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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell am Samstag bei den SGSH Dragons antreten. Die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt am Samstag die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und auch der TV Gelnhausen startet am Samstag daheim und zwar gegen den Longericher SC. Die HSG Hanau gastiert am Sonntag bei den Bergischen Panthern.
Schwere Aufgabe für Kirchzell
Der TV Kirchzell hatte einen guten Auftakt ins neue Jahr und holte sich zuletzt einen knappen, aber verdienten Erfolg daheim gegen die Bergischen Panther. Nun geht es am Samstag in die Sporthalle in Halver zu den SGSH Dragons. Der 14. der Tabelle hat bisher erst sechs Punkte auf die Habenseite gebracht, hatte zuletzt viele Verletzte zu verzeichnen. “Doch mittlerweile sind bei ihnen wohl alle wieder fit, so dass wir extrem aufpassen müssen, denn alle Spieler haben eine hohe Qualität”, sagt TV-Trainer Povilas Babarskas. Dabei spielt er nicht nur auf die Jäger-Brüder, Brian Gipperich oder Julian Athanassoglou an. Auch der Rest des Kaders von Trainer Lars Faßbender ist keinesfalls zu unterschätzen.
Povilas Babarskas wird daher seine Spieler gut auf den Gegner vorbereiten, wird Varianten im eigenen Rückraum im Training durchspielen lassen. Denn da sieht es gerade etwas mau aus. Mit Tom Spieß, der diesmal nicht mit dabei sein kann und Joshua Osifo, der sich bekanntlich auf Weltreise befindet, fehlen zwei wichtige Spieler. Die verbleibenden Akteure müssen in die Bresche springen und versuchen mit 100-prozentigem Einsatz und Kampfgeist die Punkte zu entführen. Das Hinspiel gewann der TVK souverän. “Wir werden, wie immer, alles geben. Der Gegner schießt aus allen Lagen. Da müssen wir aggressiv in der Abwehr stehen. Dann schauen wir, was zum Schluss dabei herauskommt”, so der TVK-Coach.
Gelnhausen empfängt den Longericher SC
Nach der Weihnachtspause startet der TV Gelnhausen direkt mit einem echten Kracher ins neue Jahr. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt es in der Rudi-Lechleidner-Halle zum Duell mit dem Longericher SC Köln. In den vergangenen drei Aufeinandertreffen gelang Gelnhausen gegen diesen Gegner kein Sieg. Jetzt will der TVG mit einem starken Heimauftritt die offene Rechnung begleichen.
Sportlich gehen die Gelnhäuser mit viel Rückenwind in die Partie. Der TVG überwinterte nach einer starken Hinrunde mit 25:5 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Zum Jahresabschluss zeigte das Team von Cheftrainer Matthias Geiger drei Siege in Folge und nun soll es in der Hölle Süd genau so weitergehen.
Doch Geiger mahnt zur Vorsicht. Der Gegner aus Köln ist für ihn alles andere als ein normaler Rückrundenauftakt: „Das ist direkt ein Knallergegner. Longerich hat eine sehr komplette Mannschaft mit viel Erfahrung. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen.“
Der Longericher SC Köln steht mit 19:13 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und ist bereits am vergangenen Wochenende in die Rückrunde gestartet. Dabei lieferte der LSC Tabellenführer HG Saarlouis einen großen Fight, verlor am Ende knapp mit 29:30 (12:17) und hätte in letzter Sekunde sogar noch ausgleichen können. Nach Abpfiff bekam Longerich einen Siebenmeter zugesprochen, doch Lennart Niehaus scheiterte am Torhüter von Saarlouis.
Die Gäste gelten in dieser Saison allerdings auch als „Wundertüte“. Die Domstädter haben bewiesen, dass sie Topteams schlagen können, ließen aber auch Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner liegen.
Bei den gefährlichen Rückraumspielern des LSC setzt auch Geiger die Schwerpunkte seiner Vorbereitung: „Für uns wird wichtig sein, dass wir den wurfgewaltigen Rückraum und auch das Kreisläuferspiel der Longericher kontrollieren. Longerich ist da wahnsinnig gefährlich und das haben wir im Hinspiel nicht immer gut gemacht.“
Longerichs Stärke liegt aber nicht nur in der Offensive, sondern auch im schnellen Umschalten. Geiger betont deshalb: „Wir dürfen uns selbst nur ganz wenige Fehler erlauben, denn die werden von Longerich sofort bestraft. Wir müssen wirklich auf der Hut sein, damit wir da nicht zu viele einfache Gegentore zulassen.“
Die Personalsituation beim TVG bleibt angespannt. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Leon David (Schulter), Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Fynn Broßmann (Mittelhandbruch). Zudem sind Fynn Hilb und Simon Belter krankheitsbedingt fraglich. Sollte Belter ausfallen, müsste Geiger auf Rechtsaußen erneut improvisieren – eine Rolle, die in dieser Saison bereits mehrfach von den Halbrechten Jonas Dambach und Benjamin Wörner übernommen wurde.
Trotz dieser Fragezeichen setzt Geiger auf die Energie der Hölle Süd: „Die Jungs freuen sich riesig auf das erste Heimspiel im neuen Jahr. Wir hoffen natürlich auf viel Unterstützung von den Zuschauern, weil das notwendig sein wird, um gegen diese Mannschaft gewinnen zu können.“
Erstes Heimspiel für Nieder-Roden im neuen Jahr
Nach dem erfolgreichen Auftakt ins Sportjahr 2026 dürfen die Rodgauer Handballer zum ersten Mal vor heimischem Publikum antreten. Dabei wird die kommende Aufgabe gleich einen absoluten Härtetest darstellen, denn mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II präsentiert sich der aktuelle Tabellenvierte in der RODAUSTROM Sportarena. Die Mittelhessen spielen bis jetzt eine überragende Saison und konnten sowohl den Tabellenführer Saarlouis, als auch die Baggerseepiraten in eigener Halle bezwingen. Gerade das Hinspiel hat HSG-Trainer Christian Sommer noch in unangenehmer Erinnerung: „Dutenhofen hat stark verteidigt und wir waren damals nicht in der Lage, die sich bietenden Räume gegen die ungewohnt offensive Deckung zu nutzen. Das müssen wir am Samstagabend unbedingt besser machen“, blickt Sommer nach vorne.
Der heimstarke Bundesliga-Nachwuchs stellte auch am vergangenen Sonntag gegen die SGSH Dragons seine Qualitäten unter Beweis. Fehlen wird beim Gast der Erfolgsgarant Ole Klimpke. Der 24-jährige Rückraumakteur wechselte in der Winterpause kurzfristig zum Zweitligisten nach Großwallstadt. Damit fehlt der Truppe von Trainer Schuchmann ein wichtiger Baustein in Angriff und Abwehr. Trotzdem wollen die jungen Mittelhessen alles daran setzen, auch in der Rückrunde erfolgreich zu sein und sich unter den Top 5 Teams zu beweisen.
Aus tabellarischer Sicht hat die Partie eine große Bedeutung, denn mit einem Heimsieg könnten die Rodgauer den Abstand zu den Gästen auf fünf Punkte ausbauen. Kapitän Flo Stenger gibt schon einmal die Marschroute vor: „Wir wollen an die 40 sehr guten Minuten aus Haßloch anknüpfen, da waren wir hoch konzentriert und haben den Grundstein für den Auswärtssieg gelegt. Mit unseren Fans im Rücken soll die Revanche für die Hinspielniederlage gelingen, damit wir unsere gute Ausgangsposition auch weiterhin verteidigen“.
HSG Hanau startet mit Auswärtsspiel in die Rückrunde
Am Wochenende beginnt für die Handballer der HSG Hanau die Rückrunde 2025/26 in der 3. Liga Süd-West. Nach einer knapp vierwöchigen Winterpause reist das Team von Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Kleemann am Sonntagnachmittag zu den Bergischen Panthern nach Burscheid. Anwurf ist um 17 Uhr in der Schulberghalle Burscheid. Mit dem Tabellenzehnten der Staffel haben die Grimmstädter noch ein Hühnchen beziehungsweise eine Raubkatze zu rupfen, denn zum Start der Hinrunde unterlag man den Nordrhein-Westfalen in eigener Halle.
„In das Hinspiel sind wir damals mit großen Erwartungen gegangen“, erinnert sich HSG-Cheftrainer Axel Spandau zurück. „Doch dann sind wir mit der Niederlage zu Hause ziemlich hart auf dem Boden aufgeschlagen. Natürlich haben wir jetzt noch eine Rechnung mit den Panthern offen.“ Und weiter: „Für uns wird es vor allen Dingen sehr wichtig sein, dass wir aus einer stabilen und beweglichen Abwehr in das Tempospiel kommen und dann die Chancen, die wir uns erarbeiten, reinmachen“, so Spandau, dessen Mannschaft im Laufe der Vorbereitung mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatte.
Besonders aufpassen muss Hanau auf die Rückraum-Achse der Panther, bestehend aus Joe Ballmann (103 Saisontore), Maurice Meurer und Aaron Manuel Exner. Aber auch Kreisläufer Sam Lindemann wird regelmäßig gefährlich in das Offensivspiel des Tabellenzehnten eingebunden. Zudem stehen die Panther voll im Saft, bestritten bereits am vergangenen Wochenende ihr erstes Pflichtspiel im neuen Jahr und unterlagen dem Tabellennachbarn Kirchzell nur knapp mit 33:34.
„Wir haben in den letzten sieben, acht Tagen hart trainiert und wollen nun für einen guten Start in das neue Jahr sorgen“, meint Spandau, dessen Mannschaft beim Testspielsieg gegen Regionalliga Breckenheim/Wallau/Massenheim in der Vorwoche eine gute Figur machte. „Wir möchten unsere Erfolgswelle auswärts fortsetzen.“ Dem stimmt auch Hanaus Außenspieler Jannes Hauer zu: „Axel hat uns in den letzten Tagen wirklich auf Trab gehalten. Wir freuen uns darauf, jetzt in die Rückrunde zu starten und wollen an unsere Leistung aus den letzten Spielen anknüpfen.“
Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür