Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Handball-Zweitligist TV Großwallstadt testet munter weiter. Zuletzt ging es gegen den Ligarivalen Dessau-Rosslauer HV und gegen ihn verlor der TVG mit 27:28 (12:13). Die Gäste absolvierten im Großwallstädter Sportpark ein Trainingslager und da bot sich ein Testspiel geradezu an.
TVG-Trainer Igor Vori musste noch immer auf Kreisläufer Thomas Rink (Knieprobleme) und auch auf Rückraumspieler Adrian Kammlodt (Erkältung) verzichten. Torhüter Petros Boukovinas, der zuletzt in Melsungen aufgrund einer Fingerverletzung fehlte, war wieder mit an Bord und zeigte eine starke Leistung.
Nach einer Viertelstunde führte der Gast mit 8:5 und baute diesen Vorsprung auf 11:5 aus. Nun lief es bei den Gästen nicht mehr rund, so dass der TVG dies für sich nutzte und bis zur Pause auf 12:13 verkürzte.
Erholt aus Kabine
Erholt kam der TVG vom Pausentee zurück und ging schnell mit 14:13 in Front. Nun lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, aber auch die Härte nahm zu. Die Schiris verhängten viele Zeitstrafen und sogar vier Rote Karten – das soll bei einem Testspiel etwas heißen. Dreimal traf es die Dessauer. Bis zur Schlussphase konnte sich kein Team mehr absetzen, wobei am Ende der Gast seinen Vorsprung clever über die Zeit brachte.
Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Der Medaillentraum zerplatzte wie eine Seifenblase. Die junge Crew des Deutschland-Achter musste sich bei den Europameisterschaften in München mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Es siegte der britische Achter vor den Niederlanden und Italien. „Wir haben heute viel Lehrgeld bezahlt. Es ist uns nicht gelungen, das, was wir uns im Training hart erarbeitet haben, im Wettkampf umzusetzen“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.
Schließlich gelang es nicht, auf der Olympiabahn von 1972 die Leistung aus dem Testrennen vom Donnerstag zu wiederholen, als das deutsche Flaggschiff den zweiten Platz belegt hatte. „Die Erwartungen an den Deutschland-Achter sind hoch, das haben wir uns über die vergangenen Jahre aufgebaut. Wenn man nur Vierter wird, sitzt die Enttäuschung nun mal tief. Wir sind schlecht ins Rennen gekommen und dann unruhig geworden“, meinte Torben Johannesen.
Es war wie verhext
Es war wie verhext. Schon mit den ersten Schlägen geriet der Deutschland-Achter überraschend ins Hintertreffen und fand nicht so richtig ins Rennen. Über die Strecke kämpften die Ruderer sich noch einmal heran, für den Medaillenendspurt waren die Kraftreserven aber weitestgehend aufgebraucht. „Die junge Mannschaft war gleich in einer ungewohnt defensiven Rolle, hat über die Strecke viel Aufwand betreiben müssen, um die Lücke zuzufahren. Im Endspurt fehlten dann die Körner“, so beschrieb Uwe Bender das Rennen, das so endete: Mit 37 Hundertstelsekunden Rückstand auf Italien verpasste das deutsche Flaggschiff die erhoffte Medaille bei der Heim-EM. Die Holländer, die unmittelbar nach dem Start einen Krebs fingen (wegen einer plötzlichen Welle oder ähnlichem den Riemen zum Rückholen nicht ordentlich aus dem Wasser bekommen. Die Redewendung beruht auf der Annahme, dass Krebse sich rückwärts fortbewegen, Anm. d. Red.) und weit in Rückstand gerieten, setzten alles auf eine Karte und wurden mit Silber belohnt, während Titelfavorit Großbritannien mit einem einsamen Rennen an der Spitze ungefährdet zu Gold fuhr.
Jonas Wiesen meinte nach dem Rennen: „Enttäuscht sind wir auf jeden Fall, weil wir aus verschiedenen Gründen nicht unsere Leistung gebracht haben. Den Start haben wir völlig verschlafen. Und dann haben wir nicht die Fähigkeit, uns aus so einem Loch wieder rauszuholen. Auf den letzten Metern haben wir nur noch versucht, das zu retten, was nicht mehr zu retten war. Jetzt müssen wir richtig hart an uns arbeiten.“
Torben Johannesen sagte: „Im Achter ist es wichtig, die ersten 1.000 Meter sehr aggressiv zu fahren. Wenn man aber schnell eine halbe Länge zurückliegt, ist das schon zu viel. Bis zum WM-Vorlauf sind es noch fünf Wochen. Bis dahin müssen wir jede Einheit nutzen. Das wird richtig wehtun.“
Trainer Uwe Bender sieht “mit der jungen Mannschaft ein Lern- und Lehrjahr. In den anderen Booten sitzen viele alte Hasen, wir sind dagegen noch unerfahren. Die Briten werden wir dieses Jahr nicht mehr bekommen. Das ist eine Aufgabe bis Paris.“
Vierer gewinnt B-Finale
Zu Beginn des ersten Finaltags bei der Ruder-EM in Oberschleißheim sorgte der Vierer ohne Steuermann schon früh für die erste Begeisterung auf den Rängen der Olympia-Regattastrecke von 1972. Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister gewannen das B-Finale vor Italien, Österreich, Dänemark und Norwegen und beendeten die Titelkämpfe auf dem siebten Platz. „Wir wollten das Ding gewinnen und Italien in Schach halten. Das ist uns sehr gut gelungen“, sagte Malte Großmann: „Die Heim-EM hat Spaß gemacht. Dass man so früh am Morgen schon von so vielen Zuschauern angefeuert wird, ist sehr cool.“
Den EM-Titel gewann der favorisierte britische Vierer. Silber ging an die Niederlande, Bronze an Rumänien. Auch wenn das A-Finale das erklärte Ziel des Quartetts war, geht der Vierer mit einem guten Gefühl ins anstehende Trainingslager nach Österreich. „Hinten raus haben wir gegen die Italiener, die nicht lockergelassen haben, einen guten Fight geliefert. Den Streckenschlag können wir aber noch ökonomischer gestalten, daran werden wir arbeiten und die Zeit bis zur WM nutzen“, so Großmann.
Die Ergebnisse:
Achter, A-Finale: 1. Großbritannien 5:49,67 Minuten. – 2. Niederlande 5:54,21. – 3. Italien 5:55,08. – 4. Deutschland-Achter (Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Tom Tewes, Benedict Eggeling, Laurits Follert, Julian Garth, Jasper Angl, Olaf Roggensack, Steuermann Jonas Wiesen) 5:55,48. – 5. Rumänien 6:01,46.
Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 6:10,41. – 2. Italien 6:12,03. – 3. Österreich 6:16,87. – 4. Dänemark 6:18,66. – 5. Norwegen 6:26,79.
Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Am gestrigen Freitag ist bei der Europameisterschaft in München das Quartett aggressiv losgefahren, aber der Mut wurde nicht belohnt. Der Vierer ohne Steuermann mit Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister kam im Hoffnungslauf nicht über Platz drei hinaus und verpasste damit den erhofften Einzug ins A-Finale. Dabei lag das deutsche Quartett bei Streckenhälfte noch knapp in Führung, musste dann aber die Boote aus Rumänien und der Schweiz vorbeiziehen lassen.
„Die ersten 750 Meter liefen gut. Wir haben viel investiert, vielleicht ein, zwei Körner zu viel – und es wurde zäh und zappelig. Da war der Aufwand relativ groß und wir konnten es nicht in Bootsgeschwindigkeit umsetzen“, sagte Max John. Und Bundestrainerin Sabine Tschäge analysierte: „Die Mannschaft ist das Rennen ein bisschen überambitioniert angegangen. Sie muss lernen, dass man vorne nicht zu viele Körner verschießt und im Mittelstück dann ein wenig cooler bleibt, wenn die anderen drücken.“
Nach dem vierten Platz beim Weltcup in Luzern muss der Vierer bei der Heim-EM mit dem B-Finale vorliebnehmen. Dieses fand am heutigen Samstag statt. Die Gegner sind Italien, Österreich, Dänemark und Norwegen. „Das Rennen wollen wir gewinnen, möglichst mit Abstand“, sagte Tschäge und John fügte mit Blick auf den Saisonhöhepunkt bei der WM in Racice hinzu: „Heute haben wir ein bisschen Lehrgeld bezahlt. In den Trainingslagern werden wir unsere Fähigkeit, im Mittelstück mitgehen zu können, zurückholen. Wir müssen auch konstanter werden, dass wir uns von Böen und Wind nicht zu stark beeinflussen lassen. In Richtung Racice bin ich nach wie vor guter Hoffnung.“
Die Ergebnisse:
Vierer ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. Rumänien 6:27,68 Minuten. – 2. Schweiz 6:3014.- 3. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 6:35,32. – 4. Norwegen 6:48,58.
Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Test bestanden und den Fokus direkt aufs Finale gerichtet. Der Deutschland-Achter belegte bei den Europameisterschaften in München im Testrennen den zweiten Platz mit etwa einer Bootslänge Rückstand auf den großen Favoriten Großbritannien – und ist nach der kurzfristigen Umbesetzung auf Medaillenkurs.
„Da muss man realistisch sein. Die Briten sind klarer Titelfavorit. Aber wir haben gute Medaillenchancen. Silber ist unser Ziel“, sagte Torben Johannesen, der auf die Position des Schlagmanns für den verletzten Mattes Schönherr vorgerückt ist. Zufrieden war auch Bundestrainer Uwe Bender: „Nach den vielen Krankheits- und Trainingsausfällen, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, ist das Ergebnis sehr erfreulich. Für uns war es wichtig, einen neuen Rhythmus zu finden und Selbstvertrauen zu bekommen.“
Starker Gegenwind
In dem Testrennen bei starken Gegenwind-Bedingungen fuhr der Deutschland-Achter auf den ersten 500 Metern nahezu zeitgleich mit dem britischen Achter, der sich auf den zweiten 500 Metern aber entscheidend absetzte. „Da haben die Briten ordentlich Betrieb gemacht, aber insgesamt haben wir es kämpferisch gut gemacht“, meinte Torben Johannesen. Schließlich setzte sich das deutsche Paradeboot klar gegenüber den anderen Booten im Feld durch. Rumänien wurde Dritter, gefolgt von Italien und den Niederlanden. „Es war ein Testrennen ohne Konsequenzen, alle Boote stehen auch im Finale. Wer wieviel investiert hat, wird man erst nach dem Finale wissen. In so einem Rennen ist immer ein bisschen Taktieren dabei“, meinte Uwe Bender.
Am Samstag um 13.36 Uhr kommt es zum erneuten Schlagabtausch der Männer-Achter. Die Ruderer und Steuermann Jonas Wiesen richteten ihren Fokus direkt auf den anstehenden Kampf um die Medaillen. „Die Briten haben ihre Favoritenrolle bestätigt, aber wir werden alles dransetzen, sie mehr zu ärgern. Eine komplette Bootslänge fährt man nicht so eben zu, aber wenn wir die Chance sehen, werden wir sie auch wahrnehmen“, sagte Jonas Wiesen, der die Stimmung der European Championships in München genießt: „Die EM ist ein emotionales Highlight, das kommt dem olympischen Feeling näher als eine normale Regatta. Aber der sportliche Saisonhöhepunkt bleibt die WM in Racice.“
Vierer setzt auf Hoffnungslauf
Der Vierer ohne Steuermann musste sich im Vorlauf mit dem vierten Platz zufrieden geben. Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister kamen hinter Großbritannien, Polen und der Schweiz ins Ziel und müssen nun auf den Hoffnungslauf setzen. „Wir wollten offensiv loslegen, haben aber nicht unseren Rhythmus gefunden. Es fehlte auch ein bisschen der nötige Biss, denn wir wussten, dass nur der Vorlaufsieger weiterkommt“, sagte Malte Großmann. Schließlich diktierte wie erwartet Luzern-Sieger Großbritannien das Rennen von der Spitze.
Aufgrund von drei Absagen schrumpfte das Feld von 15 auf zwölf Vierer zusammen, so dass nur der Vorlaufsieger direkt ins Finale einzog. Der Rest muss im Hoffnungslauf auf die zweite Chance setzen. Hier bekommt es der deutsche Vierer am Freitag um 11.02 Uhr mit Rumänien, der Schweiz und Norwegen zu tun. Die beiden Erstplatzierten lösen das Finalticket. „Morgen werden wir aggressiver rangehen und auch zeigen, dass wir auch bei den herausfordernden Bedingungen mit heute zum Teil böigem Gegenwind gut rudern können“, bemerkte Marc Kammann.
Die Ergebnisse:
Achter, Testrennen: 1. Großbritannien 5:59,29 Minuten. – 2. Deutschland-Achter (Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Tom Tewes, Benedict Eggeling, Laurits Follert, Julian Garth, Jasper Angl, Olaf Roggensack, Steuermann Jonas Wiesen) 6:01,68 Minuten. – 3. Rumänien 6:03,04. – 4. Italien 6:03,90. – 5. Niederlande 6:04,48.
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Großbritannien 6:32,26 Minuten. – 2. Polen 6:36,01. – 3. Schweiz 6:37,48. – 4. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 6:46,39. – 5. Italien 6:49,59, 6. Österreich 6:54,46.
Das tolle Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Das nächste Testspiel stand für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt am Dienstagabend an. Diesmal ging es zum Erstligisten MT Melsungen. In einem Benefizspiel kam der Erlös der verkauften Tickets der Ukraine Hilfe zugute. Der MT Fanclub organisierte das Catering und hier ging der Erlös an die hochwassergeschädigte Ahrtal Gemeinde Schuld.
Die Zuschauer sahen ein munteres Spielchen und am Ende trennten sich die Kontrahenten mit 33:24 (15:12). Der TVG spielte in der ersten Halbzeit gut auf, hätte sogar das Halbzeitergebnis besser gestalten können. Zunächst war die MT am Drücker und führte schnell mit 4:0 (6.). In der Folge waren die Gäste auf Augenhöhe. “20 Minuten lang waren wir ebenbürtig. Wir verwerteten unsere Chancen gut, so dass wir zum Ausgleich kamen“, sagte TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Obwohl die Hausherren ihre komplette Anfangsformation änderten, stand es 11:11 und die Partie war total offen. Erst nach dem Ausgleich erlaubte sich der TVG ein paar leichte Fehler und kassierte kurz vor der Pause noch einmal drei schnelle Tore. So ging es mit 15:12 für Melsungen in die Kabine.
Gutes Tempo
Nach dem Wechsel legten die Melsunger ein gutes Tempo vor und bis zum 16:14 und 21:18 war der TVG noch gut dabei. „Doch hintenraus hat Melsungen unsere Fehler ausgenutzt und zog davon“, so Michael Spatz. Da konnte auch der gut haltende Jan-Steffen Minerva im Tor nichts mehr ändern. Sein Kollege Petros Boukovinas musste aufgrund einer Fingerverletzung pausieren. Auch musste TVG-Trainer Igor Vori auf Thomas Rink verzichten.
Bei Melsungen konnten Julius Kühn, Andre Gomes und David Mandic überzeugen und erzielten die meisten Treffer.
Weiter geht es am kommenden Freitag. Um 18.30 Uhr empfängt der TVG den Dessau-Rosslauer HV zu einem weiteren Test – diesmal in der Großwallstädter HS-Arena (Sportpark). „Bis dahin hoffen wir, wieder alle Mann an Bord zu haben“, so Michael Spatz.
Das Bild, das Jan-Steffen Minerva in der vergangenen Saison zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimat Zeitung Main Echo lesen.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Die Ruder-Europameisterschaften in München stehen an. Für den gebürtigen Bayer Theis Hagemeister, der seit dieser Saison für die Frankfurter Germania startet, eine willkommene Gelegenheit für einen Heimatbesuch bei der Familie. Beim Ruder Club am Lech Kaufering, circa 70 Kilometer westlich von der EM-Strecke in Oberschleißheim entfernt, hielt sich der 25-Jährige zudem fit, um sich ab Donnerstag bei der EM vor dem heimischen Publikum im Vierer ohne Steuermann in Topform zu präsentieren.
Kurz nachgefragt, sagte der Sportler:
Wie lief die Vorbereitung, wie groß die Vorfreude auf die Heim-EM?
Theis Hagemeister: “Die Vorbereitung lief gut. Wir hatten nur einen minimalen Ausfall, so dass wir gut trainieren und an uns arbeiten konnten. Technisch haben wir auch einen Schritt nach vorne gemacht. Für mich als ursprünglicher Bayer ist es etwas ganz Besonderes, jetzt auf dem Wasser, auf dem ich früher so viel trainiert habe, eine so bedeutende Regatta zu bestreiten. Aber auch die anderen im Team sind sehr gespannt auf die Heim-EM.”
15 Nationen haben im Vierer ohne Steuermann gemeldet. Wie ist die Konkurrenz einzuschätzen, was ist drin?
Theis Hagemeister: “Die Briten haben zuletzt in Luzern mit Wasser vor dem Feld gewonnen. Sie sind hammerstark und der härteste Brocken im Feld. An ihnen wollen wir so nah wie möglich rankommen. Stark schätze ich auch die Rumänen ein, die in Luzern noch in den beiden Bootsklassen Vierer und Achter angetreten sind und sich jetzt aber voll auf den Vierer konzentrieren. Dazu sind auch die Holländer und die Schweizer zu beachten, man darf in dem Feld keinen unterschätzen. Wir wollen uns aber auf uns konzentrieren. Unser Ziel ist das A-Finale – und dann wollen wir den bestmöglichen Platz erreichen. Nach dem harten Training in den letzten Wochen bin ich zuversichtlich, dass das klappt.”
Die Ruder-EM ist eingebettet in die European Championships. Ein Megaevent, bei dem neun olympische Sportarten ihre Europameisterschaften ausrichten. Euer eigentlicher Saisonhöhepunkt ist ein Monat später bei den Weltmeisterschaften in Racice (Tschechien). Welchen Stellenwert nimmt für Dich die EM in München ein?
Theis Hagemeister: “Es ist ein weiterer Saisonhöhepunkt, auf den wir uns voll konzentrieren. Wir freuen uns auf die mediale Aufmerksamkeit, aber es ist auch ein Zwischenschritt und eine weitere Regatta, um uns zu entwickeln. Es ist noch viel zu tun – bis zur WM und langfristig Richtung Olympia.”
Das Bild zeigt den Vierer ohne Steuermann bei einer Trainingseinheit in Dortmund mit Marc Kammann, Malte Großmann, Max John und Theis Hagemeister. Vielen Dank an Carsten Oberhagemann, der uns die tolle Aufnahme zur Verfügung gestellt hat.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter dem Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt. Im Rahmen eines Trainingslagers nahmen die Schützlinge von Trainer Igor Vori an einem gut besetzten Turnier in Dansenberg teil und gewannen letztlich mit zwei Siegen den 2. Layenberger Cup.
Gegner waren die französische Mannschaft Grand Nancy Metropole Handball und Gastgeber TuS Kaiserslautern-Dansenberg. Die Franzosen sind in der zurückliegenden Saison von der Liqui Moly Starligue in die zweite Liga abgestiegen, der TuS spielt in der dritten Liga und wurde heuer in die Süd-West-Staffel, in der auch der TV Kirchzell und die HSG Hanau spielt, eingeteilt.
Anreise am Freitag
Die Großwallstädter kamen am Freitagnachmittag an ihrem Zielort an und gleich abends gab es eine intensive Trainingseinheit. Am Samstag folgte dann der Härtetest in Form von zwei Spielen in Folge. Während Nancy und Dansenberg bereits morgens ihr Match bestritten, musste der TVG am Nachmittag mit einer “Mini-Pause” zweimal über die jeweils gesamte Spielzeit gehen. „Das ist halt so. Bei drei Teams muss immer ein Team zweimal in Folge spielen und da hat es uns erwischt“, sagte der TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.
Munter durchgewechselt
Das erste Spiel gegen die Franzosen gewann der TVG in der Layenberger Sporthalle mit 33:30 (19:14). Der TVG übernahm mit 3:1, 6:3 und 10:5 (12.) die Führung und hatte Ball und Gegner im Griff. Kurz vor der Pause hatte der Fünf-Tore-Vorsprung noch immer Bestand und mit 19:14 ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel hatte der TVG weiter das Sagen (25:20) und der Coach wechselte munter durch. Nancy ließ sich nicht abschütteln. In der Endphase kamen die Franzosen heran und verkürzten auf drei Treffer. Am Ende gewann der TVG mit 33:30. Michael Spatz: „Wir waren, gerade in Halbzeit eins, gefühlt stärker als der Gegner, haben es aber nicht geschafft, uns hier schon weiter abzusetzen. Nach dem Wechsel blieb Nancy auf Tuchfühlung, doch bei etwas Cleverness hätten wir auch höher gewinnen können.“
Nach einer kleinen Pause wartete Dansenberg
Nach ein paar Minuten Pause ging es ins nächste Match. Diesmal gegen Gastgeber TuS KL-Dansenberg. Diese Partie gewann der TVG mit 26:25 (12:10) und es war ihm gegen Ende der Begegnung die Müdigkeit anzumerken. Zunächst führte der TVG (4:2, 5:3), aber der TuS blieb dran, glich immer wieder aus. Finn Wullenweber und Adrian Kammlodt schossen ihr Team zur 12:10-Halbzeitführung. Nach dem Wechsel zogen die Großwallstädter auf 19:16 davon. Wenig später stand es wieder 21:21. Im Schlussspurt zeigte der TVG Moral, sammelte alle Kräfte und gewann mit einem Tor. „Wir waren über weite Strecken vorne, haben im Endspurt Moral bewiesen, uns am Riemen gerissen und das Spiel gewonnen“, so Spatz. Im Team von Dansenberg stehen unter anderem die beiden ehemaligen TVG-Akademie-Spieler Claus Janssen und Jonas Dambach sowie Gunnar Dietrich von den Eulen Ludwigshafen, der viel Erfahrung mitbringt.
Michael Spatz ist bisher zufrieden mit dem Vorbereitungsverlauf: „Die Jungs setzen gut um, was von ihnen erwartet wird. Die Belastung war zuletzt sehr hoch. Das Wochenende hat auch dazu gedient, das Team zusammen wachsen zu lassen. So haben die Jungs zum Beispiel am Freitagabend gemeinsam Fußball-Bundesliga geschaut und auch am Samstagabend haben wir noch gemeinsam zusammen gesessen.“ Schön auch zu sehen, dass Mario Stark nach seiner langen Verletzung wieder einen Einsatz hatte.
Dienstag geht die Testspielreihe weiter
Diese Woche wird das Training dosiert ausfallen, da zwei Testspiele anstehen. Am Dienstag geht es zur MT Melsungen zum Test und am Freitag kommt Dessau-Rosslau zum Vorbereitungsspiel.
Die Aufstellung:
TVG – Nancy 33:30. –
TVG:
Minerva, Boukovinas, Ohm; Klenk 1, Babarskas, Eisenträger 5/3, Bandlow 4, Schauer 1, Bicer 1, Strakeljahn 3, Wullenweber 2, Zhuk, Corak 4, Stark, Munzinger 3, Kammlodt 6, Schalles 3.
TVG – Dansenberg 26:25. –
TVG:
Minerva, Boukovinas, Ohm; Klenk 1, Babarskas, Eisenträger 2/1, Bandlow 1,, Schauer, Bicer 2, Strakeljahn 3, Wullenweber 3, Zhuk, Corak 2, Munzinger 3, Kammlodt 6, Schalles 3.
Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Nach den beiden Weltcups in Posen und Luzern muss der Deutschland-Achter auch bei den Europameisterschaften in München, die vom 11. bis zum 14. August stattfinden, eine Umbesetzung vornehmen. Mit Mattes Schönherr fällt der bisherige Schlagmann verletzungsbedingt aus. Der 22-Jährige laboriert an einer schmerzhaften Rippenentzündung und muss diese auskurieren. „Es ist besser, jetzt rausnehmen als es zu verschleppen, auch wenn es natürlich schwerfällt, nicht bei der Heim-EM dabei zu sein. Wir haben ja noch die WM in Racice als Saisonhöhepunkt, auf den ich mich jetzt fokussiere“, sagte Mattes Schönherr.
Torben Johannesen, der seit 2017 im Deutschland-Achter sitzt und im vergangenen Jahr Olympia-Silber mit dem Flaggschiff in Tokio gewann, übernimmt die Position des Schlagmanns. Tom Tewes, der eigentlich im Zweier ohne Steuermann in München antreten sollte, rückt auf Position 6 ins Großboot. „Es zieht sich durch die Saison. Immer wieder müssen wir aufgrund von Ausfällen die Mannschaft neuformieren und müssen neue Lösungen finden“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.
Fünf Achter haben gemeldet
Für die Titelkämpfe in München, die im Rahmen der European Championships auf der Regattastrecke in Oberschleißheim ausgetragen werden, haben fünf Achter gemeldet: Großbritannien, die Niederlande, Rumänien, Italien und der Deutschland-Achter.
„Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind die Briten klarer Favorit. Beim Weltcup in Luzern lagen sie fünfeinhalb Sekunden vor uns. Das ist – so realistisch muss man sein – in dieser kurzen Zeit eigentlich nicht aufzuholen“, meinte Bender. Und Torben Johannesen ergänzte: „Dieses Jahr sind wir in einer neuen Rolle. Wir waren die letzten Jahre das Maß der Dinge. Jetzt müssen wir versuchen, den Abstand so gut wie möglich zu verkleinern, auch wenn es durch den Ausfall von Mattes nicht einfacher wird.“

Das neue Boot
Deutschland-Achter fährt jetzt das Modell X88
Der Deutschland-Achter hat eine lange Tradition, das gilt auch für das Boot an sich. Die reine Rumpfform wurde im Jahr 1995 für die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta (USA) entwickelt. Nun wurde eine neue Bootsform entwickelt. Die Bootswerft Empacher wirft das Modell X88 ins Rennen. Nach einer längeren Testphase mit Einsätzen bei der Internationalen Regatta in Essen und beim Weltcup in Luzern hat das neue Modell die Sportler und Trainer überzeugt. Ein neu gefertigtes Boot – in der gewohnten grünen Farbe lackiert – wurde am vergangenen Dienstag abgeholt, direkt aufgebaut und auch schon gleich eingeweiht.
Der Achter von Empacher wurde in den vergangenen Jahren sukzessive weiterentwickelt, allerdings ausschließlich in seinen Bauteilen, wie zuletzt beim neuen Ausleger-System, dem X Riemen Backwing. „Es gab einige Entwicklungsschübe, wo Dinge in das Boot hinein entwickelt wurden, das Unterwasserschiff hatte bis jetzt jedoch das gleiche Design wie das, was wir 1995 gezeichnet haben“, sagt Frank Günder, Konstrukteur bei Empacher und selbst lange Rennruderer: „Das ist schon etwas Besonderes, einen Achter machen wir nicht alle Tage.“
Veränderte Form
Die Veränderungen sind nicht auf den ersten Blick zu sehen. Von der Länge her ist das neue Modell von 17,63 Meter auf 17,40 Meter geschrumpft, die maximale Breite und Tiefe im Wasser sind durch eine veränderte Form geringer als zuvor. Der Effekt ist, dass das Boot stabiler im Wasser liegt und ein anderes Beschleunigungsgefühl entwickelt. „Es gibt weniger Auf und Ab in Heck und Bug, dafür ist die Seitenstabilität etwas empfindlicher. Anfangs hatten wir Probleme mit dem neuen Riss, es ist ein anderes Laufverhalten, aber jetzt haben wir es im Griff. Wir sind zufrieden mit dem neuen Modell“, verrät Bundestrainer Uwe Bender: „Wir hoffen, dass der Achter in seiner neuen Form noch schneller ist.“
Neuer Achter ist bereit
Für den Transfer des neuen Achters war Bootsmeister Markus Schmitz zuständig. Er machte den Weg direkt von der U23-Weltmeisterschaft im italienischen Varese über München nach Eberbach in Baden-Württemberg, wo die Empacher Bootswerft sitzt. Dort nahm er zusammen mit Steuermann Jonas Wiesen die Einstellungen an jedem einzelnen Sitz vor und beklebte das grüne Boot mit dem Logo von Hauptsponsor Wilo. „Es ist alles problemlos verlaufen, der Achter ist bereit. Wollen wir hoffen, dass er uns noch schneller macht“, so Schmitz.
Die Bilder hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer veranstaltete einmal mehr einen seiner interessanten und lehrreichen Kongresse. Zuletzt fand der Internationale Trainer-Kongress (ITK) in Dortmund statt. Unter dem Leitthema “Kompetenzentwicklung von Spielerinnen und Spielern und Trainerinnen und Trainern” gab es an drei Tagen 21 Vorträge in den Dortmunder Westfalen-Hallen bzw. Praxis-Demonstrationen auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund. Zahlreiche hochrangige Experten kamen dabei zu Wort.
Der letzte Tag stand im Zeichen von Experten aus dem Profisport. Mit dabei war Harold Kreis, Eishockey-Cheftrainer bei den Schwenninger Wild Wings. Kurz bevor der Chef-Coach mit seinem Team in die Vorbereitung auf die neue Eishockey-Saison startete, war er Gast beim ITK in Dortmund. Sein Thema lautete “Bausteine erfolgreicher Teamführung”.
Harold Kreis freute sich sehr über die Einladung und erläuterte sehr gerne sein Thema im Detail.
In den folgenden Wochen allerdings ist der Fokus von Harry Kreis nur auf Eishockey gerichtet. Dabei sorgten vor ein paar Tagen seine Wild Wings auf dem Schwenninger Marktplatz gleich einmal für Furore. Dort wurde im Rahmen des Media Days der neue Einlauftrailer für die neue Saison gedreht.
Mitten in Schwenningen wurde ein Spielfeld nachgebaut und mit Inlineskates konnten die Jungs ihr Können abseits vom Eis zeigen. Kontrastprogramm gab es dann am Tag danach. Von 26 Grad in der Sonne gingen die Dreharbeiten am nächsten Tag bei 8 Grad in der Eishalle weiter.
In der Folge wurde es ernst, denn die Vorbereitung wird sicher sehr schweißtreibend werden…
Wir werden Euch über die Vorbereitung der Schwenninger Wild Wings auf dem Laufenden halten.
Die Bilder hat uns Harry Kreis zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
