Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen verteidigte der TV Kirchzell im Derby gegen die Tuspo Obernburg souverän seine Tabellenführung und gewann in der Obernburger Ballmann Halle verdient mit 29:24 (14:9).

Joshua Löffelmann, TVK Keeper, in Aktion. Das Bild hat uns die Tuspo zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Die Obernburger Halle war bis zum letzten Platz besetzt und die Stimmung hätte nicht besser sein können. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein sehr umkämpftes Spiel, in dem die Gäste schnell mit 3:0 in Führung lagen. Der Tuspo-Angriff tat sich zunächst schwer, denn der Spitzenreiter stand bärenstark in der Abwehr und hatte in Torhüter Joshua Löffelmann einen sehr starken Rückhalt. So kamen die Hausherren erst in der achten Minute zu ihrem ersten Treffer, schlossen in der Folge aber zum 5:7 auf. Der eingewechselte Tuspo-Torhüter Sandro Friedrich hielt in der 21. Minute beim 6:9 einen Strafwurf von Ievgen Zhuk und die Halle stand Kopf. Aber die Gäste agierten sehr abgeklärt, zogen das Tempo an, so dass beim 9:14 die Seiten gewechselt wurden.

TVK zog davon

Nach Wiederbeginn stand Sandro Friedrich zwischen den Pfosten und die Tuspo verkürzte auf 12:15 (35.). In dieser Phase erlaubte sich die Mannschaft von Trainer Rudi Frank nun zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Die Gäste machten es besser und führten in der 46. Minute mit 22:15. Tuspo-Trainer Frank nahm die Auszeit, versuchte sein Team neu einzustellen. Als sich dann aber auch noch Linkshänder Tobias Raab am Fuß verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, sah die Tuspo ihre Felle davonschwimmen.

Thomas Keck von der Tuspo im Anflug. Das Bild hat uns die Tuspo zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Die Obernburger versuchten es in der Schlussphase noch einmal mit dem siebten Feldspieler und mit einer offenen Deckung. Aber die clever agierenden Gäste ließen sich im hitzigen Derby den Sieg nicht mehr nehmen. Während Tuspo-Trainer Rudi Frank nach Spielschluss enttäuscht war, freute sich TVK-Trainer Andi Kunz über die Leistung seines Teams und über die nächsten Punkte.

 

 

 

Klarer Sieg für die Falken in Hüttenberg

Nach der desolaten Leistung der vergangenen Woche machte es die TSG Groß-Bieberau diesmal in Hüttenberg besser und kam mit einem 33:20 (14:9)-Sieg nach Hause. Das Team von Trainer Beilstein steigerte sich ohne die erkrankten Robin Büttner und David Lubar von Minute zu Minute und führte in der 20. Minute schon mit 10:5. Mit 14:9 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel drehte die TSG auf und erhöhte den Vorsprung innerhalb drei Minuten auf 18:9. Hüttenberg gab sich zwar nie auf, fand aber keine Mittel gegen die gut aufspielenden Odenwälder. Tor um Tor zogen die Falken davon und ließen dabei sogar noch einige gute Tormöglichkeiten aus. Am Ende stand ein verdienter Sieg zu Buche.

 

 

Das Bild von Niklas Ihmer hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Hanau stattet seinen Perspektiv-Spieler Phillip Busse mit einem neuen Vertrag bis zum Sommer 2025 aus. Der 20-Jährige, der auch in der Oberligamannschaft der Grimmstädter zum Einsatz kommt, kann auf allen Rückraumposition agieren. Mit seinen 1.88 Metern strahlt das Nachwuchstalent jede Menge Dynamik und Schnelligkeit im Angriff aus. Sein Coach bescheinigt ihm noch großes Entwicklungspotenzial.

„Wir freuen uns alle sehr, dass Phillip seinen Vertrag in Hanau um ein weiteres Jahr verlängert hat und gemeinsam mit uns seine erfolgreiche Entwicklung weiter vorantreiben will“, meint Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Wenn er mit seinem FSJ demnächst fertig ist, strebt er auch eine Berufsausbildung hier in der Region an.“

„Ich bin sehr glücklich, dass ich auch im kommenden Jahr das Trikot der HSG Hanau tragen darf“, meint Phillip Busse. „Als Team haben wir in den letzten Jahren eine besondere Entwicklung genommen. Ich möchte hier weiter an mir arbeiten und mich dabei für Spielanteile in der 3. Liga empfehlen.“

Der Rechtshänder, der seit 2016 das Trikot der HSG Hanau trägt, kam in der laufenden Saison bislang in neun Ligapartien (4 Tore) und beim DHB-Pokalabend gegen den ASV Hamm-Westfalen zum Einsatz. Im Team von HSG-Cheftrainer Hannes Geist gilt Busse als Spieler, der mit seiner Dynamik besondere Situationen generieren kann und auch gerne dorthin geht, wo es wehtut.

„An Phillip werden wir noch viel Freude haben“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist, mit Blick auf seinen Spieler. „Wenn er sich weiter steigert, seine Schnelligkeit und Spritzigkeit weiterhin erfolgreich einsetzt sowie noch klarer in seinen Aktionen wird, dann hat er noch viel Potenzial.“

Phillip Busse war 2022 eines von vier Talenten, neben Max Moock, Thorben Scholl und Niklas Schierling, welches aus dem eigenen A-Jugend-Bundesliga-Kader nach oben gezogen wurde und ein Teil des Umbruchs war, den die Grimmstädter seit der Saison 2022/23 im Team vorantreiben. Der gebürtige Frankfurter, der in der Vergangenheit für die TGS Niederrodenbach und die JSG Buchberg spielte, wurde mit der C-Jugend des Vereins 2019 hessischer Vizemeister.

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist TV Gelnhausen feiert einen Traumstart in die neue Saison und kommt zu seinem vierten Sieg in Folge. Mit einem überragenden 37:22 (17:17)-Erfolg bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II ziehen die Barbarossastädter an der Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar in der Tabelle vorbei. Vor dem nächsten Vier-Punkte-Spiel gegen Tus 1882 Opladen konnte sich der TVG auf den achten Tabellenplatz verbessern.

„Nach der langen Phase ohne Spiel war am Anfang etwas Nervosität da. Aber wir konnten uns im Verlauf des Spiels immer mehr steigern. In der ersten Hälfte hat uns noch ein bisschen der Zugriff gefehlt. Wir haben ein paar Dinge in der Halbzeit besprochen, die die Jungs dann super umgesetzt haben. Unser Abwehr-Torhüter-Spiel war letztlich die Schlüssel zum Erfolg, dadurch konnten wir einige leichte Tore erzielen“, sagte TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Der TVG hatte einen schweren Start in das Spiel. Zu Beginn erlaubte sich der Gast technische Fehler und scheiterte das ein oder andere Mal an Simon Böhne, dem Schlussmann der Gastgeber. Erschwerend kam hinzu, dass Yannik Mocken bereits in der vierten Minute nach einer Abwehraktion die rote Karte sah und sich bei dieser Aktion auch noch am Fuß verletzte. „Wir gehen erstmal nicht von einer schweren Verletzung aus.“, beruhigte Trainer Geiger nach dem Spiel die Sorgen um den Linksaußen des TVG.

Da auch Felix Reinhardt verletzungsbedingt nicht dabei war, stellte der Mocken-Ausfall den TVG frühzeitig vor weitere Probleme, stand man doch nun ohne echten Linksaußen da. In der Folgezeit übernahmen Torben Fehl und Henrik Müller im Wechsel die Angriffs-Aufgaben Mockens und lösten diese ungewohnte Herausforderung insbesondere im zweiten Durchgang mit Bravour. 

Zuvor galt es aber eine knifflige Phase zu überstehen. Nach 13 Minuten lief der TV Gelnhausen beim Stand von 7:11 bereits einem Vier-Tore-Rückstand hinterher. Im Laufe der ersten Hälfte konnte sich die Mannschaft aber steigern und wieder herankämpfen. Auch dank Alexander Bechert, der in dieser Phase unter anderem zwei Siebenmeter halten konnte. So glich Gelnhausen wenige Minuten vor Ende der ersten Hälfte zum 12:12 durch einen Treffer von Max Bechert aus und konnte auch mit einem Gleichstand von 17:17 in die Halbzeit gehen.

TVG setzte Vorgaben um

Im zweiten Durchgang setzte die Mannschaft die Vorgaben von Trainer Geiger nahezu perfekt um und stellte eine sehr stabile und konsequente Abwehr. Bis zur 37. Minute blieb das Spiel noch ausgeglichen, doch dann startete  der TVG-Express mit einem spektakulären 12:0-Lauf durch und konnte so das Spiel endgültig an sich reißen. Hinten vernagelte Alex Bechert den Kasten und vorne gelangen der Mannschaft einige einfache Tore, so dass sie in der 52. Minute eine komfortable 31:20-Führung rausgespielt hatte.

Damit war das Spiel entschieden. Die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II fand auch in der Schlussphase nicht mehr zurück ins Spiel und es gelangen insgesamt nur fünf Tore in der zweiten Hälfte, wodurch am Ende ein überraschend eindeutiger 37:22-Sieg für die Gelnhäuser zu Buche stand.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, dürfen Hanau und Nieder-Roden pausieren. Aus der hiesigen Region spielt lediglich der TV Gelnhausen und will seine Siegesserie fortsetzen.

Nach einigen Wochen Pause startet das Jahr für den TV Gelnhausen mit einem wegweisenden Duell gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Das erste Spiel im neuen Jahr findet am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Dutenhofen in Wetzlar statt. Der Achtplatzierte aus Wetzlar liegt nur einen Platz vor dem TV Gelnhausen, der mit einem Sieg vorbeiziehen könnte.

„Wir müssen unbedingt konsequent auftreten“, fordert TVG-Cheftrainer Trainer Matthias Geiger in Erinnerung an das Hinspiel, bei dem der TVG trotz einer Sechs-Tore-Führung nicht über ein Unentschieden hinauskam. „Wir brauchen eine bewegliche Abwehr und Zweikampfstärke.“, fordert er. Geiger blickt optimistisch auf das erste Spiel, denn die Formkurve zeigt nach oben und die Mannschaft macht im Training einen guten Eindruck.

Zum Ende des letzten Jahres feierte der TVG drei Siege in Folge. Besonders blieb hierbei das Weihnachtsspiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden im Gedächtnis, das mit 27:26 gewonnen wurde. Nun möchte man in der Barbarossastadt den Schwung aus dem letzten Jahr mitnehmen und die kleine Siegesserie ausbauen.

Die Bundesligareserve der HSG Wetzlar beendete das vergangene Jahr dagegen mit zwei Niederlagen. Zuletzt spielten sie ebenfalls gegen Rodgau Nieder-Roden, verloren im Gegensatz zum TVG aber mit 25:28. Ein besonderes Augenmerk müssen Jonathan Malolepszy und Co. auf Leon Boczkowski und Lukas Gümbel haben, die in den letzten Spielen und auch schon im Hinspiel in Gelnhausen ihre besondere Klasse zeigten.

„Wir dürfen uns keine fahrlässigen Abschlüsse und auch keine technischen Fehler leisten. Da müssen wir im neuen Jahr mehr Stabilität und Kontinuität zeigen.“, sagt Geiger und gibt damit die Richtung für dieses Spiel und die weitere Entwicklung der Mannschaft im neuen Jahr vor.

Auf Grund von Krankheit und Verletzungen muss der Trainer für das Spiel bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen auf Felix Reinhardt, Jannik Geisler und Michael Hemmer verzichten. Der Einsatz von Torwart Julian Lahme ist noch fraglich. Kapitän Malolepszy wird wie zuletzt ein paar Einsatzminuten erhalten können.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der Handball Oberliga Hessen kommt es am Wochenende zu einem interessanten Aufeinandertreffen zwischen der Tuspo Obernburg und dem TV Kirchzell, sprich zwischen dem Tabellensechsten und dem Spitzenreiter. Derbyzeit ist angesagt. Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr in der Ballmann Halle.

Beim Hinspiel hatte die Tuspo beim 27:35 keine Chance gegen die starken Kirchzeller. Im Rückspiel nun will die Mannschaft von Trainer Rudi Frank alles daran setzen, um den Spieß umzudrehen. Es ist für die Obernburger das erste Heimspiel im neuen Jahr und die Ballmann Halle wird sicher aus allen Nähten platzen.

Martin Bieger freut sich auf’s Derby

Einer, der sich sehr auf das Derby freut, ist Martin Bieger. Der Obernburger “fliegt” mit schöner Regelmäßigkeit von außen ein und bringt die gegnerischen Torhüter mit seinen präzisen Abschlüssen zur Verzweiflung. Er sagt: “Natürlich freue ich mich besonders auf das anstehende Derby, vor allem weil wir zuhause gegen den ungeschlagenen Tabellenführer antreten. Die Kirchzeller dominieren derzeit die Liga und sind nur noch wenige Schritte von der Meisterschaft entfernt – zweifellos das Maß aller Dinge in dieser Saison.”

Kämpfer Jan Blank in der Mangel. Er ist immer dort zu finden, wo es weh tut

Aber auch die Hausherren müssen sich keinesfalls verstecken, stehen super da und haben zuletzt erneut gegen den Drittliga Absteiger Pohlheim gewonnen. Martin Bieger sagt daher: “Nach unserer soliden Leistung in Pohlheim konnten wir Selbstvertrauen tanken, was für uns enorm wichtig ist. Wir möchten unbedingt eine Revanche für das Hinspiel, obwohl Kirchzell zweifellos als der absolute Favorit gilt. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben. Die gute Nachricht ist, dass in dieser Woche einige unserer zuvor verletzten Spieler ins Training zurückgekehrt sind. Wir hoffen, dass sie rechtzeitig fit werden und uns im Derby unterstützen können. Mit ihrer Rückkehr und dem gestärkten Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel setzen wir alles daran, Kirchzell herauszufordern und ein spannendes Duell zu bieten.”

Jan Blank sieht ein besonderes Spiel mit Derbycharakter

Der Kapitän der Kirchzeller, Jan Blank, freut sich ebenfalls auf das Match und meinte: “Das ist schon ein besonderes Spiel mit Derbycharakter. Ich weiß, dass ich schon als kleines Kind unbedingt in der Halle beim Derby dabei sein wollte :-)”

Jetzt ist er mittendrin im Geschehen… Trotzdem sagt Jan Blank: “Wir wollen dieses Spiel aber jetzt auch nicht zu hoch hängen. Wir wollen unser Spiel spielen, uns nur auf uns konzentrieren und möglichst die nächsten Punkte holen. Klar, wenn’s vorbei ist, dann kann man sich erzählen lassen, was für ein Tohuwabohu in der Halle los war. Aber erst nach dem Abpfiff. Wir werden als Favorit ins Spiel gehen, unser Ding abspulen und möglichst nicht links oder rechts schauen.”

Doch der TVK-Kapitän warnt auch, wenn er sagt: “Vom Obernburger Trainer Rudi Frank kann immer etwas Überraschendes kommen. Das müssen wir wissen. Doch wir haben unser – sagen wir mal – Matchplan Playbook und da können wir rausholen was wir brauchen. Es wird sicher ein geiles Spiel.” Ob der TVK komplett antreten kann, bleibt abzuwarten.

 

Wiedergutmachung angesagt

Nach der unterirdischen Leistung vergangener Woche gegen Offenbach, wollen die Falken Groß-Bieberau am Samstag mit einem Sieg in Hüttenberg an die guten Leistungen der Vorrunde anknüpfen.

Hüttenberg steht aktuell auf Platz elf der Tabelle und muss aufpassen nicht weiter in den Abstiegsstrudel hinein zu geraten, alleine schon deshalb dürfte es mit dem Siegeswunsch der Falken in Hüttenberg nicht ganz so einfach werden. Sicher wird die Heimmannschaft motiviert antreten und versuchen den Odenwäldern die Punkte zu entreißen. Die Falken werden mächtig auf der Hut sein. Trainer Björn Beilstein: „Wir sind gut vorbereitet und werden anders als zuletzt konzentriert zur Sache gehen. “

 

 

Die Bilder von Martin Bieger und Jan Blank haben uns die beiden Vereine zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Am heutigen Donnerstagabend traf Handball Zweitligist TV Großwallstadt im Vorbereitungsspiel auf den Erstligisten MT Melsungen und verlor das Match mit 27:29.

Aufgrund der aktuell stattfindenden Europameisterschaft musste die MT auf wichtige Stammkräfte wie Timo Kastening verzichten. Aber auch krankheits- und verletzungsbedingt konnte Trainer Roberto Garcia Parrondo nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und füllte diesen mit Talenten aus der A-Jugend auf.

Beim TV Großwallstadt hingegen stand Torhüter Petros Boukovinas wieder zur Verfügung, der nach dem Ausscheiden der griechischen Nationalmannschaft aus der EM zu Beginn der Woche wieder zu seiner Mannschaft gestoßen ist.

Lars Röller, der als Ersatz für Dino Corak erstmals das Trikot des TV Großwallstadt trug, stand in der Startformation und wurde vor allem in der Abwehr gleich gefordert. Melsungen legte vor, Großwallstadt zog nach. Doch um den Ausgleich zu erzielen, leisteten sich die Unterfranken einfach zu viele Ungenauigkeiten im Abschluss, so dass es mit einem knappen Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen ging.

TVG nach Wechsel besser

Nach dem Seitenwechsel kam der TVG besser ins Spiel und egalisierte den Spielstand. Die Wällster leisteten sich weniger Fehlwürfe, die Abwehr fand guten Zugriff und durch Gegenstöße kam es zur ersten Führung. Vom Sieben-Meter-Punkt traf Görkem Bicer, doch drei technische Fehler der Unterfranken nutzte der Gegner aus und traf per Konter, um wieder in Front zu gehen. Jetzt häuften sich die Fehlwürfe bei den Gästen, so dass am Ende eine 27:29-Niederlage zu Buche stand.

TVG-Teammanagerin Nina Mattes sagte nach der Partie: „Leider haben wir uns heute im Abschluss über die Spielzeit zu viele Ungenauigkeiten geleistet. Sehr gut gefallen hat mir, wie sich Lars Röller in seiner ersten Partie bereits in der Abwehr gut einbringen und auch die ersten Tore im Blau-Weißen Trikot erzielen konnte.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Michael Roth, Trainer des Handball Zweitligisten TV Großwallstadt, fällt für die nächsten Wochen aus. Der 61-Jährige musste sich einer Hüft-Operation unterziehen und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen.

Das Training wird aktuell von TVG-Geschäftsführer Michael Spatz und Athletiktrainer Ludwig Anders geleitet. Ab dem 01. Februar steht der ehemalige TVG-Akteur und aktuelle U19-Trainer Povilas Babarskas an der Seitenlinie des TV Großwallstadt.

„Wir waren seit Anfang Dezember von Michael Roth frühzeitig nach dem Bekanntwerden der eigentlichen Hüftproblematik über die bevorstehende OP informiert worden und haben gemeinsam über interne, aber auch externe Interimslösungen gesprochen. Letztendlich haben wir uns für eine interne Lösung im Verbund mit der TVG Juniorenakademie entschieden“, so TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst.

An der künstlichen Hüfte, die Michael Roth vor ein paar Jahren eingesetzt bekam, hat sich eine starke Entzündung gebildet, eine OP war unumgänglich und konnte auch nicht aufgeschoben werden. Deshalb wird der Trainer in den nächsten Wochen sich einer Reha-Maßnahme unterziehen, damit er so schnell wie möglich wieder nach Großwallstadt zurückkehren und mit seinem Team eine erfolgreiche Rückrunde spielen kann. Den Trainingsauftakt vor ein paar Tagen hat Michael Roth noch selbst geleitet, am ersten Pflichtspiel am 10. Februar gegen Bietigheim wird dann Povilas Babarskas an der Seitenlinie stehen und auch nach Rückkehr von Roth bis Ende der Saison als Co-Trainer fungieren und Vyacheslav Lochman ablösen.

Trainer Michael Roth sagte zu seinem Gesundheitszustand: „Es ist immer schade, wenn man krankheitsbedingt ausfällt, aber in diesem Fall war es jetzt nicht anders machbar, da sich ein Infekt an der Hüfte entwickelt hat, der schnellstmöglich raus musste. Ich hoffe, dass ich schnell wieder genese und wieder zur Mannschaft stoßen kann. Wir haben alles gut vorbereitet und werden die Zeit, in der ich nicht da bin, überstehen. Allerdings bin ich auch letztendlich von hier immer in Gedanken oder Gesprächen aktiv bei meinem Team.“

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz äußerte sich zur aktuellen Situation: „Natürlich ist es nicht schön, wenn der Trainer ausfällt. Aber die Gesundheit steht immer an oberster Stelle. Wir sind froh, dass wir mit Povilas eine gute Vertretung für Schorle gefunden haben. Er kennt das Team und den Verein sehr gut und hat bei den Spielern ein gutes Standing. Ein großes Dankeschön dabei an die TVG-Junioren und ihre Trainer, die uns in der schwierigen Phase unterstützen. Schorle wünsche ich eine schnelle Genesung und freue mich schon, wenn er uns dann auch wieder live zur Verfügung steht. Den Austausch über die verschiedenen Kommunikationswege haben wir natürlich täglich während seiner Reha-Phase.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Die Handball Europameisterschaft 2024 in Deutschland ist noch ein paar Tage in vollem Gange und gab mir Gelegenheit, viele Spieler von anderen Nationen zu sehen oder zu sprechen, die einmal in Deutschland gespielt haben, noch spielen oder in einer Funktion für ihr Land unterwegs sind. Der Anlass war ideal, einige zu treffen, denn viele spielen in der ersten Liga oder sind Trainer, Co-Trainer, sportlicher Leiter usw – und hier sind die Berührungspunkte nach dem Abstieg des TV Großwallstadt aus Liga eins leider nicht mehr so groß. Umso mehr freute ich mich, viele wieder gesehen und gesprochen zu haben – egal, ob von den Dänen, den Griechen oder den Tschechen.

Treffen mit Martin Galia

Ganz besonders gefreut habe ich mich auf das Treffen mit Martin Galia. Der tschechische Keeper spielte von 2011 bis 2013 beim TV Großwallstadt. Vorher war er lange Zeit unter anderem in Göppingen und in Lemgo. Nach seiner Zeit beim TVG zog es Martin Galia in die Schweiz nach St. Gallen, danach nach Polen, ehe er wieder zurück zu seinem Heimatverein Banik Karvina ging.

Der sympathische “Tausendsassa” ist Torhüter-Trainer bei den tschechischen Nationalteams der Damen und Herren, ist gleichzeitig dritter Torhüter in der Nationalmannschaft. Auch in seinem Verein HCB Karvina, einem der erfolgreichsten Vereine des Landes, steht Martin Galia zwischen den Pfosten, ist dort zusätzlich Torhüter-Trainer. Er ist fast eine Torhüter Legende in seinem Land und genießt ein großes Ansehen.

Wenn man ihn sieht und erlebt, wundert man sich nicht – trotz seiner 44 Jahre -, dass er noch immer so erfolgreich als aktiver Keeper fungiert wie zu seinen Bestzeiten. Er ist total fit, hat viele Ideen, wie er der Nationalmannschaft bzw. seinem Verein helfen kann, sich weiter zu entwickeln und er hat Spaß daran, talentierte Nachwuchs-Torhüter nach vorne zu bringen.

Im Zuge der EM durfte ich ihn im Mannschaftshotel in München treffen und damals zu Beginn der EM waren die Ziele seiner Nationalmannschaft in der Gruppe F (zusammen mit Portugal, Griechenland und den Dänen): möglichst jedes  Spiel gewinnen, aber gegen Portugal und Griechenland auf jeden Fall einen Sieg landen – und dann Richtung Hamburg zur Hauptrunde zu fahren.

Nicht so geklappt wie angedacht

Das hat leider nicht so geklappt wie angedacht. Im ersten Spiel gegen Dänemark gab es eine 14:23-Niederlage. Dabei verlief die erste Hälfte gut, doch nach der Pause drehten die Dänen auf. Auch gegen Portugal setzte es eine unerwartete 27:30-Niederlage, die – aus meiner Sicht – nicht nötig gewesen wäre. Gegen Griechenland gab es den ersten Erfolg für die Tschechen (29:20). Die Mannschaft spielte sehr stark auf und hatte das Match jederzeit im Griff. Doch für Hamburg reichte es mit nur einem Sieg trotzdem nicht mehr.

Martin Galia relaxed in der Hotellobby

Die tschechische Nationalmannschaft versuchte zwar alles um weiter zu kommen, schickte sogar schon gegen Portugal den erfahrenen Martin Galia phasenweise zwischen die Pfosten. Gereicht hat es letztlich nicht. “Es macht mich traurig, dass wir in unserer Gruppe nur ein Spiel gewinnen konnten”, sagte Martin Galia anschließend. “Dafür haben wir gegen Griechenland wirklich super gespielt und ich hoffe, dass wir uns für die WM qualifizieren”, so der Keeper weiter.

Der Vollblutsportler erzählt, dass sie im Team erfahrene, aber auch sehr junge Spieler haben. “Aber das ist die Mischung, die wir wollen. Wir wollen die Jungen heranführen und weiter entwickeln und sie sollen von den Erfahrenen lernen. Dafür arbeiten wir hart und jeder ist für den anderen da.” Schon im April 2023 gab er sein Karriere-Ende in der Nationalmannschaft bekannt, stand allerdings immer als standby zur Verfügung. Bei der jetzigen EM wurde er sehr gebraucht und stand erneut im Tor. Doch Martin Galia sagt, dass dies jetzt wirklich seine letzten Spiele im Nationalmannschaftstrikot als aktiver Spieler waren: “Irgendwann ist auch einmal Schluss.”

Gutes Abwehr-System

“Wir haben ein gutes Abwehr-System. Auch der Angriff ist nicht schlecht. Aber wir können die Qualität oder die Konstanz noch nicht über das ganze Spiel halten. Da müssen wir dazu lernen”, sagt der erfahrene Torhüter-Trainer. München sah er für die Vorrunde der EM einen “guten Ort für uns. Das war fast wie ein Heimspiel in München, denn es kamen viele unserer Fans von Tschechien rübergefahren und haben uns unterstützt. Die Entfernung ist nicht so weit und viele haben es als Wochenend-Trip gesehen mit sightseeing usw. Schade, dass es nicht gereicht hat”, sagt der zweifache Familienvater. Generell sieht er die EM in Deutschland sehr positiv. “Es ist alles super organisiert. Deutschland macht alles möglich, um die EM richtig gut werden zu lassen. Das war bei der WM 2007 auch schon so.” Seine Favoriten auf den Titel sind Dänemark und Frankreich. “Aber auch Deutschland sehe ich vorne. Nicht nur wegen der guten Mannschaft, sondern auch wegen dem Heimvorteil. Die Zuschauer geben dem Team eine große Energie mit, stehen wie eine Wand hinter ihrem Team. Das ist toll und wichtig.”

Sprachtalent

Gefragt, warum er – obwohl er schon so lange aus Deutschland weg ist – so gut deutsch spricht, lacht Martin Galia und sagt. “Naja, ich hab ja immer wieder Kontakt mit deutschen Spielern – oder mit Dir 🙂 Daher ist mein deutsch einfach noch immer gut.” Interessanterweise unterhält er sich mit seinem Nationalmannschafts-Coach oft auf polnisch. “Wir kennen uns aus Polen und in meiner Zeit in Górnik Zabrze hab ich polnisch gelernt. Da unser spanischer Coach Xavi Sabate – wie ich auch – in Polen gearbeitet hat, bietet es sich direkt an, in polnisch zu kommunizieren”, grinst Martin Galia.

Weiter geht es in Karvina

Martin Galia in Aktion!

Nach dem Nachhausekommen hatten Spieler und Verantwortliche ein paar Tage frei, ehe es für Martin Galia in seinem Heimatverein Banik Karvina weiter ging. Karvina ist ein sehr erfolgreicher Proficlub “und wir stehen jedes Jahr im Finale um die Meisterschaft”, sagt er nicht ohne Stolz. Die Ziele sind a) in der Extraliga Meister zu werden und b) demnächst in der Europa League zu spielen. Martin Galia traut das seiner Mannschaft zu, denn in Karvina passt einfach alles zusammen. Und es ist ein Proficlub – einer von wenigen in Tschechien. “Nur zwei Clubs in unserer Liga sind Proficlubs. Einer davon sind wir. In den anderen Vereinen spielen viele Studenten oder Spieler, die nebenbei arbeiten und daher nur Halbprofis sind. Das ist ein Vorteil für uns. Bei uns können sich alle nur auf Handball konzentrieren. Wir werden richtig Gas geben, damit wir am Ende der Saison Meister sind! Das ist unser Ziel.”

 

 

Wir drücken dem sympathischen Sportler und seinem Verein die Daumen,  dass es klappt!

Meine Leserinnen und Leser können sich schon jetzt freuen, denn demnächst gibt es mit Martin einen Podcast. Freut Euch drauf!

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Erstligist HSG Bensheim/Auerbach kam am Samstag aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Mit 35::29 (17:15) gewann die HSG in der Gruppenphase der EHF European League gegen MKS FunFloor Lublin aus Polen und holte damit vor einer fantastischen Kulisse und frenetisch mitgehenden Fans den ersten Sieg gegen ein internationales Team.

„Ich bin absolut stolz auf die Mädels. Das war heute auch sehr emotional und wir haben endlich den ersehnten ersten Sieg gegen ein internationales Team. Wir haben auch in den letzten Spielen schon sehr viel investiert, haben aber einfach nicht die Leistung so abgerufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Am Montag haben wir sehr viel drüber gesprochen, was wir verändern müssen, was wir machen müssen und haben uns heute einfach belohnt. Wir haben heute wahnsinnig gekämpft und in der Abwehr versucht das Spiel des Gegners zu unterbinden. Im Angriff haben wir jeden Rückschlag weggesteckt. Im Training am Freitag hatte sich noch Sara van Gulik verletzt. Sie hätte sich heute zur Verfügung gestellt, war aber überhaupt nicht einsatzfähig. Meine dritte Kreisläuferin, die Sophia Ewald, hat sich jetzt verletzt, da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Sie ist jetzt zur Untersuchung im Krankenhaus. Das sind halt alles so Dinge, die sehr schwierig sind,  zu kompensieren. Von daher wirklich Hut ab vor der Leistung meiner Mädels, das sie das so gemacht haben, dass wir heute unsere Fehlwürfe minimiert haben und ich bin sehr happy, dass wir uns endlich belohnt haben“, kommentierte eine überglückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm das Spiel.

In den beiden vorangegangenen Spielen der aktuellen Gruppenphase hatte keine der beiden Mannschaften einen Punkt geholt, denn beide Teams unterlagen in ihren bisherigen Begegnungen jeweils CS Gloria 2018 BN (ROU) und Neptunes Nantes (FRA), die sich am Samstag gegenüberstanden und mit einem 19:19-Unentschieden trennten.

In der EHF European League geht es für die Kapitänin Lisa Friedberger und Co. am 03. Februar mit dem Rückspiel gegen FunFloor Lublin weiter.

In der Handball Bundesliga Frauen (HBF) empfangen die Flames schon am Samstag, 27. Januar 2024 um 18 Uhr in der Weststadthalle das Team von Bayer Leverkusen.

 

Das Bild hat uns Lisa Friedberger zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Unabhängig vom Ausgang der Saison, war es der Führung des Handball Oberligisten TSG Groß-Bieberau wichtig, die junge Mannschaft weitgehend zusammen zu halten und ihr Gelegenheit zu geben, sich in Ruhe weiter zu entwickeln. Das ist gelungen und so kann die TSG frühzeitig vermelden, dass alle Leistungsträger in Groß-Bieberau bleiben werden und ihre Verträge verlängert wurden.

Das Tor werden daher weiter hüten: Przemyslaw Witkowski, Marko Ivankovic, Julius Gehring und Mika Trautmann.

Auf dem Parkett sind weiter zu sehen: Robin Büttner, David Lubar, Kevin Kunzendorf, Robin Hübscher, Nisse Nehrdich, Lasse Trautmann, Thomas Becker, Philipp Keller und Dennis Weit.

Als Trainer fungiert wie gehabt Björn Beilstein, Co Trainer ist Philipp Keller und Torhüter Trainer ist Marko Ivankovic.

Verlassen werden den Verein nach der Runde hingegen Julian Kunzendorf, Gregor Berres (beide gehen zurück zur HSG Odenwald) und Tristan Funk (Ziel unbekannt).

Neu hinzu kommen vielversprechende Talente aus der eigenen A Junioren Oberliga Mannschaft und gesucht werden noch ein Rückraum Mitte Spieler und ein Linkshänder. Hier ist TSG-Manager Georg Gaydoul im Gespräch.

Außen Robin Hübscher sagte: „Ich fühle mich sehr wohl in Bieberau und freue mich auch sehr, dass der Kern der Mannschaft auch nächstes Jahr bestehen bleibt. Ich denke wir haben mit dieser jungen Mannschaft ein sehr großes Potenzial und mir gefällt der Weg, den wir bislang gegangen sind. Sicher fehlen noch einige Dinge, aber daran werden wir in Zukunft weiter hart dran arbeiten. Darum freue ich mich, dass ich auch weiterhin für den Verein spielen und meinen Teil zum Erfolg beitragen darf.“