Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, wurde die HG Saarlouis in Kirchzell ihrer Favoritenrolle gerecht. Die HSG Hanau überrollte den TV Homburg. Für den TV Gelnhausen gab es gegen Dutenhofen einen Derbysieg.

 

 

Spitzenreiter eine Nummer zu groß

Für den TV Kirchzell, der ohne Ievgen Zhuk und Louis Hauptmann antrat, war der Spitzenreiter aus Saarlouis in der Tat eine Nummer zu groß. Am Ende ging die Partie 28:38 (12:19) aus. Die auf jeder Position unglaublich gut besetzten Gäste erwischten einen Traumstart und führten nach acht Minuten 6:1. TVK-Trainer Povilas Babarskas reagierte, nahm die Auszeit, redete seinen Jungs ins Gewissen und wechselte seine Torhüter. Für Tobias Evers kam in der elften Minute beim 1:8 Joshua Löffelmann. Die Kirchzeller versuchten sich dran zu kämpfen, doch “mühsam ernährte sich das Eichhörnchen” weiter. 4:11 stand es (14.), als Joshua Löffelmann kurz danach einen Strafwurf von Yves Kunkel hielt. Das Tempo des Tabellenersten wurde nun besser unterbunden und die extrem weit herauslaufende Deckung der Gäste schreckte den TVK nicht – er war vorbereitet. Es lief nicht allzu schlecht für den TVK. Beim 10:18 hielt hinten Löffelmann und der am Ende zehnfache Torschütze Niklas Ihmer traf vorne zum 11:18. Am Ende wurden mit 12:19 die Seiten gewechselt.

Weiter kämpfen

Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Hausherren, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern bis zum Schluss zu kämpfen. Beim 15:21 (34.) durch einen verwandelten Strafwurf von Niklas Ihmer keimte ein bisschen Hoffnung auf. Doch die Saarländer nutzten in der Folge jede noch so kleinste Chance gnadenlos aus und stockten auf 23:16 (35.) auf. Ohne Tom Spieß musste der TVK in den zweiten 30 Minuten auskommen. Er war angeschlagen und der TVK-Coach wollte nicht riskieren, dass ihm sein Allrounder länger ausfiel. Also wurde er geschont. Dafür bekamen die jungen Spieler wie zum Beispiel Vadym Oskilko Einsatzzeiten. Dieser nutzte seine Chance nach anfänglicher Nervosität und konnte zum Schluss drei Treffer verzeichnen. Die Gäste wechselten immer wieder mal durch, doch wenn der TVK etwas näher herankam (19:24, 20:26) kam sofort wieder das “Stammpersonal” aufs Parkett und Kapitän Tom Paetow und Co. zogen die Zügel an. Am Ende stand ein zwar deutlicher, aber auch zu erwartender Sieg der Mannschaft von Trainer Jörg Lützelberger. Er sprach nach dem Abpfiff von “einem wichtigen Sieg und wichtigen Punkten, auch wenn nicht immer alles völlig reibungslos verlief”.

Markus Baur, sportlicher Leiter der HG Saarlouis, kam auch mit nach Miltenberg – sehr zu meiner Freude, denn ich habe ihn schon zig-Jahre nicht mehr gesehen. Umso schöner, dass es in Miltenberg mit einem Treffen geklappt hat

TVK-Kreisläufer Jannik Wolf, der fünf Tore erzielte, sprach von einem “sehr starken Gegner, der eine enorme Qualität hat. Aber nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir deren Tempospiel recht gut im Griff, haben gut mitgehalten.” TVK-Coach Povilas Babarskas gratulierte dem Gegner zum verdienten Sieg, war trotz der hohen Niederlage nicht ganz unzufrieden und meinte: “Wir hatten uns gut vorbereitet, haben gleich am Anfang einige Fehler zu viel gemacht, was die HG super ausgenutzt hat. Aber wir haben gekämpft und für unsere jungen Spieler war es ein guter Test gegen so eine Topmannschaft zu spielen. Es wird ihnen weiterhelfen.”

Auch Kirchzells sportlicher Leiter Gottfried Kunz, der ein paar Tage zuvor seinen 70. Geburtstag feierte, zeigte sich nicht enttäuscht: “Wir haben gedacht, dass wir vielleicht mit sechs, sieben Toren verlieren werden. Jetzt waren es zehn wie im Hinspiel. Aber es war okay gegen so ein absolutes Spitzenteam.”

 

 

 

 
HSG Hanau überrollt Homburg 

Die HSG Hanau ist am Samstagabend ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht geworden. Die Brüder-Grimm-Städter gewannen auch das Rückspiel gegen den TV 1878 Homburg souverän mit 38:26 (19:10). Beim Heimerfolg über den Aufsteiger aus dem Saarland trugen sich mehr als ein Dutzend HSG-Akteure in die Torschützenliste ein. Zudem kam mit Torhüter Luca Patrizio ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu seinem Drittliga-Debüt für die HSG. Mit dem sechsten Sieg in Folge und dem verteidigten dritten Tabellenplatz steht den Grimmstädter in der nächsten Woche in Saarlouis ein echtes Topspiel bevor. 

„Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach dem Ende der Handballpartie am Mikrofon. „Auf das Sieben-gegen-sechs von Homburg hatten wir uns der Abwehr sehr gut eingestellt und haben dort einige Bälle erkämpfen können. Am Ende haben wir unsere Führung sauber ausgebaut. Jetzt freuen wir uns sehr auf das Duell in Saarlouis, höchstwahrscheinlich vor ausverkaufter Halle.“ Seit dem 18. Januar hat die Spandau-Sieben nicht mehr verloren und rückte in der Tabelle bis auf Rang drei vor. Vor der Begegnung mit den Gästen aus dem Saarland hatte Spandau von seinem Team vor allem die richtige Einstellung und den absoluten Willen gefordert, um im Heimspiel schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Gegen einen angeschlagenen Gegner, der nur mit einem Rumpfkader in Hanau antrat, waren Kleemann, Bergold & Co. somit von der ersten Minute an hellwach. 

Nach dem Treffer der Gäste zum Auftakt drehten Spielmacher Jan-Eric Kleemann und Kreisläufer David Rivic mit ihren Toren die Partie schnell für Hanau zum 2:1 (4. Minute). Während die HSG in der Folge immer ein Tor vorlegte, gelang Homburg, durch seinen starken Spielmacher Robin Egelhof, direkt der Ausgleich. Rund zehn Minuten hielt sich der Außenseiter so in der überaus fairen Begegnung mit der HSG auf Augenhöhe. Erst nachdem Rivic, nach einer schnellen Mitte, mustergültig von Kleemann in Szene gesetzt wurde, kippte das Spiel zugunsten der Grimmstädter. 

In der Defensive schloss Hanau nun die Reihen, verteidigte extrem zweikampfintensiv und ging aus den Balleroberungen immer wieder schnell nach vorne. Ein Unterarmschlagwurf von Lukas Böhm brachte dem HSG-Team die klare 10:6-Führung in der 15. Minute ein. Wenig später legte Rivic noch einen Treffer nach – das 16:9 (24.). Während im Innenblock Cedric Schiefer und Nils Schröder für die Hanauer Beton anrührten und Homburg so trotz seines Sieben-gegen-sechs im Angriff kaum noch zum Abschluss kam, zeigte sich Kapitän Max Bergold – wie schon in der Vorwoche – gedankenschneller als sein Gegenspieler und glänzte mit einem sehenswerten Ballgewinn und dem Tor zum 18:9 (28.). Nur zehn Tore auf Seiten des TVH sprachen zur Halbzeit eine deutliche Sprache. 

HSG ging weiter Vollgas

Auch im Anschluss ging Hanau nicht vom Gaspedal: Mit einem 3:1-Torlauf nach dem Seitenwechsel und dem Siebenmetertreffer von Kleemann war man beim 22:11 (35.) bereits auf elf Tore enteilt. Homburg behielt die Nerven. Mit viel Elan stemmte sich die Mannschaft von Trainer Pedro Vieira gegen das Hanauer Offensivfeuerwerk und kam in Überzahl beim 19:25 (45.) von Andreas Schneider wieder etwas heran. 

Mit zunehmender Spielzeit schien dem ersatzgeschwächten TVH nun aber die Kraft auszugehen, das 29:20 von HSG-Spielmacher Jan-Philipp Winkler in der 49. Minute war da nur folgerichtig. „Homburg war schon schwer dezimiert und auch Spielmacher Jan-Philipp Valda war angeschlagen und hatte nur ein, zwei Aktionen auf dem Feld. Von unserer Seite zum Vorteil, für Homburg zum Nachteil. Es können nur die spielen, die da sind“, bemerkte Spandau. Der Hanauer Coach hingegen nutzte in den zweiten 30 Minuten die volle Breite seines Kaders, wechselte reichlich durch, ohne dass es zu einem Bruch im Spiel kam. Bereits früh in der zweiten Halbzeit gab Spandau den Youngstern Malte Just und Ben Scharriär reichlich Spielzeit. Letzterer dankte es seinem Trainer mit drei Toren und nagelte dabei auch einen Stemmwurf zum 32:23 kraftvoll unter die Querlatte. Zuvor hatte Just, nach einem erneuten Ballgewinn gegen das Homburger Sieben-gegen-sechs, per Konter das 30:20 (50.) beigesteuert. „Die beiden haben das wirklich hervorragend gemacht“, meinte Spandau. „Gerade Malte hat auch in der Abwehr wirklich gut verteidigt.“ 

In der Schlussphase gab noch Torhüter Luca Patrizio, der für den Verein in der zweiten A-Jugend-Bundesliga aufläuft, sein Drittliga-Debüt für die HSG. „Vor dem Blauen Block spielen zu können war ein sehr schönes Gefühl für mich, wir haben einfach super Fans hier in Hanau“, so Patrizio. „In dem Moment, als ich eingewechselt wurde, ging mein Adrenalin durch die Decke.“ Nach dem 38:25 von Schröder honorierte das Hanauer Publikum die Leistung der HSG-Sieben mit stehendem Applaus. Auch Mittelmann Winkler zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben heute eine super erste Halbzeit gespielt. Die ersten 10 Minuten waren zwar etwas durchwachsen, aber unsere Abwehr hat gut gestanden und jetzt freuen wir uns auf das Auswärtsspiel in Saarlouis.“ 

 

 

TV Gelnhausen erkämpft sich Derbysieg in Dutenhofen

Der TV Gelnhausen hat auch das Auswärtsderby bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II für sich entschieden und damit die Tür zur Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga weit aufgestoßen. Vor 350 Zuschauern in der Sporthalle Dutenhofen in Wetzlar, darunter rund 70 lautstarke Anhänger aus Gelnhausen, setzten sich die Barbarossastädter mit 28:26 (13:13) durch. Mit nun 38:6 Punkten behauptet der TVG in der Süd-West-Staffel weiterhin den zweiten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den Dritten beträgt somit weiterhin sechs Punkte.

Die Gelnhäuser hatten erneut mit gewaltigen Personalsorgen zu kämpfen. Neben den Langzeitverletzten Leon David (Schulter-OP) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) fehlten weiterhin auch Jannik Geisler (Schulterprobleme) und Torhüter Alexander Bechert (Ellenbogenverletzung). Zudem konnte Winterneuzugang Dmytro „Dima“ Redkyn nicht mitwirken, da er zeitgleich mit seinem Stammverein TV Großwallstadt in der zweiten Bundesliga im Einsatz war. Viele Spieler im TVG-Kader hatten zudem in der Trainingswoche aufgrund einer hartnäckigen Grippewelle nur eingeschränkt trainieren können. Entsprechend standen Cheftrainer Matthias Geiger lediglich begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung.

Doch einmal mehr fand der TVG einen Weg, die Herausforderungen zu meistern. Beide Teams agierten von Beginn an mit einer konzentrierten und stabilen Defensive, sodass es einige Minuten dauerte, bis sich im Angriff Torchancen ergaben. Nach zehn Minuten führte der TVG mit 4:3, ehe Fynn Broßmann kurz darauf erstmals auf zwei Tore erhöhte. Absetzen konnten sich die Barbarossastädter jedoch nicht. Beide Mannschaften leisteten sich technische Fehler im Angriffsspiel und das Spiel blieb eng. Die Führung wechselte mehrfach, ohne dass sich ein Team einen entscheidenden Vorsprung herausspielen konnte. Beim TVG überzeugte vor allem die kompakte Abwehr um Kreisläufer Torben Fehl.

Kurz vor der Pause hatte dann Dutenhofen die Möglichkeit, erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen. Beim Stand von 12:11 erhielten die Gastgeber einen Siebenmeter zugesprochen. Für diese Situation brachte Geiger Juniorentorhüter Noah Pilgrim zwischen die Pfosten. Der Youngster parierte den Strafwurf und bewahrte sein Team vor einem höheren Rückstand. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff sorgte Jonas Dambach mit seinem Treffer zum 13:13 sogar noch für einen ausgeglichenen Pausenstand.

Zunächst ausgeglichene zweite Hälfte

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Doch im Laufe der zweiten Hälfte gelang es dem TVG zunehmend, mehr Tiefe in sein Angriffsspiel zu bringen. Vor allem Silas Altwein übernahm offensiv immer mehr Verantwortung. Mit zwei Treffern in der 39. und 40. Minute brachte er seine Mannschaft erstmals mit drei Toren in Führung (19:16). Wenig später traf Yannick Mocken per Tempogegenstoß zum 20:16. In dieser Phase zeigte der TVG seine beste Spielphase. Die Offensive um Altwein und Dambach fand immer wieder gute Lösungen gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber. Gleichzeitig zeigte Daniel Drozdz im Tor mehrere starke Paraden und gab seiner Mannschaft zusätzlichen Rückhalt. Als Fynn Hilb in der 51. Minute zum 25:19 traf, lag Gelnhausen erstmals mit sechs Toren in Führung.

Doch entschieden war die Partie damit noch nicht. Dutenhofen nahm eine Auszeit und kämpfte sich anschließend Stück für Stück wieder heran, begünstigt durch einige Unkonzentriertheiten auf Seiten der Gelnhäuser. Besonders Nico Scheibel und Lukas Gümbel übernahmen nun Verantwortung im Angriffsspiel der HSG. In der 56. Minute verkürzte Gümbel auf 24:27. Im Gegenzug versuchte der Gelnhäuser Max Bechert vom Anwurfkreis auf das leere Tor der Gastgeber zu treffen, doch HSG-Keeper Henrik Naß war rechtzeitig zurück und parierte, so dass Dutenhofen die Chance hatte weiter zu verkürzen. Nach einer weiteren Parade von Drozdz erarbeitete sich der TVG im Angriff einen Siebenmeter, doch Malolepszy traf diesmal nur die Latte. Auf der Gegenseite verwandelte Scheibel einen Strafwurf zum 25:27 bei noch zweieinhalb Minuten Restspielzeit.

Nun bewiesen die Gelnhäuser jedoch erneut ihre Nervenstärke. Hilb setzte sich im Eins-gegen-Eins durch und traf in der 59. Minute zum 28:25. Kurz darauf fing Dambach in der Abwehr einen Pass der Gastgeber ab und sicherte seiner Mannschaft erneut Ballbesitz. Dutenhofen versuchte es in der Schlussphase noch mit einer offensiven Manndeckung, kam jedoch durch Scheibel nur noch zu einem Treffer zum 28:26-Endstand. „Wir haben über weite Strecken eine sehr kompakte Abwehr gestellt und Dutenhofen immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen“, analysierte Geiger. „Am Ende haben wir es aber leider nicht ganz souverän zu Ende gespielt. Da waren wir teilweise zu gierig wie etwa beim Wurf aufs leere Tor. Das wollen wir beim nächsten Mal besser machen.“

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga erwischte die TuSpo Obernburg einen rabenschwarzen Tag. Die HSG Bieberau/Modau musste ebenfalls eine Niederlage hinnehmen.

 

Rabenschwarzer Tag für die TuSpo im Derby

Im Derby gegen den TV Groß-Umstadt musste die TuSpo Obernburg eine empfindliche 21:32 (8:16)-Heim-Niederlage hinnehmen. Dabei wollte Obernburg – wie schon beim letzten Heimsieg gegen Baunatal – mit Unterstützung der Fans und viel Leidenschaft zwei Punkte holen. Nach der frühen 1:0-Führung geriet jedoch zunächst der starke Aufsteiger immer besser ins Spiel. Mit einem 5:0-Lauf stellten die Gäste innerhalb weniger Minuten auf 5:1 und lagen nach neun Minuten bereits deutlich in Führung. Der Angriff der TuSpo biss sich immer wieder an der aggressiven Abwehr der Gäste die Zähne aus. Da auch die Defensive der Römerstädter immer wieder große Lücken offenbarte, kam Groß-Umstadt zu vielen einfachen Toren. Nach 20 Minuten lagen die Hausherren bereits mit 4:10 zurück und technische Fehler sowie zahlreiche vergebene freie Chancen erschwerten es, den Anschluss zu halten. Bis zur Halbzeitpause hatten sich die Gäste bereits auf 16:8 abgesetzt, während die enttäuschten TuSpo-Fans auf eine Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten hofften.

Keine Besserung in Halbzeit zwei

Doch die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck kam auch nach dem Seitenwechsel nicht besser ins Spiel. Schnell erhöhte Groß-Umstadt in der 34. Minute auf 18:8 und immer wieder scheiterten die Obernburger in dieser Phase am starken Gästetorhüter oder hatten Pech mit mehreren Pfostentreffern. Spätestens beim 14:26 nach 46 Minuten war die Partie entschieden. Lediglich der starke, zwölfmal erfolgreiche Torschütze Thomas Keck verhinderte eine noch höhere Niederlage. Auch in den letzten zehn Minuten der einseitigen Begegnung ließ Groß-Umstadt nichts mehr anbrennen, so dass die TuSpo am Ende eine bittere 21:32-Derbyniederlage hinnehmen musste.

Ein enttäuschter Tuspo-Coach Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Umstadt gewinnt verdient das Derby und Glückwunsch an dieser Stelle. Wir haben leider einen rabenschwarzen Tag erwischt und untypisch viele Fehler gemacht. Damit haben wir Groß-Umstadt immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. Bei so einer jungen Mannschaft gehört eine derart schwache Leistung auch einfach dazu, aber dass das in einem Derby vor vollem Haus passiert, ist maximal ungünstig.“

 

 

Bieberau/Modau präsentierte sich zu instabil  

Die HSG Bieberau/Modau musste bei der TSG Offenbach-Bürgel eine 34:37 (14:16)-Niederlage hinnehmen. Dabei musste die HSG  in Offenbach auf ihre beiden zuverlässigsten Angreifer und Taktgeber Kevin Kunzendorf und Damjan Jajic verzichten, begannen trotzdem stark und spielten zunächst sehr effizient im Angriff, legten gleich eine Führung hin (3. Minute 1:3)  und bauten diese bis zur 24. Spielminute sogar zu einem 14:10 aus, was Offenbachs Spielertrainer Nico Büdel zu einer Auszeit veranlasste. Offenbar fand er die richtigen Worte, denn plötzlich ging ein Ruck durch die Heimmannschaft und sie legten Tor um Tor nach, kamen schnell zum Ausgleich und gingen bis zur Pause sogar mit 16:14 in Führung. Bieberau /Modau haderte mit einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, ließ sich verunsichern und kam völlig außer Takt.

Hausherren nutzte Schwächen des Gastes

Offenbach nutzte diese Schwäche und baute die Führung kontinuierlich aus. Nach 33 Spielminuten stand es bereits 19:14. Die Falken konnten nicht mehr zulegen, kämpften trotzdem verbissen weiter und konnten die Offenbacher Torflut zumindest annähernd stoppen, kamen in der 58. Spielminute noch einmal auf 32:35 heran. Eine Wende konnten sie nicht mehr herbei führen, dazu spielte Offenbach zu clever, am Ende hieß es 37:34 für Offenbach.

Das Fehlen der beiden Torjäger Kunzendorf und Jajic konnte letztlich nicht kompensiert werden und der Blackout zwischen der 23. und 33. Spielminute (von 10:14 auf 19:14) war mit spielentscheidend. In dieser Phase wurden zu viele Fehler im Angriff begangen und Offenbach zum Tore werfen eingeladen. HSG-Trainer Thomas Weber sagte: „Natürlich fehlten uns zwei Unterschiedsspieler, aber trotzdem dürfen wir nicht 10 Minuten den Kopf verlieren und derart in Rückstand geraten. Am Ende haben wir noch einmal alles versucht und zumindest eine Resultatsverbesserung erreichen können.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt ist am Samstag um 18 Uhr in der Glockenspitzhalle bei der HSG Krefeld Niederrhein unter Zugzwang bzw. enorm gefordert. Beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten muss für den TVG ein Sieg her – egal wie. 

Nach zuletzt zwei Niederlagen in der englischen Woche – zunächst auswärts beim TV Hüttenberg (31:34) sowie anschließend zuhause gegen den TuS Ferndorf (27:31) – muss der TV Großwallstadt nun beim Tabellenvorletzten, der HSG Krefeld Niederrhein in die Erfolgsspur zurückkehren und zwei wichtige Punkte einfahren, um nicht noch weiter in der Tabelle zurückzufallen. Der Aufsteiger, dem in der Hinrunde nur ein einziger Sieg gelang, ging in der Rückrunde bereits zweimal als Sieger vom Platz. Nach dem überraschenden Triumph über den TV Hüttenberg  (35:31) am 21. Februar wurde auch die letzte Partie gegen Tabellenschlusslicht HC Oppenweiler/Backnang mit 36:25 deutlich gewonnen. Mit viel Selbstvertrauen peilen die Gastgeber nun die nächsten zwei Punkte vor heimischer Kulisse gegen an.

Winterzugang Pau Guitart Alguacil mit starken Leistungen im Tor

Über die Winterpause sind gleich zwei Neuzugänge zur HSG Krefeld Niederrhein gestoßen. Auf der Torhüter-Position verstärkt nun Pau Guitart Alguacil das Team. Der Katalane wechselte vom spanischen Erstligisten Tubos Aranda Villa de Aranda an den Niederrhein, überzeugte bisher eindrucksvoll und war maßgeblich an den beiden Siegen beteiligt (20 und 19 Paraden in den jeweiligen Partien). Auch auf Rückraum Mitte gibt es einen Neuzugang. Hier ist Marvin Kix vom Ligakonkurrenten 1. VfL Potsdam nach Krefeld gewechselt.

Personelle Probleme erschweren Training unter der Woche

An das Spiel der Hinrunde hat das Team von Trainer André Lohrbach gute Erinnerungen. Vor heimischer Kulisse konnte der TVG das Spiel für sich entscheiden. In der ersten Halbzeit lag der TVG zwischenzeitlich mit 7:10 zurück, kämpfte sich jedoch wieder heran und ging mit einem knappen 14:15-Rückstand in die Pause. Am Ende stand ein souveräner 32:26-Erfolg auf der Anzeigetafel. Doch am Samstag werden die Karten neu gemischt. Nicht sicher ist die Rückkehr von Ole Klimpke und Finn Wullenweber aufs Parkett, weitere krankheitsbedingte Ausfälle erschwerten das Training unter der Woche. Dennoch darf das keine Ausrede sein, denn die Mannschaft ist nun gefordert, eine Reaktion auf das letzte Spiel zu zeigen, um wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu erspielen.

TVG-Kapitän Patrick Gempp sagte vor dem Spiel in Krefeld: “Der Aufsteiger spielte in der Hinrunde nicht so gut, tritt aber in der Rückrunde richtig verbessert auf und geht mit viel Tempo. Vor allem die Verpflichtung von Marvin Kix macht sich  bemerkbar. Auf ihn werden wir sicher ein Augenmerk haben müssen. Sie spielen eine klassische 6-0-Deckung mit einem überragenden Torhüter dahinter.” Gefragt, wie sich der TVG auf die Aufgabe eingestellt hat, sagt er: “Für uns wird dies eine schwierige Aufgabe, aber es ist auch enorm wichtig für uns, dort zu gewinnen. Deshalb gehen wir die Sache sehr konzentriert an, wobei es aufgrund unserer Verletzten und unserer vielen Kranken grad nicht leichter für uns wird. Doch es gilt, kämpfen bis zum Schluss. Dann werden wir sehen.”

 

 

Das Archivbild von Axel Skaarnæs hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell den Spitzenreiter HG Saarlouis. Hanau will gegen Homburg nachlegen und Gelnhausen muss nach Dutenhofen fahren.

 

Kirchzell vor hoher Hürde

Wenn der TV Kirchzell am Samstag um 19.30 Uhr in der Miltenberger Sporthalle die HG Saarlouis empfängt, wird das alles andere als ein Zuckerschlecken. Der Spitzenreiter ist im Flow und hat seit dem 31. Oktober 2025 alle seine Spiele gewonnen – 13 Stück an der Zahl. Mit 573 Gegentoren stellt die HG die beste Defensive der Staffel und hat das Ziel Meisterschaft fest im Blick.

„Wir fahren mit viel Vorfreude und Selbstbewusstsein zum TV Kirchzell und wollen auch aus der Dreifachsporthalle in Miltenberg zwei Punkte mit nach Hause nehmen”, sagt HGS-Kapitän Tom Paetow. Sein Trainer Jörg Lützelberger analysiert den Gegner so: „In Kirchzell wird unsere Anpassungsfähigkeit gefragt sein. Sie agieren defensiv deutlich kompakter als unsere letzten Gegner. Wir wollen die insbesondere die Übergänge und das Zusammenspiel mit dem Kreis besser verteidigen, als im Hinspiel. Außerdem gilt es in Miltenberg in einer stimmungsvollen Atmosphäre 60 Minuten lang die Ruhe zu bewahren.“

Kirchzells Trainer Povilas Babarskas weiß, was auf seine Mannschaft zukommt, wenn er sagt: “Keine Frage. Saarlouis ist eine  gute Mannschaft, die mit absoluten Topspielern breit besetzt ist. Sie haben sich zuletzt noch einmal verstärkt, spielen teilweise mit vier Rückraum-Spielern und haben eine unangenehme 3-2-1- oder ab und an eine 3-3-Deckung.” Auch weiß der TVK-Coach, dass sie gerne Fehler provozieren und einige Tricks auf Lager haben, gerade nach Time Outs.

Der Kirchzeller Trainer wird sein Team gut einstellen und er weiß, dass alle gefordert sind und volle Konzentration gehen müssen. Außerdem dürfen sich die Hausherren nicht so viele Fehler bei den Abschlüssen wie zuletzt erlauben. Doch es kann auch eine Chance sein, denn der TVK hat gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren.

Ob Povilas Babarskas auf alle Spieler zurückgreifen kann, bleibt abzuwarten. Aber der Gast kommt wohl ebenfalls nicht komplett. “Wir setzen erneut auf unser tolles Publikum, denn wir werden die Unterstützung gebrauchen können”, so der Coach.

 

 

HSG Hanau will Erfolgsserie ausbauen

Heimspielabend für die HSG Hanau. Am Samstag (19.30 Uhr) erwarten die Blau-Weißen den Tabellenvorletzten TV 1878 Homburg in der Main-Kinzig-Halle. Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Spielen schwimmen die Grimmstädter auf einer Erfolgswelle, doch den Gegner aus dem Saarland gilt es trotzdem nicht zu unterschätzen. Beim letzten Auftritt vor heimischem Publikum haben Kleemann, Schiefer & Co. eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie eine Heimaufgabe souverän lösen können – genau das ist auch die klare Zielsetzung des Hanauer Teams für das anstehende Saisonspiel am Wochenende.

„Für uns wird es ganz klar darum gehen, am Samstagabend die richtige Motivation und Einstellung zu zeigen, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen“, fordert HSG-Cheftrainer Axel Spandau vor der Begegnung. „Auch der Vorletzte der Staffel verdient Respekt und wir werden alles reinwerfen, um die zwei Punkte in Hanau zu behalten.“ 

Die HSG Hanau trifft auf einen Gegner, der tief im Tabellenkeller feststeckt. Doch die TVH-Mannschaft von Trainer Pedro Vieira hat sich noch nicht aufgegeben: Drei seiner sechs Punkte sammelte Homburg seit Wiederbeginn der Rückrunde. Dabei schlug man den Tabellenletzten Haßloch und holte in der vergangenen Woche ein Unentschieden zu Hause gegen Kirchzell – eine Partie, welche die Saarländer durchaus hätten gewinnen können. 

Für die HSG Hanau läuft hingegen momentan alles nach Plan. Fünf Siege in Folge kann das Team von Kapitän Max Bergold und Topscorer David Rivic vorweisen. Mit großen Schritten preschte man zuletzt auf den dritten Tabellenrang vor, den das Team nun gegen die Verfolger HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und Longericher SC Köln verteidigen will. Personell geht Hanau dabei zum ersten Mal in 2026 komplett in eine Begegnung in der 3. Liga. Nachdem Kreisläufer Nils Schröder schon in Opladen mit dabei war, meldete sich unter der Woche auch Außenspieler Julian Fulda nach seiner Verletzung wieder zurück. 

Beim Hinspiel in Homburg präsentierte sich Hanau als der klar überlegene Gegner und gewann am Ende deutlich mit 36:27. Auch diesmal will die HSG-Sieben ihre volle Konzentration auf die Platte bringen. „Es ist vor allem die Rückraum-Achse aus Robin Egelhof, Tim Altmeyer, Jan-Philipp Valda und Ante Grbavac, die für Gefahr sorgt“, analysiert Spandau den kommenden Gegner und fügt hinzu: „Gerade die Schlagwürfe aus dem linken Rückraum und die Anspiele von Valda auf Kreisläufer Jan-Ole Schimmel sind zu verteidigen.“

 

 

TV Gelnhausen vor schwerem Auswärtsderby 

Der TV Gelnhausen steht am kommenden Samstag vor einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe, denn die Barbarossastädter gastieren um 19.30 Uhr in der Sporthalle Dutenhofen bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge reist der TVG mit viel Selbstvertrauen zum Derby gegen die Mittelhessen, muss dabei jedoch erneut mit erheblichen personellen Problemen umgehen.

Mit aktuell 36:6 Punkten belegt der TV Gelnhausen den zweiten Tabellenplatz und hat sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für die letzten neun Spiele der Saison erarbeitet. Besonders beeindruckend ist dabei, dass die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Geiger zuletzt trotz zahlreicher verletzter und erkrankter Spieler immer wieder starke Leistungen auf die Platte gebracht hat wie beim deutlichen 37:24 (19:8)-Heimsieg gegen die TSG Haßloch am vergangenen Wochenende.

Mit der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II wartet nun allerdings ein Gegner, der ebenfalls zu den Topmannschaften der Staffel zählt. Die Bundesligareserve der HSG Wetzlar steht derzeit mit 30:14 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz und gehörte vor allem zu Beginn der Saison zu den großen Überraschungen der Liga. Zwischenzeitlich führte das Team von Trainer Eike Schuchmann sogar die Tabelle an und setzte mit dem 32:30 (12:15)-Sieg gegen den Ligaprimus HG Saarlouis Anfang Oktober ein echtes Ausrufezeichen.

Im Vergleich zur Vorsaison hat sich Dutenhofen deutlich gesteigert. Während die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit mit 26:34 Punkten lediglich den zehnten Tabellenplatz belegte, präsentiert sich das Team in dieser Spielzeit wesentlich stabiler. Auch der Abgang von Leistungsträger Ole Klimpke in der Winterpause zum Zweitligisten TV Großwallstadt konnte bisher gut kompensiert werden. In der Rückrunde gewann Dutenhofen fünf der bisherigen sieben Spiele.

Allerdings zeigte sich auch, warum Geiger die Mannschaft als schwer einschätzbar bezeichnet. Neben starken Auftritten stehen auch unerwartete Ergebnisse zu Buche wie etwa die überraschende 28:34 (12:17)-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht TSG Haßloch. Am vergangenen Wochenende kassierte Dutenhofen zudem beim Rückspiel gegen Tabellenführer Saarlouis eine deutliche 20:39 (9:19)-Niederlage. Vor heimischer Kulisse wird das Team nun alles daransetzen, diesen misslungenen Auftritt wieder gutzumachen.

Das Hinspiel zwischen Dutenhofen und dem TVG zeigte bereits, wie eng die Kräfteverhältnisse sind. Anfang Dezember setzte sich der TV Gelnhausen in der Rudi-Lechleidner-Halle nur knapp mit 28:27 (13:13) durch. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Max Bechert erst zwei Sekunden vor Schluss. Auf Seiten der Gäste war Leonard Zaum mit neun Treffern der auffälligste Spieler.

„Dutenhofen ist eine Wundertüte. Obwohl sie tabellarisch sehr gut dastehen, ist bei ihnen alles möglich – von einem Sieg gegen Saarlouis bis zu einer Niederlage gegen Haßloch“, sagt TVG-Cheftrainer Geiger. „Wir haben es selbst im Hinspiel gemerkt. Das war ein extrem enges Spiel auf wirklich gutem Niveau.“

Besonders die Qualität der jungen Spieler hebt der TVG-Coach hervor: „Sie haben viele sehr gut ausgebildete und junge Spieler und ein sehr dynamisches Team. Gleichzeitig bringen sie mit Spielern wie Lukas Gümbel auch Erfahrung mit.“

Für den TV Gelnhausen wird es daher entscheidend sein, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. „Wir müssen sowohl offensiv als auch defensiv wieder eine Topleistung bringen“, fordert Geiger. „Fehler dürfen wir uns nur wenige erlauben, weil sie diese mit ihrem Tempospiel sofort bestrafen können.“

 

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

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Wie Handball Regionalligst TuSpo Obernburg bekannt gab, wird Torhüter Florian Eberhardt den Verein zum Saisonende verlassen. 

Eberhardt wechselte 2023 vom TSV Klein-Auheim an den Untermain und befindet sich aktuell in seiner dritten Saison in Obernburg. „Ein ganz besonderer Dank gilt meinen Mitspielern. Der Rückhalt der 1. und 2. Mannschaft, der gemeinsame Kampf in jeder Partie sowie die vielen emotionalen Momente auf und neben dem Feld haben diese Zeit einzigartig gemacht. Ich habe den Handball hier auf eine ganz besondere Art gelebt und genossen. Ebenso danke ich allen Fans der TuSpo, die mit ihrer Leidenschaft und ihrer Nähe zur Mannschaft jedes Heimspiel zu etwas Besonderem gemacht haben.“, blickt der 30-Jährige auf seine Zeit in Obernburg zurück.

Zur Saison 23/24 wechselte der Torhüter vom Bezirksoberligisten TSV Klein-Auheim in die zweite Mannschaft der TuSpo. In der darauffolgenden Saison erfolgte der Wechsel in die Regionalligamannschaft, in der er zum Saisonende seine zweite Saison sowie seine aktive Zeit in Obernburg beenden wird.

„Flo war durch seinen Ehrgeiz und seine akribische Arbeitsweise immer ein wichtiger Teil der Mannschaft“, resümiert TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck die Zusammenarbeit, die bereits 2023 als damaliger 2.Mannschafts-Trainer begann. Wo der gebürtige Darmstädter, der in Egelsbach das Handballspielen gelernt hat, seine Karriere fortsetzen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar.

 

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In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt zuhause gegen den TuS Ferndorf mit 27:31 (11:15) verloren. Das Team von Trainer André Lohrbach erwischte einen eklatanten Fehlstart in die Partie und lag innerhalb von fünf Minuten bereits mit sechs Toren zurück. Diesem Rückstand lief der TVG bis zum Ende des Spiels hinterher.

Zwei rote Karten innerhalb von drei Minuten

Rechtsaußen Dmytro Redkyn erzielte das erste Tor für sein Team, doch Soeren Servos erhöhte direkt auf 7:1. Ab der zehnten Spielminute fing sich die Abwehr, so dass zweimal Max Horner und erneut Redkyn auf 5:8 verkürzten. Beim 8:10 durch Connar Battermann hoffte man auf die Wende. Doch der TVG nutzte die Überzahl nicht für sich. Josip Eres erhielt rot, Ferndorf ließ sich dadurch nicht beeindrucken, sondern nutzte einen 3:0-Lauf, um sich auf 13:8 abzusetzen. Ganz bitter dabei. Auf Seiten des TVG wurde Spielmacher Mario Stark mit rot des Feldes verwiesen, so dass Lohrbach ein weiterer Rückraumspieler nicht mehr zu Verfügung stand (Ole Klimpke und Finn Wullenweber standen verletzungsbedingt nicht im Kader). Kurz vor dem Pausenpfiff gelangen den Blau-Weißen noch zwei Treffer zum 11:15.

TuS Ferndorf auch souverän in Halbzeit zwei

Wer auf die zweite Hälfte gehofft hatte, wurde leider enttäuscht. Zwar traf Yessine Meddeb kurz nach Anpfiff zum 12:15, doch zwei Treffer aus den Ferndorfer Reihen sorgten direkt wieder für den Fünf-Tore-Vorsprung. Jan-Steffen Minerva, der den glücklosen Leon Nowottny im Tor ersetzte, kam zu wichtigen Paraden, doch auf der Gegenseite war EX-TVGler Can Adanir zur Stelle, so dass Mattis Michel auf 19:13 erhöhte. Der Gastgeber kämpfte weiter, hatte aber den Gästen zu wenig entgegenzusetzen, so dass der TuS Ferndorf am Ende auch verdient mit 31:27 als Sieger vom Parkett ging.

Für den TV Großwallstadt heißt es jetzt, Mund abwischen und sich auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Denn am Wochenende wartet mit der HSG Krefeld Niederrhein ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel, der von den letzten drei Partien zwei für sich entscheiden konnte und deshalb mit Selbstvertrauen in die Partie gehen wird.

 

 

Das Bild von Moritz Klenk hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt mitteilte, hat der Verein den U21-National-Torhüter Anel Durmic für die kommende Saison verpflichtet. Damit ist das Duo mit der Verpflichtung von Žiga Urbič (wir berichteten) komplett.

Mit dem Duo Urbič/Durmic setzt der Verein auf eine Kombination aus Erfahrung und jugendlichen Ehrgeiz. Während der 28-jährige Urbič bereits mehrere Jahre in der zweiten Liga aktiv war, kann der aus Hanau stammende 19-jährige Durmic bereits einen WM-Titel vorweisen. Er holte mit der U19-Nationalmannschaft im Sommer 2025 den Titel. Aktuell steht er beim Ligakonkurrenten HSG Krefeld Niederrhein zwischen den Pfosten, wohin er vom VfL Gummersbach ausgeliehen wurde.

„Zwei Torhüter, die sich perfekt ergänzen“

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich auf den Neuzugang: „Wir wollten uns auf der Torhüterposition neu aufstellen. Mit Žiga haben wir einen erfahrenen Torhüter verpflichtet und können ihm mit Anel einen jungen, sehr talentierten Spieler zur Seite stellen. Beide haben Erfahrung in der 2. Liga und werden gemeinsam ein wichtiger Rückhalt für das Team sein. Anel soll richtig Gas geben, Druck auf Žiga machen und sich weiterentwickeln.“

TVG-Trainer André Lohrbach über den Neuzugang: „Anel ist ein talentierter junger Torhüter, der mit seinen Stärken bei freien Bällen ein gutes Gespann mit Žiga bilden wird. Ich freue mich, seine Entwicklung begleiten zu dürfen, wenn er bei uns die nächsten Schritte machen wird Er hat schon in seiner ersten Zweitligasaison in Krefeld gezeigt, dass er das Niveau hat und uns in der kommenden Saison verstärken wird.“

Der Torhüter selbst freut sich sehr auf die neue Herausforderung: „Der Verein TV Großwallstadt ist traditionsreich und hat im Deutschen Handball eine große Geschichte – Teil davon werden zu dürfen, macht mich stolz. Besondres schön ist für mich auch die Nähe zu meiner Heimat Hanau. In einem vertrauten Umfeld mit viel Rückhalt aus der Region ein neues Kapitel aufzuschlagen, bedeutet mir sehr viel. Ich kann es kaum erwarten, im Sommer loszulegen und gemeinsam mit dem Team und den Fans erfolgreich zu sein.“

Anel Durmic ist am 11.09.2006 in Hanau geboren. Bei der HSG Hanau hat er bereits im Alter von drei Jahren das Handballspielen erlernt. Nach Erfolgen mit der Hessenauswahl und der U17-Nationalmannschaft folgte 2025 der U19-Weltmeistertitel. 2023 unterschrieb Durmic beim VfL Gummersbach seinen ersten Profivertrag, ist aktuell aber an die HSG Krefeld Niederrhein ausgeliehen. Beim TV Großwallstadt erhält er ab Juli 2026 einen Vertrag bis 2028.

 

Das Bild von Anel Durmic hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kam der TV Kirchzell aus Homburg mit einem Unentschieden zurück. Der TV Gelnhausen gewann daheim deutlich gegen Haßloch. Die HSG Hanau hat einen Sieg aus Opladen mitgenommen.

 

Kirchzeller Remis in den Schlusssekunden

Nichts für schwache Nerven war das Spiel des TV Kirchzell beim TV Homburg. TVK-Trainer Povilas Babarskas warnte schon vor Beginn vor dem Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und stellte seine Jungs auf einen heißen Fight ein. “Wir wussten schon im Vorfeld, dass Homburg mit vielen Mannschaften gut mithalten kann und sie vor allem daheim sich gegen uns etwas ausrechnen werden.” In der Tat legte der jetzige Tabellenvorletzte los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 4:1 (6.). Es dauerte ein bisschen, ehe der TVK besser ins Spiel kam, zum 6:6 ausglich (10.) und anschließend per Siebenmeter durch Ievgen Zhuk mit 7:6 die Führung übernahm. Lange hielt diese Führung nicht, denn Homburg wollte unbedingt gewinnen, warf alles in die Waagschale und war beim 10:7 und 11:8 wieder vorne. Povilas Babarskas wechselte so ab der 13. Minute die Torhüter und schickte Joshua Löffelmann zwischen die Pfosten. Beim 14:14 (24.) sah es gut aus und die Gäste wurden immer stärker und gingen durch Jannik Wolf mit 18:17 in die Pause. Zufrieden war der TVK-Coach nicht, denn seine Schützlinge ließen zu viele Chancen ungenutzt – mindestens acht oder neun – und der Vorsprung zur Pause hätte bei besserer Chancenverwertung höher ausfallen können.

TVK wollte es nach dem Wechsel besser machen

Nach Wiederbeginn glichen die Hausherren zunächst aus (18:18), doch der TVK legte vor (20:18). Die Homburger ließen nicht locker und der Gast nutzte seine Chancen wieder nicht. Freier Wurf von außen nicht genutzt, Überzahl nicht genutzt und immer öfter wurde der gegnerische Torhüter Robin Näckel, der zum Schluss 19 Paraden verzeichnete, warm geschossen. So blieb es in der Folge eng (21:21, 23:22, 28:27). Die Zuschauer taten ihr Übriges, denn sie witterten Morgenluft. Ievgen Zhuk, der überragende Siebenmeter-Schütze – er verwandelte zehn von elf Strafwürfen – verletzte sich zu allem Überfluss auch noch am Fuß und konnte nur noch die Strafwürfe verwandeln. Hinzu kam, dass Homburg lange 7-6 spielte, was dem TVK nicht so schmeckte. Nach dem 28:28 legte der TVH erneut vor und es sah erneut nach einer bitteren Niederlage aus. Doch TVK-Kreisläufer Jannik Wolf nutzte ein Überzahlspiel und knallte den Ball zum 29:29 in die Maschen. Er war es auch, der die Halbzeitführung erzielte und am Ende den wichtigen Punkt rettete. TVK-Coach Babarskas lobte zunächst einmal seinen sicheren Strafwurf-Schützen Zhuk: “Ein großes Kompliment, dass er so eine gute Quote erzielt hat.” Danach grantelte er aber und sagte: “Wir haben insgesamt 22 Freie verworfen – von Außen, vom Kreis, vom Rückraum, Durchbruch. von neun Metern usw. Das darf uns nicht passieren. Wir waren in der Abwehr nicht schlecht, doch wir müssen uns fragen, warum wir so viele Freie vergeben. Wir können froh über den einen Punkt sein.” TVH-Trainer Vieira hingegen freute sich über das beste Spiel der Saison seiner Mannschaft und über den einen Zähler.

 

 
 

Gelnhausen trotzt Grippe-Welle und dominiert Haßloch

Trotz stark dezimiertem Kader hat der TV Gelnhausen einen deutlichen Heimsieg eingefahren. Vor 800 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle besiegten die Barbarossastädter die TSG Haßloch am Samstagabend klar mit 37:24 (19:8). Mit nun 36:6 Punkten behauptet der TVG weiterhin den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel, der am Saisonende zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga berechtigt.

Die Vorzeichen waren dieses Mal alles andere als optimal. Neben den Verletzten Akos Csaba (Kreuzbandriss), Leon David (Schulter-OP), Jannik Geisler (Schulterprobleme) und Alex Bechert (Ellenbogenverletzung) hatte die Grippe-Welle den Kader des TVG voll erwischt. Kapitän Jonathan Malolepszy konnte die gesamte Woche nicht trainieren und stand ausschließlich für Siebenmeter zur Verfügung. Henrik Müller und Junioren-Torhüter Noah Pilgrim waren erst am Vortag ins Training zurückgekehrt und ebenfalls noch angeschlagen. Fynn Hilb und Benjamin Wörner fehlten komplett im Kader. Die Trainingswoche verlief entsprechend schwierig, da Cheftrainer Matthias Geiger nur ein stark ausgedünnter Kader zur Verfügung stand. „Ab Anfang der Woche sind immer mehr Krankmeldungen bei mir eingegangen“, berichtete Geiger nach dem Spiel. „Die Grippe ist bei uns ziemlich eingeschlagen. Umso mehr freut es mich, dass wir heute so ein gutes Spiel abliefern konnten.“

Und genau das tat der TVG von der ersten Minute an. In der fünften Minute traf Malolepszy per Siebenmeter zur 3:0-Führung für die Gelnhäuser. Zwar verkürzten die Gäste kurzzeitig auf 3:2, doch die Rot-Weißen ließen sich davon nicht beeindrucken. Im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt, während die Abwehr kompakt stand und Daniel Drozdz im Tor immer wieder zur Stelle war. Nach vier Treffern in Serie erhöhte Silas Altwein in der elften Minute auf 7:2. Der Vorsprung wuchs in der Folge kontinuierlich an. Fynn Broßmann, der viel Verantwortung übernahm und mit sieben Toren bester TVG-Schütze wurde, traf in der 21. Minute zum 13:5 – erstmals lagen die Barbarossastädter mit acht Toren vorne. Nur drei Minuten später markierte Kreisläufer Torben Fehl das 16:6 und damit die erste Zehn-Tore-Führung. Trotz zweier früher Auszeiten von Haßloch war bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich zu erkennen, dass die Gäste an diesem Abend kaum Mittel gegen die konzentriert auftretenden Gelnhäuser finden würden. Mit einem komfortablen 19:8 ging es in die Halbzeitpause. 

Haßloch etwas besser

Im zweiten Durchgang präsentierte sich Haßloch etwas verbessert. Luis Maier, mit fünf Treffern bester Torschütze der Gäste, verkürzte in der 32. Minute auf 19:10. Doch näher als auf neun Tore kam die TSG nicht mehr heran. Der TVG behielt die Kontrolle, spielte weiter strukturiert und ließ keine ernsthafte Spannung aufkommen. In der 43. Minute sorgte Winterneuzugang Dmytro „Dima“ Redkyn mit seinem Treffer zum 26:13 für die erste 13-Tore-Führung. Der Ukrainer zeigte erneut eine starke Partie und traf ebenso sechsmal das Tor wie Mittelmann Silas Altwein. Auch die Atmosphäre in der Hölle Süd war einmal mehr beeindruckend. Die Zuschauer unterstützten ihre Mannschaft über die gesamten 60 Minuten lautstark und sorgten für eine überragende Stimmung in der Halle. Auch in der Schlussphase blieb der TVG konzentriert. Der 13-Tore-Vorsprung hatte bis zum Schlusspfiff Bestand und allen Beteiligten war längst klar, dass der Heimsieg nicht mehr in Gefahr geraten würde. Den Schlusspunkt setzte Finn Trinczek in der Schlussminute mit seinem Treffer zum 37:24-Endstand.

TSG-Trainer Christian Job zeigte sich nach der Partie anerkennend: „Erstmal Glückwunsch zum mehr als verdienten Sieg. Ich finde es richtig geil hier in der Halle. Mir gefällt der Handball von Gelnhausen richtig gut. Diese Dynamik, diese Stimmung. Wir hatten heute keine Chance.“ Positiv bewertete er aus seiner Sicht lediglich die zweite Hälfte: „Wir haben den zweiten Durchgang nur mit zwei Toren verloren. Das nehmen wir mit.“ Auch Geiger war trotz der personellen Umstände hochzufrieden: „Haßloch hat gegen Dutenhofen deutlich gewonnen, deshalb waren wir gewarnt. Umso schöner ist es, dass wir mit einem dezimierten Kader so souverän auftreten konnten. Die Jungs hatten eine wahnsinnige Einstellung und es sind kaum einfache Fehler passiert.“

 

 

HSG Hanau revanchiert sich in Opladen 

Die HSG Hanau hat ihr Auswärtsspiel beim TuS 1882 Opladen mit 28:25 (18:14) für sich entschieden und rückt damit auf Platz drei der Staffel Süd-West vor. Das Hinspiel im Oktober ging noch deutlich an Opladen, doch mit einer starken ersten Halbzeit und zahlreichen Toren ihrer Außenspieler legten die Südhessen den Grundstein für den Auswärtssieg. Zwar wurde es gegen einen unangenehmen Gegner am Ende noch einmal spannend, doch den Erfolg ließ sich die HSG nicht mehr nehmen. 

„Im Großen und Ganzen sind wir mit den zwei Punkten in Opladen zufrieden“, gab HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach dem Spielende zu Protokoll. „Vor allem Max Bergold und Sebastian Hein haben heute ein überragendes Spiel abgeliefert und mehrere Bälle abgefangen und in Tempogegenstöße und Tore umgemünzt.“ Mit dem Erfolg sprang Hanau in der Tabelle an der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II vorbei, die im Parallelspiel bei der HG Saarlouis unterlag. Der jetzige dritte Tabellenrang würde zur Teilnahme am DHB-Pokal in der kommenden Saison berechtigen. 

Es entwickelte sich in der Bielertsporthalle erneut eine ausgeglichene Begegnung und während Hanau in der 6:0-Deckung aggressiv verteidigte und seinen Gegner früh unter Druck setzte, gelangen HSG-Kreisläufer David Rivic im Angriff direkt zwei schön herausgespielte Treffer zum 2:1 (3. Minute). Nach einer Parade von Keeper Benedikt Müller wurde Rechtsaußen Sebastian Hein schnell in den Tempogegenstoß geschickt und netzte zur 5:3-Führung (9.) ein. Ein weiterer Ballverlust der Hausherren bedeutete das 8:7 durch den stark aufspielenden Max Bergold. Bis zur Pause traf der Hanauer Kapitän gleich sechs Mal in das gegnerische Netz. 

Doch wie schon im Hinspiel blieb Opladen ein unangenehmer Gegner, der in Überzahl sogar zeitweise beim 10:9 in Führung ging. Mit viel Nervenstärke verhinderte Müller im Kasten die Zwei-Tore-Führung des TuS in der 18. Minute. „Das war am Anfang wirklich sehr ausgeglichen und wir haben etwa 20 Minuten gebraucht, bis wir das Heft in die Hand genommen haben und unseren Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnten“, bemerkte Spandau. Nils Schröder, der nach längerer Verletzungspause am Kreis sein Comeback gab, brachte Hanau wieder mit zwei Toren in Front – 13:11 (23.).  In der Schlussphase der ersten Halbzeit erkämpfte sich Hanau nun immer mehr Feldvorteile und profitierte dabei auch von der Zweikampfstärke von Cedric Schiefer und Dziugas Jusys im Innenblock. Ein erneuter Treffer von Bergold und ein Kontertor von Hein, nach Ballverlust der Gastgeber und schneller Reaktion von Schiefer, brachte die erste Drei-Tore-Führung beim 16:13.

Hanau sehr stark 

Den zweiten Spieldurchgang begann Hanau bärenstark. Mit resolutem Abwehrspiel zwangen die Blau-Weißen ihre Gegner zu Fehlern und vorne ließ Spandau seinen routinierten Rückraum mit Kleemann, Böhm und Schiefer wirbeln. Gegen die schnellen Kreuzbewegungen der HSG offenbarte die Opladener Abwehr immer wieder größere Lücken. Mit einem herausragenden Pass bediente Schiefer so seinen Kreisläufer Rivic, der völlig frei das 21:14 (33.) markierte. In der eigenen Abwehr war es dann erneut eine Parade von Müller und ein fulminanter Sprint von Hein zum Gegenstoß, der den 4:0-Lauf der Südhessen erfolgreich beim 22:14 (35.) abschloss. „Wir wollten unbedingt erfolgreich aus der Pause rauskommen und unseren Vorsprung vergrößern, was uns auch perfekt gelungen ist“, sagte Spandau später. Bis zum 25:19 (43.) hielt diese Drangphase der HSG Hanau an. „Dann hatten wir aber einen schweren Bruch im Spiel, waren viel zu fehlerbehaftet und haben Chancen ausgelassen, sodass unser Vorsprung zusammengeschmolzen ist.“ Nur noch für zwei magere Tore zeigte sich die HSG-Offensive so bis zur 56. Minute verantwortlich. Der TuS bäumte sich erneut auf und Fynn Johannmeyer brachte mit einem Doppelschlag die Gastgeber beim 21:25 (46.) wieder gefährlich nahe heran. Es folgte die taktische Umstellung durch Spandau auf ein 4:2-Abwehrsystem – mit viel Druck auf Birger Dittmer und Fynn Johannmeyer im TuS-Rückraum. Gleichzeitig drehte Müller im Tor auf und nahm einige Möglichkeiten der Gastgeber weg. Im Angriff belebte zudem der quirlige Dennis Gerst noch einmal das Offensivspiel der Grimmstädter und steuerte zwei wichtige Treffer in der Schlussphase bei, mit denen Hanau auch die beiden Punkte mit nach Hause nahm. „In dieser Phase, in der wir zu schludrig und fahrig gespielt haben, hat uns Benedikt Müller heute wirklich die Punkte gerettet – sonst hätte das hier noch anders ausgehen können“, lobte Spandau seinen Torhüter. 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga hat die TuSpo Obernburg beim Tabellenführer eine deutliche Niederlage kassiert. Die HSG Bieberau/Modau gewann daheim gegen Petterweil.

 

 

Klare Niederlage gegen den Spitzenreiter

Im Auswärtsspiel beim souveränen Tabellenführer der Regionalliga, der ESG Gensungen/Felsberg, musste die TuSpo Obernburg am Ende eine 19:34 (13:15)-Niederlage quittieren.

Dabei zeigte die TuSpo von Beginn an eine beeindruckend couragierte Vorstellung. Ohne jeden Respekt vor dem großen Favoriten erspielten sich die Gäste bereits nach fünf Minuten eine 3:1-Führung. In der Folge fanden die Gastgeber zwar besser ins Spiel und glichen in der zehnten Minute zum 5:5 aus, doch die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck ließ sich davon nicht beeindrucken. Durch Jesper Kunkel ging die TuSpo erneut mit 6:5 in Führung und bot dem Meisterschaftsaspiranten bis zur 19. Minute beim Stand von 10:9 weiterhin auf Augenhöhe Paroli. Erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit erhöhte Gensungen nochmals das Tempo und nahm eine knappe 15:13-Führung mit in die Pause.

Gäste ließen etwas nach

Nach dem Seitenwechsel ließ die zuvor so konsequente Disziplin der Tuspo jedoch etwas nach – eine Schwäche, die die routinierten Gastgeber eiskalt ausnutzten. Nach 40 Minuten war der Rückstand beim 16:22 bereits deutlich angewachsen und keine zehn Minuten später zeigte die Anzeigetafel beim 17:27 erstmals einen zweistelligen Abstand. Den tapfer kämpfenden Römerstädtern fehlten in der Schlussviertelstunde schließlich die Kräfte, um noch einmal entscheidend zu verkürzen. Ein weiterer 6:0-Tore-Lauf der Hausherren führte in der 58. Minute zum 33:18, ehe die Partie mit einer deutlichen 19:34-Niederlage für die Tuspo endete.

Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck resümierte nach dem Spiel: „Wir spielen beim unangefochtenen Tabellenführer eine sehr gute und disziplinierte erste Hälfte und schaffen es, Gensungen vor große Probleme zu stellen. Nach der Pause lassen wir diese Disziplin etwas schleifen und Gensungen nutzt das gnadenlos aus.“

 

 

Falken mit weiterem Heimsieg     

Im Spiel gegen den TV Petterweil gewann die HSG Bieberau/Modau mit 32:27 (16:15). Die Partie begann zerfahren, beide Teams leisteten sich Fehler und so stand es nach neun Spielminuten auch erst 2:2, ehe Thomas Becker das 3:2 erzielte und Martin Juzbasic mit zwei gehaltenen Bällen hintereinander und Millimeter genauen weiten Zuspielen Kevin Kunzendorf auf die Reise schickte und der zum 5:2 traf. Dies geschah alles binnen einer Minute, was den Gästetrainer zu einer frühen Auszeit zwang. Doch die Falken legten weiter vor und erzielten in den nächsten beiden Spielminuten weitere drei Treffer, zur 8:2 Führung in der zwölften Spielminute. 

Petterweil raufte sich zusammen und spielte fortan konzentrierter, kam aufgrund einiger Mängel im Spielaufbau der Falken wieder Tor um Tor heran und erzielte in der 28. Minute den 14:14 Ausgleich. Erschwerend kam für die Hausherren das frühe Ausscheiden von Robin Hübscher hinzu, der sich eine Platzwunde an der Lippe zuzog und nicht weiter spielen konnte. Mit aller Macht verhinderten sie aber eine Führung Petterweils und so stand es zur Pause 16:15 für Bieberau/Modau. 

Gäste blieben zunächst dran

Bis zur 39. Spielminute blieben die Gäste dran und Björn Pape konnte noch einmal zum 20:20 ausgleichen, ehe die Falken wieder das Kommando übernahmen und durch Kunzendorf, Schenkel und Günther zum 23:20 (45. Spielminute) vorlegten. Der wieder einmal überragende Martin Juzbasic im Tor und die stärker werdende Abwehrreihe hielten die Gäste auf Distanz und so konnte der Vorsprung bis zur 55. Spielminute wieder auf 29:24 ausgebaut werden, die Gäste konnten nicht mehr zulegen, probierten alles, stellten die Abwehr um, versuchten es mit Manndeckung, aber die Falken ließen nichts mehr anbrennen und brachten den Vorsprung über die Runden. Am Ende hieß es 32:27, ein weiterer Heimsieg, der den Falken weiterhin den zweiten Tabellenplatz sicherte.

HSG-Trainer Thomas Weber: „Zunächst einmal freue ich mich über den Sieg , denn Petterweil gehört schon zu den Top Teams der Liga und muss erst einmal geschlagen werden. Dennoch haben wir viel Luft nach oben, zeigten noch zu viele Fehler im Spielaufbau und die Chancenverwertung hat mir auch nicht gefallen. Aber wir haben im Team hervorragend gekämpft und dadurch absolut verdient gewonnen“.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga muss der TV Großwallstadt am Sonntag um 17 Uhr in der Untermainhalle Elsenfeld gegen den TuS Ferndorf ran.

Nach der der knappen 31:34-Derbyniederlage gegen den TV Hüttenberg richtet der TV Großwallstadt den Blick nun nach vorne. In der Untermainhalle in Elsenfeld will das Team vor heimischer Kulisse zwei wichtige Punkte einfahren. Der TuS Ferndorf ist mit zwei knappen Siegen gegen die HSG Krefeld Niederrhein und gegen den TSV Bayer Dormagen gut in die Rückrunde gestartet. Nach einem Unentschieden gegen den VfL Eintracht Hagen, gewannen sie am Mittwoch zuhause gegen den HC Oppenweiler/Backnang mit 28:23. Damit ist der TuS Ferndorf aktuell punktgleich mit dem TVG und steht dank des besseren Torverhältnisses auf Rang zwölf der Tabelle.

Zwei Personelle Veränderungen bei TuS Ferndorf

Die Gäste haben sich in der Winterpause gleich doppelt verstärkt. Im Rückraum stößt Sören Servos zur Mannschaft, der per Zweitspielrecht vom Bundesligisten Bergischer HC kommt. Zudem gibt es auf Rechtsaußen einen Neuzugang, Finn Scharnweber ist aus der U23 des HC Erlangen nach Ferndof gewechselt und hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

Gute Erinnerungen an die Hinrunde

Das Hinrundenspiel konnte der TVG in Ferndorf für sich entscheiden. Mit der Schlusssirene traf Kapitän Patrick Gempp zum 28:27-Endstand ins leere Ferndorfer Tor. An diesen Erfolg möchte der TVG nun anknüpfen und vor heimischer Kulisse zwei Punkte einfahren.

 

 

Das Bild von Flo Eisenträger hat uns der TVG zur Verfügung gestellt.