Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt verlor am gestrigen Sonntag zuhause gegen den Dessau-Roßlauer HV mit 29:34 (18:17). Damit bleibt der TVG auch im vierten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Mit ein Grund dafür sicherlich erneut die dünne Personaldecke. TVG-Trainer André Lohrbach musste wiederholt improvisieren, da ihm auch in dieser Partie die beiden Linkshänder Max Horner und Yessine Meddeb nicht zur Verfügung standen. Doch das restliche Team trotzte den Umständen, zeigte sich kämpferisch bis zum Schluss, musste aber am Ende den scheidenden Kräften Tribut zollen.

Schock nach wenigen Minuten in Halbzeit eins

Von Beginn an traten die Großwallstädter Akteure mit breiter Brust auf. Jakub Powarzyñski traf zur 1:0-Führung, dann aber ging der TVG durch Treffer von zweimal Maxim Schalles und Florian Eisenträger mit 3:1 in Führung. Valentin Neagu und Mika Schüler erzielten den Ausgleich. Sebastian Trost gelang die Führung zum 4:3, bevor Fritz-Leon Haake und Fynn Gonschor zur Führung der Gäste einnetzten. Auch wenn das Ergebnis in der zwölften Minute wieder zu Gunsten des Gastgebers ausschlug, erlebte der TV Großwallstadt kurz vorher den nächsten Schock: Sebastian Trost, der in den letzten Wochen die Rolle auf der Rückraum rechten Position eingenommen hatte, musste schwer verletzt den Platz verlassen und wurde von Mannschaftsarzt Dr. Manuel Bachmann bereits auf dem Spielfeld notfalltechnisch versorgt. So standen Trainer Lohrbach für die nächsten 45 Minuten mit Mario Stark, Finn Wullenweber und Connar Battermann wiederholt nur drei Rückraumspieler zur Verfügung.  Doch genau diese drei lieferten ab. Axel Skaarn¿s traf in der 15. Minute zum 9:7. Noch zweimal kam Dessau zum Anschluss bevor Battermann, Wullenweber und zweimal Schalles auf 14:9 erhöhten. Gästecoach Vanja Radiã wechselte auf der Torhüterposition Philip Ambrosius für den glücklosen Janik Patzwaldt ein. Und dieser war von Beginn an sofort da, parierte gleich den ersten Wurf. Auf der Gegenseite leistete sich der Gastgeber zu viele Fehler und verspielte einen Fünf-Tore-Vorsprung. Mit 18:17 ging es in die Kabinen.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Nach dem Seitenwechsel war es Florian Eisenträger, der auf 19.17 erhöhte. Fritz-Leon Haake, Carl-Philip Haake und Yannick-Marcos Pust drehten durch einen 3:0-Lauf das Ergebnis auf 20:19 für Dessau. Doch der TVG kämpfte weiter, Moritz Klenk traf in Minute 46 zum 24:24. Dann aber war es der Gast, der mit einem bärenstarken Torhüter Ambrosius im Rücken auf 28:24 davonzog. Doch ein 3:0-Lauf der Hausherren bescherte knapp vier Minuten vor Schluss noch einmal den Anschluss. Aber die Kräfte schwanden mehr und mehr, Dessau drückte aufs Tempo und zog zum vorentscheidenden 32:28 davon. Am Ende musste sich der TVG mit 29:34 einem starken Gegner aus Sachsen-Anhalt geschlagen geben.

Fokus auf nächste Begegnung 

Auf der anschließenden Pressekonferenz lobte Gästetrainer Vanja Radic das taktische Geschick von André Lohrbach, dieser hingegen wollte nicht auf die Tränendrüse drücken, sondern lobte den Einsatz seiner Spieler und lenkte den Fokus bereits auf die anstehende Aufgabe gegen den VfL Lübeck-Schwartau am kommenden Samstag, bei der er wieder viel Improvisationstalent an den Tag legen werden muss, um die Ausfälle zu kompensieren.

 

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt mitteilte, hat Kapitän Patrick Gempp seinen Vertrag vorzeitig bis 2028 verlängert. Das sind richtig gute Neuigkeiten, denn Patrick Gempp, der bereits zur Saison 2024/25 an den Untermain wechselte, hat sich von Beginn an als wichtige Stütze des Teams erwiesen. Durch seine Erfahrung und das große Spielverständnis wurde der Kreisläufer durch TVG-Trainer André Lohrbach zum Kapitän ernannt und führt die Mannschaft seitdem vorbildlich. Bei den Verantwortlichen kristallisierte sich schnell heraus, dass sie die Arbeit mit Gempp auch längerfristig fortsetzen möchten. Deshalb haben sie dem 29-Jährigen nun auch das Angebot einer vorzeitigen Verlängerung seines Vertrages, der aktuell am 30.06.2027 ausläuft, um eine weitere Spielzeit gemacht.

Der sportliche Leiter Michael Spatz sieht diesen Schritt als wichtiges Signal: „Patrick ist ein sehr wichtiger Eckpfeiler unseres Clubs. Als Kapitän verkörpert er Leadership, Teamgeist und Professionalität. Im Angriff gehört er zu den stärksten Kreisläufern der Liga und übernimmt auch in der Abwehr große Verantwortung im Innenblock. Dass Patrick uns langfristig erhalten bleibt, ist ein enormer Gewinn“

„Sehr wichtiger Ansprechpartner für mich“

Auch Trainer André Lohrbach ist glücklich über diese Personalie: „Patrick ist ein sehr wichtiger Ansprechpartner für mich. Er geht mit Leistung und Einstellung und Professionalität voran. Deshalb ist er nicht nur wegen seiner handballerischen Fähigkeiten ein wichtiger Baustein, er ist Verbindungslied, geht auf und neben dem Spielfeld voraus. Deswegen bin ich sehr glücklich, dass das mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung geklappt hat. Wir wollen gemeinsam die eingeschlagene Entwicklung in den nächsten Jahren fortführen“

Der Spieler selbst äußert sich wie folgt zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich freue mich sehr, meinen Vertrag vorzeitig zu verlängern und bin dankbar für das Vertrauen, das mir der Verein und die Verantwortlichen des TVG entgegenbringen. Ich musste nicht lange überlegen, denn der TV Großwallstadt bedeutet mir unglaublich viel. Gemeinsam befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Ich möchte weiterhin Verantwortung übernehmen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen.“

Patrick Gempp wurde am 13.06.1996 in der Schweiz in Binningen geboren. Seit der Saison 2022/23 bis 2023/24 stand er beim Ligakonkurrenten Dessau-Roßlauer HV unter. Davor lief er zwei Jahre für die HSG Wetzlar auf, von 2017 bis 2020 trug Gempp das Trikot der Wölfe Würzburg. Beim TV Großwallstadt, bei dem er bereits von 2015 bis 2017 als Spieler aktiv war, hat er seinen Vertrag nun bis zur Spielzeit 2027/28 verlängert.

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt am Sonntag um 17 Uhr den Dessau-Roßlauer HV zu Gast. 

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie, darunter die deutliche Auswärtsniederlage bei der SG BBM Bietigheim, möchte die Mannschaft von Trainer André Lohrbach vor heimischem Publikum nun endlich wieder punkten. Im Gegensatz dazu reist Dessau-Roßlau mit Rückenwind nach Großwallstadt. Mit dem klaren 35:29 Sieg gegen den VfL Eintracht Hagen am Montag, steht die Mannschaft aktuell auf dem fünften Tabellenplatz. Die Rollen in dieser Partie sind abermals klar verteilt: Dessau geht als klarer Favorit in die Begegnung, da Trainer André Lohrbach wiederholt nicht auf einen vollen Kader zurückgreifen kann und vor allem der Mangel an Linkshändern den Trainer vor große Probleme stellt.

Neu-Trainer Vanja Radic in Großwallstadt kein Unbekannter

Mit Trainer Vanja Radic kommt kein Unbekannter nach Großwallstadt. Radic stand in den letzten Jahren dem langjährigen DRHV-Trainer Uwe Jungandreas als Co-Trainer zur Seite, der den Staffelstab zu Beginn der Saison an Radic weitergab. Beim TVG war Radic 2015 als Jugendkoordinator und Trainer der B-Jugend im Handballleistungszentrum tätig.

Und auch in diesem Jahr war das Team von Radic bereits zu Gast in Großwallstadt. Der Dessau-Roßlauer HV verbrachte sein Trainingslager zur Saisonvorbereitung im Sporthotel in Großwallstadt und nahm dabei am Untermain-Cup teil, den der TVG zum dritten Mal in Folge ausrichtete. Und dabei sorgten die Gäste auch gleich für ein Aufhorchen, denn im Finale schlugen sie den TVG mit 45:33 und sicherten sich dadurch den Turniersieg.

Philip Ambrosius im Tor starker Rückhalt

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Beide Mannschaften sind gut in die Saison gestartet, doch die letzten Partien beendete der Dessau-Roßlauer HV erfolgreicher. Bis dato konnte die Mannschaft drei wichtige Auswärtsspiele für sich entscheiden, zuhause gingen sie fünf Mal als Sieger vom Platz. Am Erfolg maßgeblichen Anteil hatte Yannick Danneberg, der allerdings in den letzten Partien verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte. Und auch Torhüter Philip Ambrosius zählt zu den stärksten der Liga. 

Patrick Gempp trifft auf ehemalige Kollegen

TVG-Kapitän Patrick Gempp freut sich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein und möchte natürlich dem Dessau-Roßlauer HV mit seinem Team Revanche für das Ergebnis in der Vorbereitung bieten. Er weiß aber auch: “Dessau ist eine gute Mannschaft und ich habe es so erwartet, dass sie so weit oben stehen. Sie haben sich über die Jahre weiterentwickelt, gute Strukturen geschaffen und übernachten beispielsweise vor jedem Auswärtsspiel – so auch diesmal -,damit sie topfit sind. Dessau hat eine gute Abwehr, gute Torhüter und geht gern ins Tempospiel. Wir müssen auf alles gewappnet sein, damait die zwei Punkte zu Hause bei uns bleiben. Wir sind noch immer ersatzgeschwächt, müssen auf unsere Linkshänder auf Rückraum rechts verzichten. Aber wir werden sehen, geben alles und wollen kämpferisch alles reinwerfen.”

 

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In der Handball Regionalliga empfängt die HSG Bieberau/Modau am heutigen Samstag die HSG Wettenberg, während die TuSpo Obernburg bei der TSG Offenbach Bürgel ebenfalls heute antritt.

Zwar konnten die Obernburger letzte Saison zwei knappe Siege einfahren, doch diesmal sind die Vorzeichen anders. Erstliga-Spieler Nico Büdel ist der neue Spielertrainer bei der TSG und bringt jede Menge Erfahrung mit. Hinzu kommen Timo Kaiser (Drittliga-Erfahrung), Milos Kreckovic oder Nils Lenort, die alle sehr zu beachten sind. Nach acht Spielen steht die TSG auf Platz sieben. Die Gäste wissen, was auf sie zukommt, waren es doch in den letzten Jahren immer enge und hitzige Partien.

 

HSG Bieberau/Modau will nachlegen

Die HSG Bieberau/Modau will nach den zuletzt zwei Heimsiegen und einem Auswärtserfolg nachlegen. Die Gäste aus Wettenberg hatten bis jetzt einen unglücklichen Saisonverlauf. Nicht nur, dass sie sich als Aufsteiger an die höheren Anforderungen der Regionalliga und an das Spielen mit Harz gewöhnen mussten, nein, sie hatten auch noch Pech mit ihrer Heimspielhalle und konnten aufgrund einiger Sanierungs- und Reparaturarbeiten lange nicht dort trainieren und spielen, mussten immer wieder auf andere Hallen ausweichen. Doch jetzt sind sie zurückgekehrt und hoffen auf mehr Stabilität und natürlich auf viele Heimsiege.

Aktuell stehen sie allerdings mit 1:17 Punkten auf Platz 14. Dabei sehen sie ihre Situation aber gelassen, wollen natürlich nicht absteigen, aber nach eigenen Angaben „lernen und etablieren“. Bieberau/Modau darf sich von solchen Aussagen und vom Tabellenplatz nicht täuschen lassen und muss eine ordentliche und konzentrierte Leistung erbringen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

 

 

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während in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, der TV Kirchzell pausiert, tritt die HSG Hanau im Derby beim TV Gelnhausen an. 

Kirchzells Trainer Povilas Babarskas trainiert mit seiner Mannschaft “völlig normal durch. Zwischendurch gibt es eine kleine Weihnachtsfeier und dann geht der Alltag weiter”, sagt er.

 

TV Gelnhausen empfängt HSG Hanau

Anders schaut es bei Gelnhausen aus. Am Samstag empfängt der TVG die HSG Hanau zum prestigeträchtigen Main-Kinzig-Derby in der Rudi-Lechleidner-Halle (20 Uhr). Es ist das Nachholspiel des ersten Spieltags der Staffel Süd-West und für viele Handballfans in der Region, das emotionale Highlight des Jahres. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten spürbar. 

Mit 18:4 Punkten rangiert der TV Gelnhausen aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Zwar gab es am vergangenen Wochenende gegen Tabellenführer HG Saarlouis mit 26:30 (11:15) die erste Niederlage der laufenden Spielzeit, doch die Leistung über weite Strecken stimmt zuversichtlich. „Die Freude auf das Derby ist riesig“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger. „Im Spiel gegen Saarlouis sind wir etwas unter unseren Möglichkeiten geblieben und haben einige Dinge mitgenommen, die wir jetzt besser machen wollen. Wichtig wird vor allem sein, dass wir in so einem hitzigen Derby einen kühlen Kopf bewahren und 60 Minuten lang unsere Topleistung aufs Spielfeld bringen.“

Auch die HSG Hanau musste in der Vorwoche mit 23:34 (10:14) beim Longericher SC Köln ihre erste Auswärtsniederlage hinnehmen, reist aber mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen mit gestärktem Selbstvertrauen an. Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit überraschenden Punktverlusten hat sich das Team von dem, zu Saisonbeginn aus Dutenhofen gekommenen, Trainer Axel Spandau längst stabilisiert und steht mit 13:9 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Besonders gefährlich präsentierte sich dabei David Rivic, der mit bereits 75 Saisontoren zu den gefährlichsten Kreisläufern der Liga gehört. Bei aller Statistik ist aber allen Beteiligten klar: In einem Derby zählen keine Zahlen, sondern Leidenschaft, Kampfgeist und Nervenstärke.

Schon das letzte Heimspiel gegen die HSG Hanau im April dieses Jahres war ein Spektakel. Vor 1.500 Zuschauern siegten die Barbarossastädter mit 34:28 (17:13), ein emotionaler Triumph, den viele Fans noch in bester Erinnerung haben. „Auch jetzt wollen wir wieder ein geiles Spiel abliefern und hoffen auf eine tolle Kulisse“, so Geiger. „Aber das wird auf gar keinen Fall ein einfaches Spiel.“

Die Grimmstädter haben sich im Sommer prominent verstärkt. Königstransfer Luka Böhm, zuvor unter anderem in der ersten spanischen Liga und der 2. Bundesliga aktiv, soll der Mannschaft neue Impulse geben. Neben ihm verstärkt auch Jan-Philipp Winkler (HLZ Friesenheim-Hochdorf II) das Hanauer Team. Zusammen mit etablierten Kräften wie Rivic, Benedikt Müller und Cedric Schiefer verfügt Hanau über eine erfahrene und eingespielte Mannschaft.

Gerade in hitzigen Spielen wie gegen Hanau wird es darauf ankommen, die richtige Balance zwischen Kampf und Konzentration, zwischen Emotion und Struktur zu finden. Geiger: „Wir dürfen uns auf nichts einlassen, müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und eine variable und aggressive Abwehr stellen. Die Hanauer haben viel individuelle Qualität und darauf müssen wir vorbereitet sein.“

„Hanau gegen Gelnhausen, das ist das heißeste Derby, was es überhaupt gibt“, äußert sich HSG-Cheftrainer Axel Spandau vor der Kracher-Begegnung am ersten Adventswochenende. „Wir haben zwar eine Niederlage im Rücken, aber die wollen wir so nicht stehen lassen und stattdessen zeigen, was wir draufhaben.“ Während der TVG eine ausverkaufte Halle erwartet, fahren viele Hanauer Anhänger des Blauen Blocks mit einem extra bereitgestellten Linienbus der Hanauer Straßenbahn GmbH nach Gelnhausen.

Die Rudi-Lechleidner-Halle wird heute Abend aus allen Nähten platzen. Bereits zu Wochenbeginn waren über 1000 Tickets verkauft.

 

 

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Beim Handball Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden gibt es tolle Neuigkeiten. Gleich drei wichtige Spieler haben im Team von Trainer Sommer verlängert. Kapitän Flo Stenger, Simon Brandt und Philip Wunderlich bleiben an Bord.

In der Pressemitteilung heißt es:

Aktuell Tabellenplatz zwei -nach Minuspunkten sogar Ligaspitze- und jetzt noch ein starkes Zeichen in der Kaderplanung:

Kapitän Flo Stenger, der damit in seine beeindruckende 14. Saison bei den Baggerseepiraten geht, sowie Abwehrbollwerk Philip Wunderlich bleiben jeweils bis 2027 an Bord. Spielmacher Simon Brandt hat seinen Vertrag langfristig bis 2028 verlängert. Mit diesem Trio hält die HSG wichtige Eckpfeiler des Teams und stärkt zugleich die sportliche wie menschliche Stabilität.

Stimmen zur Vertragsverlängerung:

Flo Stenger: „14 Jahre bei einem Verein – das macht man nur, wenn man sich zu hundert Prozent wohlfühlt. Die HSG ist für mich Heimat. Wir haben eine besondere Mannschaft und eine starke Gemeinschaft. Ich freue mich darauf, weiterhin Verantwortung zu übernehmen und mit dem Team Schritt für Schritt voranzugehen.“

Simon Brandt: „Ich freue mich sehr über die langfristige Perspektive hier in Rodgau. Die HSG bietet ein tolles Umfeld, in dem ich großes Vertrauen spüre. Wir haben eine junge spannende Mannschaft und ich freue mich weiterhin ein Teil davon zu sein.“

Philip Wunderlich: „Ich fühle mich hier unheimlich wohl. Wir haben ein vertrautes Umfeld, das sehr viel Spaß macht. Ich sehe großes Potenzial in der Mannschaft und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir weiter so erfolgreich agieren werden.“

Sportlicher Leiter Marco Rhein: „Diese drei Verlängerungen sind ein wichtiges Signal – sportlich wie menschlich. Simon, Flo und Philip prägen unsere Mannschaft auf und neben dem Feld mit. Ihre Zusage zeigt, dass sie den Weg der HSG weiter mit voller Überzeugung mitgehen. Gerade die Mischung aus Erfahrung, Identifikation und Leistungsbereitschaft macht dieses Trio so wertvoll. Für unsere künftige Entwicklung ist diese Kontinuität ein ganz wichtiger Baustein.“

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kam der TV Kirchzell mit einem feinen Sieg aus Friesenheim-Hochdorf zurück. Die HSG Hanau hingegen kam mit einer Niederlage aus Köln zurück sowie der TV Gelnhausen, der in Saarlouis verlor. Die HSG Rodgau Nieder-Roden nahm die Punkte aus Homburg mit nach Hause.

 

TV Kirchzell mit feinem Sieg

Schon zu Beginn setzte sich der TVK ab und führte kurz vor der Pause mit 10:5. Das Tempospiel der Hausherren konnten die Gäste gut egalisieren, das Rückzugsverhalten war gut und die Abwehr stand sehr gut. 
 
TVK kontrollierte auch Halbzeit zwei
 
Nach dem Wechsel blieben die Gäste am Drücker und behielten die Ruhe als die Hausherren bis auf zwei Tore herankamen. Schnell wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Zwar kämpfte Friesenheim-Hochdorf bis zum Schluss und wollte sich nicht geschlagen geben. Doch der TVK agierte zu abgeklärt und ließ nichts mehr anbrennen. “Gratulation an meine Mannschaft. Sie hat alles gut umgesetzt und sehr stark gespielt. Mit der Abwehr und mit der Disziplin, wie meine Jungs aufgetreten sind, war ich sehr zufrieden. Zwar wollten wir nur 22 Tore kassieren, doch am Ende haben wir uns noch eins gefangen. Der Gegner hat ein junges Team mit vielen Erfahrenen und die mussten wir in Schach halten. Das haben wir mit einer guten Einstellung super gemacht.”
 
 
 
Nieder-Roden gewinnt in Homburg

Die Baggerseepiraten bleiben weiterhin in der Erfolgsspur, denn auch das siebte Spiel in Serie endete mit einem doppelten Punktgewinn. Beim TV Homburg gewann die HSG mit 41:32 (22:14), vor allem dank der bärenstarken Offensive. Mit mittlerweile zehn ungeschlagenen Partien hintereinander stellten die Jungs von Trainer Christian Sommer einen Rekord in der HSG-Historie auf. Lohn der Arbeit: Nach der gleichzeitigen Niederlage des TV Gelnhausen in Saarlouis sind die Rodgauer – zumindest nach Minuspunkten – Tabellenführer der Südwest-Staffel.

Die Partie im Saarland begann ohne viel Abtasten. Beide Mannschaften nahmen es mit dem Begriff „Abwehrarbeit“ nicht allzu genau und legten ihr Augenmerk eher aufs Tore erzielen. So fielen die Treffer in einem atemberaubenden Tempo, nach nicht einmal zehn Minuten hatte es schon insgesamt 15-mal in den Tornetzen eingeschlagen. Als Weiland das 10:15 für seine Farben erzielte, bekamen die Baggerseepiraten auch in der Defensive endgültig Zugriff auf die Partie. Mit einem eigenen 5:0-Lauf stellten die Gäste beim 10:18 den vorentscheidenden Abstand her. Zu diesem Zeitpunkt musste Nico Planken schon von Aussen zuschauen, nach einer unglücklichen Aktion bekam er die Rote Karte. Ein Schicksal, das auch Nils Hassler in der zweiten Halbzeit ereilen sollte. „Das waren zwei harte aber vertretbare Entscheidungen“, so Cheftrainer Christian Sommer im Anschluss an die Partie. Größere Auswirkungen aufs Spielgeschehen hatte das glücklicherweise nicht, denn die Rodgauer konnten mit reichlich Qualität von der Bank auffüllen.

Spiel plätscherte dahin

Nach dem 14:22-Halbzeitstand plätscherte die Partie vor sich hin. Der TV Homburg zeigte eine engagierte Leistung, war an diesem Abend aber nicht in der Lage, die Baggerseepiraten ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Immer wieder fanden die Rodgauer gute Lösungen, hatten bei ihren Abschlüssen zwar einige Male noch Pech mit Pfosten- oder Lattentreffer, verwalteten den Vorsprung aber im Stile einer Spitzenmannschaft. Die Verantwortung wurde auf viele Schultern verteilt, erneut war es die mannschaftliche Geschlossenheit, die wie schon im Laufe der gesamten Runde den entscheidenden Faktor gegen keineswegs enttäuschende Gastgeber darstellte.

 

TV Gelnhausen verliert Spitzenspiel in Saarlouis

Die beeindruckende Serie des TV Gelnhausen ist gerissen und die Rot-Weißen verloren im Topspiel bei der HG Saarlouis mit 26:30 (11:15) und mussten damit die erste Niederlage der laufenden Saison hinnehmen. Vor ausverkauftem Haus in der Stadtgartenhalle sorgten 1.500 Zuschauer, darunter rund 50 lautstarke Fans aus Gelnhausen, für eine packende Atmosphäre. Trotz der Niederlage bleibt der TVG mit 18:4 Punkten auf Platz drei der Tabelle, während Saarlouis die Spitzenposition verteidigte.

„Wir haben uns trotz der Ausfälle viel vorgenommen, besonders was die Zweikämpfe betrifft. Das haben wir im Großen und Ganzen auch gut umgesetzt, aber es haben oft die letzten fünf Prozent Konsequenz von uns gefehlt. Außerdem haben wir insgesamt zu viele Fehler gemacht, um gegen so ein starkes Team wie Saarlouis bestehen zu können“, sagte Chefcoach Matthias Geiger nach der Partie.

Saarlouis erwischte den besseren Start und legte mit zwei schnellen Toren vor. Gelnhausen blieb zwar in Schlagdistanz, ließ jedoch immer wieder Chancen liegen, auch aufgrund zahlreicher technischer Fehler und eines glänzend aufgelegten HG-Keepers Michel Fiedler, der unter anderem zwei Siebenmeter von TVG-Kapitän Jonathan Malolepszy hielt.

In der 16. Minute gelang Torhüter Daniel Drozdz ein sehenswerter Treffer über das gesamte Feld ins verwaiste Tor der Saarländer zum 6:6-Ausgleich. Doch danach folgten vier torlose Minuten der Barbarossastädter, in denen zwei Ballverluste und zwei Paraden von Fiedler sowie eine hohe Effektivität der Hausherren einen 6:10-Rückstand für den TVG bescherten. Geiger reagierte mit einer Auszeit, doch bis zur Pause konnten seine Jungs den Rückstand nur leicht verkürzen. Beim Stand von 11:15 wurden die Seiten gewechselt.

Saarlouis machte weiter Druck

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte fanden die Gelnhäuser offensiv kaum Lösungen, während Saarlouis weiter Druck machte und sich beim Stand von 17:11 in der 36. Minute erstmals auf sechs Tore absetzen konnte. Doch Gelnhausen gab sich nicht auf. Angeführt von einem unermüdlichen Fynn Hilb, der mit sieben Toren zum besten Torschützen der Partie avancierte, kämpfte sich der TVG langsam wieder heran. Auch Yannick Mocken und Kapitän Malolepszy übernahmen Verantwortung im Angriff. Sie erzielten in der Partie jeweils fünf Treffer und hielten die Rot-Weißen im Spiel.

In der 45. Minute verkürzte der TVG durch Max Bechert auf 17:21. Das Spiel blieb umkämpft, die Defensive der Gelnhäuser arbeitete hart, zwang Saarlouis zu schwierigen Würfen. Doch im Angriff fehlte es weiterhin an der letzten Konsequenz. Fehlwürfe, technische Fehler und ein starker Fiedler verhinderten mehrfach, dass Gelnhausen den Rückstand entscheidend verkürzen konnte. „Ab der 45. Minute waren wir im Positionsangriff klar besser und haben uns mehrfach rangekämpft. Aber dann unterlief uns immer wieder ein technischer Fehler, ein Fehlwurf oder wir haben einen Tempogegenstoß vergeben“, so Geiger.

Richtig spannend wurde es ab der 55. Minute, als Jannik Geisler zum 24:26 traf und der TVG auf zwei Tore heranrückte. Die mitgereisten Fans machten nun auf sich aufmerksam und unterstützten lautstark ihre Mannschaft. Doch die Hoffnung währte nur kurz. Saarlouis reagierte eiskalt mit zwei schnellen Treffern zum 28:24, was die Vorentscheidung bedeutete. Zwar versuchte Geiger mit einer offensiven Deckung noch einmal alles, doch der Rückstand ließ sich nicht mehr aufholen. Am Ende verlor der TV Gelnhausen das Spiel mit 26:30 gegen einen Gegner, der an diesem Abend stärker war.

„Heute haben wir einfach zu viele Fehler gemacht und Saarlouis hatte einen überragend aufgelegten Torhüter“, so Geiger. „Aber wir freuen uns schon auf das Rückspiel. Da können wir einige Sachen noch besser machen und das wollen wir dann unbedingt zeigen.“

 

 

Auswärtsserie reißt in Köln

Einen gebrauchten Abend erwischte die HSG Hanau beim Longericher SC Köln. Nach zuletzt sechs ungeschlagenen Partien in der Fremde, verloren Bergold, Kleemann & Co. zum ersten Mal in dieser Saison ein Auswärtsspiel. Beim 23:34 (10:14) schaffte es die HSG-Sieben nicht, an ihre spielstarke Leistung aus dem Derby gegen Münster anzuknüpfen. Dabei haderte das Team vor allem mit seiner Chancenverwertung und einer schwachen Phase nach dem Beginn der zweiten Halbzeit.

„Wir sind mit hohen Erwartungen nach Köln gefahren und jetzt ist unsere Auswärtsserie gerissen, obwohl es eigentlich 45 Minuten lang nicht danach aussah“, äußerte sich HSG-Chefcoach Axel Spandau nach der Begegnung enttäuscht. Eine erfreuliche Nachricht: Bei der HSG gab Dennis Gerst (3 Tore) sein Comeback. Der Allrounder hatte seit dem 1. Saisonspiel mit einer Handverletzung pausieren müssen.

Vor rund 400 Zuschauern in der Sporthalle der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule in Köln war Hanau gegen den LSC eigentlich gut in die Partie gestartet. Rechtsaußen Sebastian Hein hatte die Grimmstädter mit 1:0 nach 40 Sekunden in Führung gebracht. Doch schnell deutete sich an, dass die Aufgabe in Köln eine ordentliche Herausforderung für die Hessen werden würde. Während Hanau mit sechs ungeschlagenen Auswärtsspielen in Folge in Nordrhein-Westfalen angetreten war, hatte der LSC in sieben Partien in Folge nicht mehr verloren.

Dementsprechend selbstbewusst kam Longerich auch auf die Platte. Die Hausherren ließen den Ball laufen und drehten das Spiel zu einer eigenen 6:2-Führung in der 12. Minute. Spandau nahm daraufhin die Auszeit. „Bereits in der ersten Halbzeit haben wir sehr viele Chancen vergeben, vor allen Dingen von den Außenpositionen. Das hat uns einen besseren Zwischenstand zur Pause vermiest.“ Mit dem 7:11 (25.) per Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold hielt Hanau aber den Anschluss an die Gastgeber und war beim 10:14 zur Halbzeit, nach einem starken Rückraumwurf von Cedric Schiefer, noch in Schlagweite. Auch Benedikt Müller zeichnete sich bei der HSG mit einigen Glanztaten aus.

Anschluss verloren

„Die Phase nach der Halbzeitpause war dann, als hätten wir erst einmal eine Schlaftablette genommen“, ärgerte sich Spandau. Longerich machte merklich Druck, während Hanau im Angriff an LSC-Keeper Roman Babic scheiterte. Dabei hatte das Team auch Pech, als eine Siebenmeterparade von Saad Khan wieder beim Gegner landete und Longerich so das 17:10 (33.) erzielte. Mit dem 11:18 (36.) von Jan-Philipp Winkler schaffte es Hanau zunächst den Torlauf der Gastgeber zu stoppen.

„Wir haben ein paar kleine taktische Umstellungen gemacht, die auch gefruchtet haben“, so Spandau. Mit viel Willensstärke kämpfte sich Hanau in der Folge nochmal heran. In Unterzahl bediente Schiefer mit einem mustergültigen Pass David Rivic – das 16:21 vom agilen Kreisläufer. Nur eine Minute später war Lukas Böhm nach einer Balleroberung zum 17:21 erfolgreich (43.). „Leider hatten wir danach eine ganze Reihe an Fehlwürfen und technischen Fehler“, stellte Spandau fest. Vom 22:17 (45.) zog Longerich so bis auf 27:17 (51.) davon – der Knackpunkt des Spiels.

„Das ist natürlich eine deftige Niederlage für uns“, so der Hanauer Coach. „Aber das müssen wir jetzt so akzeptieren und die richtigen Lehren daraus ziehen. Gerade im Derby gegen den TV Gelnhausen muss meine Mannschaft emotional eine ganz andere Vorstellung zeigen.“

 

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In der zweiten Handball Liga verlor der noch immer arg dezimierte TV Großwallstadt beim Aufstiegsaspiranten SG BBM Bietigheim mit 25:35 (14:18). Dies war die dritte Niederlage in Folge bei einem Favoriten.

Bei der SG BBM Bietigheim konnte TVG-Trainer André Lohrbach erneut nicht auf einen vollen Kader zurückgreifen. Vor allem der Ausfall der beiden Linkshänder Yessine Meddeb und Max Horner wog schwer. Daher stand erstmals im Kader des TVG Niklas Ihmer, dessen Zweifachspielrecht mit dem Drittligisten TV Kirchzell genutzt wurde. Torhüter Stefan Hanemann hatte seinen grippalen Infekt überwunden, konnte allerdings keine einzige Trainingseinheit absolvieren. Dmytro Redkyn war wiederholt nicht einsatzfähig.

SG BBM Bietigheim dominiert Halbzeit eins

Dennoch wollten die Gäste dem Tabellendritten Paroli bieten. Dass dieser heiß auf eine Revanche war, machte sich vor Anpfiff bemerkbar. Der Hallensprecher betonte immer wieder, dass die Bietigheimer noch eine Rechnung mit dem TVG zu begleichen hatten. Der Stachel der Niederlage im DHB-Pokal saß tief. Und so präsentierte sich das Team von Iker Romero von Beginn an hochmotiviert und torgefährlich. Ex-TVGler Alexander Pfeifer traf zum 1:0 bevor Sebastian Trost trotz des Handicaps einer Schiene zum 1:1 einnetzte. Juan de la Pena erhöhte auf 2:1, Axel Skaarnæs glich zum 2:2 aus. Jonathan Fischer legte für die SG vor, Connar Battermann für den TVG nach. Dann aber zeigten die Unterfranken erste Schwächen und der Gastgeber legte einen 4:0-Lauf zum 7:3 hin. Knapp acht Minuten später erlöste Mario Stark sein Team und traf zum 7:4. Der TVG gab sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, legte alles in die Waagschale und erzielte seinerseits drei Treffer in Folge zum 7:8. Leider blieb das Unentschieden aus. SG-Trainer Romero nahm die Auszeit und seine Spieler zeigten wieder vollen Einsatz und hohe Konzentration, so dass Bietigheim mit einem komfortablen 18:14-Vorsprung in die Katakomben ging.

Revanche gelungen

Nach der Halbzeitpause war es erneut Fischer, der zum 19:14 traf. TVG-Kapitän Patrick Gempp legte nach. Doch die Gäste leisteten sich wiederholt Fehler, die der Gastgeber konsequent bestrafte. Ein erneuter 4:0-Lauf brachte die SG mit 24:16 in Front und stellte die Weichen auf Heimsieg. Diesen ließ sich der Hausherr auch nicht mehr nehmen und die Revanche war geglückt. Die SG BBM Bietigheim gewann letztlich souverän mit 35:25.

SG-Spieler Jonathan Fischer sagte nach Spielschluss: “Für den TVG war es sehr schwer ohne Linkshänder. Wir haben ein unfassbar gutes Spiel gezeigt und ich bin rundum zufrieden.”

TVG-Spieler Finn Wullenweber meinte: “Glückwunsch der SG zum Erfolg. Ich denke, das Ergebnis war etwas zu deutlich, obwohl wir in der Abwehr nicht den Zugriff hatten wie gewohnt und im Angriff nicht die Lösungen gefunden haben. Wir hatten jetzt drei Topteams in Folge, dreimal hat es nicht geklappt. Aber wir haben immer alles reingehauen und schauen nach vorne.”

Fokus auf nächstes Heimspiel

Für den TVG  heißt es nun, die letzten drei Spiele abzuhaken und sich voll auf das Heimspiel am 30.11.2025 gegen den Dessau-Roßlauer HV zu konzentrieren. In Großwallstadt hofft man auf die Rückkehr der Stammspieler im rechten Rückraum und will dann wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

 

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In der Handball Regionalliga kam die TuSpo Obernburg zu einer Punkteteilung gegen Petterweil. Die HSG Bieberau/Modau gewann deutlich gegen Hüttenberg II.

 

Großer Kampf brachte Punktgewinn

Die TuSpo Obernburg holte gegen den Tabellenzweiten TV Petterweil ein verdientes 28:28 (12:11). Dabei musste der Gastgeber im schweren Heimspiel gegen den letztjährigen Vizemeister auf die verletzten bzw. kranken Leon Steinbrecher, Thomas Keck und Ben Müller verzichten. Allerdings zeigte die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck von Beginn, dass sie dem großen Favoriten keinesfalls die Punkte schenken wollte. In der voll besetzten Valentin-Ballmann-Halle verliefen die ersten 15 Minuten völlig ausgeglichen und die Gastgeber stellten Petterweil mit einer aggressiven offensiven Abwehr vor große Probleme. Bei der 7:6-Führung in der 20. Minute hatten Magnus Heinz „auf der 1“ und der starke Mittelblock großen Anteil und im Angriff setzten die agilen Tom Müller und Jesper Kunkel die Akzente. Beim 10:8 nach 25 Minuten lagen die Römerstädter dann zum ersten Mal mit zwei Toren vorne und immer als es wieder einmal brenzlig wurde, sorgte Torhüter Jonathan Bausch mit tollen Paraden dafür, dass die knappe Führung auch beim 12:11 beim Pausenpfiff noch Bestand hatte.

TuSpo weiter kampfstark

Nach dem Seitenwechsel wollte der Vizemeister dann für klare Verhältnisse sorgen, ging mit 15:13 und später mit 17:14 in Führung, aber die kampfstarke TuSpo kam mit einem Doppelpack von Max Roos zum 16:17 in der 40. Minute wieder näher. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein Kampfspiel vom Feinsten und die begeisterten TuSpo-Fans hatten ihre helle Freude an der leidenschaftlich geführten Partie. Mit zwei Toren in Folge sorgte Spielführer André Göpfert beim 19:19 in der 43. Minute für den Ausgleich und auch als sich die Gäste wieder mit einer Zwei-Tore-Führung nach 50 Minuten beim 22:24 etwas absetzten, waren die Hausherren noch lange nicht geschlagen und kamen mit Hilfe von „Teufelskerl“ Jonathan Bausch im TuSpo-Kasten wieder zum 25:25-Ausgleich. In der Crunchtime der spannenden Partie hielt es keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitz und als Tobias Raab 90 Sekunden vor Schluss zur viel umjubelten 28:27-Führung einnetzte und Jonathan Bausch wenig später noch einen Siebenmeter entschärfte, waren die TuSpo-Fans völlig aus dem Häuschen. Den Gästen gelang zwar 14 Sekunden vor Schluss noch der 28:28-Ausgleich, aber der unerwartete Punktgewinn fühlte sich wie ein Sieg an.

Auch Trainer Philipp Wollbeck war begeistert von seiner Mannschaft und sagte nach dem Spiel: „Ich glaube, wir haben uns durch einen großen Kampf vor einer phantastischen Kulisse einen Punkt gegen eines der Top-Teams der Regionalliga verdient. Mit 60 Minuten leidenschaftlicher Abwehrarbeit haben wir die ein oder andere Schwäche im Angriff ausgeglichen und deswegen ein gerechtes Unentschieden erkämpft, mit dem wir sehr zufrieden sind.“

 

TuSpo Obernburg:

Jonathan Bausch, Florian Eberhardt; Tobias Raab (6), Tom Müller (5), Jesper Kunkel (4), Connor Scheuring (4/2), Max Roos (3), André Göpfert (3), Magnus Heinz (2), Nicolas Mohr (1), Niklas Geck, Nicolas Reus, Julian Klimmer.

 

 

Bieberau mit starkem Angriff

Mit einem 40:33 (19:12)-Erfolg kam die HSG Bieberau/Modau vom TV Hüttenberg II zurück. Mit diesem Sieg verbesserten sich die Falken um zwei Tabellenplätze und nehmen aktuell Platz fünf in der Tabelle ein.

Von Anfang an war erkennbar, dass sich Hüttenberg etwas vorgenommen hatte und keineswegs eine weitere Niederlage kassieren wollte. Doch die Gäste waren darauf gut vorbereitet und machten die Bemühungen der Hüttenberger schnell zunichte. Martin Juzbasic hielt wieder einmal überragend (insgesamt bis zum Ausscheiden in der 40. Minute 17 Paraden) und ließ die Hüttenberger Angreifer verzweifeln. Dazu stand die Abwehr stabil in Halbzeit 1 und im Angriff wurden wenige Fehler gemacht. Hüttenberg mühte sich und konnte lange Zeit in Schlagdistanz bleiben, aber die Dominanz der Falken war zu jeder Sekunde spürbar. Nach 20 Minuten stand es 8:11 und zur Halbzeit 12:19.

Trainer Thomas Weber verzichtete erneut auf seinen Top Spieler Robin Büttner (Rückenprobleme) und die Mannschaft kompensierte sein Fehlen mit einer erneut guten Leistung. Der Sieg kam durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande, wenn auch zwei Akteure bei den Bieberau/Modauern erneut heraus ragten. Damjan Jajic war wieder nicht zu bremsen und erzielte 13 Tore, Kevin Kunzendorf stand ihm in nichts nach und konnte elf Tore erzielen.

Aufgrund der starken Überlegenheit, nahmen die Gäste in Halbzeit zwei das Tempo etwas heraus und verloren auch etwas die Konzentration in der bis dahin stabilen Abwehr. Das gab Hüttenberg Gelegenheit noch einmal Mut zu schöpfen und nach einem 16:28 in der 40. Spielminute noch einmal auf 31:36 in der 56. Spielminute heran zu kommen. Der HSG-Sieg war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet und so konnte Trainer Thomas Weber dosiert mit den Einsatzzeiten seiner Spieler umgehen.

Trainer Thomas Weber sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns taktisch gut verhalten und Hüttenberg nicht ins Spiel kommen lassen. Die Fehlerquote wurde erneut verbessert und im Angriff lief vieles gut zusammen. Unsere Abwehr muss noch stabiler werden, daran werden wir weiter fleißig arbeiten. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den Auswärtssieg bei einer Mannschaft, die sich nie aufgab und bis zum Schluss beherzt kämpfte.“

 

HSG Bieberau/Modau:

Juzbasic, Trautmann; Diesterweg, Jajic 13, Günther, Lubar 3, Schenkel 2, Kunzendorf 11/3, Hübscher 3, König 1, Trautmann, Weber 3, Becker 4.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga tritt der TV Kirchzell am Sonntag beim  HLZ Friesenheim-Hochdorf II an. Die HSG Hanau muss am Samstag zum Longericher SC Köln und der TV Gelnhausen gastiert am Samstag bei der HG Saarlouis. 

 

Kirchzell tritt in Friesenheim-Hochdorf an

Der TV Kirchzell muss am Sonntag um 17 Uhr beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II an. Die Gastgeber stehen derzeit auf Platz elf der Tabelle und ist so ein bisschen das Überraschungsei der Liga. Bedingt durch viele Doppelspielrechte mit der ersten Mannschaft tritt das Team immer mal wieder mit veränderter Aufstellung an. “Da ist es etwas schwierig, sich so richtig vorzubereiten”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. Weiter sagt der Coach, dass Friesenheim gute Rückraumspieler in seinen Reihen hat, wie Marcel Reis oder den Linkshänder Niclas Josten. Auch Kreisläufer Simon Schwarz gehört mit zu den Aktivposten. Der Gegner spielt eine kompakte, aggressive Abwehr und die Ergebnisse, die er daheim erzielt hat, waren stets knapp. 

Babarskas hofft, dass er wieder auf den zuletzt fehlenden Louis Hauptmann zurückgreifen kann (Grippe), vielleicht kann auch Tom Spieß aushelfen. Das bleibt aber abzuwarten. Wie es mit Oleh Soloviov ausschaut, bleibt ebenfalls abzuwarten. 

 

 

TV Gelnhausen vor Topspiel in Saarlouis

Auf den TV Gelnhausen wartet am Wochenende die wohl bislang größte Herausforderung der Saison. Am Samstag gastieren die Rot-Weißen um 20 Uhr beim Tabellenführer in der Stadtgartenhalle in Saarlouis. Die HG Saarlouis hat sich im Sommer neu aufgestellt und verfolgt seither mit Nachdruck das Ziel, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Doch auch der TV Gelnhausen spielt eine herausragende Saison und will jede Gelegenheit nutzen, um seine beeindruckende Serie auch im elften Spiel fortzusetzen und ungeschlagen zu bleiben.

Nach zehn Partien ist der TVG von Cheftrainer Matthias Geiger weiterhin als einziges Team der Staffel Süd-West ungeschlagen und rangiert mit 18:2 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Lediglich gegen den Longericher SC Köln (29:29) und das HLZ Friesenheim-Hochdorf II (31:31) gaben die Gelnhäuser jeweils einen Punkt ab. 

Mit der HG Saarlouis wartet nun aber ein Gegner von ganz anderem Kaliber. Der Vorjahres-Vierte hat sich über den Sommer mit viel Erfahrung und namhaften Neuzugängen massiv verstärkt. Mit Jörg Lützelberger übernahm ein ausgewiesener Fachmann das Traineramt, der zuvor unter anderem die HSG Konstanz zweimal in die 2. Bundesliga führte. Zudem ist mit Markus Baur ein echter Welt- und Europameister als Sportdirektor aktiv. Beide bringen nicht nur sportliche Expertise, sondern auch klare Ambitionen für den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit.

Dass dies keine leere Floskel ist, zeigt ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf. Mit 20:4 Punkten steht die HGS an der Tabellenspitze. Nur gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (30:32) und die HSG Rodgau Nieder-Roden (32:34) setzte es jeweils knappe Auswärtsniederlagen. Ansonsten beeindruckte Saarlouis zumeist mit deutlichen Siegen und wenig Gegentoren wie beispielsweise gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II (34:19) oder die MT Melsungen II (27:18). Die individuelle Klasse und Tiefe des Kaders machen Saarlouis zum wohl komplettesten Team der Liga und damit zum Favoriten im anstehenden Duell.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger weiß um die Schwere der Aufgabe: „Saarlouis ist eine absolute Topmannschaft. Sie haben ganz viel Erst- und Zweitligaerfahrung im Kader und dazu ist es noch ein Auswärtsspiel. Saarlouis hat eine bewegliche Abwehr, gefährliche Rückraumschützen und ein starkes Tempospiel. Im Grunde haben sie alles. Uns ist bewusst, dass wir eine absolute Topleistung brauchen, um da zu bestehen.“ Doch Geiger will sich mit seinem Team nicht verstecken: „Wir wollen ein richtig gutes Spiel abliefern. Dafür müssen wir die Fehlerquote deutlich minimieren, unsere Abwehr sehr stabil stellen, wenig Chancen zulassen und über 60 Minuten am Limit spielen. Wenn wir das schaffen, haben wir auch gegen so einen Gegner eine Chance.“

In der letzten Spielzeit gewann der TV Gelnhausen beide Partien gegen Saarlouis, auswärts mit 36:34 (14:15) und zuhause mit 40:28 (21:13). Doch die Voraussetzungen sind diesmal völlig andere, denn die neue Mannschaft aus Saarlouis ist kaum mit der vom letzten Jahr zu vergleichen. „Die individuelle Qualität ist extrem hoch“, betont Geiger. „Aber wir wollen uns mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit dagegenstellen. Wir müssen hundert Prozent von unserer Leistung und unserem Können abrufen und darauf bereiten wir uns in der Trainingswoche vor.“

 

 

HSG Hanau vertraut auf starke Auswärtsserie

Eine Woche nach dem ersten Heimsieg in 2025/26 ist die HSG Hanau am Samstagabend (19:30 Uhr / Sporthalle der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule Köln) beim Longericher SC Köln gefordert. Gegen den Tabellenvierten bauen die Grimmstädter vor allem auf die eigene Auswärtsstärke, denn in sechs von sieben Spielen in der Fremde ging die HSG bislang als Sieger vom Feld.

„Das wird ein super schweres Auswärtsspiel, gegen einen ambitionierten Gegner, der sich eigentlich das Ziel gesetzt hat, am Ende der Saison unter den ersten drei oder vier Mannschaften der Staffel zu landen“, sagt HSG-Cheftrainer Axel Spandau. Zudem ist Longerich seit sieben Spielen ungeschlagen und erkämpfte sich in der Vorwoche ein 32:32-Unentschieden beim TV Kirchzell. Mit 18:4 Punkten grüßen die Gastgeber von Rang fünf, während sich Hanau – mit zwei Spielen weniger und 13:7 Zählern – auf Platz sieben einsortiert hat.

Schon in der vergangenen Spielzeit hatten sich die Kölner und ihr Trainer Christian Stark ehrgeizige Ziele gesetzt. Am Ende gelang der Mannschaft ein guter dritter Tabellenrang, wobei der SC auch zwei Mal gegen die HSG Hanau gewann. Das Rückspiel in Longerich war in der vergangenen Rückrunde aber durchaus eine Begegnung auf Augenhöhe. „Bislang hatten wir eine gute Vorbereitung auf dieses Spiel“, so HSG-Torhüter Saad Khan. „Im letzten Jahr hatten wir ein paar Probleme in Köln, aber jetzt wollen wir an die erfolgreiche erste Halbzeit gegen Münster anknüpfen – auswärts hatten wir zuletzt ohnehin einen guten Lauf.“

Trotzdem bleibt Longerich für die Brüder-Grimm-Städter eine harte Nuss, denn mit Jonas Kämper und Lennart Niehaus im Rückraum sowie Mittelmann Lennart Wörmann und dem zweitligaerfahrenen Kreisläufer Malte Nolting verfügt das Team über herausragende Individualisten. „Das sind starke Eins-gegen-eins-Akteure, zudem auch noch sehr wurfstark“, meint Spandau. „Außerdem gibt es da auch noch das starke Kreisläuferspiel, das sie haben.“ Dagegen müsse seine Mannschaft schnell den Ball laufen lassen und die eigene Wurfstärke aus dem Rückraum zur Geltung bringen.

Gerade im Rhein-Main-Derby gegen Münster strahlte Hanau jede Menge Torgefahr aus, war oftmals durch Cedric Schiefer und Lukas Böhm aus dem Rückraum erfolgreich und glänzte durch ein fulminantes Tempogegenstoßspiel über den jungen Rechtsaußen Sebastian Hein. „Wir wollen unbedingt diesen Flow, den wir momentan haben, auch mit nach Longerich nehmen und dort unsere Auswärtsserie bestehen lassen“, erklärt Spandau, der bis auf die Langzeitverletzten Dennis Gerst und Björn Gernoth personell aus dem Vollen schöpfen kann.