Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Mittwoch, den 12. Oktober treffen um 20 Uhr in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg die Nationalmannschaften der Ukraine sowie der Faröer Inseln zum Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2022/23 aufeinander. Der TV Großwallstadt sowie die Handballregion Untermain werden als Kooperationspartner der ukrainischen Mannschaft fungieren und das Spiel in Aschaffenburg ausrichten. Besondere Aufmerksamkeit erhält diese Partie, da aufgrund des Krieges in der Ukraine dort aktuell keine Spiele ausgetragen werden können und daher Deutschland als Spielort gewählt wurde.

Slava Lochman bezeichnet die Region als zweite Heimat

Der Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft, Vyacheslav Lochman, wohnt seit seiner Flucht aus der Ukraine im März dieses Jahres im Landkreis Miltenberg, bezeichnet die Region mittlerweile als seine zweite Heimat. Slava Lochman ist es auch zu verdanken, dass die Spieler der Nationalmannschaft bereits im April 2022 vom ukrainischen Sportministerium eine Ausreisegenehmigung bekommen haben, um in Großwallstadt ein Trainingslager zu absolvieren. Damals war das Medieninteresse groß und der Trainer, der durch seine früheren Kontakte als Spieler des TV Großwallstadt diese Region als Zufluchtsort auswählte, hat immer wieder betont, wie wichtig es ist, der Welt zu zeigen, dass die Ukraine noch lebt und dass die Sportler nicht an der Front, sondern auf dem Spielfeld für ihr Land kämpfen.

Aktuell andere Situation

Aktuell ist die Situation anders, die mediale Aufmerksamkeit liegt nicht mehr auf dem Krieg in der Ukraine, andere Themen stehen im Vordergrund. Aber gerade der Handballsport hat mit dem Start der Saison 2022/23 noch einmal ein Zeichen gesetzt: Der Ukrainische Top-Verein HC Motor Zaporizhzhia erhielt von der Handball-Bundesliga die Möglichkeit, in der aktuellen Spielrunde in der zweiten Liga aufzulaufen und somit weiter Profihandball zu spielen. „Das ist schon ein großes Zeichen an die Außenwelt, dass eine ukrainischer Spitzenclub in der 2. Liga spielt – wenn auch außer Konkurrenz um die Auf- und Abstiegsränge. Getreu unserem Motto Handballer helfen Handballern ist das aber in meinen Augen das richtige Signal. Für uns als TV Großwallstadt war es deshalb auch keine Frage, als die Anfrage kam, ob wir die ukrainische Nationalmannschaft dabei unterstützen können, ihr EM-Qualifikationsspiel hier bei uns in der Region auszurichten. Wir hoffen, dass wir die Handballfans am Untermain dazu bewegen können, zu diesem besonderen Sportereignis in die f.a.n.-Arena zu kommen und ein Zeichen für den Frieden zu senden“, so TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

Auch Slava Lochmann fiebert dieser Partie entgegen: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mit meiner Mannschaft hier in Deutschland weiterspielen kann. In meinem Heimatland ist es aktuell nicht möglich, Sport zu treiben. Wir wollen an diesem Spieltag wieder einmal zeigen, dass wir noch leben, dass die Ukraine noch existiert. Aber natürlich wollen wir auch gewinnen, nicht nur dieses Qualifikationsspiel, sondern alle anderen auch und nicht nur im Handball, sondern in allen Sportarten. Auf diese Weise können wir der Welt zeigen, dass wir auf dem Spielfeld weiter für Frieden und Freiheit kämpfen.“

Ukrainer in verschiedenen Vereinen Europas

Die Spieler der ukrainischen Nationalmannschaft sind aktuell in verschiedenen Vereinen in Europa untergekommen, die meisten davon laufen für den HC Motor Zaporizhzhia auf. Ein weiterer Akteur, Ievgen Zhuk, trägt das Trikot des TV Großwallstadt. Der Linksaußen, der vorher bei Medwedi Perm in Russland unter Vertrag stand, freut sich auf die Partie gegen die Faröer Inseln: „Ich bin froh, endlich wieder für mein Land ein Spiel bestreiten zu dürfen. Nach meiner Flucht aus Russland wusste ich zunächst nicht, wie meine Handballkarriere weiterverläuft. Aber hier in Großwallstadt bin ich gut aufgenommen worden und ich freue mich jetzt sehr darauf endlich wieder in den Farben blau und gelb – meinen Nationalfarben – auflaufen zu dürfen.“

Die Ukraine ist in der EM-Qualifikation der Gruppe 4 zugelost worden und bestreitet neben dem Spiel gegen die Faröer Inseln am 12. Oktober noch folgende Begegnungen:

15.10.2022:   Rumänien gegen Ukraine

08.03.2023:   Ukraine gegen Österreich

11.03.2023:   Österreich gegen Ukraine

26.04.2022:   Faröer Inseln gegen Ukraine

30.04.2023:   Ukraine gegen Rumänien

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der TV Großwallstadt hat in der zweiten Handball-Bundesliga auch in seinem dritten Spiel überzeugt und steht nun aktuell mit 6:0 Punkten auf einem überragenden zweiten Tabellenplatz. Die gut 1300 Zuschauer sahen einen unglaublich engagiert aufspielenden TVG – und dieses Auftreten macht Lust auf mehr.

Es war nicht verwunderlich, dass TVG-Geschäftsführer Michael Spatz die Freude ins Gesicht geschrieben stand, als er nach dem Abpfiff sagte: „Ich bin einfach nur begeistert! Hut ab vor der Leistung dieser Mannschaft. Die Abwehr, zusammen mit unserem Torhüter Jan-Steffen Minerva, ist einfach Klasse. Drei Spiele – drei Siege – besser geht es nicht.”

Nach dem 26:23-Erfolg gegen den Erstliga-Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke wollten die Freudentänze auf dem Parkett und der Applaus für die Mannschaft von TVG-Trainer Igor Vori kein Ende nehmen. „Wir sind heute einmal mehr über die Emotionen, aber auch über den Kopf gekommen. Jeder hat Bock alles zu geben und die Jungs haben viel Selbstvertrauen. Das ist Igor Vori geschuldet. Ich freu mich auch sehr, dass der von uns zusammengestellte Kader so gut passt“, brachte es Michael Spatz auf den Punkt.

Mit Spannung erwartete Partie

In der mit Spannung erwarteten Partie gegen einen der Favoriten der zweiten Liga gehörte das erste Tor den Gästen. Jo Geritt Genz, der seine Karriere bei den TVG-Junioren begann, netzte zum 1:0 ein. Dies sollte die erste und einzige Führung für sein Team gewesen sein. In der Folge erhöhten die Hausherren auf 3:1 und unternahmen beim 5:3 und 8:6 bereits die ersten Ausreißversuche. In der 24. Minute betrug der Abstand dann drei Treffer (10:7) durch zwei wunderschöne Tore in Folge von Kreisläufer Dino Corak. Schon hier zeigte sich, dass die Gäste mit der 5:1-Deckung des TVG nicht gut zurecht kamen. Hinzu kam ein erneut bärenstarker Jan-Steffen Minerva im Tor.

Kapitän Florian Eisenträger beim Wurfversuch

Kein Wunder, dass Rückraumhüne Finn Wullenweber sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute wieder die brutal gute Abwehr mit einem Weltklassetorhüter Bruno (Spitzname von Jan-Steffen Minerva, Anm. d. Red.). Wir haben bisher Woche für Woche gezeigt, dass wir als Mannschaft gut funktionieren und kämpfen bis zum Schluss.“  Zwar zeigten sich kurz vor der Pause ein paar Flüchtigkeitsfehler beim TVG, die der TuS gut ausnutzte. Doch näher als ein Tor kamen die Gäste nicht heran. Nach dem 12:11-Anschlusstreffer durch den körperlich präsenten Kreisläufer Leos Petrovsky ging es zunächst einmal in die Pause. Einen kleinen Wermutstropfen gab es in der 14. Minute. Görkem Bicer hatte Probleme mit dem Knie, musste behandelt werden und wurde nicht mehr eingesetzt. Michael Spatz gab aber nach dem Spiel Entwarnung. Für Bicer kam Maxim Schalles und reihte sich letztlich mit 3/2 Treffern in die Reihe der Torschützen ein.

Immer wieder Jan-Steffen Minerva

Nach dem Wechsel hielt Jan-Steffen Minerva den ersten Wurf der Gäste. Im Gegenzug verwandelte Kapitän Florian Eisenträger vom Punkt zum 13:11 und erhöhte gleich danach zum 14:11. Im Gegenstoß traf Schalles und Mario Stark mit einem sehr unnachahmlichen Hüftwürfe erzielte das 16:12 (37.). Und immer wieder war es Jan-Steffen Minerva, der seinem Gegenüber Nikolas Katsigiannis an dessen 40. Geburtstag die Show stahl. Beim 17:13 nahm TuS-Trainer Michael Haaß die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler und ließ vorgezogen decken, mal 5:1, mal 4:2. Doch bis dahin war der TVG längst nicht mehr von seiner Linie abzubringen. Im Gegenteil. Tolle Tore von Bandlow, Eisenträger, Corak und Kammlodt sorgten für das 22:15 (50.). Hinzu kam, dass der TVG in der Defensive zurück auf die 6:0-Formation wechselte und das machte es dem Gast nicht leichter.

„Unsere Deckung war unglaublich und ich denke, dass der Mix zwischen unserer 5:1 und 6:0 dem TuS Probleme bereitete“, meinte TVG-Coach Igor Vori anschließend. Im Schlussakkord wurde es trotzdem noch einmal kurz spannend und die Gäste kamen auf 23:21,24:22  und 25:23 heran. Aber Torhüter Minerva fing einen Pass der Gäste weit vor seinem Tor ab, passte auf Frieder Bandlow und dieser netzte zum 26:23-Endstand ein. „Wieder einmal haben wir zusammen die zwei Punkte geholt“, strahlte er im Anschluss.

Redlich verdienter zweiter Tabellenplatz

Fokussiert: Frieder Bandlow, Finn Wullenweber, Dino Corak

Den aktuell zweiten Tabellenplatz nach Siegen gegen Eisenach, Nordhorn und jetzt Nettelstedt hat sich der TVG redlich verdient und Coach Igor Vori sagte: „Glückwunsch an die Jungs. Die Deckungsarbeit war unglaublich. Wir haben noch Luft nach oben, haben noch einen Riesenmarathon vor uns. Aber wir wissen auch um unsere Stärken. Es kommen sicher auch schwierige Zeiten. Doch jetzt genießen wir erst einmal unseren Sieg.“ Das sah auch sein Kapitän Eisenträger so: „Wir sind sehr glücklich über unseren tollen Start in die Saison. Aber diese ist noch ewig lang. Deshalb müssen wir Selbstvertrauen aufbauen und unsere Leistung halten. Unsere Abwehr mit Bruno hintendrin ist super. Der siebte Feldspieler vom Gegner hat uns erst ein paar Probleme bereitet. Nettelstedt hat ja ohne Frage eine große Qualität. Umso mehr freut es mich, dass wir gewonnen haben.“

Nächste Woche geht es zum nächsten Erstliga-Absteiger. Dann muss der TVG in Balingen-Weilstetten antreten, das derzeit von der Tabellenspitze grüßt.

 

 

Großwallstadt – Nettelstedt-Lübbecke 26:23 (12:11). –

TVG:

Minerva (1. bis 60. Minute), Boukovinas (bei vier Siebenmetern eingesetzt); Klenk, Babarskas, Eisenträger 7/3, Bandlow 3, Schauer, Bicer 2, Strakeljahn, Wullenweber 2, Zhuk, Corak 3, Stark 1, Munzinger, Kammlodt 5, Schalles 3/2.

TuS:

Katsigiannis (1. bis 47. Minute), Asheim; Genz 3, Holzhacker, Ten Velde, Baumgärtner, Petreikis, Strosack 2, Dräger, Mrakovcic 1, Wesseling 7/2, Nissen 1, Petrovsky 2, Skroblien 7/3.

 

Das Beitragsbild zeigt Maxim Schalles und es hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Die anderen Bilder sind von mir selbst.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga kommt es diese Woche zu interessanten Begegnungen. Der TV Kirchzell muss zum Aufsteiger HSG Pohlheim, die HSG Hanau muss nach Saarlouis, die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt Dansenberg und der TV Gelnhausen spielt gegen Friesenheim-Hochdorf.

Nach zwei Spielen hat der TV Kirchzell bisher noch keine Punkte auf die Habenseite schaffen können. Allerdings spielte die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz zuletzt gegen den hoch gehandelten Meisterschafts-Favoriten TuS Ferndorf sehr gut auf. Erst im Schlussspurt zog der routinierte Zweitliga-Absteiger davon und holte sich den Sieg. „Wir können zu Recht sagen, dass wir gegen Ferndorf gut gespielt haben. Wir haben sehr viel gut und richtig gemacht. Allerdings fehlte uns am Ende noch ein bisschen und da müssen wir nochmal zulegen“, so TVK-Trainer Andi Kunz.

Erste Punkte sollen her

Diesmal geht es für die Odenwälder zum Aufsteiger HSG Pohlheim und gegen den kommenden Gegner sollen auf jeden Fall die ersten Punkte in der neuen Saison eingefahren werden. Die Hausherren haben die ersten beiden Spiele ebenfalls verloren. Gegen Ferndorf gab es eine hohe Niederlage, gegen Mitaufsteiger Mundenheim erlaubte sich Pohlheim zum Schluss ein paar Fehler zu viel. Diese kosteten den Sieg, wobei Trainer Andreas Lex meinte, dass ein Punkt gerecht gewesen wäre.

Die HSG ist keine unerfahrene Mannschaft, sondern hat routinierte Akteure in ihren Reihen. Andi Kunz: „Wir kennen Pohlheim noch aus unserer Oberliga-Zeit. Aber das ist jetzt schon eine zeitlang her. Die Spiele waren immer umkämpft und darauf müssen wir uns einstellen. Hinzu kommt, dass wir nicht wissen, wie die Euphorie unter den Zuschauern in der Halle ist. Wir dürfen uns auf keinen Fall davon anstecken lassen, sondern wir müssen unsere Linie beibehalten.“

Mit Stefan Lex hat die HSG einen gestandenen früheren Zweitliga-Spieler im Team und zusammen mit Kreisläufer Moritz Lambrecht, der am vergangenen Spieltag aus privaten Gründen nicht mit dabei war, bilden die beiden eine gute Achse, die das Team nach vorne bringt. Rückraumspieler Max Rühl ist ein dynamisches Kraftpaket und Lukas Drommershausen ein schneller Spieler, der schwer zu halten ist.

Allerdings ist Andi Kunz zuversichtlich, wenn er sagt: „Wir wollen die ersten Punkte und dieser Aufgabe werden wir uns stellen. Wir haben eine aufsteigende Tendenz in der Abwehr, machen nach vorne unsere Tore und wir wollen das Tempo hochhalten. Klar gesagt: wir wollen das Spiel gewinnen.“

Aber auch HSG-Trainer Andi Lex, der lange beim Erstligisten Wetzlar gespielt hat, sagt: „Es gilt im nächsten Spiel die Fehler zu minimieren. Ich hoffe, dass unsere Halle gegen den TV Kirchzell voll wird und wir mit der Unterstützung unserer Fans dann die ersten Punkte holen.“   

HSG Hanau will auch in Saarlouis bestehen 

Jannik Ruppert von der HSG Hanau

Den erfolgreichen Saisonstart veredeln, darauf kommt es der HSG Hanau an. Als Tabellenführer reist das Team von Trainer Hannes Geist zum Tabellenvierten HG Saarlouis. Beide Teams sind in der jungen Saison noch ungeschlagen. „Uns erwartet ein Hexenkessel in Saarlouis“, sagt Hannes Geist vor dem Aufeinandertreffen mit den Saarländern. „Das wird eine riesige Aufgabe für uns, als junge Mannschaft dort zu bestehen.“

HG im Umbruch

Saarlouis befindet sich ebenfalls in einer Umbruchsaison. Wie auch die HSG setzt Saarlouis und ihr Trainer Branimir Koloper dabei vor allem auf Spieler aus den eigenen Junioren-Teams. In der höchsten deutschen Jugendspielklasse sind sich die Talente beider Mannschaften schon des Öfteren begegnet. 

„Sie haben natürlich auch sehr viel Erfahrung in ihren Reihen“, so HSG-Coach Geist und spielt damit vor allem auf den starken Rückraum der HG an. So lenkt der Mittelmann Tim Paetow routiniert das Spiel der Hausherren. Gleichzeitig sorgen Frano Vujovic und Marcel Becker im linken und rechten Rückraum für viel Torgefahr. Während die HG Saarlouis im ersten Saisonspiel noch ungefährdet in Pohlheim gewann, ging es letzte Woche gegen Gummersbach emotionsgeladenen zu und am Ende siegte die HG-Sieben.  

„Für unsere Abwehr wird das natürlich eine riesige Herausforderung, denn auf das starke Rückraumspiel müssen wir uns einstellen“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Gestützt auf die bisher herausragenden Torhüterleistungen von Can Adanir, will die HSG schnelle Ballgewinne erzielen und ihr Umschaltspiel nutzen. „Die starke Deckung der HG müssen wir umgehen können. Da erwarte ich von meiner Mannschaft die nötige Kreativität“, so Geist. „Dass das nicht unbedingt einfach wird, haben wir vor zwei Jahren festgestellt, als wir recht deutlich in Saarlouis verloren haben.“ 

Dennoch bleibt die HG kein Angstgegner für die junge Truppe aus der Grimmstadt. Dass Hanau mutig nach vorne spielen kann und sich auch vor starken Gegner nicht verstecken muss, dass bewiesen Ritter, Bergold und Co. bereits in den ersten beiden Saisonspielen. Bisher war es vor allem das Tempospiel, welches in der Liga für Eindruck sorgte. „Wie auch zuletzt wollen wir unsere Leidenschaften und unsere Tugenden einbringen und sehen, was nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel steht“, so Geist abschließend.

 

HSG Nieder-Roden empfängt Dansenberg

Nach dem verheißungsvollen Auftaktsieg gegen Waldbüttelbrunn reisten die Baggerseepiraten mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Hochdorf. Am Ende stand jedoch eine  Auswärtsniederlage. Nun heißt es Mund abputzen und sich auf die kommende Aufgabe konzentrieren, die es wahrlich in sich hat, denn die Gäste vom TuS Dansenberg konnten zu Saisonauftakt Hochdorf mit 26:22 besiegen und damit ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings gingen sie gegen Hanau mit 19:36 unter. Entsprechend geladen werden die Jungs von Trainer Frank Müller gegen Nieder-Roden auflaufen, zu tief dürfte der Stachel der Niederlage in Hanau noch stecken. Mit dem 36-jährigen Routinier Gunnar Dietrich (ehemals Eulen Ludwigshafen und TBV Lemgo) konnte der Verein aus dem Kaiserslauterner Stadtteil einen Königstransfer realisieren, der die Abwehr ordnet und vorn für einfache Tore sorgt. Zudem wechselte mit Linkshänder Jonas Dambach von der HSG Groß-Bieberau/Modau ein bekanntes Gesicht in die Pfalz, der im letzten Jahr noch bester Feldtorschütze der Bieberauer war.

Unbequemer Gegner

Auf Trainer Jan Redmann kommt also jede Menge Arbeit zu. Zum einen gilt es, das eigene Team nach der Pleite in Hochdorf wieder aufzurichten, zum anderen müssen die Baggerseepiraten auf den unbequemen Gegner eingestellt werden, der als Mitfavorit in der Staffel Süd-West gilt und möglichst schnell die Schmach von Hanau vergessen machen will. Personell kann Jan Redmann aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz von Lars Spieß und Niclas Geck stehen immer noch Fragezeichen.

 

Gelnhausen muss gegen Friesenheim-Hochdorf an seine Grenzen gehen

Nach zwei Siegen in Folge und der makellosen Bilanz von 4:0 Punkten will der TV Gelnhausen diese Woche nachlegen. Ein Selbstläufer wird das allerdings nicht, denn mit Friesenheim-Hochdorf gibt am Samstag ein echter Brocken seine Visitenkarte in der Barbarossastadt ab. 

„Wir haben eine junge und sehr begeisterungsfähige Mannschaft, die nach zwei Siegen Selbstvertrauen getankt hat. Aber am Samstag brauchen wir auch die Unterstützung unserer Fans“, sagt Matthias Geiger. Der Gelnhäuser Coach hofft auf eine Hexenkessel-Atmosphäre in der Hölle Süd, um gemeinsam den dritten Sieg einfahren zu können.

Es dürfte ein hartes Stück Arbeit werden und wohl nur im Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft zu bewerkstelligen sein. Schließlich ist Friesenheim-Hochdorf eine enorm spielstarke Mannschaft, die in der Vorwoche beim 25:22-Sieg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ihre Klasse unter Beweis gestellt hat. „Der Gegner steht sehr gut in der Abwehr und hat viele gut ausgebildete Spieler in seinen Reihen“, sagt Geiger. „Das ist eine richtige Hausnummer.“

TVG-Team muss auf Tim Schaller aufpassen

Besonders aufpassen muss das junge TVG-Team auf Tim Schaller, der mit einem Zweitspielrecht für den Zweitligisten Eulen Ludwigshafen ausgestattet ist. Mit elf Treffern war Schaller gegen Nieder-Roden der erfolgreichste Schütze für Friesenheim-Hochdorf.

TV Gelnhausen-Fahne

Um zu bestehen, hofft Geiger, dass sein Team zu mehr Konstanz findet. „Wir konnten bisher noch nicht unsere Leistung über 60 Minuten abrufen. Das müssen wir besser machen.“ Ebenso hofft der Coach, dass seine Jungs in der Abwehr noch „etwas griffiger“ zu Werke gehen. Gegen Friesenheim-Hochdorf kann Geiger auf seinen aktuell bewährten Kader zurückgreifen. Es fehlen noch immer Felix Reinhardt (Adduktorenprobleme), Philipp Schenk (Aufbauphase nach Schulterverletzung) sowie die beiden Langzeitverletzten Michael Hemmer und Max Bechert.

 

Weiter spielen:

TuS Ferndorf – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, VTV Mundenheim – VfL Gummersbach II, TSG Haßloch – DJK Waldbüttelbrunn.

 

Die Bilder haben uns die HSG Hanau und der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Den Artikel über den TV Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Gibt es heute Abend in der zweiten Handball-Bundesliga für den TV Großwallstadt die Punkte fünf und sechs auf der Habenseite? Einige sprechen bereits von einem Spitzenspiel, wenn der Erstliga-Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke heute um 19.30 Uhr in Elsenfeld gastiert.

In der Tat startete die Mannschaft von Trainer Igor Vori sensationell in die neue Saison. Erst gab es einen Heimsieg gegen Eisenach, dann setzte der TVG mit dem Auswärtserfolg in Nordhorn-Lingen noch einen drauf. 

Die Gäste gewannen erst auswärts in Hagen und dann daheim gegen Coburg. Beide stehen mit 4:0 Punkten derzeit auf Platz vier und fünf der Tabelle. Es ist also in der Tat für ein Spitzenspiel angerichtet. Auch wenn mit dem Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke ein weiterer Titelaspirant nach Großwallstadt kommt, so ist der Konkurrenz spätestens jetzt klar, dass die Unterfranken nicht mehr unterschätzt werden dürfen.

Die TuS-Mannschaft musste nach dem Aufstieg 2020/21 die erste Liga nach nur einer Saison wieder verlassen. Neu-Trainer Michael Haaß hat die gleiche Aufgabe wie TVG -Coach Igor Vori: beide müssen die neu formierten Mannschaften zu einer Einheit entwickeln, damit diese sich in der stark besetzten zweiten Liga beweisen können.

Die Gäste machte vor allem mit der Verpflichtung von Torhüter Nikolas Katsigiannis auf sich aufmerksam und auch die Rückkehr von Jo Gerrit Genz ließ aufhorchen. Neuzugang Sven Weßeling spielt groß auf und die Flügelzange Tom Skroblien und Peter Strosack muss in Schach gehalten werden, will der TVG den dritten Sieg in Folge einfahren.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams war in der Saison 2020/21. Dort kam es zu einem Unentschieden in der Hinrunde (21:21), das Rückspiel entschied Nettelstedt-Lübbecke deutlich mit 31:25 für sich. Es wird also spannend.

 

Das Bild, das TVG-Kapitän Florian Eisenträger zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga gab es am vergangenen Wochenende ein paar Überraschungen. Die HSG Hanau spielte groß auf und gewann gegen einen der Titelfavoriten TuS Dansenberg. Mit 36:19 gewann die Mannschaft von Trainer Hannes Geist und der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Der TV Kirchzell hatte Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf am Rande einer Niederlage. Am Ende reichte es beim 26:30 nicht ganz. Die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einer 22:25-Niederlage aus Friesenheim-Hochdorf zurück.

 

Einen Traumstart erwischte die HSG Hanau und gewann gegen den TuS 04 KL-Dansenberg mit 36:19 (15:13). Nach einer spielstarken und konsequenten zweiten Hälfte hat das Team von Trainer Hannes Geist nun bereits 4:0 Punkten auf dem Konto. Dass sich beide Mannschaften nichts schenken würden, davon zeugte bereits das letzte Pflichtspiel-Aufeinandertreffen mit dem TuS bei der Aufstiegsrunde zur 2. Liga im Mai 2021. Damals lieferten sich beide Teams ein kampfbetontes und auf die eigene Abwehr fokussiertes Spiel. Diesmal kam es hingegen anders. Hanau spielte gerade im zweiten Abschnitt der Partie mutig nach vorne, ließ kaum Chancen liegen und belohnte sich einmal mehr mit einer couragierten Mannschaftsleistung, während dem TuS Dansenberg nur wenig gelang.

Die von HSG-Trainer Hannes Geist hochgelobte TuS-Offensive um Jan Claussen, Gunnar Dietrich und Sebastian Bösing kam gegen die zweikampfstarke 6:0-Deckung der Hausherren überhaupt nicht auf Touren und scheiterte gerade im zweiten Spielabschnitt immer und immer wieder am glänzend aufgelegten Can Adanir im Tor – oder an den eigenen Nerven. Elf technische Fehler und 15 Fehlwürfe zählte TuS-Coach Frank Müller alleine in den letzten 30 Minuten. „Can Adanir muss man hier und heute auf jeden Fall herausheben“, sagte Hannes Geist nach dem Spiel, der wie auch gegen Gummersbach II sein Team optimal auf den Gegner eingestellt hatte. „Ich bin extrem erleichtert, dass wir gewonnen haben und hier vor heimischer Kulisse solch ein Handballfest hatten. Ich hoffe, dass wir den einen oder anderen begeistern konnte, in zwei Wochen wiederzukommen.“

Die HSG Hanau im Spiel gegen Dansenberg. Das Foto hat uns die HSG zur Verfügung gestellt.

Bis zur Halbzeit ein Spiel Augenhöhe

Dansenberg legte zunächst vor, ehe Hanau umstellte. Beim 8:8 war Dansenberg mit den Hausherren gleichauf, bevor sich Hanau zweimal unter Mithilfe von Can Adanir in der Abwehr den Ball erkämpfte und durch einen Doppelschlag von Dennis Gerst auf 11:9 (22.) stellte. Kurz vor der Pause lies der TuS noch einmal seine Klasse aufblitzen, als Spielmacher Claussen mit einem No-Look-Pass seinen Kreisläufer Bösing bediente, der das zwischenzeitliche 13:14 erzielte. Ein sehenswerter Treffer von der Außenposition durch Bergold sicherte die 15:13-Halbzeitführung für die Grimmstädter. 

Im zweiten Durchgang blieb Hanau weiterhin das spielbestimmende Team, während bei den Gästen nun scheinbar alle Nerven blank lagen. Bedingt durch zahlreiche technische Fehler des Gegners legte die Geist-Sieben einen Sturmlauf hin. Dem 17:13 von Luca Braun in der 32. Minute ließ nach einer Parade von Can Adanir der Außenspieler Dennis Gerst das 20:13 per Tempogegenstoß folgen (35.). Während der Hanauer Keeper seinen Kasten nun gänzlich vernagelte, blieb die HSG auch im Deckungsverbund hellwach. Der ebenfalls stark aufspielende Gerst unterband die zweite Welle des Gegners mit einem sehenswerten Steal und traf zur ersten 10-Tore-Führung für die Hausherren. Geist wechselte durch, gab jedem Akteur seine Spielanteile und diese hielten das Tempo hoch. Unschön wurde es noch gegen Ende, als Felix Dettinger den völlig blanken Robin Marquardt im Wurf abräumte und dafür berechtigterweise die Rote Karte sah. Den Schlusspunkt setzte Rivic mit dem 36:19 für die Grimmstädter. „Mich freut es extrem für die Jungs, denn sie arbeiten Woche für Woche extrem hart im Kraftraum und auf der Platte für diesen Erfolg“, erklärte Hannes Geist. „In der zweiten Hälfte haben wir uns in einen Rausch gespielt, alles was wir probiert haben hat immer funktioniert.“

 

Starker Kampfgeist des TV Kirchzell wurde nicht belohnt

Es war Handball vom Feinsten, was beide Mannschaften am Samstagabend in der Miltenberger Sporthalle vor 300 begeistert mitgehenden Zuschauern zeigten. Am Ende war der Topfavorit und Absteiger aus Liga zwei, TuS Ferndorf, in einem spannenden und kampfbetonten Spiel einen Tick besser. Mit 30:26 entführte die Mannschaft von Trainer Robert Andersson beide Punkte aus Miltenberg, doch der TVK braucht sich keinesfalls zu grämen oder zu verstecken. Was die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz gezeigt hat, war richtig gut und darauf lässt sich aufbauen.

Daher sagte auch Alex Hauptmann nach dem Spiel: „Wir waren wirklich mit dem Spiel zufrieden. Ferndorf hat eine individuelle Klasse mit einem überragenden Halblinken und Halbrechten und wir müssen uns keinesfalls über die Niederlage ärgern.“ In der Tat war es beim Gast eine Zwei-Mann-Show, denn Neuzugang und Linkshänder Marvin Mundus und der 1.95 Meter große Niklas Diebel waren nie zu halten und erzielten von den insgesamt 30 Toren zusammen 21! Das ist eine richtige Hausnummer.

Beide Mannschaften waren überragend auf den Gegner eingestellt, legten von Beginn an ein höllisches Tempo vor und bis zum 2:2 war noch nichts passiert. Die Hausherren versuchten beim 4:2 und 5:3 die ersten Ausreißversuche, aber der TuS blieb gelassen und stellte innerhalb vier Minuten auf 7:5 um. Die Kirchzeller ließen sich nicht nervös machen, zeigten einmal mehr ihre kämpferischen Qualitäten und vor allem ein sehr gutes Rückzugsverhalten. Das war bei diesem Tempo auch nötig. In der 15. Minute hieß es 8:8. Bis dahin verwandelte Tom Spieß schon zwei Strafwürfe sicher, vergeigte aber den nächsten. Tim Häufglöckner machte es danach besser (9:9) und sorgte in der Folge mit zwei tollen Treffern für das 11:11. „In der wichtigen Phase vor der Pause erlaubten wir uns ein paar einfache Fehler zu viel“, sagte Alex Hauptmann. Der TuS bestrafte dies sofort und zog auf drei Treffer davon (15:12). Zwar verkürzte Joshua Osifo auf 13:15, aber der bärenstarke Niklas Diebel sorgte mit einem Kracher für den 16:13-Pausenstand aus Sicht der Gäste.

Nach dem Wechsel schickte TuS-Trainer Andersson zunächst Tim Hottgenroth ins Tor, der TVK hatte Anwurf und ehe sich der Gegner versah, sorgten einmal Osifo und zweimal der agile Leon David vom Kreis für das 16:16. Bis zum 18:18 blieb die Partie ausgeglichen. Der TVK wechselte durch, um jedem seine Verschnaufpause zu geben. Vor allem auf halbrechts spielten Spieß, Osifo, Heinrich oder Meyer-Ricks abwechselnd. Zwei Tore von Diebel und eins von Mundus sorgten erneut für eine Drei-Tore-Führung der Gäste. Kirchzell nahm die Auszeit, hielt dagegen, kam aber nicht mehr näher als zwei Tore heran (20:22, 21:23). Zwei Minuten vor Schluss stand es dann 24:28 und Jan Blank gelangen vom Kreis noch zwei schöne Treffer. Doch es reichte nicht mehr. Zu stark und routiniert agierte Ferndorf zum Schluss. Wenn es vom Rückraum nicht klappte, spielte der TuS eben mehr über den Kreis und Mattis Michel erzielte auch den 30:26-Endstand für sein Team. „In Halbzeit zwei hatten wir ein paar einfache Ballverluste und noch einen verworfenen Siebenmeter. Es war auch sehr schwer, gegen den starken Diebel zu verteidigen. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind trotz der Niederlage zufrieden“, so Hauptmann. Sein Gegenüber Robert Andersson meinte: „Wir haben uns auf ein intensives Spiel vorbereitet, wussten um die Kampfkraft von Kirchzell und sind stolz auf unseren Sieg.“

 

 Unnötige 22:25-Auswärts-Niederlage der Baggerseepiraten

So richtig konnte es nach dem Abpfiff der gut leitenden Unparteiischen im Lager der Rodgauer keiner glauben.  Mit drei Toren Unterschied verlor die HSG letztendlich bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II eine Begegnung, in der es mehr als genug Chancen gab, das Blatt zu wenden. Passend zum einmal mehr nicht funktionierenden Livestream erwischten auch die Jungs von Trainer Jan Redmann im Angriff einen rabenschwarzen Tag. Von Beginn an wurden reihenweise beste Chancen vergeben, darunter drei Siebenmeter.  Auch aus dem gebundenen Spiel heraus war der HLZ-Keeper kaum zu überwinden, was dazu führte, dass die Rodgauer nach einer Viertelstunde gerade einmal drei magere Treffer erzielt hatten. Da die HSG-Defensive aber recht sicher stand, konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Im Gegensatz zur letzten Woche mussten die Baggerseepiraten aber kontinuierlich einem Rückstand hinterherlaufen. Und immer wenn sich die Gelegenheit bot, den Ausgleich zu erzielen, wurde diese versemmelt. Hinzu kam, dass meistens bei mHSG-Torhüter Roco Peribonio Schluss war.

Wer nach Wiederanpfiff gehofft hatte, dass sich das Bild in der zweiten Halbzeit ändern würde, sah sich getäuscht. Immer wieder liefen die Spielzüge nach dem gleichen Muster ab. Den Rodgauern gelang es zwar in schöner Regelmäßigkeit, eine freie Wurfchance herauszuarbeiten, aber allzu oft standen Pfosten, Latte oder besagter Peribonio im Weg. Die Hochdorfer hingegen fanden immer wieder eine Lücke im Abwehrverbund, die sie eiskalt und mit hoher Effektivität ausnutzten. Letztmalig bot sich beim 22:23 kurz vor dem Ende die Chance, das Spiel zu drehen, doch die wurde erneut vertändelt. „Das war ein gebrauchter Tag für uns, so viele freie Chancen haben wir noch nie liegen lassen. Die Niederlage war absolut überflüssig, aber Jammern hilft nicht weiter. Wir müssen das schnell aus den Köpfen kriegen, denn in den kommenden Wochen warten zahlreiche hochkarätige Gegner“, so ein sichtlich frustrierter Jan Redmann im Anschluss an die Partie.

 

Die weiteren Ergebnisse:

HG Saarlouis – VfL Gummersbach II 28:26, VTV Mundenheim – HSG Pohlheim 30:28, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TSG Haßloch 23:24, DJK Waldbüttelbrunn – TV Gelnhausen 25:30.

 

 Den Artikel über den TV Kirchzell hab ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben und ist dort zu lesen.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Einen Auftakt nach Maß in die neue Saison erwischte Handball-Zweitligist TV Großwallstadt. Zwei Spiele – zwei Siege. Handballherz was willst du mehr!

Der TV Großwallstadt hat am vergangenen Spieltag gegen die favorisierte HSG Nordhorn-Lingen den ersten Auswärtserfolg erzielt und steht nach dem zweiten Spieltag mit 4:0 Punkten aktuell auf Platz vier der Tabelle. Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Vor allem der Gastgeber war überrascht, welche eindrucksvolle Defensivarbeit die Gäste an den Tag legten. Auch wenn Innenblockverteidiger Povilas Babarskas bereits nach fünf Minuten Spielzeit das Parkett mit einer Roten Karte verlassen musste, ließ sich der TVG davon nicht abschrecken, sondern agierte in der Defensive absolut souverän und effektiv, so dass die Hausherren erst in der achten Spielminute den ersten Treffer per Siebenmeter erzielten. Auch im weiteren Spielverlauf produzierte die HSG zu viele technische Fehler und hatte große Schwierigkeiten, das unterfränkische Bollwerk zu durchbrechen. Sollte dies doch einmal gelingen, war der an diesem Abend erneut überragend agierende Torhüter Jan-Steffen Minerva zur Stelle. Er war der Fels in der Brandung.

Dass die 8:4-Führung der Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht schon höher ausfiel, lag vor allem daran, dass der TVG im Angriff leider oft zu statisch agierte und somit viele Torchancen liegen ließ. Mit 7:9 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel nutzte der Gastgeber einige Ungenauigkeiten im Abschluss des TVG und erzielte den Ausgleichstreffer zum 9:9. Doch die Abwehrarbeit der Gäste sorgte dafür wieder in Führung zu gehen und als Frieder Bandlow in der 51. Spielminute das 19:15 erzielte, keimten erste Hoffnungen auf einen Auswärtssieg auf. Die Schützlinge von Igor Vori ließen sich fortan den Vorsprung nicht mehr nehmen und gewannen verdient mit 22:17 die Abwehrschlacht in der Grafschaft Bentheim.

Für den Trainer des Gastgebers, Daniel Kubes, waren vor allem die letzten fünf Sekunden des Spiels bezeichnend: „Wir können innerhalb weniger Sekunden drei Abschlüsse nacheinander nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Das spiegelt heute den gesamten Spielverlauf sehr gut wider.“ TVG-Trainer Igor Vori zeigte sich nach dem Spiel sehr stolz auf sein Team: „Auch wenn es heute vielleicht nicht das attraktivste Spiel für die Zuschauer war, da es aus der Defensive gewonnen wurde, muss ich meinen Jungs ein riesen Kompliment machen. Die 5:1-Abwehr hat über den gesamten Spielverlauf super funktioniert, es war eine eindrucksvolle Präsentation meiner Mannschaft, eine klasse Teamleistung.“

Unser Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Dino Corak – eine der Stützen des TVG.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga geht es am Wochenende nahtlos weiter mit dem Punktesammeln.

Am ersten Spieltag der neuen Saison musste der TV Kirchzell eine bittere Niederlage hinnehmen. Mit 32:33 verloren die Schützlinge des Trainer-Duos Alex Hauptmann/Andi Kunz bei der TSG Haßloch. Doch diese Partie ist abgehakt, denn viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Bereits am heutigen Samstag um 19.30 Uhr steht ein absolutes Highlight an und einer der absoluten Topfavoriten der Staffel Süd-West gibt in Miltenberg seine Visitenkarte ab. Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf ist zu Gast beim TV Kirchzell und Alex Hauptmann sagt: „Das wird mit Sicherheit ein heißer Tanz! Zwar hatte Ferndorf nach dem Abstieg viele Abgänge zu verzeichnen. Aber die wollen sicher wieder sofort aufsteigen und haben ihre Form ja auch schon am ersten Spieltag gezeigt.“ Gegen den Aufsteiger VTV Mundenheim setzte sich Ferndorf mit 31:21 durch und will diesen Schwung mit nach Miltenberg nehmen.

Großer Umbruch beim Gegner

Nach dem Abstieg hat es beim TuS einen großen Umbruch in der Mannschaft gegeben. Auf der Trainerbank blieb mit Robert Andersson und Jannis Michel zwar alles beim Alten. Aber die Abgänge der Publikumslieblinge und Leistungsträger Andreas Bornemann, Rutger ten Velde, die Schneider-Brüder sowie Abwehrchef Branimir Koloper, der als Trainer nach Saarlouis ging, wiegen schwer. Auch Oleksandr Kasai, Simon Strakeljahn, der jetzt beim TV Großwallstadt spielt, Kim Voss-Fels oder Torhüter Rottschäfer verließen den Verein. Nichtsdestotrotz hat sich Ferndorf auch wieder gut verstärkt und mit zum Beispiel Alexander Reimann vom Bundesliga-Aufsteiger Hamm, Gabriel da Rocha Viana aus Gummersbach, Kreisläufer Rene Mihaljevic aus Emsdetten oder dem ehemaligen Jugendnationalspieler Paul Schikora gut „eingekauft“. Nicht zu vergessen Marvin Mundus, der aus Nettelstedt-Lübbecke kam und zum Einstand gleich einmal acht Tore erzielte. Mit Rückraumspieler Marko Karaula (Kreuzbandriss) und Valentino Duvancic am Kreis hat der TuS-Trainer zwei Rekonvaleszenten, auf die er derzeit noch verzichten muss.

Stabile Abwehr

Ferndorf spielt mit einer stabilen 6-0-Abwehr, ist auf der Torhüter-Position gut besetzt und für Kirchzell wird diese Begegnung gleich im ersten Heimspiel eine große Herausforderung werden. Der Gegner ist auch aus dem Positions-Angriff heraus sehr gefährlich, aber der TVK ist an den Erfahrungen der letzten Saison gewachsen und Alex Hauptmann sagt: „Die knüppelharte Abstiegsrunde hat uns stärker gemacht und Erfahrungen sammeln lassen. Wir werden mit viel Leidenschaft an die Aufgabe herangehen, wollen unsere Fehler abstellen und alles probieren, um das Spiel für uns zu entscheiden. Wichtig ist, dass unsere Zuschauer da sind und uns den Rücken stärken.“   

 

HSG Hanau empfängt Dansenberg

Zum Auftakt heute Abend in eigener Halle haben die Grimmstädter den TuS 04 Kaiserlautern-Dansenberg zu Gast. HSG-Coach Hannes Geist war nach dem Auftaktspiel gegen den VfL Gummersbach in der vergangenen Woche rundum zufrieden mit der Leistung seines jungen Teams. Mit dem TuS KL-Dansenberg kommt direkt der nächste schwere Brocken.

„Für mich ist der TuS einer der Favoriten auf die Plätze für die Aufstiegsrunde in dieser Saison“, sagt Hannes Geist vor der anstehenden Heimpremiere. „Da kommt reichlich Bundesligaerfahrung auf uns zu.“ Die Mannschaft von Trainer Frank Müller, zuletzt noch Co-Trainer bei den Eulen Ludwigshafen, verfügt über reichlich Qualität. In diesem Sommer sorgte der Aufstiegsrundenteilnehmer von 2021 mit einem echten Transfercoup für Aufsehen, denn Müller brachte seinen Kapitän und Rückraumspieler Gunnar Dietrich aus Friesenheim mit. Mit Sebastian Bösing steht zudem der vielleicht beste Kreisläufer der dritten Liga im Aufgebot der Rheinland-Pfälzer, auf deren Spielmacher-Position bereits seit vielen Jahren Jan Claussen erfolgreich die Fäden zieht. Zum Auftakt der Saison triumphierte der TuS beim 26:22-Arbeitssieg gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf II.

„Wir müssen vorne gute Lösungen gegen ihren massiven Innenblock finden, der auch sehr gut eingespielt ist. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie dort mit sehr viel Kreativität herangeht“, so Coach Hannes Geist. „Ich denke, dass unsere Jungs Lust darauf haben diese Aufgabe anzunehmen. In unserer Abwehr wollen wir das Kreisläuferspiel unterbinden und versuchen die individuelle Qualität eines Claussen oder Jonas Dambach weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen.“ Anwurf ist um 19.30 Uhr.

 

HSG Rodgau Nieder-Roden auswärts gefordert

Nach dem gelungenen Saisonauftakt vor heimischem Publikum gehen die Rodgauer Handballer am kommenden Sonntag auswärts auf Kaperfahrt. Mit der mHSG Friesenheim/Hochdorf II treffen die Jungs von Trainer Redmann auf einen sehr unangenehmen Gegner. Im letzten Jahr schafften die Hausherren den Klassenerhalt und setzten sich dabei unter anderem gegen die Falken aus Groß-Bieberau durch. Ähnlich wie bei den Rodgauern gab es auch in Hochdorf dann einen relativ großen personellen Umbruch. Zahlreiche Spieler haben die Mannschaft verlassen, zum größten Teil wurden sie durch talentierte Eigengewächse ersetzt. So ist dann auch das realistische Ziel von Trainer Gabriel Schmiedt der erneute Klassenerhalt. Zum Auftakt beim hoch gehandeltenTuS Dansenberg gelang das über weite Strecken. Am Ende einer spannenden Partie unterlag man zwar mit 22:26, trotzdem war man im Lager der HLZ´ler zufrieden mit dem Auftritt.

Gute Stimmung im Rodgau

Bei den Baggerseepiraten könnte die Stimmung kaum besser sein, lediglich die Knieverletzung von Niklas Geck sorgte für einen kleinen Dämpfer. „Wir wissen noch nicht genau wie lange Niklas ausfällt, aber es scheint nichts Schlimmes zu sein“, so Trainer Jan Redmann, der bis auf den weiterhin verletzten Lars Spiess ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen kann. Wie wichtig ein ausgeglichen besetzter Kader ist, war am vergangenen Samstag wieder offensichtlich. Die Rodgauer wechselten ohne Qualitätsverlust durch, hatten dadurch verschiedene Spielertypen auf dem Feld, während den Gästen aus Waldbüttelbrunn am Ende sichtbar die Puste ausging. Das ist auch die Devise für die Auswärtshürde in Hochdorf: „Wir werden das Tempo hochhalten, denn wir sind jetzt in der Lage über 60 Minuten Vollgas zu gehen“, so Jan Redmann. Und sein Kapitän Marco Rhein, der hinter der stabilen Deckung gewohnt stark hielt, ergänzt: „Alle sind heiß auf das Spiel, wir wollen unbedingt nachlegen“. Anwurf ist um 17 Uhr.

 

Weiter spielen:

HG Saarlouis – VfL Gummersbach II, VTV Mundenheim – HSG Pohlheim, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TSG Haßloch, DJK Waldbüttelbrunn – TV Gelnhausen (Sonntag, 16 Uhr).

 

Das Bild zeigt Torhüter Tobias Jörg vom TV Kirchzell.

Den Kirchzell Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat seinen Nachwuchstorhüter Julian Ohm mit einem Zweitspielrecht beim Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden ausgestattet. Der 19-jährige Julian Ohm stieß 2020 zur TVG Junioren Akademie e.V. und stand dort bis letztes Jahr in der A-Jugend im Tor.

Zur Saison 2021/22 erhielt der Torhüter einen Ein-Jahres-Vertrag in der Bundesliga-Mannschaft des TV Großwallstadt, welcher für die aktuelle Spielzeit verlängert wurde. Hier läuft er als dritter Keeper hinter Jan-Steffen Minerva und Petros Boukovinas auf.

Außerdem spielte das junge Talent in der vergangenen Saison zudem für die A-Jugendmannschaft bei der HSG Rodgau Nieder-Roden im Tor und gewann mit dem Team den DHB-Pokal. Deshalb setzt der TV Großwallstadt nun wieder auf diese Kooperation.

Michael Spatz freut sich für den Torhüter

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich für das Nachwuchstalent: „Nachdem Julian schon die zweite Saison bei uns als Torwart im Kader ist und er letzte Saison in der A-Jugend bei uns und in Nieder-Roden spielte, möchten wir diese Spielzeit gemeinsam mit der HSG Rodgau Nieder-Roden das Zweifachspielrecht im Herrenbereich nutzen, um Julian gegebenenfalls mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen. Neben Niklas Ihmer beim TV Kirchzell haben wir mit Julian nun das zweite Talent im Kader, das bei einem Team aus der Region ein Zweifachspielrecht in der dritten Liga besitzt. Wir wünschen Julian und Nieder-Roden viel Erfolg für die anstehenden Spiele.“

Auch der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, zeigt sich glücklich mit dieser Entscheidung: „Wir freuen uns, dass Julian als Mitgarant für den DHB-Pokalsieg 2022 unserer A-Jugend auch in der kommenden Saison mit einem Zweifachspielrecht für uns ausgestattet wird. Julian hat uns in seiner bisherigen Zeit sowohl sportlich als auch menschlich absolut überzeugt. Mit ihm erweitern wir die Optionen, falls es zu Ausfällen auf der Torwartposition kommt.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende ging die Jagd nach Punkten in der dritten Handball-Liga los. Der TV Kirchzell musste bei der TSG Haßloch eine bittere 32:33-Niederlage hinnehmen. Enttäuschte Gesichter überall, denn den Auftakt in die Saison hatten sich die Kirchzeller sicher anders vorgestellt. „Wenn du kurz vor Schluss mit drei Toren führst und dann noch fünf freie Bälle in den letzten Minuten liegenlässt, wird es halt schwierig mit dem Sieg“, so ein enttäuschter Trainer Alex Hauptmann. Hinzu kamen noch fünf vergebene Siebenmeter. Das war am Ende zu viel. „Natürlich hatten wir uns das Spiel bei der TSG alles andere als einfach vorgestellt. Die TSG ist sehr heimstark, hat eine gute Mannschaft und der erste Spieltag ist immer etwas schwierig“, so Alex Hauptmann weiter.

Beide Mannschaften waren bis zum 3:3 gleichauf, ehe die Hausherren den ersten Reißaus-Versuch unternahmen. Mit 7:4 führten sie in der elften Minute. Aber die Kirchzeller blieben ihrer Linie treu und waren beim 8:8 (15.) wieder dabei. Im umkämpften Spiel blieben beide Teams zunächst auf Augenhöhe, ehe die TSG sich erneut Vorteile verschaffen konnte. Die Gäste nahmen die Auszeit, doch Haßloch nutzte seine Chancen besser und zog auf fünf Treffer davon (15:10). Dies blieb so bis zum 17:12. Osifo, Polixenidis und Schnellbacher sorgten dafür, dass der gegnerische Vorsprung dahin schmolz und es ging mit einem Zwei-Tore-Rückstand für den TVK in die Pause.

Leon David sorgte für den Anschluss

Nach Wiederbeginn sorgte Leon David für den Anschluss, aber immer wieder nutzte Haßloch im Angriff die Lücken und zog davon (21:18.). Und das, obwohl TVK-Torhüter Tobias Jörg sehr gut hielt und am Ende 17 Paraden verzeichnete. Nach dem 23:20 ging ein Ruck durch das Gästeteam und innerhalb weniger Minuten drehte es das Ergebnis auf 24:23 zu seinen Gunsten. Die Hausherren glichen aus (25:25 – 42.) und es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. In dieser Phase sah Konstantin Herbert nach einem groben Foul an Michael Meyer-Ricks die Rote Karte. Den zugesprochenen Strafwurf vergeigte der TVK zwar, doch mit einem unbändigen Kampfgeist holten sich die Gäste in der 53. Minute die 31:28-Führung. Anstatt konzentriert weiter zu spielen, erlaubten sich die Odenwälder viele Fehler, brachten den Gegner ins Spiel zurück und dieser führte in der 59. Minute mit 32:31. Joshua Osifo sorgte für den Ausgleich, aber der frühere Großwallstädter Kreisläufer Lino Messerschmidt ließ sein Team mit dem 33. Tor Sekunden vor dem Abpfiff jubeln.

 

HSG Hanau heimste die ersten Punkte ein

Anders lief es bei der HSG Hanau. Mit einem 25:20-Sieg im Gepäck kam die Mannschaft von Trainer Hannes Geist vom Auswärtsspiel aus Gummersbach zurück. Bei der Bundesliga-Reserve des VfL belohnte sich für eine couragierte Mannschaftsleistung. Der vom Siebenmeterpunkt treffsichere Maximilian Bergold und Neuzugang Can Adanir im Tor sorgten für einen erfolgreichen Saisonauftakt. Hannes Geist zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: “Natürlich herrscht nach diesem Auftaktsieg Erleichterung bei uns, denn schließlich weiß man nie, wo man nach der Vorbereitung steht. Gummersbach war heute ein unangenehmer Gegner, der sehr offensiv verteidigt hat. Das haben wir aber mit unserem Passspiel gut lösen können.” 

Die Gäste drückten aufs Gas und waren mit konsequentem Passspiel oft einen Schritt schneller als der Gegner. Gestützt auf den starken Can Adanir im Tor erarbeiteten sich seine Vorderleute schon zur Pause eine komfortable Führung und auch nach dem Wechsel ging es so weiter. Am Ende stand ein verdienter Erfolg und der HSG-Trainer sagte: “Am Ende muss man sagen, dass es sehr wichtig war, dass wir im zweiten Durchgang die Ruhe bewahrt, unsere Erfahrung ausgespielt und letztendlich auch verdient gewonnen haben.”

 

Erfolgreicher Saisonstart für die HSG Rodgau Nieder-Roden

Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann ihr Auftaktspiel. Mit 29:17 schickte die HSG den Aufsteiger Waldbüttelbrunn nach Hause. Dieser konnte nur 30 Minuten lang mithalten, ehe ein deutlicher Sieg gegen wacker kämpfende Gäste feststand.

Schon vor dem Anpfiff war die Spannung spürbar, denn alle waren gespannt, wie sich die neuformierte Mannschaft präsentieren würde. Mit Simon Brandt auf halbrechts stand zunächst nur ein Neuzugang in der Startaufstellung, er agierte mit Ketil Horn und Johannes von der Au im Rückraum.  Auf Linksaußen begann Filip Brühl, sein Pendant auf der anderen Seite war Felix Mann. Dazu gesellte sich noch Flo Stenger am Kreis, der in der Abwehr durch den wieder genesenen Philipp Keller ersetzt wurde.

Die Partie begann aus Sicht der Baggerseepiraten recht vielversprechend, ehe sich einige Ungenauigkeiten ins Spiel einschlichen. „Die Jungs haben sich sehr ordentliche Chancen rausgearbeitet, aber dann die Effektivität vermissen lassen“, so HSG-Trainer Jan Redmann. Auf der Gegenseite zeigte der Aufsteiger immer wieder ein gutes Zusammenspiel mit dem agilen Kreisläufer Glöggler, so dass auch die Bayern zu ihren Treffern kamen. Nach dem 11:10 kurz nach der Pause ging ein Ruck durch das Team der Rodgauer. In der Deckung wurde die Intensität noch einmal erhöht, die Angriffsleistung war super. Mit der nötigen Konzentration gelangen in dieser Phase fast alle Abschlüsse, so dass am Ende ein verdienter Sieg zu Buche stand. „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft, in der Deckung sah das schon sehr gut aus. Klar, vorne haben wir ein paar Bälle zu leichtfertig vergeben, aber die Jungs die dann reingekommen sind, haben die Chancen super genutzt. Da zeigt sich, dass wir einen breiteren Kader haben. In den nächsten Wochen werden wir uns hoffentlich noch besser einspielen und dadurch flexibler werden“, so ein zufriedener Rodgauer Coach im Anschluss an die Partie.

 

Auch der TV Gelnhausen erwischte einen super Start in die Saison und gewann gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 31:27.

 

Die Bilder haben uns die HSG Hanau und die HSG Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Wochenende begann in der dritten Handball-Liga die neue Saison und der TV Kirchzell musste gleich zu einem Auswärtsspiel bei der TSG Haßloch antreten. Die Kirchzeller haben sich mit einem unglaublich emotionalen Endspurt in der vergangenen Runde den Klassenerhalt gesichert und freuen sich nun auf die kommende Saison. Einfach wird diese sicher nicht, denn die Staffel Süd-West hat es in sich. Einige neue Gesichter prägen die Staffel. Das Trainer-Duo des TVK, Andi Kunz und Alex Hauptmann hat uns einige Fragen beantwortet. Lest einfach mal rein:

 

Andi, Alex, wie ist aus Eurer Sicht die Vorbereitung gelaufen?

Andi Kunz: „In Summe sind wir zufrieden, wie die Vorbereitung gelaufen ist. Es gab ein paar Schwierigkeiten mit der Trainingsbeteiligung, denn es hat uns immer mal wieder beruflich bedingt, wegen Urlaub oder kleinerer Verletzungen und  Krankheit der eine oder andere Spieler gefehlt. Wir sind aber froh, dass wir ohne große Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Die Testspiel-Ergebnisse waren teilweise nicht so, wie wir sie uns gewünscht haben. Aber die Leistungsbereitschaft hat gepasst. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich los geht.”

Vier Abgängen steht ein Zugang entgegen. Das heißt, dass Ihr mit einem eingespielten Kader in die Saison gehen könnt. Hättet Ihr Euch beide einen etwas breiter aufgestellten Kader gewünscht?

Alex Hauptmann: „Die beiden Spieler Niklas Depp und Noah Iancu waren in der Saison sehr früh verletzt und konnten uns nicht so helfen wie angedacht. Mit Maximilian Gläser fehlt uns ein Spieler für die Abwehr und den Angriff. Im Angriff werden wir das sicher kompensieren. In der Abwehr haben wir mit Tom Spieß, Oleh Soloviov, Michael Meyer-Ricks und Joshua Osifo vier Spieler, auf die wir die Aufgaben verteilen. Für Markus Podsendek im Tor kam Joshua Löffelmann zurück und ich muss sagen, unsere jungen Torhüter haben sich gut entwickelt und können für Entlastung für Tobi Jörg sorgen.“

Andi: „Alex hat schon angedeutet, dass uns eigentlich nur Max Gläser fehlen wird, dessen Abgang wir aber im Kollektiv auffangen werden. Unser Kader ist wirklich nicht sehr breit, aber wir sind im Rückraum und am Kreis doppelt besetzt. Auf Außen nur einfach, doch das macht uns nicht so viel Kopfzerbrechen. Ich persönlich bin eher ein Freund von einem kleinen Kader, in dem jeder immer gebraucht wird. Wenn wir verletzungstechnisch gut durch die Saison kommen, sehe ich im kleinen Kader keinen Nachteil.“

Heuer wird der TVK in der Staffel Süd-West antreten. Wie stark schätzt Ihr diese Staffel ein und wer ist neu in der Staffel?

Alex: „Ich denke, dass die Staffel im Süden und die Süd-West-Staffel die stärksten sind. Wir haben mit Ferndorf einen starken Absteiger aus der zweiten Liga. Gummersbach II  und Dansenberg sind neu hinzugekommen. Dann sind noch die Aufsteiger Pohlheim, Mundenheim und Waldbüttelbrunn. Auch Saarlouis oder Friesenheim-Hochdorf sind aus anderen Staffel rübergerutscht.”

Andi: „Ich sehe die Staffel als sehr ausgeglichen mit einem breiten Mittelfeld, wobei die Aufsteiger wohl zunächst einmal hinten einzustufen sind. Aber die bewährten Teams wie Hanau, Gelnhausen, Nieder-Roden, Dutenhofen waren alle im vergangenen Jahr vor uns angesiedelt und sind entsprechend stark einzustufen.“

Wer gilt als Favorit?

Andi: „Mit Sicherheit ist das Ferndorf. Die sind ja auch erst kurz vor Schluss abgestiegen. Dann sind zweite Mannschaften wie Gummersbach immer ein Überraschungspaket. Dansenberg macht einen sehr stabilen Eindruck.”

Alex: „Ich sehe Ferndorf auch als absoluten Favoriten. Dansenberg und eventuell Saarlouis schätze ich stark ein – auch Nieder-Roden. Bei Hanau muss man sehen, wie sie den Abgang von vielen Stammspielern verkraften.“

Was ist das Ziel des TVK in dieser Saison?

Alex: „Wir wollen die Klasse halten, wollen attraktiven Handball spielen und die Zuschauern begeistern. Die erste Mannschaft ist immer das Flaggschiff im Verein – und wenn die gut spielt, dann ist auch die Halle voll. Vielleicht können wir mit guten Spielen auch die Jugend begeistern und es kommen eventuell ein paar Neue hinzu. Das ist unser Kapital, darauf müssen wir bauen.“

Andi: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Es wird sicher ein breites Mittelfeld geben und wir müssen gucken, wo wir unseren Platz finden. Wir müssen  Zehnter werden, denn als Elfter gehen wir schon in eine Art Relegation. Der Zwölfte, 13. und 14. geht direkt runter. Daher ist ein guter Start für uns sehr wichtig.“

 

Das Interview könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Das Mannschaftsbild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Es zeigt Spieler und Verantwortliche hinten von links: Andreas Schober (Co-Trainer), Leon David, Tim Häufglöckner, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann, Marianne Martin (Physiotherapeutin)
Mitte von links: Gottfried Kunz (Sportlicher Leiter), Dr. Christian Baumgärtner (Sportmedizinischer Betreuer), Oleh Soloviov, Joshua Osifo, Michael-Meyer-Ricks, Nico Polixenidis, Tom Spieß, Dr. Walter Folger (Mannschaftsarzt) , Andreas Kunz (Trainer) , Alexander Hauptmann (Trainer)
Vorne von links: Jan Blank, Joshua Löffelmann, Tobias Jörg, Paul Büchler, Julius Mattern

Es fehlen: Brian Heinrich und Niklas Ihmer