Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gab es eine faustdicke Überraschung. Die HSG Hanau gewann beim Spitzenreiter HG Saarlouis sehr deutlich. Der TV Gelnhausen kam gegen den TV Kirchzell zu zwei Punkten.

 

Handball-Gala beim Spitzenreiter

Ein Handballabend, der mit seiner Kulisse und seinem sportlichen Niveau einem echten Topspiel der dritten Liga absolut gerecht wurde: Die HSG Hanau hat am Samstag dem Spitzenreiter der Staffel Süd-West eine empfindliche Niederlage beigebracht. Gegen die zuvor seit 14 Spielen ungeschlagene HG Saarlouis gewannen die Grimmstädter auch in der Höhe verdient mit 37:28 (19:16). Eine denkwürdige Teamleistung in der Abwehr und die eiskalte Chancenverwertung der HSG-Offensive um Cedric Schiefer (10 Tore) und David Rivic (6 Treffer) sorgten für den siebten Sieg der Blau-Weißen in Serie. 

„Als Trainerteam sind wir heute richtig stolz, dass unsere Mannschaft eine solche Leistung gezeigt hat“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Spielende. „Gerade nachdem die letzten Spiele von Saarlouis so deutlich ausgefallen sind, wollten wir hier mit unserer stabilen Abwehr überzeugen. Das ist uns gelungen.“ 

Die HSG Hanau hat in ihrer zehnjährigen Drittliga-Historie schon die eine oder andere denkwürdige Begegnung bestritten. Der Auftritt der Spandau-Sieben in Saarlouis, gegen einen zumindest auf dem Papier übermächtigen Gegner, reihte sich an diesem Samstagabend im März 2026 nahtlos in die Liste ein. Sei es die Treffsicherheit von Schiefer, die Übersicht eines Jan-Eric Kleemanns, die Abgebrühtheit von Saad Khan oder das Abwehrvermögen von Dziugas Jusys – alles lief für die Blau-Weißen perfekt zusammen. 

Spandau hatte vor der Begegnung vor allem die offensive 3:2:1-Deckung der Saarländer als spielentscheidendes Mittel ausgemacht und sein Team entsprechend vorbereitet. In der mit über 1300 Zuschauern besetzten Stadtgartenhalle brachte Hanau als Tabellendritter von Beginn an die Konzentration und Abschlussstärke auf die Platte, welche die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim seit Ende Januar – sechs Siege in Serie – so stark machen. 

Starke Abwehr legt den Grundstein

Nach einem munteren Abtasten in der Anfangsphase nahm Hanau nach einem Siebenmeter von Kapitän Max Bergold zum 5:5 (7. Minute) erstmals das Heft in die Hand. Mit zwei schnellen Treffern erhöhten die Südhessen auf 7:5 und ließen in der Folge die mit zahlreichen Hochkarätern besetzte HGS-Offensive in der Abwehr voll auflaufen. Saad Khan parierte gleich zwei Siebenmeter vom ehemaligen Bundesliga-Akteur Yves Kunkel. Ein Sahnepass von Lukas Böhm auf Kreisläufer Rivic brachte die erste Fünf-Tore-Führung beim 13:8 (19.) ein. 

„Wir haben das Gegenstoßspiel von Saarlouis in der ersten Halbzeit erfolgreich gestoppt“, erklärte Spandau. Mit schnellem Rückzugsverhalten zwang Hanau seinen Gegner in das Sechs-gegen-sechs, in dem die zweikampfstarke 6:0-Abwehr der HSG ihre volle Stärke entfaltete. Gegen diesen Verteidigungsriegel taten sich die, bis dahin in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagenen, Gastgeber sichtbar schwer. Bis auf Winter-Neuzugang Zeb Bjerneld (8 Tore) hatte Hanau die Saarländer gut im Griff. Mit Dennis Gersts 19:15 (29.) sicherte man sich die Führung zur Pause.  

Hanauer Offensivmaschine macht früh alles klar

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste endete. Saarlouis mühte sich zu seinen Treffern, während Hanau mit klugem Angriffsspiel, immer wieder über Kleemann, seine Führung behauptete. Der pfeilschnelle Sebastian Hein holte nach einem Konter einen Strafwurf heraus, den Kleemann zum 24:20 (39.) verwandelte.

Im Anschluss nahm HGS-Coach Jörg Lützelsberger seine zweite Auszeit, um wohl noch einmal das Ruder herumzureißen. Saarlouis probierte weiterhin viel, vor allem über seinen Kapitän Tom Paetow, doch Hanau schickte sich nun an, den ganz großen Wurf zu landen und spielte seine Spielzüge im Angriff auf den Punkt: Mehrere Balleroberungen, ein Strahl von Schiefer, der sicher verwandelte Siebenmeter von Kleemann sowie der Treffer vom mustergültig freigespielten Julian Fulda bedeuteten mehr oder weniger die Vorentscheidung beim 27:20 in der 45. Minute. Einen schnell ausgeführten Anwurf der Gäste kratzte Keeper Benedikt Müller im Flug gerade noch so von der Linie – frenetischer Jubel bei den mitgereisten HSG-Fans. Rivic machte mit dem 35:27 (56.) den Deckel drauf. 

Egal welche Hürde oder Herausforderung, dem Team aus der Brüder-Grimm-Stadt schien an diesem Drittliga-Spieltag wirklich alles zu gelingen. Und mittendrinnen immer wieder Cedric Schiefer – der Rückraumakteur lief am Samstagabend für die Hanauer zur Hochform auf, glänzte nicht nur mit 10 Toren, sondern auch mit viel Übersicht für die Teamkollegen. „Was Cedric heute gemacht hat, das war wirklich herausragend“, meinte Spandau. „Am Ende haben wir so auch immer eine Lösung gegen die zum Schluss sehr offensive Deckung von Saarlouis gefunden. Unsere Chancenverwertung war hervorragend.“ 

 

 

TV Kirchzell ärgerte Gelnhausen eine Halbzeit lang

Im Spiel gegen den TV Gelnhausen musste der TV Kirchzell am Ende eine 27:36 (16:17)-Niederlage hinnehmen. Dabei gelang es den Kirchzellern, den hohen Favoriten in dessen eigener Halle zu ärgern. Zumindest eine Halbzeit lang. 3:1 führten die Gäste, die auf den angeschlagenen Tom Spieß verzichten mussten, sogar in der zweiten Minute. Über 4:4, 6:6 und 7:7 (11.) blieb die Partie ausgeglichen. Danach zog Gelnhausen auf drei Tore weg (10:7), doch den TVK kümmerte das wenig. 10:10 hieß es nach 18 Spielminuten und ausgeglichen ging es weiter. 17:16 hieß es zur Pause, wobei ärgerlich war, dass der TVK direkt vor dem Halbzeitpfiff noch eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte. TVK-Trainer Povilas Babarskas war zufrieden mit dem Gesehenen. “Wir haben viele gute Sachen gesehen, unser Rückzug war gut und wir haben sehr geduldig gespielt. Schade, dass wir vor dem Halbzeitpfiff zwei Minuten kassiert haben.”

Gelnhausen wurden seiner Favoritenrolle gerecht

So mussten die Kirchzeller nach Wiederbeginn in Unterzahl agieren. Vadym Oskilko war es, der pausieren musste. Er nutzte ansonsten seine Chancen sehr gut, hatte zum Schluss fünf blitzsaubere Tore zu verzeichnen und sein Coach war sehr zufrieden mit ihm. Die Unterzahl tat den Kirchzellern nicht gut und die Hausherren gingen in den “Angriffsmodus” über. Innerhalb fünf Minuten stand es 21:16 und auch die Auszeit des Kirchzeller Trainers in der 37. Minute beim 22:16 brachte nichts mehr. Mitte der zweiten Hälfte hatte der Sechs-Tore-Vorsprung noch immer Bestand (27:21) und wuchs sogar auf 34:24 (58.) an. Die Gäste vergaben einige Freie, einige Konter und vor allem die vergebenen Strafwürfe ärgerten den Trainer. “Wir haben mit diesen Aktionen die Halle groß gemacht und mussten auch noch gegen die Stimmung ankämpfen.” Am Ende stand eine deutliche Niederlage, doch Povilas Babarskas meinte: “Ich bin nicht ganz unzufrieden. Meine Mannschaft hat es phasenweise sehr gut gemacht, vor allem in Halbzeit eins. Allerdings ärgern mich die vergebenen Strafwürfe und auch ein paar Abwehrfehler. Was mich sehr freut ist, dass die Jungen ihre Chancen so gut genutzt haben. Lasse Becker hat sein erstes Tor geworfen. Das freut mich für ihn. Und auch Vadym Oskilko hat fünf Treffer beigesteuert und auch sonst gut gespielt. Alles in allem bin ich, wie gegen Saarlouis, nicht ganz unzufrieden und ich muss meine Mannschaft für vieles loben.”

 

 

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nun ist es offiziell. Wie bereits von uns verkündet (siehe im Artikel unten) hat Handball Zweitligist TV Großwallstadt den 19-jährigen Torhüter Anel Durmic mit einer vorzeitigen Verpflichtung von Krefeld nach Großwallstadt geholt. Der U 21 National-Torhüter wird ab heute schon zum Kader des TVG gehören und im Spiel gegen TuSEM Essen mit dabei sein.

In der PM des Vereins heißt es:

Notwendig wurde die vorgezogene Verpflichtung, da die Führung des TV Großwallstadt auf die unbefriedigende sportliche Entwicklung der vergangenen Wochen reagierte und mit Torhüter Jan-Steffen Minerva und Moritz Klenk zwei Spieler heute nicht zum Aufgebot des Bundesligateams gehören. Beide Spieler wurden bis Ende der Saison freigestellt.

Weitere Stellungnahmen hierzu wird es von Seiten des TV Großwallstadt nicht geben.

In der aktuellen Situation sind Entschlossenheit, Wille und maximale Konzentration von allen Beteiligten gefragt.

Umso wichtiger nun der vorgezogene Wechsel von Anel Durmic, der zur neuen Saison beim TV Großwallstadt einen Vertrag unterschrieben hat.

 

Doch wie funktionierte der Wechsel von Anel Durmic? Handball World hat sich schlau gemacht und es gut erklärt – hier der Link zur Handball World Website (danke fürs verlinken dürfen):

https://www.handball-world.news/artikel/so-funktionierte-der-wechsel-von-u19-weltmeister-durmic-1202357

 

 

Das Bild von Anel hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

 

Hier der Link zum vorhergehenden Artikel:

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Trotz der ganzen Aufregung rund um den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt  – Freistellung zweier Spieler – wird auch noch Handball gespielt – und zwar heute um 19.30 Uhr. Gegner in der Untermainhalle in Elsenfeld ist der TuSEM Essen. Für die beiden abstiegsbedrohten Teams geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Davor stehen sich um 16.30 Uhr bereits die B-Jugendmannschaften beider Vereine in der Jugend-Bundesliga gegenüber.

TVG möchte zwei wichtige Punkte einfahren

Nach zuletzt drei bitteren Niederlagen in Folge –  gegen den TuS Ferndorf, den TV Hüttenberg sowie am vergangenen Samstag beim Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein – fordert die Geschäftsführung eine Reaktion. Vor heimischem Publikum ist die Vorgabe ganz klar: ein Sieg ist Pflicht, auch wenn das Team weiter mit stark dezimiertem Kader antreten wird, da auch Maxim Schalles aufgrund von Achillessehnenbeschwerden nicht zur Verfügung stehen wird. Auch werden wohl neben Sebastian Trost noch Finn Wullenweber und Stefan Hanemann sowie Romas Aukstikalnis ausfallen. Wie aus Insider-Kreisen bekannt wurde, wird heute Abend bereits der erst für die kommende Saison verpflichtete U 21 National-Torhüter Anel Durmic für den Rest dieser Saison zwischen den Pfosten stehen. Der 19-Jährige steht aktuell beim Ligakonkurrennten HSG Krefeld Niederrhein zwischen den Pfosten, wurde vom Erstligisten VfL Gummersbach dorthin ausgeliehen. Wie es weiter hieß, wird Durmic kommende Woche schon wohnungsmäßig seine Zelte in Großwallstadt (oder nähere Umgebung) aufschlagen.

Duell der Tabellennachbarn

Der TuSEM Essen konnte in der Rückrunde bislang zwei Heimsiege gegen die Eulen Ludwigshafen und die HSG Krefeld Niederrhein sowie einen Auswärtserfolg beim HC Oppenweiler/Backnang verbuchen. Zuletzt musste das Team jedoch ebenfalls zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. So verloren die Nordrhein-Westfalen auswärts mit 35:39 beim TSV Bayer Dormagen sowie zuhause gegen VfL Eintracht Hagen mit 28:32. Aktuell belegen die Essener Tabellenplatz 16 und liegen damit direkt hinter dem TVG.

Gute Erinnerungen an die Hinrunde

An die Partie der Hinrunde in Essen hat der TVG gute Erinnerungen. Zu Beginn taten sie sich zwar noch schwer und lagen nach fünfeinhalb Minuten mit 1:5 zurück. Doch dann kämpften sich die Blau-Weißen zurück ins Spiel und nach 18 Minuten war beim Stand von 10:10 wieder alles offen. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine spannende Partie bis zur letzten Minute. Am Ende konnte der TV Großwallstadt diese mit 32:31 für sich entscheiden. An diese Leistung möchte die Mannschaft von Trainer André Lohrbach nun anknüpfen und auch vor heimischem Publikum als Sieger vom Platz gehen.

 

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Für den Dienstag ist ein Artikel in der Handballwoche geplant rund um die Aufregung beim TVG. Diesen könnt ihr dann auch hier auf meinem Blog lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Drittligist HSG Hanau hat mit Leistungsträger Benedikt Müller verlängert. Wie der Verein bekannt gab, bleibt der 33-jährige Torhüter ein weiteres Jahr bei den Grimmstädtern.

Ein wichtiger Eckpfeiler der HSG Hanau bleibt auch in der kommenden Saison 2026/27 ein Grimmstädter! Der Handball-Drittligist hat den Vertrag mit seinem Torhüter Benedikt Müller um ein weiteres Jahr verlängert. Der 33-jährige Schlussmann gehört im Kader von Trainer Axel Spandau zu den absoluten Leistungsträgern und bewies dabei in vielen Partien in dieser Spielzeit seine Klasse. Etliche Paraden, meist in absoluten Schlüsselmomenten der Begegnungen, sprechen eine deutliche Sprache. 

„Benne ist für uns weit mehr als nur ein Torhüter. Er gibt der Mannschaft mit seiner Erfahrung, seiner Ruhe und seiner Präsenz enorme Sicherheit“, weiß Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der Grimmstädter. „Gerade in engen Spielen zeigt er immer wieder seine Qualität und hält uns mit wichtigen Paraden im Spiel. Dass er seinen Weg bei der HSG Hanau fortsetzt, ist für unsere sportliche Entwicklung ein ganz wichtiges Signal.“

In der Main-Kinzig-Halle ist stets ein Raunen zu vernehmen, wenn Müller vor dem Blauen Block zu einem Lauf findet, hintereinander gleich mehrere Bälle entschärft und seine Gegenspieler in der 3. Liga so zur Verzweiflung bringt. Im Duo mit Saad Khan zwischen den Pfosten hat er großen Anteil an der momentanen Platzierung der Grimmstädter auf dem dritten Tabellenrang der Staffel Süd-West. Auch bei den blau-weißen Hanauer Fans hat sich der sympathische Polizeibeamte aus Frankfurt am Main innerhalb von zwei Jahren bereits einen Kultstatus erarbeitet. 

Torhüter hat sehr viel Spaß am Handball

„Ich habe noch sehr viel Spaß am Handball, bin fit und fühle mich in der Mannschaft, dem Verein und dem Umfeld sehr, sehr wohl. Es macht einfach unglaublich Spaß, vor dem Blauen Block Handball zu spielen“, meint Benedikt Müller. „Als Team sind wir auf einem richtig guten Weg – der noch nicht zu Ende ist – und ich will weiter ein Teil von dieser Entwicklung sein. Daher war es für mich ein Leichtes, meinen Vertrag in Hanau um ein weiteres Jahr zu verlängern.“ 

Müller, der bereits in der Saison 2018/19 für die HSG Hanau spielte und in der Winterpause der Spielzeit 2023/24 in die Brüder-Grimm-Stadt zurückkehrte, geht im kommenden Jahr in seine fünfte Saison für die HSG Hanau. In mehr als 90 Pflichtspielen stand der gebürtige Wiesbadener bis heute im Kader der Südhessen. 

„Benedikt Müller hat sich, seitdem er zurück in Hanau ist, ein ganz besonderes Standing im Verein und der Mannschaft aufgebaut“, erklärt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. „Er ist ein großartiger Sportsmann, sorgt mit seiner ruhigen und kommunikativen Art für Stabilität auf dem Handballfeld, hat aber dennoch seine Momente, in denen er im Tor zu einem wahren Mentalitätsmonster wird. Wir sind froh, dass er ein weiteres Jahr für uns zwischen den Pfosten steht.“

Benedikt Müller spielte in der Vergangenheit mit der HG Oftersheim/Schwetzingen in der dritten Liga und war auch für HSG Groß-Bieberau/Modau, die HSG Rodgau Nieder-Roden und den TuS Dotzheim aktiv. In seiner Karriere feierte er 2014 die deutsche Hochschulmeisterschaft und 2016 den Titel des Europäischen Polizeimeisters.

 

Das Bild von Benedikt Müller hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Trotz der ganzen Aufregung rund um den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt  – Freistellung zweier Spieler – wird auch noch Handball gespielt – und zwar heute um 19.30 Uhr. Gegner in der Untermainhalle in Elsenfeld ist der TuSEM Essen. Für die beiden abstiegsbedrohten Teams geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Davor stehen sich um 16.30 Uhr bereits die B-Jugendmannschaften beider Vereine in der Jugend-Bundesliga gegenüber.

TVG möchte zwei wichtige Punkte einfahren

Nach zuletzt drei bitteren Niederlagen in Folge –  gegen den TuS Ferndorf, den TV Hüttenberg sowie am vergangenen Samstag beim Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein – fordert die Geschäftsführung eine Reaktion. Vor heimischem Publikum ist die Vorgabe ganz klar: ein Sieg ist Pflicht, auch wenn das Team weiter mit stark dezimiertem Kader antreten wird, da auch Maxim Schalles aufgrund von Achillessehnenbeschwerden nicht zur Verfügung stehen wird. Auch werden wohl neben Sebastian Trost noch Finn Wullenweber und Stefan Hanemann sowie Romas Aukstikalnis ausfallen. Wie aus Insider-Kreisen bekannt wurde, wird heute Abend bereits der erst für die kommende Saison verpflichtete U 21 National-Torhüter Anel Durmic für den Rest dieser Saison zwischen den Pfosten stehen. Der 19-Jährige steht aktuell beim Ligakonkurrennten HSG Krefeld Niederrhein zwischen den Pfosten, wurde vom Erstligisten VfL Gummersbach dorthin ausgeliehen. Wie es weiter hieß, wird Durmic kommende Woche schon wohnungsmäßig seine Zelte in Großwallstadt (oder nähere Umgebung) aufschlagen.

Duell der Tabellennachbarn

Der TuSEM Essen konnte in der Rückrunde bislang zwei Heimsiege gegen die Eulen Ludwigshafen und die HSG Krefeld Niederrhein sowie einen Auswärtserfolg beim HC Oppenweiler/Backnang verbuchen. Zuletzt musste das Team jedoch ebenfalls zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. So verloren die Nordrhein-Westfalen auswärts mit 35:39 beim TSV Bayer Dormagen sowie zuhause gegen VfL Eintracht Hagen mit 28:32. Aktuell belegen die Essener Tabellenplatz 16 und liegen damit direkt hinter dem TVG.

Gute Erinnerungen an die Hinrunde

An die Partie der Hinrunde in Essen hat der TVG gute Erinnerungen. Zu Beginn taten sie sich zwar noch schwer und lagen nach fünfeinhalb Minuten mit 1:5 zurück. Doch dann kämpften sich die Blau-Weißen zurück ins Spiel und nach 18 Minuten war beim Stand von 10:10 wieder alles offen. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine spannende Partie bis zur letzten Minute. Am Ende konnte der TV Großwallstadt diese mit 32:31 für sich entscheiden. An diese Leistung möchte die Mannschaft von Trainer André Lohrbach nun anknüpfen und auch vor heimischem Publikum als Sieger vom Platz gehen.

 

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Für den Dienstag ist ein Artikel in der Handballwoche geplant rund um die Aufregung beim TVG. Diesen könnt ihr dann auch hier auf meinem Blog lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist HSG Hanau bekannt gab, steht der zweite Abgang für den Sommer fest. Nachdem Kapitän Max Bergold bereits sein Karriereende bekannt gegeben hat, wird auch Kreisläufer Nils Schröder die Spielgemeinschaft nach Ablauf der Saison 2025/26 verlassen. Der 24-jährige Abwehrspezialist spielt seit der C-Jugend für die Grimmstädter und absolvierte elf Saisons im blau-weißen Trikot. Für den gebürtigen Dieburger, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, waren dabei zwei Faktoren entscheidend: neue sportliche Impulse und die Nähe zu seiner Arbeitsstätte. 

„Nils Schröder hat in den vergangenen Jahren vor allem seine Abwehrqualitäten in das Team eingebracht und ist als Eigengewächs auch ein besonderes Beispiel für unseren erfolgreichen Hanauer Weg in der Jugendarbeit“, so Reiner Kegelmann, sportlicher Leiter der HSG Hanau. „Leider hat ihm sein Körper in den letzten Spielzeiten oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wünschen Nils für die Zukunft alles Gute und vor allem eine verletzungsfreie Zeit.“ 

Abwehrspezialist sucht neue Herausforderung

„Nach elf unvergesslichen Jahren, die mich von der C-Jugend bis heute begleitet haben, werde ich am Ende dieser Saison ein neues Kapitel aufschlagen“, erklärt Nils Schröder. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen – sie war das Ergebnis langer Überlegungen und vieler Gespräche mit mir selbst und meinem Umfeld. Einerseits liegt die neue Herausforderung näher an meiner Arbeitsstätte, was mir künftig mehr Flexibilität gibt. Andererseits setzte ich mich dort neuen Impulsen aus und kann mich sportlich weiterentwickeln.“ Schröder, der vor Kurzem auch seine Ausbildung zum Chemielaboranten absolviert hat, zieht so im Sommer einen Schlussstrich unter seiner Zeit in der Grimmstadt. 

Dabei gab der HSG-Kreisläufer erst kürzlich nach einer längeren Verletzungspause sein Comeback und kam prompt beim Auswärtssieg in Opladen im Innenblock zum Einsatz. Für die HSG bestritt Schröder bislang 97 Drittliga-Pflichtspiele mit 78 Treffern. 

„Wir sind dankbar, dass Nils in den vergangenen Jahren die HSG nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bereichert hat“, merkt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist an. „Gerade Spieler, die den Weg aus der Hanauer Jugend bis in die Männermannschaften nehmen, prägen die DNA unseres Vereins. Für seinen weiteren Weg wünschen wir Nils nur das Beste.“

„Der Abschied vom Blauen Block und dem Umfeld bei der HSG Hanau wird mir sicherlich schwerfallen“, meint Schröder und fügt hinzu: „Doch bevor es soweit ist, freue ich mich jetzt auf die restlichen Spiele in dieser Saison! Gemeinsam mit der Mannschaft möchte ich in den verbleibenden Spielen die Atmosphäre in der Main-Kinzig-Halle aufsaugen und zusammen mit dem Team alles geben – so, wie wir es immer getan haben.“

Schröder begann seine Karriere im Handballsport 2010 bei der HSG Eppertshausen/Münster, wechselte aber schon 2014 zur Spielgemeinschaft nach Hanau und lief mit den A-Junioren des Vereins in der Jugendhandball-Bundesliga auf, der höchsten Jugendspielklasse Deutschlands. 2023 wurde er mit der HSG Hanau südwestdeutscher Meister in der dritten Handball-Liga.

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Samstag zum Aufeinandertreffen zwischen dem TV Gelnhausen und dem TV Kirchzell. Die HSG Hanau muss zum Spitzenreiter Saarlouis und die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt Friesenheim-Hochdorf II.

 

 

TV Gelnhausen empfängt Kirchzell zum Derby

Der TV Gelnhausen steht vor dem nächsten heißen Derby, denn die Barbarossastädter empfangen am Samstag um 19.30 Uhr den TV Kirchzell in der heimischen Rudi-Lechleidner-Halle. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge möchte der TVG auch im Derby nachlegen, den zweiten Tabellenplatz weiter festigen und den nächsten Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga machen.

Im Heimspiel gegen den TV Kirchzell spielen Tabellenstand und Siegesserie nur eine untergeordnete Rolle. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze und genau darauf stellt sich auch der TVG ein. „Das Spiel gegen Kirchzell wird ein Derby, bei dem mit Sicherheit einige Emotionen dabei sein werden“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger. „Wir hoffen natürlich auf eine volle Halle und auf die Unterstützung unserer Zuschauer.“

Der TV Kirchzell reist mit 20:26 Punkten als Tabellenneunter nach Gelnhausen. Das Team aus dem Odenwald hat in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass es schwer auszurechnen ist. So gelang den Kirchzellern unter anderem ein 27:24 (13:12)-Erfolg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, sie mussten sich allerdings auch überraschend dem Abstiegskandidaten TSG Haßloch mit 34:37 (12:20) geschlagen geben. In den vergangenen vier Spielen konnte Kirchzell lediglich einen Punkt gegen Tabellenschlusslicht Homburg (29:29) holen.

Gegen Gelnhausen haben die Kirchzeller noch eine Rechnung offen, denn der TVK hat das Hinspiel im Oktober mit 24:35 (14:14) verloren. “Mit Gelnhausen wartet ein Topgegner auf uns. Das ist der zweite stärkste Gegner der Staffel in Folge”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. Und weiter sagt der Coach: “Der TVG hat zwar viele Verletzte, ist aber auf allen Positionen gleich gut besetzt.” Es steckt viel Qualität im Kader des TVG und vor allem das Rückzugsverhalten wird ein Thema sein. “Das Tempospiel machen sie wirklich gut. Wir haben unsere Aufgabe im Hinspiel zwar 40 Minuten gut gemacht, doch dann war es vorbei…” Der TVG hingegen läuft 60 Minuten durch. Darauf wird sich Kirchzell auch diesmal einstellen müssen. Ebenso wie auf eine kompromisslose Abwehr. 

TVG-Coach Geiger erwartet einen unangenehmen Gegner, der sehr stark in den Zweikämpfen und im eins-gegen-eins ist. Beide Mannschaften werden darauf achten, ihre Fehlerquote zu minimieren und ihre Chancen konsequent nutzen. Beide Coaches können nicht auf ihren stärksten Kader aufgrund von Verletzungen etc. zurückgreifen. Gewinner sind aber sicher jetzt schon die Fans, die sich auf ein kampfbetontes Spiel freuen können. 

 

 

HSG Hanau fordert Spitzenreiter 

Das Topspiel des Wochenendes steigt am Samstagabend (19.30 Uhr)  zwischen dem Tabellenersten HG Saarlouis und dem Dritten HSG Hanau. Nach sechs Siegen in Serie können Bergold, Kleemann & Co. mit viel Selbstvertrauen in der Stadtgartenhalle anreisen, doch die Partie gegen die Ausnahme-Mannschaft der aktuellen Saison wird für die Grimmstädter kein leichtes Unterfangen. Zudem dürfte die Kulisse, mit weit über 1000 erwarteten Handballfans eines Topspiels würdig werden. 

„Saarlouis hat bislang nur zwei Spiele in dieser Saison verloren und ist der unangefochtene Spitzenreiter – da wird uns eine ausverkaufte Halle erwarten“, so HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Aber wir haben eine breite Brust, konnten die letzten sechs Spiele gewinnen und wollen diesen Einstellung auch in Saarlouis demonstrieren.“

Zuletzt zeigte die Formkurve bei der HSG Hanau deutlich nach oben. Mit 12:2 Punkten seit der Winterpause kletterten die Brüder-Grimm-Städter bis auf Rang drei der Staffel Süd-West und haben nun ein echtes Topspiel vor der Brust. Die Bilanz der Gastgeber ist allerdings herausragend: Seit 14 Spielen ist das Team von HG-Coach Jörg Lützelberger ungeschlagen, gewann zahlreiche Begegnungen mit klarem Abstand. Auch Spandaus Ex-Club, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hat sich davon bereits ein Bild machen können. Im letzten Heimspiel warf Saarlouis den damaligen Tabellendritten kurzerhand mit 19 Toren Differenz aus der Halle. „Das wollen wir auf gar keinen Fall zulassen und Saarlouis richtig fordern“, gibt Spandau das Tempo vor. „Das ist der Ehrgeiz, den wir als Mannschaft haben.“

Das klare Ziel des Saarlouiser Handballprojektes: Der Aufstieg in die zweite Liga. Dafür wurde der Verein auch im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Für den langzeitverletzten Polen Hubert Kornecki wurden kurzerhand die beiden Schweden Zeb Bjerneld und Olle Österhall in das Saarland gelotst. „Das sind beides wirklich hervorragende Handballer. Bjerneld im rechten Rückraum und Österhall als umsichtiger und schnellbeiniger Spielmacher auf Rückraum Mitte“, erklärt Spandau. Bester Werfer der HG ist der ehemalige Bundesliga-Akteur Yves Kunkel mit 153 Saisontoren. 

Spandau rechnet in Saarlouis mit einer offensiven 3:2:1-Deckung der Hausherren, die von der HG sehr mannbezogen und zweikampfintensiv interpretiert wird. „Dagegen müssen wir uns viel bewegen, vor allem ohne Ball“, so Spandau. „Das wird eine riesige Aufgabe für uns, aber wir können nun einmal sehen, wo wir im Vergleich zum Tabellenführer stehen.“ Das Hinspiel in Hanau verlor die HSG im letzten Oktober mit 25:32, zeigten dabei aber eine leidenschaftliche Leistung, die der Hanauer Coach auch Samstagabend von seinem Team wieder sehen will. 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga kommt es am Freitag zum Derby zwischen der HSG Bieberau/Modau und der TuSpo Obernburg. Anwurf in der Sporthalle Im Wesner ist um 20 Uhr. 

Die Partie verspricht Spannung und Vorfreude, denn beide Teams kennen sich gut. Das letzte Aufeinandertreffen im November 2025 konnten die Obernburger für sich entscheiden und auch diesmal würde die Wollbeck-Crew gerne wieder als Sieger das Parkett verlassen. Das kann aber nur gelingen, wenn die Obernburger eine Topleistung bringen und ihre sich bietenden Chancen nutzen. 

Die TuSpo Obernburg steht aktuell mit 15:23 Punkten auf Platz zehn der Tabelle und wartet mit den unterschiedlichsten Ergebnissen auf. Auswärts waren sie gegen Groß-Umstadt und gegen Körle/Guxhagen erfolgreich. Zuletzt gewannen sie zuhause gegen Baunatal,  kamen aber in Gensungen gewaltig unter die Räder. 

Gegen Obernburg bauen die Falken auf eine stabile Abwehr mit ihren beiden starken Torhütern und wollen nach vorne ordentlich Tempo machen. Anders als im Hinspiel sollen die Torchancen besser und effizienter genutzt werden, denn die Hausherren wollen ihren guten dritten Platz verteidigen. 

HSG-Trainer Thomas Weber: „Wieder ein Derby, wieder ist eine gute Leistung und höchste Konzentration von uns gefordert. Ein Spiel, das wir sehr ernst nehmen müssen.“

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Regionalligist TuSpo Obernburg bekannt gab, verpflichtete der Verein das nächste junge Talent aus der Region und baut somit weiter an der Perspektive seiner Regionalliga-Mannschaft. Knabe wechselt aus der Bundesliga-Reserve des Zweitligisten TV Großwallstadt in die Römerstadt und unterschreibt dort einen Zwei-Jahres-Vertrag.

„Mit Konstantin bekommen wir unseren absoluten Wunschspieler dazu, der durch sein temporeiches Spiel und sein junges Alter optimal in unsere Philosophie passt“, freut sich TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck über die Verpflichtung des 20-Jährigen.

Der gebürtige Groß-Umstädter begann eben dort seine handballerische Karriere bevor er in der C-Jugend in das Leistungszentrum des TV Großwallstadt wechselte und dort alle weiteren Jugendmannschaften durchlief. In der aktuellen Saison kommt er für die zweite Mannschaft des TV Großwallstadt zum Einsatz, wo er der Haupttorschütze seiner Mannschaft ist und zählt zudem zum Perspektivkader der zweiten Bundesliga-Mannschaft.

Nächster Schritt

Nun will der 20-Jährige den nächsten Schritt machen und in der sehr jungen Regionalliga-Mannschaft der TuSpo gemeinsam mit Tom Müller auf der Rückraum-Mitte-Position die Zügel im Angriff der Römerstädter in der Hand halten. „Ich sehe den Wechsel als wichtigen Schritt für meine persönliche und sportliche Entwicklung und freue mich darauf, mich in einem neuen Umfeld weiter zu verbessern und neue Herausforderungen anzunehmen“, freut sich Knabe auf die kommende Saison.

Ebenso positiv stimmt der Wechsel den sportlichen Leiter der TuSpo Obernburg, Tobias Milde: „Konstantin zeigt in der aktuellen Saison bereits in seinem zweiten vollen Aktiven-Jahr welches Talent in ihm steckt. In den nächsten beiden Jahren wollen wir dieses Talent intensiv fördern und ihn zu einer wichtigen Säule unserer Mannschaft entwickeln.“

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Im März 2020 habe ich einen Artikel über Niclas Mierzwa, den Sohn des ehemaligen National-Spielers, TVG-Spielers und absoluten Publikumsliebling in Großwallstadt, Alexander Mierzwa, veröffentlicht. Schon damals hatte sich das Top-Talent große Ziele gesetzt. Jetzt hat er sie umgesetzt. 

Fast auf den Tag genau sechs Jahre später hat Niclas beim Erstligisten Rhein Neckar Löwen einen Vertrag unterschrieben und wird vom Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur nach Mannheim wechseln. Der Linksaußen wird die Nachfolge von David More antreten, der die Löwen mit Ablauf der Spielzeit verlässt.

Wir freuen uns sehr für und auf Niclas und werden sicher die kommende Saison desöfteren bei den Löwen zu Besuch sein.

 

Hier der Artikel vom 30. März 2020 (auch nachzulesen auf meinem Blog):

 

 

Handball: Niclas Mierzwa hat sich große Ziele gesetzt

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute haben wir Euch in dieser schwierigen Zeit aufgrund der weltweiten Corona-Virus-Pandemie etwas Schönes zu berichten. Unser Fokus geht auf einen Nachwuchsspieler. Niclas Mierzwa hat in der „Schul- und Handball-Zwangspause“ seinem Verein Pfadi Winterthur ein schönes Drei-Fragen-Interview gegeben, das Ihr auf

Instagram

pfadiwinterthur_nachwuchs

nachlesen könnt. 
 
Und hier für alle, die keinen Instagram-Account haben (Quelle: pfadiwinterthur_nachwuchs):
 
Was macht nun eigentlich Niclas Mierzwa | U15 Elite
 
🎙Welche Schule/Lehre besuchst du?

“Ich gehe in die 7. Klasse an der Nationalen Elitesportschule Thurgau, dort kann ich Schule und Handball gut miteinander verbinden.”
🎙Wie lernst du aktuell?

“Wir haben von der Schule einen Stundenplan erhalten. In dieser Zeit lernen wir online zu Hause. Über eine Chatfunktion können wir auch in kleinen Gruppen lernen, oder wir erledigen individuelle Arbeitsaufträge, die wir von der Schule bekommen.”
🎙Wie hältst du dich fit im Moment?

“Ich gehe joggen und spiele vor dem Haus Basketball und Tischtennis, oft mit der Schwester. Dazu habe ich von meiner Athletiktrainerin einen Fitnessplan für die ganze Woche bekommen.”
 
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Niclas ist der Sohn von Alexander Mierzwa, der jahrelang beim derzeitigen Handball-Drittligisten TV Großwallstadt spielte und dort nicht nur ein Leistungsträger in der ersten Liga, sondern auch ein absoluter Publikumsliebling war. 

Niclas spielt seit seinem fünften Lebensjahr Handball, wird bei Pfadi Winterthur auf Linksaußen und als Spielmacher eingesetzt und für ihn kommt gar kein anderer Sport infrage. Seit diesem Schuljahr ist er auch noch an die Sportschule «NET Kreuzlingen» gewechselt und hat so die Möglichkeit, auch morgens individuell zu trainieren – zum Teil sogar Sportarten übergreifend. Niclas hat sich selbst große Ziele gesetzt und ist auch in der Regionalauswahl eine feste Grösse.

Handball wurde ihm in die Wiege gelegt

Kein Wunder, wurde ihm doch der Handball in die Wiege gelegt. Seine Eltern, Caroline und Alex, waren und sind Handballer aus Leidenschaft und haben nach ihren jeweiligen Karriere-Enden ihrem Sport keinesfalls den Rücken gedreht.

Im Gegenteil. Mama Caro ist Co-Trainerin bei Pfadi Winterthur in der U13 und Papa Alex ist Sportlicher Leiter und im Vorstand beim HSC Kreuzlingen.

Auch Niclas’ Schwester hat sich dem Handballsport verschrieben und ist aktuell in zwei Vereinen (HSC Kreuzlingen und LC Brühl) unterwegs. Zur kommenden Saison wechselt sie fest zum LC Brühl, welcher erstklassige weibliche Jugend-Ausbildungsarbeit betreibt.

Die Eltern sind sehr stolz auf ihre Kinder und freuen sich sehr mit ihnen, denn beide machen ihre Sache auf und neben dem Parkett wirklich gut.

Auch in der Schweiz liegt das Alltags-Leben brach

Doch im Moment liegt auch in der Schweiz nicht nur der Handball, sondern auch das Alltags-Leben so gut wie brach und die Mierzwa’s sind wie wir alle in Sorge wegen dem Corona-Virus. „Wir sind alle gesund, schränken uns aber momentan sehr ein. Aber ich habe Hoffnung, dass wir es in den Griff bekommen“, sagt Alex. 

Wir wünschen der sympathischen Familie Mierzwa alles Gute und in dieser schwierigen Zeit vor allem Gesundheit. Und wir freuen uns mit ihren Kindern, die beide in jungen Jahren schon so tolle Sportler sind.

Das Bild, das Niclas in Aktion zeigt, hat uns Alex zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was ist eigentlich mit dem Handball Zweitligisten TV Großwallstadt los? 

Nach der nächsten Niederlage  – diesmal beim Vorletzten Krefeld – stellt sich diese Frage immer dringender. Die Mannschaft wirkt derzeit völlig verunsichert. Spieler, die in der Vergangenheit zu den Leistungsträgern gehörten, bleiben – bis auf einige wenige Ausnahmen – weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und wirken teilweise wie ein Schatten ihrer selbst.

Noch auffälliger ist jedoch etwas anderes: Es fehlt das Aufbäumen. In schwierigen Phasen ist kaum zu erkennen, dass jemand auf dem Feld vorangeht, das Spiel an sich reißt oder den berühmten Funken überspringen lässt.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass Verletzungen und Krankheitsausfälle eine Mannschaft hart treffen können. Hinzu kommen die vielen personellen Wechsel. Doch reicht das allein als Erklärung? Oder stimmt derzeit grundsätzlich etwas im Gefüge der Mannschaft nicht mehr?

Fest steht: So langsam wird die Situation ernst. Die kommenden Spiele gegen Mitabstiegskandidaten müssen gewonnen werden. Gerade gegen direkte Konkurrenten zählen die Punkte doppelt – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen.

Noch ist nichts verloren. Aber die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass sie den Kampf annimmt.

Und wenn die Mannschaft nun am Wochenende gegen den sich ebenfalls im Abstiegskampf befindenden Tusem Essen gewinnt und am 29. März gegen das Schlusslicht punktet, dann sieht die Welt schon wieder anders aus. 

 

Nachfolgend nun der Spielbericht:

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat am vergangenen Samstag eine weitere bittere Niederlage einstecken müssen. Gegen den Tabellenvorletzten HSG Krefeld Niederrhein verlor die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach mit 29:34 (10:16) und steckt dadurch im Tabellenkeller fest. 

Der TVG erzielte durch Yessine Meddeb den ersten Treffer der Partie, danach drehten Falk Kolodziej und Luca Schneider auf 2:1, bevor Connar Batterman in der sechsten Spielminute zum 2:2 traf. Dann allerdings leisteten sich die Blau-Weißen eine 20-minütige Schwächephase, die mit einem 4:0-Lauf der Krefelder startete und ihren Gipfel im 15:7 in der 25. Minute hatte. Wieder einmal musste der TV Großwallstadt einen hohen Rückstand aufholen, um noch als möglicher Sieger vom Platz zu gehen. Bis zum Halbzeitpfiff konnte man auf 16:10 verkürzen.

Kurzes Aufbäumen in Halbzeit zwei reicht nicht für Sieg

Die zweite Hälfte startete mit einem Tor von Battermann zum 11:16. Doch Krefeld legte sofort durch Marvin Kix und Kolodziej auf 18:11 nach. Florian Eisenträger und Battermann trafen zum 13:18. Die Gäste wirkten nun etwas konzentrierter, boten dem Gegner erstmals Paroli und kamen bis auf drei Tore (23:20 in Spielminute 42) heran. Doch der Gastgeber, der wahrlich auch nicht sonderlich gut agierte, spielte konzentriert weiter. Wiederholt schlichen sich Fehler bei den Gästen ein, so dass die HSG Krefeld Niederrhein am Ende verdient mit 34:29 gewann und dadurch wichtige Punkte im Abstiegskampf erspielte. Der TVG hingegen befindet sich nach dieser erneut schwachen Leistung im freien Fall und muss nun alle Kräfte mobilisieren, um im Duell gegen den Tabellennachbarn TuSEM Essen endlich wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

 

 

Das Bild von Ole Klimpke hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür