Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was für ein Krimi in der Aschaffenburger f.a.n.-Arena und was für ein tolles Ende für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt. Mit 34:33 (19:14) besiegte der TVG die SG BBM Bietigheim, die ihre Aufstiegsambitionen ganz offen ausspricht und eine Mannschaft mit viel Breite im Kader und einer sehr guten Qualität ist.

Was die Mannschaft von Trainer Michael Roth am Samstagabend geleistet hat, ist aller Ehren wert – und einen aus der geschlossenen Mannschaftsleistung herauszuheben fällt echt schwer. Ist es Petros Boukovinas, der starke Rückhalt im Tor? Ist es Jan-Steffen Minerva, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde, enorm wichtige Paraden hatte und zum Schluss den letzten Wurf parierte? Ist es Adrian Kammlodt, der nach seiner langen Verletzung eine starke Vorstellung bot und den Siegtreffer in die gegnerischen Maschen hämmerte? Ist es Stefan Salger, der sein bestes Spiel in der noch jungen Saison machte? Ist es Mario Stark, der – wie im Vorjahr – gegen Bietigheim extrem stark agierte? Ist es Görkem Bicer von Außen oder ist es Kapitän Dino Corak? Fakt ist, dass – egal, wen Trainer Michael Roth ins Rennen schickte – alle ihr bestes gaben und sich für den Sieg zerrissen.

SG mit zwei Siegen im Gepäck

Die SG kam mit zwei Siegen in der Liga im Gepäck und wollte sicher den dritten Erfolg klar machen. Doch der TVG war enorm gut eingestellt und Michael Roth brachte von Beginn an den hochgewachsenen Stefan Salger für den wieselflinken Frieder Bandlow. Ein cleverer Schachzug. Nach dem 3:1 (5.) blieb die Begegnung bis zum 9:9 (15.) ausgeglichen. In der Folge übernahmen die Großwallstädter das Zepter, setzten sich ab. Sie machten den Ball schnell, kamen teilweise zu einfachen Toren, standen in der Abwehr sehr stark und agierten souverän. So ging es mit 19:14 in die Pause. Allerdings muss fairerweise gesagt werden, dass die SG-Torhüter fast keine Hand an den Ball brachten.

Tolle Acht-Tore-Führung nach wenigen Minuten

Nach dem Wechsel brannte der TVG ein wahres Feuerwerk ab und durch Tore von Frieder Bandlow, Adrian Kammlodt und Marko Stark stand es in der 34. Minute 22:14! Warum auch immer, in der Folge bekam die SG Aufwind, verkürzte und Michael Roth nahm in der 39. Minute beim 23:18 die Auszeit. Doch irgendwie wollte es bei den Hausherren nicht mehr so gut laufen wie zuvor. Der Spielfluss ging verloren und letztlich auch die Linie. Beim 26:24 war die Partie offen. Finn Wullenweber erzielte das wichtige 27:24, doch wenig später stand es nur noch 28:27 (52.). Das Spiel hatte sich komplett gedreht und die SG ging in der 55. Minute sogar mit 30:29 in Front. Der TVG zog die Reißleine, Michael Roth stellte sein Team neu ein und Kapitän Dino Corak sagt: “Vor was haben wir Angst? Auf geht’s.”

Ereignisse überschlugen sich

Nun überschlugen sich die Ereignisse und die Spannung war nicht mehr zu toppen. Es stand 30:30 durch Frieder Bandlow. Die SG legte wieder vor und Adrian Kammlodt glich aus. Nun legte Mario Stark vor (32:31), doch er musste nach einem Foul an einem Bietigheimer Spieler mit Rot vom Parkett und Stefan Salger bekam zwei Minuten Zeit zum Ausruhen. Es spielten vier TVGler gegen sechs Bietigheimer. In der Zwischenzeit, genauer gesagt seit der 53. Minute, stand Jan-Steffen Minerva zwischen den Pfosten und er parierte wichtige Bälle. Die Gäste glichen aus und erneut war es Kammlodt der in doppelter Unterzahl das 33:32 markierte. Wieder glich die SG aus. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff gelang Adrian Kammlodt das 34. Tor für seine Mannschaft, Jan-Steffen Minerva parierte den letzten Wurf der Gäste. Aus. Vorbei. Der Jubel kannte seitens des TVG keine Grenzen.

Petros Boukovinas sagte anschließend: “Das war ein sehr emotionales Spiel. Wir haben zwischen der 40. und 50. Minute zu viele Fehler gemacht. Doch es hat zum Sieg gereicht. Jan-Steffen Minerva ist ein Top-Torhüter und ich freu mich für ihn, dass er so gut gehalten hat. Adrian Kammlodt kam nach seiner Verletzung überragend zurück.” Und Michael Roth meinte: “Wir haben 40 Minuten lang ein super Spiel gemacht. Bietigheim ist eine Mannschaft, die viel Qualität und eine unheimliche Breite im Kader hat.”

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist HSG Hanau hat im dritten Saisonspiel das erste Unentschieden der noch jungen Spielzeit 2023/24 hinnehmen müssen. Obwohl das junge Team im Auswärtsspiel bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – trotz aller Widrigkeiten – ein gutes Spiel machte, kamen Bergold, Ritter & Co. am Samstagabend nicht über ein 27:27 (13:13) hinaus. Die HSG Hanau sortiert sich so mit 3:3 Punkten auf Platz 9 der Tabelle ein, an deren Spitzen die HSG Krefeld/Niederrhein thront.

„Eins muss man sagen: Es ist ein Punkt zu wenig“, meinte Hanaus Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff der Partie in der Sporthalle Dutenhofen. Gleichzeitig nahm er aber direkt sein junges Team in Schutz: „Meine Mannschaft macht, wenn man betrachtet mit was sie momentan zu kämpfen hat, mental gerade einen guten Job! Dafür will ich sie loben. Man merkt den Jungs die Phasen an, in denen wir im Training die Qualität nicht ganz hochhalten können. Dennoch schaffen wir es, in einem schwierigen Auswärtsspiel ein Unentschieden zu holen. Aber, wie schon gesagt, der eine Punkt fehlt uns.“

Hüttmann und Gerst fehlten – Christoffel hilft aus

Geist hatte vor dem Auftritt in Mittelhessen wieder einmal improvisieren müssen. Zwar kehrte der zuletzt ausgefallene Cedric Schiefer in den Kader zurück, dafür fehlten aber mit Paul Hüttmann und Dennis Gerst beide etatmäßigen Rechtsaußen. Kurzerhand schnürte so Teammanager Björn Christoffel wieder die Handballschuhe, der schon während der Aufstiegsrunde in der vergangenen Saison einige Male ausgeholfen hatte. Diesmal avancierte er mit sechs Treffern zum Topscorer seiner Mannschaft.

Vor 350 Zuschauern entwickelte sich in Dutenhofen schon bald eine spannende und hart umkämpfte Partie, die bis zum Halbzeitpfiff bei wechselnder Führung ausgeglichen blieb.

Trotz Verletzungssorgen eine konzentrierte Hanauer Offensivleistung

Im zweiten Durchgang versuchte Hanau mehr Druck auszuüben und zwang die Heim-HSG so zu einigen schwachen Abschlüssen. Zwischenzeitlich gelang Cedric Schiefer das 20:18 (43.). Dutenhofens Simon Böhne erwischte einen guten Tag im Kasten und vereitelte einige Wurfversuche von Ritter und Bergold aus der Distanz. Letzterer lief am Samstag, wie schon gegen Nieder-Roden, im Rückraum auf, ein deutliches Zeichen für die momentanen Personalsorgen der HSG. Ein Faktor in der Partie blieb aber auch die Konterstärke der Gastgeber. So setzten diese ein ums andere Mal ihren schnellen Rechtsaußen Tizian Weimer in Szene.

Als Jusys in der 56. Minute, nach einer schön ausgespielten Konterbewegung, auf 25:25 gestellt hatte, war alles angerichtet für eine spannende Schlussphase. Trotz nachlassender Kraft gab die junge Hanauer Mannschaft weiterhin alles und mit den eigenen Anhängern mit Rücken belohnte sich das Team für seine Abwehrarbeit. Vorne netzt Rechtsaußen Christoffel zum 26:25 (58.) ein und Hanaus Can Adanir vereitelte zwischen den Pfosten eine Großchance. Nach der von Geist genommenen Auszeit brachte Schiefer unter Bedrängnis seinen Pass bei Luca Braun unter, der sich das 27:25 (60.) nicht nehmen ließ – Hanau wieder zwei Treffer vorne. Mit nur noch 45 Sekunden auf der Uhr warf Dutenhofen/Münchholzhausen II alles nach vorne. Ole Klimpke aus der Bundesliga-Mannschaft der HSG Wetzlar ging voran und warf über den Mittelblock zum 26:27 ein. Gegen eine hoch verteidigende Gastgeber-Deckung nahm sich der sonst so sichere Christoffel auf der anderen Seite den Wurfversuch von Rechtsaußen und scheiterte am Dutenhofener Schlussmann. Über eine schnelle Ballstafette der Gastgeber landete das Spielgerät dann bei Tizian Weimer, der mit seinem neunten Tagestreffer und dem Buzzerbeater der HSG Hanau noch einen Punkte raubte.

„Das war eine Wurfentscheidung, die wir nicht hätten nehmen müssen“, meinte Geist später nachdenklich. „Aber das ist jetzt passiert und wir können es nicht mehr ändern. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen die Schritte machen können, um solche Spiele wieder zu gewinnen. Im nächsten Heimspiel wollen wir wieder eine gewisse Konstanz zeigen. So erhöhen wir auch unsere Chancen, dass wir mit einem Erfolg von der Platte gehen.“

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit einem blauen Auge kamen die Falken in der Handball-Oberliga Hessen bei ihrem Heimdebut gegen den TV Hüttenberg II in der neuen Saison davon. Am Ende einer enttäuschenden Leistung kann Groß-Bieberau mit dem Sieg mehr als zufrieden sein.

Hüttenberg spielte äußerst diszipliniert, während die Falken die notwendige Spieldisziplin nur selten zeigten. Im Angriff wirkte alles viel zu statisch, kaum Bewegung in den Reihen. Das machte es den Hüttenbergern leicht zu verteidigen. Mit der Abwehrleistung der Falken kann man zufrieden sein, wenn gleich die zehn Gegentore von Wrackmeyer einfach zu viel waren, denn den Hüttenberger Shooter bekamen die Falken nur selten in Griff. Da machte sich das Fehlen von Nisse Nehrdich bemerkbar, der aufgrund einer Daumenverletzung nicht spielen konnte.

Spannend zum Ende

Zum Ende wurde es sogar noch einmal richtig spannend. Die Falken haderten mit einigen zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidungen und kamen nach einer Vier-Tore-Führung (21:17 – 51.) noch einmal ins straucheln, Hüttenberg nutzte die Verunsicherung und kam binnen zwei Minuten wieder auf 21:20 heran. In der 59. Minute stand es 23:23. Die Falken gaben sich nicht geschlagen und konterten durch Robin Hübscher erneut zur Führung. 60 Sekunden standen noch auf der Uhr, bei 59:45 nahm Hüttenberg noch eine Auszeit um den letzten Angriff erfolgreich planen zu können. Doch hier griff die Bieberauer Abwehr und machte die letzte Einschussmöglichkeit zunichte. Dennis Weit fing den Ball raus und ließ sich klammern und so stand am Ende ein knapper Erfolg.

TSG-Trainer Björn Beilstein: „Wir haben unseren Matchplan nicht eingehalten und unsere Konzepte nicht sauber gespielt. Da müssen wir dran arbeiten um besser ins Spiel zu kommen. Auch wenn es nicht schön gewesen sein mag, wir haben gewonnen und werden aus unseren Fehlern lernen.“

 

Das Bild hat uns die TSG Groß-Bieberau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die junge Mannschaft des Handball-Drittligisten TV Gelnhausen zeigte eine tolle Moral, doch die Aufholjagd kam leider zu spät. Am Ende verloren die Barbarossastädter beim TuS 1882 Opladen mit 32:34 (12:15) und müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Während der Gastgeber aus Leverkusen mit 4:2 Punkten auf den vierten Tabellenplatz klettern, rangiert der TVG mit 1:5 Punkten auf dem 13. Rang.

„Es war eine zerfahrene Partie mit vielen Zeitstrafen, die ein normales gebundenes Spiel kaum möglich machten. Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen und darüber den Biss in der Abwehr verloren. In der zweiten Hälfte hatten wir eine sehr starke Phase und uns wieder herangekämpft, nur um dann wieder den Biss zu verlieren. Am Ende haben die Jungs in einem schwierigen Spiel noch einmal unglaublichen Charakter gezeigt, aber es hat nicht mehr gereicht“, sagte TVG-Chefcoach Matthias Geiger nach der Partie.

Der TV Gelnhausen startete gut in die Partie und Alex Bechert parierte gleich in der zweiten Minute einen Siebenmeter. Jonathan Malolepszy verwarf im ersten Durchgang gleich zwei Siebenmeter und zeigte sich auch sonst zunächst nicht wirklich treffsicher. Das gleiche galt für seine Teamkollegen.

Hitzige erste Hälfte

In einer hitzigen ersten Hälfte kassierte der TVG fünf seiner sieben Zweiminutenstrafen und musste mehrfach in Unterzahl agieren. Das sorgte zusätzlich dafür, dass die Abwehr keinen echten Zugriff bekam und sich der Gastgeber vor 215 Zuschauern in der extrem warmen Bielertsporthalle nach und nach absetzte. Mit einem 5:1-Lauf zog Opladen auf 8:4 davon. 15:10 hieß es nach 28 Minuten für Opladen, ehe Benjamin Wörner und Malolepszy mit zwei schnellen Toren wenigstens bis zur Pause auf 12:15 verkürzten.

Im zweiten Durchgang schien das Geiger-Team nun ein Mittel gegen die Gastgeber gefunden zu haben. Malolepszy und vor allem Felix Reinhardt, der erneut eine starke Vorstellung ablieferte, drehten die Partie und der TV Gelnhausen ging in der 38. Minute durch einen verwandelten Siebenmeter erstmals beim Stande von 19:18 in Führung.

Erneut brachte eine Zeitstrafe die Rotweißen aus dem Rhythmus. Opladen nutzte die Verunsicherung und konterte mit einem 7:1-Lauf. Markus Sonnenberg traf in der 46. Minute zum vorentscheidenden 25:20 und als Julius Schroeder in der 51. Minute das Ergebnis auf 30:24 schraubte, drohte gar eine deftige Niederlage.

Das junge TVG-Team bewies einmal mehr Moral und holte Tor um Tor auf.  Malolepszy traf tatsächlich 49 Sekunden vor Schluss zum 32:33, aber Sonnenberg blieb anschließend vom Siebenmeterpunkt eiskalt und traf zum 34:32-Endstand für Opladen.

Zu allem Überfluss verletzte sich Michael Hemmer bei seinem ersten Einsatz in der Liga am Knie. Wie schwer die Verletzung ist, werden Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen. Dagegen feierte Jannik Geisler nach mehreren Monaten Pause sein Comeback. Allerdings kam der Youngster nur bei Siebenmetern zum Einsatz.

„Wir spielen derzeit zu inkonstant und müssen zu unserer Leistung zurückfinden. Vor allem in der Abwehr sollten wir uns steigern. Wir wissen, dass wir es können. Jetzt warten natürlich zwei Hammerspiele auf uns. Aber es hilft nichts. Wir müssen unsere Leistung auf die Platte bringen“, sagt Geiger mit Blick auf die beiden Heimspiele gegen die letztjährigen Teilnehmer an der Aufstiegsrunde, TuS Ferndorf und HSG Hanau.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wenn Handball-Zweitligist TV Großwallstadt am Samstag um 18 Uhr die SG BBM Bietigheim in der f.a.n. Arena in Aschaffenburg zum zweiten Heimspiel der noch jungen Saison empfängt, dann soll es nach dem Spiel auf jeden Fall seitens des TVG nur strahlende Gesichter geben. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth will unbedingt an die gute Leistung gegen Dessau anknüpfen und sich gegen die Gäste den Sieg holen. “Wir haben gegen Dessau eine Effektivität von über 80 Prozent an den Tag gelegt. In Coburg waren wir bei 45 Prozent. Wir werden auf jeden Fall versuchen, einen guten Mittelweg zu finden”, sagt Michael Roth.

Leicht wird es nicht, denn der Gegner hat seine Aufstiegsambitionen öffentlich kommuniziert.  “Ja, dieses Jahr wollen wir den Aufstieg in die stärkste Liga der Welt schaffen, von dem ich absolut überzeugt bin – wenn wir unsere Leistung in jedem Spiel abrufen”, sagt der ehemalige Großwallstädter Alex Pfeifer. Die SG BBM Bietigheim hat bis jetzt ihre Hausaufgaben gemacht und beide Spiele der Saison 2023/24 gewonnen. Sowohl in Hagen als auch zuhause gegen die Eulen Ludwigshafen präsentierte sich die SG in sehr guter Verfassung und siegte beide Male souverän. Dabei machten vor allem Christian Schaefer, Juan de la Pena, Paco Barthe und Alexander Pfeifer auf sich aufmerksam.

Christian Schaefer überzeugte auf Rechtsaußen mit insgesamt zwölf Toren, Juan de la Pena und Paco Barthe setzen auf der Spielmacherposition ihre Kollegen immer wieder sehr gut in Szene und der ehemalige TVG-Akteur Alexander Pfeifer auf Linksaußen trug sich achtmal in die Torschützenliste ein. Aber auch den im Rückraum rechts agierende Dominik Claus muss der TVG in den Griff bekommen, um die sehr disziplinierte Mannschaft aus Baden-Württemberg nicht zu schnellen Gegenstößen einzuladen und deren Spielfähigkeit zu durchbrechen.

Alex Pfeifer sagt: “Wir sind heute auf ein spannendes Spiel eingestellt mit viel Härte und Geschwindigkeit. Der TVG hat ein sehr starkes Torhütergespann, was sehr schwer zu bewältigen wird. Da heißt es, die freien Würfe reinmachen und gute Chancen kreieren.”

TVG gut erholt von der Niederlage in Coburg

Aber der TV Großwallstadt hat sich gut von der Niederlage in Coburg erholt und brennt nun darauf, den nächsten Sieg einzufahren. Michael Roth, der mit der Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Spieltag ganz und gar nicht zufrieden war, hat sich auf Fehleranalyse begeben und diese im Videostudium mit seinem Team besprochen: „Wir haben genau hingeschaut und gehen kritisch mit den Fehlern um,“ so der erfahrene Coach. Die Blau-Weißen haben die Trainingswoche genutzt, um diese Fehler abzustellen und sich auf den Gegner vorzubereiten. „Wir müssen gut und kompakt dagegenhalten. Bietigheim spielt eine spanische Abwehr mit zwei offensiven Halbspielern. Da müssen wir aufpassen, dass wir uns im Angriff nicht festlaufen. Wir dürfen dem Gegner keine Gegenstöße schenken und wir müssen selbst ein gutes Tempo und Effektivität beim Abschluss an den Tag legen,“ fasst der TVG-Coach zusammen.

Ob Michael Roth auf alle seine Spieler zurückgreifen kann, bleibt abzuwarten, denn der eine oder andere ist angeschlagen.

Trotz allem sind die Gäste nicht unschlagbar. Das hat der TV Großwallstadt in der letzten Saison zuhause schon bewiesen. Am 26. Dezember 2022 gewann der TVG mit 28:27. Damals interessanterweise auch in der Aschaffenburger f.a.n.-Arena. Im Rückspiel allerdings mussten sich die TVGler der SG mit 30:32 geschlagen geben. Am Samstag setzen die Spieler um Trainer Roth auf ihre Heimstärke, hoffen auf die Unterstützung der eigenen Fans, um den zweiten Sieg der neuen Saison  feiern zu können.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das mit Spannung erwartete Duell in der Handball-Oberliga zwischen dem TV Kirchzell und der TuSpo Obernburg ging hochverdient mit 35:27 (19:10) an den TVK.

Die TuSpo beim Einlaufen

In einer proppenvollen Miltenberger Dreifachsporthalle war von Anfang an Dampf im Kessel, die Zuschauer sorgten für gute Stimmung und beiden Mannschaften war die Nervosität vor dem Anpfiff anzumerken. Am Ende gab es für die TuSpo zwei rote Karten und die Erkenntnis, dass der TVK an diesem Abend einfach die bessere und homogenere Mannschaft war. Das sah auch TuSpo-Trainer Rudi Frank so, als er sagte: “Vielen Dank an die Zuschauer und die tolle Stimmung hier. Kirchzell hat eine super Leistung gebracht und verdient gewonnen. Letzte Woche hat alles funktioniert, diese Woche hat fast nichts funktioniert. Wir wollten das Spiel offen gestalten, doch das konnten wir nicht. Das lag vor allem an der Qualität von Kirchzell.”

Antonio Schnellbacher eröffnete den Torreigen

Die ersten Angriffe saßen auf beiden Seiten noch nicht, doch nach drei Minuten stand es dann 1:0 durch Antonio Schnellbacher (TVK). Nach dem 1:2 in der sechsten Minute gab es gleich den ersten Aufreger. Der Obernburger Luca Wengerter foulte Tim Häufglöckner böse, so dass die logische Konsequenz die rote Karte für ihn war. Bis zur 13. Minute setzten sich die Hausherren auf 6:3 ab und die Obernburger nahmen ihre erste Auszeit. Vier Minuten später stand es 10:3 und die Gäste zogen erneut die Reißleine. Gebracht hat es nichts, denn zu gut agierten die Kirchzeller. Zwar waren beide Teams sehr gut eingestellt, doch die Hausherren setzten die Vorgaben souverän um, agierten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem überragenden Tobias Jörg im Tor. Die Obernburger hingegen wechselten in der 22. Minute den Torhüter, brachten Jonathan Bausch für Sandro Friedrich. Aber auch diese Maßnahme griff nicht. Bis zum 16:7 in der 27. Minute hatten die Obernburger nicht den Hauch einer Chance und der TVK spielte sie regelrecht “weg”, schaltete und waltete nach Belieben. Die TVK-Abwehr stand überragend und sollte doch einmal ein Wurf des Gegners durchkommen, war da noch Tobias Jörg. So ging es mit 19:10 in die Pause und die TVK-Führung hätte noch höher ausfallen können.

TuSpo-Torhüter Sandro Friedrich in Hab-acht-Stellung

Offene Variante

Nach dem Wechsel ließ TuSpo-Coach Rudi Frank mit einer offensiven Abwehrvariante spielen, nahm wechselweise Tim Häufglöckner, Joshua Osifo, Ievgen Zhuk oder Tom Spieß an die kurze Leine. Das schmeckte den Kirchzellern nicht so und ihr Spiel war nicht mehr so flüssig wie noch in Halbzeit eins. Allerdings stand die Halle schon gleich zu Beginn der zweiten Hälfte Kopf, als Tobi Jörg einen glockenfreien hielt. Der Abpraller ging erneut an den Gegner, aber auch diesen hielt Tobi Jörg. Es war Wahnsinn.

Beim 23:17 (41.) nahmen die Kirchzeller Trainer ihre Auszeit und versuchten ihre Spieler besser auf die offene Deckung der Gäste einzustellen. Wenig später, beim 29:20, sah Thomas Keck rot. Er hatte den Kirchzeller Antonio Schnellbacher gefoult. Die Halle bebte und Obernburg versuchte mit allen Mitteln, den Rückstand in Grenzen zu halten. Der TVK glänzte immer wieder mit guten Kreisanspielen, doch alles in allem waren die zweiten 30 Minuten doch etwas zerfahren. Sieben Minuten vor dem Ende brachten die Kirchzeller Joshua Löffelmann für Tobi Jörg im Tor und dieser reihte sich nahtlos ein, hielt gleich einen Strafwurf und hatte noch ein paar schöne Paraden. Zwischenzeitlich handelten sich beide Trainer – Frank und Hauptmann – eine Verwarnung in dem hitzigen Derby ein. Tim Häufglöckner war es vorbehalten, das 35. Tor für sein Team zu erzielen.

Freude riesengroß

Danach war Freude pur auf Kirchzeller Seite. Den Obernburgern hingegen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. “Wir haben gehofft, noch einmal ranzukommen. Deshalb haben wir es mit der offenen Deckung probiert. Aber auch das haben die Kirchzeller gut gemacht und verdient gewonnen”, sagte Rudi Frank.

Tobias Jörg war überragend!

Ein zufriedener TVK-Coach Alex Hauptmann bedankte sich bei allen Zuschauern für die tolle Unterstützung und sagte: “Wir haben eine überragende erste Hälfte gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben in der Kabine angesprochen, dass nach dem Wechsel wahrscheinlich eine andere Deckungsvariante von Obernburg kommt. Trotzdem hatten wir zunächst Probleme. Am Ende haben wir uns auf nichts eingelassen und toll gespielt.”

Unter den Zuschauern ein begeisterter Miltenberg Landrat Jens Marco Scherf. Er sagte: “So eine tolle Stimmung, so eine Leidenschaft. So muss es sein. Das ist es, was den Sport ausmacht.”

 

Auf Kirchzeller Seite war Kapitän Jan Blank und Antonio Schnellbacher mit je 5, Ievgen Zhuk und Tom Spieß mit 7 die besten Torschützen. Auf Obernburger Seite war Tobias Raab mit 7 und Louis Markert mit 6 Toren die erfolgreichsten.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In meiner neuen Podcast-Folge habe ich – einmal mehr – den ehemaligen Handball-Nationaltorhüter, den Welt- und Europameister Carsten Lichtlein zu Gast und plaudere mit ihm ein bisschen über seine neue Arbeit als Torhüter-Trainer beim Erstligiisten MT Melsungen, über den WM-Titel der U 21-Nationalmannschaft und einiges mehr.

Den Torhüter Carsten Lichtlein brauche ich nicht mehr groß vorstellen, denn sein Name ist weit über die Grenzen des Handballs hinaus ein Begriff.

Trotzdem würde ich gerne ein bisschen Hintergrundwissen loswerden 🙂

Carsten ist seit 2019 Rekordspieler der deutschen Handball-Bundesliga, hat in seiner aktiven Zeit über 700 Bundesliga-Partien bestritten, weit über 500 Strafwürfe gehalten – was jeweils ein Bundesliga-Rekord für sich ist. Seit vergangenen Sommer ist er in den Trainerstab der MT Melsungen gewechselt und ist dort verantwortlicher Torhüter-Trainer vom Profiteam bis zur Jugend, hat also seine Handballschuhe an den Nagel gehängt. Obwohl – kommt es Spitz auf Knopf – ist er noch immer so topfit, dass er sich sofort wieder ins Tor stellen könnte.

 

Nehmt Euch die Zeit und hört in meinen Podcast mit @carstenlichtlein rein. Es ist wirklich interessant, was er uns zu erzählen hat. Carsten und ich kennen uns schon zig-Jahre und es ist mir eine Ehre, ihn so lange zu kennen und seine Karriere so lange begleiten zu dürfen!!!

 

Meinen Podcast könnt Ihr nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Spotify oder ITunes hören. Ganz wie Ihr wollt.

 

Das Bild hat uns Carsten zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen gab es letzte Woche zum Auftakt in die neue Saison Siege der hiesigen Vereine Kirchzell, Obernburg und Groß-Bieberau. Lediglich die Hanauer mussten eine Niederlage hinnehmen.

Diese Woche schaut die Handball-Region Untermain gespannt nach Miltenberg, denn das Derby zwischen dem TV Kirchzell und der TuSpo Obernburg steht am Freitag um 20 Uhr in der Dreifachsporthalle in Miltenberg im Mittelpunkt der Liga.

Für die Kirchzeller ist es das erste Heimspiel der neuen Saison – und da kommt es gleich zu einem Derbykracher. Gegner ist kein Geringerer als die TuSpo Obernburg. Gewinner sind jetzt schon die Zuschauer, denn sie können sich auf einen heißen Tanz gefasst machen. Beide Kontrahenten werden sich von Anfang an sicher nichts schenken und jeder will die Punkte für sich beanspruchen.

Kein Wunder, sind doch beide Teams jeweils mit Siegen in die Saison gestartet. Während die Obernburger daheim den Drittliga-Absteiger Pohlheim mit 37:27 aus der Halle fegten, gewannen die Kirchzeller in Hütttenberg – ebenfalls mit einem Zehn-Tore-Unterschied – mit 38:28. Die Vorzeichen für ein besonderes Spiel könnten also gar nicht besser sein.

Wie sagte Kirchzells Trainer Alex Hauptmann so treffend: “Dafür spielst du Handball!”. Und TuSpo-Trainer Rudi Frank geht von “einem heißen Spiel” aus. Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß, beide Mannschaften haben sich gut verstärkt und wollen – nicht nur am Freitag – zeigen, was in ihnen steckt.

Der Gastgeber will auf jeden Fall vorne mitspielen und seine Favoritenrolle als Drittliga-Absteiger erfüllen. Auch die Gäste wollen ihre gute Saison vom letzten Jahr wiederholen und es darf auch ruhig noch ein bisschen mehr sein.

Die Stimmung in beiden Lagern ist sehr gut

Martin Bieger, TuSpo Obernburg, im Anflug

“Die Stimmung ist sehr gut und alle in unserem Team und drumherum freuen sich auf den Freitagabend”, sagt TVK-Spielmacher Tom Spieß. “Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, doch gegen Obernburg ist es schon etwas besonderes. Sie haben im ersten Spiel sehr stark aufgespielt, aber ich denke, dass wir uns auch keinesfalls verstecken müssen”, meint Tom Spieß zurecht. Dass die beiden Teams in einem Meisterschaftsspiel aufeinander gestoßen sind, ist schon eine Weile her. Zuletzt kreuzten sich ihre Wege im Juli während der Vorbereitung auf die neue Saison. Beim “Untermain Cup” gewann Kirchzell mit 36:33.

Martin Bieger, einer der Leistungsträger im TuSpo-Team sagte: “Die Vorfreude ist riesig. Bei so einem Derby dabei zu sein, welches es schon lange nicht mehr gegeben hat, ist uns allen eine Ehre. Die Freude ist riesig und wir werden uns alle ins Zeug legen, um die Fans nicht zu enttäuschen.” Auf die Frage, ob der den TVK stärker ansieht, als die Pohlheimer sagt der blitzschnelle Linksaußen: “Das ist schwierig zu sagen. Beide sind Absteiger aus der dritten Liga. Beide haben ein, zwei Abgänge zu verkraften. Dennoch sehe ich Kirchzell stärker an, vor allem mit den guten Vorbereitungsspielen, die sie gezeigt haben.”

TuSpo brennt auf Monster-Aufgabe

Tom Spieß, TV Kirchzell, im Porträt

Die TuSpo brennt auf diese „Monster-Aufgabe“ und weiß vom letzten Wochenende wie man „Drittliga-Absteiger“ schlagen kann. Mit viel Kampfgeist und großer Leidenschaft kann mit Hilfe der hoffentlich zahlreichen TuSpo-Fans der nächste Coup gelingen. Das wissen auch die Hausherren und Tom Spieß sagt: “Obernburg hat eine gefährliche und homogene Mannschaft. Wir werden da nicht im Vorbeigehen mal so einfach gewinnen können. Wichtig ist, dass wir dem Spiel von Anfang an unseren Stempel aufdrücken und wir bestimmen wo es lang geht.” Die Gäste decken normalerweise 6-0, haben allerdings zuletzt den Pohlheimer Spielmacher Lex das ganze Spiel über in Manndeckung genommen. Man darf gespannt sein, was sich TuSpo-Trainer Rudi Frank für die Kirchzeller einfallen lässt. Das Zünglein an der Waage könnten auch die Torhüter sein, die auf beiden Seiten sehr gut sind.

 

 

 

 

 

Erstes Heimspiel von Groß-Bieberau in der jungen Saison

Mit einem deutlichen Auswärtssieg starteten die Falken letzte Woche bei der TSG Offenbach/Bürgel in die neue Saison. Nun steht das erste Heimspiel an und das soll natürlich auch erfolgreich bestritten werden. Dazu erwarten die Groß-Bieberauer den TV Hüttenberg II am Samstag um 19.30 Uhr.

Die Gäste haben als Aufsteiger letztes Jahr eine überragende Saison gespielt und belegten am Ende den sechsten Platz, unser Heimspiel konnten wir 28:22 gewinnen, in Hüttenberg war dagegen ein absoluter Leistungstiefpunkt unseres Teams und es gab eine derbe 21:28-Niederlage. Das soll natürlich dieses Mal anders werden und so ist unser Team besten Willens, das erste Heimspiel der Saison erfolgreich zu bestreiten. Die Hüttenberger pflegen eine offensive Abwehrformation und ein ordentliches Tempospiel. Ihr Saisondebüt wurde allerdings letzte Woche zu einem Debakel, als sie zuhause gegen den TV Kirchzell mit 28:38 verloren.

Das werden sie diesmal sicher anders machen wollen und deshalb sollten die Falken mächtig auf der Hut sein. Trainer Björn Beilstein: „Wir sind auf alles vorbereitet und werden konzentriert zur Sache gehen. Das erste Heimspiel einer Saison ist schon etwas besonderes und das wollen wir natürlich auch erfolgreich gestalten.“

 

 

Die Bilder von Tom bzw. von Martin haben uns die jeweiligen Vereine zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Wochenende zu interessanten Begegnungen.  Die HSG Hanau tritt bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II an, der TV Gelnhausen spielt beim TuS Opladen und die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen.

Weiter spielen: TSG Haßloch – HSG Krefeld Niederrhein, TV Aldekerk – TuS Dansenberg, TuS Ferndorf – Bergische Panther, Longericher SC Köln – mHSG Friesenheim-Hochdorf II und TV Homburg – HG Saarlouis.

 

TV Gelnhausen will in Opladen zur Konstanz zurückfinden

Nach einer Niederlage zum Saisonstart und einem Remis im letzten Heimspiel will der TV Gelnhausen nun den ersten Sieg einfahren. Kein leichtes Unterfangen, müssen die Barbarossastädter doch am Samstag beim heimstarken TuS 1882 Opladen antreten. Der Leverkusener Stadtteilverein setzte sich im ersten Heimspiel gegen die hochgehandelte Mannschaft des TuS 04 Dansenberg mit 36:22 durch.

„Opladen hat mit diesem deutlichen Sieg gegen Dansenberg ein Ausrufezeichen gesetzt. Wir sind also gewarnt“, sagt Gelnhausens Cheftrainer Matthias Geiger. „Wir müssen vor allem in der Abwehr eine konstante Leistung abrufen, um den Gegner unter Druck setzen zu können. Wir können das, haben es aber bisher nur phasenweise gezeigt. Jetzt gilt es, dass wir diese Leitung über weite Strecken abrufen“, richtet Geiger vor allem den Blick auf das eigene Team.

Der TVG hadert immer noch ein wenig mit den Leistungsschwankungen aus den beiden Auftaktspielen gegen Nieder-Roden und Dutenhofen/Münchholzhausen. In beiden Spielen wäre mehr drin gewesen, insbesondere gegen die Reserve des Bundesligisten HSG Wetzlar. Doch weiß auch Geiger, dass Leistungsschwankungen bei der wohl jüngsten Mannschaft der gesamten dritten Liga ganz normal sind. Zumal der TVG mit Nils Bergau in dieser Saison seinen Abwehrchef ersetzen muss. Das braucht eben ein wenig Zeit.

Leon David fehlt noch

Einer, der in diese Rolle hätte reinwachsen sollen, ist Leon David. Allerdings zog sich der Neuzugang im Pokalspiel gegen Coburg eine Verletzung am Sprunggelenk zu und wird noch eine Weile fehlen. Ebenso wie Yannik Mocken (Bänderriss), Julian Lahme (Knie) und Jannik Geisler (Aufbautraining). Dagegen wird Michel Hemmer nach überstandener Erkältung sehr wahrscheinlich gegen Opladen in den Kader zurückkehren.

Die Marschroute für das kommende Spiel ist klar. „Wir wollen ein gutes Spiel auf Basis einer guten Abwehrarbeit abliefern. Und auch im Angriff müssen wir an ein paar Stellschrauben drehen. Unsere Chancenverwertung ist ausbaufähig. Dabei ist unsere Spielanlage gut. Manchmal wollen die Jungs etwas zu viel“, hofft Geiger, dass seine Mannschaft das nötige Maß finden wird.

Denn auch Opladen hat eine junge Mannschaft, die zuletzt im Derby beim letztjährigen Vierten der Weststaffel Bergische Panther nur knapp unterlegen war und sich für das Spiel gegen Gelnhausen viel vorgenommen hat. Opladens Headcoach Fabrice Voigt zeigte sich daher nach der 24:26-Auswärtsniederlage keinesfalls unzufrieden und richtete seinen Blick bereits auf das Spiel gegen Gelnhausen. „Am Ende entschieden Kleinigkeiten das Derby zugunsten der Panther. Wir haben in der zweiten Halbzeit Gas gegeben und uns am Ende zwei, drei Fehler zu viel geleistet. Daraus wird unser junges Team einiges mitnehmen können und wir werden uns fokussiert auf Gelnhausen vorbereiten müssen, um zuhause die nächsten Punkte einfahren zu können.“

Auf den TVG wartet also ein hoch motivierter Gegner. Der Schlüssel wird sein, ob es den Rotweißen gelingt Konstanz ins Spiel zu bringen. Gegen Dutenhofen hatten wir tolle erste 20 Minuten und tolle letzte zehn Minuten. Dazwischen waren wir zu nachlässig. Daran werden wir mit Blick auf das Opladen-Spiel arbeiten“, kündigte Geiger an.

 

Hanau trifft auf Dutenhofen/Münchholzhausen II

Nach einem Start mit 2:2 Punkten aus den ersten beiden Spielen tritt die HSG Hanau am Samstagabend bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II an. Die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar erwies sich in den vergangenen Jahren stets als schwerer Gegner, den die Geist-Sieben um Kapitän Max Bergold auf keinen Fall unterschätzen darf. Das erste Heimspiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden hatte die Hanauer Spielgemeinschaft in der vergangenen Woche verloren.

„Dutenhofen hat es geschafft, sich sehr stark in der 3. Liga zu etablieren“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist und fügt mit Blick auf den Gegner hinzu: „Mit Matthias Schwalbe haben sie zuletzt auch einen guten Abwehrspieler zurückbekommen, der das System beherrscht. Zudem können sie als Verstärkung auf Ole Klimpke aus der 1. Mannschaft zurückgreifen.“

In der vergangenen Saison musste die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar lange um den Klassenerhalt in der dritten Liga bangen. Erst am letzten Spieltag sorgte ein 30:28-Erfolg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden für den direkten Ligaverbleib. „Natürlich wollen sie in diesem Jahr schnell Punkte sammeln, um nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen“, weiß Geist. „Sicher hofft man in Dutenhofen vor der Partie schon auf den nächsten großen Coup, nachdem sie an den ersten Spieltagen gegen gutplatzierte Mannschaft aus dem Vorjahr Punkte gesammelt haben.“

Dutenhofen mit gutem Start

Dem jungen Team der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II von Trainer Axel Spandau gelang in den vergangenen beiden Wochen ein guter Start in die neue Ligasaison. Mit 27:27 behaupteten sie sich im Heimspiel gegen die Bergischen Panther und erkämpften sich auch danach ein Unentschieden beim TV Gelnhausen. In der sechsten Drittliga-Saison in Serie können sich die Grün-Weißen weiterhin auf ihren talentierten Spielmacher Lukas Gümbel und Torhüter Simon Böhne verlassen. „Sie haben genug Qualität im Kader, um jeden Gegner vor Probleme stellen zu können“, so Geist. „Wir müssen uns auf ihre beiden Deckungssysteme einstellen und im Angriff mehr Präzision und Durchschlagskraft entwickeln als noch zuletzt.“

Gegen den spiel- und wurfstarken Gastgeber will Hanau sich wieder auf die Tugenden aus der Vorsaison besinnen, nämlich konzentrierte Abwehrarbeit mit dynamischem Offensivspiel. „Die Partie gegen Dutenhofen wird ähnlich werden wie die in der vergangenen Woche gegen Nieder-Roden. Ich gehe von sehr viel Druck unseres Gegners über das Zentrum aus. Entscheidend wird sein, dass wir uns auf unsere Aufgaben im Deckungssystem konzentrieren“, meint Geist, der froh ist, dass er am Samstag wieder auf seinen Rückraumspieler Cedric Schiefer zurückgreifen kann. Ob Robin Marquardt, Jonas Ahrensmeier und Dennis Gerst auf dem Spielberichtsbogen stehen werden dürfte sich kurzfristig entscheiden.

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach einem absoluten Traumstart mit zwei Derbysiegen und daraus resultierenden 4:0 Punkten, bekommen es die Rodgauer Handballer am dritten Spieltag am Samstag um 19.30 Uhr in eigener Halle mit einem völlig unbekannten Gegner zu tun. Denn das Team mit dem etwas sperrigen Namen Interaktiv.Handball Düsseldorf Ratingen bestreitet als Aufsteiger erstmals eine Drittliga-Saison. Die Mannschaft aus der unmittelbaren Nähe der NRW-Landeshauptstadt konnte sich im vergangenen Jahr sehr souverän in der starken Regionalliga Nordrhein durchsetzen und blieb dabei ohne Niederlage.

Die gab es für die Jungs von Trainer Filip Lazarov dann aber direkt am ersten Spieltag der laufenden Saison. Beim Longericher HC war schon zur Halbzeit die Messe gelesen, so dass die Ratinger am Ende eine deutliche 35:23-Klatsche quittieren mussten. Doch davon zeigte man sich beim ersten Heimspiel relativ unbeeindruckt. Gegen die TSG Haßloch fand das Team zu gewohnter Treffsicherheit zurück, vor allem die schon mit höherklassiger Erfahrung ausgestatteten Akteure um den erneuten Toptorschützen Ante Grbavac sorgten mit ihrer Qualität für einen ungefährdeten 30:24 Heimsieg. Daher wird der Aufsteiger mit reichlich Selbstvertrauen die gut 250 Kilometer lange Reise nach Rodgau antreten – garantiert nicht nur zum Punkte abliefern.

Die Rodgauer freuen sich auf die bevorstehende Aufgabe, die Stimmung könnte nach den beiden Auftaktsiegen nicht besser sein. „Wir haben zwei sehr konzentrierte Leistungen abgeliefert, sowohl taktisch als auch spielerisch“, zeigt sich Trainer Jan Redmann sehr zufrieden mit den Auftritten seiner Jungs. „Aber wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen und glauben, dass das alles von alleine läuft. Ratingen ist ein komplett anderer Gegner, da ist viel individuelle Qualität auf der Platte, gegen die wir uns Lösungen einfallen lassen müssen“, so Jan Redmann nach der ausführlichen Video-Analyse des Gegners. „Wichtig wird sein, dass wir den Schwung aus den Derbys mitnehmen, genauso leidenschaftlich die Partie angehen und mit unseren Fans im Rücken Vollgas geben.“