Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen treffen am Wochenende die Tuspo Obernburg und der TV Hüttenberg II aufeinander. Die TSG Groß-Bieberau muss in Poohlheim antreten und der TV Kirchzell reist nach Petterweil.

 

 

Tuspo empfängt Hüttenberg

Mit dem TV Hüttenberg II kommt am Samstag der nächste abstiegsbedrohte Verein in die Obernburger Ballmann-Halle. Die Mittelhessen werden aufgrund ihrer Tabellensituation (Platz 13 mit 10:30 Punkten) sicher keine Geschenke verteilen, so dass sich die Hausherren auf einen heißen Tanz gefasst machen können. Die zweite Mannschaft des Zweitligisten hat zuletzt mit einem Heimsieg gegen Breckenheim überrascht und mit knappen Niederlagen in Bruchköbel und zuhause gegen Petterweil anschließend enttäuscht. Mit ihrer offensiven Abwehrformation ist die Mannschaft von Trainer Claus Well eine sehr unbequem zu bespielende Truppe und auch in der letzten Saison musste die Tuspo im Heimspiel beide Punkte abgeben.

Allerdings hatte Tuspo-Coach Rudi Frank im Hinspiel schon den richtigen Matchplan und konnte mit einem 25:22-Erfolg den Spieß umdrehen. Damit dieses auch jetzt wieder gelingt, ist es auch sehr wichtig den besten Shooter der Gäste, Jannis Wrackmeyer (zweitbester Torschütze der Oberliga mit 151 Toren), in den Griff zu bekommen. Mit einer guten und kämpferischen Einstellung der Mannschaft und mit Hilfe der Tuspo-Fans könnte das auch im Rückspiel wieder gelingen. Es bleibt abzuwarten, ob der Tuspo-Coach auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

 

Kirchzell muss in Petterweil aufpassen

Nach dem tollen Erfolg vergangene Woche daheim gegen die HSG Pohlheim hat der TV Kirchzell nun eine knifflige Aufgabe vor sich. Er muss am Sonntag beim Tabellenneunten Petterweil antreten und das ist nicht so “ohne”. TVK-Trainer Alex Hauptmann sagt daher auch: “Petterweil steht mit dem Rücken zur Wand und das wird für uns ein richtig schweres Spiel.” Er weiß, dass in der Petterweiler Halle immer viele Zuschauer da sind, die einen mords Wirbel machen und geht von einem “richtig hässlichen” Spiel aus.

Kein Wunder, ist der Gegner doch so eine Art Wundertüte, der gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren kann. Die Hausherren stellen eine starke 6-0-Abwehr, haben gute Außenspieler, einen guten jungen Torhüter und mit Björn Pape einen routinierten Kreisläufer. Daher hofft Alex Hauptmann, dass viele Kirchzeller Fans mitfahren werden, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. “Das wäre ganz wichtig für uns, dass uns viele Fans in der Fremde unterstützen, denn der TVP wird uns alles abverlangen.”

Ob er auf Joshua Osifo, Joshua Löffelmann und Jannik Wolf zurückgreifen kann, wird sich sehr kurzfristig entscheiden.

 

 

Groß-Bieberau auswärts gefordert

Nach den zwei Pflichtsiegen gegen Großenlüder und Hanau wartet am Wochenende eine große Herausforderung auf die Falken, denn sie spielen am Samstag beim Tabellenfünften, der HSG Pohlheim.

Diese stehen zu Recht nach guten Leistungen auf Platz fünf und führen das vordere Mittelfeld der Tabelle mit 23:17 Punkten an. Im Hinspiel hatten die Falken ihre Last mit der erfahrenen Truppe und konnten nur knapp mit 33:32 gewinnen. Die HSG ist bekannt für ihre kompromisslose Abwehr und ihr schnelles Spiel nach vorne. Da gilt es einmal mehr im Angriff effizient zu arbeiten und diszipliniert den Matchplan einzuhalten.

Die Falken gehören nach wie vor zu dem „Kleeblatt“ der vier Mannschaften, die unangefochten an der Tabellenspitze stehen und die Meisterschaft unter sich ausmachen werden. Die besten Karten hält hier der Drittliga-Absteiger TV Kirchzell, mit nur vier Minuspunkten, gefolgt von Münster mit sieben Minuspunkten und Groß-Bieberau und Gensungen mit jeweils acht Minuspunkten. Münster hat dabei das vermeintlich leichteste Schlussprogramm, während Kirchzell unter anderem noch gegen Groß-Bieberau und Gensungen spielen muss. Eine spannende Angelegenheit.

Falken-Trainer Björn Beilstein sagt: „Pohlheim ist schon eine starke Herausforderung für uns, aber wir wollen auch dort mit einer guten Leistung das bestmöglichste Ergebnis erzielen.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Diese Woche treffen in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, die Mannschaften von Dansenberg und Nieder-Roden sowie Hanau und Homburg aufeinander. Desweiteren spielen aus dem hiesigen Verbreitungsgebiet Gelnhausen und Longerich gegeneinander.

 

TV Gelnhausen empfängt favorisierte Longericher

Nach der Spielpause am vergangenen Wochenende will der TV Gelnhausen an den Erfolg gegen den TV Homburg anknüpfen. Mit dem Longericher SC wartet dafür jedoch alles andere als ein leichter Gegner. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Barbarossastädter den Tabellensechsten aus Köln in der Rudi-Lechleidner-Halle zum nächsten Heimspiel.

„Gegen Longerich haben wir noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, bei dem wir am Ende relativ deutlich verloren haben. Longerich hat viel Qualität. Sie sind eine sehr eingespielte Mannschaft mit erfahrenen Spielern und einem gefährlichen Rückraum. Schulz führt das Spiel der Longericher sehr gut und kann selbst aus jeder Lage werfen“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger zum Auswärtsteam.

Tatsächlich kommt mit dem Mittelmann Lukas Schulz einer der torgefährlichsten Spieler der Liga und der Torschützenkönig der Staffel West aus der letzten Saison nach Gelnhausen. In dieser Saison warf er bereits 149 Tore, in der letzten Spielzeit erzielte er sogar 214 Treffer. Das Hinspiel in Köln verlor die Gelnhäuser Mannschaft mit 25:31, wobei es während dem Spiel nach einer noch deutlicheren Niederlage aussah.

Die Gäste konnten zuletzt gegen die Bergischen Panther gewinnen (32:28), nachdem sie zuvor gegen den TuS Dansenberg (32:34) und den TuS Ferndorf (28:35) zwei Niederlagen wegstecken mussten. Mit 24:20 Punkten stehen sie nur vier Zähler vor dem TV Gelnhausen, der mit 20:22 Punkten auf dem achten Rang steht. Der TVG gewann ebenfalls das letzte Spiel in Homburg (34:26) nachdem zuvor die Spiele gegen TV Aldekerk (27:28) und Tus Ferndorf (22:27) verloren wurden.

Mit dem Longericher SC wartet also ein Schwergewicht der Liga auf die Rotweißen um Jonathan Malolepszy und Co. Der Kapitän befindet sich auf dem Wege der Besserung und soll genau wie Linksaußen Felix Reinhardt wieder etwas mehr Spielminuten erhalten. Weiterhin schwer zu kompensieren bleibt der Ausfall des bis zur seiner Kreuzbandverletzung stark spielenden Fynn Hilb. Außerdem stehen Yannik Geisler und Leon David verletzungsbedingt weiterhin nicht zur Verfügung.

„Wir wollen nach der Spielpause wieder gut in den Rhythmus kommen und unsere Leistung abrufen. Der Longericher SC ist der Favorit, aber wir werden alles in die Waagschale werfen, um ein tolles Spiel abzuliefern und an unsere Bestleistung ranzukommen.“, sagt Cheftrainer Geiger mit Blick auf das Spiel. „Mit unseren überragenden Fans im Rücken sind die Jungs in unserer Halle schon öfter über sich hinausgewachsen.“

 

Starker Aufsteiger zu Gast in Hanau

Nach dem Derby steht für die HSG Hanau das nächste Heimspiel in der Main-Kinzig-Halle an. Am Samstagabend um 19.40 Uhr erwarten die Mannen um Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Ritter den Aufsteiger TV 1878 Homburg vor den heimischen Rängen. Dabei will das Team von Trainer Hannes Geist sich auf seine Stärken aus dem verlorenen Derby in Nieder-Roden besinnen und fokussiert gegen den Tabellenvierzehnten der Staffel Süd-West auftreten.

„Das wird eine schwierige und spannende Aufgabe für uns“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist am Rande einer Trainingseinheit unter der Woche. „Homburg ist eine Mannschaft, die um ihr Überleben in der 3. Liga kämpft. In den letzten Wochen sind sie immer besser in ihren Lauf gekommen und haben schon viele erfolgreiche Spiele in 2024 bestritten. Ihre Formkurve zeigt nach oben.“

Die Gäste aus dem Saarland schwammen zuletzt auf einer kleinen Erfolgswelle. Drei der vergangenen vier Spiele gewann der TVH und sammelte dabei auch wichtige Punkte gegen den Abstieg: Unter anderem zu Hause gegen den TV Aldekerk und bei den Bergischen Panthern. Erst am 09. März wurde der Erfolgslauf mit einem 26:34 beim TV Gelnhausen gestoppt.

Geist erwartet aber vor allem, dass seine junge Mannschaft auf sich selbst schaue und „dass wir an die guten Dinge aus dem Auswärtsspiel in Nieder-Roden anknüpfen. Das heißt, wir müssen eine sehr gute Abwehr stellen, in der wir die Räume für den Gegner bestimmen und dann ihre gefährlichen Spieler entsprechend verteidigen.“ Zuletzt gelang der Spielgemeinschaft, aus den drei Spielen gegen Ferndorf, Aldekerk und Nieder-Roden kein Punkt. Es wird für die Grimmstädter also Zeit für eine Trendwende.

Bei den Gästen ragen vor allem Topscorer Yves Kunkel, der mit 171 Treffern an Rang zwei der Staffel-Torschützenliste steht sowie Robin Egelhof oder Joel Ribeiro hervor, die beide zuletzt immer besser ins Laufen kamen. Obwohl Homburg im Hinspiel mit 30:33 gegen die HSG Hanau das Nachsehen hatte, dürfte die Mannschaft von TVH-Trainer Steffen Ecker mit reichlich Selbstvertrauen in der Grimmstadt antreten. Zudem kann sich Hanau auf gleich mehrere Deckungssysteme des Gegners einstellen, denn die Saarländer können in einer 6:0, 5:1 oder 3:2:1-Defensive verteidigen. Gegen Gelnhausen sah man das Team sogar fast mit einer 3:3-Deckung den Gegner bearbeiten.

Geist hat dagegen bereits den richtigen Matchplan gefunden: „Wir wollen wieder aktiv unsere Ballgewinne generieren, um so in das Umschaltspiel zu kommen und den Gegner müde zu machen. Vor allem brauchen wir aber viel Bewegung in unserem Spiel, ob mit oder ohne Ball. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass am Samstagabend die Passqualität stimmt und das Team seine Chancen konsequent nutzt. Wenn wir das alles beherzigen, dann wollen wir 60 Minuten einen harten Kampf liefern und uns freischwimmen.“

 

Baggerseepiraten auswärts gefordert

Der sportliche Verlauf des Jahres 2024 hätte aus Rodgauer Sicht kaum besser sein können. Lediglich einen Zähler gaben die Spieler um Kapitän Marco Rhein bisher ab und zeigten gerade in den letzten beiden Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten aus Saarlouis und Hanau, dass man zu Recht ein großes Wort im Kampf um Platz drei mitsprechen wird. Doch nun steht eine schwere Auswärtsaufgabe auf dem Programm, denn die Fahrt in den Kaiserslauterner Stadtteil wird alles andere als ein Selbstläufer werden. So blickt HSG-Trainer Jan Redmann mit gehörigem Respekt auf das kommende Wochenende: „Dansenberg hat nach dem Trainerwechsel gerade zuhause richtig aufgetrumpft. Sie haben dreimal in Folge gewonnen, zuletzt auch gegen die von mir hoch eingeschätzten Longericher“, so der HSG-Trainer, der die Favoritenrolle von sich weist. „Zwischen Platz 3 und Platz 16 liegen in dieser Saison wirklich keine handballerischen Welten. Wir müssen und werden die Partie hochkonzentriert bestreiten und versuchen, die torgefährlichen Dansenberger Dambach und Claussen in Schach zu halten. Mal sehen, ob unser breiter Kader wieder ein Faktor wird. Die Jungs haben nach dem emotionalen Highlight gegen Hanau wieder gut trainiert und wollen mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die kurze Osterpause.“

 

Die Bilder haben uns die Vereine aus Hanau und Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Obernburger Handball-Torhüterin Sabine Englert hat bei ihrem aktuellen Verein, dem dänischen Erstligisten Aarhus United, ihren Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Seit 2022 hütet die ehemalige Nationaltorhüterin beim derzeitigen Tabellenelften Aarhus United das Tor und will mit diesem Verein in ihre „Handball-Rente“ gehen. Leicht hat sie sich die Entscheidung nicht gemacht. Doch sie hat gemerkt, dass sie dem Team noch immer weiterhelfen kann: „Ich fühle mich in Aarhus sehr wohl und spiele dort mit phantastischen Mädels zusammen. Auch wenn diese Saison nicht so einfach war, hält die Mannschaft wirklich sehr zusammen und die Spielerinnen sind füreinander da.“ Weiter erzählt die 42-Jährige: „Es gibt jetzt ein neues Handball Projekt in Aarhus mit besseren finanziellen Mitteln. Wir bekommen ein neues Trainerteam und eine bessere Breite in der Mannschaft. Ich hoffe, dass die nächste Saison besser wird und ich dann mit einem positiven Erlebnis in den Handball-Ruhestand gehen kann.“ 

Diese Saison Play-Downs

Diese Saison, sagt Sabine, muss sich ihre Mannschaft mit den Play-Downs zufrieden geben. „Wir wollten eigentlich unter die besten acht Teams, um dann die Meisterschafts-Play-Offs zu spielen. Aber diese Saison war leider etwas chaotisch mit der Trainerentlassung Ende der letzten Saison, Meinungsverschiedenheiten im Vorstand, was fast zur Auflösung des Vereins geführt hat und dann kamen noch mangelnde finanzielle Mittel hinzu. Schon in der Vorbereitung auf die Saison haben uns zwei wichtige Spielerinnen verlassen und dann kamen während der Saison noch Verletzungen und Schwangerschaft dazu. Ja – und dann hat es eben nicht ganz gereicht. Wir hatten einige Spiele, die wir mit Glück und etwas mehr Geschick oder Erfahrung hätten gewinnen können, ja müssen. Aber wir können es nicht ändern. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir die Klasse halten, um dann nächstes Jahr wieder angreifen zu können. Ich denke mit zwei Siegen in den Play-Downs sollte das geschafft werden“, ist die Torhüterin optimistisch.

Obwohl sie in ihrem Verein nicht die Rolle der Torhüter-Trainerin inne hat, versucht sie, ihre große Erfahrung ihrer Kollegin und den U19-Torhüterinnen, die immer mal wieder mit der ersten Mannschaft trainieren, weiterzugeben. Sie sagt: „Ein Torwart-Trainer ist in Dänemark in fast jedem Ligaverein zu finden. Auch in meinem Alter braucht man positionsspezifisches Training. Unser Torhüter-Trainer kommt normalerweise einmal die Woche und dann wird intensiv an verschiedenen Sachen gearbeitet.“

Für den österreichischen Verband tätig

Seit dem vergangenen August ist die sympathische Vollblutsportlerin beim österreichischen Handball-Verband als Torhüter-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft tätig. Anfang des Monats war sie in Österreich zu einem mehrtägigen Lehrgang, bei dem viele Einheiten, aber auch viele Meetings auf dem Programm standen. „Anfang April ist dann der nächste Lehrgang über zehn Tage, bei dem wir weiter intensiv arbeiten werden, um dann im Dezember bei der Heim-EM in Österreich best möglich aufgestellt zu sein.“ Bis Anfang des Jahres hatte Herbert Müller für die österreichische Frauen-Nationalmannschaft das Sagen auf der Bank. Danach übernahm die Niederländerin Monique Tijsterman sein Amt.

Gefragt, ob Sabine die neue Trainerin kannte, sagt sie: „Nein, ich kannte Monique nicht persönlich. Aber sie macht einen sehr guten Eindruck. Sie überträgt mir viel Verantwortung, was die Torhüterinnen angeht, aber wir arbeiten auch gut zusammen und beratschlagen, wie wir am besten die Spielanteile der drei Torhüterinnen verteilen. Da haben Monique und ich klare Vorstellungen und ich kann viel individuell mit den Keeperinnen arbeiten.“

 

 

 

Die beeindruckende Vita von Sabine Englert:

Sabine Englert spielte bis 1998 für die Tuspo Obernburg, wechselte danach zur TGS Walldorf. Von 2000 bis 2003 stand sie beim Bundesligisten TV Mainzlar unter Vertrag, schloss sich dann Bayer Leverkusen an. Ab der Saison 2007/08 hütete sie beim österreichischen Erstligisten Hypo Niederösterreich das Tor, ehe sie 2009 zum dänischen Spitzenclub FC Midtjylland Handbold, seit 2018 nennt der Verein sich Herning-Ikast Handbold, wechselte. Dort blieb sie bis 2022 und wechselte dann zu Aarhus United.

Viele Erfolge hat die ehemalige Nationaltorhüterin zu verzeichnen, unter anderem:

Deutscher Pokalsieger 2001 mit TV Mainzlar

Challenge Cup Sieger 2005 mit Bayer Leverkusen

Dänische Meisterschaft 2011, 2012, 2015 mit dem FC Midtjylland

Dänischer Pokalsieger 2012, 2014, 2015, 2019 mit dem FC Midtjylland

EHF Pokalsieger 2011 mit dem FC Midtjylland

Europapokal der Pokalsieger 2015 mit dem FC Midtjylland

3. Platz Weltmeisterschaft 2007

4. Platz Europameisterschaft 2008

Österreichischer Pokalsieger und Meister 2008, 2009 mit Hypo Niederösterreich

Im Mai 2021 stand Sabine Englert mit Herning-Ikast in der neu geschaffenen EHF European League der Frauen und ist damit die erste und einzige Frau, die in fünf verschiedenen Europapokal-Wettbewerben das Halbfinale erreichte.

 

 

Das Bild hat uns Sabine zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

Den Artikel habe ich in ähnlicher Form für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kam es am Wochenende zum Derby zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und der HSG Hanau. Mit 32:31 (15:17) gewann Nieder-Roden nach einem Tor vom überragenden Johannes von der Au in letzter Sekunde. Die Rodgauer bleiben auf Platz drei der Tabelle, Hanau hat Platz fünf inne.

Das hochspannende Spiel, das von Anfang an von großer Intensität geprägt war, bot den Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena eine packende Auseinandersetzung zweier Top-Teams. Die HSG Hanau startete vielversprechend in die Partie. Angeführt durch einen herausragend parierenden Benedikt Müller zwischen den Pfosten der Grimmstädter führten diese nach den ersten zehn Spielminuten beim 7:5 erstmals mit zwei Treffern. Bis zum ersten Team-Timeout der Gastgeber in der 20. Spielminute konnten die Mannen um Co-Kapitän Jan-Eric Ritter ihren Vorsprung halten. Dank einer stark kämpferischen Leistung bestand der zwei Tore Vorsprung beim 17:15 auch zur Halbzeit. Mit einer Sekunde länger auf der Uhr hätte es sogar 18:15 stehen können, jedoch wurde das Tor von Julian Fulda mit der Sirene korrekterweise nicht gegeben.

Ausgeglichenes Match

HSG Hanau bei einer Auszeit

Nach Wiederanpfiff gab es dann direkt Gänsehautmomente. Philipp Hoepffner – nach überstandenem Kreuzbandriss wieder mit an Bord – ersetzte den etwas glücklos agierenden Kapitän Marco Rhein und der Youngster, der schon vor zwei Jahren im Derby gegen Hanau eine überragende Leistung gezeigt hatte, entschärfte zwei Strafwürfe von Julian Fulda. Dazu gesellte sich eine konzentriertere HSG-Offensive und mit einem 4:0 Lauf drehten die Rodgauer binnen drei Minuten das Ergebnis auf 19:17. Hanau schlug zurück, kam wieder zum Unentschieden und zeigte deutlich, warum sie zurecht einen Spitzenplatz in der dritten Liga belegen. Um jeden Zentimeter Hallenboden wurde gekämpft. Die Ausgeglichenheit der Partie spiegelte sich in den Zwischenständen von 21:21, 23:23 und 24:24 wider und so langsam ging es für die Teams in Richtung Crunch-Time. Dort legten die Gäste zunächst den besseren Lauf hin, aus einem 25:24 wurde bis zur 53. Minute ein 25:28, das Momentum lag klar bei den Grimmstädtern.

Hassler und Schopper verkürzten auf 27:28, doch der Ausgleich wollte trotz zwischenzeitlicher Überzahl einfach nicht gelingen. Ganz im Gegenteil  – beim 31:29 hatten die Hanauer alle Trümpfe in der Hand. Hassler netzte für die Hausherren zum 30:31 ein, dann leisteten sich die Gäste einen technischen Fehler und 30 Sekunden vor Schluss nahm Jan Redmann eine Auszeit. Mit einem wunderschönen Kempa-Trick gelang Johannes von der Au der 31:31 Ausgleich. Jetzt war es Gäste-Trainer Hannes Geist, der seinen Jungs die Marschroute für den letzten Angriff mit auf den Weg gab. Marco Rhein, der wieder zwischen den Rodgauer Pfosten war, vereitelte eine hundertprozentige Torchance, der Abpraller landete bei Wunderlich, der schnell zu Johannes von der Au passte. Mit raumgreifenden Schritten und einem unbedingten Siegeswillen stürmte der Rückraumschütze nach vorne, schraubte sich bei knapp zwölf Metern nach oben und überwand mit einem wuchtigen Aufsetzer in letzter Sekunde Torhüter Müller.

Grenzenloser Jubel

Der Jubel war seitens der Nieder-Rodener grenzenlos und ein sichtlich mitgenommener HSG-Trainer Jan Redmann war völlig ausgelaugt: „Wahnsinn, das kann man kaum beschreiben, was hier los war. Wir sind am Ende cool geblieben, das ist wirklich eine unserer absoluten Stärke dieses Jahr“. Und auch Kapitän Marco Rhein, der ebenfalls sein letztes Derby bestritt, wusste gar nicht richtig, wohin mit all den Emotionen: „Unfassbar, Geschichte wiederholt sich manchmal doch. In Hanau war es Henning, heute Johannes. Den allerletzten Wurf wollte ich unbedingt halten, das habe ich mir in der Auszeit noch mal vorgenommen. Dass wir das Ding dann noch gewinnen, ist natürlich sehr glücklich für uns. Es war eine absolut geile Stimmung, besser kann man gar nicht abtreten. Von daher Danke an alle Beteiligten!“

Hanaus Trainer Hannes Geist sagte anschließend: „Heute hat am Ende die glücklichere Mannschaft gewonnen. Nieder-Roden hat sich über die gesamte Saison dieses Glück erarbeitet und sie sind in einem Flow ähnlich wie wir im letzten Jahr. Doch ich bin stolz auf meine Jungs. Die vielen Nackenschläge, die wir in der letzten Zeit hatten und haben stecken sie immer wieder weg. Niemand hat im Vorfeld ein etwas auf uns gesetzt und dann hauen wir so eine Leistung raus. Respekt an meine Mannschaft.“

 

 

Die Bilder haben uns die Vereine Nieder-Roden und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen ließ der TV Kirchzell gegen den Mitabsteiger aus Liga drei, die HSG Pohlheim, nichts anbrennen. Die Tuspo Obernburg konnte bei der TSG Offenbach-Bürgel – trotz guter Leistung – keine Punkte mit nach Hause nehmen. Einen ungefährdeten Erfolg gab es auch für die TSG Groß-Bieberau gegen die HSG Hanau II.

 

TV Kirchzell säckelt den nächsten Sieg ein

Im Spiel gegen den Mit-Drittliga-Absteiger HSG Pohlheim gewann Spitzenreiter TV Kirchzell mit 32:26 (19:13) und hat nach 20 Spielen nun 36:4 Punkte auf dem Konto. Der TVK musste ohne Rückraumspieler Joshua Osifo, Torhüter Joshua Löffelmann und Kreisläufer Jannik Wolf (verletzt, erkrankt, angeschlagen etc.) antreten. Aber auch die Gäste kamen nicht vollzählig. Sie spielten zunächst wie erwartet mit einer offensiven Deckung, so dass die Begegnung zu Beginn offen blieb. Nach dem 9:8 (11.) zogen die Hausherren mit viel Tempo in den nächsten Minuten auf 14:10 davon und vor allem Ievgen Zhuk konnte viele Bälle im gegnerischen Tor unterbringen, brachte es bis zum Spielende auf 14/7 Tore. Die Gäste kamen gegen die gute variable Abwehr der Hausherren nicht an und hatten auch mit dem gegnerischen Angriff so ihre Probleme. Mit 19:13 für die Hausherren ging es in die Pause.

Die TVK-Trainer beobachten mit der Physiotherapeutin zusammen das Spiel

Es roch nach einem Schützenfest

Nach dem Wechsel drehten die Kirchzeller so richtig auf und erhöhten schnell auf 21:14 bzw. 24:15 (40.). In der 42. Minute beim Stande von 25:16 gab es einen Strafwurf gegen den TVK und Trainer Andi Kunz stellte Paul Büchler ins Tor. Er war an diesem Tag der zweite Torhüter hinter Tobias Jörg, da Joshua Löffelmann wegen einer Verletzung ausfiel. Unter dem Jubel der Fans entschärfte Paul Büchler den Strafwurf von Fabian Neul. In der Folge sah es nach einem Schützenfest in Miltenberg aus bzw. Kapitän Jan Blank und Co. hielten den Neun-Tore-Abstand zunächst weiter (51. – 30:21). In den Schlussminuten wechselte Andi Kunz durch und ließ seine junge Garde wie Louis Hauptmann, Julius Mattern und Paul Büchler spielen. Am Ende stand ein verdienter Erfolg für die Gastgeber und die Freude über den Sieg war groß.

HSG-Trainer Mario Weber meinte anschließend: “Wir haben zu viele Fehler gemacht und unser Ziel war es, bis zur Halbzeit zu verkürzen. Nach dem Wechsel wollten wir das Spiel offen halten. Das ist uns nicht gelungen. Aufgrund unserer Ausfälle bin ich aber gar nicht so unzufrieden.” TVK-Coach Andi Kunz sagte: “Danke für die Unterstützung in der Halle. Auch wir mussten auf einige Spieler verzichten und wir wussten, dass die HSG Qualität mit bringt. Das hat man gerade am Anfang gesehen. Irgendwann kam unser Befreiungsschlag. Ich bin sehr zufrieden und froh über den Sieg.”

 

 

 

Trotz guter Leistung keine Punkte

Gegen den Tabellennachbarn TSG Offenbach-Bürgel gab es für die Tuspo Obernburg eine knappe 27:29 (14:16)-Niederlage. Die Tuspo erwischte einen schlechten Start und lag nach acht Minuten mit 4:8 zurück. Tuspo-Trainer Rudi Frank nahm frühzeitig seine erste Auszeit und seine taktischen Anweisungen trugen Früchte, denn bereits drei Minuten später schloss seine Mannschaft zum 9:8 auf. Aber die Gastgeber wollten sich für die Hinspielniederlage unbedingt revanchieren und waren in der 23. Minute beim 14:9 wieder etwas deutlicher vorne. Bis zum Halbzeitpfiff blieben die Römerstädter aber weiter ruhig, kamen bis auf 14:16 heran, vergaben aber dann 30 Sekunden vor der Pause noch einen Siebenmeter.

Sieben Treffer von Tobias Raab reichten nicht zum Sieg

Nach dem Wechsel gut im Spiel

In der zweiten Hälfte waren die Obernburger gleich wieder gut im Spiel und verkürzten bis zur 36. Minute auf 18:17. In dieser Phase war es dann wieder eine Partie auf Augenhöhe und auch in der 41. Minute beim 21:20 war das Spiel noch lange nicht entschieden. Die Tuspo gab noch einmal alles und als Rico Funck anschließend der 22:22-Ausgleich und Jesper Kunkel sogar die 23:22-Tuspo-Führung erzielte, lag das Momentum auf Seiten der Frank-Crew. Bürgel gab nicht nach, kam wieder zurück ins Spiel und ging wieder mit 25:23 in Führung. In dieser Phase ließ die Tuspo einige Freie liegen. In den letzten Minuten gelang Tobias Raab zwar noch einmal der 28:27-Anschlusstreffer, aber am Ende machten die Hausherren den Sack zu und die Tuspo musste mit einer knappen 27:29-Niederlage die Heimreise antreten.

Tuspo-Trainer Rudi Frank sagte nach dem Spiel: „Meine Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt und ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Am Ende waren es wieder Kleinigkeiten und es ist sehr ärgerlich, dass wir nicht wenigstens einen Punkt mitgenommen haben.“

 

 

Falken zielstrebig zum Erfolg

Im Spiel gegen die HSG Hanau gewannen die Hausherren mit 35:31 (18:12) und spielten von Anfang an sehr zielstrebig. Sie ließen von Anfang an keinen Zweifel, wer dieses Spiel gewinnen wird. Im Angriff wurde diszipliniert gearbeitet, kaum Fehler gemacht und die Chancen gut verwertet. Diese Überlegenheit führte allerdings zu Nachlässigkeiten in der Abwehr, die mitunter zu arglos an die Sache heran ging. So drückte sich die offensive Überlegenheit nicht im tatsächlichen Spielstand aus und zur Halbzeit stand es lediglich 18:12.

Führung zunächst weiter ausgebaut

Diese Sechs-Tore-Führung konnten die Falken dann mit Beginn der zweiten Halbzeit zunächst weiter ausbauen (26:17 in der 43. Minute), was sie dazu veranlasste, munter durch zu wechseln. Das ging auch bis zur 52. Minute ganz gut, die jungen Spieler konnten das Ergebnis verwalten und es stand immer noch 32:24. Doch plötzlich häuften sich die Fehler, die Disziplin im Angriff ging verloren, Chancen wurden vergeben und technische Fehler gemacht. Hanau nutzte dies mit vier Toren in Folge binnen drei Minuten aus und kam auf 28:32 (55. Minute) heran. Das veranlasste Falken-Trainer Björn Beilstein zu einer Auszeit und zur Umstellung auf seine Startsieben. So konnte die Aufholjagd der Hanauer Gäste gebremst werden und es gab letztendlich einen 35:31-Erfolg für die Falken, der zwei weitere Pluspunkte einbrachte und die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes ermöglichte.

HSG-Trainer Beilstein sagte: „Wir wollten den Heimsieg und den haben wir. Unsere Überlegenheit drückt sich zwar nicht so sehr im Endergebnis aus, aber mir war daran gelegen den jungen Spielern weitere Einsatzzeiten zukommen zu lassen. Das haben sie zunächst auch gut gemacht, dann aber den Faden verloren und Hanau wieder stark gemacht. Trotzdem hatten wir genug Potential den Sieg sicher unter Dach und Fach zu bringen.“

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, findet am Samstag das Derby zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und der HSG Hanau statt. Anwurf ist um 19.30 Uhr – und wie die Baggerseepiraten sagen, gibt es noch ein paar Restkarten. Die Stimmung wird also mit Sicherheit super sein.

 

Lest nachfolgend die Pressemitteilungen, die uns beide Vereine haben zukommen lassen:

 

Kampf um Platz 3 geht in die nächste Runde

Die Lage in der dritten Liga spitzt sich vor allem im Abstiegskampf weiter zu. Sage und schreibe sieben Teams müssen noch um den Klassenerhalt zittern, den Tabellenletzten TSG Haßloch trennen gerade mal zwei Pünktchen von Platz zehn, den zurzeit die Bergischen Panther belegen. In einer komfortableren Situation befinden sich diesbezüglich die Baggerseepiraten und die Gäste aus Hanau. Die Bezirksrivalen gehören zu den konstantesten Teams der Liga, sammelten schon fleißig Punkte, so dass sich mittlerweile ein Dreikampf mit Saarlouis um Platz drei entwickelt hat. Gegen eben diese Saarlouiser brannten die Rodgauer am vergangenen Wochenende ein wahres Feuerwerk ab. Angetrieben von einem „außerirdischen“ Marco Rhein im Tor, ließen die Spieler um Top-Torschütze Filip Brühl beim 36:29 Heimsieg nichts anbrennen.

Etwas gedämpfter war die Stimmung im Hanauer Lager, denn von der weitesten Auswärtsreise zum abstiegsbedrohten TV Aldekerk brachten die Grimmstädter nichts Zählbares mit nach Südhessen. Den Schlüssel für die überraschende Niederlage sah Trainer Hannes Geist in einer etwas zu passiven Defensive: „Leider haben wir es nicht geschafft, eine kompakte Abwehr zu stellen“, resümierte er nach dem Abpfiff, richtete den Blick aber sofort nach vorne. Denn für das anstehende Derby sind die Ergebnisse der letzten Wochen völlig egal. Das sieht auch HSG-Trainer Jan Redmann so, der mit großer Vorfreude auf die Begegnung blickt: „Das wird mit Sicherheit ein ganz heißer Tanz, so wie immer im Derby gegen Hanau, da weiß man nie, was passiert. Es gibt für mich keinen Favoriten, sondern zwei Teams auf Augenhöhe, die mit Sicherheit alles reinwerfen werden. Natürlich wünsche ich mir vor heimischem Publikum einen Erfolg, aber dass das schwer wird, dürfte jedem klar sein.“ Kurioserweise konnte nämlich bei den letzten drei Aufeinandertreffen jeweils die Gastmannschaft gewinnen. In der Hinrunde gelang den Rodgauern das Kunststück, bei den heimstarken Hanauer doppelt zu punkten.

 

 

Hier die Sicht aufs Derby aus Hanauer Seite:

Das Bezirksderby steht an

Die nächste schwere Herausforderung für Handball-Drittligist HSG Hanau. Am Samstag um 19.30 Uhr steht für die Mannen von Trainer Hannes Geist das Bezirksderby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden auf dem Programm. Die Partie in der RODAUSTROM Sportarena ist ein besonderes Spiel, nicht nur wegen der Lokalrivalität. Der Fünfte der Staffel Süd-West (Hanau) trifft auf den Dritten. Die Gastgeber spielen dabei eine starke Saison, sind seit fünf Spielen ungeschlagen und gehen als Favorit in das Duell. Im Bezirksderby bauen die Grimmstädter vor allem wieder auf die Unterstützung ihrer Anhängerschaft, durch den Blauen Block.

„Nieder-Roden schwimmt momentan wirklich auf einer Welle des Erfolgs. Sie haben sich in dieser Saison stabilisieren können und haben viele Spieler in die Mannschaft integriert, die immer besser in ihre Rollen gefunden haben“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf den Gegner. „Sie stehen zu Recht dort oben, haben die nötige Breite im Kader und bleiben zudem verletzungsfrei. Sie gehen schon als Favorit in das Spiel, auch aufgrund ihrer Serie, die sie aktuell haben.“

In den Wochen vor dem prestigeträchtigen Duell schien für die HSG Hanau in der dritten Liga etwas der Sand im Getriebe zu stecken. Nach der Heimniederlage gegen Spitzenreiter Ferndorf, unterlagen Braun, Adanir &. Co am vergangenen Wochenende auch überraschend beim TV Aldekerk 07. „Wir befinden uns momentan in einer Delle, nachdem wir die letzten anderthalb Jahre wirklich richtig gut performt haben“, resümiert Geist, der sich weiterhin vor seine Mannschaft stellt. „Die Jungs geben weiterhin alles im Training und werden sich auch am Samstagabend richtig reinhauen.“

Beim Hinspiel im vergangenen September hatte Hanau, trotz 13 Treffern von Kapitän und HSG-Topscorer Max Bergold, in eigener Halle mit 30:34 das Nachsehen. Am Samstagabend müssen sich die Grimmstädter gerade in der Abwehr vor Nieder-Rodens Offensivkraft in Acht nehmen. Florian Stenger, Henning Schopper und Johannes von der Au präsentieren sich in dieser Saison als eingespielte Truppe, die von zwei treffsicheren Außen in Person von Nils Hassler und Filip Brühl unterstützt wird. Letzterer ist mit 116 Toren der Topscorer seiner Mannschaft. Mit Marco Rhein verfügt das Team weiterhin über einen verlässlichen Torhüter. „Da kommt extrem viel Arbeit auf uns zu“, weiß Geist. „Sie haben viel Qualität in ihren Reihen, auf die wir uns vorbereiten müssen.“

Für die schwere Auswärtsaufgabe will sich Hanau daher einmal mehr auf die eigene Defensive fokussieren und dabei die Kreiskooperation der Gastgeber stören. „Wir brauchen einfach ein sehr gutes Rückzugsverhalten, müssen aber auch selber gute Umschaltmomente für unser Konterspiel kreieren“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Im eigenen Angriff trifft Hanau dann auf eine sehr bewegliche und kompakte Deckung. „Da müssen wir mutig sein, uns gut vorbereiten und 60 Minuten alles auf der Platte lassen. Dann werden wir sehen, wozu es gereicht hat“, so der Hanauer Coach.

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen geht es in die heiße Schlussphase und die Mannschaften haben noch Zeit, bis zum 11. Mai Punkte zu sammeln. Am Samstag sind alle drei Teams aus der Region wieder in Sachen Punktehatz unterwegs und in der Miltenberger Dreifachsporthalle treffen die beiden Drittliga Absteiger Kirchzell und Pohlheim aufeinander. Die Tuspo Obernburg muss beim Tabellennachbarn Offenbach-Bürgel antreten und die TSG Groß-Bieberau empfängt die HSG Hanau II.

 

Aufeinandertreffen der Drittliga Absteiger

Wenn sich am Samstag in Miltenberg die Klingen der beiden Drittliga Absteiger Kirchzell und Pohlheim kreuzen, sind beide logischerweise auf Zähler aus, wobei Pohlheim als derzeitiger Tabellenfünfter sich etwas abgeschlagen präsentiert. Der TV Kirchzell hingegen will seine Tabellenführung behalten und die Konkurrenz auf Abstand halten. Dafür braucht es einen Sieg gegen die HSG Pohlheim. “Wir wissen, was auf uns zukommt, denn gerade die Niederlage von Pohlheim in Petterweil wurmt die HSG und sie wollen sicher nun bei uns punkten. Doch wir spielen zu Hause und müssen gewinnen, wollen wir weiter vorne bleiben”, so TVK-Trainer Andi Kunz. Er weiß auch, dass sportlich dieses Wochenende eine ganz andere Voraussetzung für sein Team gegeben ist als noch die Woche davor. Aber er weiß auch: “Die Jungs wissen, dass Pohlheim eine andere Nummer ist als der letzte Gegner, dass es in die heiße Phase geht und dass wir gewinnen müssen.”

So sieht es auch sein Kapitän Jan Blank: “Im Angriff lebt das Pohlheim Spiel von Stefan Lex, der viel Erfahrung mitbringt und der Dreh- und Angelpunkt bei der HSG ist. Er hat ein sehr gutes Auge, ist – zusammen mit Max Rühl – ein Aktivposten und im 1-1 ein starker Spieler. Hinzu kommt das Zusammenspiel mit Kreisläufer Malvin Werth. Die beiden verstehen sich blind.” Der Kirchzeller Kreisläufer sagt weiter, dass “die Pohlheimer  3-2-1-Deckung sehr physisch sein kann. Bei dem generell aggressiven Rückraum kann es schon mal ordentlich scheppern. Deshalb müssen wir sehen, dass wir den Ball lange am Leben lassen, unsere Spielzüge lange ausspielen.” Jan Blank geht davon aus, dass in der ersten Viertelstunde wahrscheinlich wenig Tore fallen werden. “Es wird ein Abtasten werden. Dann müssen wir aber gucken, dass wir den Gegner zu Fehlern zwingen und aufgrund unserer besseren Ausdauer das Tempo hochhalten.”

Andi Kunz geht mit dieser Aussage völlig konform, denn auch er sagt, dass seine Spieler schnelle Beine benötigen bei den robusten und kompakt stehenden Pohlheimern. Der Coach hofft, dass er auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

 

 

Tuspo tritt beim Tabellennachbarn an

Nach dem tollen Erfolg vergangener Woche fährt die Tuspo mit breiter Brust zum Tabellennachbarn TSG Offenbach-Bürgel. Die Mannschaft von Trainer Marko Sokicic gewann ihre letzten drei Spiele und ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Mit den Spielern Timo Kaiser, derzeit Platz drei der Torschützenliste, Milos Kreckovic, der vergangene Saison noch in Obernburg spielte, Jannik Hofmann am Kreis und Torhüter Silahan Gezer, der ebenfalls schon das Tuspo Trikot trug, hat die TSG gute Aktivposten in ihren Reihen.

Die Gastgeber sind körperlich sehr stark und auf die Tuspo kommt jede Menge Arbeit hinzu. Das Hinspiel gewannen die Obernburger mit 36:28. Verzichten muss Trainer Rudi Frank auf Martin Bieger, der sich im letzten Spiel verletzte, kann dafür eventuell auf Jonas Riecke zurückgreifen.

 

 

Die Falken sind auf der Hut

Die Falken sollten bei ihrem nächsten Spiel tunlichst die aktuelle Tabellensituation des kommenden Gegners ausblenden, denn die HSG Hanau II ist sicher stärker einzuschätzen, als es der elfte Platz vermuten lässt. Dort stehen sie zur Zeit mit 13:25 Punkten und müssen aufpassen, nicht noch in den Abstiegsstrudel hinein gezogen zu werden.

Von daher eine interessante Herausforderung für die Falken, die natürlich auch weiter punkten wollen, um an der Tabellenspitze dran zu bleiben. In Hanau konnte zwar das Hinspiel mit 33:30 gewonnen werden, aber die hohe Anzahl der Gegentreffer schmerzte damals sehr. Das wollen sie dieses Mal besser machen und konzentriert zur Sache gehen.

Falken-Trainer Björn Beilstein sagt: „Hanau ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner, der kürzlich in Münster nur mit einem Tor Differenz verloren hat. Sie sind immer wieder für eine Überraschung gut. Da brauchen wir eine sehr gute Leistung um so etwas zu verhindern. Aber dafür haben wir die geeigneten Mittel und gehen motiviert an die Aufgabe heran. “

 

 

Das Bild von Jan Blank hat uns der TV Kirchzell zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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In der Handball Oberliga Hessen wurde der TV Kirchzell bei der HSG Hanau II seiner Favoritenrolle gerecht und gewann deutlich mit 35:24 (17:9). Die Tuspo Obernburg fand gegen die SG Bruchköbel mit 31:21 (13:8) in die Erfolgsspur zurück und die TSG Groß-Bieberau kam gegen Großenlüder/Hainzell beim 34:26 (19:10) zu einem standesgemäßen Erfolg.

 

TV Kirchzell wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Spitzenreiter TV Kirchzell musste am Samstag bei der HSG Hanau II antreten, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und kam mit einem deutlichen 35:24 (17:9)-Erfolg zurück. Von Anfang an stand der TVK sehr engagiert in der Deckung. Im Angriff benötigten die Gäste ein paar Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Danach lief es für den Spitzenreiter und die Weichen für den Erfolg wurden schon in Halbzeit eins gestellt. TVK-Trainer Andi Kunz konnte auf den zuletzt erkrankten Tim Häufglöckner zurückgreifen und auch Joshua Osifo war wieder mit von der Partie, wurde in der Schlusspase in der Deckung eingesetzt.

Die Hanauer waren nicht ganz komplett, mussten einige Spieler an die erste Mannschaft abgeben. Doch egal wie – konnten die Hausherren in Halbzeit eins noch einigermaßen mithalten, hatten sie im zweiten Abschnitt nicht mehr viel entgegenzusetzen. Beide TVK-Torhüter waren ein guter Rückhalt und Andi Kunz war sehr zufrieden mit der Einstellung seiner kompletten Mannschaft. “Es war eine gute Mannschaftsleistung, in dem jeder seinen Part sehr gut angenommen hat. Das ist wichtig, denn in den nächsten Wochen liegen Aufgaben vor uns, die uns sehr viel abverlangen.”

 

 

Tuspo gewann gegen Aufsteiger

Im Heimspiel gegen die SG Bruchköbel musste Tuspo-Trainer Rudi Frank zwar auf Sven Schultheis, Niklas Geck und Jonas Riecke verzichten, aber seine Mannschaft wollte nach vier Niederlegen in Folge unbedingt wieder zurück in die Erfolgsspur. In den ersten zehn Minuten verlief die zu Beginn sehr zähe Partie gegen den zuletzt starken Aufsteiger ausgeglichen, doch als Louis Markert in der 17. Spielminute zum 7:5 traf, bestimmten die Obernburger mehr und mehr das Spiel. Die Tuspo-Abwehr mit Spielführer Luca Wengerter stand kompromisslos und dann war auch noch der bärenstarke Sandro Friedrich im Tor, der an diesem Tag wieder einmal schwer zu bezwingen war. Mit einem Drei-Tore-Lauf nach dem 10:8 gelang den Römerstädtern zur Halbzeitpause schon eine beruhigende 13:8-Führung.

Obernburg suchte die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel wollte die Tuspo dann frühzeitig die Entscheidung, machte viel Tempo und konnte nach dem 15:10 in der 35. Minute jetzt mit einem Fünf-Tore-Lauf innerhalb von fünf Minuten auf 20:10 davonziehen. Bruchköbel hatte nur noch wenig dagegen zu setzen und Trainer Rudi Frank konnte seinen jungen Spielern viel Einsatzzeiten geben. Die Tuspo spielte sich in den letzten 15 Minuten dann in einen Spielrausch und lag in der 50. Minute sogar mit 27:14 vorne. Die Gäste konnten zehn Minuten vor Schluss zwar noch etwas Ergebniskosmetik betrieben, aber mit einem „Hammer in den Winkel“ beendete Youngster Jesper Kunkel mit dem 31:21 das in der zweiten Halbzeit sehr einseitige Spiel.

Tuspo-Trainer Frank fiel nach dem Spiel „ein Stein vom Herzen“, dass seine Mannschaft nach vier Niederlagen in Folge wieder punkten konnte und freute sich vor allem über die Leistung seiner jungen Spieler, die ihre Sache sehr gut machten. Leider gab es aber auch einen Wermutstropfen, denn für Linksaußen Martin Bieger war die Partie wegen des Verdachts auf Bänderriss schon kurz vor der Halbzeit beendet.

 

 

 

Falken mit Pflichtsieg

Mit zwei Punkten wollten die Falken Groß-Bieberau vom Spiel in Großenlüder nach Hause fahren und das gelang ihnen auch. Dabei zeigte die Heimmannschaft aber von Anfang an Gegenwehr und konnte zumindest bis zur zehnten Spielminute (4:6) gut mithalten. Danach setzte sich die Routine der Falken immer mehr durch und sie legten Tor um Tor vor. Über ein 13:7 in der 20. Minute, stand es zur Halbzeit 19:10 für die Gäste.

Der Spielstand gab Trainer Björn Beilstein die Gelegenheit durchzuwechseln und vor allem wieder seine junge Garde einzusetzen. Dabei vertraute er von Anfang an im Tor auf den 17-jährigen Mika Trautmann, den er auch 60 Minuten durchspielen ließ. Dieser dankte es ihm mit einer sehr guten Leistung und konnte insgesamt 19 Bälle halten, kam dabei auf eine 42 Prozent Quote und entschärfte noch zwei Siebenmeter.

In der Gewissheit eines zu keinem Zeitpunkt des Spieles gefährdeten Niederlage ließen es die Falken in der zweiten Halbzeit dann gemächlicher angehen und verwalteten das Ergebnis bis zum Spielende souverän. So gab es schließlich einen 34:26-Erfolg und die erhofften zwei Punkte. HSG-Trainer Beilstein zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Auch in Großenlüder/Hainzell muss man erst einmal gewinnen, das haben wir getan und sind glücklich über die zwei weiteren Pluspunkte. Über die gute Leistung von Mika Trautmann im Tor freue ich mich besonders, er hat das Vertrauen absolut gerechtfertigt und sein großes Talent gezeigt.“

 

 

Das Bild, das André Göpfert zeigt, hat uns die Tuspo zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat zur kommenden Saison Torhüter Stefan Hanemann vom Ligarivalen TuS Vinnhorst für die nächsten zwei Jahre verpflichtet.

Der 28-Jährige wird mit Jan-Steffen Minerva zusammen das Torhüterduo beim TV Großwallstadt bilden. Zudem wird Emil Shchurov – A-Jugendspieler der TVG Junioren Akademie – weiterhin am Training der Bundesliga-Mannschaft auf der Torhüter-Position teilnehmen.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass sich Stefan für uns entschieden hat. Mit ihm haben wir einen Torwart im perfekten Alter gefunden, der über eine Menge Erfahrung verfügt. Stefan ist ein positiv emotionaler Torwart und hat unter anderem in Ludwigshafen auch schon Erstligaerfahrung gesammelt. Diese Komponenten werden unserem Team sicherlich guttun”, sagt TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

Ebenso zufrieden gibt sich auch Trainer Michael Roth: „Wir waren auf der Suche nach einem Torhüter, der eine gewisse Erfahrung mitbringt, die 2. Liga kennt und über die entsprechenden Qualitäten verfügt. Dass er diese hat, hat er uns ja in unserem Spiel gegen Vinnhorst gezeigt. Stefan ist ein super Torhüter, der den nächsten Schritt machen möchte und diese Chance bieten wir ihm. Was mir ebenso gut gefällt ist seine Emotionalität, mit der er die Mannschaft pusht. Zusammen mit Jan-Steffen haben wir dann nächste Saison wieder ein sehr gutes Torhüterduo.“

Der Torhüter selbst freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr darauf, ab nächster Saison für den TV Großwallstadt zu spielen. Ich hatte super Gespräche mit Michael Spatz und Michael Roth. Man merkt, dass sich der Verein weiterentwickeln will und ich habe sehr viel Lust drauf, dabei mitzuhelfen. Natürlich weiß ich auch, dass der Verein ein sehr traditionsreicher Club ist. Ich habe in der Jugend tatsächlich schon gegen den TV Großwallstadt gespielt und auch mit Wetzlar in der 1. Liga. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich dann wieder näher bei meiner Familie wohne und meine Kinder ihre Großeltern häufiger sehen können.  Ein paar meiner neuen Mitspieler kennen ich schon, gegen andere habe ich öfters gespielt. Ich bin jetzt schon gespannt, was wir gemeinsam schaffen können. Für meine Karriere ist das ein weiterer Schritt nach vorne und ich werde alles in der nächsten Saison alles für den TV Großwallstadt geben.“

 In Wetzlar geboren

Stefan Hanemann wurde am 02.01.1996 in Wetzlar geboren. Er erlernte im Alter von cirka zehn Jahren das Handballspielen bei der HSG Wetzlar bzw HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Dort durchlief er alle Jugend-Mannschaften und unterschrieb auch seinen ersten Profivertrag. In der Saison 2015/16 spielte er mittels Zweitspielrecht für die HSG Konstanz und wurde in dieser Zeit ins Junioren-Nationalteam berufen. 2018 wechselte er dann zu den Eulen Ludwigshafen, wo er 57 Erstliga-Spiele absolvierte. In der Saison 2020/21 hütete er für eine Spielzeit das Tor vom TuS Fürstenfeldbruck, bevor er 2021 beim TuS Vinnhorst unterschrieb, mit welchem er 2023 den Aufstieg in Liga zwei feiern durfte und aktuell um den Klassenerhalt kämpft. Beim TV Großwallstadt erhält er einen Zwei-Jahres-Vertrag.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Am Freitag sollte für den Handball Zweitligisten TV Großwallstadt der Knoten endlich platzen. In der Untermainhalle in Elsenfeld hatte sich der TVG viel vorgenommen, wollte endlich den ersten Sieg im Jahr 2024 einfahren.

Die Vorzeichen standen gut, denn Trainer Michael Roth war erstmals nach seiner Operation wieder in der Halle. Auf der Bank vertrat ihn weiterhin Povilas Babarskas, zudem war das Spiel mit über 1800 Zuschauern wiederholt sehr gut besucht.

Mit dem HC Elbflorenz kam eine sehr gute Mannschaft nach Elsenfeld, doch mit der Unterstützung der Fans sollte der erste Sieg gelingen. Am Ende waren es erneut viel zu viele technische Fehler sowie Probleme in der Offensive, die das verhinderten.

Gleich zu Beginn leisteten sich die Hausherren einen Ballverlust, die Gäste trafen zum 0:1. Finn Wullenweber und Görkem Bicer stellten auf 2:1 um. Das war es dann allerdings mit der TVG Führung. Zwar konnten die Blau-Weißen noch einmal egalisieren, danach aber zog Elbflorenz auf 5:3 davon. Diesen Zwei-Tore-Vorsprung erhöhten die Sachsen in der 21. Spielminute auf 12:9. Doch Görkem Bicer erzielte zwei Minuten später den Anschlusstreffer, die Möglichkeit zum Ausgleich bestand mehrere Male, doch zu viele Fehler führten dazu, dass die Gäste mit 14:12 in die Pause gingen.

Die Reaktion, auf die die Fans gewartet hatten, folgte sofort nach Wiederbeginn. Florian Eisenträger traf per Siebenmeter zum 13:14, Kammlodt netzte zum Ausgleich ein. HCE-Trainer Andre Haber war zur Auszeit gezwungen und sein Team reagierte wie gewünscht. Oliver Seidler stellte die Führung wieder her, der stark aufspielende Sebastian Greß erhöhte auf 16:14. Jetzt blieb die gewünschte Reaktion der Gastgeber aus. Völlig von der Rolle gab der TVG den Gästen die Möglichkeit, auf 21:15 davonzuziehen. Waren Mario Stark und Co. imstande, diesen Rückstand noch einmal aufzuholen? Zehn Minuten vor Schluss sah es kurz danach aus. Florian Eisenträger verkürzte auf 21:24, alles schien möglich, dann aber war es Sebastian Greß, der für Dresden zur Hochform auflief und seinem Team einen verdienten 30:27-Auswärtserfolg bescherte.

TVG-Kapitän Mario Stark sagte anschließend: Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem über uns selbst. Wir haben die Basics vermissen lassen, halten uns nicht an Absprachen. So kann man kein Spiel gewinnen.”

Nils Kretschmer, der Neuzugang des TVG zur neuen Saison, meinte: “Wir haben uns vorgenommen, besser zu punkten – vor allem auswärts und wir haben den Fokus auf die Abwehr/Angriff-Arbeit gelegt. So kann es weitergehen. In Halbzeit zwei haben wir nochmal zugelegt, denn die Auszeit hat gefruchtet. Aber man muss sagen, dass beide Mannschaften nicht fehlerfrei gespielt haben.”