Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist und Staffelmeister der vergangenen Saison, HSG Hanau, war zum ersten Spiel der neuen Saison 2023/24 am Freitagabend zu Gast bei der HSG Haßloch. Dabei sahen die Zuschauer zwei komplett unterschiedliche Hälften, aus denen die Hanauer am Ende mit 28:25 (16:14) als Sieger hervor gingen und die ersten zwei Punkte einfuhren. Dabei hatten die Hanauer eine nervenaufreibende Anfahrt hinter sich, denn aufgrund einer Vollsperrung wurde das Spiel rund eine Stunde später angepfiffen als angedacht.

„Es war das erwartete schwierige Auftaktspiel. Haßloch, die sich gut verstärkt haben, haben es uns heute nicht leicht gemacht. Wir hatten nur eine sehr kurze Vorbereitung, was man uns in der ersten Hälfte deutlich angesehen hat. Die Passqualität, die uns letzte Saison ausgezeichnet hatte, fehlte uns ein wenig. Die Jungs haben aber gekämpft und über gelungene Überzahlsituationen kamen wir wieder heran und konnten das Spiel drehen“, sagt Hanaus Trainer Hannes Geist.

TSG Haßloch wehrte sich verbissen

Haßloch, die vergangene Saison eine gute Hinrunde spielten, wehrten sich vor heimischer Kulisse vehement und bestraften die Fehler der Gäste prompt. In der 14. Minute konnte sich die TSG durch den Treffer von Florian Kern auf 8:4 leicht absetzen. Bis zur 21. Spielminute wuchs der Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich sechs Tore  (13:7).

Kurz vor der Pause erhielten die Gastgeber binnen weniger Sekunden zwei Zeitstrafen. Die Chance für Hanau, den Vorsprung zu verkürzen, was ihnen im Überzahlspiel auch gelang. So schmolz der Vorsprung der Hausherren und es ging es mit einem Zwei-Tore-Vorsprung für Haßloch in die Halbzeit (16:14).

Hanau auf dem Vormarsch

Nach dem Seitenwechsel war Hanau weiter auf dem Vormarsch und es dauerte keine fünf Minuten, bis durch Dziugas Jusys der 17:17-Ausgleich fiel. Doch das Momentum blieb nicht von langer Dauer auf Seiten der Grimmstädter. Ebenfalls zwei Zeitstrafen innerhalb von einer Minute konnte Haßloch in einen Zwei-Tore-Vorsprung für sich umwandeln (40. Minute, 19:17).

HSG-Coach Geist reagierte und nahm eine Auszeit. Diese zeigte auch gleich Wirkung. Mit mehr Sicherheit im Angriffsspiel traf Hanau in der 44. Spielminute zum 19:19-Ausgleich und übte auch in der Folge viel Druck aus. Bis zur 51. Minute wuchs nun der Hanauer Vorsprung auf vier Tore (25:21) an. Die verbleibenden Spielminuten spielten die Gäste ihren Vorsprung souverän aus und sicherten sich mit einem 28:25-Auswärtserfolg die ersten zwei Punkte in der neuen Saison.

Julian Fulda begeisterte

Besonders ein stark aufspielender Julian Fulda auf Linksaußen, der sieben Treffer erzielte, begeisterte sowie Jusys vom Kreis mit fünf Toren auf Hanauer Seite. Mit fünf Toren war Lars Hannes bester Schütze der Haßlocher.

Weiter geht es für die HSG am kommenden Freitag in heimischer Halle. Dann kommt es zum Derby mit der HSG Rodgau Nieder-Roden. Diese gewannen ihr Auftaktmatch gegen den TV Gelnhausen mit 27:24.

 

Das Siegerfoto hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die dritte Handball-Liga startete am gestrigen Freitagabend mit zwei Partien in die Saison 2023/24. Heute, Samstag, geht es weiter. Dabei kommt es gleich zu einem Derby-Kracher, wenn die HSG Rodgau Nieder-Roden und der TV Gelnhausen um 19.30 Uhr in Nieder-Roden aufeinandertreffen.

Weiter spielen: TuS Ferndorf – HG Saarlouis, TuS Opladen – TuS Dansenberg, TV Aldekerk – mHSG Friesenheim-Hochdorf II.

Nach dem Bonusspiel des TV Gelnhausen in der 1. Runde des DHB-Pokals in der Vorwoche gegen den HSC 2000 Coburg steht zum Rundenauftakt in der Süd-West-Staffel gleich am ersten Spieltag der schwere Gang zur HSG Rodgau Nieder-Roden auf dem Programm. Das Duell gegen den Lokalrivalen ist gleich eine echte Standortbestimmung für die Barbarossastädter. Die Trauben in Nieder-Roden hängen jedenfalls ziemlich hoch für die junge TVG-Mannschaft.

„Zum Auftakt ein Derby, dazu auswärts. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber wir freuen uns natürlich, dass es endlich losgeht. Nach dem Spiel in Nieder-Roden wissen wir auch gleich, wo wir stehen. Die Jungs werden jedenfalls gut vorbereitet sein“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger, der auch auf den Support aus den eigenen Reihen setzt. „Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Fans zum Spiel nach Nieder-Roden kommen, um die Jungs zu unterstützen. Dieser Rückenwind kann im Derby immer ein Faktor sein“, sagt Geiger.

HSG Rodgau Nieder-Roden gehört zu den Top-Teams

Schließlich gehört die HSG Rodgau-Nieder-Roden seit Jahren zu den Topteams in der dritten Liga. Im vergangenen Jahr landete die Mannschaft von Trainer Jan Redmann, der bereits in seine siebte Saison bei den Baggerseepiraten geht, auf dem vierten Tabellenplatz und verpasste in der anschließenden Pokalrunde nur hauchdünn den Einzug in die 1. DHB-Pokalrunde. Ein Testspiel beider Teams vor wenigen Wochen im Rahmen des Geider-Cups verlor der TV Gelnhausen mit 21:25.

An dieses Erfolgserlebnis möchten die Gastgeber gerne anknüpfen. „Das, was die Jungs gegen wirklich starke Gegner gezeigt haben, macht Lust auf mehr. Wir wollen die Begeisterung, die innerhalb des Teams herrscht auf das Umfeld übertragen und den ersten Saisonsieg einfahren“, sagt Nieder-Rodens Coach Redmann.

Doch gewinnen will natürlich auch das Geiger-Team. „Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Wir haben uns viel vorgenommen und wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, bringt Henrik Müller die Gemütslage rund um den TVG auf den Punkt. Als eine der jüngsten Mannschaften mit jeder Menge Eigengewächse spielte sich Gelnhausen in der vergangenen Saison in die Herzen der Fans und lieferte begeisternde Spiele in Serie ab.

Vor allem die Tatsache, dass sich Jonathan Malolepszy und Co. bis zur letzten Sekunde in die Zweikämpfe werfen, als gäbe es kein Morgen, wissen die eigenen Anhänger wertzuschätzen und so hat sich längst eine kleine Handball-Euphorie in der Region breitgemacht. Dass der TVG trotz der deutlichen 26:40-Niederlage im DHB-Pokal gegen Coburg mit Standing Ovations verabschiedet wurde, zeigt die neue große Verbundenheit der Fans mit ihrer Mannschaft.

„Wir haben große Lust, endlich in die Runde zu starten und wollen natürlich gewinnen. Das wird in Nieder-Roden nicht einfach, aber wir werden alles geben, um zwei Punkte zu holen“, sagt Michael Hemmer.  Der Rückraumspieler ist nach einjähriger Verletzungspause wieder im Kader und hatte gegen Coburg bereits erste Einsatzminuten. „Es ist ein phänomenales Gefühl zurückzukehren. Ich habe hart an meiner Rückkehr gearbeitet und bin sehr dankbar für den großen Rückhalt, den mir die Mannschaft, der Verein und Mainkörper 360 Grad in den letzten Monaten gegeben haben“, sagt Hemmer.

Während er also aufs Parkett zurückkehren wird, muss der TVG weiter auf den Langzeitverletzten Jannik Geisler verzichten sowie kurzfristig auch auf Neuzugang Leon David. Der Kreisläufer zog sich gegen Coburg eine Verletzung am Sprunggelenk zu und wird wohl noch einige Wochen ausfallen. Ansonsten steht Geiger der gleiche Kader wie zuletzt im DHB-Pokal zur Verfügung.

„Wir haben gegen Coburg zu viele Tore zugelassen und müssen uns in der Abwehr verbessern. Dort wollen wir Nieder-Roden vor schwere Aufgaben stellen. Dazu benötigen wir ein gutes Tempospiel und müssen natürlich auch im Abschluss effektiver sein“, gibt Geiger die Marschroute für Samstag vor.  

Das Mannschaftsbild des TV Gelnhausen: Hintere Reihe von links: Physiotherapeut Michael Ritzel, Philipp Schenk, Michael Hemmer, Jannik Geisler, Flemming Günther, Lasse Georgi, Matthis Thanscheid, Tim Bagus, Marco Mocken, Physiotherapeut Luca Wilhelm Mittlere Reihe von links: Geschäftsführer Martin Heuser, Geschäftsführerin Corinna Müller, Manager Philip Deinet, Silas Altwein, Benjamin Wörner, Fynn Hilb, Max Bechert, Headcoach Sergej Budanow, Cheftrainer Matthias Geiger, Jonathan Malolepszy, Leon David, Henrik Müller, Torben Fehl Vordere Reihe von links: Chef-Physiotherapeut Thomas Stubner, Betreuer Marco Loutschni, Thimo Wagner, Felix Reinhardt, Julian Lahme, Alexander Bechert, Tim Altscher, Yannik Mocken, Mannschaftsärztin Dr. Claudine Leuchter, Betreuerin Ina Kreutzer Es fehlen: Loris Tittel, Mannschaftsarzt Dr. Jan Pollmann

Neun Wochen intensive Vorbereitung

Neun Wochen intensive Vorbereitung liegen hinter der HSG Rodgau Nieder-Roden. Gleich zum ersten Saisonspiel muss die junge Truppe von Cheftrainer Redmann eine harte Nuss knacken, denn mit dem TV Gelnhausen präsentiert sich der Tabellendritte der letzten Saison, der sich zudem noch für die erste DHB-Pokalrunde qualifizieren konnte. Der Bezirksrivale aus dem Kinzigtal besticht durch extrem hohes Tempospiel und eine sehr zweikampfstarke Abwehr. „Wir dürfen uns nur wenige Fehler im eigenen Angriff erlauben und falls wir mal einen Ballverlust haben, dann müssen wir sehr schnell ins Rückzugsverhalten kommen“, weiß Jan Redmann um die Schwere der Aufgabe.

Vorfreude und Optimismus bei den Rodgauern

Im Lager der Rodgauer freut man sich trotz der hohen Hürde auf den Saisonstart. Das erneut verjüngte Team der Baggerseepiraten hat eine konzentrierte Vorbereitung abgeliefert, bei der sich alle Spieler kontinuierlich gesteigert haben. Die Integration der Neuzugänge hätte besser nicht ablaufen können und die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft ist spürbar. „Das, was die Jungs gegen wirklich starke Gegner gezeigt haben, macht Lust auf mehr. Wir wollen die Begeisterung, die innerhalb des Teams herrscht auf das Umfeld übertragen und den ersten Saisonsieg einfahren“, so Redmann, der gerade am Samstag auf eine volle Halle hofft. „Gelnhausen kommt traditionell mit gut 100 Fans nach Rodgau, das wird auch ein Stimmungstest für unsere Zuschauer werden und wir hoffen natürlich, dass wir sowohl auf- als auch abseits des Feldes am Ende die Nase vorne haben.“

 

Das Mannschaftsbild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Das Beitragsbild kommt von der HSG. Auch hier vielen Dank.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt gab es kurz vor Beginn der neuen Saison noch eine Änderung im Kader. Luca Munzinger, der erst seit 01. Juli 2022 beim TV Großwallstadt unter Vertrag stand, hat sich entschlossen den Verein in Richtung Österreich zu verlassen. Dort wird er zukünftig bei Bregenz Handball auflaufen. Der 25-Jährige hatte beim TVG immer wieder für gute Leistungen gesorgt, war aber durch die Verpflichtung von Stefan Salger auf dieser Position und gemeinsam mit Frieder Bandlow einer von drei Spielern. Der Linkshänder hat sich deshalb entschieden, seinen Vertrag in Großwallstadt aufzulösen und ab dem 01. September 2023 in Bregenz zu spielen.

„Luca wechselt zu einem sehr guten Verein in Österreich und hat dabei auch die Möglichkeit, am europäischen Wettbewerb (EHF European Cup) teilzunehmen. Ich danke Luca für sein Engagement beim TV Großwallstadt,“ so TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die neue Handball-Saison steht in den Startlöchern und die HSG Hanau macht am heutigen Freitagabend in der Staffel Süd-West den Anfang. Um 20.15 Uhr ist Anwurf im TSG Sportzentrum in Haßloch. Die weitere Freitagpartie heißt Longericher SC Köln vs Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen.

Eine Woche nach dem Pokalspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen will die HSG Hanau um Bergold, Ritter & Co. nun auch in der Liga angreifen. „Haßloch hat im vergangenen Jahr eine wirklich sehr gute Hinrunde gespielt“, so HSG-Trainer Hannes Geist über den Tabellensechsten der Vorsaison. „Sie hatten in der Rückrunde etwas mit Verletzungspech zu kämpfen. Nun wird aber spannend zu sehen sein, wie sich die Mannschaft erneuert hat. Sie haben sechs Neuzugänge.“

Rund um seinen Spielmacher Lars Hannes und Routinier Florian Kern hat die TSG ein schlagkräftiges Team zusammengestellt. So wurden mit Yannik Polifka und Yannick Muth auch zwei Akteure aus Friesenheim verpflichtet. Auf der Torhüterposition kann sich die Mannschaft weiterhin auf Marco Bitz verlassen.

 

HSG-Gesicht hat sich verändert

Bei der HSG Hanau hat sich das Gesicht der Mannschaft ebenfalls in Teilen im Sommer verändert. Mit Marc Strohl verließ eine Vereinsikone die erste Mannschaft, während auf der Torhüterposition der Abgang von Fabian Tomm ersetzt werden musste. Mit Nachwuchskeeper Nico Scholz haben die Grimmstädter hier eine interessante Alternative neben Can Adanir nach oben gezogen. Letzterer feierte im Pokalspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen nach langer krankheitsbedingter Pause sein Comeback.

Zum Saisonbeginn läuft der Motor der Geist-Sieben aber noch nicht komplett rund. Während Kapitän Jannik Ruppert noch lange ausfällt, waren beim Pokalabend in der vergangenen Woche auch Luca Braun, Robin Marquardt, Jonas Ahrensmeier und Dennis nicht fit, alles Leistungsträger der vergangenen Spielzeit. Wer für Freitag den Sprung in den Kader schaffen wird? Hannes Geist hielt sich zuletzt bedeckt.

In der vergangenen Runde entschied Hanau gegen das Team von Trainer Andreas Reckenthäler sowohl das Hinspiel in eigener Halle (29:21) als auch das Aufeinandertreffen in Haßloch mit 38:24 für sich. Diesmal rechnet Geist wieder mit einer stabilen 6:0-Deckung der Hausherren, inklusive eines sehr zweikampfstarken Innenblocks. Dagegen müssen seine Mannschaft die richtigen Lösungen herausarbeiten.

„Wir wollen unser Spiel auf die Platte bringen und die Vorbereitung legt daher, neben dem Studium des Gegners, den Fokus auch ganz klar auf uns“, so Geist. „Das heißt wir müssen wieder besser Deckung spielen und früh den Zugriff auf den Gegner bekommen.“ Der Coach fordert dafür auch mehr Beweglichkeit und Tempo von seiner Mannschaft. Im Sechs-gegen-sechs will Hanau mit hoher Passgenauigkeit konzentriert die Abschlüsse suchen. „Die Vorfreude auf den Ligastart ist hoch. Meine Jungs haben sich lange darauf vorbereitet und wir wollen zeigen was wir können“, gibt sich Geist kämpferisch.

 

Das Bild, das Trainer Hannes Geist zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Team Deutschland-Achter ist in Belgrad angekommen und brennt auf den ersten Einsatz. Der Zweier startet am Sonntag, gefolgt vom Vierer am Montag und dem Achter am Dienstag. Das gab es in einer Pressemitteilung zu lesen.

Bei den Weltmeisterschaften in Belgrad wird vom 03. bis zum 10. September nicht nur um die Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris gerudert. Das Team Deutschland-Achter befindet sich bereits in der serbischen Hauptstadt und ist heiß auf die ersten Rennen.

Team Deutschland Achter bereitete sich am Stützpunkt vor

Die letzte Trainingswoche vor der Abreise nach Serbien hat das Team Deutschland-Achter am Stützpunkt in Dortmund verbracht, nachdem die Athleten zuvor eine Woche lang in Paris schon einmal etwas Olympia-Luft geschnuppert hatten. In beiden Trainingslagern wurde vor allem daran gearbeitet, die Geschwindigkeit der Boote in die Höhe zu bringen. „Das hat sehr gut geklappt. Wir haben wieder Fortschritte gemacht und uns weiter stabilisiert. Wir haben uns insgesamt stetig weiterentwickelt. Jetzt sind wir da, wo wir hinwollten“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Alle freuen sich, dass es jetzt losgeht und wir attackieren können. Es war ein langer Trainingsblock. Wir wollen wissen, was das wert war und wo wir stehen.“

Die ersten fünf Plätze sind heiß begehrt

Der Deutschland-Achter hatte sich beim Weltcup in Luzern als Fünfter eingeordnet, bei der EM als Vierter und beim Weltcup in Varese gewannen Mattes Schönherr, Wolf-Niclas Schröder, Marc Kammann, Olaf Roggensack, Torben Johannesen, Max John, Jasper Angl, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen die Bronzemedaille. In Belgrad sind vor allem die ersten fünf Plätze heiß begehrt, denn sie bedeuten die direkte Olympia-Qualifikation, zwei weitere Plätze werden im Mai 2024 in Luzern vergeben. „Natürlich wollen wir bei der WM nach vorne fahren und die Olympia-Quali holen, aber wir wollen uns auch nicht darauf verkrampfen. Die oberste Maxime ist es, gute und schnelle Rennen zu fahren. Wenn das klappt, nehmen wir auch die Hürde“, so Tschäge.

Die Sportler brennen bereits auf ihren WM-Einsatz, wie Schlagmann Mattes Schönherr verrät: „Wir haben einen guten Prozess hingelegt, auch wenn der Verlauf der Saison nicht ganz konstant war. Wir merken, dass wir jetzt ein gutes Stück vorangekommen sind und mehr Sicherheit drin haben. Das gilt es in den Wettkampf mitzunehmen und abzurufen, um da richtig Betrieb zu machen und nach vorne zu fahren.“ Steuermann Jonas Wiesen fügt hinzu: „Wir haben im Laufe der Saison gelernt, dass wir gute Rennen fahren können, aber wir hatten auch Schwankungen drin. Nach Luzern haben wir das größte Augenmerk daraufgelegt, die Streubreite zu reduzieren, indem wir in unserer Rudertechnik und dem, was wir auf dem Wasser abrufen, stabiler werden. Ich glaube, dass wir nochmal entscheidende Schritte gemacht haben, um in Belgrad deutlich konstantere Rennen zu liefern.“

Letzter Weltcup ist lange her

Bei der WM sind neben dem Deutschland-Achter auch Australien, Österreich, Italien, Kanada, die Niederlande, Rumänien, Weltmeister Großbritannien sowie China und die USA – die bei den Wettkämpfen dieser Saison im Achter bislang noch gar nicht auf den Plan getreten sind – dabei. „Der letzte Weltcup ist lange her. Wir werden bei der WM sehen, was die Konkurrenz in der Zwischenzeit gemacht hat. Ich will da auch nicht viel spekulieren, sondern bewerte lieber unseren Fortschritt – und da geht es stetig vorwärts“, findet Tschäge. Den Vorlauf bestreitet der Deutschland-Achter am Dienstag um 14.29 Uhr, das A-Finale steigt am Sonntag um 14.59 Uhr.

Vierer startet bereits am Montag

Der Vierer ohne Steuermann startet bereits am Montag ab 12.42 Uhr in den Wettbewerb. Insgesamt treten bei der WM 17 Vierer an, die ersten sieben Boote lösen das Olympia-Ticket. Sönke Kruse, Mark Hinrichs, Malte Großmann und Theis Hagemeister haben in dieser Saison schon gezeigt, dass sie in diesen Bereich rudern können. „Das ist für alle, die zur WM fahren, natürlich das große Ziel. Die Vorbereitung im Vierer lief wegen einiger Ausfälle nicht wie gewünscht, aber wir haben das Beste daraus gemacht und uns stabilisiert. Wir haben in den letzten Wochen nochmal alles getan, was möglich war, und werden jetzt sehen, inwieweit dieses Ziel in realistische Schlagweite rückt“, sagt Thomas Affeldt, der den Vierer und den Zweier trainiert: „Wichtig ist es auch, gut in das Turnier zu starten, um sich dann in die entsprechenden Läufe einzusortieren. Wir wollen in die Offensive kommen.“

Große Konkurrenz im Zweier

Eine noch größere Konkurrenz herrscht im Zweier ohne Steuermann, wo 28 Boote um einen der ersten elf Plätze kämpfen, die das Ticket für Olympia bedeuten. Für das Team Deutschland-Achter geht ein junges Duo ins Rennen. Für Julius Christ (24) und Jannik Metzger (22) wird es im Vorlauf am kommenden Sonntag um 12.54 Uhr der erste Auftritt bei einer A-WM sein. Während der Saison ging die Kurve nach oben. Beim Weltcup in Luzern konnten sie zwar krankheitsbedingt nicht an den Start gehen, in Varese wurden sie aber Neunter, nachdem sie bei der EM noch ins C-Finale gerudert waren. „Sie haben sich jetzt nochmal ein ganzes Stück weiterentwickelt und gute Fortschritte gemacht. Sie sind auf dem richtigen Weg und sollten mit dem Ziel in die Rennen gehen, die Saison mit dem bestmöglichen Turnier zu Ende zu bestreiten“, so Affeldt. Als Ersatzleute sind wieder Hannes Ocik und Paul Klapperich nominiert, die ihre Wichtigkeit während der Saison schon einige Male unter Beweis gestellt haben.

 

Die WM-Besatzung:

Deutschland-Achter:

Mattes Schönherr (Ruder-Club Potsdam), Wolf-Niclas Schröder (Ruder-Union Arkona Berlin), Marc Kammann (Der Hamburger und Germania Ruder Club), Olaf Roggensack (RC Tegel), Torben Johannesen (Ruder-Club Favorite Hammonia), Max John (Olympischer Ruder-Club Rostock), Jasper Angl (RV Münster), Benedict Eggeling (Ruder-Club Favorite Hammonia), Steuermann Jonas Wiesen (RG Treis-Karden).

Vierer ohne Steuermann:

Sönke Kruse (RV Münster), Mark Hinrichs (Limburger Club für Wassersport), Malte Großmann (Ruder-Club Favorite Hammonia), Theis Hagemeister (Frankfurter RG Germania).
Zweier: Julius Christ (RTHC Bayer Leverkusen), Jannik Metzger (Marbacher RV).

Ersatzleute: Hannes Ocik (Schweriner RG), Paul Klapperich (Bonner RG).

 

Der Zeitplan:

Deutschland-Achter:

Vorläufe, Dienstag, 14.29 Uhr. – Hoffnungslauf, Freitag, 12.27 Uhr. – A-Finale, Sonntag, 14.59 Uhr.

Vierer ohne Steuermann:

Vorläufe, Montag, 12.42 Uhr. – Halbfinals, Donnerstag, 12.35 Uhr. – B-Finale Samstag, 12.00 Uhr. – A-Finale, Samstag, 14.54 Uhr.

Zweier:

Vorläufe, Sonntag, 12.54 Uhr. – Viertelfinals, Mittwoch, 12.52 Uhr. – Halbfinals, Donnerstag, 11.15 Uhr. –  B-Finale Samstag, 11.20 Uhr. – A-Finale, Samstag, 13.51 Uhr.

 

Das Bild hat uns das Team Deutschland Achter, Carsten Oberhagemann, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am kommenden Samstag, 02. September, findet in der Obernburger Valentin Ballmann-Halle bereits zum vierten Mal der

“Feri Cup”

statt. Der im Jahr 2018 vom Obernburger Handball-Weltmeister, mehrfachen deutschen Meister und dreifachen Champions League-Sieger Dominik Klein ins Leben gerufene „Feri-Cup“ soll an seinen früheren, im Jahre 2017 nach schwerer Krankheit viel zu früh verstorbenen Trainer Frantisek „Feri“ Fabian erinnern. Feri war der Förderer von Dominik Klein und war als Trainer zahlreicher Teams nicht nur sehr bekannt, sondern auch sehr erfolgreich und überaus beliebt.

Der Feri-Cup 2023 ist ein Vorbereitungs-Turnier für die männliche A-Jugend und heuer nehmen neben Gastgeber TuSpo Obernburg noch die HSG Hanau und die TSG Offenbach-Bürgel teil.

Los geht es mit dem Spiel 1 (12.15 Uhr) zwischen der TuSpo Obernburg und der TSG Offenbach-Bürgel. Um 13.15 Uhr treffen die HSG Hanau und die TuSpo Obernburg im Spiel 2 aufeinander und den Abschluss machen um 14.15 Uhr die TSG Offenbach-Bürgel und die HSG Hanau (Spiel 3).

Im Anschluss (ca. 16 Uhr) spielen die TuSpo Obernburg II und der TV Großwallstadt II gegeneinander. Zum krönenden Abschluss findet dann um 18 Uhr das Vorbereitungsspiel zwischen der ersten Mannschaft der TuSpo und dem Bayernligisten TSV Lohr mit anschließendem Get-Together statt.

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Wort. Nachhaltigkeit soll gelebt und damit selbstverständlich werden. Für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt ist dies – neben vielen weiteren Aufgaben – ein sehr wichtiges Thema.

TVG-Geschäftsstellen-Leiterin Barbara Eschbach etabliert das Thema federführend im Verein. „Wir haben schon vor gut einem Jahr mit Werte-Workshops und einer Nachhaltigkeits-Analyse bei uns im Verein angefangen.”

Der Verein geht mit gutem Beispiel voran. In Plastik gepacktes Einweggeschirr gibt es nicht mehr. Bei den Fanartikeln wird auf recycle-fähige Materialien geachtet, das Hallenheft wird nicht mehr für jedes einzelne Spiel gedruckt, das Transport-Fahrzeug fährt elektrisch – und doch ist der Weg zur Klimaneutralität noch weit. Dessen ist sich der TVG bewusst. 

Soziale Themen finden ihren Platz

Geschäftsstellen-Leiterin Barbara Eschbach ist federführend für das wichtige Thema Nachhaltigkeit beim TVG

Aber auch soziale Themen finden in der Nachhaltigkeits-Strategie ihren Platz. So setzt der Verein u. a. auf Handball Camps, um das „Bewegungs-Loch“, das Corona gerissen hat, aufzufangen und vieles mehr.

Die Leitidee des TVG für diese Saison, die in ein paar Tagen beginnt, sind 17 Ziele – 17 Partner – 17 Spiele. Was heißt, dass der TVG für jedes seiner 17 Heimspiele einen Nachhaltigkeitspartner finden möchte, der für ein konkretes ESG-Ziel steht, das es gilt zu thematisieren. ESG umfasst den Themenbereich Environment, Social und Governance. 

Den Co2-Fußabdruck des TVG hat Barbara Eschbach mit einer Gruppe Studenten der Hochschule Darmstadt im Rahmen einer Semesterarbeit ermittelt. „Es wurden sämtliche Bereiche, die den Trainings- und Spielbetrieb betreffen, untersucht.“ Im zweiten Semester folgten die Bereiche „Social“ und „Governance“. Es kamen dabei klare Handlungsempfehlungen heraus, die nun nach und nach umgesetzt werden sollen. „Wir meinen es sehr ernst und das zeigt unser erstes Heimspiel der Saison gegen den Dessau-Roßlauer HV mit dem Charity-Matchday“. Nachgefragt bei Barbara Eschbach, was es damit auf sich hat, sagt sie: „Durch die finanzielle Unterstützung eines oder auch mehrerer Partner kommen unsere Fans kostenlos respektive gegen eine Spende in die Halle. Der Erlös geht an drei gemeinnützige Organisationen in unserer Region.“

Inklusion ist ein weiteres Thema

Ein weiteres Thema, das Barbara Eschbach derzeit angeht, ist Inklusion. Dafür wird ein Inklusionsbeirat ins Leben gerufen, in dem sich Sport, Wirtschaft und Politik finden. „Wir haben regional ein sehr gutes Standing, quasi eine Leuchtturm-Funktion und damit auch einen gewissen Einfluss. Wir wollen die Leute mitnehmen, denn das Thema Nachhaltigkeit geht uns alle an. Daher wollen wir auch als Verein die Vorreiter-Rolle einnehmen und für andere Vereine der Ansprechpartner sein“, so Barbara Eschbach.

 

Die Grafik und das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Bernd Legutke vom TV Aschaffenburg nahm am ITF Turnier in Weil am Schönbuch teil und spielte sich dort bis ins Halbfinale.

Der 31. Schönbuch-Cup 2023, ein S1-Turnier, in dem es viele Ranglistenpunkte gibt, war – wie jedes Jahr – sehr stark besetzt und es wurde in den Altersklassen der Herren und Damen 40 bis 80 gespielt. Bernd Legutke trat bei den 55ern an. „Es war diesmal zwar nur ein 16er-Feld. Dafür war es bärenstark besetzt“, sagte er. 

In Runde zwei wartete die Nummer zwei der Setzliste

In Runde eins traf Legutke auf Marc Schmidt und gewann mit 6:4, 6:3. Schon danach ging es gegen die Nummer zwei der Setzliste, Oliver Mohr (Tübingen). Mit 7:6, 6:1 ging diese Runde an den Aschaffenburger. Dabei war der erste Satz hart umkämpft. Bernd Legutke lag mit 4:5 zurück, drehte das Ergebnis auf 6:5 zu seinen Gunsten, ehe der Tiebreak entscheiden musste. Diesen gewann er deutlich und im zweiten Satz trumpfte Bernd Legutke dann groß auf. 

Michael Kocher wartete im Halbfinale

Im Halbfinale wartete Michael Kocher (Bad Vilbel) auf den Aschaffenburger. Gegen den ehemaligen Bundesligaspieler und mehrfachen deutschen Meister in seiner Altersklasse lieferte Bernd Legutke eine starke Leistung ab, die am Ende nicht belohnt wurde. Mit 4:6, 6:7 musste er sich geschlagen geben. Nach eineinhalb Stunden war Satz eins vorbei und der Regen setzte ein. Über zwei Stunden mussten die Spieler warten, ehe es weitergehen konnte. Anschließend war der Boden tief und nass. Doch das störte die beiden nicht. Sie lieferten sich erneut einen Kampf auf Biegen und Brechen, den Kocher letztlich im Tiebreak für sich entschied. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden, denn aufgrund langwieriger Fersenprobleme konnte ich heuer kaum schmerzfrei spielen und freu mich nun, es hier bis ins Halbfinale geschafft zu haben“, sagte Bernd Legutke. 

 

Das Bild, das uns Bernd zur Verfügung gestellt hat, zeigt ihn mit seiner TVA-Mannschaft ganz links außen. Danke fürs Bild.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Bei den 2. TC Wächtersbach Open, einem hochklassigen Damen und Herrenturnier (A6) im Tennis mit insgesamt 2000 Euro Preisgeld, nahmen Spieler und Spielerinnen aus neun Landesverbänden teil.

Der TV Aschaffenburg stellte alleine sieben Akteure und Akteurinnen, die beim gut organisierten Wächtersbach-Cup mitspielten. Die Turnierleitung scheute keine Mühe, um es bei der Hitze und den vielen Dreisatz-Matches den Teilnehmern so angenehm wie möglich zu machen.

Für das Aschaffenburger Nachwuchstalent Ben Ostheimer hat sich die Teilnahme am Wächtersbach Cup auf jeden Fall gelohnt, denn er nahm in der Herren-Konkurrenz den Sieg mit nach Hause. Es war sein erster Erfolg bei einem Turnier dieser Kategorie. Außer dem an zwei gesetzten Ben Ostheimer nahmen bei den Herren noch Noah Torrealba (Nr. 6 Setzliste, TVA), Tom Bolton und Lenny Staudt (beide TVA) sowie Robin Frühwacht vom TC Birkenhain-Albstadt teil.

Gutes Spiel von Noah Torrealba

Noah Torrealba gewann die erste Runde locker, musste anschließend gegen Philipp Hüskes (TC Niddapark Frankfurt) in den Match Tiebreak gehen und holte sich in einem ausgeglichenen Spiel letztlich mit 2:6, 6:2, 10:8 den Sieg. In der nächsten Runde traf der Aschaffenburger auf den eins gesetzten Dennis Sun vom CaM Nürnberg. Nach dem ersten mit 6:3 gewonnenen Satz von Noah Torrealba musste dessen Gegner beim 0:1 aufgeben. Beinahe wäre er auf seinen neuen Vereinskollegen Tom Bolton aus Neuseeland und College-Spieler in den USA, getroffen. Bolton ist erst kurz in Deutschland, neu beim TVA und dort bei den Herren gemeldet. Er scheiterte allerdings an der Nummer vier, Lukas Faust (TV Hausen) mit 5:7, 6:3, 7:10. 

Im Halbfinale traf Noah Torrealba dann auf Lukas Faust und auch hier ging es bei brütender Hitze in den Match Tiebreak. Mit 6:2, 3:6, 10:4 setzte sich Faust durch.

Ben Ostheimer rollte Feld von unten auf

Das Feld von unten rollte Ben Ostheimer auf. Er hatte gegen seinen ersten Gegner Noah Boegner (TC Heidelberg) beim 6:1, 6:3 keine Probleme und auch in der nächsten Runde gegen Stefan Vogelsang (TSV Altenberg) lief es mit 6:4, 6:0 wie am Schnürchen. Im Viertelfinale wartete die Nummer sieben, Jery Ellenberg (Wiesbadener THC) auf den Aschaffenburger. Sehr konzentriert agierte Ben Ostheimer und gewann mit 6:0, 6:2. Im Halbfinale knüpfte der Nachwuchsspieler an seine gute Leistung zuvor an und spielte sich gegen Daniel Podoprigora (Nr. 5, TK BG Steglitz) klar mit 6:3, 6:3 ins Finale. 

Im Endspiel stand Ben Ostheimer dann Lukas Faust gegenüber und beide Kontrahenten schenkten sich im ersten Satz bei tropischen Temperaturen nichts. Mit 7:5 gewann Ben Ostheimer Durchgang eins. Beim 4:0 musste Lukas Faust aufgeben und Ben Ostheimer nahm den Sieg mit nach Hause.

Lenny Staudt (TVA) und Robin Frühwacht (Albstadt) kamen über die erste Runde nicht hinaus.

Tolles Match zwischen Julia Sauer und Fiona Kirchenmayer

Auch bei den Damen gab es ein gutes Feld, in dem Denise Torrealba, die für den TV Buchschlag aufschlägt und die Schwester von Noah Torrealba ist, sich den Sieg holte. Die Aschaffenburgerin Julia Sauer, die jetzt für Klein-Krotzenburg aufschlägt, aber schon für den TVA und TC Schönbusch gespielt hat, war an drei gesetzt und traf auf Fiona Kirchenmayer (TVA). Diese gewann die erste Runde gegen Nala Boegner (TC Heidelberg) souverän mit 6:1, 6:0, musste sich dann aber nach über drei Stunden Spielzeit Julia Sauer mit 5:7, 7:6, 6:10 geschlagen geben. Es war wohl das längste und sicher das umkämpfteste Spiel im Turnier. Beide Spielerinnen gaben alles und zeigten tolles Tennis. Fiona Kirchenmayer konnte im ersten Satz drei Satzbälle nicht verwerten. In Satz zwei lag sie mit 1:5 im Rückstand, kämpfte sich heran und nahm Julia Sauer mit 7:6 den gefühlt schon gewonnenen Satz ab. Am Ende verwandelte Julia Sauer ihren zehnten Matchball zum Sieg.

Das nächste Spiel zum Einzug ins Halbfinale verlor Julia Sauer dann und musste sich nach großem Kampf mit 6:4, 0:6, 8:10 geschlagen geben.

Carla Dietershagen vom TVA musste sich nach ihrem ersten Match vom Turnier verabschieden. 

 

Das Bild hat uns die Fam. Ostheimer zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Viele von Euch gehen sicher einem Hobby nach und haben viel Spaß dabei. Vielleicht spielt der eine oder andere sogar Tennis und geht in diesem Sport auf. So wie zum Beispiel unsere Senioren beim TC Schönbusch Aschaffenburg. Wie diese Sportart unsere Senioren gesund und munter hält, was sie antreibt, der kleinen gelben Filzkugel auch noch mit 80 und ein bisschen Jahren nachzujagen und einiges mehr erfahrt Ihr nachfolgend.

 

Herzinfarkt und Tennis – wie läuft das zusammen?

Am 01. Mai 2012 bekam Jürgen Heidingsfelder auf dem Tennisplatz einen Herzinfarkt. Acht Wochen danach stand er im Endspiel bei den Tennis-Stadtmeisterschaften. Jürgen Heidingsfelder ist einer von vielen – im positiven Sinne – „tennisverrückten“ Senioren beim TC Schönbusch Aschaffenburg. Drei 70er Teams, drei 65er, eine 75er und eine 60er-Mannschaft hatte der TCS heuer in der Medenrunde gemeldet. Mit die ältesten Spieler sind Waldemar Closen und Manfred Grünler, die mit ihren 83 Jahren noch topfit sind. Das gibt es laut den TCS-Senioren im Umkreis in der Art nicht mehr. 

 

“Wir wollen uns einfach

gesund halten!”

Ein Teil der TCS-Senioren von links: Peter Imhof, Hermann Schwinger, Waldemar Closen, Jürgen Heidingsfeldder, Erhard Ottmann und Wolfgang Klenner. Bild: Droste

Doch was treibt die Senioren an, noch immer der gelben Filzkugel nachzujagen – egal, ob es kalt, brütend heiß oder windig und regnerisch ist? Hermann Schwinger, der sich im Tennis auskennt wie kein anderer, quasi in der Region ein „wandelndes Tennislexikon“ ist,  sagt: „Unsere Motivation ist, dass wir uns einfach gesund halten wollen. Der TCS hat nach Recherchen von Insidern und Tennis-Verstehern wie zum Beispiel Winfried Weidlich vom Senioren Tennismagazin, eine der größten und qualitativ sehr guten Breite von Mannschaften im Deutschen Tennisbund. Hier zeigt sich meiner Meinung nach, dass Tennis spielen gut für die Gesundheit ist.“

Und Wolfgang Klenner, Senioren-Sportwart des TCS ergänzt: „Unsere Senioren können auch heuer wieder auf eine äußerst erfolgreiche Medenrunde zurückblicken. Die Spannung auf den Meistertitel oder den Abstieg wurde heuer am letzten Spieltag zum Krimi. Wie so oft entschieden die Doppel über Sieg oder Niederlage.“

Tatsächlich sind die Doppel eine der Stärken der TCS-Senioren. Ausgebufft und routiniert treiben sie ihre Gegner teilweise zur Verzweiflung. Kein Wunder, wird doch über das ganze Jahr gesehen ganz viel Doppel bei den TCS-Senioren gespielt. Das zahlt sich am Ende aus. So haben die 65er in der Landesliga 1, die 70er und 75er-Teams in der Bayernliga heuer die Meisterschaft erzielt. 

“Die Harmonie stimmt und

der Siegeswille ist groß”

„Insgesamt muss man sagen, dass die Harmonie innerhalb der Mannschaften und auch der Siegeswille sehr groß sind“, so Wolfgang Klenner weiter. Hinzu kommt, dass viele Spieler aus dem Umkreis von cirka 50 Kilometer und weiter zum TCS kommen. „Manche Vereine haben Probleme, eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Da stehen die Spieler dann im Trockenen und haben keine Möglichkeit, in ihrem Verein zu spielen. Der TCS sieht sich als so eine Art „Auffangbecken“. Wir bieten den Senioren, die Interesse haben, bei uns zu spielen, ein Probejahr an, ehe sie in den Verein eintreten. Sie können ausprobieren, ob es ihnen bei uns gefällt und ob sie zum Verein passen. In all den Jahren ist dadurch eine Auswahl an Spielern in allen Spielstärken zusammen gekommen. Davon profitieren alle. Das hast du in anderen Vereinen nicht“, erklärt Wolfgang Klenner. 

So kam auch der Hösbacher Jürgen Heidingsfelder zum TCS. Vorher spielte er bei PWA Aschaffenburg bis sich die Mannschaft aufgelöst hat. Seit 2008 spielt er am Schönbusch und der frühere Fußballer, der erst spät mit Tennis angefangen hat, ist sportverrückt. Er ließ sich von einem Herzinfarkt, von Prostata-Krebs, von zwei neuen Knien nicht aufhalten, weiter zu spielen: „Alle meine Kollegen haben den gleichen Gedanken. Wir sind ehrgeizig, wollen immer alles geben und wir lieben die Geselligkeit, den Zusammenhalt. Das treibt uns an. Und – ich finde, es ist auch eine Einstellung des Kopfes.“ 

Waldemar Closen und Manfred Grünler: 166 Jahre geballte Tennis-Power

Oder Waldemar Closen und Manfred Grünler. Sie beide haben beim 1. FC Nürnberg das entscheidende Doppel im Match Tiebreak zum Sieg und damit zum Aufstieg in die Regionalliga geholt. 166 Jahre geballte Tennis-Power und Nervenstärke!

Waldemar Closen in Aktion

Manfred Grünler beim Schlag

Dabei hat der gebürtige Obernauer Waldemar Closen erst mit 39 Jahren mit Tennis angefangen. Zuvor spielte er Fußball, Handball und Tischtennis. Manfred Grünler ist ein gebürtiger Berliner und hat bereits mit 13 Jahren angefangen, der gelben Filzkugel nachzujagen. 70 Jahre spielt er schon Tennis – das ist unglaublich.

Neben Tennis unternehmen die Senioren sehr viel zusammen, kloppen Karten, organisieren Weißwurst-Frühstücke, fahren zusammen ins Trainingslager, feiern gemeinsam Geburtstage, fahren als Zuschauer zu hochklassigen Turnieren oder besuchen Spieler, die zur Reha sind und einiges mehr. Der Zusammenhalt ist groß. Und Wolfgang Klenner sagt: „Unser Motto ist Gesundheit, Geselligkeit und ganz viel Spaß. Solange das gegeben ist, dann klappt es auch mit den Erfolgen!“

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.