Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt gab es nach dem vorzeitigen Klassenerhalt am vergangenen Samstag nicht nur unbändige Freude, sondern auch einen großen Wermutstropfen. Linkshänder Yessine Meddeb zog sich im Spiel gegen den ASV Hamm Westfalen eine Sprunggelenksverletzung zu und fällt damit mehrere Wochen aus.

Meddeb fehlt während der Vorbereitung

Nach ausführlicher Diagnostik wird nach aktuellem Stand nicht operiert, sondern konservativ behandelt werden. TVG-Mannschaftsarzt Dr. Manuel Bachmann geht davon aus, dass Yessine Meddeb an der Vorbereitung nicht teilnehmen kann und er Trainer Andrè Lohrbach erst zu Saisonbeginn wieder zur Verfügung stehen wird.

 

 

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Was für ein Kampf. Was für eine Spannung. Und was für eine unendliche Erleichterung nach dem Schlusspfiff. Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat am Wochenende in einer wirklich dramatischen Begegnung gegen den ASV Hamm Westfalen mit 26:25 (13:12) gewonnen, dadurch den Klassenerhalt vorzeitig festgezurrt und wird auch in der kommenden Saison in der zweiten Liga auflaufen.

Beiden Mannschaften war die Brisanz dieser Partie bewusst. Die jeweiligen Trainer hatten ihr Team gründlich auf die anstehenden 60 Spielminuten vorbereitet und den Gegner ausführlich analysiert. Vor knapp 2400 Zuschauern, darunter auch viele mitgereiste Anhänger der Nordrhein-Westfalen, kam es zum angekündigten Showdown. Die Fans sahen ein mitreißendes und enorm spannendes Handballspiel, in dem die Entscheidung erst nach Ablauf der regulären Spielzeit fallen sollte. Definitiv nichts für schwache Nerven, dafür aber Hochspannung und Dramatik pur.

TV Großwallstadt erwischt besseren Start

Den besseren Start erwischte der TV Großwallstadt. Finn Wullenweber, Yessine Meddeb und Connar Battermann brachten die Hausherren mit 3:0 in Front. Bis zum ersten Treffer des Gegners zum 3:1 durch Julius Meyer-Siebert in Minute neun war schon einiges passiert. Tom Jansen erhielt nach einem Foul an Mario Stark zwei Minuten. Jan-Steffen Minerva glänzte mit der ersten Parade im Tor der Gastgeber und dann musste Maxim Schalles eine Zwei-Minuten-Strafe verbüßen. Nach Meyer-Siebert war es Schlussmann Marcos Vinicios Colodeti, der das leere Tor des TVG traf, Andreas Bornemann glich aus. In den folgenden Minuten legte der TVG vor, Hamm egalisierte. In Spielminute 15 nutzte Florian Drosten die Möglichkeit zur ersten Führung (6:5) für sein Team. Doch Tobias Buck traf zweimal hintereinander zum 7:6. Zwei Minuten später nutzte der TVG einen 3:0-Lauf zur 10:7-Führung. Leider verspielte die Mannnschaft von Trainer André Lohrbach diesen Vorsprung wieder, indem Drosten zu drei Toren in Folge kam. Ian Hüter erhöhte auf 11:10. Doch Lars Röller vom Siebenmeterpunkt und Dmytro Redkyn stellten auf 12:11 um. Drosten kam noch einmal zum Ausgleich, bevor Röller wiederholt die Nerven behielt und den Siebenmeter mit dem Pausenpfiff zum 13:12 verwandelte.

Entscheidung fällt im letzten Wurf

Auch in die zweite Hälfte startete der Gastgeber besser. Röller traf den Strafwurf zum 14:12, Redkyn erhöhte auf 15:12. Doch bis zur 40. Minute verspielte der TVG erneut eine Drei-Tore-Führung. Drosten glich zum 16:16 aus, Jakub Sterba stellte die Führung für sein Team her. Doch auch hier blieben die Hausherren ruhig und Röller konnte erneut einen Siebenmeter unterbringen und damit auf die 19:18-Führung umstellen. Beide Mannschaften gaben alles und die Spannung stieg.

Ab der 50. Minute war wieder Großwallstadt am Drücker. Florian Eisenträger und Maxim Schalles verwandelten zum 23:21. Die Crunchtime begann. Buck und Battermann erhöhten auf 25:22, Jonas Stüber auf der Gegenseite sah rot. Wer dachte, die Vorentscheidung sei gefallen, irrte sich. Hüter und Bornemann stellten den Anschluss her. Die Schiedsrichter hatten nun auf beiden Seiten kritische Entscheidungen zu treffen und kamen phasenweise ins Strudeln. Würde es einen Sieger geben oder trennen sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden und die Entscheidung über den Klassenerhalt wird vertagt? Bornemann traf in der 58. Minute zum Ausgleich. Es wurde total hektisch. Keine Mannschaft konnte den Ball im Tor unterbringen. Stürmerfouls auf beiden Seiten und mit dem Schlusssignal der Pfiff zum Siebenmeter für den TV Großwallstadt. Maxim Schalles trat nach dem Schlusspfiff an und verwandelte eiskalt zum 26:25. Damit sicherte sich der TVG den vorzeitigen Klassenerhalt in einem dramatischen Showdown in der Untermainhalle in Elsenfeld.

Ein freudestrahlender TVG-Trainer Andrè Lohrbach sagte anschließend: “Es war der erwartete Kampf. Wir haben die Basis in der Abwehr gelegt und ich glaube, das ist uns gut geglückt. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Zwei-, dreimal hatten wir die Chance mit drei oder sogar vier Toren wegzuziehen. Aber es ist uns nichts leicht von der Hand gegangen. Dass sich Maxim Schalles den letzten Wurf nimmt, hat er verdient und er hat es ja auch super gemacht.”

Dieser hat seinen Vertrag verlängert – wurde am Rande des Spiels bekannt gegeben.

 

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Die Mitglieder des Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) haben jüngst einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen und einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Damit wurden die Beschlüsse aus der Mitgliederversammlung vom 13. Juli 2024 im Rahmen der Strukturreform des Verbands umgesetzt. Bei der Veranstaltung in Ingolstadt wurden sechs Aufsichtsräte ernannt, die direkt nach dem Abschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung zu einer ersten konstituierenden Sitzung zusammengekommen sind.
 
Die Versammlung wurde durch DEB-Präsident Dr. Peter Merten eröffnet, der das Stimm- und Vertretungsrecht sowie die Beschlussfähigkeit der anwesenden Mitglieder feststellte. Kurz danach erhielt der ehemalige DEB-Präsident und aktuelles IIHF Council Mitglied Franz Reindl das Wort und richtete sich mit einer Begrüßungsrede an alle Teilnehmenden. Als nächster Tagesordnungspunkt wurden die verschiedenen Änderungen der Satzung und Ordnungen, die zur Abstimmung standen, vorgetragen. Alle Änderungsanträge des Präsidiums wurden mit den erforderlichen Mehrheiten beschlossen.
 
Neuer Aufsichtsrat wird ohne Gegenstimme gewählt
 
Einer der Hauptpunkte der Einberufung der außerordentlichen Mitgliederversammlung waren die Wahlen der nach der Neufassung der Satzung erforderlichen Aufsichtsratsmitglieder. Die zur Wahl stehenden Personen stellten sich hierbei der Mitgliederversammlung in Kurz-Vorträgen vor, bevor sie sich jeweils zur Wahl stellten. Ohne Gegenstimmen wurden folgende Personen für eine erste Amtszeit von drei Jahren gewählt:
 
  • Dr. Peter Merten (Aufsichtsratsvorsitzender, nominiert von den DEB-Ligen)
  • Jürgen Arnold (nominiert von der DEL)
  • Hauke Hasselbring (nominiert von der DEL)
  • Frank Kottmann (nominiert von der DEL2)
  • Frank Butz (nominiert von den Landesverbänden)
  • Lutz Michel (nominiert von den Landesverbänden)

 

DEB-Präsident Dr. Peter Merten, zukünftig Aufsichtsratsvorsitzender sagte: „Die heutigen Beschlüsse und die Wahl des Aufsichtsrats stellen einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Strukturreform dar. Wir bedanken uns für das eindeutige Votum und das Vertrauen, diesen bedeutenden Schritt zur Professionalisierung unseres Verbands umzusetzen und die Kräfte im deutschen Eishockey weiter zu bündeln. Der Aufsichtsrat wird seine Arbeit umgehend aufnehmen. Wir sind voller Tatendrang und blicken jetzt gemeinsam nach vorne. Begleitend zu den sportlichen Großereignissen, die in naher Zukunft bevorstehen, werden wir die Organisationsstruktur des DEB weiter stärken.“
 
Präsidiumsmitglied Marc Hindelang verabschiedet
 
Nach der Wahl des Aufsichtsrats wurde das Präsidiumsmitglied Marc Hindelang verabschiedet, der elf Jahre sein Amt erfolgreich ausgeübt hatte. Hindelang skizzierte Eckpunkte seiner jahrelangen Tätigkeit und bedankte sich bei allen Anwesenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats fand nach dem Ende der Mitgliederversammlung am Nachmittag ebenfalls in Ingolstadt statt.
 

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“DEB / City-Press GmbH“

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Die Saison in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, mag zwar zu Ende sein, doch für Linkshänder Luca Braun, der in dieser Spielzeit für die HSG Hanau auflief, beginnt im Sommer ein neues Abenteuer. Der 25-Jährige spielt für den Sydney University Handball Club (SUHC). Der Abgang des gebürtigen Dieburgers aus der Grimmstadt steht bereits seit April fest, nach dem letzten Saisonspiel 2024/25 fand seine Verabschiedung statt. Um dem rechten Rückraumspieler nun diese besondere Chance in Sydney zu ermöglichen, beendet die HSG den  noch bis zum 30. Juni laufenden Drittliga-Vertrag mit Braun vorzeitig.

„Als Luca mit der Bitte auf uns zukam, seinen Vertrag in Hanau vorzeitig zu beenden um diese spannende Aufgabe in Australien wahrzunehmen, haben wir diesem Wunsch natürlich sofort entsprochen“, sagt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Wir drücken ihm für das Abenteuer in „Down Under“ die Daumen!“

Bei den “Australia und Oceania Handball Club Championship”, die vom 04. bis zum 08. Juni 2025 stattfinden, will sich der Sydney University Handball Club für die im Herbst anstehende Club-Weltmeisterschaft in Ägypten qualifizieren. Bei der IHF Men’s Club World Championship sind die „Aussies“ einer der bedeutendsten Vertreter des ozeanischen Handballs auf internationaler Ebene.

Der SUHC gilt als absolute Handballhochburg in Sydney und nimmt eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Handballsports in Australien ein. Insgesamt acht Mal qualifizierte sich der Club in den letzten zehn Jahren für die Club-Weltmeisterschaft. Mit Luca Braun im Team soll im Juni die nächste Teilnahme eingetütet werden. Für die sportlichen Ambitionen verfolgt der SUHC eine sehr internationale Ausrichtung und nimmt regelmäßig deutsche Spieler und Trainer für die wichtige Turniersaison unter Vertrag. Darunter in der Vergangenheit auch bekannte Namen wie Kreisläufer Kai Dippe (früher Eulen Ludwigshafen) oder Trainer Michael Roth (viele Jahre Coach der MT Melsungen und des TV Großwallstadt).

„Ich sehe das als kleines Handballabenteuer für mich“, meint Luca Braun. „Als Handballer habe ich bislang nur Gutes über die University of Sydney gehört, zum Beispiel von Lucas Eisenhuth.“ Der HSG-Allrounder Eisenhuth, der seine Karriere in der Jugend der HSG Hanau begann und momentan für die dritte Mannschaft aufläuft, war 2022 für den SUHC beim IHF Men’s Super Globe aktiv. Mit ihm hatte sich Braun vor seiner Zusage natürlich ausgetauscht.

„Das Ganze war natürlich sehr spontan“, fügt Braun hinzu. „Als der Club in den vergangenen Wochen mit dem Angebot auf mich zukam, musste ich aber nicht lange überlegen.“ Für den Rückraumspieler ist es die erste Reise nach Australien überhaupt. Familiäre Bande auf dem Kontinent hat er bereits. Seine Tante lebt in der Nähe von Sydney. „Die kann ich dann endlich einmal besuchen“, so Braun.

Nach seinem Engagement in Australien schließt sich Braun – zusammen mit HSG-Teamkollege Philipp Busse – zur neuen Handballsaison 2025/26 der SG Groß-Umstadt/Habitzheim an, die gerade in die Regionalliga Hessen aufgestiegen ist.

 

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Die Hoffnung nach dem starken Auftritt im Vorlauf war groß, am Ende fehlten 29 Hundertstelsekunden zur greifbaren EM-Medaille: Der Deutschland-Achter musste sich bei den Titelkämpfen im bulgarischen Plovdiv mit Platz vier zufriedengeben. Gold ging an Olympiasieger Großbritannien, gefolgt vom Olympiazweiten Niederlande. Das deutsche Flaggschiff mit Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Julius Christ, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Mattes Schönherr, Paul Klapperich und Steuermann Jonas Wiesen lag über weite Strecken des Rennens auf Medaillen-Kurs, musste sich am Ende aber noch den Italienern geschlagen geben.

„Nach dem überraschend guten Vorlauf war die Medaille unser Ziel. Heute mussten wir Lehrgeld bezahlen. Der Weg nach Shanghai ist noch lang. Wir kämpfen weiter für Platz eins – das ist ja das Ziel von jeder Mannschaft“, sagte Schlagmann Theis Hagemeister. Nach dem großen Ausrufezeichen am Donnerstag, als der Deutschland-Achter gerade einmal elf Hundertstelsekunden über der Weltbestzeit blieb, gelang es im Finale nicht, ein ähnlich gutes Rennen abzuliefern. Die entscheidenden Akzente setzten andere. Lange war es der holländische Achter, der dem Rennen seinen Stempel aufsetzte. Bis zu 1.500-Meter-Marke lagen die Niederländer vorn, wurden schließlich noch vom britischen Achter abgefangen. Ähnlich war es beim DRV-Achter, der sich auf den letzten Metern im Kampf um Platz drei noch von den heranfliegenden Italienern abfangen ließ. Ein Wimpernschlag, mehr war es am Ende nicht.

„Die anderen Boote haben uns heute gejagt und gefangen“

„Vor drei Tagen hat es außergewöhnlich gut geklappt, heute nicht so gut. Wir mussten Lehrgeld bezahlen, wie man unter Druck mit dem Rudern umgeht“, meinte Steuermann Jonas Wiesen. Die Bandbreite der jungen frisch zusammengestellten Mannschaft ist groß. „Wir haben heute unseren Rhythmus und unsere Coolness verloren. Die anderen Boote haben uns heute gejagt und gefangen. Mal gewinnt man, mal lernt man. Nächstes Mal werden wir schlauer sein“, sagte Sönke Kruse. Und Wiesen ergänzte: „Heute gehen wir enttäuscht nach Hause. Unser Ziel bleibt: In Shanghai wollen wir unser bestes Rennen der Saison abliefern.“

 

Ergebnisse:
Achter, Finale:

1. Großbritannien 5:21,22 Minuten. – 2. Niederlande 5:21,46. – 3. Italien 5:24,00. – Deutschland (Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Julius Christ, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Mattes Schönherr, Paul Klapperich, Steuermann Jonas Wiesen) 5:24,29. – 5. Polen 5:32,08. – 6. Rumänien 5:32,90.

 

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Die erste Bewährungsprobe bei der Europameisterschaft im bulgarischen Plovdiv gab es für die neuen jungen Mannschaften aus dem Team Deutschland Achter. Eine Woche nach der Präsentation des Team Deutschland-Achter steht bei den Europameisterschaften schon die erste Bewährungsprobe für die junge Mannschaft bevor. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni trafen und treffen der Deutschland-Achter, der Vierer ohne Steuermann und der Zweier ohne Steuermann im bulgarischen Plovdiv erstmals auf die internationale Konkurrenz aus Europa.

Der Deutschland-Achter geht mit fünf Veränderungen im Vergleich zur vergangenen Saison in die internationalen Wettkämpfe: Paul Klapperich, Tobias Strangemann, Julius Christ, Sönke Kruse und Theis Hagemeister als Schlagmann ergänzen die Crew um Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen. „Das Achter-Training ist ganz gut angelaufen. Wir haben schon einige Schritte gemacht. Es herrscht eine gute Atmosphäre in der Gruppe, alle wollen etwas erreichen und zeigen, was sie können“ berichtet das Bundestrainer-Duo Sabine Tschäge und Mark Emke.

EM-Plätze 10 und 11 für den Zweier und Vierer

Die Debütanten Schubert/Virnekäs sind mit ihrem Auftritt im Zweier zufrieden. Der Vierer ist dagegen enttäuscht. Alle Augen sind jetzt aufs Achter-Finale am heutigen Sonntag gerichtet.

Vier Wochen sitzen sie erst gemeinsam im Zweier, mit Platz 10 bei den Ruder-Europameisterschaften sind sie „im Großen und Ganzen zufrieden“: Simon Schubert und Kaspar Virnekäs belegten bei ihrem EM-Debüt mit dem Zweier ohne Steuermann im B-Finale den vierten Rang hinter Tschechien, die als neutrale Athleten startenden Russen und Irland. Klar auf Distanz hielten die Youngsters die Boote aus der Ukraine und Frankreich.

„Das ist ein guter Anfang, darauf können wir aufbauen und sicher noch ein bisschen im Laufe der Saison rausholen“, ergänzte Schubert. Und Virnekäs wurde konkret: „Über Trainingskilometer müssen wir das Zusammenspiel verbessern und – ganz klar – im physischen Bereich noch deutlich zulegen.“ Das ist die Basis, um mit Top-Booten aus Europa – insbesondere auf dem dritten Teilabschnitt – besser mithalten zu können.

Einige Dinge sind zu verbessern

Das hatten sie sich anders vorgestellt: René Schmela, Wolf Niclas Schröder, Max John und Friedrich Amelingmeyer mussten sich mit EM-Platz 11 zufrieden geben. Im B-Finale kam das neu zusammengestellte Quartett nicht über Rang fünf hinaus. Während Dänemark und Großbritannien um den Sieg in diesen Rennen stritten, musste das deutsche Boot im Dreikampf mit Serbien und Tschechien knapp den Kürzeren ziehen. „Wir sind mutig losgefahren, auf den dritten 500 Metern haben die anderen einen draufgesetzt. Diese Lücke haben wir dann versucht zu schließen“, sagte Max John. Am Ende fehlten drei Hundertstelsekunden auf Tschechien und Rang zehn. „Gegenüber dem Vorlauf haben sie sich deutlich verbessert. Sie sind in Schlagweite, aber die Krankheitsfälle im Vorfeld der EM machten sich bemerkbar“, sagte Bundestrainern Sabine Tschäge.

„Jeder von uns hat sich gewünscht, dass der erste Auftritt erfolgreicher verläuft. Das Ergebnis ist ernüchternd. Insgesamt ist es enttäuschend. Aber wir haben genug Zeit, was aufzubauen. Es gibt viele Dinge zu verbessern“, fügte John hinzu. Und auch Bugmann Friedrich Amelingmeyer analysierte die Rennen nüchtern: „An der Platzierung können wir nichts mehr ändern, wir müssen professionell damit umgehen. Es gibt einiges zu verbessern, damit fangen wir direkt morgen an.“ Entsprechend wurde für den Vierer wie auch für den Zweier, bevor am Sonntag die Finals beginnen, eine Trainingseinheit angesetzt. Denn in zwei Wochen steht beim Weltcup in Varese schon der nächste internationale Vergleich an.

Achter-Vorbereitung vor dem Finale am heutigen Sonntag

Die letzten Vorbereitungsrunden auf der Regattastrecke in Plovdiv vor dem mit Spannung erwarteten Achter-Finale am Sonntag (12.28 Uhr Ortszeit/11.28 Uhr deutscher Zeit) standen für den Deutschland-Achter am Samstagnachmittag auf dem Programm. Die Stimmung im Team ist gut, die Vorfreude auf das Medaillenrennen groß. Schließlich tankte das deutsche Flaggschiff am Donnerstag beim überraschend starken Vorlauf noch eine zusätzliche Portion Selbstvertrauen. Der deutliche Sieg über Olympiasieger Großbritannien und die schnelle Zeit – nur elf Hundertstelsekunden über der bisherigen Weltbestzeit – lassen hoffen…

 

 

Die Ergebnisse:
Zweier ohne Steuermann, B-Finale:

1. Tschechien 6:23,91 Minuten. – 2. Neutrale Athleten AIN 6:25,93. –  3. Irland 6:26,50. – 4. Deutschland (Simon Schubert, Kaspar Virnekäs) 6:28,10. –  5. Ukraine 6:31,46. –  6. Frankreich 6:31,88.

Vierer ohne Steuermann, B-Finale:

1. Dänemark 5:47,96 Minuten. –  2. Großbritannien 5:48,98. –  3. Serbien 5:51,09. –  4. Tschechien 5:51,67. –  5. Deutschland (René Schmela, Wolf Niclas Schröder, Max John, Friedrich Amelingmeyer) 5:51,70.

 

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Heute Abend um 18 Uhr geht es in der Elsenfelder Halle für den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt um die Wurst. Im Kampf um den Klassenerhalt empfangen die Schützlinge von Trainer Andrè Lohrbach den ASV Hamm-Westfalen. Die Gäste belegen derzeit Platz 16 und haben 27:37 Punkte auf dem Konto. Der TVG liegt auf dem zwölften Rang und hat 29:35 Zähler inne. Es geht also in diesem für beide Teams enorm wichtigen Spiel um die Wurst – im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn der TVG dieses Match gewinnen sollte, dann wäre der Klassenerhalt vor dem allerletzten Saisonspiel nächste Woche sicher.

Das weiß auch TVG-Kapitän Patrick Gempp, der vergangene Woche aufgrund von Knieproblemen pausieren musste. Er sagte vor der Partie: “Meinem Knie geht es besser und ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann. Hamm hat eine sehr hohe Qualität und hatte sicher vor der Saison eher mit einem Aufstiegskampf als mit einem Abstiegskampf gerechnet. Mit dem neuen Trainer von Hamm wissen wir nicht so recht, was uns erwartet.” Aber Patrick Gempp weiß auch, dass – egal, wie der Trainer heißt -, dass der ASV viele gute Spieler in seinen Reihen hat. “Mit Tom Jansen, Fabian Huesmann, Kreisläufer Jonas Stüber, Ian Hüter oder dem “Werfer” Julius Meyer-Siebert hat Hamm eine enorme Qualität in seinen Reihen. Hinten stehen sie sehr kompakt 6-0, da dürfen wir das Zentrum komplett dicht machen.”

Fans als wichtiger Rückhalt

Daher lautet die Frage: Welche der beiden Mannschaften hält dem Druck stand? Fakt ist, dass der TVG sicher wieder auf den achten Mann in der Untermainhalle in Elsenfeld baut. In den letzten Partien haben die Fans die Halle wiederholt in einen Hexenkessel verwandelt und den Blau-Weißen vor allem in kritischen Situationen den Rücken gestärkt.

60 Spielminuten volle Konzentration gefordert

In Großwallstadt sind sich jedenfalls alle bewusst, was ein Sieg im letzten Heimspiel der Saison bedeuten würde. Das Team um André Lohrbach will sich perfekt auf diesen Tag vorbereiten, um nicht in der letzten Partie in Balingen auf einen Auswärtserfolg angewiesen zu sein. 60 Minuten, die also noch einmal alles von den Hausherren abverlangen werden. Jeder einzelne Spieler muss an seine Grenzen gehen, um als Team den erhofften Erfolg einzufahren. Julius Meyer-Siebert, Top-Torschütze des Gegners, Fabian Huesmann, Jonas Stüber, Ian Hüter und Co werden das auf der anderen Seite auf jeden Fall ebenfalls tun. Und dann kommt es ja auch noch zu einem Wiedersehen mit ehemaligen TVG-Spieler Tom Jansen. Die TVG-Mannschaft wird alles geben, um Geburtstagskind Andrè Lohrbach das schönste Geschenk zu machen.

 

Das Bild von Geburtstagskind Andrè Lohrbach hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

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In einem hochklassigen, intensiven und leidenschaftlichen Rückspiel musste sich Handball Drittligist TV Gelnhausen nach großem Kampf mit 30:34 (14:15) geschlagen geben. Damit verpassten die Barbarossastädter zwar das Finale der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga um gerade einmal ein Tor im Gesamtvergleich (60:61), eroberten aber wieder einmal die Herzen der Fans im Sturm, die ihre Mannschaft noch minutenlang nach Abpfiff feierten, als hätte man gerade die Champions League gewonnen.

Damit geht eine Saison zu Ende, mit der vorher niemand gerechnet hatte. Die junge Gelnhäuser Mannschaft spielte sich über die Monate hinweg in einen Rausch, der sie bis an die Tür zur zweiten Bundesliga führte.

Die Partie begann exakt so, wie es sich die Verantwortlichen des TVG erträumt hatten: Konzentriert, mutig, aggressiv – Gelnhausen spielte befreit auf. In der siebten Minute markierte Yannick Mocken bereits das 4:2 für die Rot-Weißen. Auch eine frühe Zeitstrafe gegen Torben Fehl brachte das junge Team von Matthias Geiger nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil – mit cleverem Stellungsspiel und leidenschaftlichem Abwehrverhalten hielt der TVG die Eintracht zunächst in Schach.

Ein abgefälschter Wurf von Hildesheims Rückraumspieler Jakub Tonar bedeutete zwar das 4:4, doch Gelnhausen antwortete postwendend und setzte sich in der 16. Minute erneut durch Mocken mit zwei Toren ab (8:6). Die mitgereisten Fans verwandelten die Volksbank-Arena in eine zweite Hölle Süd und sorgten für atemberaubende Heimspielatmosphäre. Doch Hildesheim ließ sich nicht abschütteln.

In der 24. Minute kassierten Fynn Hilb und Jonas Dambach binnen Sekunden zwei Zeitstrafen. Hildesheim witterte die Chance und ging beim Stand von 12:10 selbst zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung. Doch der TVG ließ sich wie so oft in dieser Saison nicht abschütteln und antwortete erneut – Leon David markierte mit einem frechen Heber das 12:13 und nur eine Minute später konnte der Kreisläufer einen weiteren Treffer erzielen und das Spiel in der 27. Minute wieder ausgleichen (13:13).

Vor der Halbzeitpause erspielten sich die Hildesheimer erneut eine Zwei-Tore-Führung (15:13), Akos Csaba verkürzte jedoch in der 29. Minute zum 14:15-Halbzeitstand. Somit blieb alles offen für die zweite Hälfte.

Zunächst ausgeglichen

Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb das Spiel zunächst weiterhin ausgeglichen. Nach 40 Minuten lag Hildesheim mit 20:19 in Front. Dann schien den Hausherren aber immer mehr zu gelingen, während sich beim TVG Fehler einschlichen und so schien das Spiel ab der 43. Minute endgültig zu kippen: Robin Müller traf zum 24:20 – der erste Vier-Tore-Rückstand für das Geiger-Team.

In der 45. Minute scheiterte Malolepszy vom Siebenmeterpunkt am Aluminium – ein Sinnbild für die Phase. Es wurde hitzig, intensiv, nervenzehrend. Nach einer erneuten Doppelzeitstrafe in der 52. Minute (Fehl und Hilb) erhöhte Matteo Ehlers auf 31:25 und eine Vorentscheidung schien endgültig gefallen. Die Hildesheimer Fans feierten bereits den Einzug ins Finale.

Doch der TVG gab sich einfach nicht auf. Keeper Daniel Drozdz parierte beim Stand von 27:32 einen Siebenmeter von Piet Möller und Jannik Geisler verkürzte im Gegenzug auf 28:32. Hildesheim traf anschließend jedoch zweimal und ging durch Moritz Schade in der 59. Minute mit 34:28 in Führung. Aber erneut hatten Malolepszy und Co. eine Antwort parat. Der TVG holte in den letzten zwei Minuten noch einmal alles aus sich heraus und agierte mit einer offensiven Manndeckung in der Abwehr, was die Hausherren vor sichtbare Probleme stellte. Mocken und Malolepszy verkürzten auf 30:34. Erneut parierte Drodz im Gegenzug einen freien Ball und hielt sein Team im Spiel.

Mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr bekam der TVG somit tatsächlich die allerletzte Chance: Ein Treffer zum 31:34 hätte aufgrund des Hinspielergebnisses (30:27) und der Auswärtstorregel das Weiterkommen bedeutet. Doch der Pass von Malolepszy auf Rechtsaußen zu Simon Belter geriet zu ungenau, trudelte ins Seitenaus – und mit ihm auch der Traum vom Finaleinzug.

Was dann folgte, war ein Sinnbild für Sport in seiner reinsten Form. Die Gelnhäuser Fans, die bereits während des Spiels als rote Wand unermüdlich anfeuerten, feierten ihre enttäuschten Spieler mit stehenden Ovationen. Und auch der Gegner zollte Respekt: „Ich ziehe meinen Hut vor dem jungen Gelnhäuser Team. Sie haben sich gut verkauft und sind eine richtig gute Handballmannschaft“, sagte Eintracht-Trainer Daniel Deutsch. TVG-Kreisläufer Torben Fehl brachte es auf den Punkt: „Hier sollte heute keiner enttäuscht sein. Hier überwiegt der Stolz.“

Cheftrainer Matthias Geiger sagte: „Als allererstes muss ich mal ein riesiges Kompliment und Dankeschön an die Fans ausrichten. Was die heute abgefackelt haben – Wahnsinn. Das hat die Jungs unglaublich unterstützt.“ Zur Leistung seiner Mannschaft sagte er: „Wir haben im Grunde da weitergemacht, wo wir im Hinspiel aufgehört haben. Diese bissigen Zweikämpfe führen müssen. Hildesheim will natürlich mit aller Gewalt aufsteigen. Und das hat man auch gesehen. Die haben sich reingeworfen – aber wir genauso.“

 

 

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Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird Kuno Schauer nach dieser Saison den TVG verlassen und zum LHC Cottbus wechseln.

Der 26-Jährige, der seit 2021 beim TV Großwallstadt unter Vertrag steht, hat sich über die letzten Jahre stetig weiterentwickelt und konnte zuletzt auf der Spielmacherposition wichtige Akzente setzen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Mario Stark zu Beginn der Saison hat Kuno Schauer die Verantwortung übernommen und das Team bravourös geführt. Leider hat das Verletzungspech dann auch bei ihm zugeschlagen und er musste sich in eine lange Reha begeben. Am 18. Mai kehrte er erstmals wieder in den Kader zurück und will in den letzten Spielen den Verein noch einmal tatkräftig unterstützen, bevor er seine Karriere als Profihandballer beenden wird, um sich voll auf sein Studium zu konzentrieren.

Der künftige Verein des Rückraumspielers, der LHC Cottbus, spielte zuletzt in der Nord-Ost-Staffel der dritten Liga, stieg aber in die Regionalliga Ostsee-Spree ab. Ziel der Clubführung ist es, den direkten Wiederaufstieg in  Liga drei zu schaffen.

Keine Punkte für den TVG in Hüttenberg

Trotz einer unglaublichen Stimmung durch die mitgereisten Fans konnte der TVG nur in Halbzeit eins im Derby dem Gegner die Stirn bieten. Hüttenberg demonstrierte in der zweiten Hälfte seine Übermacht und gewann mit 34:27 (14:13).

TV Großwallstadt mit besserem Start in Halbzeit eins

Beide Mannschaften waren sich der Brisanz der Begegnung und den wichtigen Punkten bewusst. Besser ins Spiel startete der TV Großwallstadt – Trainer André Lohrbach überraschte den Gegner durch das Spiel ohne Kreisläufer. Notwendig geworden war diese Variante unter anderem, da sich Kapitän Patrick Gempp im Training unter der Woche eine Knieverletzung zugezogen hatte und nicht zur Verfügung stand. Maxim Schalles traf durch den Gegenstoß dreimal in Folge zum 3:0, der Gegner verkürzte anschließend auf 2:3. Florian Eisenträger erhöhte noch einmal auf 4:2, dann war es der Gastgeber, der durch drei Tore in Folge auf 5:4 umstellte. Es folgte ein munterer Schlagabtausch, den die Hausherren mit 14:13 zur Halbzeit für sich entschieden.

In Halbzeit zwei war es Hüttenberg, das den besseren Start erwischte und auf 16:13 erhöhte. Doch die Gäste kämpften sich noch einmal auf 18:17 heran. Ein anschließender 5:0-Lauf der Hessen brachte dann aber die Vorentscheidung. Der TV Großwallstadt steckte zwar nie auf, konnte aber durch zu viele technische Fehler und Fehlwürfe dem Gegner an diesem Tag kein Paroli mehr bieten. Am Ende stand ein verdienter 34:27 -Sieg für den Aufstiegsaspiranten aus Hüttenberg auf dem Tableau.

 

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„Kommt alle nach Hildesheim. Wir brauchen euch!“ Mit dieser Botschaft hat sich die junge Mannschaft des Handball Drittligisten TV Gelnhausen zu Wochenbeginn per Videobotschaft an die Fans gewandt. Wer die unglaubliche Hexenkessel-Atmosphäre am vergangenen Samstag in der Rudi-Lechleidner-Halle beim sensationellen 30:27 (15:11)-Sieg im Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga gegen den großen Favoriten HC Eintracht Hildesheim miterlebt hat, weiß, warum der TVG seinen Anhang auch beim Rückspiel bei den Niedersachsen (Sonntag, 17 Uhr) dabeihaben möchte. Auch Bürgermeister Christian Litzinger wird die Reise in den Norden antreten.

Die Symbiose, die Team und Mannschaft schon seit Monaten eingegangen sind, fand am vergangenen Samstag einen weiteren Höhepunkt. Frenetisch angefeuert von den Rängen wuchsen die Spieler einmal mehr über sich hinaus und erspielten sich mit Mut, totaler Leidenschaft und unbändigem Willen einen nie erwarteten Drei-Tore-Vorsprung. Das ist im Handball natürlich nicht viel und daher ist Hildesheim weiterhin der große Favorit. Doch mit der Unterstützung der Fans ist vielleicht doch ein Wunder möglich.

Denn eines ist klar: Die Volksbank Arena ist ein echtes Pfund für die Gastgeber. Mit bis zu 2.800 Zuschauern bietet sie nicht nur eine imposante Kulisse, sondern kann – wie im letzten Jahr – spielentscheidend sein. Schon damals lag Hildesheim nach dem Halbfinal-Hinspiel der Aufstiegsrunde auswärts bei Empor Rostock mit fünf Toren hinten (27:32), drehte das Duell aber mit einem furiosen 30:24 im Rückspiel vor heimischer Kulisse. Die Erfahrung solcher Drucksituationen könnte der Eintracht jetzt erneut in die Karten spielen.

Riesen Erfolg für den TVG

Für den TV Gelnhausen ist das Erreichen der Aufstiegsrunde bereits ein großer Erfolg. Mit der Vizemeisterschaft in der Staffel Süd-West und 52:8 Punkten hat sich die Mannschaft für ein herausragendes Jahr belohnt. Die Teilnahme an der ersten Runde des DHB-Pokals ist bereits sicher, doch die Gier nach mehr ist spürbar. Cheftrainer Matthias Geiger betont: „Eins steht außer Frage: Wir brauchen eine absolute Topleistung! Wir hoffen natürlich, dass die Zuschauer, die mit uns reisen, uns auch weiter so tragen werden wie im Heimspiel. Das war der absolute Wahnsinn.“

Er weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe: „Wir müssen mindestens wieder so ein Spiel abliefern und uns vermutlich noch steigern. Wir haben noch einige Themen im Zweikampfverhalten und im Rückzug, bei denen wir uns noch verbessern können.“ Für Geiger steht vor allem eines im Fokus: „Wichtig ist, dass die Jungs wieder so eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen. Die haben gebrannt, die haben sich nach jedem Ball geworfen. Da war ein enormer Wille da.“

Die Unterstützung von den Rängen wird in Hildesheim umso entscheidender. Zwar erwartet die Gelnhäuser Mannschaft eine stimmgewaltige Arena mit überwiegend heimischen Fans, doch der TVG setzt alles daran, möglichst viele eigene Anhänger zu mobilisieren.

Die Niedersachsen sind trotz Hinspiel-Niederlage weiterhin klar in der Favoritenrolle. Ihre Bilanz in der Saison: 58:2 Punkte, zweitbeste Defensive der staffelübergreifenden 3. Liga (790 Gegentore), drittbester Angriff (1.056 Treffer), gespickt mit Erfahrung und Einzelkönnern wie Champions-League-Sieger Philipp Wäger oder Rückraum-Ass Jakub Tonar. Und vor allem: Lothar von Hermanni – Kapitän, Leistungsträger und Torschützenkönig der Staffel Nord-West mit 194 Toren.

Doch ausgerechnet er erlebte im Hinspiel einen gebrauchten Tag. Zwei vergebene Siebenmeter an TVG-Keeper Daniel Drozdz und insgesamt nur drei Treffer – das wird ihm vermutlich nicht noch einmal passieren. Die Eintracht wird alles daransetzen, im Rückspiel ein anderes Gesicht zu zeigen.

Trotz aller Qualität beim Gegner: Gelnhausen ist heiß auf dieses Spiel. Die Mannschaft will die positiven Erfahrungen aus dem Hinspiel nutzen, als Kollektiv auftreten und mutig agieren. Geiger ist überzeugt: „Die Jungs wissen, was sie können und das haben sie jetzt auch schon gezeigt. Für uns gilt es, die Topleistung abzurufen.“

Und vielleicht reicht es am Ende für das ganz große Märchen: Den Einzug in das Finale der Aufstiegsrunde – dort würde der Sieger des Duells zwischen dem HC Empor Rostock und HC Oppenweiler/Backnang warten (Hinspiel: 27:26 für Rostock).

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür