet Minerva seit 2022 ebenfalls das Amt des 2. Vorsitzenden/Sportkoordinator der TVG Junioren Akademie e.V. und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Nachwuchsleistungsbereich des TV Großwallstadt weiterzuentwickeln. Die Aufstockung auf insgesamt fünf Mannschaften (mC-, mB-, mA- sowie wD- und wC-Jugend) und die Rückkehr in die Jugend-Bundesliga sind unter anderem ihm zuzuschreiben.

Ab sofort wird sich Jan-Steffen, der auch gerne „Bruno“ genannt wird, als Nachwuchskoordinator der GmbH und Akademie einbringen und für die Koordination der weiblichen und männlichen Jugend, den Übergang der Spieler in den Herrenbereich sowie die Anschlussförderung der U23 zum Bundesligateam kümmern.

Spatz freut sich auf Zusammenarbeit

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz: „Ich möchte hier ein großes Dankeschön an Bruno aussprechen für das Engagement als Spieler und jetzt auch als Nachwuchskoordinator beim TVG und den Junioren. Er hat den Verein die vergangenen Jahre mitgeprägt und ist ein Gesicht des Clubs. Umso schöner, dass er uns in neuer Form erhalten bleibt und die Förderung der Jugendspieler weiter vorantreibt. Sein Wirken hat auch schon in den letzten Jahren gezeigt, dass sich die Jugend in eine sehr gute Richtung entwickelt. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir mit ihm weitergehen.“

Fortsetzung der aktiven Karriere beim TV Gelnhausen

Minerva wird seine Handball-Karriere aber noch nicht an den Nagel hängen, sondern schließt sich in der kommenden Spielzeit dem Drittligisten TV Gelnhausen an. Dort wurde bereits Dmytro Redkyn für die Rückrunde mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet. Gespräche wegen einer möglichen intensiveren Kooperation mit dem „hessischen“ TVG laufen bereits an.

Fokus auf zwei Torhüter

Nach der Verpflichtung von Leon Nowottny stehen aktuell drei Torhüter beim TVG unter Vertrag. Hier möchte der Verein ab sofort den Fokus im Trainingsbetrieb und bei den Spielen auf zwei Akteure legen. Minerva trägt diese Entscheidung mit seiner Erfahrung mit. Dafür bedankt sich der TV Großwallstadt bei ihm. Der 36-jährige Hösbacher wird demnach in der Rückrunde weniger Spielanteile haben, dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleiben.  Der Familienvater nimmt bis zu seinem Wechsel nach Gelnhausen weiterhin am Training teil. Sollte es zu einer Verletzung auf der Torhüterposition kommen, wird Minerva, der aktuell noch ein Lehramtsstudium absolviert, zur Stelle sein.

„Im Herzen möchte ich nur das Beste für den TVG“

Jan-Steffen selbst äußert sich zur Veränderung wie folgt: „Zunächst möchte ich mich bei den Fans bedanken, die uns auch in schwierigen Phasen außergewöhnlich unterstützt haben. Diese Energie der letzten acht Jahre werde ich nicht vergessen. Beim TV Großwallstadt wurde zuletzt eine neue sportliche Ausrichtung auf der Torwartposition gewählt, die ich respektiere. Es war mir eine Freude, Teil dieses Wegs gewesen zu ein und ich wünsche dem Verein für die Zukunft viel Erfolg. Im Herzen möchte ich weiterhin nur das Beste für den TVG. Gleichzeitig freue ich mich sehr, der TVG Junioren Akademie e.V. und der TV Großwallstadt GmbH weiter als Jugendkoordinator erhalten zu bleiben und künftig für den TV Gelnhausen im Tor aufzulaufen. Dort werde ich nicht nur sportlich Verantwortung übernehmen, sondern auch abseits des Feldes neue Synergien schaffen, die unsere Handballregion weiter vernetzen und stärken. Unsere Region hat großes Potenzial – auf und neben dem Feld. Ich freue mich darauf, daran mitzuwirken.“

 

 

Auch seitens des TV Gelnhausen gab es eine Pressemitteilung. Hier ist folgendes zu lesen:

Routinier Minerva kommt, Eigengewächs Pilgrim verlängert TV Gelnhausen 

Drittligist TV Gelnhausen hat die Nachfolge von Daniel Drozdz auf der Torhüterposition frühzeitig geregelt und setzt dabei zugleich auf Erfahrung, Stabilität und Perspektive. Zur neuen Saison verpflichtet der TVG Jan-Steffen Minerva vom Zweitligisten TV Großwallstadt. Der 36-Jährige bringt jahrelange Bundesliga- und Zweitligaerfahrung mit und erhält zunächst einen Zweijahresvertrag bis 2028. Parallel dazu bindet der TVG Eigengewächs und Torhüter-Talent Noah Pilgrim ebenfalls zunächst bis 2028. Mit der Verpflichtung Minervas verfolgen die Barbarossastädter darüber hinaus ein übergeordnetes strategisches Ziel.

Der Routinier steht seit 2018 beim Zweitligisten TV Großwallstadt zwischen den Pfosten und prägte dort über viele Jahre das Gesicht der Mannschaft. Zuvor spielte er drei Spielzeiten für den ThSV Eisenach, nachdem er zwei Jahre beim TV Neuhausen aktiv war. Eine wichtige Phase seiner Karriere erlebte Minerva beim TV Hüttenberg, für den er fünf Jahre in der zweiten Handball-Bundesliga spielte und dort ebenso wie in Eisenach Erfahrung in der ersten Bundesliga sammeln konnte. Seine Laufbahn im Aktivenbereich startete der Torhüter bei der HSG Kahl-Kleinostheim.

Minerva beendet aktuell sein Studium zum Grundschullehrer und bleibt neben seinem Engagement beim TV Gelnhausen dem TV Großwallstadt weiterhin als Leiter der Juniorenakademie erhalten. Hier ergeben sich für die Zukunft große Synergieeffekte, die beide Vereine nutzen möchten. Die kurzfristige Verpflichtung von Dima Redkyn für die Rückrunde per Zweitspielrecht ist ein erster Vorbote für eine bevorstehende Kooperation beider Vereine, über deren Inhalte in Kürze informiert wird.

„Nachdem klar war, dass es sportlich beim TV Großwallstadt nicht mehr weitergeht, hat Gelnhausen frühzeitig den Kontakt zu mir gesucht. Schon im ersten, sehr intensiven Gespräch mit Manager Philip Deinet haben wir gemerkt, dass es sehr gut passt. Die Werte, Strukturen und Voraussetzungen für ambitionierten Handball sind hier gegeben“, begründet Minerva seine Entscheidung. „Zuletzt konnte man immer deutlicher erkennen, dass der Verein einen neuen Weg eingeschlagen hat. Gelnhausen befindet sich auf einem aufstrebenden Kurs und versprüht seitdem ein gewisses Funkeln und Leuchten in der Region. Die klaren Strukturen, die Nachhaltigkeit und die realistischen Ziele sind deutlich erkennbar. Auch im gesamten Außenauftritt, insbesondere im Social-Media-Bereich, hat sich der Verein sehr modern und positiv weiterentwickelt“, so der 1.95 Meter große Keeper.

Um auf der Torhüter-Position Planungssicherheit zu haben, verzichtete man beim TVG weitestgehend auf die Weihnachtspause, um zwischen den Jahren alles unter Dach und Fach zu bringen. „Für uns war wichtig, frühzeitig Klarheit zu schaffen, da die Torhüterposition für die sportliche Stabilität von großer Bedeutung ist. Umso glücklicher sind wir, mit Jan-Steffen Minerva einen sehr erfahrenen Torhüter gefunden zu haben, der zudem durch seine Arbeit in der Juniorenakademie des TV Großwallstadt ein tiefes Verständnis dafür mitbringt, wie junge Spieler an den Leistungssport herangeführt werden. Wir versprechen uns von ihm sowohl sportliche Stabilität als auch wertvolle Impulse für die Entwicklung unserer jungen Torhüter“, sagt TVG-Manager Deinet.

Auch Cheftrainer Matthias Geiger zeigt sich glücklich über den Transfer: „Wir freuen uns sehr, Jan-Steffen mit seiner hohen Qualität sowie seiner langjährigen Erst- und Zweitligaerfahrung künftig in unserem Team zu haben. Er wird den Jungs mit Sicherheit auch mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Sportlich erwarten wir viel von ihm und sind zugleich froh, dass wir einen Spieler dieses Formats für unseren Verein gewinnen konnten, der zu uns steht.“

Gleichzeitig mit der Minerva-Bekanntmachung hat der TV Gelnhausen Noah Pilgrim mit einem Zweijahres-Vertrag bis 2028 ausgestattet. Das 20-jährige Torhüter-Talent soll behutsam an die dritte Liga herangeführt werden. „Es macht mich sehr glücklich, einen Vertrag bei dem Verein unterschrieben zu haben, bei dem ich groß geworden bin. Der TV Gelnhausen hat mich in meiner Entwicklung stark geprägt und bedeutet mir sehr viel“, sagt Pilgrim, der gemeinsam mit Alex Bechert und Minerva das Torhüter-Trio komplettiert. Bechert hatte sich zu Rundenbeginn bereits für vier weitere Jahre zum TVG bekannt und spielt derzeit eine starke Saison. 

„Wir freuen uns, dass mit Noah ein weiteres Talent aus unserer eigenen Jugendarbeit den Sprung in die erste Mannschaft schafft. Er bringt großes sportliches Potenzial sowie die für den Gelnhäuser Handball notwendige Mentalität mit. Nun soll er den entscheidenden Feinschliff erhalten, um sich perspektivisch als Leistungsträger der ersten Mannschaft zu entwickeln“, sagt Sergej Budanow, neben Deinet Sportlicher Leiter des TVG.

„Mit Noah haben wir einen jungen, hochengagierten Torhüter aus der eigenen TVG-Handballschule, der sich seit Jahren kontinuierlich in Richtung erste Mannschaft entwickelt. In der kommenden Zeit wird er im Juniorenteam weitere wichtige Entwicklungsschritte machen und behutsam an das Niveau der 3. Liga herangeführt. Hinter Alex und Jan-Steffen kann er sich in Ruhe weiterentwickeln. Wir freuen uns, mit einem weiteren Eigengewächs auf dieser Position langfristig in die Zukunft zu blicken. Auf der Torhüter-Position sind wir mit diesem Trio für die Zukunft hervorragend besetzt“, sagt Deinet.

 

Die Bilder haben uns die Vereine zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Ihr sicher alle schon mitbekommen habt, ist Peter David als Trainer von der HSG Aschaffenburg, die in der Bezirksoberliga spielen, zu den Lohrer Füchsen in die Regionalliga Bayern gewechselt. Seit Januar 2026 hat er dort das Sagen auf der Bank. Eigentlich, so erzählt uns Peter, sollte er dieses Traineramt erst ab Sommer 2026 übernehmen. Doch manchmal kommt es im Leben eben anders, als man denkt. 

Der bisherige Trainer Bernd Becker wird die Lohrer Füchse zum Jahresende verlassen. „Bernd hat mit viel Herzblut und Engagement unsere Mannschaft in den vergangenen Jahren geführt”, sagt Harald Rahtz, Abteilungsleiter Handball beim TSV 1846 Lohr a. Main e. V. „Wir danken ihm von Herzen für alles, was er für unseren Verein bei seinen insgesamt drei Stationen in Lohr geleistet hat.”

Für ihn kam mit Peter David ein ehemaliger slowakischer Nationalspieler und Bundesliga-Trainer des jetzigen Zweitligisten TV Großwallstadt. Er soll frische Impulse für die anstehende Rückrunde und den Klassenerhalt setzen. Gleichzeitig soll er den Grundstein für eine sportliche Neuausrichtung legen, so ist es auf der Lohrer Website zu lesen.

„Peter ist nicht nur eine großartige Persönlichkeit, er bringt auch eine wahnsinnige Erfahrung mit, von der wir alle nur profitieren können”, so Harald Rahtz über den neuen Trainer. „Mit ihm zusammen möchten wir in den kommenden Jahren eine Mannschaft aufbauen, die eine sportlich erfolgreiche Zukunft vor sich hat.”

Genau der richtige Mann

Daher ist Peter, der heuer einen runden Geburtstag feiert, aus Sicht der Lohrer Verantwortlichen genau der richtige Mann. Als Spieler wurde er tschechoslowakischer Meister, slowakischer Double-Gewinner und absolvierte insgesamt 109 Länderspiele für die Tschechoslowakei und die Slowakei. Auch als Trainer feierte der zweifache Familienvater große Erfolge – sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich. Stationen wie die Erstligisten HT Tatran Prešov und DHK Baník Most sowie seine Zeit als Bundesliga-Trainer beim TV Großwallstadt unterstreichen seine außergewöhnliche Qualitäten.

Und auch für Peter sind die Lohrer Füchse, die derzeit auf Platz zehn der Tabelle stehen, genau der richtige Verein zur richtigen Zeit. „Ich habe in meiner Karriere schon viel gesehen und erlebt. Jetzt ist für mich der perfekte Moment, noch einmal ein neues Projekt anzugehen”, sagt der 59-Jährige. „Bei den Lohrer Füchsen treffe ich auf Menschen mit Ideen, Energie und Ambitionen – das hat mich sofort gepackt. Jetzt freue ich mich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft richtig anzugreifen.” 

Im Gespräch mit ihm kristallisierte sich sofort heraus, wie er für seinen neuen Verein brennt. Es macht ihm sichtlich Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten: “Die Jungs ziehen alle mit, die Einstellung ist da und die Fans stehen total hinter uns. Ich hab wirklich ein gutes Gefühl”, sagt er. Dabei vergaß er aber nicht, der HSG Aschaffenburg und den Verantwortlichen dort zu danken, die ihm bei seinem neuen Job nicht im Wege standen.

Viel Zeit mit der Mannschaft um Maxi Schmitt, den Peter als seine rechte Hand bezeichnet, zu trainieren, blieb ihm nicht. Im ersten Spiel des neuen Jahres, am 10. Januar, ging es gleich zum Spitzenreiter Bayreuth. Dort gab es eine Niederlage. Vergangene Woche empfing Lohr das Schlusslicht Ismaning zuhause und hier gab es einen feinen Erfolg. An diesem Wochenende kommt der Tabellenfünfte HT München. Das Hinspiel ging verloren. Geht es nach dem Willen von Peter soll es diesmal besser werden. “Wir sind gut vorbereitet und werden alles geben, um die nächsten Punkte zu holen”, so der Coach.

Wir wünschen dem sympathischen Coach und Mensch für sein neues Projekt viel Erfolg! Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

 

 

Das Bild haben uns die Lohrer, Peter David, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga muss die TuSpo Obernburg am Samstag in Wettenberg antreten. Die HSG Bieberau/Modau ist zu Gast beim Spitzenreiter Gensungen.

 

Obernburg will beim Aufsteiger punkten

Nach der Niederlage vergangene Woche in Hüttenberg will die TuSpo Obernburg diesmal beim Schlusslicht Wettenberg unbedingt punkten. TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck hofft, dass er mit vollem Kader beim Tabellenletzten antreten kann. 

Die Mannschaft von Trainer Dragan Nenad hat immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Wenn alle fit sind, kann der Coach auf ein körperlich gutes Team zurückgreifen, das mit Jonas Müller im Rückraum und mit Tom Warnke auf Linksaußen erfahrene Spieler hat. Der Aufsteiger hat bisher nur ein Remis gegen Vellmar zustande gebracht, alle anderen Matches gingen verloren. Bleibt zu hoffen, dass nicht ausgerechnet gegen Obernburg der Knoten platzt. Die Gäste sollten gewarnt sein. Im Hinspiel gab es ein 30:28 für die TuSpo.

 

 

Topspiel steigt in Gensungen

Am Samstag kommt es zum Gipfeltreffen in der Regionalliga, wenn der unangefochtene Tabellenerste Gensungen/Felsberg gegen den aktuellen Tabellenzweiten Bieberau/Modau spielt. Beide Teams siegten letzte Woche, Gensungen deklassierte Groß-Umstadt mit 35:16, Bieberau/Modau siegte in Baunatal mit 37:33. Es ist also angerichtet.

Die Nordhessen zeigen sich diese Saison sehr stark und haben in der Vorrunde erst ein Spiel verloren und zwar gegen Baunatal. Alles andere wurde souverän gewonnen  und deshalb stehen sie völlig zu Recht auf Platz eins mit 24:2 Punkten, gefolgt von Bieberau/Modau mit 19:7 Punkten und Petterweil und Offenbach, ebenfalls mit 19:7 Punkten. Fünf Punkte Abstand ist schon sehr viel und vor allem, wenn man die Beständigkeit der Gensunger kennt. Sie sind deshalb auch am Samstag der große Favorit, im Hinspiel siegten sie bereits in Groß-Bieberau mit 32:28, wobei die Gastgeber damals nicht chancenlos waren. HSG-Trainer Thomas Weber meint: „Beide Mannschaften gehören zu den Top Five der Regionalliga, Gensungen hat sich dabei in der Vorrunde als klarer Primus hervorgetan und wird uns am Samstag alles abverlangen. Mal sehen, was wir ihnen entgegen setzen können.“  

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür