Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Hanau verliert ihr Herzstück. Yaron Pillmann hört zum Saisonende auf. Die HSG ohne Yaron Pillmann ist eigentlich gar nicht vorstellbar. Schließlich sind alle großen Erfolge der Grimmstädter fest mit seinem Namen verbunden. Und doch muss sich die HSG-Familie so langsam an diesen Gedanken gewöhnen, dass der 28-Jährige in wenigen Monaten zum letzten Mal für seinen Heimatverein auflaufen wird. Nach Sebastian Schermuly, Lucas Lorenz und Michael Hemmer ist Yaron Pillmann der vierte Spieler aus dem aktuellen Kader, der in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

„Wir wollen uns einen Traum erfüllen und werden im Sommer ans Meer ziehen“, sagt der leidenschaftliche Surfer. Mit “wir” meint Yaron Pillmann seine Freundin Lara und Hund Simba. Ihre Liebe zum Meer und zum Wassersport wird die drei nach Norddeutschland führen. Wahrscheinliches Ziel ist Kiel. „Die Entscheidung steht schon länger fest. Wir freuen uns sehr, ein neues Kapitel in unserem Leben aufschlagen zu dürfen“, sagt der Stammspieler.

„Yaron Pillmann war in den letzten Jahren das Gesicht der HSG Hanau. Viele Erfolge wurden nicht zuletzt auch dank seines Einsatzes erreicht. Darüber hinaus war er auch in der Vereinsarbeit sehr engagiert und hat geholfen, wo er nur konnte. Uns tut sein Abschied sehr weh. Aber so ist das nun mal im Leben. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da gehen Beruf und Familie vor. Die HSG Hanau ist Yaron Pillmann zu großem Dank verpflichtet. Er wird große Fußstapfen hinterlassen. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute. Das Schöne ist, dass Yaron der HSG sowieso immer irgendwie treu bleiben wird“, sagt der Sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann.

Der Zeitpunkt für Yaron ist perfekt gewählt. Während Freundin Lara im Sommer ihr Lehramtsreferendariat abgeschlossen hat, wird er sein Bachelor in BWL in Aschaffenburg beenden. In Kiel will der Rückraumspieler ein anderthalbjähriges Masterstudium in „Digital Business Management“ draufsetzen. „Dann werden wir schauen, ob es uns am Meer gefällt oder ob wir unsere Heimat doch so sehr vermissen und wieder zurückkehren werden“, sagt er.

Der Taktgeber hat den Verein geprägt

Mit dem knapp zwei Meter großen Taktgeber verliert die HSG Hanau einen Spieler, der wie kaum ein anderer im letzten Jahrzehnt den Verein geprägt hat. Bei den Minis des TV Kesselstadt hat er mit dem Handballspielen begonnen und stand nach dem Zusammenschluss der Handballabteilungen des TVK und der TS Steinheim im Team der HSG Hanau, das sich für die neugegründete A-Jugend-Bundesliga qualifizieren konnte. Es war der erste große Erfolg in der damals noch ganz jungen Geschichte der HSG. Und ein großer Erfolg Pillmanns, an den er heute noch sehr gerne zurückdenkt.

Sein großes Talent führte ihn schnell in den Seniorenbereich, obwohl er noch für die A-Jugend hätte auflaufen können. Und so war er auch Bestandteil der Mannschaft, die 2012 den Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga Hessen schaffte. „Yaron ist das beste Beispiel für die gute Jugendarbeit der HSG. Er hat sich von klein auf immer weiterentwickelt und war später in vielen Spielen der entscheidende Mann. Er hat wie kaum ein anderer die Mannschaft und das Publikum mitgenommen und einen großen Anteil daran, dass die HSG Hanau heute dasteht, wo sie steht“, sagt Kegelmann.

So war auch er es, der im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die dritte Liga gegen den TV Hüttenberg II in einer völlig überfüllten Doorner-Halle im Alter von 23 Jahren vorausging und mit acht Toren die meisten Treffer zum 24:18-Erfolg erzielte und entscheidend mithalf, das erfolgreichste Kapitel der Klubgeschichte aufzuschlagen. Dieses Spiel ebenso wie das erste Derby gegen die SG Bruchköbel in der Oberliga wird ihm immer in Erinnerung bleiben. „Damals haben wir normalerweise vor ca. 150 Zuschauern in der Otto-Hahn-Schule oder der Doorner Halle gespielt und plötzlich waren über 1000 Menschen in der Main-Kinzig-Halle. Das hat uns zum ersten Mal gezeigt, was hier möglich ist“, blickt Yaron zurück. 

Duell gegen Leutershausen

Unvergessen auch das Duell gegen den ehemaligen Bundesligisten SG Leutershausen. Mit einem zweiten verwandelten Siebenmeter in der Schlusssekunde warf er die HSG Hanau zum Sensationssieg und verwandelte die Main-Kinzig-Halle in ein Tollhaus. „Das waren zwei von vier Siebenmetern, die ich in meiner ganzen Laufbahn geworfen habe. Daher werde ich auf gar kein Fall mehr welche werfen, um meine 100 Prozent Trefferquote nicht zu vermasseln“, sagt er augenzwinkernd.

Pillmann hat auch außerhalb des Parketts die Entwicklung der HSG Hanau entscheidend mitgeprägt. Dabei sind für ihn besonders zwei Phasen bemerkenswert. Einmal die Gründung der HSG. „Nach dem Zusammenschluss engagierten sich plötzlich ganz viele Menschen, die vorher nie miteinander zusammengearbeitet haben, für eine gemeinsame Sache. Auf einmal lernte man ganz viele neue Menschen kennen, wir haben zusammen gefeiert, insbesondere bei unseren Sommer-Turnieren in Wilhelmsbad. Da bekam man erstmals das Gefühl, dass hier etwas Größeres entstehen kann“, blickt Pillmann gerne an die gute alte Zeit zurück.

Fortan ging es für die HSG steil nach oben und Pillmann war immer mittendrin. „Im ersten Jahr haben wir einen schwarzen Pulli bekommen, da stand HSG Hanau drauf. Das war’s. Jetzt gibt es jedes Jahr neue Bälle, ein neues Outfit, Presse- und Sponsorentermine. Wir haben einen riesen Trainerstab usw. Vor allem aber in den letzten anderthalb Jahren schritt die Professionalisierung enorm voran. Das war schon toll so etwas mitzuerleben“, sagt knapp zwei Meter große Rückraumspieler.

Für Pillmann, der es auch dank seines enormen Talents wie kein Zweiter schaffte, mit etwas weniger Aufwand maximalen Ertrag zu generieren, ein Grund mehr kürzer zu treten. „Jetzt können die jungen Wilden ran. Mir war immer auch noch ein Privatleben neben dem Handball wichtig“, sagt er. Dies war auch ein Grund, warum ein Wechsel in die zweite Bundesliga für ihn nie ein Thema war.

Werden die Schuhe an den Nagel gehängt?

Ob er seine Handballkarriere an den Nagel hängt oder sich in seiner neuen Heimat im hohen Norden einem Verein anschließend wird, lässt Pillmann offen. „Ich kenne ein Leben ohne Handballtraining gar nicht. Mal sehen, wie sich das anfühlt.“ Aber den Aufwand eines Drittligisten will er definitiv nicht mehr betreiben. „Ich möchte nach dem Sport mein Bierchen trinken und mich nicht mehr so stark auf den Handball fokussieren“, sagt er und freut sich bereits auf einen neuen Lebensabschnitt.

Bis dahin will Pillmann noch einmal alles genießen. Die Fans vom Blauen Block, von denen nicht wenige ihn vor einem Vierteljahrhundert im Kinderwagen durch die Halle geschoben haben, das Training, die Spiele, die Kabine. „Einfach alles“, sagt er, “weil ich befürchte, dass ich alles sehr vermissen werde“.

Umgekehrt wird die HSG-Familie einen Spieler vermissen, mit dem man immer mitgefiebert und gelitten hat, an den man sich stets klammern konnte, wenn es mal nicht so lief. Von dem man sich ohne zu überlegen mitreißen ließ, wenn er die Arme nach einem Torjubel Richtung Tribüne ausbreitete. Mit dem man sich nach den Spielen gerne unterhalten hat, weil er sich für jeden Zeit genommen hat. Und, und, und…

Zum Glück gibt es noch ein paar gemeinsame Spiele. Ob Pillmann am Ende ein paar Tränen vergießen wird, kann er jetzt noch nicht sagen. Dafür treibt ihn ein ganz anderer Gedanke um: „Meine größte Angst ist, dass ich im letzten Spiel eine Rote Karte bekomme…“

 

Wir wünschen dem sympathischen Sportler alles Gute für seine Zukunft.

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen und für die kommende Saison Luca Munzinger verpflichtet. 

Der 24-jährige Spieler, der auf Rückraum rechts agiert, wechselt vom Erstliga-Verein HBW Balingen-Weilstetten an den Untermain und fiebert jetzt schon seinen neuen Herausforderungen im Trikot der Blau-Weißen entgegen: „Zunächst freue ich mich riesig, den nächsten Schritt in meiner Karriere machen zu können. Dass ich diesen nun bei einem derart traditionsreichen Club wie dem TV Großwallstadt machen kann, erfüllt mich mit Stolz. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung sowie das Team und die Fans. Ich bin hochmotiviert für die neuen Aufgaben und werde mein Bestes geben, um gemeinsam mit dem TVG in den nächsten zwei Jahren auf Punktejagd zu gehen. Bereits jetzt sehne ich das erste Heimspiel mit meinem neuen Verein herbei und natürlich auch die Begegnung mit den Fans.“

TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst freut sich auf den 1.89 Meter großen Akteur: „Da Frieder in der nächsten Spielzeit wieder verstärkt auf der Rechtsaußen-Position eingesetzt werden wird, haben wir mit Luca einen Spieler gefunden, der auf halbrechts genau in unser Anforderungsprofil passt.“

Viel Potenzial sieht Michael Spatz, der sportliche Leiter des TVG, im Neuzugang: „Luca hat sich in den vergangenen beiden Jahren in Balingen enorm weiterentwickelt und ist jetzt auch in der Erstliga-Mannschaft mit im Team. Wir bekommen einen schnellen Spieler mit einem sehr guten Wurf. Das hat er auch im Probetraining in Großwallstadt unter Beweis gestellt.“

Lobende Worte für den Neuen

Auch TVG-Trainer Ralf Bader findet lobende Worte: „Luca ist ein Spieler, der über Dansenberg und Balingen sehr gut ausgebildet worden ist und nun die nächsten Schritte in seiner Karriere gehen möchte. Er spielt schnell, lässt den Ball gut laufen, ist selbst sehr flink unterwegs und hat einen guten Wurf aus dem Rückraum. Luca möchte bei uns in seiner Entwicklung weiter fortschreiten und ich bin davon überzeugt, dass er uns dabei helfen kann, uns auch selbst weiterzuentwickeln.“

Luca Munzinger wurde am 28.11.1997 in Kaiserslautern geboren und erlernte das Handballspielen beim TUS 04 KL Dansenberg. Dort unterschrieb er zur Saison 2019/20 seinen ersten Profivertrag und wechselte ein Jahr später in die zweite Mannschaft der HBW Balingen-Weilstetten. In der aktuellen Spielzeit stand er bisher siebenmal im Kader des Erstligateams der HBW. Beim TV Großwallstadt erhält er einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Die Bilder hat uns der TV Großwallstadt zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel E, geht es so langsam ans “Eingemachte.”  Der TV Kirchzell hat den HSC Bad Neustadt regelrecht aus der Halle gefegt, Erlangen gewann in Nieder-Roden und Bieberau nahm aus Coburg die Punkte mit. 

Mit einer geschlossenen Glanzleistung fegte der TV Kirchzell den HSC Bad Neustadt mit 39:24 (20:9) regelrecht aus der Halle. Überragend dabei waren noch neben Torhüter Tobias Jörg der zehnfache Torschütze Tim Häufglöckner und Leon David, der mit neun Toren glänzte und nie zu halten war. Dabei sah es personell gar nicht gut aus, denn Spielmacher Tom Spieß musste aufgrund einer Oberschenkelverletzung pausieren und Michael Meyer-Ricks war krank. Außerdem fehlten noch Noah Iancu (verletzt) und Niklas Ihmer (Einsatz bei den TVG-Junioren). 
 
Die Mannschaft der Trainer Andi Kunz und Alex Hauptmann wusste, wie wichtig der Sieg für die Chance auf Platz sechs war. Aber die beiden hatten ihre Spieler auch überragend eingestellt, diese wussten anscheinend schon immer im voraus, was der Gegner vorhatte und legten mit 6:1 einen Blitzstart hin. Die offensive Abwehr der Hausherren überraschte die Gäste und schmeckte denen überhaupt nicht. Hinzu gesellten sich bei ihnen gleich zu Beginn viele technische Fehler, die die Einheimischen für sich nutzten und zu Gegenstößen ummünzten. So war es nicht verwunderlich, obwohl die Gäste mit Gerr, Herth, Drude oder Leskovec sehr gute und routinierte Akteure in ihren Reihen hat, dass es schnell 15:5 stand. In der 26. Minute musste Außen Felix Wolf nach einem rüden Foul an Schnellbacher mit rot vom Parkett. Da stand es schon 17:6 und mit 20:9 ging es in die Pause. Dieses erzielte Brian Heinrich, der nach seinem langen Auslandsaufenthalt erstmals zum Einsatz kam. Neun Gegentore beim 20 erzielten Treffern ist schon nicht von schlechten Eltern. 
 
Antonio Schnellbacher war es, der nach dem Wechsel gleich auf 21:9 erhöhte und so ging das muntere Toreschießen weiter. Vorne wurde konsequent abgeschlossen, hinten gut zugepackt. Das Trainer-Duo Hauptmann/Kunz wechselte auf den Positionen durch, ihre Spieler zauberten teilweise auf dem Feld – so wie das traumhafte Anspiel von Tim Häufglöckner auf Leon David, der zum 29:16 einnetzte. Bei den Gästen waren es einzig Benjamin Herth und Max Drude, die sich ernsthaft wehrten und gegen die Niederlage stemmten. Ansonsten traten die Gäste viel zu harmlos auf. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 39:24-Erfolg und ein hochzufriedener Alex Hauptmann sagte: „Fairerweise muss man sagen, dass der HSC schon limitiert aufgespielt hat. Aber bei uns hat von Anfang an alles gepasst und wir haben mit Power nach vorne gespielt. Die Frage war, ob die Mannschaft ihre Linie so bis zum Schluss durchziehen kann. Das hat sie richtig gut gemacht, das Spiel nicht austrudeln lassen, sondern ihr Ding durchgezogen. Wir sind sehr zufrieden und glücklich mit dem Sieg.“
 
Wieviel dieser Wert war, zeigt sich nächste Woche. Da geht es für den TVK zum unmittelbaren Konkurrenten nach Gelnhausen. Der TVG steht auf Platz sieben, hat 17:15 Punkte bei 16 Spielen. Die Odenwälder haben nach nun ebenfalls 16 Spielen ihr Punktekonto ausgeglichen (16:16).
 

Konsequent gespielt und die Punkte geholt 

Mit etwas gemischten Gefühlen trat die HSG Bieberau/Modau die Reise nach Coburg an, hatten sie doch immerhin vier Wochen kein Wettkampfspiel und damit ein gehöriges Defizit an Spielpraxis. Das konnte man auch in den ersten Minuten des Spiels sehen, als sich vor allem die sonst so sichere Abwehr gegen die Coburger schwer tat. Da fehlte die Koordination, der letzte Schritt und vor allem die Harmonie im Abwehrverbund. So war es nicht verwunderlich, dass die Coburger zu dieser Phase des Spiels gut mithalten konnten und die Partie zunächst offen blieb. Am Ende nahm die HSG mit 31:24 (19:14) den Sieg mit nach Hause.

Nach zehn Minuten stand es 5:6, ehe die Falken etwas besser ins Spiel kamen und nach 17 Minuten erstmals eine Drei-Tore-Führung herausspielen konnten. Zur Halbzeit stand es 14:19. 

In der Halbzeitpause wurde mehr Konsequenz gefordert. Die Ansage fruchtete und so kam auch die Abwehr immer besser ins Spiel und fand zur alten und gewohnten Stärke zurück. Jetzt wurden Bälle geblockt, Kreisanspiele verhindert und gut mit Torhüter Sevo zusammen gearbeitet. Das schlug sich natürlich auch gleich im Ergebnis nieder, denn die Falken zogen Tor um Tor davon und konnten sogar in der 50. Spielminute mit 29:20 in Führung gehen.Im Zeichen eines sicheren Sieges, schaltete die HSG einen Gang zurück. So konnte Coburg noch etwas Resultatsverbesserung betreiben und am Ende stand ein klarer Auswärtssieg für die Gäste auf der Anzeigetafel. 

HSG-Manager Georg Gaydoul: „Auch in Coburg muss man erst einmal gewinnen, das haben wir gut hin bekommen und wollen uns weiter steigern. Aber jetzt erst einmal ein Lob an die Truppe, die immerhin vier Wochen keinen Wettkampfmodus hatte.“

Tabellenzweiter am Ende zu stark für die Rodgauer

Tolle Treffer, packende Zweikämpfe, Wechselfehler und viele Diskussionen. In einem hochinteressanten Spiel mussten sich die Baggerseepiraten nach 60 kampfbetonten Minuten dem Bundesliganachwuchs aus Erlangen mit 29:36 (15:17) geschlagen geben. 

Vom Anpfiff an entwickelte sich eine temporeiche Partie mit extrem hoher Schlagzahl. Beide Teams suchten zielstrebig den direkten Weg zum Tor. Die Hausherren waren immer wieder mit Pässen an den Kreis erfolgreich. Dort wuselte sich Flo Stenger durch die Deckungsreihe der Gäste, der oftmals nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Die Franken vertrauten im Angriff vor allem dem treffsicheren Poser auf Rechtsaussen, der bei seinen insgesamt neun Wurfversuchen in der ersten Halbzeit achtmal erfolgreich war. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase (5:5) ließen die Rodgauer gegen den starken Gästekeeper Boiek ein paar gute Chancen liegen, das nutzte der Tabellenzweite sofort eiskalt aus und setzte sich auf 11:8 ab.

HSG-Trainer Jan Redmann nahm in seiner Auszeit dann erste personelle Wechsel vor und forderte von seinem Team wieder mehr Intensität in den Zweikämpfen. Das setzten Kohlstrung und Co. gegen die körperlich überlegenen Gäste auch direkt um. Die Intensität auf dem Feld nahm jetzt spürbar zu, es hagelte Hinausstellungen auf beiden Seiten. Dies gipfelte letztendlich in einer umstrittenen Szene, bei der sich Gästeakteur Bialowas zu einer klaren Unsportlichkeit gegen Michi Weidinger hinreißen ließ. Doch zum deutlich hörbaren Unmut der heimischen Fans wurde nicht nur Bialowas, sondern auch Weidinger mit einer Zweiminuten-Strafe bedacht. Das war nicht die einzige Entscheidung, mit der HSG-Coach Jan Redmannsichtlich unzufrieden war. Die hochgekochten Emotionen beruhigten sich dann aber recht schnell und bis zum Halbzeitpfiff gelang es den Rodgauern, den Rückstand auf 15:17 zu begrenzen.

Direkt nach Wiederbeginn folgte dann die entscheidende Phase. Binnen drei Minuten produzierten die HSGler viele Fehler im eigenen Angriff. Die wieselflinken Gäste nutzten das aus, oftmals in Person von Linksaußen Bauder, der immer wieder frei vor Kapitän Marco Rhein auftauchte. Der HSG-Kapitän zeigte mit 20 Paraden zwar erneut eine starke Leistung, konnte in der Folge aber nicht verhindern, dass sich die Erlanger nicht aus dem Konzept bringen ließen. Was die Baggerseepiraten auch versuchten, oftmals hatten die gegnerischen Spieler die bessere Antwort. So vergingen die Minuten und spätestens beim 23:30 war die Partie entschieden. 

Das Bild hat uns die HSG Rodgau Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt geht es Schlag auf Schlag und das Personalkarussell dreht sich sehr schnell.

Wie der Verein mitteilte, wird Rechtsaußen Görkem Bicer für weitere zwei Jahre beim TV Großwallstadt bleiben. Dafür wird Pierre Busch die Großwallstädter nach der Saison verlassen.

Görkem Bicer, welcher zur Saison 2021/22 aus der Türkei zum TVG wechselte, hat sich entschieden, weiterhin das Trikot der Blau-Weißen zu tragen. TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst freut sich sehr über diese Personalie: „Görkem hat sich in den letzten Monaten bei uns extrem stark entwickelt. Ich bin mir sicher, dass er uns auch in der Zukunft noch schöne Handballmomente bieten wird.“

Auch der sportliche Leiter Michael Spatz findet nur lobende Worte für den 23-jährigen Türken: „Nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit hat Görkem gezeigt, wie stark er ist. Er hat ein außergewöhnliches Wurfrepertoire und eine sehr gute Abschlussquote. Wir werden noch viel Freude an ihm haben.“ Und auch TVG-Trainer Ralf Bader ist sehr glücklich über die Entscheidung von Bicer, am Untermain zu bleiben: „Nach Pierres Abgang freue ich mich total, dass wir mit Görkem einen extrem starken Rechtsaußen bei uns behalten können. Er hat sich – obwohl er die deutsche Sprache nicht spricht und aus einem ganz anderen Handballumfeld kommt – sehr schnell an die zweite Liga gewöhnt und hat auch schon deutlich gezeigt, zu was er in der Lage ist. Wir möchten gemeinsam mit ihm den Weg fortsetzen, dass er kontinuierlich sein Leistungsvermögen abruft und einer der Top-Außen der Liga wird.“

Pierre Busch geht

Pierre Busch hingegen hat sich entschieden, seinen zum Ende der aktuellen Saison auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern und wird sich zukünftig neuen Herausforderungen beim ambitionierten Ligakonkurrenten VfL Eintracht Hagen stellen. Er hat gleich zu Beginn seiner Neuverpflichtung beim TVG gezeigt, was in ihm steckt. Leider hat sich das junge Talent dann im Dezember 2020 das Kreuzband gerissen und kämpfte sich nach langer und intensiver Regeneration zu Beginn der aktuellen Spielzeit zurück ins Team, wo er aktuell mit viel Einsatz und Engagement versucht, an seine Leistungen anzuknüpfen.

 

Die Bilder hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Bundesliga gewann der TV Großwallstadt das immens wichtige Spiel gegen den HSC Coburg mit 30:29 (16:15) und hat nun 15:25 Punkte auf dem Konto. Der Matchwinner war Jan-Steffen Minerva. Der Torhüter hatte einen etwas unauffälligen Tag erwischt, parierte aber am Ende zwei unglaublich wichtige Bälle, die dem TVG zum knappen Sieg verhalfen. Hinzu kam ein überragend aufspielender Tom Jansen, der mit 11/3 Toren vom Gegner nie zu egalisieren war.

Vor 430 Zuschauern war beiden Mannschaften gleich zu Beginn anzumerken, dass sie die Punkte auf jeden Fall einsäckeln wollten. Der TVG kam etwas besser in die Partie, konnte sich auf 4:2 absetzen, aber der HSC glich schnell aus und es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten. Bis zur 19. Spielminute konnten die Blau-Weißen immer wieder vorlegen, danach nutzte Coburg seine Chance und ging erstmals in Führung. Am Ende der ersten 30 Minuten war es Pierre Busch und Torhüter Can Adanir, der Jan-Steffen Minerva ablöste, zu verdanken, dass der TVG mit 16:15 in die Pause gehen konnte.

Nach dem Seitenwechsel kam der HSC  besser aus der Kabine und erzielte gleich zwei Treffer. TVG-Trainer Ralf Bader hatte seine Mannschaft sehr gut auf die Spielphilosophie des Gästecoachs Brian Ankersen eingestellt. Die Abwehr, vor allem der Innenblock um Dino Corak und Thomas Rink stand nun sicher und Spielmacher Mario Stark dirigierte sein Team zu  einer 23:19-Führung. Dieser Vorsprung sollte nicht reichen, um den Erstliga-Absteiger weiter abzuschütteln. Coburg traf in der 52. Spielminute zum 25:25-Ausgleich. Und wieder einmal war zu befürchten, dass der TV Großwallstadt eventuell diese kritische Phase nicht überstehen würde. Aber die Mannschaft bewies einen unglaublichen Siegeswillen und bot dem Gegner Paroli. 

Am Ende war es der überragende Tom Jansen, der die wichtigen Tore zur 30:29-Führung erzielte. Zum Matchwinner sollte allerdings Torhüter Jan-Steffen Minerva werden, der mit zwei überragenden Paraden in den Schlusssekunden den Sieg für den TVG festhielt.

TVG-Trainer Ralf Bader war zunächst die Erleichterung und dann die Freude über diesen wichtigen Sieg deutlich anzumerken: „Ich bin total glücklich. Wir haben uns heute endlich mal belohnt für unsere Arbeit. Und die zwei Punkte haben wir uns in diesem Match definitiv auch verdient.“

 

 Das Bild von Mario Stark hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Das Topspiel in der dritten Handball-Liga, Staffel E, zwischen der HSG Hanau und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II fand keinen Sieger. Nach hart umkämpften 60 Spielminuten hieß es 25:25 (11:13). Davor gab es Spannung pur und eine Gänsehaut-Atmosphäre. Durch das Remis bleiben die Grimmstädter auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen und sind weiterhin Tabellenführer.

„Am Ende des Tages können wir froh sein, dass wir einen Punkt geholt haben, denn wir haben heute über die 60 Minuten nicht unser Leistungslimit erreicht. Kompliment an die Mannschaft, die im zweiten Durchgang eine riesen Moral an den Tag gelegt hat und das Spiel noch drehen konnte“, sagte HSG-Coach Hannes Geist nach der Partie.

Dabei startete das Geist-Team mit einer frühen 3:0-Führung stark in die Partie. Besonders in der ersten Hälfte fiel aber schnell auf, dass Hanau vorm gegnerischen Tor die Durchschlagskraft und Spielfreude vermissen ließ, die sie besonders im vergangenen Jahr so gefährlich machte.

Mit viel Tempo und einer guten Deckungsarbeit konnte Dutenhofen den Anschluss halten und in der zwölften Spielminute sogar die Führung übernehmen (6:5). In der Folge lief Hanau dem Ein-Tore-Rückstand lange hinterher. Generell war das Spiel zerfahren und die Hanauer verloren den Fokus auf das Spiel. Zum Halbzeitpfiff hatten die Gäste mit einem 13:11 die Nase knapp vorne.

Unverändertes Bild nach dem Wechsel

Nach dem Seitenwechsel zunächst ein unverändertes Bild. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und Dutenhofen konnte die Führung lange und konstant auf mittlerweile drei Tore halten. Hanau musste reagieren und wechselte den Torhüter. Für den frisch gewordenen Papa Sebastian Schermuly stand nun der junge Henrik Naß zwischen Pfosten. Erst vergangenes Spiel gab dieser sein Drittliga-Debüt.

Mit einigen tollen Paraden in kürzester Zeit war er sofort im Spiel und leitete die Wende ein. Mit viel Wille und Kampfgeist gaben sich die Hausherren mit dem Rückstand nicht zufrieden und bewiesen in der Schluss-Viertelstunde eine tolle Moral. Rund 260 Fans durften so in der 54. Spielminute durch das Tor von Dennis Gerst den 23:23-Ausgleich bejubeln.

Angepeitscht von den Fans gelang Jannik Ruppert vier Minuten vor Schluss mit dem 25:24 sogar der Führungswechsel. Dutenhofen glich aus und hatte mit der Schlusssirene sogar die Möglichkeit das Spiel für sich zu entscheiden. Doch noch einmal war die beste Deckung der Staffel E zur Stelle und Hanau sicherte nach Rückstand das 25:25 (11:13)-Unentschieden.

Beste Werfer der Grimmstädter waren mit jeweils vier Treffern der erneut starke Luca Braun, Dennis Gerst und der gewohnt sichere Siebenmeter-Schütze Max Bergold. Bei den Gästen stach besonders der junge und spielfreudige Rückraumspieler Ole Klimpke hervor, der mit neun Toren seine Mannschaft auswärts zum Punktgewinn führte.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Bundesliga gab es am gestrigen Freitag bereits die erste Überraschung. Der VfL Lübeck-Schwartau gewann gegen den Spitzenreiter VfL Gummersbach mit 31:29 (15:14). Die zweite folgte gleich mit dem Ergebnis zwischen dem VfL Eintracht Hagen und dem TuS Ferndorf. Diese Partie ging 19:29 (9:14) aus. Die Begegnung Essen vs Aue wurde aufgrund Corona verlegt – genauso wie das Spiel heute zwischen Hüttenberg und Ludwigshafen.

Gespielt wird in der Elsenfelder Untermainhalle. Dort empfängt der TV Großwallstadt den HSC Coburg. Der Erstliga-Absteiger konnte im bisherigen Saisonverlauf nicht das zeigen, was der Verein von sich selbst erwartet hat. Deshalb haben die Oberfranken personell nachgelegt und mehrere Rückraumspieler nachverpflichtet. Seitdem geht die Formkurve nach oben und der HSC steht derzeit auf Platz 14 der Tabelle. 

Im ersten Rückrundenspiel der aktuellen Spielrunde hat das Team von Brian Ankersen am vergangenen Wochenende gegen den TV Emsdetten einen souveränen Sieg gelandet und reist nun sicher mit viel Rückenwind nach Großwallstadt. In der Hinrunde mussten sich die Unterfranken im bayerischen Derby mit 27:30 geschlagen geben und zählen auch jetzt als Außenseiter der Partie. Allerdings wäre etwas Zählbares von Nöten, um sich etwas aus dem unteren Tabellenbereich absetzen zu können. 

Der TVG muss sich auf eine sehr massive Abwehr einstellen, da der HSC im Innenblock über extrem zweikampfstarke Spieler verfügt. TVG-Trainer Ralf Bader wird seine Mannschaft darauf einstellen, Tempo auf die gegnerische Defensive zu bringen und mit viel Power und Selbstbewusstsein in die Aktionen zu gehen, um die sehr engen Räume effektiv zu nutzen. „In der Abwehr müssen wir – wie in den letzten zwei Spielen auch – enorm viel arbeiten, viel Laufarbeit bewältigen und aggressiv nach vorne verteidigen, damit die Coburger Werfer nicht zum Zug kommen”, so der Coach zu seinem Matchplan.

Weiter spielen: Emsdetten – Elbflorenz, Eisenach – Bietigheim, Dormagen – Hamm-Westfalen, Rimpar – Dessau-Rosslau, Nordhorn-Lingen – Rostock.

Das Bild, das Povilas Babarskas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel E,  steht dieses Wochenende ein Spitzenspiel an. Bereits heute Abend, Freitag, empfängt die HSG Hanau als Tabellenführer die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Bereits im Hinspiel wurde den Zuschauern einiges geboten. Damals setzten sich die Hanauer in einem an Spannung nicht mehr zu überbietenden Spiel mit 26:25 durch. Nicht nur deshalb verspricht auch das Rückspiel ein tolles Handballspiel zu werden, denn beide Teams befinden sich in aktuell guter Form.

Gastgeber Hanau ist seit sieben Spielen ungeschlagen, aber auch die Bilanz der Gäste kann sich mit nur einer Niederlage in den letzten fünf Spielen sehen lassen. Passend zum Duell dieser temporeich auftretenden  Mannschaften werden wieder über 500 Zuschauer in der Main-Kinzig-Halle erlaubt sein, die sicher für die nötige Stimmung vom Spielfeldrand sorgen werden.

„Die Vorfreude ist bei allen zu spüren, die Jungs brennen und sind heiß auf Freitag. Für uns wird es eine große Herausforderung, der wir aber mit viel Freude und Spaß entgegentreten werden. Wir wollen schnell in unseren Rhythmus kommen und unsere bestmögliche Leistung abrufen“, sagt Hanaus Trainer Hannes Geist.

Das die Nachwuchsmannschaft des Bundesligisten der HSG Wetzlar ein unangenehmer Gegner ist, durften die Grimmstädter im Hinspiel erfahren. Damals spielte Dutenhofen mit einer aggressiven 3-2-1-Deckung, die die Hanauer vor Probleme stellte.

Seitdem haben sich beide Mannschaften weiterentwickelt. Dutenhofen hat nicht nur einen Trainerwechsel hinter sich gebracht, sondern auch die 6-0-Deckung etabliert. Mit dieser ebenfalls ballorientierten Deckungsvariante wollen sie, ähnlich wie die Hanauer, Ballgewinne erzielen und schnell ins Tempospiel kommen, um einfache Tore zu erzielen.

Besonders im Angriff hat die junge und dynamische Gäste-Mannschaft eine sehr gute Spielanlage. Auf die Hanauer Verteidigung kommen viele Eins-gegen-Eins Duelle zu. Darauf hat sich die HSG die letzten zwei Wochen vorbereitet und in der Deckung Fortschritte gemacht, um noch stabiler da zu stehen. Über Ballgewinne will der Gastgeber ins Umschaltspiel kommen und vor heimischem Publikum 60 Minuten Vollgas-Handball spielen.

Baggerseepiraten im Heimspiel gefordert

Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden spielt am Wochenende. Im Spiel gegen die Bundesliga-Reserve des HC Erlangen gilt es am Samstag für die Redmann-Crew zu beweisen, dass die richtigen Lehren aus der Niederlage in Dutenhofen gezogen wurden. Mit 21:9 Punkten liegen die Mittelfranken nur drei Minuspunkte vor den Rodgauern, die bei einem Sieg wieder nah an die Tabellenspitze heranrücken können. Im Hinspiel feierte das Team um Kapitän Marco Rhein mit einem furiosen Endspurt und dem Siegtreffer von Timo Kaiser mit dem Schlusspfiff einen knappen Erfolg. Dieser Stachel wird bei den jungen Wilden von Trainerfuchs Tobias Wannenmacher sicherlich noch tief sitzen und das Team um den aus Hanau bestens bekannten Rückraumkanonier Tarek Marschall (aktuell mit 94 Toren bester Feldtorschütze der Liga) wird auf Wiedergutmachung aus sein. Mit Rechtsaußen Jonas Poser und Julian Mangen wird Marschall dabei von schnellen und torgefährlichen Spielern unterstützt.

Bei den Rodgauern geht man aber angesichts der zuletzt gezeigten Leistung ebenfalls mit breiter Brust in die Partie. In der Abwehr mit Rückkehrer Philipp Wunderlich zeigte man sich aufmerksam und bissig, im Angriff nutzte man bis auf einen kleinen Durchhänger die sich bietenden Chancen  konsequent und zwischen den Pfosten machte Philipp Höpffner in der zweiten Hälfte mit zahlreichen Paraden Werbung in eigener Sache. Personell kann Coach Jan Redmann bis auf den Langzeitverletzten Philipp Keller derzeit aus dem Vollen schöpfen und so ist auf beiden Seiten das Feld für ein spannendes und torreiches Handballspiel bereitet.

TV Kirchzell muss gewinnen

Ebenfalls am Samstag tritt der TV Kirchzell daheim gegen die HSC Bad Neustadt an. Das letzte Spiel des TVK war am 22. Januar daheim gegen Erlangen. Dann mussten die Odenwälder aufgrund Corona pausieren. Diesmal geht es gegen den HSC Bad Neustadt und gegen diesen Gegner muss gewonnen werden, soll der direkte Klassenerhalt in Reichweite bleiben. Das ist beim TVK jedem klar.

Dementsprechend werden sich die Jungs vom Trainer-Duo Andi Kunz und Alex Hauptmann auch in die Partie reinhängen. Die Gäste stehen derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz und haben erst 4:28 Punkte auf dem Konto. Eigentlich etwas unverständlich, schaut man sich den Kader der Rotmilane an. Mit Vilim Leskovec, Max Drude, Franziskus Gerr oder Benjamin Herth stehen Spieler mit viel Qualität auf dem Parkett. Daher sagt auch einer der TVK-Trainer, Andi Kunz: „Das Team kann Handball spielen. Wir sollten tunlichst nicht auf die letzten Ergebnisse der HSC schauen. Diese Ergebnisse dürfen wir nicht beurteilen. Wir müssen mutig spielen und jeden Fehler des Gegners bestrafen. Wenn der HSC  ins Rollen kommt, dann wird es gefährlich.“

Die beiden TVK-Trainer Kunz und Hauptmann hatten unter der Woche alle Mann an Bord und soweit sind, bis auf einige Blessuren, alle wohlauf. Die Coaches werden ihr Team auf den Gegner einschwören und Andi Kunz sagt: „Entscheidend ist, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, dann müssen wir gegen Bad Neustadt gewinnen.“

Die Falken wollen einen Sieg einfahren

Und die HSG Bieberau-Modau hatte auch eine lange Pause und bestreitet ihr erstes Spiel nach vier Wochen gegen die HSC Coburg II. Da dürfte es verdammt schwer werden, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen und die dringend erforderliche gute Leistung abzurufen. Da müssen die Falken aber schnellstens hin, wenn sie ihren Ansprüchen gerecht werden wollen. Weiterhin ist Ziel Platz zwei und die Teilnahme an den Relegationsspielen zum Aufstieg in die zweite Bundesliga. 

Vorsicht ist angesagt, denn auch wenn der kommende Gegner aktuell Tabellenletzter ist, muss er erst einmal in eigener Halle geschlagen werden. Der HSC Coburg II hat eine sehr junge Mannschaft, die aber auch erfahrene Spieler in den Reihen hat. Da heißt es für die Falken von Anfang an leidenschaftlich zu kämpfen und ihre Stärken auszuspielen. Besonders wichtig, wird eine stabile Deckung und zwei gut aufgelegte Torhüter sein, um ins Tempospiel zu kommen und vorne einfache Tore zu erzielen. Immerhin – Zeit Verletzungen aus zu kurieren und sich auf das Spiel ein zu stellen hatten sie mehr als ausreichend. Gespielt wird am Sonntag in Coburg.

 

Alle anderen Mannschaften sind spielfrei.

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball-Zweitligist TV Großwallstadt bekannt gab, wird es zur neuen Saison einen Wechsel auf der Torhüter-Position geben. Der griechische Nationaltorhüter Petros Boukovinas kommt, dafür wird Can Adanir den Verein verlassen. 

Der 27-jährige Grieche erhält beim TVG einen Zwei-Jahres-Vertrag und wird zusammen mit Jan-Steffen Minerva das neue Torhütergespann bilden.

Petros Boukovinas, der aktuell beim AEK Athens HC zwischen den Pfosten steht, hat bereits in Europa beim luxemburgischen Verein Handball Esch Spielpraxis sammeln können und ist Teil der griechischen Nationalmannschaft.

TVG-Geschäftsführer Stefan Wüst freut sich auf den 1.88 Meter großen Griechen: „Mit Petros bekommen wir einen erfahrenen Torhüter, der zusammen mit Jan-Steffen prima harmonieren wird, da bin ich mir sicher. Da wir bereits mit Savvas sehr positive Erfahrungen machen durften, freue ich mich, auch zur kommenden Saison einen griechischen Spieler im Team zu haben.“

Der Sportliche Leiter des TVG, Michael Spatz, ist sehr zufrieden mit seiner Neuverpflichtung: „Mit Petros bekommen wir einen Torwart, der in den letzten Jahren durchgängig im Europapokal gespielt hat. Er ist absolut ehrgeizig und möchte jetzt auch in der Bundesliga zeigen, welches Potenzial in ihm steckt. Gemeinsam mit Jan-Steffen werden wir in der kommenden Saison ein tolles Gespann im Tor haben.“

Auch TVG-Trainer Ralf Bader findet lobende Worte: „Bei Petros hat mich vor allem seine extrem körpersprachliche Präsenz beeindruckt. Er ist ein Torhüter, der sehr viel Energie ausstrahlt und sowohl aus der Nahdistanz sehr explosiv ist aber auch aus dem Rückraum sehr reaktionsschnell Bälle abwehren kann. Ich bin überzeugt davon, dass Petros eine absolute Bereicherung für unser Team sein wird.“

Der Keeper wurde am 08. März in Thessaloniki, Griechenland, geboren. Von 2014 bis 2016 spielte er für PAOK, einen griechischen Verein in der Premier League, wechselte dann für die Saison 2016/17 zum Ligakonkurrenten Filippos Veria, um sich 2017 dem luxemburgischen Verein Handball Esch für vier Spielzeiten anzuschließen. Seit 2021 läuft er für AEK Athens HC auf. Außerdem steht er im Kader der griechischen Handballnationalmannschaft.

Zu seinem Wechsel zum TVG sagte er: „Ich bin stolz, dass ich ein Teil dieser Mannschaft sein darf. Es war immer ein Traum von mir, in so einem historischen Verein spielen zu können. Ich freue mich auf die neue Saison und ich werde alles geben, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.“

Kein Vertrag mehr für Can Adanir

Der Vertrag von Can Adanir, welcher seit der Saison 2020/21 als zweiter Torhüter hinter Jan-Steffen Minerva beim TVG im Kader steht, wird nicht verlängert. Er hat noch nicht bekannt gegeben, für welchen Verein er in der kommenden Saison auflaufen wird. Adanir ist in Babenhausen aufgewachsen, bewies sehr oft sein Können und hatte sogar eine Einladung zu einem Lehrgang der türkischen Nationalmannschaft. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters musste aber damals wegen Corona absagen.

 

Das Bild vom neuen Torhüter hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Nationaltorhüterin Ann-Cathrin Giegerich bleibt ein weiteres Jahr in Ungarn. Die 30-jährige Großwallstädterin hat zuletzt beim ungarischen Erstligisten DVSC Debrecen ihren Vertrag um ein Jahr plus Option verlängert.

Sie wechselte 2020 vom Bundesligisten Thüringer HC nach Debrecen und sagt: „Ich freue mich sehr, noch mindestens ein Jahr in Debrecen zu bleiben. Ich genieße es sehr in Ungarn und insbesondere in Debrecen zu sein und ich bin dankbar für das Vertrauen und die Chance, meine „Reise“ mit dieser Mannschaft und dem Verein fortzusetzen. Ich möchte mich persönlich auf und neben dem Platz weiter entwickeln und dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen.“

Aktuell  steht ihr Club in der ungarischen Liga auf dem dritten Tabellenplatz. Bisher hat Anca, wie ihre Freunde sie nennen, für Debrecen 44 Spiele bestritten und war vor allem im Oktober 2021 im Match gegen den derzeitigen Tabellenfünften Mosonmagyarovar mit einer Quote von 62 Prozent überragend.

Anca Giegerich spielte in ihrer Jugend für den TV Großwallstadt und die HSG Sulzbach/Leidersbach. Über die Stationen Mainzlar, Sulzbach/Leidersbach, Bietigheim, Sport-Union Neckarsulm und Thüringer HC zog es sie dann nach Ungarn. Dort hat sich die sympathische Sportlerin schnell eingelebt und wird bis auf Weiteres das Tor des DVSC Debrecen hüten.

Ihr Debüt in der Nationalmannschaft gab Anca im Juni 2012.

 

Das Bild hat uns Anca zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Bleibt gesund und passt auf Euch auf.