,

Handball – Regionalliga: Bieberau/Modau gewann gegen ersatzgeschwächte Obernburger

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Derby zwischen der HSG Bieberau/Modau und der TuSpo Obernburg endete mit 34:27 (14:13) für die HSG. Dabei mussten die Gäste stark ersatzgeschwächt antreten, verkauften sich aber trotzdem teuer. Neben dem verletzten André Göpfert (Fingerverletzung) musste der TuSpo-Coach kurzfristig auch auf die erkrankten Tobias Raab und Julian Klimmer verzichten. Trotz dieser personellen Rückschläge zeigten die stark dezimierten Obernburger von Beginn an eine konzentrierte und engagierte Abwehrleistung und hielten die Partie in den ersten zehn Minuten beim Stand von 6:6 völlig offen.

Nach der 7:6-Führung durch Ben Müller und dem 10:8 wenige Minuten später durch Jesper Kunkel erspielte sich die TuSpo in der 19. Minute sogar überraschend erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung. Die favorisierten und heimstarken Gastgeber taten sich lange schwer, Lücken in der gut organisierten TuSpo-Abwehr zu finden. Doch in den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit gelang der HSG nach dem 10:13 ein Lauf mit vier Treffern in Folge, so dass die Odenwälder Falken mit einer knappen 14:13-Führung in die Pause gingen.

Besserer Start für den Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start und setzten sich innerhalb von drei Minuten auf 17:13 ab. Die TuSpo wirkte durch diesen Rückstand zunächst etwas geschockt. Doch mit großem Kampfgeist sowie starken Aktionen von Tom Müller und Jesper Kunkel hielten die Römerstädter den Rückstand zunächst in Grenzen, verloren jedoch in der 45. Minute beim Stand von 16:26 den Anschluss.

Obernburgs Trainer Wollbeck reagierte sofort mit einer Auszeit, stellte unter anderem die Abwehr neu ein – mit Erfolg: Mit einem beeindruckenden Vier-Tore-Lauf verkürzten die Obernburger bis zur 56. Minute auf 30:27 und brachten sich noch einmal in Schlagdistanz. Doch die routinierten Gastgeber ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen, während den ersatzgeschwächten Obernburgern in der Schlussphase die Kräfte ausgingen. Am Ende musste sich die tapfer kämpfende TuSpo mit 27:34 geschlagen geben.

Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck erklärte nach der Partie: „Durch die kurzfristigen Ausfälle und die limitierten Einsatzzeiten des angeschlagenen Thomas Keck gingen uns mit zunehmender Spielzeit leider die Kräfte aus. Trotzdem hat meine Mannschaft Charakter gezeigt und eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Am Ende fällt die Niederlage dann leider etwas zu hoch aus.“

Der sportliche Leiter der Bieberauer, Michael Malik, zeigte sich zufrieden: „Das war heute sicher keine Glanzleistung unserer Mannschaft, aber wir haben gekämpft und wollten den Sieg. Wie gefährlich Obernburg werden kann, haben wir im Hinspiel gesehen“.