Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Fußball-Bundesliga hat sich die SPVGG GREUTHER FÜRTH nach dem 0:1-Rückstand gegen Hannover 96  durch einen verwandelten Elfmeter von Branimir Hrgota ein 1:1 geholt. Mit diesem Unentschieden bleibt das Kleeblatt unter seinem Trainer Alex Zorniger auch im fünften Spiel in Folge daheim ungeschlagen.

Nach dem Spiel sagte der Coach: “Es ist ein hochintensives Spiel gewesen. Wir haben die Standards mutig verteidigt. Die Dreierkette hat es gut gespielt. In der einen Situation beim 0:1 haben wir es nicht mutig verteidigt. Entscheidend war die Reaktion danach. Wir haben sofort eine Reaktion gezeigt. Nach dem 1:1 waren wir dann deutlich näher dran am Siegtreffer mit dem Pfostentreffer von Ragnar Ache. Wir hätten unter Druck ein bisschen besser spielen können. Ich finde schon, dass wir die Räume hatten. Insgesamt ist es ein Punkt, den du mitnehmen musst. Ich sehe das jetzt nicht als zwei verlorene Punkte an. Das nehmen wir jetzt mit zu St. Pauli, zum Team der Stunde. In der Tabelle hat sich punktemäßig wenig geändert. Wir sind immer noch in einer Situation, wo es punktemäßig okay ist. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir aus den ersten fünf Heimspielen vier Siege und ein Unentschieden holen, hätte ich das sofort genommen.”

In einem von Beginn an etwas zerfahrenen Spiel mit vielen Fouls konnte sich zunächst kein Team entscheidende Vorteile erarbeiten. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe das Kleeblatt am Drücker war. Zehn Minuten später prallten Luka Krajnc und Ragnar Ache bei einer Abwehraktion des Hannoveraners mit den Köpfen zusammen. Schiedsrichter Heft entschied zunächst auf Elfmeter, nahm diesen dann aber nach Videostudium wieder zurück. So wogte die Partie hin und her und es blieb bis zur Pause torlos. Auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte passierte nichts mehr.

Gleiches Bild nach dem Wechsel

Nach dem Wechsel bot sich zunächst das gleiche Bild. Beide Seiten hatten im Prinzip keine klaren Einschussmöglichkeiten. Erst in der 54. Minute fiel das 0:1. Der Gäste-Abwehrspieler Weydandt erzielte das Führungstor für die 96er. Doch die Freude der Gäste wehrte nicht lange, denn es gab Elfmeter für das Kleeblatt. Kapitän Branimir Hrgota glich in der 56. Minute souverän zum 1:1 aus. Die Gastgeber hatten im Schlussakkord etwas mehr vom Spiel, waren aber vorm gegnerischen Tor zu harmlos. Ragnar Ache hatte kurz vor Schluss noch einmal eine gute Chance, doch es blieb am Ende beim Unentschieden.

 

Damit steht das Kleeblatt auf Platz elf der Tabelle. Nächste Woche geht es zum schweren Auswärtsspiel zum Tabellensiebten St. Pauli.

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt wollte die Partie gegen die HSG Konstanz erfolgreich gestalten und am Bodensee keinesfalls baden gehen. Beim Wollen ist es geblieben. Mit 25:28 (11:14) verlor die Mannschaft von Trainer Slava Lochman und die HSG revanchierte sich für die hohe Hinspielniederlage vom vergangenen Oktober. Dabei waren die Chancen für die Gäste mehr als vorhanden, die Abwehr stand – aber, noch einmal, im Angriff tat sich der TVG sehr schwer und vergab viel zu viele Chancen. Hinzu kam ein Moritz Ebert im Tor, der über sich hinaus wuchs (20 Paraden). Aber auch Petros Boukovinas hatte 17 Paraden, hielt sein Team immer wieder im Spiel – und trotzdem gab es keine Punkte.
 
Der Reihe nach. Die Vorzeichen standen beim TVG nicht gut, denn mit Dino Corak fehlte eine „Bank“ am Kreis und Torhüter Jan-Steffen Minerva fehlt noch nach seiner Hand OP sowie Außen Görkem Bicer nach seiner schweren Knieverletzung. In Konstanz fehlte weiterhin Adrian Kammlodt, der im vergangenen Spiel einen Schlag auf die Rippen bekam. Thomas Rink verletzte sich unter der Woche am Sprunggelenk, Florian Eisenträger klagte zuletzt über Knieprobleme, Povilas Babarskas leidet noch immer unter Achillessehnen-Problemen und Kuno Schauer war die letzten Tage grippekrank. Alle stellten sich aber im Laufe des Spiels in den Dienst der Mannschaft. 
 
TVG-Trainer Slava Lochman fing zunächst mit Babarskas am Kreis und mit Zhuk auf Außen an. Im Rückraum spielten Wullenweber, Munzinger, Strakeljahn, Schauer, Bandlow und Stark wechselweise. Beide Mannschaften bevorzugten eine kompakte 6-0-Deckung und nach drei Minuten stand es 1:1. Doch zu diesem frühen Zeitpunkt war den Hausherren bereits anzumerken, dass sie sich unbedingt für die hohe 18:27-Hinspielniederlage revanchieren wollten. Sie spielten sehr konzentriert, erwischten einen guten Start, führten mit 5:3 und 9:5, während der TVG viel zu viele Chancen liegen ließ. Beide Torhüter zeichneten sich gleich zu Beginn mehrfach aus. HSG-Eigengewächs Moritz Ebert hielt sehr stark und der TVG konnte sich bei Petros Boukovinas bedanken, denn er hielt sein Team mit guten Paraden im Spiel. Die Gäste kämpften sich nach dem 6:10 heran, hatten beim 8:10 schon die Chance zum Anschluss. Doch es wurde vom Punkt vergeben und die HSG stockte auf 11:8 auf. Im Konstanzer Hexenkessel vergab der TVG weiter zu viele Chancen, unter anderem eine weitere zum möglichen Anschluss.
 
Beim 11:10 war es dann soweit. HSG-Trainer Lützelberger nahm die Auszeit, stoppte damit die TVG-Aufholjagd und der Ausgleich fiel nicht. Die HSG ließ sich von ihrem Publikum tragen und zog auf 13:10 (28.) davon. Mario Stark verkürzte, doch beim Pausenpfiff lagen die Gäste wieder mit drei Toren hinten (11:14). 
 
Mario Stark mit dem 12:14
 
Sofort nach Wiederbeginn gelang Mario Stark das 12:14. Der Zwei-Tore-Rückstand hielt nicht lange, denn die HSG erhöhte postwendend auf 15:12. Die Partie wurde nun hitziger und sehr kampfbetont. Der TVG stand gut in der Abwehr, doch im Angriff wollte es einfach nicht rund laufen. Die Konstanzer spielten sich in einen Flow und vor allem Torhüter Ebert wuchs über sich hinaus. Er brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung. Es war wie verhext. Doch Aufgeben war nicht drin. Immer wieder kämpften sich die Gäste dran und verkürzten von 19:23 auf 21:23 (54.). Wieder war alles offen.
 
Beim 24:21 waren noch sechs Minuten zu spielen und Slava Lochman nahm die Auszeit. Wullenweber sorgte mit dem 22:24 und 24:25 (57.) für Spannung pur. Der TVG schnupperte am Ausgleich, doch HSG-Torhüter Ebert war es, der die Halle mit seinen Paraden zum Kochen brachte. Die HSG zog einmal mehr davon und beim 28:24 hatte der TVG per Strafwurf die Chance zu verkürzen. Doch auch das klappte nicht. Luca Munzinger erzielte das 25:28, allerdings war dies nur noch Ergebniskosmetik.
 
TVG-Geschäftsführer Michael Spatz sagte im Anschluss an das Spiel: „Glückwunsch an Konstanz zum verdienten Sieg. Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir wollten mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorne machen. Mit so einer Leistung ist dies uns verdient nicht gelungen. Die Abwehr war noch in Ordnung. Aber mit einem Angriff der über 20 Fehlwürfe produziert, kann man kein Spiel gewinnen. Keiner ist heute an seine Leistungsgrenze gegangen.”
 
Nun ist erst einmal Länderspielpause bis zum 17. März. Dann wartet zuhause der Dessau-Rosslauer HV auf den TVG. 

 

Eine kleine Anmerkung von mir: Ein großes Lob an die @hsgkonstanz

Sie zeigte bei sportdeutschland.tv @handballdeutschland.tv eine unglaublich gute Präsenz – angefangen mit den Vorberichten zur Partie und den Interviews bis hin zur Pressekonferenz nach der Begegnung. Das war einfach klasse und sehr professionell!

Das Bild, das Finn Wullenweber zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Den Text habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gibt es für das Wochenende zwei Spielverlegungen. Das Spiel Hanau – Ferndorf und die Begegnung Gummersbach II – Gelnhausen wurden aufgrund Verletzungen, Erkrankungen verlegt (wir berichteten).

Bleiben noch der TV Kirchzell, der Friesenheim-Hochdorf am Samstag empfängt und die HSG Rodgau Nieder-Roden, die in Saarlouis antritt.

Weitere Partien: HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – DJK Waldbüttelbrunn, VTV Mundenheim – TuS Dansenberg, HSG Pohlheim – TSG Haßloch.

 
Nach der herben Enttäuschung zuletzt bei der DJK Waldbüttelbrunn, bei der der TV Kirchzell im Kampf um den Klassenerhalt eine bittere Niederlage hinnehmen musste, war die Stimmung innerhalb der Mannschaft gedämpft. Jedem war klar, dass zwei enorm wichtige Punkte einfach liegen gelassen wurden. Die Kirchzeller um ihre Trainer Kunz/Hauptmann haben nun noch fünf Spiele Zeit, sich die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zu holen. Die Zeit rennt also – und die Aufgaben werden nicht einfacher. Doch Coach Andi Kunz sagt: „Es bringt jetzt auch nichts, jede Woche unsere Situation zu erklären. Fakt ist, dass wir in Waldbüttelbrunn unbedingt hätten gewinnen müssen. Das haben wir nicht gemacht. Also müssen wir uns die Punkte woanders holen. Das wird schwer, aber es ist machbar.“
 
Am Samstag nehmen die Odenwälder einen neuen Anlauf. Diesmal ist der unmittelbare Tabellennachbar mHSG Friesenheim/Hochdorf II zu Gast. Der Gegner konnte sich in der Tabelle an Kirchzell auf den elften Platz vorbeischieben. Nach 20 Spielen stehen 15:25 Punkte an. Allerdings hatte die mHSG am Mittwochabend noch ein Nachholspiel gegen Mundenheim und das gewann sie mit 24:21. Damit hat Friesenheim in der Tabellen einen Sprung auf Platz zehn gemacht.
 
Andi Kunz ist das Hinspiel im vergangenen November noch gut in Erinnerung. „Das war damals so ein Spiel, wo von Anfang an bei uns nichts zusammen lief.“ Am Schluss setzte es eine hohe 26:37-Niederlage für den TVK. Das soll diesmal anders werden. „Wir brauchen aus den letzten fünf Spielen noch drei Siege, besser vier. Also fangen wir am Samstag damit an“, so Kunz. 
 
Nach Hochdorf warten auf Kirchzell noch daheim Dutenhofen/Münchholzhausen II, auswärts Dansenberg, daheim Nieder-Roden und auswärts Gelnhausen.
 
Doch jetzt liegt der Fokus erst einmal auf dem kommenden Gegner. Die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt verfügt über junge, gut ausgebildete Spieler, die einen schnellen Ball spielen. Einen „technisch sauberen“ Handball spielt vor allem Rückraumspieler Max Neuhaus, der dem TVK bereits im Hinspiel das Leben schwer gemacht hat. Allerdings fehlte er die letzten zwei Matches. Auch auf Mihailo Ilic, Yannik Polifka oder Patrick Friedmann auf Außen ist zu achten. Nicht zu vergessen Peribonio im Tor. Der Keeper war schon öfters das Zünglein an der Waage. Bis zum Saisonende neu hinzu kommt wohl Timo Heuft, der seine Wurzeln bei der TSG Friesenheim hat. Er soll mit seiner variablen Spielart im Rückraum zum Klassenerhalt beitragen.
 
Trainer Andi Kunz meint aber: „Mir ist völlig egal, wer bei denen spielt. Die können auch nur zu sechst auf dem Parkett stehen. Wir müssen in der Deckung besser stehen als zuletzt und ich erwarte von der Mannschaft eine Reaktion auf die Vorstellung zuletzt bei der DJK Waldbüttelbrunn und auf das Hinspiel. Das können wir so nicht stehen lassen.“
 
 
Baggerseepiraten wollen erneut überzeugen

Nach dem ebenso überzeugenden wie erfolgreichen Auftritt gegen die Bundesligareserve des VfL Gummersbach müssen die Rodgauer Handballer am kommenden Wochenende eine nicht minder schwere Aufgabe lösen. Die letzte große Auswärtsfahrt führt den HSG-Troß dann zum Tabellensiebten ins gut 200 Kilometer entfernte Saarlouis. Das Team von Spielertrainer Branko Koloper hat schon den einen oder anderen Punkt zuhause verloren, ist aber seit mittlerweile vier Partien ungeschlagen und will diesen guten Lauf fortsetzen. „Saarlouis hat einen bärenstarken Rückraum, vor allem beide Halbpositionen sind mit Paetow und Becker exzellent besetzt“, zeigt sich HSG-Trainer Redmann von der gegnerischen Qualität beeindruckt.

Doch auch auf den Siegeswillen seines eigenen Teams kann sich Redmann immer mehr verlassen. Wie seine junge Mannschaft zuletzt die Torfabrik der Liga stoppte, war schon aller Ehren wert. „Wenn wir mit aller Konsequenz verteidigen und im Angriff kühlen Kopf bewahren, dann machen wir es jedem Gegner schwer. Aber genau diese Einstellung brauchen wir am Samstagabend auch.“ Sollten sich seine Jungs an die Vorgaben halten und etwas Zählbares aus dem Saarland mit nach Hause bringen, wäre ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Pokalrunde absolviert. Aber dafür bedarf es erneut einer mannschaftlich geschlossenen Leistung wie im Hinspiel, als man in einer Partie auf hohem Niveau letztendlich verdient mit 30:26 die Oberhand behielt.

 

Unser Bild zeigt TVK-Keeper Tobias Jörg in Aktion.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach der 26:32-Heimniederlage zuletzt gegen den Aufstiegsaspiranten HBW Balingen-Weilstetten geht es für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt nahtlos weiter und am heutigen Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Slava Lochman eine weite Reise vor sich. Über 300 Kilometer ging es an den schönen Bodensee zur HSG Konstanz. Dort will es der TVG gegen den aktuell auf Platz 18 in der Tabelle stehenden Gegner besser machen als zuletzt gegen den Spitzenreiter.
 
Doch TVG-Geschäftsführer Michael Spatz weiß: „Konstanz hat sich im Laufe der Saison gesteigert und ist ein durchaus gefährlicher Gegner. Wenn die HSG einen guten Tag erwischt, dann kann sie gegen jeden punkten.“
 
Tatsächlich haben die Jungs von Trainer Jörg Lützelberger einen ausgeglichen besetzten Kader, haben mit David Knezevic, Michel Stotz, Fynn Beckman, Lukas Köder oder Gregor Thomann gute Akteure, die ein schnelles Spiel aufziehen. Nicht zu vergessen Christos Erifopoulos. Der ehemalige Großwallstädter kommt nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Schwung, ist blitzschnell und hat einen ausgeprägten Drang aufs Tor. Der 23-Jährige, der ja in Großwallstadt aufgewachsen ist, freut sich sehr auf den TVG und meinte: „Ich habe meine Jugendzeit beim TVG verbracht, bin quasi neben der Halle aufgewachsen und mit vielen, die am Freitag zu uns kommen, habe ich bereits zusammen gespielt. Ich freu mich vor allem auf Mario Stark und Flo Eisenträger. Das sind nicht nur gute Spieler, sondern auch coole Typen und ich hoffe, dass etwas Zeit zum Quatschen bleibt.“
 
Der Deutsch-Grieche hat jüngst seinen Vertrag verlängert, ligaunabhängig. Er fühlt sich in Konstanz pudelwohl, denn im Verein und auch im Umfeld passt alles und er sagt. „Ich lebe dort, wo andere Urlaub machen.“ Sportlich war die HSG mit den ersten Spielen der Rückrunde nicht so zufrieden. „Es könnte besser laufen für uns. Zuletzt gegen Potsdam haben wir gut gespielt, aber verloren. Dormagen lief für uns richtig gut und zuletzt gegen Hagen waren wir lange dabei, haben es zum Schluss aber doch nicht gepackt.“
 
Gegen den TVG soll es einen neuen Anlauf geben, denn die Mannschaft will auf jeden Fall die Liga halten. „Wir haben noch 15 Spiele lang Zeit, Punkte zu sammeln. Also fangen wir mal mit dem TVG an… Uns ist durchaus bewusst, dass der TVG eine sehr gute Mannschaft beisammen hat und wir wissen, wie schwer es für uns werden wird. Also können wir nur positiv überraschen“, so der HSG-Mittelmann.
 
Konstanz spielt zwei Abwehrvarianten, angefangen von einer 6-0-Abwehr. Aber auch eine 3-2-1-Formation lässt Trainer Lützelberger öfter spielen. Darauf muss sich der TVG einstellen. Das Heimspiel im Oktober gewannen die Unterfranken mit 27:18. Und mit einem weiteren Sieg könnte der TVG einen großen Schritt machen. Darauf hofft auch TVG-Coach Slava Lochman, der mit Jörg Lützelberger im Jahr 2004 zusammen beim TVG gespielt hat. Zig Jahre danach kreuzen sich ihre Wege als Trainer wieder. Lochman: „Konstanz ist ein junges Team und sie sind sehr bissig. Hinzu kommt, dass sie daheim spielen. Wir müssen von Anfang an sehr konzentriert agieren und unsere Linie einhalten.“
 
Mit welchem Team der TVG am Freitag früh nach Konstanz fahren wird, bleibt abzuwarten. Denn Dino Corak hat sich verletzt, Flo Eisenträger ist angeschlagen und Povilas Babarskas ebenfalls noch nicht fit. Jan-Steffen Minerva macht nach seiner Hand-OP Fortschritte, braucht aber noch einige Zeit. Ebenso wie Görkem Bicer auch. „Wir haben einige Angeschlagene wie zum Beispiel Flo Eisenträger, Thomas Rink oder Adrian Kammlodt. Wir müssen jetzt einfach mal abwarten, wie es sich bei dem einen oder anderen bis Freitag entwickelt“, sagt Michael Spatz.
 
 
Das Bild, das Finn Wullenweber zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, wird erneut ein Spiel am Wochenende abgesagt. Die Begegnung zwischen dem VfL Gummersbach II und dem TV Gelnhausen findet nicht  – wie geplant – am kommenden Sonntag statt, sondern erst am 22. März um 20 Uhr .

Grund sind zehn Spieler des TV Gelnhausen, die wegen Verletzungen oder Krankheit nicht zur Verfügung stehen. Die TVG-Verantwortlichen baten daraufhin die Gummersbacher um eine Verlegung. „Vielen Dank an die Verantwortlichen aus Gummersbach, dass sie unserer Bitte um Spielverlegung nachgekommen sind und bereit waren, das Spiel auf einen späteren Termin zu verlegen“, sagt TVG-Manager Philip Deinet.

Auch das Spitzenspiel in der Staffel Süd-West zwischen Hanau und Ferndorf wurde verlegt. Hier hatte Ferndorf viele verletzte und kranke Spieler.

 

Unser Bild zeigt TVG-Torhüter Julian Lahme, der dieses Wochenende nichts zu halten hat.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am kommenden Wochenende gastieren die ING Skywheelers in der ersten Rollstuhl-Basketball-Liga bei den Doneck Dolphins in Trier. Nicht nur für die Hessen wird es sicher ein spannender Spieltag in der unteren Tabellenhälfte.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung, die mir Marco Hopp hat zukommen lassen:

Der kommende Spieltag wird, nicht nur für die Hessen, der wohl spannendste Spieltag in der unteren Tabellenhälfte. Die Konstellationen für das Abschneiden in der Saison stehen gut. Die ING Skywheelers haben es selber in der Hand die Weichen für einen erfolgreichen Saisonabschluss zu stellen. Wichtig hierbei wäre ein Erfolg in der Fremde. Das Hinspiel, in Frankfurt konnten die Skywheelers recht souverän mit 61:37 gewinnen. Allerdings waren an diesem Spieltag Liga-Topscorer Dirk Passiwan und seine Frau Nathalie nicht mit an Bord.

Was wäre alles möglich? Sollten die Skywheelers mit 25 Punkten verlieren, würden die Trierer aufgrund des direkten Vergleichs die Skywheelers vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Bei einer Niederlage mit weniger als 24 Punkten Differenz, wären die Dolphins zwar punktgleich, blieben aber hinter den Hessen, könnten dann aber wiederum im letzten Spiel der Saison mit einem Sieg gegen die Bears an den Skywheelers vorbei ziehen.

Dies auch nur, wenn die Frankfurter am letzten Spieltag in Hannover verlieren. Köln spielt unterdessen zu Hause gegen Hamburg. Bei einem Sieg der 99ers und einer Niederlage der Hessen, wurden sie die Skywheelers vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Gewinnen die Skywheelers in Trier, haben sie vier Punkte Vorsprung auf die Pfälzer und bleiben einen Punkt vor Köln, dann würden sie sogar bei einer Niederlage in Hannover die Saison als Sechster beenden, denn Köln muss am letzten Spieltag beim Meisterschaftsanwärter Thuringia Bulls antreten.

Die Chancen, dass Köln dieses Spiel gewinnt, sind dann doch etwas geringer. Somit ist also für viel Spannung im Kampf um den sechsten Tabellenplatz gesorgt. Die ING Skywheelers bereiten sich auf diesen vorletzten Tanz in der Saison akribisch vor. In Trier erwartet sie ein Hexenkessel, in dem es sehr laut zur Sache gehen wird. Nun heißt es Daumen drücken für die ING Skywheelers und ihnen einen perfekten Spieltag mit wenigen Fehlern zu wünschen.

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Spitzenspiel in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, zwischen der HSG Hanau und dem TuS Ferndorf wurde verlegt und die beiden Teams werden am Samstagabend nicht in der Main-Kinzig-Halle aufeinandertreffen.

Die Nordrhein-Westfalen stellten am heutigen Mittwoch bei der Liga den Antrag, die Partie aufgrund zahlreicher Krankheits- und Verletztenfälle seitens Ferndorf kurzfristig zu verlegen. Dieser Bitte hat der Deutsche Handballbund nach Rücksprache mit den beiden Vereinen entsprochen. Das Spiel wird daher am Freitag, 10. März 2023 um 20.15 Uhr in der Main-Kinzig-Halle nachgeholt.

„Natürlich hätten wir am Samstagabend das Spiel gegen den TuS Ferndorf gerne bestritten“, sagt HSG-Geschäftsführer und Trainer Hannes Geist mit Blick auf die Spielverlegung. „Die Mannschaft stand zuletzt voll im Saft und hat sich mit Hochdruck auf diese Partie vorbereitet.“

Beide Vereine hatten zuletzt in der Staffel Süd-West mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Hanau feierte zuletzt zwölf Siege in Serie und belegt damit einen eindrucksvollen ersten Tabellenrang in der Staffel. Zweitliga-Absteiger Ferndorf hat sich dicht dahinter platziert. Beide Teams haben noch Chancen auf den Staffelsieg, sind aber mit Blick auf die Tabellensituation bereits sicher für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Für Hanau ist es bereits die dritte Teilnahme in Serie. Nun muss das vermeintliche „Meisterschaftsendspiel“ in der Staffel Süd-West knapp eine Woche später ausgetragen werden.

Wie die HSG Hanau mitteilte, behalten für den Nachholtermin am Freitag, 10. März 2023 (20.15 Uhr) in der Main-Kinzig-Halle alle Tickets ihre Gültigkeit.

 

Jannik Ruppert von der HSG muss sich noch gedulden, ehe es zum Gipfeltreffen kommt. Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Bei der geballt.de-Ranglisten-Cup-Serie 2023 in Dreieich gewann Oscar Sommer vom TV Aschaffenburg die Konkurrenz bei den Junioren U 14. Er war an zwei gesetzt, sein Vereinskollege Philipp Müssig stand sogar an Position eins. Dieser zog mit 6:2, 6:1 gegen Vincent Sprenger (TEC Darmstadt) in die zweite Runde ein, gewann dort gegen Johannes Scherer (Osburger TC) mit 6:3, 6:0. Im Halbfinale traf er auf die Nummer drei der Setzliste, Bennet Blum vom TC Hambachtal. Gegen ihn musste er mit 2:6, 5:7 klein beigeben.

Oscar Sommer rollte das Feld von unten auf und gewann zunächst gegen Jon Beuntker (TC Ludwigsburg) mit 6:1, 7:5. Danach wartete Luca Löhr (TC Giessen) auf ihn. Auch hier gewann Sommer mit 6:1, 6:3. Im Halbfinale traf er auf Dominik Kremer vom TC Taufkirchen, die Nummer vier der Setzliste. Sommer machte kurzen Prozess und gewann mit 6:0, 6:0. Das Finale war erreicht und dort bekam er es mit Müssig-Bezwinger Bennet Blum zu tun. Oscar Sommer spielte sehr gut auf und holte sich mit 6:4, 6:1 den Sieg.

Ebenfalls am Start war Marvin Hüneke vom SC WB Aschaffenburg. Er gewann Runde eins mit 6:2, 6:3 gegen Goncalvas Tiago Ferreira (Offenbacher TC) mit 6:2, 6:3, musste sich dann aber dem späteren Finalisten Blum mit 6:2, 6:3 beugen.

In der U 18 traten vom TVA Noah Torrealba (an zwei gesetzt) und Henry Sommer (Nummer vier) an. Torrealba kam kampflos bis ins Halbfinale und verlor nach großem Kampf gegen den späteren Sieger Jaron Held (Nr. 3, TC Schießgraben Augsburg) mit 7:5, 4:6, 5:10. Auch Henry Sommer’s Gegner in Runde eins trat nicht an. Anschließend wartete mit Yannik Seewaldt (TC Sprendlingen) ein harter Brocken auf den Aschaffenburger. Mit 2:6, 7:6 und 10:6 setzte er sich durch. Im Halbfinale traf er auf Petr Valdaytsev (TC Wiesbaden), der zuvor die Nummer eins, Lukas Faust, aus dem Turnier kegelte. Henry Sommer hatte beim 7:6, 3:6, 13:15 das Glück nicht auf seiner Seite und musste seinem Gegner den Vortritt lassen. 

 

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es am Wochenende eine Überraschung. Der TV Kirchzell verlor beim bereits feststehenden Absteiger DJK Waldbüttelbrunn. Die HSG Rodgau Nieder-Roden macht mit Gummersbach kurzen Prozess und die HSG Hanau gewinnt in Dutenhofen/Münchholzhausen. Auch Gelnhausen lässt gegen Pohlheim nichts anbrennen.

 

 

Fassungslosigkeit auf der einen, unbändige Freude auf der anderen Seite. Während der schon feststehende Absteiger DJK Waldbüttelbrunn durch die Halle tanzte, als hätte er gerade die Meisterschaft geholt, gingen die Köpfe auf der Bank der Kirchzeller ganz weit nach unten und die Spieler konnten es nicht fassen. Mit 31:33 verlor die Mannschaft des Trainer-Duos Hauptmann/Kunz und bescherte der DJK damit nach 22 Spielen den zweiten Sieg. 

Dabei wären diese zwei Punkte für den TVK überlebensnotwendig gewesen und jedem Spieler war vor der Partie klar, wie immens wichtig ein Sieg bei der DJK ist. Mit 31 erzielten Treffern kann ein Spiel gewonnen werden. Wenn man aber 33 kassiert, dann reicht es halt nicht. Der TVK schaffte es nicht, sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu erarbeiten und es wird eng und enger. „Wir haben vorne 45 Minuten unser Spiel gemacht, haben aber zu viele Freie liegen gelassen“, sagte Alex Hauptmann. Und weiter: „In der Abwehr waren wir über 55 Minuten nicht bereit, den Schritt mehr, den wir die letzten Wochen gegangen sind, zu gehen und damit Tore zu verhindern.“

Doch der Reihe nach. Die Kirchzeller begannen gut, führten schnell mit 3:0 und 10:7 (13.). Die Hausherren, die keinesfalls wie ein Absteiger auftraten, nahmen die Auszeit, doch der TVK war gut auf den Beinen, stellte ein gutes Rückzugsverhalten und führte in der 25. Minute noch immer mit drei Toren (15:12.). Mit drei Treffern in Folge glich die DJK aus. Ihr war anzumerken, dass sie ohne jeden Druck locker aufspielte und dadurch gelang auch einiges. Die Gäste zogen den grünen Karton und Joshua Osifo gelang anschließend die knappe 17:16-Pausenführung.

Nach dem Wechsel glichen die Hausherren sofort aus. Der TVK ließ Chancen liegen – zehn Freie insgesamt –  und so gelang der DJK die erste Führung (18:17). Alex Hauptmann wechselte seine Torhüter, schickte Löffelmann zwischen die Pfosten und die Partie wogte hin und her, wobei der Vorteil mehr und mehr bei Waldbüttelbrunn lag. Das 21:20 (39.) durch Leon David sollte die letzte Führung der Gäste gewesen sein. In der Folge gelangen in der hitzigen und immer hektischer werdenden Partie dem Gastgeber einfache Tore. Der TVK blieb zwar dran, konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben. Immer wenn die Gäste auf einen Treffer dran waren, zogen die Hausherren wieder auf zwei, sogar drei davon (26:23, 28:25). Es ging in den Endspurt und Tom Spieß erzielte vom Punkt den 31:30-Anschluss. Nun kam es zu einer Szene, die für viel Aufregung beim TVK sorgte. In Minute 59.18, beim Stand von 31:30 warfen die Hausherren die grüne Karte und zeitgleich erzielte Timo Issing das Tor zum 32:30. Die Schiedsrichter berieten sich und kamen zu dem Entschluss, dass erst das Tor fiel und dann die grüne Karte. Damit stand es 32:30 für die DJK anstatt des eventuellen Ausgleichs der Gäste. Ob aber das Remis gefallen wäre, bleibt dahingestellt. Klenk sorgte anschließend für das 31:32. In den letzten 30 Sekunden gingen die Gäste zur offenen Deckung über. Aber die DJK machte mit dem 33. Tor den Deckel drauf. „Der Gegner hat heute keinesfalls wie ein Absteiger gespielt und wir haben Dinge nicht umgesetzt, die wir besprochen haben“, so ein enttäuschter Alex Hauptmann.

 

„Baggerseepiraten“ schießen Gummersbach II aus der Halle

Die kurze Verschnaufpause hat der HSG Rodgau Nieder-Roden gutgetan, denn im ersten Spiel nach der einwöchigen Auszeit zeigten die „Baggerseepiraten“ gegen den VfL Gummersbach II eine sehr starke Leistung und schossen den direkten Konkurrenten um den vierten Tabellenplatz mit 35:26 aus der Halle.

Zwar erzielte Gummersbach das erste Tor vor gut 400 Zuschauern, doch das sollte gleichzeitig die letzte Führung der Gäste bleiben. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Gastgeber binnen vier Minuten auf 7:3 ab, weil vor allem ein HSGler herausragend agierte: Marco Rhein. Der Kapitän und Torwart entschärfte allein in der ersten Hälfte elf – zum Teil völlig freie – Würfe des Gegners und baute damit seine Vorderleute nachhaltig auf.

Die zeigten mal wieder eine ebenso giftige wie kompromisslose Abwehrarbeit und zogen damit der hochgelobten Offensive der Gummersbacher Reserve schon früh den Zahn. Und wie die Rodgauer den Talentschuppen des zwölffachen deutschen Meisters, fünffachen Pokalsiegers und elffachen Europapokalsiegers im Angriff nicht zur Entfaltung kommen ließen, hatten sie auch fast immer eine passende Antwort auf die sehr unangenehme 3:2:1-Deckung der Gäste parat.
Mal setzten sich die starken HSG-Rückraumschützen Henning Schopper, mit elf Treffern erfolgreichster Werfer, und Johannes von der Au (5) durch, mal brachten sie ihre Mitspieler in Position, und weil auch die hochprozentig trafen, setzten sich die „Redmänner“ über 12:7 und 15:8 bis zur Halbzeitsirene auf 20:12 ab. Zum Zungeschnalzen war dabei der Kempa-Trick Schoppers auf Pass von Filip Brühl zum 19:11. „Die zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte haben meine Jungs nahezu perfekt gespielt“, war Jan Redmann nach der Partie voll des Lobes über diese Phase.

Doch auch nach dem Seitenwechsel hatte der Rodgauer Coach kaum Grund zur Kritik. Zwar gelangen denn Gästen die ersten beiden Tore, doch danach nahmen wieder die Hausherren das Heft in die Hand. Beim 28:18 (41.) lagen sie erstmals mit zehn Treffern in Front, und diese deutliche Führung gaben die HSG-Cracks auch im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte nicht mehr ab – auch wenn gegen Ende des Spiels im Gefühl des sicheren Sieges ein wenig die Konzentration nachließ.
Dennoch war der Rodgauer Übungsleiter sehr zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. „Wir haben gegen einen starken Gegner über weite Strecken richtig gut gespielt“, so Redmann, der außer für seine Keeper Marco Rhein auch für den fünfmal erfolgreichen Youngster Nils Haus ein Sonderlob parat hatte: „Er hatte nicht nur keinen Fehlwurf, sondern auch in der Abwehr zwei wichtige Ballgewinne verbucht. Das war super!“ Mindestens genauso wie über die Leistung seiner Spieler freute sich der Trainer indes darüber, „dass wir jetzt den direkten Vergleich mit Gummersbach gewonnen haben“.

 

HSG Hanau gewinnt auch in Dutenhofen

Zwei wichtige Zähler für den Kampf um die Tabellenspitze und vor allem: Zwei Punkte für das Ticket zur Aufstiegsrunde. Mit dem 35:27 (18:15) bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II kann die HSG Hanau nun mit der Teilnahme an den Qualifikationsspielen um den Aufstieg in die zweite Handball-Bundesliga planen. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen mit Verfolger TuS Ferndorf erledigte das junge Team von Trainer Hannes Geist seine Aufgabe einmal mehr routiniert. Aus dem starken Kollektiv stach insbesondere Kreisläufer David Rivic mit neun Treffern hervor.

„Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft auf dem Feld. Bis zur Halbzeit lassen wir aber sechs freie Möglichkeiten liegen und spielen auch unsere Überzahlsituation nicht konsequent zu Ende“, resümierte Geist nach dem Spiel. „In der Abwehr hingegen hatten wir zwar noch nicht so den Zugriff, kamen dann aber gerade in der zweiten Hälfte immer besser in das Spiel rein.“

In der Sporthalle Dutenhofen sahen rund 400 Zuschauer ein rassiges Duell, welches vor allem von den Angriffsreihen beider Teams lebte. Dabei standen die Vorzeichen nicht optimal für den Spitzenreiter. Kreisläufer Dziugas Jusys musste kurzfristig wegen eines Nasenbeinbruches pausieren. So wurde es die erwartet schwere Aufgabe für die Grimmstädter.

Dutenhofen kann Spitzenreiter 25 Minuten lang ärgern

Den Lattentreffer von Jonas Ahrensmeier erstem Wurf, verwerte Dutenhofens Rechtsaußen Tim Rüdiger per Konter zur 1:0-Führung für die Bundesligareserve der HSG Wetzlar (1. Minute) – es sollte der letzte Vorsprung der Hausherren bleiben. Im direkten Gegenzug nahm der Halblinke besser Maß und erzielte direkt den Ausgleich. Nach einer sicheren Parade von Can Adanir, schnappte sich Hanaus Kapitän Jannik Ruppert das Spielgerät und erzielte per Unterarmwurf die 2:1-Führung. Max Bergold und der stark aufspielende David Rivic trieben den Vorsprung in der Anfangsphase auf 5:2 (8.) hinauf.

Hanaus Defensive, momentan eine der Stärkeren in der Staffel, präsentierte sich in der ersten Halbzeit noch mit einigen Startschwierigkeiten. „Das Spiel war heute insgesamt sehr schnell, sodass automatisch auch mehr Treffer fallen“, meinte Geist in der Nachbetrachtung. „Wir haben in der Abwehr ein paar Sachen nicht gut weggenommen, die wir eigentlich wegnehmen wollten. Ich war aber von Beginn an zufrieden mit unserem Rückzugsverhalten. Da haben wir heute einige Bälle abgefangen.“

Während die Mittelhessen es in den ersten 25 Minuten noch schafften, die HSG Hanau zu ärgern, erkämpften sich Ritter, Bergold & Co. bereits gegen Ende der ersten Halbzeit immer mehr Vorteile.

„Der Start in die zweite Hälfte, hätte man besser eigentlich nicht machen können“, lobte Geist sein Team später. Hanau blieb weiter souverän und verteidigte nun den eigenen Vorsprung konsequent.

 

TV Gelnhausen in Erfolgsspur zurück

Der TV Gelnhausen hat nach der Niederlage bei der TuS Ferndorf schnell wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und das Hessenderby gegen die HSG Pohlheim mit 27:20 (10:9) für sich entschieden. Mit dem nahezu letzten Aufgebot konnten die Barbarossastädter den dritten Tabellenplatz verteidigen und einen wichtigen Schritt Richtung Qualifikation zur Pokalrunde machen.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass Philipp Schenk, Henrik Müller, Michael Hemmer, Silas Altwein, Lasse Georgi und Felix Reinhardt verletzungsbedingt fehlen würden. Doch dann musste auch noch Julian Lahme aufgrund einer Erkältung kürzertreten und stand nur für den Notfall im Kader. Zu allem Überfluss sah Nils Bergau in der 28. Minute die Rote Karte. Und so mussten zehn tapfere Gelnhäuser die Partie letztlich nach Hause bringen.

„Wir waren sehr dünn besetzt, dazu kam noch, dass es ein sehr kampfbetontes Spiel war. Die Jungs haben heute alles auf der Platte gelassen und Charakter gezeigt“, lobte Trainer Matthias Geiger die Einstellung seiner Mannschaft. Jannik Geisler und Fynn Hilb zogen sich in Zweikämpfen leichte Blessuren zu, bissen aber bis zum Schlusspfiff auf die Zähne.

Nach 14 Minuten stand es 5:5. Zwar gelang es dem TVG dank eines Fünf-Tore-Laufs sich bis zur 20. Minute auf 10:5 abzusetzen, doch Pohlheim konterte zurück. Zur Pause stand es 10:9 für die Gastgeber. Mit dem ersten Angriff im zweiten Durchgang schaltete der Gast auf 10:10. Doch dann hatten die Gäste ihr Pulver verschossen. „Wir haben uns vorgenommen mit schnellem Umschaltspiel zu einfachen Toren zu kommen, dass konnten wir in einer starken Phase nach der Pause sehr gut umsetzen“, sagte Geiger.

In der Tat. Erneut legte Gelnhausen einen Fünf-Tore-Lauf hin und führte durch einen Treffer von Paul Hüttmann in der 39. Minute mit 17:12. Und dieses Mal ließen sich die Geiger-Schützlinge nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Gestützt auf eine bärenstarke Leistung von Keeper Alexander Bechert, der nach dem Spiel verdientermaßen von den Fans mit Sonderapplaus bedacht wurde, schraubten Jonathan Malolepszy und Co. den Vorsprung weiter nach oben. Am Ende stand so ein verdienter 27:20-Erfolg gegen einen durchaus starken Gegner.

 

Das Bild hat uns die HSG Rodgau Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt treibt seine Personalplanungen für die kommende Saison weiter voran und hat Stefan Salger von den Eulen Ludwigshafen verpflichtet.

Der 26-jährige gebürtige Allgäuer wird den TV Großwallstadt auf der rechten Rückraumposition verstärken und vor allem in der Abwehr auf dieser Halbposition eingesetzt werden. Durch seine imposante Größe von 2.07 Meter ist er auch als weiterer möglicher Innenblockspieler vorgesehen.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz sagte: „Ich freue mich sehr, dass sich Stefan für den TVG entscheiden hat. Er besitzt eine Menge Erfahrung. Auch schon aus Liga eins. Stefan wird eine große Bereicherung für unseren Kader. Gerade was seine Gefährlichkeit aus der zweiten Reihe betrifft, bin ich mir sicher, dass er der Mannschaft und unserem Spiel sehr gut tun wird.  Er wird uns in Kombination mit unseren schnellen Spielern auf dieser Position weitere Möglichkeiten eröffnen.“

In der Saison 2021/2022 war Salger mit über 160 Feldtoren einer der gefährlichsten Spieler der Liga. Aktuell teilt er sich bei den Eulen Ludwigshafen mit Jannek Klein die Position und konnte in den Spielen gegen den TVG immer überzeugen.

Der Spieler selbst äußerte sich über seine neue Herausforderung folgendermaßen: „Ich freue mich sehr darauf, den neuen Abschnitt meiner Karriere in einem so traditionsreichen Verein wie dem TV Großwallstadt starten zu dürfen.“

Stefan Salger wurde am 15. August 1996 in Oberstaufen geboren und begann seine Karriere beim TSV Oberstaufen. Danach spielte er für den TSV 1874 Kottern und den TV Immenstadt. Im Februar 2014 wechselte er zur SG Kronau/Östringen, dem Juniorenteam der Rhein-Neckar Löwen. Dort spielte er in der A-Jugend-Bundesliga und gehörte auch zum erweiterten Drittliga-Kader.

Zur Saison 2015/16 wechselte der Rückraumhüne zum Drittligisten SG Leutershausen, mit dem er in dieser Spielzeit in die zweite Bundesliga aufstieg. In der Spielzeit 2017/18 lief Salger für den Erstligisten TVB 1898 Stuttgart auf, war mit einem Zweitspielrecht allerdings weiterhin auch für Leutershausen spielberechtigt. Im Sommer 2018 wechselte er zu den Eulen Ludwigshafen. Ab dem 1. Juli 2019 gehörte Salger dem Bundesliga-Kader der MT Melsungen an, ehe er im Sommer 2021 zu den Eulen Ludwigshafen zurückkehrte.

Für die deutsche U-21-Nationalmannschaft hat Salger 28 Spiele bestritten, 2016 wurde er für die B-Nationalmannschaft nominiert und 2017 nahm er dann an der U-21-Weltmeisterschaft in Algerien teil. Beim TV Großwallstadt erhält er einen Vertrag bis Juni 2025.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür. Es zeigt von links Geschäftsführer Michael Spatz, Stefan Salger und Geschäftsführer Stefan Wüst.