Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende geht es nach einer kurzen Faschingspause wieder um Punkte in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West. Dabei trifft die HSG Rodgau Nieder-Roden am Sonntag um 16 Uhr daheim auf dem Topfavoriten HSG Krefeld. Am Samstag um 19.30 Uhr spielt die HSG Hanau beim Siebten der Tabelle, TuS Opladen und der TV Gelnhausen gastiert am Samstag um 19 Uhr beim Spitzenreiter TuS Ferndorf.

 

TV Gelnhausen will beim Spitzenreiter jede Chance ergreifen

Am Samstag steht für den TV Gelnhausen die wahrscheinlich schwerste Aufgabe der Saison bevor, denn er muss zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer TuS Ferndorf. Nach dem 26:26 vor der Faschingspause gegen TuS Opladen steht der TVG nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge mit 18:18 Punkten auf dem achten Platz und will den Schwung nutzen, um jede noch so kleine Chance beim Spiel gegen den Topfavoriten wahrzunehmen.

Der TuS Ferndorf hat bisher eine unglaubliche Saison gespielt, in der die Mannschaft erst einen Punkt hergeben musste. Mit 35:1 Zählern steht das Team unangefochten an der Tabellenspitze. Auch der Start in das neue Jahr ist dem TuS mit drei Siegen aus drei Spielen geglückt. „TuS Ferndorf ist die absolute Spitzenmannschaft unserer Staffel. Das Spiel wird wahnsinnig schwierig für uns. Im Hinspiel haben wir aber schon gezeigt, dass wir einige Zeit gut mithalten konnten“, erinnert Cheftrainer Geiger an das Hinspiel, das die Barbarossastädter mit 28:34 verloren.

Neben der großen Klasse des Gegners, wartet eine eindrucksvolle Kulisse in Ferndorf auf Gelnhausen und es wird mit über 1.000 Zuschauern beim Aufeinandertreffen der beiden Teams gerechnet.

Der TV Gelnhausen muss gegen Ferndorf weiter auf Felix Rheinhardt, Jannik Geisler und Michael Hemmer verzichten. Außerdem droht Kapitän Jonathan Malolepszy am Samstag ebenfalls auszufallen. „Unsere Abwehr muss in diesem Spiel kompakt zusammenstehen. Ferndorf hat ein super Kreisläuferspiel, gefährliche Rückraumschützen und ist auch im eins gegen eins stark. Es ist eine sehr komplette Mannschaft“, analysiert Geiger den Gegner.

 

 

 Hanau in Opladen gefordert

 Zwei Wochen Pause hatte die Mannschaft von Trainer Hannes Geist, um die Niederlage gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zu verdauen und sich mit viel Elan auf die anstehende Begegnung beim TuS 1882 Opladen vorzubereiten. Bergold, Ritter & Co. wollen gegen den Tabellensiebten wieder 60 Minuten lang ihr Herz auf der Platte lassen. „Sicherlich haben wir uns den Ausgang des Heimspiels gegen Dutenhofen sowie die Art und Weise wie wir die letzte Partie angegangen haben im Vorfeld anders vorgestellt,“ meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist im Rückblick auf das erste Februarwochenende. „Wir haben daraus aber die richtigen Schlüsse im Training gezogen und die letzten zwei Wochen für die Aufarbeitung genutzt. Uns erwartet eine spannende Herausforderung in Opladen.“

Als Tabellenfünfter mit 23:11 Punkten trifft Hanau am Wochenende auf eine der Mannschaften aus dem Mittelfeld. Während Hanau in den letzten sieben Spielen insgesamt fünf Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage sammelte,  waren die Leistungen der Hausherren immer recht wechselhaft. „Opladen ist eine Mannschaft, die taktisch immer sehr gut eingestellt ist und unterschiedliche Systeme spielen kann. Neben einer 6:0-Deckung beherrschen sie auch eine 5:1-Abwehr und stellen ihre Gegner damit immer vor Herausforderungen. Nicht ohne Grund stellen sie die drittbeste Abwehr der Liga“, weiß Geist. Gegen dieses Bollwerk wollen Braun, Schiefer & Co. mit schnellem Umschalt- und Passspiel sich ihre Chancen erarbeiten. Wie das geht, bewies Hanau bereits am 4. Spieltag, als das Team beim 29:26 im Hinspiel beide Punkte in der Main-Kinzig-Halle behielt.

 

Baggerseepiraten treffen auf Topfavoriten

Nach dem sportlich erfolgreichen Auftakt in Ratingen hatten die Rodgauer Handballer zwei Wochen Zeit, die durchaus hartnäckigen Verletzungen und Krankheiten etwas auszukurieren. Eine möglichst gut besetzte und körperlich voll intakte Bank wird auch nötig sein, um gegen den bärenstarken Gegner zu bestehen, denn mit der HSG Krefeld stellt sich der aktuelle Tabellenzweite in Nieder-Roden vor. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen galten vor der Saison zusammen mit dem TuS Ferndorf als heißeste Anwärter auf den Staffelsieg. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass die hochkarätig besetzten „Eagles“ als einziger echter Verfolger eben jenes TuS Ferndorf übrig geblieben sind. Allerdings hat die Mannschaft, die vom ehemaligen Bundesliga-Profi Mark Schmetz trainiert wird, schon fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Wollen die Jungs vom Niederrhein wirklich noch eine Chance auf den Platz an der Sonne haben, dürfen sie sich keine Ausrutscher mehr leisten. Der Start ins Jahr 2024 verlief bisher makellos, aus den vier Spielen holten die Krefelder 8:0 Punkte. Hilfreich dabei war auch Neuzugang Bastian Roschek, der sich vor knapp drei Wochen dem Verein aus seiner Heimatstadt anschloss. „Alleine diese Verpflichtung zeigt schon die Ambitionen der Krefelder, das ist normalerweise nicht unsere Kragenweite“, gibt sich HSG-Trainer Redmann im Vorfeld der Partie gewohnt realistisch. „Aber wir wissen auch, dass wir mit unseren Fans im Rücken in der RODAUSTROM Sportarena eine ganz besondere Atmosphäre schaffen können. Es wird für uns von der ersten Sekunde an nur mit einer fast fehlerfreien Vorstellung möglich sein, den Krefeldern Paroli zu bieten. Dafür brauchen wir auch die Unterstützung von den Rängen“, so Redmann weiter.

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

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Wie Handball Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat Ben Seidel, Eigengewächs und Junioren-Nationalspieler, seinen Vertrag bei den Baggerseepiraten um ein weiteres Jahr bis 2025 verlängert.

Ende April 2023 im Viertelfinale des DHB-Pokals der A-Jugend hat sich der 18-Jährige in einer unglücklichen Situation eine sehr schwere Knieverletzung zugezogen, die ihn noch bis zum Ende der Saison zum Zuschauen verdammt. Die Reha läuft aber nach Plan und der Heilungsprozess macht sehr gute Fortschritte, um dann zur neuen Saison wieder voll angreifen zu können.

Bis zu seiner Verletzung konnte der angehende Abiturient trotz seiner jungen Jahre bereits große Erfolge feiern. Unter anderem führte er 2021 als B-Jugendlicher die Baggerseepiraten erstmals in die A-Jugend-Bundesliga und 2022 direkt zum Titel im DHB-Pokal. Im gleichen Jahr sicherte er sich mit der deutschen U17-Juniorennationalmannchaft in einem packenden Finale gegen Dänemark die Goldmedaille bei den European Youth Olympics und setzte dabei in der Schlussphase des Spiels entscheidende Akzente. Parallel zeigte er sich bereits als 17-Jähriger regelmäßig im Drittliga-Team der Baggerseepiraten als Torschütze.

Der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, sagte: „Wir sind sehr glücklich über die Vertragsverlängerung von Ben. Seine Entwicklung ist natürlich auch Handball-Deutschland nicht entgangen und viele Bundesliga-Vereine haben Ben ins Blickfeld genommen. Umso mehr macht es uns stolz, dass Ben weiterhin das Trikot der Baggerseepiraten tragen wird. Er ist seit der C-Jugend bei uns und identifiziert sich sehr mit dem Verein. Wir werden ihm aber nach seiner schweren Verletzung auch die notwendige Zeit geben die er braucht, um wieder topfit auf dem Spielfeld stehen zu können.“

Ben Seidel sagte über seine Vertragsverlängerung: „Die HSG ist zu meiner sportlichen Heimat geworden und ich fühle mich hier sehr wohl. Ich freue mich, weiterhin in dieser jungen talentierten Mannschaft zu spielen und kann es kaum erwarten mit den Jungs wieder auf dem Spielfeld zu stehen. Mein oberstes Ziel ist es aber erstmal vollständig gesund und fit zu werden. Alles Weitere kommt dann von alleine.“

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

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Wie René Krug, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit beim TV Kirchzell, mitteilte, gibt es in der ersten Männermannschaft, die derzeit souverän die Tabellenführung in der Handball Oberliga Hessen inne hat, gute Neuigkeiten.

Nachdem jüngst bekannt wurde, dass das Trainerteam Andi Kunz und Alex Hauptmann sowie Führungsspieler Tim Häufglöckner ihre Verträge verlängert haben, wurden nun zwei weitere Arbeitspapiere verlängert.

Torhüter Tobias Jörg, der seit 2015 beim TVK das Tor hütet, hat seinen Kontrakt bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Er sagt: “Ich fühl mich wohl in Kirchzell und wir sind eine super Mannschaft, mit der man viel Spaß haben kann. Außerdem geh ich dann nächstes Jahr in meine zehnte Saison und die wollte ich auf jeden Fall in Kirchzell absolvieren.”

Auch Oleh Soloviov wird weiter das TVK Trikot tragen. Der Rückraumspieler hat sich als Abwehrspezialist gemausert und an ihm ist kaum ein Vorbeikommen. Aber auch im Angriff spielt er im Team eine große Rolle. Er ist seit 2020 im Verein und hat bis zum 30. Juni 2026 unterschrieben.

 

 

Die Bilder der beiden Spieler hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 
 

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Handball Bundesligist HSG Bensheim/Auerbach ist immer wieder für eine Überraschung gut. Was die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm derzeit leistet, ist aller Ehren wert. Erst holte sie jüngst beim Thüringer HC im Meisterschaftsspiel mit 27:26 zwei Punkte. Ein paar Tage darauf entzauberten die Flames im Gruppenspiel der EHF European League vor 681 begeisterten Zuschauern in der Untermainhalle in Elsenfeld den Top-Favoriten Neptunes de Nantes. Mit 37:30 (19:19) feierte das HSG-Team einen in der Höhe nie erwarteten Erfolg. Erfolgreichste Torschützin der Flames war Lucie-Marie Kretzschmar mit 13 Toren – bei 14 Versuchen. Sie war nie zu halten und traf ein ums andere Mal.

Die starke Teamleistung ist umso höher anzurechnen, wenn man das Programm der letzten Wochen kennt. Hinzu kommt, dass Nantes eine Mannschaft mit viel internationaler Erfahrung ist, während es für die Flames die erste internationale Saison überhaupt in der Geschichte des Vereins ist.

Kein Wunder, dass HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel sagte: „Ganz ehrlich, ich bin sprachlos. Was soll ich sagen? Wir haben heute ein fantastisches Spiel gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir mal so ein Spiel gemacht haben. Ich glaube, das war, seitdem ich hier bin, eines unserer besten Spiele und es ist jetzt ja auch nicht irgendein Gegner gewesen, sondern Nantes. Und wir haben sie einfach dominiert. Wir haben in der ersten Halbzeit schon ganz, ganz viel richtig gemacht, im Angriff und in der Abwehr, auch die 5-1 hat sehr gut funktioniert, aber da haben wir noch ein oder zwei Tore zu viel bekommen.”

In der zweiten Halbzeit kassierte die HSG nur noch elf Gegentore. Die Trainerin weiter: “Wir haben denen dann den Schneid abgekauft und natürlich mit Vanessa im Tor. Das gehört dazu, aber wir haben vorne eine sehr gute Quote beim Werfen und wir haben ganz viele Lösungen gefunden. Ich bin einfach sprachlos, weil wir so viel Spaß hatten mit Kempa und mit allem, was dazugehört. Wir haben auch absolut verdient gewonnen. Das ist keine Selbstverständlichkeit und mir fehlen einfach die Worte, für das, was wir da abgerissen haben. Das ist schon aller Ehren wert und da können wir megastolz drauf sein.”

Die Ausgangslage war einfach. Im Hinspiel hatte Nantes zu Hause mit 39:27 gewonnen und wäre mit einem Sieg in Elsenfeld nach CS Gloria 2018 BN als zweite Mannschaft der Gruppe C ins Viertelfinale eingezogen. Die Flames mussten gewinnen, um die theoretische Minimalchance zu wahren, um im Rennen um einen Platz im Viertelfinale zu bleiben.
Neptunes de Nantes war der Topfavorit vor dem Spiel und zählt auch immer noch zu den Favoriten, was den Gewinn dieses Wettbewerbs angeht. Das Team von der Dänin Helle Thomsen hat einen Kader, von dem man nur träumen kann, u.a. mit drei französischen Weltmeisterinnen Tamara Horacek, Lena Grandveau und Oriane Ondono. So wurden die Gäste zunächst ihrer Favoritenrolle gerecht. Dann begann das Torfestival der eingewechselten Lucie-Marie Kretzschmar, die durch vier Tore in Folge auf 12:13 (20.) verkürzte. Kurz danach stand es 14:13 für die Flames, doch letztlich ging es mit 19:19 in die Pause.

In der zweiten Hälfte kam Vanessa Fehr ins Tor der Flames und konnte direkt die ersten Bälle parieren. Doch bis zum 24:24 (37.) blieb die Begegnung ausgeglichen. Dann zogen die Flames durch einen 3:0-Lauf und Tore von Jill Kooij, Amelie Berger und Alicia Soffel auf 27:24 (41.) davon. Nantes blieb dran. Die Gäste mussten in der Schlussphase auf Oriane Ondono mit Rot verzichten. Sie foulte Alicia Soffel und sie verletzte sich an der Hand, konnte nicht mehr eingesetzt werden. Fünf Minuten vor dem Ende stand es 33:28 und Nantes hatte den gut aufgelegten Flames nichts mehr entgegenzusetzen.

In der EHF European League geht es für die Flames am 17. Februar zum letzten Spiel zu CS Gloria 2018 BN nach Rumänien. Davor steht am Mittwoch das Match in der Liga gegen den VfL Oldenburg.

 

Gut lachen hatte Flames Kapitänin Lisa Friedberger beim tollen Sieg gegen Nantes. Das Bild hat sie uns zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt verlor im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres nach einer großen kämpferischen Leistung – vor allem in der Abwehr – mit 21:23 (10:9) bei der SG BBM Bietigheim.

Bereits vor der Partie war klar, dass das Match bei den Baden-Württembergern kein Selbstläufer werden würde. Bietigheim musste gewinnen, um den Anschluss an die Tabellenspitze zu behalten, zudem hatte der Gastgeber noch eine Rechnung aus dem Hinspiel mit dem TVG offen.

Es war das erste Pflichtspiel für die Unterfranken mit Neuzugang Lars Röller für Dino Corak am Kreis sowie Povilas Babarskas an der Seitenlinie. Er vertritt Chefcoach Michael Roth nach dessen Hüft OP. Die Gäste begannen gut und nach einem kurzen Abtasten auf beiden Seiten erzielte Stefan Salger das erste Tor für seine Mannschaft, Juan de la Pena glich aus und Lars Röller verwandelte zweimal hintereinander zum 3:1. Bietigheim wiederum egalisierte das Ergebnis, danach dauerte es fünf Minuten, bis Mario Stark das 4:3 erzielte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt zeigte sich, dass beide Mannschaften sehr gut in der Abwehr standen – mit jeweils sehr guten Torhüter-Leistungen. Nach 15 Minuten wurden jeweils nur fünf Tore auf beiden Seiten geworfen. Dann aber war es der TV Großwallstadt, der einen Lauf hatte und sich mit drei Toren auf 8:5 absetzte. Doch der Gastgeber hielt dagegen und glich erneut aus. Mit einem knappen 10:9 für die Gäste ging es in die Pause. Kurz zuvor musste Finn Wullenweber nach einem Foul das Spielfeld mit einer Roten Karte verlassen und das tat dem TVG weh.

Gäste erhöhten nach der Pause

Den Wiederanpfiff nutzten die Gäste, um auf 12:9 zu erhöhen. Doch die SG, die von ihrem Publikum frenetisch angefeuert wurde, ließ nicht abreißen, sondern glich zum 13:13 aus. Eine letzte Führung durch Lars Röller, dann drehte Bietigheim den Zwischenstand in den letzten 15 Spielminuten zu seinen Gunsten und nutzte die anschließende Schwächephase des TVG aus, um auf 23:18 davonzuziehen. Zu viele technische Fehler erlaubte sich der Gast im Angriff. Doch die Unterfranken ließen sich nicht abschütteln, warfen noch einmal alles in die Waagschale. Interimscoach Povilas Babarskas stellte auf eine offensive Deckung um und sein Team gab alles. Aber näher als auf zwei Treffer kamen die Gäste nicht mehr heran.

Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den TVG den möglichen Sieg gekostet haben. Petros Boukovinas im Tor war in überragender Form sowie Neuzugang Lars Röller war mitverantwortlich für eine überragende Abwehrleistung, was viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben sollte. Boukovinas, der 15 Paraden verzeichnete, sagte nach Spielschluss: “Wir haben einen großen Kampf abgeliefert, haben aber auch viele Freie verworfen. Die Rote Karte von Finn Wullenweber hat uns sicher geschwächt. Aber generell ist jedes Spiel in der zweiten Liga schwer. Wir müssen jetzt nach vorne schauen.” SG-Spieler Christian Schäfer meinte: “Der TVG-Torhüter Boukovinas hat sehr gut gehalten, so dass wir nicht weggekommen sind. Wir haben uns sehr schwer getan und das Problem war, dass wir einfach nicht in unser Tempospiel gekommen sind.”

TVG-Interims-Trainer Povilas Babarskas analysierte sein erstes Spiel wie folgt: „Wir standen in der Abwehr stark mit unserer 6:0 und 5:1-Deckung und führten in der zweiten Halbzeit mit drei Toren. Aber auswärts zu gewinnen ist dreimal schwieriger als zuhause. Da bekommst du keine Hilfe von den Schiris und hast die Zuschauer gegen dich. Wenn du in Bietigheim gewinnen willst, musst du alle Siebenmeter reinmachen, musst weniger technische Fehler als der Gegner haben und die Überzahl nutzen.“

 

 

Das Bild, das Torhüter Petros Boukovinas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

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In der Gruppenphase der EHF European League geht es so langsam auf die Zielgerade und die HSG Bensheim/Auerbach empfängt am letzten Heim-Spieltag der Gruppe C die Mannschaft aus Frankreich, Neptunes de Nantes. Anwurf in der Elsenfelder Untermainhalle ist am heutigen Samstag um 16 Uhr.

Die HSG hat viel Selbstvertrauen getank nach dem sensationellen 27:26-Auswärtssieg in der Meisterschaftsrunde beim Thüringer HC. Damit stehen sie nun auf Platz zwei der Tabelle.

Die internationalen Spiele in der EHF European League bezeichnen die Flames dieses Jahr noch als „Lehrjahr“ und HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm sagt: “Das wird ein megaschweres Spiel. Nantes steht mit dem Rücken zur Wand. Sie haben bereits beide Spiele gegen Gloria absolviert. Im ersten Spiel haben sie sich Unentschieden getrennt und jetzt am Wochenende haben sie gegen Gloria verloren. Da dürfen sie sich keine Ausrutscher mehr leisten und von daher werden die natürlich hier mit breiter Brust auftreten und alles investieren, um die 2 Punkte zu holen. Sie wollen unbedingt weiterkommen und das geht nur wenn sie gegen uns gewinnen. Wir wissen, dass sie Favorit sind und wir wissen, was auf uns zukommt.”

Hinspiel ging zu deutlich verloren

Nach der Niederlage letzte Woche bei MKS FunFloor Lublin dürfte das Erreichen des Viertelfinales in der EHF European League für die Flames nur noch theoretisch möglich sein.  Als Gruppenletzter haben die Flames ebenso 2:6 Punkte, wie MKS FunFloor Lublin. Bereits qualifiziert für das Viertelfinale ist der rumänische Vertreter CS Gloria 2018 BN nach dem 34:29-Sieg vergangene Woche gegen Neptunes de Nantes. Gloria führt die Tabelle mit 7:1 Punkten an, Nantes liegt mit 5:3 Punkten auf dem zweiten Platz und kann sich mit einem Sieg bei den Flames ebenfalls das Viertelfinale sichern. Daher ist das Ziel von Nantes ein Sieg. Das Hinspiel in Frankreich verloren die Flames mit 27:39, was in dieser Höhe allerdings nicht notwendig gewesen wäre. Aber das Team mit den drei Weltmeisterinnen Lena Grandveau, Tamara Horacek und Oriane Ondono nutzte jeden kleinen Fahler gnadenlos.

Debüt von Jill Kooij

Verzichten muss die HSG auf ihre drei Kreisläuferinnen Dionne Visser, Isabell Hurst und Sophia Ewald. Ihr internationales Debüt im Flames-Trikot feiern kann dagegen Neuzugang Jill Kooij, da die Spielberechtigung von der EHF rechtzeitig erteilt wurde. Die HSG Bensheim/Auerbach vermeldete den Neuzugang für die laufende Spielzeit 2023/24. Von VOC Amsterdam wechselt die niederländische Kreisläuferin Jill Kooij mit sofortiger Wirkung an die Bergstraße. Sie erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Nach dem Ausfall aller drei Kreisläuferinnen, Dionne Visser, Isabell Hurst und Sophia Ewald, waren die Verantwortlichen der Flames zum Handeln auf dieser Position gezwungen und fanden in Jill Kooij einen erfahrenen Ersatz. Die 27-Jährige verfügt bereits über Erfahrung in der Bundesliga, denn sie trug von 2019 bis 2022 das Trikot des Ligakonkurrenten Sport-Union Neckarsulm. Nach der Saison 2022 wechselte sie auf eigenen Wunsch zurück in die Heimat. Dort ist die Niederländerin in der Saison 2022/23 für den VOC Amsterdam aufgelaufen. Danach hielt sie sich individuell fit.

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Am Samstag trifft Handball Zweitligist TV Großwallstadt im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres auf den Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim. Anwurf in der EgeTrans Arena ist um 19.30 Uhr.

Nach einer kurzen Winterpause stehen die Blau-Weißen seit dem 15. Januar wieder im Training und haben sich intensiv auf den Start am Samstag vorbereitet. In insgesamt fünf Testspielen musste man sich gegen die beiden Erstligisten HC Erlangen und MT Melsungen geschlagen geben, konnte dafür aber gegen den Sydney Uni Handball Club sowie die SG Leutershausen gewinnen und vor allem das letzte Kräftemessen gegen den Ligakonkurrenten HSC 2000 Coburg, welches mit 34:27 gewonnen wurde, hat für Selbstvertrauen gesorgt.

Lars Röller, der den in Richtung HSV Hamburg gewechselten Dino Corak am Kreis ersetzen soll, hat sich gut in die Mannschaft integriert und konnte erste Akzente setzen. Und auch das Fehlen von Cheftrainer Michael Roth aufgrund einer Hüft-OP kompensiert der neue Co-Trainer Povilas Babarskas sehr zufriedenstellend.

TVG gerüstet für Bietigheim

Alles in allem ist das Team also gerüstet für das Aufeinandertreffen mit dem Aufstiegsaspiranten Bietigheim. Denn diese Partie wird sicherlich kein leichtes Unterfangen. Die Baden-Württemberger benötigen die Punkte, um den Anschluss an Tabellenführer Potsdam zu halten und um sich nach hinten Luft zu verschaffen. Außerdem hat das Team um Trainer Iker Romero Fernandez natürlich auch noch eine Rechnung mit den Gästen offen. Im Hinspiel waren die Bietigheimer als klarer Favorit angereist und der TVG hatte der SG damals einen kleinen Dämpfer versetzt und eine unerwartete Niederlage zugefügt. In einem wahren Handballkrimi sicherten Rückraumspieler Adrian Kammlodt und Torhüter Jan-Steffen Minerva damals die beiden Punkte in den dramatischen letzten Minuten.

Geht es nach dem Willen der Bietigheimer, soll das nun vor heimischem Publikum anders werden. Die Hausherren möchten mit einem Sieg ins neue Jahr starten, der TVG will das verhindern. Dafür wollen der neue Kapitän Mario Stark und Co. sorgen.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Handball Drittligist TV Gelnhausen hat sich für die Saison 24/25 die Dienste von Jonas Dambach gesichert. Das gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Der 25-Jährige kommt vom Liga-Konkurrenten TuS Dansenberg zu den Barbarossastädtern.

Der 1.93 Meter große Jonas Dambach gilt als ebenso abwehrstark wie torgefährlich. Mit 96 erzielten Treffern rangiert der Linkshänder in der Staffel Süd-West aktuell auf dem elften Platz in der Torschützenliste. Über die Stationen TSV Buchen, TV Großwallstadt Junioren, HSG Falken Groß Bieberau und Dansenberg kommt der in Griesheim wohnende Akteur nun nach Gelnhausen.

„Ich freue mich sehr auf die Mannschaft. Sie ist jung, dynamisch und individuell sehr gut ausgebildet“, sagt Dambach, der im halbrechten Rückraum zum Einsatz kommen wird. “Aber auch das Umfeld beim TV Gelnhausen ist sehr professionell geworden und ich freue mich darauf, ein Teil davon zu sein“, sagt Dambach weiter.

Ein Faktor, warum er sich für den TV Gelnhausen entscheiden hat, ist die besondere Stimmung in der Rudi-Lechleidner-Halle, die der für das Porsche Zentrum Darmstadt arbeitende Technologieexperte allerdings bisher nur gegen sich erleben durfte. Die bedingungslose Unterstützung der eigenen Mannschaft durch die TVG-Fans, insbesondere wenn es einmal nicht so rund lief für den TVG, haben ihn bei seinen bisherigen Gastauftritten stets sehr beeindruckt.

„Die Zuschauer hier in Gelnhausen sind immer sehr emotional dabei. Und wenn die Halle voll ist, dann ist es hier extrem geil hier zu spielen“, freut sich der sympathische 90-Kilo-Mann auf seine ersten Auftritte im TVG-Dress. Bei seinem letzten Gastbesuch mit Dansenberg verlor Dambach in Gelnhausen zwar mit 23:33, war aber mit neun Treffern der erfolgreichste Schütze seines Teams.

„Jonas ist ein gestandener Drittliga-Liga-Spieler, der mit seinen 25 Jahren und seiner leidenschaftlichen Spielweise sehr gut in unser Team passt. Er war ein sehr umworbener Spieler, der sich am Ende aber klar für den TV Gelnhausen entschieden hat und wir freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit ihm“, sagt TVG-Manager Philip Deinet.

Auch Cheftrainer Matthias Geiger freut sich auf den Neuzugang: „Wir freuen uns sehr, dass die Verpflichtung von Jonas geklappt hat. Mit seiner Wurfkraft aus dem Rückraum bringt er eine zusätzliche Qualität mit, die unser Angriffsspiel bereichern wird.”

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Nachdem vor einiger Zeit Handball Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden bekanntgab, dass Trainer Jan Redmann nach sieben Jahren sein Amt nach dieser Saison nicht mehr ausführen wird, ist nun ein neuer Trainer gefunden. Kein Geringerer als Peter David wird seine Nachfolge antreten. Ab 01. Juli 2024 wird Peter David für die nächsten zwei Jahre das Sagen auf der Bank haben.

„Mit Peter David haben wir einen absoluten Handballfachmann für uns gewinnen können. Seine Spielphilosophie entspricht genau unseren Vorstellungen und er bringt eine große Erfahrung mit. Zudem hat er auf seinen Stationen immer wieder gezeigt, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann. Wir freuen uns schon sehr auf die künftige Zusammenarbeit.“, so der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein.

Peter David beim “Beobachten” seiner Schützlinge im Training

Der 57-jährige Diplom Sportlehrer freut sich sehr auf seine neue Aufgabe und sagt: “Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Ich bin von der Mannschaft begeistert. Sie ist jung, hungrig und ehrgeizig. Auch das Umfeld hat mich überzeugt. Es passt alles. Das wurde mir in den Gesprächen mit Marco gleich klar und ich konnte mich mit dem Konzept der HSG direkt identifizieren. Ich freue mich jetzt schon auf den Start der Saisonvorbereitung. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die gemeinsamen Ziele erreichen und die junge Mannschaft weiterentwickeln werden.“

Peter David ist derzeit bei den tschechischen Erstliga-Handballern HC Robe Zubrí unter Vertrag. Dass er seinen Kontrakt dort nach der Runde auslaufen lässt, begründet er damit, dass ihn die Aufgabe in Nieder-Roden sehr gereizt hat. Aber auch die Familie ist ein Grund, denn Peter David ist ein absoluter Familienmensch: “Ich bin jetzt endlich wieder daheim und die jahrelange Pendlerei, das jahrelange Hin und Her hat nun ein Ende.”

Die Vita von Peter David sucht seinesgleichen

Der ehemalige Nationalspieler der Tschechoslowakei (Tschechien) und der Slowakei ist in der Region kein Unbekannter, sondern hat sich als Trainer einen sehr guten Namen gemacht. Unter anderem beim heutigen Zweitligisten TV Großwallstadt, bei dem er Anfang 2008, damals in der ersten Liga als Co-Trainer von Michael Roth, dem aktuellen Coach der Großwallstädter, agierte. Danach wurde er Cheftrainer (von April 2009 bis Ende 2009). 2010 war er an der Seite von Michael Biegler erneut Co-Trainer beim TVG, übernahm von Ende 2010 bis zum Sommer 2013 wieder die Verantwortung auf der Bank.

Vater und Sohn verstehen sich sehr gut! Leon spielt beim Drittligisten TV Gelnhausen und ist ab der kommenden Runde mit seinem Verein einer der großen “Konkurrenten” von Papa Peter

Seine Stationen waren unter anderem noch bei der HSG Sulzbach/Leidersbach, SG Werratal, TV Großwallstadt und TVG Junioren Akademie, damaliges HBLZ. Danach tranierte er den Erstligisten Tatran Presov (Slowakei), mit denen er slowakischer Meister wurde und den Pokal holte. Er trainierte die tschechischen Erstliga-Damen DHK Banik Most und wurde mit ihnen gleich viermal Meister. Danach kam die Station bei den slowakischen Erstliga-Damen MSK Iuventa Michalovce.  2019 wurde der sympathische Vollblut-Coach, der bereits als Spieler mit Dukla Prag die Meisterschaft geholt hat, als Trainer des Jahres in Tschechien ausgezeichnet.

Bis zum Saisonende arbeitet er bei HC Robe Zubrí. Wer Peter David kennt, weiß, dass er bis zum letzten Tag bei seinem jetzigen Verein alles geben wird: “Ich werde bis zum Ende der Runde alles für meinen jetzigen Verein geben .”

 

Wir wünschen Peter bei seiner neuen Aufgabe viel Erfolg und alles Gute!

 

Die Bilder hat uns Peter David zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

 

 

 

 

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, ist dem TV Gelnhausen gegen den TuS Opladen ein Unentschieden gelungen. Die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einem knappen Sieg aus Düsseldorf Ratingen nach Hause. Die HSG Hanau musste daheim eine Niederlage gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hinnehmen.

 

Niederlage im Hessenderby

Die HSG Hanau hat im Kampf um die vorderen Tabellenplätze einen Dämpfer hinnehmen müssen, denn sie unterlag in einer zerfahrenen Partie mit vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 31:34 (14:18). Es fehlte den Hausherren vor allem an der letzten Konsequenz im Abschluss, um die beiden Punkte in Hanau zu behalten. Zwar stemmte sich das Team – insbesondere Cedric Schiefer mit neun Treffern – in der zweiten Halbzeit gegen die drohende Niederlage, doch der zwischenzeitliche Rückstand von sieben Toren ließ sich nicht mehr umbiegen.

„Ich bin heute natürlich weniger gut gelaunt, da wir eine volle Halle und tolle Stimmung von den Rängen hatten, aber in keiner Sekunde des Spiels nur ansatzweise unsere Leistung abrufen konnten“, monierte HSG-Cheftrainer Hannes Geist beim anschließenden Interview. „Ich kann Dutenhofen nur gratulieren. Am Ende des Tages hätte man heute viele Taktikten ausprobieren können, aber wir waren zu keiner Phase des Spiels bereit, hier den Kampf anzunehmen.“

Das Heim-Team tat sich auf dem Feld merklich schwer, seinen Weg in die emotionsgeladene Partie zu finden. Dutenhofen/Münchholzhausen II legte dabei vor und Hanau zog durch Luca Braun beim 2:2 (5. Minute) und 3:3 von Dziugas Jusys (6.) nach. Als Cedric Schiefer in der zehnten Minute eine Zeitstrafe erhielt, gerieten die Grimmstädter mit 6:9 in Rückstand. Danach nahmen dann auch die Hinausstellungen von Jonas Ahrensmeier und Abwehrkante Jusys den Spielfluss, so dass die Mittelhessen ihre Führung sogar auf 10:6 (16.) ausbauten. Hanau steckte aber nicht auf, hielt dagegen und kam zwischenzeitlich beim 10:11 von Julian Fulda (21.) wieder heran. Doch in der Abwehr verteidigten die Gäste weiterhin gallig und stellten die Hausherren im gebundenen Spiel Sechs-gegen-sechs immer wieder vor Probleme. Es folgte ein 12:18-Rückstand, den Robin Marquardt und Nils Schröder, mit ihren Toren vor dem Seitenwechsel, aber noch auf 14:18 verkürzten.

Aufbäumen nach Wiederanpfiff

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war Hanau gleich zwei Mal durch den treffsicheren Paul Hüttmann erfolgreich und weiterhin am Gegner dran. Als dann aber Dutenhofens Spielmacher Lukas Gümbel das zwischenzeitliche 22:17 (34.) erzielte, schien der Druck auf den Gegner wieder etwas genommen. Geist probierte viel und ließ seine Mannschaft zwischenzeitlich in einer 4:2-Deckung verteidigen, es fehlte aber die letzte Konsequenz. „Wir haben es einfach nicht geschafft hier und heute den Schalter umzulegen“, so der Hanauer Cheftrainer. „Zwei Punkte hätten wir nicht verdient gehabt.“

In der 45. Minute wuchtete Jonas Ahrensmeier das Spielgerät zum 23:26 in die Maschen, eine Aufholjagd in der Schlussviertelstunde blieb aber aus. Nachdem Dutenhofen II das 33:26 (54.) erzielt hatte, deckte Hanau gegen die Mittelhessen in offener Manndeckung und erarbeitete sich so noch einige Möglichkeiten. Hüttmann setzte beim 31:34 (60.) den Schlusspunkt. „Das war definitiv nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, so Geist. „Wir hatten uns nach der einwöchigen Pause eigentlich viel mehr vorgenommen. Wenn man vorne die Bälle nicht reinwirft und hinten auch das Spielglück fehlt, dann hat Dutenhofen diese Partie am Ende auch verdient gewonnen.“

 

TV Gelnhausen holt Remis im Nervenkrimi

Der TV Gelnhausen sicherte sich in einem wahren Nervenkrimi gegen den TuS 1882 Opladen einen Punkt und bleibt in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen. Vor der tollen Kulisse trennten sich die beiden Teams 26:26 (16:14). Damit können die Barbarossastädter den achten Tabellenplatz festigen. „Das Spiel war heute durch einige Fehler auf beiden Seiten geprägt, trotzdem sind beide Teams sehr emotional und kämpferisch aufgetreten. Für so ein Spiel muss man beide Mannschaften loben.“, sagte Chef-Trainer Matthias Geiger.

Von Beginn an lieferten sich die Kontrahenten ein körperlich intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. Der Gegner aus Opladen hatte sich gut auf das Geiger-Team eingestellt und verstand es, das Tempospiel des TVG mit einer soliden Abwehr zu unterbinden. In der bis zur letzten Sekunde hochdramatischen  Partie schaffte es keine der beiden Mannschaften sich entscheidend abzusetzen. In der 29. Minute konnten die sich Rotweißen durch ein Tor vom Kreisspieler Leon David immerhin mit zwei Toren in Führung gehen. Dem Treffer war ein geniales Zuspiel von Malolepszy vorangegangen, der den Ball hinter seinem Rücken zum Mitspieler passte. So konnte der Gastgeber mit einer 16:14-Führung in die Kabine gehen.

Führung hielt nicht an

Zu Beginn der zweiten Hälfte erzielten die Barbarossastädter durch Thimo Wagner das 17:14. Es sollte die höchste Führung im Spiel bleiben. Diese hielt allerdings nicht lange an und es blieb weiterhin ein sehr enges Spiel auf Augenhöhe.

Nach 45 Minuten musste Maxim Swiedelsky vom TuS Opladen das Spielfeld nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe mit einer roten Karte verlassen. Diesen Vorteil konnte der TVG jedoch nicht für sich nutzen, da nur eine Minute später der eigene Kreisläufer Max Bechert ebenfalls mit einer roten Karte vom Platz gehen musste. Nachdem der TVG über weite Strecken der Partie meist hauchdünn eine Führung verteidigen konnte, drohte das Pendel In den letzten zehn Minuten zugunsten der Gastgeber auszuschlagen. Nur mit Hilfe einer Siebenmeter-Parade von Torhüter Julian Lahme beim Stande von 23:25 konnte sechs Minuten vor Schluss ein Drei-Tore-Rückstand noch verhindert werden. Der Schlussmann war bei den entscheidenden Szenen mit wichtigen Paraden zur Stelle, so dass der Gegner nur einen von fünf Siebenmetern verwandeln konnte.

Durch eine wahre Energieleistung und einen Treffer von Jonathan Malolepszy stellte der TVG das Ergebnis tatsächlich noch auf 26:26 und ging mit einem Unentschieden und in Überzahl in die letzte Spielminute. In dieser erkämpften sich die Rotweißen noch einmal den Ball und hatten in den letzten 18 Sekunden des Spiels noch die Chance auf den Siegtreffer. Leider verlor man den Ball wenige Sekunden vor Abpfiff. Für Opladen reichte es aber nicht mehr, um einen vernünftigen Angriff aufs Tor zu bringen. Somit endete das Match mit einem 26:26.Remis. „Ein Lob an die Halle, das war ein richtig guter Hexenkessel. Man hat hier gegen 700 Zuschauer gespielt und gegen eine Mannschaft, die nie aufgegeben hat. Am Ende können wir mit dem einen Punkt gut leben.“, sagte Gäste-Trainer Fabrice Voigt zum Abschluss des Spiels.

„Das Unentschieden geht für uns auch in Ordnung. Unterm Strich steht, dass wir in der Hinrunde mit 1:5 Punkten gestartet sind und jetzt in der Rückrunde mit 5:1 Punkten. Das ist ein klarer Trend nach oben“, lobt Chef-Trainer Matthias Geiger den geglückten Rückrundenstart des TVG.

 

Baggerseepiraten trotzen allen Widrigkeiten

Einen gelungenen sportlichen Einstieg ins Jahr 2024 konnten die Baggerseepiraten feiern. Beim Aufsteiger in Ratingen hatten die Jungs von Trainer Redmann meistens die Nase vorn, mussten am Ende aber noch etwas zittern, bevor der 35:34 (19::15)-Auswärtssieg der laufenden Runde unter Dach und Fach war.

Die Vorbereitung auf die erwartet schwere Partie verlief etwas holprig. „Seit Jahresanfang sind einige Spieler gesundheitlich angeschlagenen, ein komplettes Training war bisher kaum möglich“, so Jan Redmann der wieder zu Improvisationen gezwungen war. Denn mit Nils Hassler fehlte der treffsicherste Schütze in den Reihen der Rodgauer und auch Johannes von der Au signalisierte nach dem Aufwärmen, dass er nicht einsatzfähig war. Zudem zog sich die Anreise aufgrund von Verkehrsbehinderungen etwas länger als geplant, doch mit dem Anpfiff wurden alle negativen Nebengeräusche ausgeblendet. So entwickelte sich sofort eine muntere Partie, in der die Baggerseepiraten schnell mit 3:0 in Führung gingen. In der temporeichen Begegnung kamen die Gastgeber dann zwar auch zu ein paar Treffern, doch die HSGler zeigten sich extrem kaltschnäuzig im Angriff. Vor allem Niklas Roth blühte richtig auf, traf fast nach Belieben und war damit hauptverantwortlich dafür, dass seine Farben weiterhin einen knappen Vorsprung behaupteten. Im defensiven Mittelblock arbeiteten Philipp Wunderlich und der wiedergenesene David Wucherpfennig erfolgreich gegen die individuell top besetzten Ratinger, so dass sich am Spielstand bis zur Halbzeit (15:19) recht wenig änderte.

Gäste drückten aufs Gas

Nach Wiederanpfiff hielten die Baggerseepiraten bis zum 22:18 weiterhin den Fuß auf dem Gaspedal, doch ab der 35. Minute wurden erste Verschleißerscheinungen sichtbar. „Uns war klar, dass wir irgendwann mit dem Wechseln anfangen müssen. David ist noch nicht bei 100 Prozent, der brauchte einfach mal eine Verschnaufpause genauso wie einige andere“, so Redmann. So kam gehörig Rotation in die Aufstellung der Rodgauer, bei denen unter anderem Jonas Markert auf der halbrechten Position gegen den bundesligaerfahrenen Ante Grbavac verteidigte. „Das hat er wirklich hervorragend gelöst, insgesamt hat mir die offensive 3-2-1 heute sehr gut gefallen“, zollte Redmann dem Engagement seiner blutjungen Truppe gehörig Respekt. Die erholten sich von dem kleinen Zwischentief, doch die Begegnung blieb jetzt hart umkämpft. Immer wieder gelang den Gastgebern, bei denen beide Außen fast fehlerfrei agierten der Ausgleich (27:27, 31:31, 32:32). So brachen die letzten fünf Minuten an, in denen zunächst Simon Brandt die erneute Führung zum 33:32 erzielte. Erneut gelang Ratingen der Ausgleich und im eigenen Angriff vergaben die Rodgauer eine gute Chance, so dass die gut 100 Zuschauer schon auf die erste Führung ihrer Mannschaft hofften. Die routinierten Gastgeber brachten wieder den siebten Feldspieler, aber dann unterlief ihnen ein technischer Fehler, den HSG-Kapitän Marco Rhein mit einem Treffer ins leere Tor sofort zum 34:33 bestrafte.

Hellwach in der Abwehr gelang der nächste Ballgewinn und als Niklas Roth mit einem feinen Pass Nils Haus in Szene setzte, ließ sich der A-Jugendliche nicht lange bitten und entschied mit seinem dritten Treffer das Spiel. Ein zufriedenes Resumee zog Cheftrainer Redmann nach den nervenaufreibenden Schlussminuten: „Was soll ich sagen, außer dass ich heute wirklich sehr stolz auf die ganze Truppe bin? Jeder hat seine Aufgabe erfüllt, das war der erwünschte positive Auftakt nach sechs Wochen Pause. Jetzt wollen wir hoffen, dass sich einige angeschlagene Spieler gut regenerieren und wir dem Topfavoriten Krefeld am 18.02. vor heimischer Kulisse einen großen Kampf liefern.“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.