Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga gab es am vergangenen Wochenende ein paar Überraschungen. Die HSG Hanau spielte groß auf und gewann gegen einen der Titelfavoriten TuS Dansenberg. Mit 36:19 gewann die Mannschaft von Trainer Hannes Geist und der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Der TV Kirchzell hatte Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf am Rande einer Niederlage. Am Ende reichte es beim 26:30 nicht ganz. Die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einer 22:25-Niederlage aus Friesenheim-Hochdorf zurück.

 

Einen Traumstart erwischte die HSG Hanau und gewann gegen den TuS 04 KL-Dansenberg mit 36:19 (15:13). Nach einer spielstarken und konsequenten zweiten Hälfte hat das Team von Trainer Hannes Geist nun bereits 4:0 Punkten auf dem Konto. Dass sich beide Mannschaften nichts schenken würden, davon zeugte bereits das letzte Pflichtspiel-Aufeinandertreffen mit dem TuS bei der Aufstiegsrunde zur 2. Liga im Mai 2021. Damals lieferten sich beide Teams ein kampfbetontes und auf die eigene Abwehr fokussiertes Spiel. Diesmal kam es hingegen anders. Hanau spielte gerade im zweiten Abschnitt der Partie mutig nach vorne, ließ kaum Chancen liegen und belohnte sich einmal mehr mit einer couragierten Mannschaftsleistung, während dem TuS Dansenberg nur wenig gelang.

Die von HSG-Trainer Hannes Geist hochgelobte TuS-Offensive um Jan Claussen, Gunnar Dietrich und Sebastian Bösing kam gegen die zweikampfstarke 6:0-Deckung der Hausherren überhaupt nicht auf Touren und scheiterte gerade im zweiten Spielabschnitt immer und immer wieder am glänzend aufgelegten Can Adanir im Tor – oder an den eigenen Nerven. Elf technische Fehler und 15 Fehlwürfe zählte TuS-Coach Frank Müller alleine in den letzten 30 Minuten. „Can Adanir muss man hier und heute auf jeden Fall herausheben“, sagte Hannes Geist nach dem Spiel, der wie auch gegen Gummersbach II sein Team optimal auf den Gegner eingestellt hatte. „Ich bin extrem erleichtert, dass wir gewonnen haben und hier vor heimischer Kulisse solch ein Handballfest hatten. Ich hoffe, dass wir den einen oder anderen begeistern konnte, in zwei Wochen wiederzukommen.“

Die HSG Hanau im Spiel gegen Dansenberg. Das Foto hat uns die HSG zur Verfügung gestellt.

Bis zur Halbzeit ein Spiel Augenhöhe

Dansenberg legte zunächst vor, ehe Hanau umstellte. Beim 8:8 war Dansenberg mit den Hausherren gleichauf, bevor sich Hanau zweimal unter Mithilfe von Can Adanir in der Abwehr den Ball erkämpfte und durch einen Doppelschlag von Dennis Gerst auf 11:9 (22.) stellte. Kurz vor der Pause lies der TuS noch einmal seine Klasse aufblitzen, als Spielmacher Claussen mit einem No-Look-Pass seinen Kreisläufer Bösing bediente, der das zwischenzeitliche 13:14 erzielte. Ein sehenswerter Treffer von der Außenposition durch Bergold sicherte die 15:13-Halbzeitführung für die Grimmstädter. 

Im zweiten Durchgang blieb Hanau weiterhin das spielbestimmende Team, während bei den Gästen nun scheinbar alle Nerven blank lagen. Bedingt durch zahlreiche technische Fehler des Gegners legte die Geist-Sieben einen Sturmlauf hin. Dem 17:13 von Luca Braun in der 32. Minute ließ nach einer Parade von Can Adanir der Außenspieler Dennis Gerst das 20:13 per Tempogegenstoß folgen (35.). Während der Hanauer Keeper seinen Kasten nun gänzlich vernagelte, blieb die HSG auch im Deckungsverbund hellwach. Der ebenfalls stark aufspielende Gerst unterband die zweite Welle des Gegners mit einem sehenswerten Steal und traf zur ersten 10-Tore-Führung für die Hausherren. Geist wechselte durch, gab jedem Akteur seine Spielanteile und diese hielten das Tempo hoch. Unschön wurde es noch gegen Ende, als Felix Dettinger den völlig blanken Robin Marquardt im Wurf abräumte und dafür berechtigterweise die Rote Karte sah. Den Schlusspunkt setzte Rivic mit dem 36:19 für die Grimmstädter. „Mich freut es extrem für die Jungs, denn sie arbeiten Woche für Woche extrem hart im Kraftraum und auf der Platte für diesen Erfolg“, erklärte Hannes Geist. „In der zweiten Hälfte haben wir uns in einen Rausch gespielt, alles was wir probiert haben hat immer funktioniert.“

 

Starker Kampfgeist des TV Kirchzell wurde nicht belohnt

Es war Handball vom Feinsten, was beide Mannschaften am Samstagabend in der Miltenberger Sporthalle vor 300 begeistert mitgehenden Zuschauern zeigten. Am Ende war der Topfavorit und Absteiger aus Liga zwei, TuS Ferndorf, in einem spannenden und kampfbetonten Spiel einen Tick besser. Mit 30:26 entführte die Mannschaft von Trainer Robert Andersson beide Punkte aus Miltenberg, doch der TVK braucht sich keinesfalls zu grämen oder zu verstecken. Was die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz gezeigt hat, war richtig gut und darauf lässt sich aufbauen.

Daher sagte auch Alex Hauptmann nach dem Spiel: „Wir waren wirklich mit dem Spiel zufrieden. Ferndorf hat eine individuelle Klasse mit einem überragenden Halblinken und Halbrechten und wir müssen uns keinesfalls über die Niederlage ärgern.“ In der Tat war es beim Gast eine Zwei-Mann-Show, denn Neuzugang und Linkshänder Marvin Mundus und der 1.95 Meter große Niklas Diebel waren nie zu halten und erzielten von den insgesamt 30 Toren zusammen 21! Das ist eine richtige Hausnummer.

Beide Mannschaften waren überragend auf den Gegner eingestellt, legten von Beginn an ein höllisches Tempo vor und bis zum 2:2 war noch nichts passiert. Die Hausherren versuchten beim 4:2 und 5:3 die ersten Ausreißversuche, aber der TuS blieb gelassen und stellte innerhalb vier Minuten auf 7:5 um. Die Kirchzeller ließen sich nicht nervös machen, zeigten einmal mehr ihre kämpferischen Qualitäten und vor allem ein sehr gutes Rückzugsverhalten. Das war bei diesem Tempo auch nötig. In der 15. Minute hieß es 8:8. Bis dahin verwandelte Tom Spieß schon zwei Strafwürfe sicher, vergeigte aber den nächsten. Tim Häufglöckner machte es danach besser (9:9) und sorgte in der Folge mit zwei tollen Treffern für das 11:11. „In der wichtigen Phase vor der Pause erlaubten wir uns ein paar einfache Fehler zu viel“, sagte Alex Hauptmann. Der TuS bestrafte dies sofort und zog auf drei Treffer davon (15:12). Zwar verkürzte Joshua Osifo auf 13:15, aber der bärenstarke Niklas Diebel sorgte mit einem Kracher für den 16:13-Pausenstand aus Sicht der Gäste.

Nach dem Wechsel schickte TuS-Trainer Andersson zunächst Tim Hottgenroth ins Tor, der TVK hatte Anwurf und ehe sich der Gegner versah, sorgten einmal Osifo und zweimal der agile Leon David vom Kreis für das 16:16. Bis zum 18:18 blieb die Partie ausgeglichen. Der TVK wechselte durch, um jedem seine Verschnaufpause zu geben. Vor allem auf halbrechts spielten Spieß, Osifo, Heinrich oder Meyer-Ricks abwechselnd. Zwei Tore von Diebel und eins von Mundus sorgten erneut für eine Drei-Tore-Führung der Gäste. Kirchzell nahm die Auszeit, hielt dagegen, kam aber nicht mehr näher als zwei Tore heran (20:22, 21:23). Zwei Minuten vor Schluss stand es dann 24:28 und Jan Blank gelangen vom Kreis noch zwei schöne Treffer. Doch es reichte nicht mehr. Zu stark und routiniert agierte Ferndorf zum Schluss. Wenn es vom Rückraum nicht klappte, spielte der TuS eben mehr über den Kreis und Mattis Michel erzielte auch den 30:26-Endstand für sein Team. „In Halbzeit zwei hatten wir ein paar einfache Ballverluste und noch einen verworfenen Siebenmeter. Es war auch sehr schwer, gegen den starken Diebel zu verteidigen. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind trotz der Niederlage zufrieden“, so Hauptmann. Sein Gegenüber Robert Andersson meinte: „Wir haben uns auf ein intensives Spiel vorbereitet, wussten um die Kampfkraft von Kirchzell und sind stolz auf unseren Sieg.“

 

 Unnötige 22:25-Auswärts-Niederlage der Baggerseepiraten

So richtig konnte es nach dem Abpfiff der gut leitenden Unparteiischen im Lager der Rodgauer keiner glauben.  Mit drei Toren Unterschied verlor die HSG letztendlich bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II eine Begegnung, in der es mehr als genug Chancen gab, das Blatt zu wenden. Passend zum einmal mehr nicht funktionierenden Livestream erwischten auch die Jungs von Trainer Jan Redmann im Angriff einen rabenschwarzen Tag. Von Beginn an wurden reihenweise beste Chancen vergeben, darunter drei Siebenmeter.  Auch aus dem gebundenen Spiel heraus war der HLZ-Keeper kaum zu überwinden, was dazu führte, dass die Rodgauer nach einer Viertelstunde gerade einmal drei magere Treffer erzielt hatten. Da die HSG-Defensive aber recht sicher stand, konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Im Gegensatz zur letzten Woche mussten die Baggerseepiraten aber kontinuierlich einem Rückstand hinterherlaufen. Und immer wenn sich die Gelegenheit bot, den Ausgleich zu erzielen, wurde diese versemmelt. Hinzu kam, dass meistens bei mHSG-Torhüter Roco Peribonio Schluss war.

Wer nach Wiederanpfiff gehofft hatte, dass sich das Bild in der zweiten Halbzeit ändern würde, sah sich getäuscht. Immer wieder liefen die Spielzüge nach dem gleichen Muster ab. Den Rodgauern gelang es zwar in schöner Regelmäßigkeit, eine freie Wurfchance herauszuarbeiten, aber allzu oft standen Pfosten, Latte oder besagter Peribonio im Weg. Die Hochdorfer hingegen fanden immer wieder eine Lücke im Abwehrverbund, die sie eiskalt und mit hoher Effektivität ausnutzten. Letztmalig bot sich beim 22:23 kurz vor dem Ende die Chance, das Spiel zu drehen, doch die wurde erneut vertändelt. „Das war ein gebrauchter Tag für uns, so viele freie Chancen haben wir noch nie liegen lassen. Die Niederlage war absolut überflüssig, aber Jammern hilft nicht weiter. Wir müssen das schnell aus den Köpfen kriegen, denn in den kommenden Wochen warten zahlreiche hochkarätige Gegner“, so ein sichtlich frustrierter Jan Redmann im Anschluss an die Partie.

 

Die weiteren Ergebnisse:

HG Saarlouis – VfL Gummersbach II 28:26, VTV Mundenheim – HSG Pohlheim 30:28, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TSG Haßloch 23:24, DJK Waldbüttelbrunn – TV Gelnhausen 25:30.

 

 Den Artikel über den TV Kirchzell hab ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben und ist dort zu lesen.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Einen Auftakt nach Maß in die neue Saison erwischte Handball-Zweitligist TV Großwallstadt. Zwei Spiele – zwei Siege. Handballherz was willst du mehr!

Der TV Großwallstadt hat am vergangenen Spieltag gegen die favorisierte HSG Nordhorn-Lingen den ersten Auswärtserfolg erzielt und steht nach dem zweiten Spieltag mit 4:0 Punkten aktuell auf Platz vier der Tabelle. Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Vor allem der Gastgeber war überrascht, welche eindrucksvolle Defensivarbeit die Gäste an den Tag legten. Auch wenn Innenblockverteidiger Povilas Babarskas bereits nach fünf Minuten Spielzeit das Parkett mit einer Roten Karte verlassen musste, ließ sich der TVG davon nicht abschrecken, sondern agierte in der Defensive absolut souverän und effektiv, so dass die Hausherren erst in der achten Spielminute den ersten Treffer per Siebenmeter erzielten. Auch im weiteren Spielverlauf produzierte die HSG zu viele technische Fehler und hatte große Schwierigkeiten, das unterfränkische Bollwerk zu durchbrechen. Sollte dies doch einmal gelingen, war der an diesem Abend erneut überragend agierende Torhüter Jan-Steffen Minerva zur Stelle. Er war der Fels in der Brandung.

Dass die 8:4-Führung der Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht schon höher ausfiel, lag vor allem daran, dass der TVG im Angriff leider oft zu statisch agierte und somit viele Torchancen liegen ließ. Mit 7:9 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel nutzte der Gastgeber einige Ungenauigkeiten im Abschluss des TVG und erzielte den Ausgleichstreffer zum 9:9. Doch die Abwehrarbeit der Gäste sorgte dafür wieder in Führung zu gehen und als Frieder Bandlow in der 51. Spielminute das 19:15 erzielte, keimten erste Hoffnungen auf einen Auswärtssieg auf. Die Schützlinge von Igor Vori ließen sich fortan den Vorsprung nicht mehr nehmen und gewannen verdient mit 22:17 die Abwehrschlacht in der Grafschaft Bentheim.

Für den Trainer des Gastgebers, Daniel Kubes, waren vor allem die letzten fünf Sekunden des Spiels bezeichnend: „Wir können innerhalb weniger Sekunden drei Abschlüsse nacheinander nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Das spiegelt heute den gesamten Spielverlauf sehr gut wider.“ TVG-Trainer Igor Vori zeigte sich nach dem Spiel sehr stolz auf sein Team: „Auch wenn es heute vielleicht nicht das attraktivste Spiel für die Zuschauer war, da es aus der Defensive gewonnen wurde, muss ich meinen Jungs ein riesen Kompliment machen. Die 5:1-Abwehr hat über den gesamten Spielverlauf super funktioniert, es war eine eindrucksvolle Präsentation meiner Mannschaft, eine klasse Teamleistung.“

Unser Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Dino Corak – eine der Stützen des TVG.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga geht es am Wochenende nahtlos weiter mit dem Punktesammeln.

Am ersten Spieltag der neuen Saison musste der TV Kirchzell eine bittere Niederlage hinnehmen. Mit 32:33 verloren die Schützlinge des Trainer-Duos Alex Hauptmann/Andi Kunz bei der TSG Haßloch. Doch diese Partie ist abgehakt, denn viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Bereits am heutigen Samstag um 19.30 Uhr steht ein absolutes Highlight an und einer der absoluten Topfavoriten der Staffel Süd-West gibt in Miltenberg seine Visitenkarte ab. Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf ist zu Gast beim TV Kirchzell und Alex Hauptmann sagt: „Das wird mit Sicherheit ein heißer Tanz! Zwar hatte Ferndorf nach dem Abstieg viele Abgänge zu verzeichnen. Aber die wollen sicher wieder sofort aufsteigen und haben ihre Form ja auch schon am ersten Spieltag gezeigt.“ Gegen den Aufsteiger VTV Mundenheim setzte sich Ferndorf mit 31:21 durch und will diesen Schwung mit nach Miltenberg nehmen.

Großer Umbruch beim Gegner

Nach dem Abstieg hat es beim TuS einen großen Umbruch in der Mannschaft gegeben. Auf der Trainerbank blieb mit Robert Andersson und Jannis Michel zwar alles beim Alten. Aber die Abgänge der Publikumslieblinge und Leistungsträger Andreas Bornemann, Rutger ten Velde, die Schneider-Brüder sowie Abwehrchef Branimir Koloper, der als Trainer nach Saarlouis ging, wiegen schwer. Auch Oleksandr Kasai, Simon Strakeljahn, der jetzt beim TV Großwallstadt spielt, Kim Voss-Fels oder Torhüter Rottschäfer verließen den Verein. Nichtsdestotrotz hat sich Ferndorf auch wieder gut verstärkt und mit zum Beispiel Alexander Reimann vom Bundesliga-Aufsteiger Hamm, Gabriel da Rocha Viana aus Gummersbach, Kreisläufer Rene Mihaljevic aus Emsdetten oder dem ehemaligen Jugendnationalspieler Paul Schikora gut „eingekauft“. Nicht zu vergessen Marvin Mundus, der aus Nettelstedt-Lübbecke kam und zum Einstand gleich einmal acht Tore erzielte. Mit Rückraumspieler Marko Karaula (Kreuzbandriss) und Valentino Duvancic am Kreis hat der TuS-Trainer zwei Rekonvaleszenten, auf die er derzeit noch verzichten muss.

Stabile Abwehr

Ferndorf spielt mit einer stabilen 6-0-Abwehr, ist auf der Torhüter-Position gut besetzt und für Kirchzell wird diese Begegnung gleich im ersten Heimspiel eine große Herausforderung werden. Der Gegner ist auch aus dem Positions-Angriff heraus sehr gefährlich, aber der TVK ist an den Erfahrungen der letzten Saison gewachsen und Alex Hauptmann sagt: „Die knüppelharte Abstiegsrunde hat uns stärker gemacht und Erfahrungen sammeln lassen. Wir werden mit viel Leidenschaft an die Aufgabe herangehen, wollen unsere Fehler abstellen und alles probieren, um das Spiel für uns zu entscheiden. Wichtig ist, dass unsere Zuschauer da sind und uns den Rücken stärken.“   

 

HSG Hanau empfängt Dansenberg

Zum Auftakt heute Abend in eigener Halle haben die Grimmstädter den TuS 04 Kaiserlautern-Dansenberg zu Gast. HSG-Coach Hannes Geist war nach dem Auftaktspiel gegen den VfL Gummersbach in der vergangenen Woche rundum zufrieden mit der Leistung seines jungen Teams. Mit dem TuS KL-Dansenberg kommt direkt der nächste schwere Brocken.

„Für mich ist der TuS einer der Favoriten auf die Plätze für die Aufstiegsrunde in dieser Saison“, sagt Hannes Geist vor der anstehenden Heimpremiere. „Da kommt reichlich Bundesligaerfahrung auf uns zu.“ Die Mannschaft von Trainer Frank Müller, zuletzt noch Co-Trainer bei den Eulen Ludwigshafen, verfügt über reichlich Qualität. In diesem Sommer sorgte der Aufstiegsrundenteilnehmer von 2021 mit einem echten Transfercoup für Aufsehen, denn Müller brachte seinen Kapitän und Rückraumspieler Gunnar Dietrich aus Friesenheim mit. Mit Sebastian Bösing steht zudem der vielleicht beste Kreisläufer der dritten Liga im Aufgebot der Rheinland-Pfälzer, auf deren Spielmacher-Position bereits seit vielen Jahren Jan Claussen erfolgreich die Fäden zieht. Zum Auftakt der Saison triumphierte der TuS beim 26:22-Arbeitssieg gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf II.

„Wir müssen vorne gute Lösungen gegen ihren massiven Innenblock finden, der auch sehr gut eingespielt ist. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie dort mit sehr viel Kreativität herangeht“, so Coach Hannes Geist. „Ich denke, dass unsere Jungs Lust darauf haben diese Aufgabe anzunehmen. In unserer Abwehr wollen wir das Kreisläuferspiel unterbinden und versuchen die individuelle Qualität eines Claussen oder Jonas Dambach weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen.“ Anwurf ist um 19.30 Uhr.

 

HSG Rodgau Nieder-Roden auswärts gefordert

Nach dem gelungenen Saisonauftakt vor heimischem Publikum gehen die Rodgauer Handballer am kommenden Sonntag auswärts auf Kaperfahrt. Mit der mHSG Friesenheim/Hochdorf II treffen die Jungs von Trainer Redmann auf einen sehr unangenehmen Gegner. Im letzten Jahr schafften die Hausherren den Klassenerhalt und setzten sich dabei unter anderem gegen die Falken aus Groß-Bieberau durch. Ähnlich wie bei den Rodgauern gab es auch in Hochdorf dann einen relativ großen personellen Umbruch. Zahlreiche Spieler haben die Mannschaft verlassen, zum größten Teil wurden sie durch talentierte Eigengewächse ersetzt. So ist dann auch das realistische Ziel von Trainer Gabriel Schmiedt der erneute Klassenerhalt. Zum Auftakt beim hoch gehandeltenTuS Dansenberg gelang das über weite Strecken. Am Ende einer spannenden Partie unterlag man zwar mit 22:26, trotzdem war man im Lager der HLZ´ler zufrieden mit dem Auftritt.

Gute Stimmung im Rodgau

Bei den Baggerseepiraten könnte die Stimmung kaum besser sein, lediglich die Knieverletzung von Niklas Geck sorgte für einen kleinen Dämpfer. „Wir wissen noch nicht genau wie lange Niklas ausfällt, aber es scheint nichts Schlimmes zu sein“, so Trainer Jan Redmann, der bis auf den weiterhin verletzten Lars Spiess ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen kann. Wie wichtig ein ausgeglichen besetzter Kader ist, war am vergangenen Samstag wieder offensichtlich. Die Rodgauer wechselten ohne Qualitätsverlust durch, hatten dadurch verschiedene Spielertypen auf dem Feld, während den Gästen aus Waldbüttelbrunn am Ende sichtbar die Puste ausging. Das ist auch die Devise für die Auswärtshürde in Hochdorf: „Wir werden das Tempo hochhalten, denn wir sind jetzt in der Lage über 60 Minuten Vollgas zu gehen“, so Jan Redmann. Und sein Kapitän Marco Rhein, der hinter der stabilen Deckung gewohnt stark hielt, ergänzt: „Alle sind heiß auf das Spiel, wir wollen unbedingt nachlegen“. Anwurf ist um 17 Uhr.

 

Weiter spielen:

HG Saarlouis – VfL Gummersbach II, VTV Mundenheim – HSG Pohlheim, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TSG Haßloch, DJK Waldbüttelbrunn – TV Gelnhausen (Sonntag, 16 Uhr).

 

Das Bild zeigt Torhüter Tobias Jörg vom TV Kirchzell.

Den Kirchzell Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat seinen Nachwuchstorhüter Julian Ohm mit einem Zweitspielrecht beim Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden ausgestattet. Der 19-jährige Julian Ohm stieß 2020 zur TVG Junioren Akademie e.V. und stand dort bis letztes Jahr in der A-Jugend im Tor.

Zur Saison 2021/22 erhielt der Torhüter einen Ein-Jahres-Vertrag in der Bundesliga-Mannschaft des TV Großwallstadt, welcher für die aktuelle Spielzeit verlängert wurde. Hier läuft er als dritter Keeper hinter Jan-Steffen Minerva und Petros Boukovinas auf.

Außerdem spielte das junge Talent in der vergangenen Saison zudem für die A-Jugendmannschaft bei der HSG Rodgau Nieder-Roden im Tor und gewann mit dem Team den DHB-Pokal. Deshalb setzt der TV Großwallstadt nun wieder auf diese Kooperation.

Michael Spatz freut sich für den Torhüter

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich für das Nachwuchstalent: „Nachdem Julian schon die zweite Saison bei uns als Torwart im Kader ist und er letzte Saison in der A-Jugend bei uns und in Nieder-Roden spielte, möchten wir diese Spielzeit gemeinsam mit der HSG Rodgau Nieder-Roden das Zweifachspielrecht im Herrenbereich nutzen, um Julian gegebenenfalls mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen. Neben Niklas Ihmer beim TV Kirchzell haben wir mit Julian nun das zweite Talent im Kader, das bei einem Team aus der Region ein Zweifachspielrecht in der dritten Liga besitzt. Wir wünschen Julian und Nieder-Roden viel Erfolg für die anstehenden Spiele.“

Auch der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, zeigt sich glücklich mit dieser Entscheidung: „Wir freuen uns, dass Julian als Mitgarant für den DHB-Pokalsieg 2022 unserer A-Jugend auch in der kommenden Saison mit einem Zweifachspielrecht für uns ausgestattet wird. Julian hat uns in seiner bisherigen Zeit sowohl sportlich als auch menschlich absolut überzeugt. Mit ihm erweitern wir die Optionen, falls es zu Ausfällen auf der Torwartposition kommt.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Christoph Meyer vom SC Weiss Blau Aschaffenburg ist in seinem Verein einer der Vorreiter in einem ganz wichtigen Themenfeld. Der SC Weiss Blau wurde vom Bayerischen Tennis Verband zum Inklusionsstützpunkt ernannt und bereits im September starten gleich zwei Projekte zum Thema Inklusion. „Da ja auch für den DTB und den BTV dieses Thema enorm wichtig ist, bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich kenne ja eigentlich nur Rollstuhl-Tennis, aber das ist ja nur ein  kleiner Teil.“ Ein weiterer Teil ist das Blindentennis und der Tennistrainer sagt: „Für uns als sehende Menschen ist das gar nicht so einfach, sich vorzustellen, dass Menschen mit einer Sehbehinderung Tennis spielen.“

Kooperation mit Blindeninstitut

Daher gibt es auf Initiative des Trainers mit der Graf-zu-Bentheim-Schule vom Blindeninstitut Aschaffenburg, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Tennisclub neu entstanden ist, eine Kooperation. Bereits vor den Sommerferien waren neun Kinder der Schule, die zum Teil sehr starke Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit haben, auf der Weiss-Blau-Anlage und erlebten ihr erste Tennisstunde unter der Anleitung von Christoph Meyer und Jannik Pothorn. Sowohl für die Kinder als auch für die Trainer war dies eine ganz tolle und beeindruckende Erfahrung. Zum neuen Schuljahr wird Blindentennis nun ein fester Bestandteil des Unterrichtsangebots und die Schüler werden ab dem 23. September wöchentlich eine Trainingseinheit in einer der WB-Tennishallen erhalten.

Aktionstag am 11. September

 Am 11. September findet parallel zu den 3. Aschaffenburger Open  „Tennis meets Golf“ ein Aktionstag zum Thema Inklusion auf der Tennisanlage statt.  Auch hier war Trainer  Christoph Meyer aktiv und trat an die Lebenshilfe Aschaffenburg e.V.heran, um ein regelmäßiges Tennisangebot für Menschen mit geistiger und /oder körperlicher Behinderung aufzubauen. Gemeinsam mit Diplom Sozial-Pädagoge  Heiko Knapp von der Lebenshilfe (Bereichsleitung Freizeit, Begegnung und Bildung) wurde der Aktionstag geplant. Der SC WB Aschaffenburg soll in Zukunft ein fester Anlaufpunkt für Menschen mit Behinderung sein und sie sollen einen festen Platz im Kreise der WB-Tennisfamilie finden.

Daher sind am 11. September alle Kinder und Erwachsenen mit Behinderung ganz herzlich zu einem kostenlosen Tennistraining um 14 Uhr auf der Anlage eingeladen. Christoph Meyer freut sich sehr auf den Aktionstag und hofft, dass viele kommen werden. „Wir haben dafür extra unser Tennis meets Golf abgeändert. Wir spielen erst Golf, damit sich dann ab 14 Uhr viele Mitglieder und Gäste auf der Anlage einfinden und wir zum gemeinsamen Kennenlernen übergehen können.“

Die Plakete hat uns der SC WB Aschaffenburg zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende ging die Jagd nach Punkten in der dritten Handball-Liga los. Der TV Kirchzell musste bei der TSG Haßloch eine bittere 32:33-Niederlage hinnehmen. Enttäuschte Gesichter überall, denn den Auftakt in die Saison hatten sich die Kirchzeller sicher anders vorgestellt. „Wenn du kurz vor Schluss mit drei Toren führst und dann noch fünf freie Bälle in den letzten Minuten liegenlässt, wird es halt schwierig mit dem Sieg“, so ein enttäuschter Trainer Alex Hauptmann. Hinzu kamen noch fünf vergebene Siebenmeter. Das war am Ende zu viel. „Natürlich hatten wir uns das Spiel bei der TSG alles andere als einfach vorgestellt. Die TSG ist sehr heimstark, hat eine gute Mannschaft und der erste Spieltag ist immer etwas schwierig“, so Alex Hauptmann weiter.

Beide Mannschaften waren bis zum 3:3 gleichauf, ehe die Hausherren den ersten Reißaus-Versuch unternahmen. Mit 7:4 führten sie in der elften Minute. Aber die Kirchzeller blieben ihrer Linie treu und waren beim 8:8 (15.) wieder dabei. Im umkämpften Spiel blieben beide Teams zunächst auf Augenhöhe, ehe die TSG sich erneut Vorteile verschaffen konnte. Die Gäste nahmen die Auszeit, doch Haßloch nutzte seine Chancen besser und zog auf fünf Treffer davon (15:10). Dies blieb so bis zum 17:12. Osifo, Polixenidis und Schnellbacher sorgten dafür, dass der gegnerische Vorsprung dahin schmolz und es ging mit einem Zwei-Tore-Rückstand für den TVK in die Pause.

Leon David sorgte für den Anschluss

Nach Wiederbeginn sorgte Leon David für den Anschluss, aber immer wieder nutzte Haßloch im Angriff die Lücken und zog davon (21:18.). Und das, obwohl TVK-Torhüter Tobias Jörg sehr gut hielt und am Ende 17 Paraden verzeichnete. Nach dem 23:20 ging ein Ruck durch das Gästeteam und innerhalb weniger Minuten drehte es das Ergebnis auf 24:23 zu seinen Gunsten. Die Hausherren glichen aus (25:25 – 42.) und es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. In dieser Phase sah Konstantin Herbert nach einem groben Foul an Michael Meyer-Ricks die Rote Karte. Den zugesprochenen Strafwurf vergeigte der TVK zwar, doch mit einem unbändigen Kampfgeist holten sich die Gäste in der 53. Minute die 31:28-Führung. Anstatt konzentriert weiter zu spielen, erlaubten sich die Odenwälder viele Fehler, brachten den Gegner ins Spiel zurück und dieser führte in der 59. Minute mit 32:31. Joshua Osifo sorgte für den Ausgleich, aber der frühere Großwallstädter Kreisläufer Lino Messerschmidt ließ sein Team mit dem 33. Tor Sekunden vor dem Abpfiff jubeln.

 

HSG Hanau heimste die ersten Punkte ein

Anders lief es bei der HSG Hanau. Mit einem 25:20-Sieg im Gepäck kam die Mannschaft von Trainer Hannes Geist vom Auswärtsspiel aus Gummersbach zurück. Bei der Bundesliga-Reserve des VfL belohnte sich für eine couragierte Mannschaftsleistung. Der vom Siebenmeterpunkt treffsichere Maximilian Bergold und Neuzugang Can Adanir im Tor sorgten für einen erfolgreichen Saisonauftakt. Hannes Geist zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: “Natürlich herrscht nach diesem Auftaktsieg Erleichterung bei uns, denn schließlich weiß man nie, wo man nach der Vorbereitung steht. Gummersbach war heute ein unangenehmer Gegner, der sehr offensiv verteidigt hat. Das haben wir aber mit unserem Passspiel gut lösen können.” 

Die Gäste drückten aufs Gas und waren mit konsequentem Passspiel oft einen Schritt schneller als der Gegner. Gestützt auf den starken Can Adanir im Tor erarbeiteten sich seine Vorderleute schon zur Pause eine komfortable Führung und auch nach dem Wechsel ging es so weiter. Am Ende stand ein verdienter Erfolg und der HSG-Trainer sagte: “Am Ende muss man sagen, dass es sehr wichtig war, dass wir im zweiten Durchgang die Ruhe bewahrt, unsere Erfahrung ausgespielt und letztendlich auch verdient gewonnen haben.”

 

Erfolgreicher Saisonstart für die HSG Rodgau Nieder-Roden

Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann ihr Auftaktspiel. Mit 29:17 schickte die HSG den Aufsteiger Waldbüttelbrunn nach Hause. Dieser konnte nur 30 Minuten lang mithalten, ehe ein deutlicher Sieg gegen wacker kämpfende Gäste feststand.

Schon vor dem Anpfiff war die Spannung spürbar, denn alle waren gespannt, wie sich die neuformierte Mannschaft präsentieren würde. Mit Simon Brandt auf halbrechts stand zunächst nur ein Neuzugang in der Startaufstellung, er agierte mit Ketil Horn und Johannes von der Au im Rückraum.  Auf Linksaußen begann Filip Brühl, sein Pendant auf der anderen Seite war Felix Mann. Dazu gesellte sich noch Flo Stenger am Kreis, der in der Abwehr durch den wieder genesenen Philipp Keller ersetzt wurde.

Die Partie begann aus Sicht der Baggerseepiraten recht vielversprechend, ehe sich einige Ungenauigkeiten ins Spiel einschlichen. „Die Jungs haben sich sehr ordentliche Chancen rausgearbeitet, aber dann die Effektivität vermissen lassen“, so HSG-Trainer Jan Redmann. Auf der Gegenseite zeigte der Aufsteiger immer wieder ein gutes Zusammenspiel mit dem agilen Kreisläufer Glöggler, so dass auch die Bayern zu ihren Treffern kamen. Nach dem 11:10 kurz nach der Pause ging ein Ruck durch das Team der Rodgauer. In der Deckung wurde die Intensität noch einmal erhöht, die Angriffsleistung war super. Mit der nötigen Konzentration gelangen in dieser Phase fast alle Abschlüsse, so dass am Ende ein verdienter Sieg zu Buche stand. „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft, in der Deckung sah das schon sehr gut aus. Klar, vorne haben wir ein paar Bälle zu leichtfertig vergeben, aber die Jungs die dann reingekommen sind, haben die Chancen super genutzt. Da zeigt sich, dass wir einen breiteren Kader haben. In den nächsten Wochen werden wir uns hoffentlich noch besser einspielen und dadurch flexibler werden“, so ein zufriedener Rodgauer Coach im Anschluss an die Partie.

 

Auch der TV Gelnhausen erwischte einen super Start in die Saison und gewann gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 31:27.

 

Die Bilder haben uns die HSG Hanau und die HSG Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Wochenende begann in der dritten Handball-Liga die neue Saison und der TV Kirchzell musste gleich zu einem Auswärtsspiel bei der TSG Haßloch antreten. Die Kirchzeller haben sich mit einem unglaublich emotionalen Endspurt in der vergangenen Runde den Klassenerhalt gesichert und freuen sich nun auf die kommende Saison. Einfach wird diese sicher nicht, denn die Staffel Süd-West hat es in sich. Einige neue Gesichter prägen die Staffel. Das Trainer-Duo des TVK, Andi Kunz und Alex Hauptmann hat uns einige Fragen beantwortet. Lest einfach mal rein:

 

Andi, Alex, wie ist aus Eurer Sicht die Vorbereitung gelaufen?

Andi Kunz: „In Summe sind wir zufrieden, wie die Vorbereitung gelaufen ist. Es gab ein paar Schwierigkeiten mit der Trainingsbeteiligung, denn es hat uns immer mal wieder beruflich bedingt, wegen Urlaub oder kleinerer Verletzungen und  Krankheit der eine oder andere Spieler gefehlt. Wir sind aber froh, dass wir ohne große Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Die Testspiel-Ergebnisse waren teilweise nicht so, wie wir sie uns gewünscht haben. Aber die Leistungsbereitschaft hat gepasst. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich los geht.”

Vier Abgängen steht ein Zugang entgegen. Das heißt, dass Ihr mit einem eingespielten Kader in die Saison gehen könnt. Hättet Ihr Euch beide einen etwas breiter aufgestellten Kader gewünscht?

Alex Hauptmann: „Die beiden Spieler Niklas Depp und Noah Iancu waren in der Saison sehr früh verletzt und konnten uns nicht so helfen wie angedacht. Mit Maximilian Gläser fehlt uns ein Spieler für die Abwehr und den Angriff. Im Angriff werden wir das sicher kompensieren. In der Abwehr haben wir mit Tom Spieß, Oleh Soloviov, Michael Meyer-Ricks und Joshua Osifo vier Spieler, auf die wir die Aufgaben verteilen. Für Markus Podsendek im Tor kam Joshua Löffelmann zurück und ich muss sagen, unsere jungen Torhüter haben sich gut entwickelt und können für Entlastung für Tobi Jörg sorgen.“

Andi: „Alex hat schon angedeutet, dass uns eigentlich nur Max Gläser fehlen wird, dessen Abgang wir aber im Kollektiv auffangen werden. Unser Kader ist wirklich nicht sehr breit, aber wir sind im Rückraum und am Kreis doppelt besetzt. Auf Außen nur einfach, doch das macht uns nicht so viel Kopfzerbrechen. Ich persönlich bin eher ein Freund von einem kleinen Kader, in dem jeder immer gebraucht wird. Wenn wir verletzungstechnisch gut durch die Saison kommen, sehe ich im kleinen Kader keinen Nachteil.“

Heuer wird der TVK in der Staffel Süd-West antreten. Wie stark schätzt Ihr diese Staffel ein und wer ist neu in der Staffel?

Alex: „Ich denke, dass die Staffel im Süden und die Süd-West-Staffel die stärksten sind. Wir haben mit Ferndorf einen starken Absteiger aus der zweiten Liga. Gummersbach II  und Dansenberg sind neu hinzugekommen. Dann sind noch die Aufsteiger Pohlheim, Mundenheim und Waldbüttelbrunn. Auch Saarlouis oder Friesenheim-Hochdorf sind aus anderen Staffel rübergerutscht.”

Andi: „Ich sehe die Staffel als sehr ausgeglichen mit einem breiten Mittelfeld, wobei die Aufsteiger wohl zunächst einmal hinten einzustufen sind. Aber die bewährten Teams wie Hanau, Gelnhausen, Nieder-Roden, Dutenhofen waren alle im vergangenen Jahr vor uns angesiedelt und sind entsprechend stark einzustufen.“

Wer gilt als Favorit?

Andi: „Mit Sicherheit ist das Ferndorf. Die sind ja auch erst kurz vor Schluss abgestiegen. Dann sind zweite Mannschaften wie Gummersbach immer ein Überraschungspaket. Dansenberg macht einen sehr stabilen Eindruck.”

Alex: „Ich sehe Ferndorf auch als absoluten Favoriten. Dansenberg und eventuell Saarlouis schätze ich stark ein – auch Nieder-Roden. Bei Hanau muss man sehen, wie sie den Abgang von vielen Stammspielern verkraften.“

Was ist das Ziel des TVK in dieser Saison?

Alex: „Wir wollen die Klasse halten, wollen attraktiven Handball spielen und die Zuschauern begeistern. Die erste Mannschaft ist immer das Flaggschiff im Verein – und wenn die gut spielt, dann ist auch die Halle voll. Vielleicht können wir mit guten Spielen auch die Jugend begeistern und es kommen eventuell ein paar Neue hinzu. Das ist unser Kapital, darauf müssen wir bauen.“

Andi: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Es wird sicher ein breites Mittelfeld geben und wir müssen gucken, wo wir unseren Platz finden. Wir müssen  Zehnter werden, denn als Elfter gehen wir schon in eine Art Relegation. Der Zwölfte, 13. und 14. geht direkt runter. Daher ist ein guter Start für uns sehr wichtig.“

 

Das Interview könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Das Mannschaftsbild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Es zeigt Spieler und Verantwortliche hinten von links: Andreas Schober (Co-Trainer), Leon David, Tim Häufglöckner, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann, Marianne Martin (Physiotherapeutin)
Mitte von links: Gottfried Kunz (Sportlicher Leiter), Dr. Christian Baumgärtner (Sportmedizinischer Betreuer), Oleh Soloviov, Joshua Osifo, Michael-Meyer-Ricks, Nico Polixenidis, Tom Spieß, Dr. Walter Folger (Mannschaftsarzt) , Andreas Kunz (Trainer) , Alexander Hauptmann (Trainer)
Vorne von links: Jan Blank, Joshua Löffelmann, Tobias Jörg, Paul Büchler, Julius Mattern

Es fehlen: Brian Heinrich und Niklas Ihmer

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach zweijähriger Corona-Pause fand jüngst wieder der Tennis-Senioren-Cup auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg statt. Der Cup wurde 2022 mit einem Gesamtpreisgeld von 500 Euro zum nun vierten Mal unter der Turnierleitung von Holger Dreisbusch, Dr. Rainer Kümpel und Erik Brehm ausgetragen.

Oberschiedsrichter Max Dreisbusch freute sich letztlich über die fairen Spiele und auch Erik Brehm von der Turnierleitung sagte: „Die Teilnehmerzahl war überschaubar und daher musste öfters in Gruppen gespielt werden. Aber wir waren sehr froh, dass wir nach der langen Coronapause wieder den Senioren Cup auf unserer Anlage durchführen konnten und alles reibungslos vonstatten ging.“

In der Konkurrenz der Herren 30 setzte sich der als Favorit gehandelte Robin Frühwacht vom TC Birkenhain-Albstadt durch. Er gewann das Endspiel nach hartem Kampf gegen Tobias Weiretter vom TV Aschaffenburg mit 6:1, 6:7 und 10:8. Die Altersklasse wurde in zwei Gruppen ausgetragen, in der jeweils Frühwacht und Weiretter Gruppenerster wurden und im Finale aufeinandertrafen.

Die Herren 50er-Konkurrenz gewann Marco Appelmann vom TC Schönbusch Aschaffenburg. Auch diese AK wurde in zwei Gruppen ausgespielt. Der favorisierte Appelmann gewann in der Gruppe eins und traf im Endspiel auf Kai Burkhardt von der SG Arheilgen, der die Gruppe zwei gewann. Im engen Finale setzte sich Appelmann letztlich mit 4:6, 7:6, 10:7 durch.

Horst Trunk Zweiter

Horst Trunk vom Veranstalter TCS wurde in der Gruppe bei den Herren 60 Zweiter, musste Holger Schmitt vom TC Gera am Ende den Vortritt lassen.

Bei den 65er-Herren gewann der an eins gesetzte Detlef Budnick vom TC BW Eibelstadt. Er musste in seinem ersten Match gegen Reinhard Heeg vom TCS alles aufbieten, um am Ende mit 6:1, 6:7, 10:8 als Sieger vom Court zu gehen. Im Endspiel traf Budnick auf Werner Eckert vom TC Münster, an zwei gesetzt. Auch dieses Match war eng und ging mit 2:6, 6:2, 10:3 an Budnick. Norbert Winkler vom TC RG Alzenau verlor gegen Heeg mit 5:7, 6:7, Klaus Bergmann vom TC Obernau verlor gegen Egon Höfling (SB Versbach) mit 2:6, 3:6. Für Willi Straulino (TCS)  war im Spiel um den Einzug ins Halbfinale Schluss. Er verlor gegen die Nummer drei, Christian Onken, FC München, mit 4:1, 1:6. Friedrich Droste (TCS) musste Jürgen Werth (TC Heusenstamm) mit 4:6, 4:6 den Vortritt lassen. In dieser AK wurde eine Nebenrunde ausgespielt und hier gewann Norbert Winkler (TC RG Alzenau). Er siegte gegen Klaus Bergmann (TC Obernau) mit 6:3, 6:1. Dieser schaltete zuvor Droste (TCS) in drei umkämpften Sätzen mit 4:6, 6:3, 10:7 aus.

Herren 70 nur zu dritt

Die Herren 70 waren nur zu dritt, so dass jeder gegen jeden spielte. Am Ende hatte Hans-Jürgen Kullmann (Offenbacher TC) die Nase vorn. Auch bei den Herren 75 kamen nur fünf Teilnehmer zusammen. Hier gewann Helmut Regert vom Tennis Westerbach Eschborn.

Bleiben noch die Damen. Die AK 30 spielte in einer Vierer-Gruppe und Julia Molitor vom TC Diedenbergen, als Favoritin gehandelt, gewann die Konkurrenz. Die AK 40 ging an Veronique Appelmann (TC). Hier waren nur drei Teilnehmerinnen am Start, so dass jede gegen jede spielte.

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Das Bild von Robin Frühwacht hat er uns zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Auftakt in die neue Handball-Saison ging für den Zweitligisten TV Großwallstadt ja schon gut los, hätte besser nicht sein können und die Zuschauer wurden bis zum Schluss auf die Folter gespannt. Mit 27:26 (13:11) gewann der TVG gegen den ThSV Eisenach. Der Grundstein für den Erfolg war eine starke Abwehrleistung. „Unser Trainer hat 25 Gegentore vorgegeben und das hat ja auch fast geklappt“, sagte nach dem Spiel ein strahlender Frieder Bandlow. Der Linkshänder, der vier blitzsaubere Treffer zum Sieg beisteuerte, weiter: „Die Partie war hart umkämpft, aber wir sind über die Mannschaft gekommen und haben toll zusammen gehalten. Die Abwehr war super und unser Torhüter Jan-Steffen hat einen tollen Job gemacht. Im Angriff müssen wir noch ein bisschen abgezockter werden. Aber jetzt bin ich erst einmal happy über den tollen Einstand.“

Schnell und umkämpft

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel, in dem den Gästen der erste Treffer gelang. Das sollte es aber auch schon mit der Führung der Eisenacher gewesen sein, denn in der Folge agierten die Hausherren sehr bissig in der Abwehr und setzten sich nach dem 3:3 in der neunten Minute auf 9:5 (21.) ab. Dies lag zum einen daran, dass die Mannschaft von Trainer Igor Vori noch aggressiver in der Deckung agierte, zum anderen lag aber auch das Augenmerk beim TVG, der noch immer ohne Kreisläufer Thomas Rink auskommen musste, auf dem flinken Eisenacher Spielmacher Fynn Hangstein. Ihm gelang in den ersten 30 Minuten lediglich ein Siebenmeter-Tor. Trotzdem war der ThSV in der 23. Minute wieder im Spiel (8:9), doch der überragende Florian Eisenträger sorgte dafür, dass sich sein Team wieder auf zwei Treffer absetzen konnte. Die Minuten vor der Pause leisteten sich beide Teams einige Fehler zu viel, ehe Bicer, Eisenträger und Kammlodt zum 13:10 trafen. Letztgenannter wurde zunächst vom TVG-Coach überwiegend in der Abwehr eingesetzt und Mario Stark und Finn Wullenweber wirbelten dafür im Angriff.

Jan-Steffen Minerva – der Fels in der Brandung

Nach dem 13:11-Pausenstand setzten sich die Gastgeber auf 15:11 nach Anspiel vom technisch starken Adrian Kammlodt auf Florian Eisenträger und Dino Corak ab. Aber die Gäste gaben nicht nach und Trainer Misha Kaufmann wechselte, was das Zeug hielt. Der TVG hingegen hatte noch einen Trumpf in der Hand. Torhüter Jan-Steffen Minerva war einmal mehr der Fels in der Brandung. Er hielt, was zu halten war, unter anderem insgesamt vier Strafwürfe, und brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung. Mit insgesamt 13 Paraden stach er seine beiden Gegenüber, Erik Töpfer und Johannes Jepsen, um Längen aus. Sie brachten es zusammen auf fünf Paraden. Daher sagte auch ThSV-Trainer Kaufmann anschließend: „Wir haben das Torhüter-Duell ganz klar verloren und wir wissen ja, dass Handball ein Spiel ist, in dem die Torhüter entscheiden können.“

Nach 43 Minuten führte der TVG dank einem leidenschaftlich geführten Kampf mit 20:15 und dieser Vorsprung hatte bis zur 45. Minute Bestand (21:16). Doch wieder warf Eisenach alles in die Waagschale, kam heran und beim 22:20 (51.) wurde es brenzlig. Kapitän Eisenträger und Adrian Kammlodt sorgten für kurze Entwarnung (25:21), aber ThSV-Trainer Kaufmann ließ nun sehr offen decken und kam zum 26:26 in Minute 59.43. Die 953 Zuschauer saßen längst nicht mehr auf ihren Plätzen, feuerten ihr Team lautstark an. Quasi in letzter Sekunde (59.59 Minute) gelang Mario Stark mit einem seiner gefürchteten Hüftwürfe das 27:26. Der Jubel wollte kein Ende nehmen und Mario Stark sagte: „Wir waren 50 Minuten hinten und vorne gut und hätten es dann fast hinbekommen, uns alles kaputt zu machen. Der Sieg heute war enorm wichtig für uns, denn Eisenach ist ein starker Gegner, wurde nicht umsonst vergangene Runde Dritter. Wir sind sehr glücklich über den Erfolg. So kann es weitergehen.“

Eisenachs Trainer Kaufmann lobte sein Team

Auch ThSV-Trainer Kaufmann gratulierte zum Sieg: „Der TVG hat verdient gewonnen, schließlich waren wir, bis auf das 1:0, nie in Front. Wir haben gekämpft, nie aufgegeben, waren aber nicht in der Lage, das Spiel zu drehen.“ TVG-Coach Igor Vori freute sich für seine Jungs, denn „sie haben mit viel Bewegung gespielt, Charakter gezeigt und die Deckung plus Torhüter waren sehr gut.“

Am kommenden Samstag muss der TVG bei der HSG Nordhorn-Lingen antreten, die zum Auftakt in Hüttenberg siegten.

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben und man kann ihn dort ebenfalls lesen.

Das Beitragsbild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Es zeigt Kapitän Florian Eisenträger.

Die anderen Bilder sind von mir und zeigen Frieder Bandlow und Trainer Igor Vori.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handballsaison geht wieder los und in der zweiten Handball-Bundesliga hat heute um 19.30 Uhr der TV Großwallstadt sein erstes Heimspiel der neuen Runde. Gegner ist der ThSV Eisenach. 

Dass diese Auftaktpartie keine leichte Aufgabe für die Blau-Weißen wird, zeigt ein Blick auf die Tabelle der vergangenen Saison. Dort fand sich der zu Saisonbeginn noch als möglicher Abstiegskandidat gehandelte thüringische Verein am Ende auf Platz drei der Tabelle und hat nur knapp den Aufstieg verpasst. Der TVG hingegen erkämpfte sich am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen die SG BBM Bietigheim im Fernduell mit dem TuS Ferndorf durch das bessere Torverhältnis den Klassenerhalt.

Der unerwartete Erfolg des ThSV kam mit Trainer Misha Kaufmann, der die Mannschaft vor allem mit der Umstellung des Abwehrsystems zum Erfolg führte. Und genau da setzt auch der neue TVG-Trainer Igor Vori an. Für ihn ist ebenfalls eine erfolgreiche Abwehrarbeit der Schlüssel zum Erfolg und er fordert von seinem Team eine konsequent und hart arbeitende Defensive. Zentraler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gegner ist Fynn Hangstein, der sich in der vergangenen Saison mit 277/104 Treffern zum Torschützenkönig krönte.

Die Vorbereitung des ThSV lief erfolgversprechend. Allerdings musste der thüringische Verein letzte Woche in der 1. DHB-Pokal-Runde eine schmerzliche Niederlage gegen den TV Hüttenberg in Kauf nehmen. Auch wenn Eisenach definitiv als Favorit in diese Partie geht – der Verein hat eine Platzierung im ersten Drittel der Tabelle als Saisonziel ausgerufen- , möchten die Unterfranken vor heimischer Kulisse natürlich zeigen, dass sich die anstrengende Arbeit in den Sommermonaten gelohnt hat und sich mit einem Sieg belohnen. In der vergangenen Saison ist dies gleich zweimal geglückt. Beide Spiele entschied der TVG für sich (35:28 und 21:29).

 

Das Bild zeigt Kuno Schauer und der TVG hat uns dies zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.